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Kleine AnfrageWahlperiode 19Beantwortet
Verhandlungen zwischen der EU und der Schweiz über ein Partnerschaftsabkommen - Handel mit Schweizer Wertpapieren in Deutschland
(insgesamt 10 Einzelfragen mit zahlreichen Unterfragen)
Fraktion
FDP
Ressort
Bundesministerium der Finanzen
Datum
21.08.2019
Aktualisiert
26.07.2022
BT19/1218106.08.2019
Verhandlungen zwischen der EU und der Schweiz über ein Partnerschaftsabkommen - Handel mit Schweizer Wertpapieren in Deutschland
Kleine Anfrage
Volltext (unformatiert)
[Deutscher Bundestag Drucksache 19/12181
19. Wahlperiode 06.08.2019
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Bettina Stark-Watzinger, Christian Dürr, Grigorios Aggelidis,
Renata Alt, Jens Beeck, Dr. Jens Brandenburg (Rhein-Neckar), Dr. Marcus Faber,
Otto Fricke, Katrin Helling-Plahr, Markus Herbrand, Katja Hessel,
Dr. Christoph Hoffmann, Reinhard Houben, Ulla Ihnen, Dr. Christian Jung,
Thomas L. Kemmerich, Konstantin Kuhle, Oliver Luksic, Alexander Müller,
Roman Müller-Böhm, Bernd Reuther, Frank Schäffler, Matthias Seestern-Pauly,
Frank Sitta, Michael Theurer, Gerald Ullrich, Nicole Westig und
der Fraktion der FDP
Verhandlungen zwischen der EU und der Schweiz über ein
Partnerschaftsabkommen – Handel mit Schweizer Wertpapieren in Deutschland
Seit dem Morgen des 1. Juli 2019 dürfen Aktienhändler aus den 28
Mitgliedstaaten bis auf Weiteres nicht mehr Aktien schweizerischer Unternehmen
uneingeschränkt an der Börse in Zürich handeln, die auch in der EU gehandelt werden.
Grund dafür ist, dass die Europäische Union (EU) die Schweizer
Börsenregulierung seit dem entsprechenden Montag Morgen nicht mehr als gleichwertig
anerkennt. Die Aussetzung der Börsenäquivalenz steht in Zusammenhang mit den
langwierigen Verhandlungen über ein Institutionelles Rahmenabkommen
zwischen der Schweiz und der EU. Dieses Abkommen befindet sich auf der
Schweizer Seite seit Januar 2019 in einem innerstaatlichen Konsultationsprozess. Eine
Entscheidung ist erst nach den schweizerischen Parlamentswahlen im Oktober
2019 zu erwarten. Die EU-seitige Verknüpfung einer Verlängerung der
Börsenäquivalenz mit einer gleichzeitigen Einwilligung der Schweiz zum
Institutionellen Partnerschaftsabkommen wurde in der Schweiz zum Teil als Drohung
wahrgenommen (www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/schweiz-eu-rahmen
vertrag-wird-zur-schicksalsfrage-16200959.html).
Umgekehrt hat auch das Eidgenössische Finanzdepartement (Schweizer
Finanzministerium) Gegenmaßnahmen ergriffen (www.efd.admin.ch/efd/de/home/
dokumentation/nsb-news_list.msg-id-75633.html). Seit dem 1. Juli 2019 dürfen
an den europäischen Börsen bestimmte Aktien großer Schweizer Unternehmen
nicht mehr gehandelt werden (www.newsd.admin.ch/newsd/message/attachments/
57594.pdf). International beliebte Schweizer Aktien von Nestlé, Roche oder
Novartis dürfen damit nicht mehr an Börsen der EU gehandelt werden. Eine
Ausnahme sollen Aktien mit einem Doppel-Listing bilden, darunter Lafarge Holcim,
ABB, Aryzta, BB Biotech und Cie Financiere Tradition.
Das Bundesministerium der Finanzen beschäftigt sich im Referat VII B 5
mit Grundsatzfragen des Börsen- und Wertpapierwesens (www.bundesfinanz
ministerium.de/Content/DE/Downloads/Ministerium/organigramm.pdf?__blob=
publicationFile&v=3).
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Welche Position nimmt die Bundesregierung in dem Streit zwischen der EU
und der Schweizer Eidgenossenschaft zum Partnerschaftsabkommen ein?
2. Hat die Bundesregierung den Versuch einer Deeskalierung unternommen,
und wenn ja, durch welche Maßnahmen?
3. Welche Wertpapiere von in der Schweizer Eidgenossenschaft ansässigen
Unternehmen wurden in den Monaten Januar bis Mai 2019 an der
Frankfurter Wertpapierbörse (einschließlich der Handelsplätze Xetra und Börse
Frankfurt) jeweils monatlich betrachtet nach Kenntnis der Bundesregierung
gehandelt?
a) Wie hoch war das monatliche Transaktionsvolumen der jeweiligen
Wertpapiere in den Monaten Januar bis Juni 2019 nach Kenntnis der
Bundesregierung?
b) Wie hat sich das Transaktionsvolumen im Monat Juli 2019 entwickelt
(bitte ggf. auch nur einen Teilwert für den Monat Juli 2019 angeben)?
c) Wie hoch waren die durchschnittlichen Transaktions(neben)kosten der
jeweiligen Wertpapiere in den Monaten Januar bis Juni 2019 nach Kenntnis
der Bundesregierung?
