Zurück zur Übersicht
Kleine AnfrageWahlperiode 19Beantwortet
Der Rüstungskonzern Krauss-Maffei Wegmann und das "Main Ground Combat System"
(insgesamt 22 Einzelfragen)
Fraktion
DIE LINKE
Ressort
Bundesministerium der Verteidigung
Datum
22.08.2019
Antwortdauer
35 Tage
Aktualisiert
26.07.2022
Offizielle Quellen und Volltext
Die verlinkten PDFs stammen direkt vom Dokumentenserver des Deutschen Bundestages.
BT19/1174618.07.2019
Der Rüstungskonzern Krauss-Maffei Wegmann und das "Main Ground Combat System"
Kleine Anfrage
Volltext (unformatiert)
[Deutscher Bundestag Drucksache 19/11746
19. Wahlperiode 18.07.2019
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Sevim Dağdelen, Heike Hänsel, Christine Buchholz,
Dr. Diether Dehm, Andrej Hunko, Eva-Maria Schreiber, Kathrin Vogler und
der Fraktion DIE LINKE.
Der Rüstungskonzern Krauss-Maffei Wegmann und das „Main Ground Combat
System“
Die deutschen Waffenproduzenten haben nach Angaben des Stockholmer
Friedensforschungsinstituts SIPRI ihren Umsatz 2017 um 10 Prozent gesteigert. Das
liege vor allem an Krauss-Maffei Wegmann. Der Konzern schrieb demnach ein
Umsatzplus von 61 Prozent. Auf der Liste der Top 100 stehen auch vier deutsche
Unternehmen, die ihre Produktion um 10 Prozent erhöhten; auf Platz 25
Rheinmetall, Thyssen-Krupp auf Platz 53, Krauss-Maffei Wegmann (KMW) auf
Platz 56 und Hensoldt auf Platz 74 (www.tagesschau.de/ausland/ruestungs
produktion-sipri-101.html).
Bislang kooperieren KMW und Rheinmetall in zahlreichen Projekten und mit
gemeinsamen Tochterunternehmen, unter anderem beim Kampfpanzer Leopard.
Rheinmetall konzentriert sich auf Gefechtstürme, Bewaffnung und Munition.
Zusammengearbeitet wird auch bei den Rheinmetallprodukten Schützenpanzer
Puma, bei Panzerhaubitzen oder dem Radpanzer Fuchs und Boxer (www.gevestor.
de/details/rheinmetall-ag-waffen-fuer-krisen-und-klimaschutz-763346.html).
KMW rechnet in Zukunft mit Rüstungsaufträgen in dreistelliger Milliardenhöhe.
In ganz Europa müssten Tausende Panzer und Artilleriesysteme ersetzt werden
(www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/wirtschaft_nt/article175870999/
KMW-Chef-Milliarden-Geschaeft-mit-Panzern-und-Artillerie.html). Im April 2019
erhielt KMW den Auftrag, für über 300 Mio. Euro Kampfpanzer (KPz) Leopard
zu modernisieren (www.kmweg.de/fileadmin/user_upload/pdfs/Press_Releases/
2019/Press_Release_KMW_modernisiert_101_deutsche_Leopard_2_Kampf
panzer.pdf).
Profitieren will KMW auch bezüglich der im Rahmen der am 19. Juni 2018 von
Frankreich und Deutschland unterzeichneten Absichtserklärungen zum
gemeinsamen Voranschreiten in zwei großen Projekten für Luft- und Landstreitkräfte.
Bei den Luftstreitkräften ist es das „Future Combat Air System“ (FCAS) und bei
den Landstreitkräften die Entwicklung und Produktion eines deutsch-
französischen Kampfpanzers „Main Ground Combat System“ (MGCS). Beim FCAS, das
ab 2040 die alternden Tornado-Kampfjets und den Eurofighter der Bundeswehr
sowie die Rafale-Maschinen der französischen Luftwaffe ersetzen soll, soll
Frankreichs Industrie führen und beim MGCS – ab etwa 2035 als Nachfolger des
KPz Leopard 2 und des französischen Leclerc geplant – die deutsche. Beide
Projekte sollen parallel vorangetrieben werden (www.bmvg.de/de/aktuelles/euro
paeische-ruestung-staerken-25498).
Während am 17. Juni 2019 durch Frankreich, Deutschland und Spanien der Bau
eines neuen europäischen Kampfflugzeugs auf den Weg gebracht wurde, ist es
beim MGCS – ein Projekt mit einem potenziellen Auftragsvolumen von 100 Mrd.
Euro – noch unklar. Denn die deutsch-französische Rüstungsholding KNDS, seit
2015 ein Verbund aus KMW und dem staatlichen französischen Rüstungskonzern
Nexter Defense Systems (Panzer, z. B. Leclerc und Artilleriesysteme), soll sich
mit Rheinmetall zusammenschließen. Doch können Rheinmetall und Krauss-
Maffei Wegmann sich nach Presseberichten nicht über die Bedingungen einigen.
