[Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Ulla Jelpke, Dr. André Hahn,
Gökay Akbulut, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 19/32390 –
Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das erste Halbjahr 2021
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die von der Fraktion DIE LINKE. regelmäßig erfragten Informationen zur
Asylstatistik des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF)
beleuchten ausgewählte Aspekte, die in der medialen Berichterstattung nur
wenig Beachtung finden. So ist kaum bekannt, dass die Anerkennungsquote bei
inhaltlichen Asylentscheidungen weitaus höher liegt, als die offiziellen Zahlen
vermuten lassen (vgl. hierzu und zum Folgenden, soweit nicht anders
angegeben, die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf
Bundestagsdrucksache 19/28109). Die sogenannte bereinigte Schutzquote, bei der rein
formelle Entscheidungen unberücksichtigt bleiben, lag im Jahr 2020 bei
57,3 Prozent, gegenüber der von der Bundesregierung verwandten
unbereinigten Schutzquote in Höhe von 43,1 Prozent.
Hinzu kommen Anerkennungen durch die Gerichte nach einer zunächst
negativen Entscheidung des BAMF, gegen knapp drei Viertel aller ablehnenden
BAMF-Bescheide wurde im Jahr 2020 geklagt. Fast die Hälfte aller
Asylklagen (46,3 Prozent) endete 2020 mit einer „sonstigen Verfahrenserledigung“,
z. B. wenn Verfahren von mehreren Familienangehörigen zusammengelegt
werden, wenn eine Klage nicht weiterverfolgt oder wenn ein Schutzstatus im
Einvernehmen mit dem BAMF in Abänderung des Ursprungsbescheides
erteilt wird. „Sonstige Verfahrenserledigungen“ erfolgen nicht etwa
überwiegend in Fällen mit schlechten Erfolgsaussichten, wie die wichtigsten
betroffenen Herkunftsländer zeigen: Syrien, Afghanistan und der Irak. Auch wenn ein
Gericht entscheidet, dass das Asylverfahren in Deutschland durchgeführt
werden muss, gilt dies z. B. als „sonstige Erledigung“ (vgl. Antwort zu Frage 26
auf Bundestagsdrucksache 19/4961). Die Bundesregierung räumte auf
Nachfrage ein (vgl. Antwort zu Frage 18 auf Bundestagsdrucksache 19/22023),
dass „sonstige Verfahrenserledigungen“ bei Gericht keine Aussage zur
Schutzbedürftigkeit der Betroffenen beinhalten und nicht als Bestätigung der
Entscheidungspraxis des BAMF gewertet werden können.
Werden diese formellen Erledigungen außer Betracht gelassen und nur
tatsächlich inhaltliche Entscheidungen der Gerichte betrachtet, ergibt sich nach
Berechnung der Fragestellenden eine bereinigte Erfolgsquote von
Asylsuchenden im Klageverfahren im Jahr 2020 in Höhe von 31,2 Prozent – das BAMF
gab demgegenüber eine Aufhebungsquote in Höhe von nur 16,6 Prozent an
Deutscher Bundestag Drucksache 19/32678
19. Wahlperiode 14.10.2021
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat
vom 13. Oktober 2021 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
(Gerichtsstatistik 2020,
www.bamf.de). Bei afghanischen Geflüchteten lag die
bereinigte Erfolgsquote im Klageverfahren 2020 sogar bei 60 Prozent, d. h.
deutlich mehr als jeder zweite BAMF-Bescheid erwies sich nach einer
gerichtlichen Überprüfung als falsch. In absoluten Zahlen mussten die
Verwaltungsgerichte 2020 insgesamt 21 224 BAMF-Bescheide korrigieren, zudem änderte
das BAMF von sich aus weitere 3 811 Bescheide. In 24 328 Fällen erhielten
vom BAMF zunächst abgelehnte Schutzsuchende im Jahr 2020 auf diese
Weise doch noch einen Schutzstatus, hinzu kamen 2 471 Anerkennungen als
Ergebnis eines Folgeantrags.
Die Spannbreite der bereinigten Schutzquoten unterschiedlicher Standorte des
BAMF ist enorm: Bei afghanischen Schutzsuchenden beispielsweise lag sie
im Jahr 2020 zwischen 31,7 und 87,5 Prozent, bei irakischen zwischen 8,8
und 78 Prozent und bei türkischen Asylsuchenden zwischen 11,4 und
67,9 Prozent. Mit deutlich negativ abweichenden Schutzquoten fielen z. B. die
BAMF-Standorte Frankfurter Flughafen, Heidelberg, Chemnitz, Bamberg,
Neumünster, Eisenhüttenstadt, Zirndorf, Gießen und Regensburg auf, viele
von ihnen bereits im Jahr 2019. Das Forschungszentrum des BAMF benannte
u. a. folgende Erklärungen für eine abweichende Entscheidungspraxis im
BAMF: ein besonderes „Mikroklima“ in der jeweiligen Organisationseinheit,
die Zusammensetzung des Personals und lokale Auslegungen von Leitsätzen.
Das wurde von der Bundesregierung zunächst als „hypothetisch“ bewertet
(Antwort zu Frage 5 auf Bundestagsdrucksache 19/6786), auf Nachfrage
(Antwort zu Frage 4f auf Bundestagsdrucksache 19/18498) hieß es, dass
Qualitätssicherungsmaßnahmen und Schutzquotenüberprüfungen „den hypothetischen
lokalen (Fehl-) Entwicklungen entgegenwirken bzw. diese verhindern sollen“.
So wurden z. B. in Bezug auf die Herkunftsländer Nigeria und Eritrea
Leitsätze und Textbausteine geändert, um Entscheidungen zu vereinheitlichen (ebd.,
Frage 4b). In der Zeitschrift für Ausländerrecht (ZAR 7/2020, S. 223 ff.)
erklärte die Vize-Präsidentin des BAMF, Ursula Gräfin Praschma,
unterschiedliche Schutzquoten ließen sich vor allem auf individuell unterschiedliche
Sachverhalte und Merkmale der jeweiligen Asylgesuche zurückführen. In einer
Entgegnung (ZAR 1/2021, S. 10 ff.) legte Prof. Dr. Gerald Schneider aufgrund
empirischer Daten zu Asylsuchenden in Deutschland dar, dass diese
individuellen Merkmale gerade keinen messbaren Effekt auf die Schutzgewährung
hätten.
Immer mehr Anerkennungen erfolgen im Rahmen des Familienschutzes, d. h.
es geht um Angehörige von in Deutschland bereits anerkannten Flüchtlingen,
hierunter auch Personen, die zuvor im Wege des legalen Familiennachzugs
eingereist sind (Antwort zu Frage 2b auf Bundestagsdrucksache 19/13945).
