[Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Hagen Reinhold, Frank Sitta, Grigorios
Aggelidis, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP
– Drucksache 19/29715 –
Stand der Gebäudesanierung in Deutschland
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Um die Klimaschutzziele 2030 im Gebäudesektor zu erreichen, sind
umfassende Sanierungen im Gebäudebestand in den nächsten zehn Jahren nötig.
Eine der größten Herausforderungen ist die Steigerung der Sanierungsquote,
die derzeit mit ca. 1 Prozent viel zu niedrig liegt, um signifikante Fortschritte
bei der Energieeffizienz im Gebäudesektor zu erreichen. Um die Quote zu
erhöhen und die Gebäudesanierung in Deutschland voranzutreiben, hat die die
Bundesregierung in ihrem Klimaschutzprogramm 2030 verschiedene
Maßnahmen und Programme reformiert und neu aufgesetzt (
https://www.bundesregier
ung.de/resource/blob/975226/1679914/e01d6bd855f09bf05cf7498e06d0a3ff/2
019-10-09-klima-massnahmen-data.pdf?download=1). Bereits an den
Investitionszahlen der vergangenen zehn Jahre ist nach Ansicht der Fragesteller
abzusehen, dass auch in den nächsten zehn Jahren enorme Kosten auf den Staat
und die Eigentümer des Gebäudebestandes zukommen. Auch in Rückblick auf
die bisher geringen Einspareffekte in der Gebäudesanierung muss der
bisherige Weg nach Ansicht der Fragesteller kritisch betrachtet werden (
https://w
ww.focus.de/finanzen/news/konjunktur/klimaschutz-absurd-umsonst-gedaem
mt-energiewende-wird-im-gebaeude-bereich-zum-milliarden-grab_id_124906
52.html).
Deutscher Bundestag Drucksache 19/30298
19. Wahlperiode 04.06.2021
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie
vom 3. Juni 2021 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
1. Wie haben sich die CO2-Emissionen im Gebäudesektor in den Jahren
2019 und 2020 im Vergleich zum jeweiligen Vorjahr entwickelt?
Die Treibhausgas-(THG-)Emissionen im Gebäudesektor stiegen von 2018 bis
2019 um 7.109 Kilotonnen CO2-Äquivalent, von 2019 bis 2020 sanken sie um
3.461 Kilotonnen CO2-Äquivalent (siehe Tabelle, alle Angaben in Kilotonnen
CO2-Äquivalent).
Sektor/Jahr in Kilotonnen
CO2-Äquivalent
2018 2019 2020
3 – Gebäude 116.352 123.461 120.000
CRF 1.A.4.a – Gewerbe, Handel,
Dienstleistung (ohne Militär und
Landwirtschaft)
29.960 32.777 28.347
CRF 1.A.4.b – Haushalte 85.639 89.761 90.886
CRF 1.A.5 – Militär 753 922 767
Quelle: Umweltbundesamt
2. Mit welchen CO2-Einsparpotenzialen rechnet die Bundesregierung bis
zum Jahr 2030 bei Wohngebäuden insgesamt sowie spezifisch durch
a) die Dämmung der Gebäudehülle,
b) den Einbau effizienter Fenster oder anderer Fassadenbauteile,
c) die luftdichten Herstellung von Gebäuden,
d) die Modernisierung der Heizung,
e) die Modernisierung der Kühlung,
f) die Modernisierung der Licht- und Beleuchtungstechnik, und
g) wie schätzt die Bundesregierung die realistische Erreichbarkeit dieser
Ziele nach heutigem Kenntnisstand ein, und was wird sie
unternehmen, wenn die absehbar nicht erreicht werden können?
4. Mit welchen CO2-Einsparpotenzialen rechnet die Bundesregierung bei
Nichtwohngebäuden bis 2030
a) bei wirtschaftlich betriebenen Gebäuden (unterteilt nach
Wirtschaftszweigen),
b) bei privaten Nichtwohngebäuden,
d) bei Gebäuden der Länder und Kommunen?
Die Fragen 2 und 4a, 4b und 4d werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs
gemeinsam beantwortet.
