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Kleine AnfrageWahlperiode 8Beantwortet

Bessere Verkehrsbedingungen für das Verkehrsmittel "Fahrrad" (G-SIG: 00002534)

Rolle des Fahrrades im Verkehrswesen, insbesondere bei der Lösung innerstädtischer Verkehrsprobleme, Verkehrssicherheitsprobleme von Radfahrern, Verbesserung der Verkehrsbedingungen für Radfahrer im innerstädtischen und außerörtlichen Bereich

Fraktion

CDU/CSU

Ressort

Bundesministerium für Verkehr

Datum

14.11.1979

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 8/330330.10.79

Bessere Verkehrsbedingungen für das Verkehrsmittel „Fahrrad"

der Abgeordneten Dr. Schulte (Schwäbisch Gmünd), Lemmrich, Tillmann, Dr. Jobst, Dreyer, Feinendegen, Hanz, Sick, Kroll-Schlüter, Dr. Langner, Dr. Möller, Dr. Friedmann, Weber (Heidelberg), Bühler (Bruchsal), Dr. Schäuble, Dr. Hornhues, Burger, Dr. Langguth, Sauter (Epfendorf), Dr. Laufs, Dr. George, Würzbach, Röhner, Dr. Jenninger und der Fraktion der CDU/CSU

Vorbemerkung

Im Gesamtverkehr der Bundesrepublik Deutschland sind durchschnittlich 60 v. H. aller zurückgelegten Wege kürzer als 3 km. 39 v. H. aller durchgeführten Autofahrten sind ebenfalls kürzer als 3 km. Selbst von den zurückgelegten Wegen zwischen 1 und 2 km werden 40 v. H. per Auto bewerkstelligt, von den Wegen unter 1 km immerhin noch 24 v. H.

Andererseits sind 85 v. H. der Haushalte und ca. 60 v. H. aller Bundesbürger mit einem Fahrrad ausgestattet. Sie scheuen die stärkere Nutzung des Fahrrades weniger aus Bequemlichkeit.

Es sind in erster Linie die schlechten Verkehrsbedingungen für das Fahrrad, und zwar besonders im innerstädtischen Verkehr, es ist die wenig fahrradgerechte Verkehrs-Infrastruktur, die einer verstärkten Nutzung des Fahrrades entscheidend entgegen steht.

Wir fragen deshalb die Bundesregierung:

Fragen8

1

Weiche Bedeutung hat die Bundesregierung dem Fahrrad als Verkehrsmittel innerhalb der vom Bund finanzierten Forschung im Bereich des Verkehrswesens seit 1970 beigemessen?

2

Wie beurteilt die Bundesregierung die Möglichkeiten und Chancen des Verkehrsmittels „Fahrrad", bei entsprechend fahrradgerechter Infrastruktur zur Lösung innerstädtischer Verkehrsprobleme beizutragen?

3

Wie beurteilt die Bundesregierung die allgemeinen Verkehrsbedingungen und innerörtlichen Verkehrssicherheitsrisiken für das Fahrrad in der Bundesrepublik Deutschland?

4

Liegen der Bundesregierung vergleichende internationale Statistiken über die Gefährdung von Radfahrern im innerstädtischen Verkehr vor, wenn ja, mit welchen Ergebnissen?

5

Welche in- und ausländische Modelle mit welchen Ergebnissen sind der Bundesregierung hinsichtlich der Verbesserung der innerstädtischen Verkehrsbedingungen für das Fahrrad bekannt?

6

Welche kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen — der Stadt- und Verkehrsplanung, — verkehrsrechtlicher und verkehrsregelnder Art, — finanzieller Art hält die Bundesregierung für erforderlich, um die Verkehrsbedingungen des Fahrrades im innerstädtischen Bereich entscheidend zu verbessern?

7

Wo sieht die Bundesregierung besondere Schwierigkeiten bei der Verwirklichung der in Frage 6 genannten Maßnahmen?

8

Welche Bedeutung mißt die Bundesregierung der Verbesserung der Verkehrsbedingungen für das Fahrrad außerorts bei?

Bonn, den 30. Oktober 1979

Dr. Schulte (Schwäbisch Gmünd) Lemmrich Tillmann Dr. Jobst Dreyer Feinendegen Hanz Sick Kroll-Schlüter Dr. Langner Dr. Möller Dr. Friedmann Weber (Heidelberg) Bühler (Bruchsal) Dr. Schäuble Dr. Hornhues Burger Dr. Langguth Sauter (Epfendorf) Dr. Laufs Dr. George Würzbach Röhner Dr. Jenninger Dr. Kohl, Dr. Zimmermann und Fraktion

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