Beim Schutz nach der Genfer Flüchtlingskonvention (GFK) lag der Anteil des
Familienschutzes im Jahr 2020 bei 82 Prozent (2019: 80,6 Prozent, 2017:
24,5 Prozent, 2015: 2,2 Prozent). Werden diese Anerkennungen für
Familienangehörige außer Betracht gelassen, zeigt sich, dass z. B. syrischen
Asylsuchenden im Jahr 2015 noch zu 99,7 Prozent vom BAMF ein Schutz nach der
GFK zugesprochen wurde, im ersten Halbjahr 2020 aber nur noch zu knapp
5 Prozent (vgl. Valentin Feneberg und Sebastian Pukrop: „Zur Asyl- und
Gerichtsstatistik des BAMF“, in: ASYLMAGAZIN 10-11/2020, S. 356). Die
meisten GFK-Status werden derzeit also an Familienangehörige infolge einer
früheren Spruchpraxis des BAMF erteilt. Die aktuelle Entscheidungspraxis
des BAMF ist hingegen weitaus restriktiver.
Bei der Mehrheit aller Asylsuchenden in Deutschland handelt es sich um
Kinder und Jugendliche, 2020 lag der Anteil der unter 18-jährigen Asylsuchenden
bei 53,9 Prozent, 2,2 Prozent waren unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.
26.521 Asylanträge (25,9 Prozent aller Anträge) wurden für in Deutschland
geborene Kinder von Geflüchteten (Asylsuchenden, anerkannten Flüchtlingen,
Personen mit humanitärer Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Absatz 5 des
Aufenthaltsgesetzes (AufenthG)) gestellt. Das Bundesministerium des Innern, für
Bau und Heimat knüpft vor diesem Hintergrund in seiner Asylantragsstatistik
seit Januar 2020 zentral an die Zahl „grenzüberschreitender Asylerstanträge“
an, bei der Anträge für hier geborene Kinder nicht berücksichtigt werden
(
https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2020/01/asylza
hlen-jahr-2019.html).
1. a) Wie hoch war die Gesamtschutzquote (Anerkennungen nach Artikel
16a des Grundgesetzes (GG), nach § 60 Absatz 1 des
Aufenthaltsgesetzes (AufenthG) in Anwendung der Genfer Flüchtlingskonvention
(GFK), subsidiärer Schutz und Abschiebungshindernisse) in der
Entscheidungspraxis des BAMF im ersten Halbjahr 2021 bzw. im
bisherigen Jahr 2021 (bitte jeweils in absoluten und relativen Zahlen
angeben und für die 15 wichtigsten Herkunftsländer gesondert darstellen,
bitte für jedes dieser Länder in relativen Zahlen angeben, wie viele
Asylsuchende Schutz nach Artikel 16a GG, nach § 60 Absatz 1
AufenthG in Anwendung der GFK einen subsidiären Schutzstatus bzw.
nationalen Abschiebungsschutz zugesprochen bekommen haben,
bitte in einer weiteren Tabelle nach Art der Anerkennung
differenzieren: Asylberechtigung (darunter Familienasyl), internationaler
Flüchtlingsschutz (darunter Familienschutz), subsidiärer Schutz
(darunter Familienschutz), nationale Abschiebungsverbote – bitte
jeweils so differenziert wie möglich darstellen und in jedem Fall
Angaben zu den Herkunftsländern Algerien, Marokko, Tunesien,
Georgien, Armenien sowie zu allen sicheren Herkunftsstaaten machen)?
b) Wie hoch war in den genannten Zeiträumen jeweils die „bereinigte
Gesamtschutzquote“, d. h. die Quote der Anerkennungen bezogen
auf tatsächlich inhaltliche und nicht formelle Entscheidungen (bitte
wie in Frage 1a differenzieren), und welche näheren Angaben lassen
sich machen zu den Gründen sonstiger Verfahrenserledigungen in
den genannten Zeiträumen?
Die Fragen 1a und 1b werden wegen ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass durch Heranziehen der erfragten
sogenannte bereinigten Gesamtschutzquote (Quote zu Frage 1b) etwaige
Bleibeperspektiven von Staatsangehörigen der unten genannten Staaten nicht hergeleitet
oder begründet werden können, da die formellen Ablehnungen von
Asylanträgen bei einer derartigen Quotenberechnung nicht berücksichtigt werden.
Formelle Ablehnungen führen ebenso wie materiell entschiedene Asylablehnungen
im Regelfall zu einer Ausreisepflicht. Maßgeblich für die Feststellung einer
etwaigen Bleibeperspektive ist daher die Gesamtschutzquote, die alle
ablehnenden Asylentscheidungen berücksichtigt:
4. Quartal 2020
Asylberechtigung Art. 16a
GG
Flüchtlingsschutz § 3 I
AsylG
Subsidiärer
Schutz § 4 I
AsylG
Abschiebungsverbot § 60
V/VII
AufenthG
Gesamtschutz
Quote
zu
Frage 1b
absolut Anteil
absolut Anteil
absolut Anteil
absolut Anteil
absolut Anteil Anteil
Herkunftsländer
gesamt 533 0,7 % 13.792 17,2 % 10.571 13,2 % 2.660 3,3 % 27.556 34,4 % 61,8 %
darunter:
Syrien 102 0,3 % 7.268 20,2 % 9.147 25,5 % 93 0,3 % 16.610 46,2 % 99,9 %
Afghanistan 18 0,3 % 638 10,5 % 258 4,2 % 1.407 23,1 % 2.321 38,1 % 64,8 %
Irak 6 0,1 % 1.203 22,1 % 237 4,4 % 314 5,8 % 1.760 32,4 % 46,2 %
Ungeklärt 34 1,5 % 920 41,5 % 150 6,8 % 30 1,4 % 1.134 51,2 % 80,0 %
Türkei 112 3,3 % 920 27,3 % 13 0,4 % 8 0,2 % 1.053 31,2 % 37,3 %
Somalia 59 3,5 % 646 38,6 % 116 6,9 % 115 6,9 % 936 55,9 % 77,9 %
Eritrea 21 1,5 % 809 57,9 % 201 14,4 % 116 8,3 % 1.147 82,0 % 92,6 %
Nigeria 13 0,4 % 128 4,3 % 24 0,8 % 132 4,4 % 297 9,9 % 15,3 %
Georgien - - - - 2 0,1 % 9 0,7 % 11 0,8 % 1,3 %
Iran, 35 1,5 % 455 19,5 % 53 2,3 % 19 0,8 % 562 24,1 % 33,5 %
Algerien - - 5 0,5 % 1 0,1 % 7 0,7 % 13 1,3 % 4,4 %
Russische
Föderation 9 0,6 % 67 4,2 % 19 1,2 % 15 0,9 % 110 6,9 % 12,8 %
Vietnam - - - - - - 1 0,2 % 1 0,2 % 0,2 %
Pakistan 1 0,1 % 69 6,6 % 4 0,4 % 22 2,1 % 96 9,2 % 20,6 %