Außerdem will Frankreich verhindern, dass aus einer Fusion unter Gleichen
de facto die Übernahme von Nexter durch Rheinmetall wird (Handelsblatt vom
17. Juni 2019, S. 8).
Um FCAS nicht zu verzögern, wurden die Projekte entkoppelt. Die haushalts-
und die verteidigungspolitischen Sprecher von Union und SPD drohen aber in
einem Brief an die Bundesministerin der Verteidigung Dr. Ursula von der Leyen,
den das „Handelsblatt“ und andere Medien einsehen konnten: Weitere Schritte
beim FCAS würden blockiert, wenn bis zum 30. September nicht feststehe,
welches der beiden deutschen Unternehmen beim Panzer die Führung übernimmt
(Handelsblatt vom 17. Juni 2019, S. 8).
Laut Geschäftsbericht der Rheinmetall AG 2018 ist das zwischen der deutschen
und französischen Regierung vereinbarte Gemeinschaftsprojekt zur Entwicklung
eines neuen Kampfpanzers im Rahmen des MGCS, bei dem Deutschland
militärisch und industriell die Führungsrolle übernehmen soll, von besonderer
Bedeutung. In diesem Projekt sieht Rheinmetall das bislang umfangreichste in der
europäischen Landsystemindustrie, das ein möglicher Ausgangspunkt einer
wieteren „Branchenkonsolidierung“ in Europa werden könnte (Geschäftsbericht
Rheinmetall Group 2018, S. 32). Der Rüstungskonzern hat entsprechend
gegenüber der französischen Regierung bezüglich des Vorhabens der Übernahme des
50-Prozent-Anteils des Panzerbauers Krauss-Maffei Wegmann an der
Rüstungsholding KNDS, die zur anderen Hälfte dem französischen Staatsunternehmen
Nexter gehört, Interesse angemeldet (dpa vom 13. März 2019).
Eine Fusion von Unternehmen im Zusammenhang mit der Entwicklung des
MGCS wäre auch aus Sicht der Bundesregierung ein denkbarer Schritt hin zu der
auch von ihr befürworteten Konsolidierung der europäischen
Verteidigungsindustrie. Inwieweit die Bundesregierung den Rüstungskonzern Rheinmetall
gegenüber der französischen Regierung in dessen Bemühungen unterstützt, lässt sie
aber unausgesprochen (Plenarprotokoll 19/88, Mündliche Frage 48).
Produktionsstart des neuen Systems, das ein Auftragsvolumen von rund 100 Mrd. Euro
haben soll, wird zwischen 2030 und 2035 sein (www.finanznachrichten.de/
nachrichten-2019-03/46192165-rheinmetall-werden-entscheidende-rolle-bei-
neuem-panzerprojekt-spielen-015.htm).
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Wie ist der aktuelle Stand des im Herbst 2017 von der Europäischen
Verteidigungsagentur (European Defence Agency – EDA) gestarteten „Pooling &
Sharing“-Projekt „Optimisation of the Main Battle Tank Capability in
Europe with initial focus on Leopard 2 (OMBT-Leo2)“ (www.eda.europa.eu/
info-hub/press-centre/latest-news/2017/09/22/eda-seeks-european-
defenceindustry-s-input-on-main-battle-tank-optimization)?
2. Trifft es zu, dass im Rahmen der OMBT-Leo2 die KPz Leopard 2 auf den
Standard A7 modernisiert und dann in einen Pool eingespeist werden sollen,
aus dem andere Staaten diese leasen, mieten oder kaufen können (www.eda.
europa.eu/info-hub/press-centre/latest-news/2017/09/22/eda-seeks-
europeandefence-industry-s-input-on-main-battle-tank-optimization)?
3. Inwieweit hat die Bundesregierung Kenntnisse, dass über das OMBT-Leo2
mehr als 300 modernisierte Leopard-Panzer verteilt werden könnten, für die
nicht mehr die EU-Staaten verantwortlich wären, sondern ein Verbund
europäischer Rüstungsunternehmen, welche die Leopard-2-Panzer
modernisieren und warten sowie die Besatzungen ausbilden sollen (www.offiziere.ch/
?p=33701)?
4. Trifft es zu, dass mit dem OMBT-Leo2 der Aufbau einer standardisierten
EU-Panzerstreitmacht vorangetrieben werden soll, die sich problemlos
warten lässt und schnell einsetzbar ist (www.offiziere.ch/?p=33701)?
5. Trifft es nach Kenntnis der Bundesregierung zu, dass das Projekt OMBT-
Leo2 auf das Unternehmen Krauss-Maffei Wegmann (KMW) zurückgeht
und von der EDA übernommen wurde (www.offiziere.ch/?p=33701)?
6. Soll nach Kenntnis der Budesregierung KMW das Projekt industrieseitig
organisieren (www.offiziere.ch/?p=33701), vor dem Hintergrund, dass KMW
im April 2019 einen Auftrag zur Modernisierung von 101 Leopard 2 A6 der
Bundeswehr durch das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und
Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) mit einem Auftragsvolumen von
über 300 Mio. Euro erhalten hat?
7. Inwieweit trifft es zu, dass der OMBT-Leo2-Pool modernisierter Leopard-2-
Panzer keine Investition in die Zukunft, sondern eine Übergangslösung
ist, bis ihn das MGCS ersetzt, da der KPz Leopard ein Waffensystem ist,
dessen Entwicklungspotenzial inzwischen ausgereizt ist (www.offiziere.ch/
?p=33701)?