Mit der Novelle des Bundes-Klimaschutzgesetzes setzt sich Deutschland das
Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2045. Für den Gebäudebereich gibt das
aktuell geltende Bundes-Klimaschutzgesetz als Zwischenziel bis 2030 eine
Senkung der Treibhausgasemissionen auf 70 Millionen Tonnen CO2-
Äquivalente vor. Mit der Novelle des Klimaschutzgesetzes soll dieses Minderungsziel
auf 67 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente erhöht werden. Dieses Ziel soll über
ein hohes Maß an Energieeffizienz sowie den Einsatz Erneuerbarer Energien
für die Wärmeerzeugung sowohl in Wohn- als auch Nichtwohngebäuden
erreicht werden. Begleitend zur Novelle des Klimaschutzgesetzes hat die
Bundesregierung am 12. Mai 2021 eine Erklärung zum „Klimapakt Deutschland“
verabschiedet. Danach wird die Bundesregierung in den nächsten Wochen ein
Sofortprogramm 2022 vorlegen, das jenseits weitergehender struktureller
Instrumente schnell wirksame und hoch effiziente Maßnahmen in den Fokus nimmt.
Darüber hinaus enthält das Bundes-Klimaschutzgesetz ein Monitoringsystem,
um die Erreichung der Sektorziele sicherzustellen. Wird ein jährliches
Sektorziel nicht erreicht, muss die Bundesregierung gemäß Bundes-
Klimaschutzgesetz mit einem Sofortprogramm zur Erreichung des Sektorziels in den
Folgejahren nachsteuern.
In einer Studie aus dem Jahr 2020 im Auftrag des Bundesministeriums für
Wirtschaft und Energie (BMWi) wurden für ausgewählte Wohn- und
Nichtwohngebäudetypen Kombinationen von energetischen
Modernisierungsmaßnahmen aufgezeigt, mit denen zielkonforme THG-Einsparungen in Wohn- und
Nichtwohngebäuden erreicht werden können (Quelle:
www.bmwi.de/Redaktio
n/DE/Publikationen/Studien/dekarbonisierungsoptionen-zum-erreichung-der-en
ergie-und-klimaziele-2030-2050%20bei-wohn-und-nichtwohngebaeudetypolog
ien.pdf). Die Studie bietet beispielhafte Berechnungen der THG-
Einsparpotenziale von energetischen Sanierungen für 16 ausgewählte Gebäudetypen (u. a.
Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser, Reihenhäuser, Bürogebäude, Schule
etc.), erlaubt mangels Repräsentativität jedoch keine allgemeingültigen
Aussagen zum Gebäudebereich, wenngleich sich die Auswahl der untersuchten
Wohn- und Nichtwohngebäude in der Studie an der Verteilung der
Gebäudetypen, Altersklassen und energetischen Modernisierungen am deutschen
Wohngebäudebestand orientierte. Je nach Umfang der Sanierungsmaßnahmen weisen
die Beispielrechnungen THG-Einsparpotenziale für die ausgewählten
Gebäudetypen in einem Wertebereich von rund 15 bis über 90 Prozent aus.
Weitere Prognosewerte zu den CO2-Einsparpotenzialen bis 2030 unterteilt
nach Wohn- und Nichtwohngebäuden sowie nach den Kategorien a bis f
(der Frage 2) bzw. a, b und d (der Frage 4) liegen der Bundesregierung aktuell
nicht vor.
c) bei Bundesgebäuden,
Bis 2030 wird bei Bundesgebäuden unter Berücksichtigung der Sanierungsrate
nach aktuellem Entwurf der Energieeffizienzfestlegungen (so genannter
Gebäudeeffizienzerlass) eine Einsparung von mindestens circa 110.000 Tonnen
CO2 gegenüber 2010 prognostiziert. Die Daten beruhen auf Erhebungen der
Deutschen Energie-Agentur (dena) zum Energetischen Sanierungsfahrplan
Bundesliegenschaften (ESB) und den vorliegenden ESB-
Liegenschaftsenergiekonzepten.
3. Mit welchen Gesamtinvestitionsvolumen rechnet die Bundesregierung
bis zum Jahr 2030 bei Wohngebäuden insgesamt sowie spezifisch bei
a) der Dämmung der Gebäudehülle,
b) dem Einbau effizienter Fenster oder anderer Fassadenbauteile,
c) der luftdichten Herstellung von Gebäuden,
d) der Modernisierung der Heizung,
e) der Modernisierung der Kühlung,
f) der Modernisierung der Licht- und Beleuchtungstechnik?
5. Mit welchen Gesamtinvestitionsvolumen rechnet die Bundesregierung
bei Nichtwohngebäuden bis 2030
a) bei wirtschaftlich betriebenen Gebäuden (unterteilt nach
Wirtschaftszweigen),
b) bei privaten Nichtwohngebäuden,
d) bei Gebäuden der Länder und Kommunen?
Die Fragen 3 und 5a, 5b und 5d werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs
gemeinsam beantwortet.
Die Bundesregierung nimmt keine Bewertung fremd publizierter Zahlen vor.