Marokko 1 0,2 % 7 1,1 % 3 0,5 % 7 1,1 % 18 2,8 % 6,0 %
Serbien - - 1 0,2 % - - 2 0,3 % 3 0,5 % 1,2 %
Albanien - - - - 3 0,7 % 3 0,7 % 6 1,5 % 3,0 %
Ghana - - 2 0,6 % - - 9 2,6 % 11 3,1 % 4,8 %
Nordmazedonien - - - - - - 2 0,6 % 2 0,6 % 1,3 %
Bosnien und
Herzegowina - - - - - - - - - - -
Kosovo - - 1 0,4 % - - 2 0,7 % 3 1,1 % 2,9 %
Senegal - - - - - - - - - - -
Montenegro - - - - - - - - - - -
Tunesien - - - - 2 0,5 % 2 0,5 % 4 1,0 % 2,6 %
Armenien - - 2 0,5 % 6 1,5 % 13 3,3 % 21 5,3 % 9,1 %
1. Halbjahr 2021 Quote zu Frage 1babsolut Anteil Anteil
Asylberechtigung 533 0,7 % 1,2 %
darunter Familienschutz 228 0,3 % 0,5 %
Flüchtlingsschutz (§ 3 I AsylG) 13.792 17,2 % 30,9 %
darunter Familienschutz 11.624 14,5 % 26,1 %
Subsidiärer Schutz nach
§ 4 I Nummer 1 AsylG 8 0,0 % 0,0 %
§ 4 I Nummer 2 AsylG 7.595 9,5 % 17,0 %
§ 4 I Nummer 3 AsylG 456 0,6 % 1,0 %
§ 4 I AsylG Familienschutz 2.512 3,1 % 5,6 %
Summe subsidiärer Schutz 10.571 13,2 % 23,7 %
Abschiebungsverbot nach:
§ 60 V AufenthG 2.464 3,1 % 5,5 %
§ 60 VII AufenthG 196 0,2 % 0,4 %
Summe Abschiebungsverbot 2.660 3,3 % 6,0 %
Gesamtschutz 27.556 34,4 % 61,8 %
1.1. bis 31.8.2021
Asylberechtigung Art. 16a
GG
Flüchtlingsschutz § 3 I
AsylG
Subsidiärer
Schutz § 4 I
AsylG
Abschiebungsverbot § 60
V/VII
AufenthG
Gesamtschutz
Quote
zu
Frage 1b
Absolut Anteil
Absolut Anteil
Absolut Anteil
Absolut Anteil
Absolut Anteil Anteil
Herkunftsländer
gesamt 780 0,8 % 19.668 19,3 % 14.565 14,3 % 3.393 3,3 % 38.406 37,8 % 63,7 %
darunter:
Syrien 160 0,4 % 10.464 24,0 % 12.655 29,0 % 127 0,3 % 23.406 53,7 % 99,8 %
Afghanistan 26 0,4 % 839 11,4 % 329 4,5 % 1.753 23,9 % 2.947 40,1 % 66,4 %
Irak 7 0,1 % 1.655 23,4 % 312 4,4 % 427 6,0 % 2.401 33,9 % 47,6 %
Türkei 151 3,5 % 1.245 28,8 % 22 0,5 % 13 0,3 % 1.431 33,1 % 39,3 %
Ungeklärt 55 1,9 % 1.383 46,9 % 212 7,2 % 39 1,3 % 1.689 57,3 % 82,2 %
Somalia 71 3,2 % 949 42,2 % 159 7,1 % 154 6,8 % 1.333 59,2 % 80,0 %
Eritrea 27 1,4 % 1.200 60,6 % 292 14,7 % 139 7,0 % 1.658 83,7 % 93,0 %
Georgien - - 1 0,1 % 2 0,1 % 10 0,5 % 13 0,7 % 1,1 %
Nigeria 16 0,4 % 174 4,5 % 30 0,8 % 169 4,4 % 389 10,1 % 16,1 %
Iran 55 1,8 % 617 20,4 % 74 2,5 % 29 1,0 % 775 25,7 % 35,7 %
Moldau - - - - - - - - - - -
Algerien - - 5 0,4 % 2 0,2 % 9 0,7 % 16 1,3 % 4,4 %
Russische
Föderation 17 0,8 % 95 4,4 % 25 1,2 % 17 0,8 % 154 7,1 % 13,8 %
Vietnam - - - - - - 2 0,3 % 2 0,3 % 0,3 %
Pakistan 2 0,1 % 109 7,9 % 6 0,4 % 29 2,1 % 146 10,6 % 23,8 %
Albanien - - - - 3 0,6 % 3 0,6 % 6 1,1 % 2,1 %
Serbien - - 1 0,1 % - - 4 0,5 % 5 0,6 % 1,4 %
Nordmazedonien - - - - - - 3 0,6 % 3 0,6 % 1,5 %
Ghana - - 3 0,7 % - - 10 2,3 % 13 2,9 % 4,3 %
Bosnien und
Herzegowina - - - - - - - - - - -
Kosovo - - 2 0,6 % - - 4 1,2 % 6 1,8 % 4,8 %
Senegal - - - - - - 1 0,7 % 1 0,7 % 1,4 %
Montenegro - - - - - - - - - - -
Marokko 1 0,1 % 9 1,1 % 3 0,4 % 8 0,9 % 21 2,5 % 5,5 %
Tunesien - - - - 2 0,4 % 3 0,6 % 5 1,0 % 2,5 %
Armenien - - 2 0,4 % 6 1,2 % 17 3,3 % 25 4,9 % 8,7 %
1.1. bis 31.8.2021 Quote zu Frage 1babsolut Anteil Anteil
Asylberechtigung 780 0,8 % 1,3 %
darunter Familienschutz 328 0,3 % 0,5 %
Flüchtlingsschutz (§ 3 I AsylG) 19.668 19,3 % 32,6 %
darunter Familienschutz 16.595 16,3 % 27,5 %
Subsidiärer Schutz nach:
§ 4 I Nummer 1 AsylG 9 0,0 % 0,0 %
§ 4 I Nummer 2 AsylG 10.386 10,2 % 17,2 %
§ 4 I Nummer 3 AsylG 529 0,5 % 0,9 %
§ 4 I AsylG Familienschutz 3.641 3,6 % 6,0 %
Summe subsidiärer Schutz 14.565 14,3 % 24,1 %
Abschiebungsverbot nach
§ 60 V AufenthG 3.153 3,1 % 5,2 %
§ 60 VII AufenthG 240 0,2 % 0,4 %
Summe Abschiebungsverbot 3.393 3,3 % 5,6 %
Gesamtschutz 38.406 37,8 % 63,7 %
Nähere Angaben zu den Gründen sonstiger Verfahrenserledigungen für die
genannten Zeiträume können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
1. Halbjahr 2021 Entscheidungskategorie
Einstellung wg. § 33 I u II, § 32a II AsylG 1.146
nicht erforderlich, Dublin 141
sonstige Einstellung 1.210
Unzulässig (§ 29 I Nummer 1 AsylG) 6.839
Unzulässig (§ 29 I Nummer 2 AsylG) 1.327
Unzulässig (§ 29 I Nummer 3 AsylG) 17
Unzulässig (§ 29 I Nummer 4 AsylG) 4
Unzulässig (kein Zweitverf. § 29 I Nummer 5 AsylG) 1.776
Unzulässig (kein Folgeverf. § 29 I Nummer 5 AsylG) 23.092
bis 31.8.2021 Entscheidungskategorie
Abschiebung vor Entscheidung 1
Antrag nicht weiter bearbeitet 2
Einstellung wg. § 33 I u II, § 32a II AsylG 1.597
nicht erforderlich, Dublin 176
sonstige Einstellung 1.535
Unzulässig (§ 29 I Nummer 1 AsylG) 8.056
Unzulässig (§ 29 I Nummer 2 AsylG) 1.727
Unzulässig (§ 29 I Nummer 3 AsylG) 18
Unzulässig (§ 29 I Nummer 4 AsylG) 4
Unzulässig (kein Zweitverf. § 29 I Nummer 5 AsylG) 2.244
Unzulässig (kein Folgeverf. § 29 I Nummer 5 AsylG) 26.017
c) Wie wirkten sich insbesondere Entscheidungen zu Folgeanträgen
syrischer Staatsangehöriger, keine erneute Asylprüfung infolge des Urteils
des Europäischen Gerichtshofs vom 19. November 2020 zu
Wehrdienstverweigerern aus Syrien vorzunehmen (vgl. Antwort der
Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksache
19/30248), auf die Schutzquoten aus, und spricht dies nach
Auffassung der Bundesregierung gegebenenfalls dafür, auch die bereinigten
Schutzquoten in Mitteilungen des BAMF anzugeben (bitte ausführen)?