8. Inwieweit dient OMBT-Leo2 nach Kenntnis der Bundesregierung mehr
industriepolitischen Interessen als einer verbesserten Einsatzbereitschaft der
europäischen Streitkräfte und damit vor allem KMW, um sich in Positur für
das MGCS zu bringen und bis zur Entwicklung dieser nächsten
Kampfpanzer-Generation finanziell zu profitieren (www.offiziere.ch/?p=33701)?
9. Welche EU-Mitgliedstaaten haben nach Kenntnis der Bundesregierung ihre
Beteiligung an OMBT-Leo2 in welcher Form angekündigt bzw. nehmen
daran teil?
10. Hat die Bundesregierung Kenntnisse (auch nachrichtendienstliche), dass
Zypern vor dem Hintergrund der Stationierung zusätzlicher 42 KPz Leopard 2
A4 seitens der Türkei im türkisch besetzten Norden der Republik Zypern,
Interesse an 41 KPz Leopard 2 aus besagtem Pool hat (https://defence-point.
com/2019/03/05/cyprus-courts-greek-leopard-1a4s/), und wenn ja, welche?
11. Trifft es zu, dass Deutschland beim Projekt MGCS die Führungsrolle, auch
industrieseitig, übernehmen wird (www.bmvg.de/de/aktuelles/
europaeischeruestung-staerken-25498)?
12. Welches Unternehmen wird von deutscher Seite industrieseitig die
Führungsrolle übernehmen?
13. Bei welchen der Hauptwaffensysteme
a) Schützenpanzer (SPz) PUMA,
b) Geschütztes Transportkraftfahrzeug (GTK) BOXER,
c) Kampfpanzer (KPz) LEOPARD 2,
d) Transporthubschrauber NH90,
e) Kampfflugzeug EUROFIGHTER mit AESA,
f) Transportflugzeug A400M mit DIRCM,
g) Lastkraftwagen GTF ZLK 15t,
h) Korvette K130,
i) Fregatte F125,
j) Unterstützungshubschrauber (UH) TIGER,
k) Seefernaufklärer P-3C ORION und
l) C-130J HERCULES
obliegen wegen fehlender Zeichnungsrechte der Bundeswehr entsprechende
Instandhaltungs- bzw. Wartungsmaßnahmen und Reparaturen – auch
bezogen auf Komponenten und Baugruppen – vertraglich KMW?
14. An wie vielen der 1 360 Projekte des BAAINBw ist KMW
Hauptauftragnehmer oder als Unterauftragnehmer beteiligt (bitte entsprechend getrennt
angeben; 9. Bericht des Bundesministeriums der Verteidigung – BMVg –, Teil 1,
Berlin, Juni 2019, S. 8)?
15. Wie viele der 10 241 durch das BAAINBw geschlossenen
Beschaffungsverträge wurden mit KMW als Hauptauftragnehmer oder als
Unterauftragnehmer geschlossen (bitte getrennt angeben; 9. Bericht des BMVg, Teil 1,
Berlin, Juni 2019, S. 8)?
16. Wie viele der 782 Forschungs- und Technologievorhaben des BAAINBw
werden mit KMW durchgeführt (9. Bericht des BMVg, Teil 1, Berlin, Juni
2019, S. 8)?
17. An welchen der in Frage 13 aufgeführten Beschaffungsvorhaben von
Hauptwaffensystemen ist KMW als Hauptauftragnehmer oder als
Unterauftragnehmer beteiligt (bitte getrennt nach Laufzeit des Vertrages, Lieferzeit,
Gesamtauftragswert bzw. Anteil am Gesamtauftragswert auflisten)?
18. An welchen der bisherigen sowie weiteren geplanten Ausgaben für
Forschung und Entwicklung der Hauptwaffensysteme ist KMW als
Hauptauftragnehmer oder als Unterauftragnehmer beteiligt (bitte getrennt nach
Laufzeit des Vertrages, Lieferzeit, Gesamtauftragswert bzw. Anteil am
Gesamtauftragswert auflisten)?
19. Welche Ausgaben wurden im Jahr 2018 von der Bundesregierung getätigt,
die als Empfänger Unternehmungen vom KMW hatten (bitte nach Ressort
mit Datum, Art und Volumen der Zahlung, sowie kurzer Beschreibung des
geförderten Projekts auflisten; Bundestagsdrucksache 19/913, Frage 27)?
20. Welche Ausgaben sind im Jahr 2019 von der Bundesregierung eingeplant,
die als Empfänger Unternehmungen von KMW haben (bitte nach Ressort mit
Datum, Art und Volumen der Zahlung, sowie kurzer Beschreibung des
geförderten Projekts auflisten; Bundestagsdrucksache 19/913, Frage 27)?
21. An welchen Terminen, Gesprächen, Veranstaltungen, Sitzungen etc. des
Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie nahmen 2018 und 2019
Vertreter und Vertreterinnen von KMW teil, und wann genau (bitte die
entsprechenden Veranstaltungen, die Themen, die besprochen wurden, das Datum
sowie die Namen der Vertreterinnen und Vertreter der Bundesregierung und
des Unternehmens auflisten)?
22. An welchen Veranstaltungen, Gesprächen oder anderweitigen Terminen von
KMW nahmen Vertreter und Vertreterinnen des Bundesministeriums für
Wirtschaft und Energie ab Oktober 2018 wann und wo teil (bitte Titel,
Datum und Ort der Veranstaltung oder Termin sowie die Namen der Mitglieder
bzw. teilnehmenden Vertreterinnen und Vertreter nennen)?