4. Welche Wertpapiere von in der Schweizer Eidgenossenschaft ansässigen
Unternehmen wurden in den Monaten Januar bis Mai 2019 an der Börse
Berlin jeweils monatlich betrachtet nach Kenntnis der Bundesregierung
gehandelt?
a) Wie hoch war das monatliche Transaktionsvolumen der jeweiligen
Wertpapiere in den Monaten Januar bis Juni 2019 nach Kenntnis der
Bundesregierung?
b) Wie hat sich das Transaktionsvolumen im Monat Juli 2019 entwickelt
(bitte ggf. auch nur einen Teilwert für den Monat Juli 2019 angeben)?
c) Wie hoch waren die durchschnittlichen Transaktions(neben)kosten der
jeweiligen Wertpapiere in den Monaten Januar bis Mai 2019 nach Kenntnis
der Bundesregierung?
5. Welche Wertpapiere von in der Schweizer Eidgenossenschaft ansässigen
Unternehmen wurden in den Monaten Januar bis Mai 2019 an der Tradegate
Exchange, Berlin jeweils monatlich betrachtet nach Kenntnis der
Bundesregierung gehandelt?
a) Wie hoch war das monatliche Transaktionsvolumen der jeweiligen
Wertpapiere in den Monaten Januar bis Juni 2019 nach Kenntnis der
Bundesregierung?
b) Wie hat sich das Transaktionsvolumen im Monat Juli 2019 entwickelt
(bitte ggf. auch nur einen Teilwert für den Monat Juli 2019 angeben)?
c) Wie hoch waren die durchschnittlichen Transaktions(neben)kosten der
jeweiligen Wertpapiere in den Monaten Januar bis Mai 2019 nach Kenntnis
der Bundesregierung?
6. Welche Wertpapiere von in der Schweizer Eidgenossenschaft ansässigen
Unternehmen wurden in den Monaten Januar bis Mai 2019 an der Börse
Düsseldorf jeweils monatlich betrachtet nach Kenntnis der Bundesregierung
gehandelt?
a) Wie hoch war das monatliche Transaktionsvolumen der jeweiligen
Wertpapiere in den Monaten Januar bis Juni 2019 nach Kenntnis der
Bundesregierung?
b) Wie hat sich das Transaktionsvolumen im Monat Juli 2019 entwickelt
(bitte ggf. auch nur einen Teilwert für den Monat Juli 2019 angeben)?
c) Wie hoch waren die durchschnittlichen Transaktions(neben)kosten der
jeweiligen Wertpapiere in den Monaten Januar bis Mai 2019 nach Kenntnis
der Bundesregierung?
7. Welche Wertpapiere von in der Schweizer Eidgenossenschaft ansässigen
Unternehmen wurden in den Monaten Januar bis Mai 2019 an der
Hamburger Börse (Gemeinsame Börsen AG Hamburg-Hannover) jeweils monatlich
betrachtet nach Kenntnis der Bundesregierung gehandelt?
a) Wie hoch war das monatliche Transaktionsvolumen der jeweiligen
Wertpapiere in den Monaten Januar bis Juni 2019 nach Kenntnis der
Bundesregierung?
b) Wie hat sich das Transaktionsvolumen im Monat Juli 2019 entwickelt
(bitte ggf. auch nur einen Teilwert für den Monat Juli 2019 angeben)?
c) Wie hoch waren die durchschnittlichen Transaktions(neben)kosten der
jeweiligen Wertpapiere in den Monaten Januar bis Mai 2019 nach Kenntnis
der Bundesregierung?
8. Welche Wertpapiere von in der Schweizer Eidgenossenschaft ansässigen
Unternehmen wurden in den Monaten Januar bis Mai 2019 an der Börse
München jeweils monatlich betrachtet nach Kenntnis der Bundesregierung
gehandelt?
a) Wie hoch war das monatliche Transaktionsvolumen der jeweiligen
Wertpapiere in den Monaten Januar bis Juni 2019 nach Kenntnis der
Bundesregierung?
b) Wie hat sich das Transaktionsvolumen im Monat Juli 2019 entwickelt
(bitte ggf. auch nur einen Teilwert für den Monat Juli 2019 angeben)?
c) Wie hoch waren die durchschnittlichen Transaktions(neben)kosten der
jeweiligen Wertpapiere in den Monaten Januar bis Mai 2019 nach Kenntnis
der Bundesregierung?
9. Welche Wertpapiere von in der Schweizer Eidgenossenschaft ansässigen
Unternehmen wurden in den Monaten Januar bis Mai 2019 an der Börse
Stuttgart jeweils monatlich betrachtet nach Kenntnis der Bundesregierung
gehandelt?
a) Wie hoch war das monatliche Transaktionsvolumen der jeweiligen
Wertpapiere in den Monaten Januar bis Juni 2019 nach Kenntnis der
Bundesregierung?
b) Wie hat sich das Transaktionsvolumen im Monat Juli 2019 entwickelt
(bitte ggf. auch nur einen Teilwert für den Monat Juli 2019 angeben)?
c) Wie hoch waren die durchschnittlichen Transaktions(neben)kosten der
jeweiligen Wertpapiere in den Monaten Januar bis Mai 2019 nach Kenntnis
der Bundesregierung?
10. Welche börsennotierte Schweizer Unternehmen verfügen nach Kenntnis der
Bundesregierung über ein sog. Doppel-Listing in der Schweiz sowie in
mindestens einem Mitgliedstaat der EU?
Berlin, den 17. Juli 2019
Christian Lindner und Fraktion
Satz: Satzweiss.com Print, Web, Software GmbH, Mainzer Straße 116, 66121 Saarbrücken, www.satzweiss.com
Druck: Printsystem GmbH, Schafwäsche 1-3, 71296 Heimsheim, www.printsystem.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]
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