Zur Auffassung der Bundesregierung bezogen auf die Verwendung einer
Gesamtschutzquote ohne Berücksichtigung formeller Ablehnungen des BAMF
wird auf die Antwort zu den Fragen 1a und 1b verwiesen. Die weiteren
Angaben können der folgenden Tabelle entnommen werden:
Schutzquoten Syrien – 1.1. bis 31.8.2021
Gesamtschutzquote
(Erst- und Folgeanträge)
Gesamtschutzquote
(nur Erstanträge)
Gesamtschutzquote
ohne Berücksichtigung
formeller Ablehnungen
des BAMF
53,7 % 92,2 % 99,9 %
2. a) Wie viele der Anerkennungen nach § 3 Absatz 1 des Asylgesetzes
(AsylG) (GFK) im ersten Halbjahr 2021 bzw. im bisherigen Jahr
2021 beruhten auf staatlicher, nichtstaatlicher bzw.
geschlechtsspezifischer Verfolgung bzw. waren Familienflüchtlingsschutzstatus (bitte
in absoluten und relativen Zahlen und noch einmal gesondert nach
den 15 wichtigsten Herkunftsländern angeben)?
Angaben zu Entscheidungen aufgrund staatlicher, nichtstaatlicher bzw.
geschlechtsspezifischer Verfolgung werden nur für Entscheidungen nach § 3
Absatz 1 des Asylgesetzes (AsylG) erfasst und können der nachfolgenden Tabelle
entnommen werden:
1. Halbjahr 2021
Gewährung von Flüchtlingsschutz nach § 3 I AsylG
Familienflüchtlingsschutz nach
§ 26 V AsylG
staatliche Verfolgung nichtstaatliche Verfolgung
davon
geschlechtsspez.
Verfolgung
davon
geschlechtsspez. Verfolgung
Herkunftsländer gesamt 13.792 11.624 1.163 203 736 506
darunter:
Syrien 7.268 6.999 210 29 23 5
Afghanistan 638 466 18 4 135 47
Irak 1.203 1.097 9 0 81 49
Ungeklärt 920 616 119 13 74 10
Türkei 920 439 465 61 5 3
Somalia 646 381 18 10 217 210
Eritrea 809 795 4 1 7 7
Nigeria 128 93 2 0 31 31
Georgien 0 0 0 0 0 0
Iran 455 230 194 42 10 10
Algerien 5 1 2 1 2 2
Russische Föderation 67 53 7 1 7 7
Vietnam 0 0 0 0 0 0
Pakistan 69 58 4 3 7 5
Marokko 7 4 2 2 0 0
bis 31.8.2021
Gewährung von Flüchtlingsschutz nach § 3 I AsylG
Familienflüchtlingsschutz nach
§ 26 V AsylG
staatliche Verfolgung nichtstaatliche Verfolgung
davon
geschlechtsspez.
Verfolgung
davon
geschlechtsspez.
Verfolgung
Herkunftsländer gesamt 19.668 16.595 1.588 274 1.066 724
darunter:
Syrien 10.464 10.096 285 42 31 10
Afghanistan 839 609 27 7 181 66
Irak 1.655 1.529 10 0 99 54
Türkei 1.245 594 625 77 5 3
Ungeklärt 1.383 890 194 20 123 19
Somalia 949 544 26 17 330 323
Eritrea 1.200 1.176 6 1 12 12
Georgien 1 0 0 0 1 1
Nigeria 174 129 3 1 39 38
Iran 617 321 254 55 13 12
Moldau 0 0 0 0 0 0
Algerien 5 1 2 1 2 2
Russische Föderation 95 73 8 1 14 7
bis 31.8.2021
Gewährung von Flüchtlingsschutz nach § 3 I AsylG
Familienflüchtlingsschutz nach
§ 26 V AsylG
staatliche Verfolgung nichtstaatliche Verfolgung
davon
geschlechtsspez.
Verfolgung
davon
geschlechtsspez.