Daten zu den jahresscharfen Investitionsvolumina in der Vergangenheit stellt
u. a. das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zur
Verfügung. Auf Basis der zuletzt verfügbaren Zahlen des DIW (2020) beziffern
sich die Investitionen in die energetische Gebäudesanierung im Jahr 2018 auf
40,72 Mrd. Euro bei Wohngebäuden und 17,01 Mrd. Euro bei
Nichtwohngebäuden. Hierzu wird auch auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 1 der
Kleinen Anfrage der Fraktion der FDP auf Bundestagsdrucksache 19/22670
verwiesen.
Gemäß DIW lagen im Jahr 2020 die Gesamtinvestitionen (Bauvolumen) im
Bereich der „Nichtwohngebäude“ bei etwa 111 Mrd. Euro. Für die Jahre 2021
und 2022 werden etwa 113 Mrd. Euro bzw. 118 Mrd. Euro prognostiziert.
Prognosen bis 2030 liegen der Bundesregierung nicht vor. Ebenso liegt keine
Aufteilung auf die föderalen Ebenen vor.
Vor dem Hintergrund dieser Zahlen und Berechnungen sowie dem bestehenden
Bedarf an energetischen Sanierungen im Gebäudebereich geht die
Bundesregierung davon aus, dass zur Erreichung der Klimaschutzziele bis zum Jahr 2030
und danach ein bedeutender Investitionsbedarf besteht. Eine dezidierte
Prognose des Finanzbedarfs bis 2030 unterteilt nach Wohn- und
Nichtwohngebäude sowie nach den Kategorien a bis f (der Frage 3) bzw. a, b und d (der
Frage 5) liegt der Bundesregierung nicht vor.
c) bei Bundesgebäuden,
Bis 2030 ist zur Erreichung der klimapolitischen Ziele für die energetische
Sanierung bei Bundesgebäuden mit einem Investitionsvolumen im unteren
einstelligen Milliardenbereich zu rechnen. Dieser Abschätzung wurde das nach
Klimaschutzprogramm 2030 festgelegte Niveau für Sanierungsbaumaßnahmen
des Bundes im Rahmen der Vorbildfunktion Bundesgebäude zu Grunde gelegt.
6. Mit welchen CO2-Einsparpotenzialen hat die Bundesregierung in den
letzten zehn Jahren gerechnet, und zu wie viel Prozent wurden die
zugrunde gelegten Einsparpotenziale erreicht?
Wie hoch waren die Investitionskosten für die erreichten Einsparungen?
Im Jahr 2010 hat sich die Bundesregierung im Energiekonzept u. a. das
Treibhausgasminderungsziel von 40 Prozent für das Jahr 2020 gesetzt und dieses mit
Maßnahmen unterlegt. Mit dem Inkrafttreten des Bundes-Klimaschutzgesetzes
im Dezember 2019 wurde dieses übergreifende Ziel mit jährlich sinkenden
Jahresemissionsmengen für die Sektoren Verkehr, Energie, Industrie, Gebäude,
Landwirtschaft sowie Abfallwirtschaft konkretisiert. Für den Gebäudesektor
wurde für 2020 eine Reduktion des Treibhausgasausstoßes um 43,8 Prozent
gegenüber 1990 (von 210 Millionen auf 118 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente)
gesetzlich festgelegt.
Die vom Umweltbundesamt (UBA) vorgelegten vorläufigen Emissionszahlen
für 2020 zeigen, dass das oben genannte Treibhausminderungsziel von 40
Prozent erreicht wurde. Im Vergleich zu 1990 sind die Treibhausgasemissionen um
rund 40,8 Prozent reduziert worden. Im Gebäudesektor wurde die zulässige
Jahresemissionsmengen nach dem Klimaschutzgesetzknapp um 2 Millionen
Tonnen CO2-Äquivalente verfehlt. Statt der zulässigen Jahresemissionsmenge
von 118 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente wurde eine Reduktion um
42,8 Prozent auf 120 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente erreicht.
Zu den Investitionskosten wird auf die Antwort zu den Fragen 3 und 5 und die
dort dargelegten Daten des DIW (2020) verwiesen.
7. Hat die Bundesregierung Kenntnis über die Altersstruktur der
Eigentümer von Gebäuden, bundesweit und pro Bundesland,
a) bei Häusern mit ein oder zwei Wohnungen, und wenn ja, wie stellt
diese sich da?
b) bei Häusern mit mehr als zwei Wohnungen, und wenn ja, wie stellt
diese sich da?
c) bei wirtschaftlich genutzten Gebäuden?
Die Fragen 7a bis 7c werden gemeinsam beantwortet.