Berlin, den 28. Juni 2019
Dr. Sahra Wagenknecht, Dr. Dietmar Bartsch und Fraktion
Satz: Satzweiss.com Print, Web, Software GmbH, Mainzer Straße 116, 66121 Saarbrücken, www.satzweiss.com
Druck: Printsystem GmbH, Schafwäsche 1-3, 71296 Heimsheim, www.printsystem.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]
BT19/1263522.08.2019
auf die Kleine Anfrage - Drucksache 19/11746 - Der Rüstungskonzern Krauss-Maffei Wegmann und das "Main Ground Combat System"
AntwortAntwort
Volltext (unformatiert)
[Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums der Verteidigung vom
20. August 2019 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Deutscher Bundestag Drucksache 19/12635
19. Wahlperiode 22.08.2019
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Sevim Dağdelen, Heike Hänsel,
Christine Buchholz, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 19/11746 –
Der Rüstungskonzern Krauss-Maffei Wegmann und das „Main Ground Combat
System“
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die deutschen Waffenproduzenten haben nach Angaben des Stockholmer
Friedensforschungsinstituts SIPRI ihren Umsatz 2017 um 10 Prozent gesteigert. Das
liege vor allem an Krauss-Maffei Wegmann. Der Konzern schrieb demnach ein
Umsatzplus von 61 Prozent. Auf der Liste der Top 100 stehen auch vier
deutsche Unternehmen, die ihre Produktion um 10 Prozent erhöhten; auf Platz 25
Rheinmetall, Thyssen-Krupp auf Platz 53, Krauss-Maffei Wegmann (KMW)
auf Platz 56 und Hensoldt auf Platz 74 (www.tagesschau.de/ausland/ruestungs
produktion-sipri-101.html).
Bislang kooperieren KMW und Rheinmetall in zahlreichen Projekten und mit
gemeinsamen Tochterunternehmen, unter anderem beim Kampfpanzer
Leopard. Rheinmetall konzentriert sich auf Gefechtstürme, Bewaffnung und
Munition. Zusammengearbeitet wird auch bei den Rheinmetallprodukten
Schützenpanzer Puma, bei Panzerhaubitzen oder dem Radpanzer Fuchs und Boxer (www.
gevestor.de/details/rheinmetall-ag-waffen-fuer-krisen-und-klimaschutz-763346.
html).
KMW rechnet in Zukunft mit Rüstungsaufträgen in dreistelliger
Milliardenhöhe. In ganz Europa müssten Tausende Panzer und Artilleriesysteme ersetzt
werden (www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/wirtschaft_nt/article175870999/
KMW-Chef-Milliarden-Geschaeft-mit-Panzern-und-Artillerie.html). Im April 2019
erhielt KMW den Auftrag, für über 300 Mio. Euro Kampfpanzer (KPz) Leopard
zu modernisieren (www.kmweg.de/fileadmin/user_upload/pdfs/Press_Releases/
2019/Press_Release_KMW_modernisiert_101_deutsche_Leopard_2_Kampf
panzer.pdf).
Profitieren will KMW auch bezüglich der im Rahmen der am 19. Juni 2018 von
Frankreich und Deutschland unterzeichneten Absichtserklärungen zum
gemeinsamen Voranschreiten in zwei großen Projekten für Luft- und Landstreitkräfte.
Bei den Luftstreitkräften ist es das „Future Combat Air System“ (FCAS) und
bei den Landstreitkräften die Entwicklung und Produktion eines deutsch-
französischen Kampfpanzers „Main Ground Combat System“ (MGCS). Beim
FCAS, das ab 2040 die alternden Tornado-Kampfjets und den Eurofighter der
Bundeswehr sowie die Rafale-Maschinen der französischen Luftwaffe ersetzen
soll, soll Frankreichs Industrie führen und beim MGCS – ab etwa 2035 als
Nachfolger des KPz Leopard 2 und des französischen Leclerc geplant – die
deutsche. Beide Projekte sollen parallel vorangetrieben werden (www.bmvg.de/
de/aktuelles/europaeische-ruestung-staerken-25498).
Während am 17. Juni 2019 durch Frankreich, Deutschland und Spanien der Bau
eines neuen europäischen Kampfflugzeugs auf den Weg gebracht wurde, ist
es beim MGCS – ein Projekt mit einem potenziellen Auftragsvolumen von
100 Mrd. Euro – noch unklar. Denn die deutsch-französische Rüstungsholding
KNDS, seit 2015 ein Verbund aus KMW und dem staatlichen französischen
Rüstungskonzern Nexter Defense Systems (Panzer, z. B. Leclerc und
Artilleriesysteme), soll sich mit Rheinmetall zusammenschließen. Doch können
Rheinmetall und Krauss-Maffei Wegmann sich nach Presseberichten nicht über die
Bedingungen einigen. Außerdem will Frankreich verhindern, dass aus einer
Fusion unter Gleichen de facto die Übernahme von Nexter durch Rheinmetall wird
(Handelsblatt vom 17. Juni 2019, S. 8).