Verfolgung
Vietnam 0 0 0 0 0 0
Pakistan 109 93 5 4 11 6
b) Wie viele der Anerkennungen in den genannten Zeiträumen waren
Schutzstatus nach § 26 AsylG für Familienangehörige bereits
Anerkannter (bitte jeweils nach dem Bezugsstatus – Asylberechtigung,
Flüchtlingsstatus nach der GFK bzw. subsidiärem Schutz –
differenzieren), und wie viele dieser erteilten Status betrafen in Deutschland
geborene Kinder (bitte nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
1. Halbjahr 2021
§ 26 AsylG
Anerkennung
§ 3 I AsylG
Familienschutz
§ 4 I AsylG
Familienschutz
davon in
DE geborene
Kinder
davon in
DE geborene
Kinder
davon in
DE geborene
Kinder
Herkunftsländer gesamt 228 88 11.624 6.711 2.512 1.576
darunter:
Syrien 46 16 6.999 4.046 1.844 1.161
Afghanistan 2 1 466 304 134 61
Irak 6 1 1.097 815 161 92
Ungeklärt 11 6 616 266 53 36
Türkei 50 15 439 123 4 2
Somalia 19 4 381 223 81 58
Eritrea 18 11 795 528 105 89
Nigeria 7 3 93 52 12 11
Georgien 0 0 0 0 2 1
Iran 15 10 230 117 18 9
Algerien 0 0 1 0 1 0
Russische Föderation 5 3 53 14 7 4
Vietnam 0 0 0 0 0 0
Pakistan 1 0 58 30 0 0
Marokko 0 0 4 4 3 1
1.1. bis 31.8.2021
§ 26 AsylG
Anerkennung
§ 3 I AsylG
Familienschutz
§ 4 I AsylG
Familienschutz
davon in
DE geborene
Kinder
davon in
DE geborene
Kinder
davon in
DE geborene
Kinder
Herkunftsländer gesamt 328 116 16.595 9.324 3.641 2.179
darunter:
Syrien 144 23 18.109 5.625 3.763 1.595
Afghanistan 16 2 1.043 409 236 86
Irak 13 1 3.160 1.112 426 127
Türkei 199 19 1.376 174 8 4
Ungeklärt 35 6 1.388 384 117 52
Somalia 10 4 792 301 166 82
Eritrea 39 13 1.996 758 320 135
Georgien 0 0 1 0 3 1
1.1. bis 31.8. 2021
§ 26 AsylG
Anerkennung
§ 3 I AsylG
Familienschutz
§ 4 I AsylG
Familienschutz
davon in
DE geborene
Kinder
davon in
DE geborene
Kinder
davon in
DE geborene
Kinder
Nigeria 6 4 180 76 27 15
Iran 47 13 541 171 29 13
Moldau 0 0 0 0 0 0
Algerien 0 0 3 0 2 0
Russische Föderation 10 6 88 20 32 4
Vietnam 0 0 1 0 0 0
Pakistan 6 0 113 39 3 1
c) Wie viele der Asylsuchenden in den genannten Zeiträumen verfügten
zum Zeitpunkt der Asylantragstellung über einen rechtmäßigem
Aufenthaltstitel (welchen?) oder eine Duldung (bitte auch nach den zehn
wichtigsten Herkunftsstaaten differenzieren), und wie viele Personen
verfügten zuletzt über einen Aufenthaltstitel zur
Familienzusammenführung mit einem Schutzberechtigten (bitte wie in der Antwort zu
Frage 2c auf Bundestagsdrucksache 19/22023 differenzieren)?
Zum Stichtag 31. August 2021 waren im Ausländerzentralregister (AZR)
23.540 Personen erfasst, die im Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis 31. August
2021 einen Asylantrag gestellt haben, während sie einen gültigen
Aufenthaltstitel oder eine gültige Duldung besaßen. 5.293 Personen verfügten zum
Zeitpunkt ihrer Asylantragstellung über einen gültigen Aufenthaltstitel zur
Familienzusammenführung mit einem Schutzberechtigten. Die weiteren Angaben
können den nachstehenden Tabellen entnommen werden:
Asylantragstellung während eine gültige AE oder eine Duldung vorlagen 1. Halbjahr 2021
Von 1.1.2021 bis
31.8.2021
Gesamt 20.171 23.540
davon:
EU-Aufenthaltsrechte 8 8
Duldungen 3.542 4.789
Aufenthaltserlaubnis - Ausbildung 109 137
Aufenthaltserlaubnis - Erwerbstätigkeit 26 30
Aufenthaltserlaubnis - familiäre Gründe 6.170 7.995
Aufenthaltserlaubnis - Besondere Aufenthaltsrechte 150 181
AERL völkerrechtliche, humanitäre, politische Gründe 10.166 10.400
Asylantragstellung während eine gültige AE oder eine Duldung vorlagen 1. Halbjahr 2021
Von 1.1.2021 bis
31.8.2021
alle Staatsangehörigkeiten 20.171 23.540
darunter:
Syrien 14.610 16.297
Afghanistan 798 1.194
Ungeklärt 922 1.081
Irak 557 725
Iran 341 456
Eritrea 307 402
Türkei 290 363
Somalia 282 349
Nigeria 218 292
Pakistan 215 256
Asylantragstellung während einer gültigen AE zur Familienzusammenführung
mit einem Schutzberechtigten 1. Halbjahr 2021
Von
1.1.2021
bis
31.8.2021
Gesamt 4.041 5.293
davon:
nach § 36a Absatz 1 S. 1 Var. 2 AufenthG
(Kindesnachzug zu subsidiär Schutzberechtigten) 500 611
nach § 30 Absatz 1 S. 1 Nummer 3c Var. 4 AufenthG
(Ehegattennachzug zu anerkanntem Flüchtling) 727 973
nach § 36a Absatz 1 S. 1 Var. 1 AufenthG
(Ehegattennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten) 159 223
nach § 30 Absatz 1 S. 1 Nummer 3c Var. 3 AufenthG
(Ehegattennachzug zu Asylberechtigtem) 17 24
nach § 32 Absatz 1 Nummer 1 AufenthG (Kindesnachzug zu Asylberechtigten) 12 13
nach § 32 Absatz 1 Nummer 2 AufenthG
(Kindesnachzug zu Asylberechtigtem oder anerkanntem Flüchtling) 2.496 3.269
nach § 36a Absatz 1 S. 2 AufenthG
(Elternnachzug zu minderjährigen subsidiär Schutzberechtigten) 130 180
3. Wie lauten nach Kenntnis der Bundesregierung die bereinigten
Schutzquoten und absoluten Fallzahlen für die Herkunftsländer Afghanistan,
Irak, Iran, Eritrea, Somalia, Nigeria und die Türkei im bisherigen Jahr
2021, differenziert nach Organisationseinheiten im BAMF (bitte nur
solche Organisationseinheiten mit über 50 entsprechenden Entscheidungen
auflisten und nach den Quoten auf- oder absteigend sortieren; bitte wie in
der Antwort zu Frage 3 auf Bundestagsdrucksache 19/28109 auflisten)?