Aus der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe EVS 2018 liegen Daten zu
Haus- und Grundbesitz privater Haushalte nach dem Alter der
Haupteinkommenspersonen für Deutschland, das frühere Bundesgebiet (ohne Berlin) und die
neuen Länder (einschließlich Berlin) vor. Hierzu wird auf die folgenden drei
Tabellen verwiesen.
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8. Hat die Bundesregierung Kenntnis darüber, wie viele Eigentumswechsel
bei Gebäuden durchschnittlich in den nächsten zehn Jahren anstehen
werden?
Wie hoch schätzt die Bundesregierung das durch den Eigentümerwechsel
anstehende Investitionsvolumen pro Jahr, welches durch die gesetzlichen
Vorgaben zur energetischen Sanierung beim Eigentümerwechsel
entstehen wird?
Zum ersten Teil der Frage liegen der Bundesregierung keine Daten vor.
Zum zweiten Teil der Frage: Grundsätzlich löst nach dem
Gebäudeenergiegesetz (GEG) der Wechsel des Eigentums an einem Gebäude keine Pflicht zur
energetischen Sanierung aus. Frage 8 stellt offensichtlich auf die im GEG nur
für bestimmte Fälle vorgesehenen sogenannten Nachrüstpflichten ab.
Nachrüstpflichten sind unabhängig davon zu erfüllen, ob der Eigentümer beabsichtigt,
sein Gebäude zu ändern oder zu modernisieren. Solche Nachrüstpflichten des
GEG betreffen insbesondere die Pflicht zur Außerbetriebnahme bestimmter
alter, ineffizienter Heizkessel, die Dämmung von ungedämmten, zugänglichen
Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen in unbeheizten Räumen sowie
die Dämmung von bestimmten, bisher ungedämmten obersten Geschossdecken.
Für Wohngebäude mit nicht mehr als zwei Wohnungen, von denen der
Eigentümer eine Wohnung am 1. Februar 2002 selbst bewohnt hat, enthält das GEG
Ausnahmeregelungen (§ 47 Absatz 3 GEG und § 73 GEG). In diesen Fällen
sind die oben genannten Nachrüstpflichten rechtlich suspendiert. Sie leben erst
bei einem Eigentümerwechsel auf und sind dann vom neuen Eigentümer
innerhalb von zwei Jahren zu erfüllen.
Der Bundesregierung liegen keine Informationen zu dem aufgrund der oben
genannten Regelungen anstehenden Investitionsvolumen vor.
9. Hat die Bundesregierung Kenntnis darüber, wie hoch die jährlichen
Emissionen durch die „Rebound- & Backfire“-Effekte in den letzten
zehn Jahren waren (bitte pro Jahresscheibe)?
Wenn ja, hat die Bundesregierung Kenntnis über eine Bilanz von
eingesparten Emissionen durch Sanierung zu den danach eintretenden
„Rebound- und Backfire“-Effekte?
In der Antwort der Bundesregierung zu Frage 13 der Kleinen Anfrage der
Fraktion der FDP auf Bundestagsdrucksache 19/22670 hat die Bundesregierung
dargelegt, dass Rebound-Effekte im Gebäudebereich grundsätzlich eine Rolle
spielen. Darüber hinaus liegen der Bundesregierung keine Abschätzungen
darüber vor, wie hoch die jährlichen Emissionen durch die „Rebound- & Backfire“-
Effekte in den letzten zehn Jahren waren, weder insgesamt noch jahresscharf.
Eine Abschätzung der Größenordnung von Rebound-Effekten ist in einer
Studie im Auftrag des UBA (2015) enthalten (Quelle:
www.umweltbundesamt.de/
sites/default/files/medien/376/publikationen/texte_31_2015_rebound-effekte_i
hre_bedeutung_fuer_die_umweltpolitik.pdf). Laut der Studie variieren die
Werteangaben durch die große methodische Bandbreite der betrachteten
Studien sowie durch verschiedene Datengrundlagen, Untersuchungszeiträume und
-länder in der Literatur sehr stark. Für die Bereiche Raumwärme, Raumkühlung
und Warmwasser reichen die Wertebereiche mit Bezug auf den
Energieverbrauch (nicht Emissionen) für den langfristigen direkten Rebound-Effekt in
Industrieländern laut der Studie von 0 bis rund 30 Prozent.
Die Bundesregierung hat keine Kenntnisse über eine Bilanz von eingesparten
Emissionen durch Sanierung zu den danach eintretenden „Rebound- und
Backfire“-Effekten.