Um FCAS nicht zu verzögern, wurden die Projekte entkoppelt. Die haushalts-
und die verteidigungspolitischen Sprecher von Union und SPD drohen aber in
einem Brief an die Bundesministerin der Verteidigung Dr. Ursula von der
Leyen, den das „Handelsblatt“ und andere Medien einsehen konnten: Weitere
Schritte beim FCAS würden blockiert, wenn bis zum 30. September nicht
feststehe, welches der beiden deutschen Unternehmen beim Panzer die Führung
übernimmt (Handelsblatt vom 17. Juni 2019, S. 8).
Laut Geschäftsbericht der Rheinmetall AG 2018 ist das zwischen der deutschen
und französischen Regierung vereinbarte Gemeinschaftsprojekt zur
Entwicklung eines neuen Kampfpanzers im Rahmen des MGCS, bei dem Deutschland
militärisch und industriell die Führungsrolle übernehmen soll, von besonderer
Bedeutung. In diesem Projekt sieht Rheinmetall das bislang umfangreichste in
der europäischen Landsystemindustrie, das ein möglicher Ausgangspunkt einer
wieteren „Branchenkonsolidierung“ in Europa werden könnte
(Geschäftsbericht Rheinmetall Group 2018, S. 32). Der Rüstungskonzern hat entsprechend
gegenüber der französischen Regierung bezüglich des Vorhabens der
Übernahme des 50-Prozent-Anteils des Panzerbauers Krauss-Maffei Wegmann an
der Rüstungsholding KNDS, die zur anderen Hälfte dem französischen
Staatsunternehmen Nexter gehört, Interesse angemeldet (dpa vom 13. März 2019).
Eine Fusion von Unternehmen im Zusammenhang mit der Entwicklung des
MGCS wäre auch aus Sicht der Bundesregierung ein denkbarer Schritt hin zu
der auch von ihr befürworteten Konsolidierung der europäischen
Verteidigungsindustrie. Inwieweit die Bundesregierung den Rüstungskonzern Rheinmetall
gegenüber der französischen Regierung in dessen Bemühungen unterstützt, lässt
sie aber unausgesprochen (Plenarprotokoll 19/88, Mündliche Frage 48).
Produktionsstart des neuen Systems, das ein Auftragsvolumen von rund 100 Mrd.
Euro haben soll, wird zwischen 2030 und 2035 sein (www.finanznachrichten.de/
nachrichten-2019-03/46192165-rheinmetall-werden-entscheidende-rolle-bei-
neuem-panzerprojekt-spielen-015.htm).
1. Wie ist der aktuelle Stand des im Herbst 2017 von der Europäischen
Verteidigungsagentur (European Defence Agency – EDA) gestarteten „Pooling &
Sharing“-Projekt „Optimisation of the Main Battle Tank Capability in
Europe with initial focus on Leopard 2 (OMBT-Leo2)“ (www.eda.europa.eu/
info-hub/press-centre/latest-news/2017/09/22/eda-seeks-european-
defenceindustry-s-input-on-main-battle-tank-optimization)?
Für das im Frühjahr 2017 von der European Defence Agency initiierte Projekt
Optimisation of the Main Battle Tank (OMBT) sollen nach Durchführung einer
„Preliminary Market Consultation“ die dort gewonnenen Erkenntnisse und
Informationen bis Ende 2019 analysiert und bewertet werden.
2. Trifft es zu, dass im Rahmen der OMBT-Leo2 die KPz Leopard 2 auf den
Standard A7 modernisiert und dann in einen Pool eingespeist werden sollen,
aus dem andere Staaten diese leasen, mieten oder kaufen können (www.eda.
europa.eu/info-hub/press-centre/latest-news/2017/09/22/eda-seeks-
europeandefence-industry-s-input-on-main-battle-tank-optimization)?
Ziel von OMBT ist die Verbesserung der „Main Battle Tank (MBT)“ Fähigkeiten
in Europa mit dem Schwerpunkt Modernisierung der vorhandenen Kampfpanzer
(KPz) Leopard 2A4. Die Bundesregierung hat keine Kenntnis darüber, welche an
einer Übernahme modernisierter KPz Leopard 2 interessierte Projektnationen
derzeit eine Leasing-, Miet- oder Kaufoption präferieren.
3. Inwieweit hat die Bundesregierung Kenntnisse, dass über das OMBT-Leo2
mehr als 300 modernisierte Leopard-Panzer verteilt werden könnten, für die
nicht mehr die EU-Staaten verantwortlich wären, sondern ein Verbund
europäischer Rüstungsunternehmen, welche die Leopard-2-Panzer
modernisieren und warten sowie die Besatzungen ausbilden sollen (www.offiziere.ch/
?p=33701)?
Nach Kenntnis der Bundesregierung steht weder fest, wie viele KPz Leopard 2
von einzelnen Projektnationen für eine Modernisierung zur Verfügung gestellt
werden sollen, noch wie viele modernisierte KPz Leopard 2 von einzelnen
Projektnationen gekauft, geleast oder gemietet werden sollen.
Darüber hinaus verbleiben nach Kenntnis der Bundesregierung die
modernisierten KPz Leopard 2 in der Verantwortung der EU-Mitgliedstaaten.
4. Trifft es zu, dass mit dem OMBT-Leo2 der Aufbau einer standardisierten
EU-Panzerstreitmacht vorangetrieben werden soll, die sich problemlos
warten lässt und schnell einsetzbar ist (www.offiziere.ch/?p=33701)?