Die Angaben können den folgenden Tabellen entnommen werden:
1.1. bis 31.8.2021
Afghanistan
Gesamt
Gesamtschutzquote ohne
Berücksichtigung
formeller Ablehnungen des
BAMF
Organisationseinheiten 7.345 66,4 %
darunter:
AS Bochum, LAS 144 89,7 %
AS Halberstadt im AZ, LAS 124 80,4 %
AS Braunschweig 77 79,3 %
AS München 321 78,4 %
AS Schwerin im AZ 105 77,2 %
AS Oldenburg 60 76,3 %
AS Bramsche im AZ 285 75,0 %
AS Karlsruhe, LAS 81 75,0 %
AS Suhl im AZ 166 74,1 %
AS Speyer 89 72,2 %
AS Berlin, LAS 174 71,9 %
AS Büdingen 178 71,9 %
AS Eisenhüttenstadt, LAS 198 71,5 %
AS Friedland, LAS 67 71,2 %
AS Trier, LAS 300 70,6 %
Entscheidungszentrum West Bonn 87 70,0 %
AS Essen 96 69,6 %
AS Bielefeld im AZ 128 68,6 %
1.1. bis 31.8.2021
Afghanistan
Gesamt
Gesamtschutzquote ohne
Berücksichtigung
formeller Ablehnungen des
BAMF
AS Unna im AZ 100 66,7 %
AS Mönchengladbach im AZ 131 65,2 %
AS Leipzig im AZ 52 64,9 %
AS Hamburg im AZ, LAS 373 63,5 %
AS Neumünster, LAS 346 63,3 %
AS Bremen im AZ, LAS 90 63,2 %
AS Bonn im AZ 132 62,9 %
AS Düsseldorf 70 62,1 %
AS Heidelberg im AZ 168 57,3 %
AS Gießen im AZ, LAS 419 53,8 %
AS Chemnitz im AZ, LAS 264 52,4 %
AS Berlin im AZ 139 35,9 %
AS Manching in AnkER 140 29,0 %
1.1. bis 31.8.2021
Irak
Gesamt
Gesamtschutzquote ohne
Berücksichtigung
Ablehnungen des BAMF
Organisationseinheiten 7.078 47,6 %
darunter:
AS München 115 78,6 %
AS Oldenburg 139 77,1 %
AS Karlsruhe, LAS 136 75,2 %
AS Braunschweig 250 68,8 %
AS Bochum, LAS 208 66,2 %
AS Sigmaringen 81 64,9 %
AS Düsseldorf 112 62,1 %
AS Hamburg im AZ, LAS 129 61,9 %
AS Bielefeld im AZ 333 61,4 %
AS Essen 209 61,0 %
AS Bonn im AZ 388 60,9 %
AS Unna im AZ 186 58,2 %
AS Friedland, LAS 118 57,0 %
Entscheidungszentrum West Bonn 146 50,4 %
AS Berlin, LAS 104 49,4 %
AS Gießen im AZ, LAS 191 49,4 %
AS Bramsche im AZ 364 46,6 %
AS Chemnitz im AZ, LAS 104 41,5 %
AS Zirndorf in AnkER 140 40,4 %
AS Mönchengladbach im AZ 197 39,4 %
AS Trier, LAS 141 30,1 %
AS Suhl im AZ 133 29,6 %
AS Augsburg in AnkER 154 27,7 %
AS Bad Fallingbostel im AZ 128 26,4 %
AS Schwerin im AZ 71 26,1 %
AS Regensburg in AnkER 161 24,6 %
AS Bamberg in AnkER 109 23,5 %
AS Neumünster, LAS 453 22,3 %
1.1. bis 31.8.2021
Irak
Gesamt
Gesamtschutzquote ohne
Berücksichtigung
Ablehnungen des BAMF
AS Eisenhüttenstadt, LAS 85 22,2 %
AS Heidelberg im AZ 247 19,5 %
AS Dresden in AnkER 103 18,7 %
1.1. bis 31.8.2021
Iran
Gesamt
Gesamtschutzquote ohne
Berücksichtigung
formeller Ablehnungen des
BAMF
Organisationseinheiten 3.018 35,7 %
darunter:
AS Braunschweig 53 74,4 %
AS Bochum, LAS 84 58,3 %
AS Düsseldorf 90 53,6 %
AS Berlin, LAS 58 52,3 %
AS Eisenhüttenstadt, LAS 54 50,0 %
AS Bremen im AZ, LAS 60 48,1 %
AS Gießen im AZ, LAS 191 45,8 %
AS Unna im AZ 70 43,3 %
AS Essen 85 43,1 %
AS Suhl im AZ 53 40,8 %
AS Heidelberg im AZ 87 39,7 %
AS Trier, LAS 149 33,8 %
AS Zirndorf in AnkER 123 33,8 %
AS Hamburg im AZ, LAS 152 29,8 %
AS Nostorf-Horst, LAS 65 28,8 %
AS Bramsche im AZ 158 27,6 %
AS Bonn im AZ 180 26,8 %
AS Neumünster, LAS 151 25,9 %
AS Halberstadt im AZ, LAS 64 24,1 %
AS Mönchengladbach im AZ 143 23,4 %
AS Bielefeld im AZ 114 21,3 %
AS Bamberg in AnkER 84 19,6 %
AS Berlin im AZ 52 4,4 %
1.1. bis 31.8.2021
Eritrea
Gesamt
Gesamtschutzquote ohne
Berücksichtigung
formeller Ablehnungen des
BAMF
Organisationseinheiten 1.981 93,0 %
darunter:
AS Büdingen 150 99,3 %
AS Hamburg im AZ, LAS 140 98,4 %
AS Bonn im AZ 74 95,9 %
AS Neumünster, LAS 104 93,9 %
AS Trier, LAS 55 92,3 %
AS Bielefeld im AZ 84 90,4 %
AS Gießen im AZ, LAS 231 90,3 %
AS München 52 87,8 %
AS Bochum, LAS 60 86,0 %
1.1. bis 31.8.2021
Somalia
Gesamt
Gesamtschutzquote ohne
Berücksichtigung
formeller Ablehnungen des
BAMF
Organisationseinheiten 2.250 80,0 %
darunter:
AS Büdingen 60 94,3 %
AS Halberstadt im AZ, LAS 65 91,7 %
AS Bielefeld im AZ 76 90,8 %
AS München 106 89,7 %
AS Gießen im AZ, LAS 250 83,7 %
AS Neumünster, LAS 57 79,6 %
AS Trier, LAS 170 78,6 %
AS Eisenhüttenstadt, LAS 75 65,9 %
AS Schweinfurt in AnkER 138 65,6 %
AS Heidelberg im AZ 73 64,8 %
Entscheidungszentrum West Bonn 59 60,4 %
1.1. bis 31.8.2021
Nigeria
Gesamt
Gesamtschutzquote ohne
Berücksichtigung
formeller Ablehnungen des
BAMF
Organisationseinheiten 3.854 16,1 %
darunter:
AS Bochum, LAS 98 42,7 %
Entscheidungszentrum West Bonn 124 37,6 %
AS Bielefeld im AZ 107 31,3 %
AS Regensburg in AnkER 69 26,8 %
AS Essen 69 24,0 %
AS Unna im AZ 76 22,1 %
AS Bonn im AZ 101 21,8 %
AS Gießen im AZ, LAS 89 20,0 %
AS Karlsruhe, LAS 96 19,7 %
AS Sigmaringen 74 19,7 %
AS München 475 18,1 %
AS Augsburg in AnkER 103 12,1 %
1.1. bis 31.8.2021
Nigeria
Gesamt
Gesamtschutzquote ohne
Berücksichtigung
formeller Ablehnungen des
BAMF
AS Deggendorf in AnkER 100 9,4 %
AS Leipzig im AZ 62 8,5 %
AS Heidelberg im AZ 617 6,5 %
AS Mönchengladbach im AZ 105 5,7 %
AS Zirndorf in AnkER 76 1,8 %
