Zombie-Unternehmen
der Abgeordneten Frank Schäffler, Christian Dürr, Dr. Florian Toncar, Bettina Stark-Watzinger, Markus Herbrand, Katja Hessel, Grigorios Aggelidis, Jens Beeck, Olaf in der Beek, Mario Brandenburg (Südpfalz), Dr. Marco Buschmann, Dr. Marcus Faber, Otto Fricke, Katrin Helling-Plahr, Ulla Ihnen, Dr. Marcel Klinge, Ulrich Lechte, Oliver Luksic, Alexander Müller, Hagen Reinhold, Bernd Reuther, Dr. h. c. Thomas Sattelberger, Matthias Seestern-Pauly, Frank Sitta, Dr. Hermann Otto Solms, Katja Suding und der Fraktion der FDP
Vorbemerkung
Als Zombie-Unternehmen werden Firmen bezeichnet, deren Erträge über einen längeren Zeitraum geringer sind als ihre laufenden Zinskosten (Definition der Europäischen Zentralbank: https://www.ecb.europa.eu/pub/pdf/scpwps/ecb.wp2240~61e2d9dfec.en.pdf).
Laut einer Studie des Bankhauses Metzler sind heute mehr als 12 Prozent aller börsennotierten Unternehmen sogenannte Zombie-Firmen. Vor knapp 30 Jahren lag dieser Anteil bei nur 2 Prozent (https://boerse.ard.de/aktien/hilfe-immer-mehr-zombie-firmen-an-der-boerse100.html).
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen6
Hat die Bundesregierung Kenntnis über die Anzahl der jährlichen Unternehmensinsolvenzen in Deutschland?
Hat die Bundesregierung Kenntnisse über die Gesamtverschuldung von Unternehmen in Deutschland?
Hat die Bundesregierung Kenntnisse über die laufenden Zinskosten von Unternehmen in Deutschland bzw. der Europäischen Union? Wie haben sich die Zinskosten in den letzten zehn Jahren entwickelt?
Hat die Bundesregierung Kenntnisse über den derzeitigen Stand der notleidenden Kredite in Deutschland bzw. der Europäischen Union?
Hat die Bundesregierung Kenntnisse über die Bonität von Unternehmen in Deutschland bzw. der Europäischen Union?
Hat die Bundesregierung Kenntnisse darüber, wie viele Unternehmen es in Deutschland bzw. der Europäischen Union gibt, deren Erträge über einen längeren Zeitraum geringer sind als ihre laufenden Zinskosten (sog. Zombie-Unternehmen)?