Ziel von OMBT ist die Verbesserung der „MBT“ Fähigkeiten in Europa mit dem
Schwerpunkt Modernisierung der vorhandenen KPz Leopard 2A4.
5. Trifft es nach Kenntnis der Bundesregierung zu, dass das Projekt OMBT-
Leo2 auf das Unternehmen Krauss-Maffei Wegmann (KMW) zurückgeht
und von der EDA übernommen wurde (www.offiziere.ch/?p=33701)?
OMBT wurde im Frühjahr 2017 von der EDA als Kategorie B Projekt initiiert
und hat das Interesse einer Anzahl von Mitgliedstaaten gefunden, die sich in dem
Projekt engagiert haben.
6. Soll nach Kenntnis der Budesregierung KMW das Projekt industrieseitig
organisieren (www.offiziere.ch/?p=33701), vor dem Hintergrund, dass KMW
im April 2019 einen Auftrag zur Modernisierung von 101 Leopard 2 A6 der
Bundeswehr durch das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und
Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) mit einem Auftragsvolumen von
über 300 Mio. Euro erhalten hat?
Der Bundesregierung ist keine entsprechende Entscheidung bekannt geworden.
7. Inwieweit trifft es zu, dass der OMBT-Leo2-Pool modernisierter Leopard-2-
Panzer keine Investition in die Zukunft, sondern eine Übergangslösung
ist, bis ihn das MGCS ersetzt, da der KPz Leopard ein Waffensystem ist,
dessen Entwicklungspotenzial inzwischen ausgereizt ist (www.offiziere.ch/
?p=33701)?
Die Bewertung einer eventuellen Investition in die Modernisierung von KPz
Leopard 2 obliegt allein den diese Entscheidung treffenden Projektnationen.
8. Inwieweit dient OMBT-Leo2 nach Kenntnis der Bundesregierung mehr
industriepolitischen Interessen als einer verbesserten Einsatzbereitschaft der
europäischen Streitkräfte und damit vor allem KMW, um sich in Positur für
das MGCS zu bringen und bis zur Entwicklung dieser nächsten
Kampfpanzer-Generation finanziell zu profitieren (www.offiziere.ch/?p=33701)?
Die Standardisierung und Stärkung der Interoperabilität ist nach Auffassung der
Bundesregierung die alleinige und ausschlaggebende Begründung für OMBT.
9. Welche EU-Mitgliedstaaten haben nach Kenntnis der Bundesregierung ihre
Beteiligung an OMBT-Leo2 in welcher Form angekündigt bzw. nehmen
daran teil?
Von den in OMBT engagierten Nationen Spanien, Griechenland, Österreich,
Zypern, Tschechien, Ungarn, Rumänien und Deutschland hat bislang nur
Deutschland ausgeschlossen, KPz Leopard 2 für eine Modernisierung abzugeben oder
nach einer Modernisierung übernehmen zu wollen und nimmt damit nur
beobachtend an OMBT teil.
10. Hat die Bundesregierung Kenntnisse (auch nachrichtendienstliche), dass
Zypern vor dem Hintergrund der Stationierung zusätzlicher 42 KPz Leopard 2
A4 seitens der Türkei im türkisch besetzten Norden der Republik Zypern,
Interesse an 41 KPz Leopard 2 aus besagtem Pool hat (https://defence-point.
com/2019/03/05/cyprus-courts-greek-leopard-1a4s/), und wenn ja, welche?
Der Bundesregierung liegen dazu keine über die Presseberichterstattung
hinausgehenden, eigenen Erkenntnisse vor.
11. Trifft es zu, dass Deutschland beim Projekt MGCS die Führungsrolle, auch
industrieseitig, übernehmen wird (www.bmvg.de/de/aktuelles/
europaeischeruestung-staerken-25498)?
Beim Deutsch-Französischen Ministertreffen am 19. Juni 2018 wurde in einer
Absichtserklärung (Letter of Intent) vereinbart, dass Deutschland beim Projekt
MGCS die Führungsrolle, auch industrieseitig, übernehmen wird.
12. Welches Unternehmen wird von deutscher Seite industrieseitig die
Führungsrolle übernehmen?
Da dies Gegenstand eines aktuellen Abstimmungsprozesses ist, kann dazu keine
Aussage getroffen werden.
13. Bei welchen der Hauptwaffensysteme
a) Schützenpanzer (SPz) PUMA,
b) Geschütztes Transportkraftfahrzeug (GTK) BOXER,
c) Kampfpanzer (KPz) LEOPARD 2,
d) Transporthubschrauber NH90,
e) Kampfflugzeug EUROFIGHTER mit AESA,
f) Transportflugzeug A400M mit DIRCM,
g) Lastkraftwagen GTF ZLK 15t,
h) Korvette K130,
i) Fregatte F125,
j) Unterstützungshubschrauber (UH) TIGER,
k) Seefernaufklärer P-3C ORION und
l) C-130J HERCULES
obliegen wegen fehlender Zeichnungsrechte der Bundeswehr entsprechende
Instandhaltungs- bzw. Wartungsmaßnahmen und Reparaturen – auch
bezogen auf Komponenten und Baugruppen – vertraglich KMW?
Die Antwort ist der folgenden Tabelle zu entnehmen.