AS Trier, LAS 173 1,5 %
AS Suhl im AZ 63 0,0 %
1.1. bis 31.8.2021
Türkei
Gesamt
Gesamtschutzquote ohne
Berücksichtigung
formeller Ablehnungen des
BAMF
Organisationseinheiten 4.325 39,3 %
darunter:
AS Speyer 71 63,2 %
AS Düsseldorf 79 62,7 %
AS München 147 58,8 %
AS Trier, LAS 229 57,2 %
AS Büdingen 87 51,9 %
AS Bielefeld im AZ 124 51,3 %
AS Essen 58 50,0 %
AS Bochum, LAS 173 49,3 %
AS Unna im AZ 88 48,1 %
AS Heidelberg im AZ 325 47,0 %
AS Gießen im AZ, LAS 434 46,0 %
AS Augsburg in AnkER 139 45,7 %
AS Bonn im AZ 166 43,9 %
AS Karlsruhe, LAS 88 42,9 %
AS Bramsche im AZ 98 41,8 %
AS Mönchengladbach im AZ 123 38,0 %
AS Suhl im AZ 113 37,8 %
AS Chemnitz im AZ, LAS 69 37,5 %
AS Neumünster, LAS 153 36,0 %
AS Zirndorf in AnkER 95 34,9 %
AS Sigmaringen 75 26,4 %
AS Friedland, LAS 67 21,6 %
AS Halberstadt im AZ, LAS 82 19,7 %
AS Bad Fallingbostel im AZ 115 17,3 %
AS Dresden in AnkER 106 16,5 %
AS Nostorf-Horst, LAS 51 15,9 %
AS Berlin, LAS 254 14,5 %
AS Bremen im AZ, LAS 85 13,0 %
AS Eisenhüttenstadt, LAS 105 12,4 %
AS Hamburg im AZ, LAS 107 5,7 %
4. a) Welche Organisationseinheiten des BAMF (bitte genau bezeichnen)
wurden im zweiten Halbjahr 2020 bzw. im ersten Halbjahr 2021
wegen signifikant negativer oder signifikant positiver (bitte getrennt
darstellen) Abweichungen bei den (bereinigten) Schutzquoten um
Stellungnahme gebeten, und welche Abweichungen in Bezug auf
welche Herkunftsländer waren dies (bitte genauer bezeichnen und in
Tabellenform darstellen wie in der Antwort zu Frage 4 auf
Bundestagsdrucksache 19/22023)?
b) Welche Erklärungen wurden von den jeweiligen
Organisationseinheiten für die signifikanten Abweichungen gegeben (bitte ausführen),
und inwieweit wurden diese Erklärungen vom BAMF als
nachvollziehbar bewertet, bzw. welche Schlussfolgerungen wurden hieraus
gegebenenfalls gezogen (bitte ausführen)?
Die Fragen 4a und 4b werden aufgrund des Sachzusammenhangs zusammen
beantwortet.
Die Überprüfung der Entscheidungspraxis der Außenstellen des BAMF für das
zweite Halbjahr 2020 ist noch nicht abgeschlossen. Hinsichtlich dieses
Zeitraums wurde seitens der Organisationseinheiten (OrgE) als Hauptursache für
eine Abweichung der lokalen Schutzquoten von der Gesamtschutzquote ohne
Berücksichtigung formeller Ablehnungen des BAMF die Verteilung der
Verfahren benannt. Die Entscheidungspraxis der Außenstellen des BAMF für das
erste Halbjahr 2021 wird gegenwärtig überprüft. Maßgebliche Auswirkungen
auf die lokale Schutzquote haben somit Verfahren, in denen eine Ableitung des
Schutzes im Rahmen von Familienasyl, abgeleitetem Flüchtlingsschutz/bzw.
abgeleitetem subsidiären Schutz in Betracht kommt. Ebenfalls sind persönliche
Merkmale der Antragstellenden (Ethnie, Volkszugehörigkeit, Familienstand,
Geschlecht, Alter, Religionszugehörigkeit sowie Herkunftsregion je nach
Herkunftsland) maßgebend. Die im Rahmen der Plausibilisierungsanfragen
ergangenen Stellungnahmen der OrgE werden erneut einer systematischen
Überprüfung unterzogen. Dabei wird die Plausibilität der abgegebenen Stellungnahmen
unter Berücksichtigung der bundesweiten Entscheidungspraxis sowie der
aktuellen bzw. zum Zeitpunkt der Entscheidung gültigen Leitsätze zu den
jeweiligen Herkunftsländern betrachtet. Die Rückmeldungen der OrgE zu den
Plausibilisierungsanfragen für den Betrachtungszeitraum des ersten Halbjahres 2021
stehen noch aus.
5. Wurde die ablehnende Entscheidung in dem in Frage 8 auf
Bundestagsdrucksache 19/28109 geschilderten Asylverfahren eines iranischen
Konvertiten vom BAMF im Nachhinein noch einmal überprüft und
gegebenenfalls abgeändert vor dem Hintergrund, dass diese Entscheidung nach
Auffassung der Fragestellerinnen und Fragesteller unter Verstoß gegen
die Dienstanweisung zur Einheit von Anhörer und Entscheider getroffen
wurde und die ablehnende Begründung einer angeblich mangelnden
Glaubwürdigkeit ihnen auch aus diesem Grunde fragwürdig erscheint
(die genannte Frage 8 wurde nach Auffassung der Fragestellerinnen und
Fragesteller von der Bundesregierung nicht beantwortet, weil lediglich
Ausführungen zum Asylverfahren im Allgemeinen, nicht aber zum
konkret benannten Fall gemacht wurden)?
Das BAMF kann hierzu keine Angaben machen. Ohne die Angabe von
Aktenzeichen oder anderen Angaben zur betroffenen Person kann nicht
nachvollzogen werden, auf welches Verfahren sich die Fragestellerinnen und Fragesteller
beziehen.
6. Welche weiteren konkreten Bemühungen, Gespräche oder Maßnahmen
hat es seit März 2021 gegeben, um die Vorgabe des Bundesministers des
Innern, für Bau und Heimat, Horst Seehofer, in Bezug auf
Abschiebungen nach Syrien umzusetzen, „ab 1. Januar 2021 jeden einzelnen Fall
genau“ zu prüfen und zu „versuchen, eine Abschiebung zu ermöglichen“
(vgl. Der Spiegel vom 27. Dezember 2020; bitte so differenziert wie
möglich darlegen)?