10. Mit welchem Investitionsvolumen rechnet die Bundesregierung pro Jahr
bis 2030 für die Modernisierung und ggf. Umrüstung
a) der Stromnetze,
c) der Gasnetze?
Die Fragen 10a und 10c werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs
gemeinsam beantwortet.
Der Bundesregierung liegen keine Informationen darüber vor, welcher
Netzausbaubedarf allein aufgrund von Gebäudesanierungen entsteht.
b) der Wärmenetze,
Die durch Förderung des Bundes ausgelösten Investitionen in Wärmenetze und
daran angeschlossene Erzeugungsanlagen und Wärmespeicher werden wie
folgt abgeschätzt (in Mio. Euro):
2021 2022 2023 2024 2025 2026 2027 2028 2029 2030
35 455 606 697 836 1350 1853 2062 2074 2046
11. Wie hat sich die Sanierungsquote deutschlandweit und pro Bundesland in
den letzten zehn Jahren entwickelt?
Wie müsste sich nach Kenntnis der Bundesregierung die
Sanierungsquote entwickeln, um die Klimaschutzziele 2030 und 2050 zu erreichen?
Die Bundesregierung nimmt keine Bewertung fremd publizierter Zahlen vor.
Daten zur deutschlandweiten Sanierungsrate von 2010 bis 2017 stellt unter
anderem das DIW zur Verfügung (Quelle: Wärmemonitor 2018, DIW
Wochenbericht 36/2019, Seiten 619 bis 628). Laut den Daten beträgt die Sanierungsrate
knapp 1 Prozent. Neuere Daten, die auch die Wirkung der Maßnahmen aus dem
Klimaschutzprogramm 2030 auf die Sanierungsrate berücksichtigen, liegen
noch nicht vor. Der Bundesregierung liegen zudem keine Daten zur
Entwicklung der Sanierungsrate pro Bundesland vor.
Im Energiekonzept (2010) hat die Bundesregierung das Ziel benannt, die
Sanierungsrate für Gebäude auf 2 Prozent des gesamten Gebäudebestands zu
verdoppeln. Die Bundesregierung bekennt sich zu diesem Ziel. Die europäische
Kommission hat sich darüber hinaus mit der Mittelung zur „Renovierungswelle für
Europa“ zum Ziel gesetzt, die EU-weite Sanierungsrate (von derzeit rund
1 Prozent) bis 2030 mindestens zu verdoppeln. Dabei ist zu berücksichtigen,
dass mit Blick auf die Zielerreichung im Rahmen einer Gesamtbetrachtung
neben der Quantität von Sanierungen (Sanierungsrate) auch die energetische
Qualität (Sanierungstiefe) stets zu berücksichtigen ist.
12. Wie ist der gegenwärtige Stand der geförderten Pilotprojekte in der
seriellen Sanierung im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2030?
a) Wie viele Projekte wurden gefördert, und wie hoch war die
Förderung pro Projekt?
b) Welche Projekte oder Projektschwerpunkte wurden gefördert?
c) Welche Ziele und Ergebnisse sollen mittels der Projekte erreicht
werden (Steigerung der Sanierungsquote, Kostenreduktion der
Gebäudesanierung, usw.?)
d) Welche Projekte haben sich als praxistauglich erwiesen und fanden
den Weg in den freien Markt?
Die Fragen 12 bis 12d werden gemeinsam beantwortet.
Die Bundesförderung Serielle Sanierung ist am 7. Mai 2021 gestartet. Aktuell
wurde noch kein Projekt gefördert.
Ziel des Förderprogramm ist es, Investitionen in energetische Serielle
Sanierungen von Gebäuden anzureizen. Dazu zählen insbesondere die Entwicklung
neuartiger Verfahren und Komponenten zur Seriellen Sanierung sowie die
Etablierung neuer Sanierungsverfahren am Markt. Als Ergebnis sollen energetische
Serielle Sanierungen beschleunigt und mit geringerem Arbeitseinsatz vor Ort
als bei herkömmlichen Sanierungen angeboten werden können. Damit soll
langfristig die Marktentwicklung der Seriellen Sanierung in Deutschland
unterstützt und mittelbar ein Beitrag dazu geleistet werden, die Energieeffizienz und
den Anteil Erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch von Gebäuden zu
erhöhen und damit zum Klimaschutz beizutragen.
Ein weiterer Effekt der geförderten Maßnahmen ist auch, einen Beitrag zur
Klimaanpassung, zum Schutz vor Extremwetterereignissen und Überhitzung
von Gebäuden und Quartieren zu leisten. Bei den geförderten Maßnahmen
sollten bei Entwicklung, Produktion und Installation bzw. Einbau der
Komponenten der Seriellen Sanierung auch Aspekte der Nachhaltigkeit, des Lebenszyklus
und der Recyclingfähigkeit einfließen.