Hauptwaffensysteme
Instandhaltungs-/
Wartungsmaßnahmen und
Reparaturen - auch bezogen auf
Komponenten und Baugruppen -
obliegen wegen fehlender
Zeichnungsrechte der
Bundeswehr vertraglich KMW
Bemerkungen
Schützenpanzer PUMA ja
Geschütztes
Transportkraftfahrzeug BOXER Ja
Mit Blick auf das Missionsmodul San
liegen die Zeichnungsrechte bei
KMW.
Anteil Fa. KMW als anteiliger
Unterauftragnehmer (UAN) kann nicht
beziffert werden. Aufgrund der
multinationalen Natur des Projekts und der
Änderungen und Aufwuchs der
Forderungen im Laufe der 20-jährigen
Entwicklung ist ohne hohen Aufwand und
termingerecht die Ermittlung eines
Ursprungspunkts als Ausgang für
Soll/Ist-Betrachtungen nicht möglich.
Hauptwaffensysteme
Instandhaltungs-/
Wartungsmaßnahmen und
Reparaturen - auch bezogen auf
Komponenten und Baugruppen -
obliegen wegen fehlender
Zeichnungsrechte der
Bundeswehr vertraglich KMW
Bemerkungen
Kampfpanzer LEOPARD 2 nein
Das System ist seit 40 Jahren in der
Nutzung, daher ist diese Information
nur mit hohem Aufwand und nicht
termingerecht darstellbar.
Transporthubschrauber NH90 Keine Beteiligung KMW
Kampfflugzeug EUROFIGHTER
mit AESA Keine Beteiligung KMW
Transportflugzeug A400M mit
DIRCM Keine Beteiligung KMW
Lastkraftwagen GTF ZLK 15t nein
Instandhaltungs-/
Wartungsmaßnahmen und Reparaturen können durch
eigene Instandsetzungskräfte auf
Basis der Interaktiven Elektronischen
Technischen Dokumentation (IETD)
durchgeführt werden.
Korvette K130 Keine Beteiligung KMW
Fregatte F125 Keine Beteiligung KMW
Unterstützungshubschrauber
TIGER Keine Beteiligung KMW
Seefernaufklärer P-3C ORION Keine Beteiligung KMW
C-130J HERCULES Keine Beteiligung KMW
14. An wie vielen der 1 360 Projekte des BAAINBw ist KMW
Hauptauftragnehmer oder als Unterauftragnehmer beteiligt (bitte entsprechend getrennt
angeben; 9. Bericht des Bundesministeriums der Verteidigung – BMVg –,
Teil 1, Berlin, Juni 2019, S. 8)?
Die im 9. Rüstungsbericht genannte Gesamtzahl von 1 360 Projekten setzt sich
zusammen aus 571 Projekten in der Analyse- und Realisierungsphase sowie
789 Produkten in der Nutzungsphase.
Diese werden in unterschiedlichen Datenquellen erfasst. Für die 571 Projekte in
der Analyse- und Realisierungsphase wird KMW bei 12 Projekten als
Hauptauftragnehmer und bei fünf als Unterauftragnehmer geführt.
Bei den 789 Produkten in der Nutzungsphase werden die Daten nicht statistisch
erfasst, sodass in dem zur Verfügung stehenden Zeitrahmen keine Angaben
darüber gemacht werden können, in wie vielen Fällen KMW als Auftragnehmer oder
Unterauftragnehmer tätig ist.
15. Wie viele der 10 241 durch das BAAINBw geschlossenen
Beschaffungsverträge wurden mit KMW als Hauptauftragnehmer oder als
Unterauftragnehmer geschlossen (bitte getrennt angeben; 9. Bericht des BMVg, Teil 1,
Berlin, Juni 2019, S. 8)?
Von den 10 241 Beschaffungsverträgen des BAAINBw wurden 361 Verträge mit
dem Unternehmen KMW geschlossen.
Zu Unteraufträgen können keine Angaben gemacht werden. Die Auftragnehmer
von Beschaffungsverträgen ab einem Auftragswert von 5 Mio. Euro werden erst
seit Kurzem verpflichtet, jeden Unterauftragnehmer der ersten Ebene mit einem
Unterauftragswert ab 50 000 Euro zu benennen.
16. Wie viele der 782 Forschungs- und Technologievorhaben des BAAINBw
werden mit KMW durchgeführt (9. Bericht des BMVg, Teil 1, Berlin, Juni
2019, S. 8)?
Fünf der 782 Forschungs- und Technologievorhaben im BAAINBw werden mit
KMW durchgeführt.
17. An welchen der in Frage 13 aufgeführten Beschaffungsvorhaben von
Hauptwaffensystemen ist KMW als Hauptauftragnehmer oder als
Unterauftragnehmer beteiligt (bitte getrennt nach Laufzeit des Vertrages, Lieferzeit,
Gesamtauftragswert bzw. Anteil am Gesamtauftragswert auflisten)?
Es wird auf die als „VS – Nur für den Dienstgebrauch“ eingestufte Anlage
verwiesen.*
18. An welchen der bisherigen sowie weiteren geplanten Ausgaben für
Forschung und Entwicklung der Hauptwaffensysteme ist KMW als
Hauptauftragnehmer oder als Unterauftragnehmer beteiligt (bitte getrennt nach
Laufzeit des Vertrages, Lieferzeit, Gesamtauftragswert bzw. Anteil am
Gesamtauftragswert auflisten)?