Das Förderprogramm soll dazu beitragen, wirtschaftliche Nachteile der
Seriellen Sanierung gegenüber einer konventionellen Sanierung im Rahmen eines
Marktanreizprogramms für den Fördernehmer auszugleichen, notwendige
Skalierungseffekte zu erreichen und dadurch die Serielle Sanierung zu einer
attraktiven Alternative zu machen. Um das volle Potential der Seriellen Sanierung
ausschöpfen zu können, ist die Einbeziehung aller am Wertschöpfungsprozess
„Gebäude“ bzw. „Gebäudesanierung“ Beteiligten sinnvoll. Bauindustrie,
Bauunternehmen, Handwerksbetriebe, Planer, Architekten und Ingenieure sind ein
wichtiger Bestandteil der gesamten Planungs- und Ausführungskette; in
Konsortien lassen sich die angestrebten Effekte und Ziele der Seriellen Sanierung
weiter optimieren.
Durch Kostendegression soll sich die Serielle Sanierung dabei nach Aufbau
entsprechender Kapazitäten langfristig eigenständig am Markt behaupten
können und damit einen Beitrag zu höheren Sanierungsquoten, zu einer höheren
Energieeffizienz und zu einer größeren CO2-Reduzierung leisten.
13. Hat die Bundesregierung Kenntnisse über Forschungs- und/oder
Pilotprojekte zur vollständigen Abbildung aller CO2-Emissionen pro Gebäude
vom Baubeginn bis zum Abriss?
Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) hat ein Projekt
„Grundlagenermittlung zur vereinfachten Bewertung von grauer Energie bei
der Errichtung von Gebäuden“ im Rahmen der Ressortforschung vergeben.
Darüber hinaus erfolgen Grundlagenermittlungen zur Weiterentwicklung der
ÖKOBAUDAT als Datengrundlage des Gebäudeökobilanzrechners eLCA für
das Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen des Bundes (BNB) sowie die
Evaluierung der Umsetzung des BNB.
14. Hat die Bundesregierung Kenntnis darüber, wie sich die
Beheizungsstruktur in den letzten zehn Jahren deutschlandweit und pro Bundesland
entwickelt hat?
Die Verteilung der Beheizungsart und der überwiegend verwendeten
Energieträger in bewohnten Wohnungen der Wohngebäude in Deutschland sowie der
einzelnen Bundesländer geben die Statischen Ämter des Bundes und der
Länder auf Basis einer Zusatzerhebung des Mikrozensus aus. Deren Entwicklung
deutschlandweit und pro Bundesland kann den folgenden Tabellen für die Jahre
2010, 2014 und 2018 entnommen werden:
Tabelle 1a, b: Daten zur Beheizungsstruktur in bewohnten Wohnungen
(Wohngebäude, ohne Wohnheime) 2010; a: Beheizungsart, b: überwiegend
verwendeter Energieträger
Region Gesamt Fernheizung Block-/
Zentralheizung
Etagenheizung
Einzel- oder
Mehrraumöfen
Deutschland 36 089 4 781 25 620 3 088 2 601
Baden-Württemberg 4 483 332 3 327 274 549
Bayern 5 433 379 4 230 219 606
Berlin 1 737 682 713 290 53
Brandenburg 1 128 322 659 90 57
Bremen 333 70 207 50 7
Hamburg 834 293 458 45 38
Hessen 2 629 145 2 083 226 176
Mecklenburg-Vorpommern 781 302 392 53 34
Niedersachsen 3 487 179 2 842 330 136
Nordrhein-Westfalen 7 666 662 5 560 966 478
Rheinland-Pfalz 1 748 51 1 349 196 152
Saarland 458 43 357 25 33
Sachsen 1 971 554 1 208 103 107
Sachsen-Anhalt 1 086 283 628 105 70
Schleswig-Holstein 1 293 252 960 41 41
Thüringen 1 022 234 649 76 64
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Tabelle 2a, b: Daten zur Beheizungsstruktur in bewohnten Wohnungen
(Wohngebäude, ohne Wohnheime) 2014; a: Beheizungsart, b: überwiegend
verwendeter Energieträger
Region Gesamt Fernheizung Block-/
Zentralheizung
Etagenheizung
Einzel- oder
Mehrraumöfen
Deutschland 36 108 4 976 26 436 2 805 36 108
Baden-Württemberg 4 515 334 3 499 260 4 515
Bayern 5 436 484 4 330 219 5 436
Berlin 1 709 723 729 220 1 709
Brandenburg 1 125 322 687 78 1 125