Zur Beantwortung der Frage 18 wird auf die als „VS – Nur für den
Dienstgebrauch“ eingestufte Anlage verwiesen.
Die Antwort zu den Fragen 17 und 18 werden als „VS – Nur für den
Dienstgebrauch“ eingestuft, da diese Fragen Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse der
Firmen betreffen und in der Kürze der Zeit keine Zustimmung zu der
Veröffentlichung eingeholt werden konnte.*
19. Welche Ausgaben wurden im Jahr 2018 von der Bundesregierung getätigt,
die als Empfänger Unternehmungen vom KMW hatten (bitte nach Ressort
mit Datum, Art und Volumen der Zahlung, sowie kurzer Beschreibung des
geförderten Projekts auflisten; Bundestagsdrucksache 19/913, Frage 27)?
Durch die Bundesregierung wurden im Jahr 2018 keine Ausgaben getätigt, die als
Empfänger Unternehmungen von KMW hatten.
* Das Bundesministerium der Verteidigung hat die Antwort als „VS – Nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft.
Die Antwort ist im Parlamentssekretariat des Deutschen Bundestages hinterlegt und kann dort von Berechtigten eingesehen werden.
20. Welche Ausgaben sind im Jahr 2019 von der Bundesregierung eingeplant,
die als Empfänger Unternehmungen von KMW haben (bitte nach Ressort
mit Datum, Art und Volumen der Zahlung, sowie kurzer Beschreibung des
geförderten Projekts auflisten; Bundestagsdrucksache 19/913, Frage 27)?
Die Antwort ist der folgenden Tabelle zu entnehmen.
a) Thema
b) Laufzeit von / bis
Auszahlung in
2019
Geplante Ausgabe in
2019
Art der Zahlung
a) Förderung der Heizungsoptimierung
durch hocheffiziente Pumpen und
hydraulischen Abgleich
b) 11. Januar 2019 / 08. Mai 2019
3.437,09 € - Projektförderung
a) Förderung von hocheffizienten
Querschnittstechnologien
b) 19. Januar 2018 / 25. Januar 2018
14.987,14 € - Projektförderung
a) Förderung von hocheffizienten
Querschnittstechnologien
b) 2. August 2018 / 13. August 2018
- 2.117,00 Projektförderung
21. An welchen Terminen, Gesprächen, Veranstaltungen, Sitzungen etc. des
Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie nahmen 2018 und 2019
Vertreter und Vertreterinnen von KMW teil, und wann genau (bitte die
entsprechenden Veranstaltungen, die Themen, die besprochen wurden, das
Datum sowie die Namen der Vertreterinnen und Vertreter der Bundesregierung
und des Unternehmens auflisten)?
Datum Veranstaltung Themen Vertreter BReg Vertreter
KMW
25. Oktober 2018
Branchendialog
Verteidigungswirtschaft
1. Weiterentwicklung des
Strategiepapiers der
Bundesregierung zur Stärkung der
Verteidigungsindustrie in
Deutschland
2. BREXIT Auswirkungen
auf die Branche
3. Kooperation Bundeswehr/
Industrie
Sts Dr. Nussbaum Ralf
Bergschneider
(Betriebsrat)
7. November
2018
Gespräch 1. Fragen der
Rüstungsexportkontrolle
2. Deutsch-französische
Planungen zu Main
Ground Combat System
3. Schaffung eines
europäischen
Landsystemhauses
Sts Dr. Nussbaum Frank Haun
(CEO)
8. Mai 2019 Gespräch Konsolidierung der
Rüstungsindustrie
Sts Dr. Nussbaum Frank Haun
(CEO)
16. Juli 2019 Gespräch Konsolidierung der
Rüstungsindustrie
Sts Dr. Nussbaum
Sts Zimmer
(BMVg)
Frank Haun
(CEO)
22. An welchen Veranstaltungen, Gesprächen oder anderweitigen Terminen von
KMW nahmen Vertreter und Vertreterinnen des Bundesministeriums für
Wirtschaft und Energie ab Oktober 2018 wann und wo teil (bitte Titel,
Datum und Ort der Veranstaltung oder Termin sowie die Namen der Mitglieder
bzw. teilnehmenden Vertreterinnen und Vertreter nennen)?
Seit Oktober 2018 nahmen keine Vertreter und Vertreterinnen des
Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie an Veranstaltungen, Gesprächen oder
anderweitigen Terminen von KMW teil.
Satz: Satzweiss.com Print, Web, Software GmbH, Mainzer Straße 116, 66121 Saarbrücken, www.satzweiss.com
Druck: Printsystem GmbH, Schafwäsche 1-3, 71296 Heimsheim, www.printsystem.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]
Ähnliche Kleine Anfragen
Immobilien der extremen Rechten und der Reichsbürger-Szene in Deutschland
DIE LINKE01.07.2026
Umfang der polizeilichen Datenhaltung 2026
DIE LINKE03.06.2026
Einsätze von sogenannten stillen SMS, WLAN-Catchern, IMSI-Catchern, Funkzellenabfragen im 2. Halbjahr 2025
DIE LINKE18.06.2026
Humanitäre Situation in Gaza - Kenntnisse und Aktivitäten der Bundesregierung
DIE LINKE08.09.2026