Bremen 316 78 190 46 316
Hamburg 848 323 460 38 848
Hessen 2 628 147 2 145 203 2 628
Mecklenburg-Vorpommern 761 284 398 46 761
Niedersachsen 3 460 201 2 859 314 3 460
Nordrhein-Westfalen 7 803 651 5 861 908 7 803
Rheinland-Pfalz 1 755 54 1 407 180 1 755
Saarland 449 41 364 23 449
Sachsen 1 930 577 1 184 96 1 930
Sachsen-Anhalt 1 075 285 654 86 1 075
Schleswig-Holstein 1 304 252 997 32 1 304
Thüringen 994 220 672 56 994
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Tabelle 3a, b: Daten zur Beheizungsstruktur in bewohnten Wohnungen
(Wohngebäude, ohne Wohnheime) 2018; a: Beheizungsart, b: überwiegend
verwendeter Energieträger
Region Gesamt Fernheizung Block-/
Zentralheizung
Etagenheizung
Einzel- oder
Mehrraumöfen
Deutschland 36 927 5 285 25 553 4 294 2 104
Baden-Württemberg 4 655 406 3 557 292 445
Bayern 5 598 492 4 438 295 468
Berlin 1 751 757 711 259 29
Brandenburg 1 161 319 548 243 53
Bremen 316 61 184 70 /
Hamburg 866 346 433 69 26
Hessen 2 677 193 2 095 279 141
Mecklenburg-Vorpommern 796 273 333 156 37
Niedersachsen 3 558 225 2 713 535 122
Nordrhein-Westfalen 7 923 729 5 551 1 293 382
Rheinland-Pfalz 1 791 74 1 331 276 130
Saarland 439 51 341 26 23
Sachsen 1 982 583 1 166 155 93
Sachsen-Anhalt 1 053 299 556 141 60
Schleswig-Holstein 1 342 253 953 110 28
Thüringen 1 017 223 642 96 62
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Tabelle 4: Entwicklung der Beheizungsstruktur im Wohnungsneubau in
Deutschland
in Prozent
Gas (inkl.
Biogas)
Elektro-
Wärmepumpen
Fernwärme
Holz/
Holzpellets Strom
Solarthermie Heizöl Sonstige
2011 50,1 22,6 16,3 5,6 0,9 0,4 1,5 2,6
2012 48,5 23,8 18,6 6,3 0,6 0,5 0,9 0,8
2013 48,3 22,5 19,8 6,4 0,7 0,6 0,8 0,9
2014 49,9 19,9 21,5 6,1 0,6 0,5 0,7 0,8
2015 50,3 20,7 20,8 5,3 0,7 0,5 0,7 1
2016 44,2 23,3 24 5,3 0,9 0,5 0,7 1,1
2017 39,3 27,2 25,2 5,5 0,7 0,4 0,6 1,2
2018 38,6 28,8 25,2 4,4 1,1 0,6 0,5 0,8
2019 36,7 29,8 26,8 4,2 0,9 0,4 0,5 0,8
2020 33,3 35,5 24,2 4,1 1,3 0,5 0,3 0,8
Jan-Feb
2021 29 42,3 22,6 4,1 1 0,4 0,3 0,3
Quelle: BDEW (2021) auf Basis der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder
15. Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung der Energieverbrauch
im Industriebereich?
Im Jahr 2019 lag der Energieverbrauch im Industriebereich bei 704
Terawattstunden.
Quelle: Umweltbundesamt auf Basis AG Energiebilanzen, Auswertungstabellen zur Energiebilanz
der Bundesrepublik Deutschland 1990 bis 2019, mit Stand vom September 2020;
www.umweltbun
desamt.de/daten/energie/energieverbrauch-nach-energietraegern-sektoren#allgemeine-
entwicklungund-einflussfaktoren.
16. Hat die Bundesregierung bei der energetischen Gebäudesanierung in den
letzten zehn Jahren Fälle von Marktversagen wie beispielsweise
Informationsasymmetrien festgestellt?
Wenn ja, welche Fälle waren das, und wie wurden sie behoben?
Die „Langfristige Renovierungsstrategie der Bundesregierung“ (BMWi, 2020)
benennt unterschiedliche Fälle von Marktversagen und Hemmnissen im
Zusammenhang mit energetischen Gebäudesanierungen und zeigt zudem auf, mit
welchen politischen Instrumenten diese – unter anderem von der
Bundesregierung – adressiert werden (S. 60 bis 64). So zielen die Bundesförderung für
Energieberatung und die Informationskampagne des BMWi „Deutschland
macht’s effizient“ u. a. darauf ab, das Wissen und die Sensibilität der
Verbraucherinnen und Verbraucher über alle Aspekte der Energieeffizienz des eigenen
Gebäudes zu erweitern sowie Handlungs- und Fördermöglichkeiten für eine
qualitätsgesicherte Energieberatung und energetische Gebäudesanierung
aufzuzeigen.
17. Welche Kosten entstehen dem Bund für die Kampagne „Deutschland
macht’s effizient“?
Werden die Ergebnisse der Kampagne regelmäßig evaluiert, und wenn ja,
welche Ergebnisse kann die Bundesregierung durch die Kampagne
vorweisen?
Seit dem Start der Kampagne im Jahr 2016 bis zum Jahr 2020 lagen die
durchschnittlichen Kosten bei rund 8 Mio. Euro jährlich. Die Kosten variieren
jährlich nach Anzahl und Umfang der themenspezifischen Media-Schaltungen.
Die Kommunikationswirkung der Energieeffizienzkampagne „Deutschland
macht’s effizient“ wird laufend analysiert und ausgewertet sowie nach größeren
Media-Schaltungen von der INFO GmbH (Rahmenvertragspartner der
Bundesregierung) evaluiert. Die Ergebnisse der Auswertungen fließen dabei
kontinuierlich in die Weiterentwicklung und Optimierung der Kampagne ein. Die
statistische Erfassung eines konkreten Beitrags der Kampagne zur Erhöhung der
Energieeffizienz – wie bei reinen Informations- und
Sensibilisierungskampagnen generell – ist allerdings sehr schwierig. Die Evaluationen zeigen aber
deutlich, dass aktuell fast die gesamte Bevölkerung Maßnahmen zur Steigerung der
Energieeffizienz bzw. zur Energieeinsparung für wichtig hält und das Image
von Energiewende und Energieeffizienz außerordentlich positiv ist.
18. Wie hoch sind die kalkulierten Projektträgerkosten für die
Bundesförderung energieeffiziente Gebäude (BEG)?
Die Plankosten 2021 für die Bundesförderung energieeffiziente Gebäude
(BEG) sind vergleichbar mit den in den letzten Jahren entstandenen Kosten für
die Programmdurchführung der Gebäudeförderprogramme. Für die BEG und
das laufende CO2-Gebäudesanierungsprogramm betragen die Plankosten für
das Jahr 2021 circa 85,5 Mio. Euro; hinzu kommen in 2021 einmalige
Implementierungskosten. Weitere Angaben zu den entstandenen Mandatarkosten
enthalten die Berichte des Bundesministeriums der Finanzen über die Tätigkeit
des Sondervermögens „Energie- und Klimafonds (EKF)“.
19. Wie hat sich der Gebäudeenergiebedarf bei Bundesliegenschaften seit
1990 entwickelt (bitte Veränderungen durch umgesetzte
Energieeffizenzmaßnahmen, durch Aufgabe von Liegenschaften sowie durch die
Nutzung zusätzlicher Liegenschaften differenziert angeben)?
Die nachfolgenden Angaben beziehen sich auf die Liegenschaften im
Geschäftsbereich der Bundesregierung (unmittelbare Bundesverwaltung):
Die erfassten Verbräuche an Wärme- und Elektroenergie zeigen, dass der
Gebäudeenergiebedarf bei Bundesliegenschaften seit 1990 deutlich gesunken ist.
Im Bereich „Wärme“ sank der witterungsbereinigte Verbrauch von 14,58
Terawattstunden (1990) auf 3,74 Terawattstunden (2019). Dies entspricht einer
Reduzierung um 74 Prozent. Im Bereich „Elektroenergie“ ist die Reduzierung
mit 33 Prozent nicht ganz so stark ausgeprägt. Der gemessene Verbrauch sank
von 2,33 Terawattstunden (1990) auf 1,57 Terawattstunden (2019). Eine
Ausdifferenzierung der ursächlichen Effekte für die vorgenannten Reduzierungen
ist in der gewünschten Form nicht möglich.
Wesentliche Treiber waren eine Verringerung der Gesamtpersonalstärke der
Bundeswehr sowie eine Aufgabe und Verkleinerung von Standorten bei den
militärisch genutzten Liegenschaften in den Jahren 1990 bis 1997, die
Vorgaben des Bauministeriums zur energetischen Vorbildfunktion von
Bundesliegenschaften, das Energieeinsparprogramm für Bundesliegenschaften
(Laufzeit 2006 bis 2012) und organisatorische Maßnahmen der Eigentümer bzw.
Betreiber und Nutzer vor Ort.
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]