Nach Beendigung des Abschiebungsstopps nach Syrien Ende 2020 initiierte der
Präsident des BAMF im Rahmen der 9. Bund-Länder-Tagung Asyl und
Rückkehr (BLTAR) am 10. März 2021 einen Prüfprozess zur Rückkehr nach Syrien.
Der Prüfprozess dauert an. Der Sachverhalt wurde im Rahmen der 10. Bund-
Länder-Tagung Asyl und Rückkehr am 9. Juni 2021 und der 11. Bund-Länder-
Tagung Asyl und Rückkehr am 22. September 2021 erörtert. Darüber hinaus
wird die Situation in Syrien durch das BAMF ständig beobachtet und im
Rahmen seiner asylrechtlichen Zuständigkeit in den entsprechenden
Steuerungsinstrumenten, insbesondere den Herkunftsländerleitsätzen Syrien,
berücksichtigt. Dies beinhaltet auch Lageentwicklungen mit eventuellen Auswirkungen
auf die Rückführungspraxis.
7. a) Was hat die Prüfung zu den Auswirkungen des Urteils des
Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 14. Januar 2021 in der Rechtssache
C-441/19 zur Unzulässigkeit von Rückkehrentscheidungen bei
unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen mit ungeklärten
Aufnahmemöglichkeiten im Rückkehrstaat ergeben (vgl. Antwort zu Frage 11
auf Bundestagsdrucksache 19/28109; bitte so genau wie möglich die
gezogenen Schlussfolgerungen und Änderungen im Verfahren
darstellen), und inwieweit wird bislang bzw. derzeit bei minderjährigen
unbegleiteten Asylsuchenden im Asylverfahren vor Erlass einer
Abschiebungsandrohung geprüft, ob es geeignete
Aufnahmemöglichkeiten im Rückkehrstaat gibt (hierzu fehlte eine Antwort zu Frage 11 auf
Bundestagsdrucksache 19/28109)?
b) Ist die Bundesregierung der Auffassung, dass es mit dem Kindeswohl
und dem genannten EuGH-Urteil vereinbar ist, unbegleitete
Minderjährige im Falle der Ablehnung eines Schutzes trotz ungeklärter Lage
im Rückkehrstaat bis zur Volljährigkeit lediglich zu dulden (bitte
begründen)?
Die Fragen 7a und 7b werden aufgrund des Sachzusammenhangs zusammen
beantwortet.
Mit Urteil vom 14. Januar 2021 in der Rechtssache C-441/19 hat der
Europäische Gerichtshof (EuGH) im Hinblick auf die Rückkehrentscheidungen
gegenüber unbegleiteten Minderjährigen entschieden, dass in Fällen, in denen der
Asylantrag abgelehnt wird, vor Erlass einer Rückkehrentscheidung zusätzlich
eine konkret-individuelle Untersuchung durchgeführt werden muss, ob eine
geeignete Aufnahmemöglichkeit für den unbegleiteten Minderjährigen im
Rückkehrstaat vorhanden ist. Sofern nach deutschem Recht auch die
Voraussetzungen der nationalen Abschiebungsverbote nicht vorliegen, führt BAMF als
Folge des Urteils eine Intensivierung der Sachverhaltsaufklärung im Hinblick auf
die Prüfung von Aufnahmemöglichkeiten für unbegleitete Minderjährige im
Rückkehrstaat durch. Die geltende Rechtslage sieht vor, dass Ausländer
altersunabhängig eine Duldung erhalten, wenn keine Aufenthaltserlaubnis erteilt
wird und solange die Abschiebung aus tatsächlichen oder rechtlichen Gründen
unmöglich ist.
8. Hat das BAMF seine ablehnende Entscheidung in dem Fall Mochmad
A., der mutmaßlich im Auftrag des tschetschenischen Regimes in
Deutschland ermordet werden sollte, dessen Gefährdung nach Angaben
seiner Anwältin zuvor jedoch vom BAMF als „Lüge“ eingestuft worden
sein soll (
https://www.tagesschau.de/investigativ/mdr/mordauftrag-tschet
schenien-101.html), inzwischen geändert (wenn nein, warum nicht?),
und inwieweit gibt es im Umgang mit verfolgten tschetschenischen
Flüchtlingen im BAMF (vgl. auch die Antwort der Bundesregierung auf
die Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksache 19/14082) womöglich
Qualitätsmängel, da bereits der im Berliner Tiergarten ermordete
Selimchan Changoschwili vom BAMF zuvor – offenkundig fälschlich –
abgelehnt worden war (
https://de.wikipedia.org/wiki/Mordfall_Selimchan_Ch
angoschwili; bitte ausführen)?
Die Antwort kann nicht offen, sondern nur eingestuft übermittelt werden. Der
parlamentarische Informationsanspruch ist zwar grundsätzlich auf die
Beantwortung gestellter Fragen in der Öffentlichkeit angelegt. Die Bundesregierung
ist jedoch nach sorgfältiger Abwägung zu der Auffassung gelangt, dass eine
offene Beantwortung der Frage einen unverhältnismäßigen Eingriff in das Recht
auf informationelle Selbstbestimmung nach Artikel 2 Absatz 2 i. V. m.
Artikel 1 des Grundgesetzes (GG) darstellen würde, da hierdurch Rückschlüsse auf
die Identität einer bestimmten Person möglich sein könnten. Das Grundrecht
gewährt seinen Trägern u. a. Schutz gegen die Weitergabe der auf sie
bezogenen, individualisierten oder individualisierbaren Daten (BVerfGE 103, 21, 33).
Darüber hinaus ist aufgrund datenschutzrechtlicher Bestimmungen eine für die
Öffentlichkeit einsehbare Antwort nicht möglich. Die Antwort auf diese Frage
ist daher als Verschlusssache mit dem Geheimhaltungsgrad „VS – Nur für den
Dienstgebrauch“ eingestuft und wird dem Deutschen Bundestag gesondert
übermittelt.*
9. a) Welche Konsequenzen wurden im BAMF gezogen aus dem EuGH-
Urteil C-901/19 vom 10. Juni 2021, mit dem eine langjährige
Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts als mit EU-Recht
unvereinbar erklärt wurde (Verweigerung subsidiären Schutzes bei
Unterschreitung einer rechnerischen „Todesquote“; vgl. Asylmagazin
7-8/2021, S. 284 ff. mit Anmerkungen von Johanna Mantel; bitte
ausführen)?
b) Wurden entsprechende Dienstanweisungen oder
Herkunftsländerleitsätze geändert (wenn ja, bitte auflisten und die bisherige und
geänderte Praxis bzw. Weisungslage darstellen, wenn nein, warum nicht)?
c) In Bezug auf welche Herkunftsländer hatte das BAMF mit Verweis
auf die vom EuGH verworfene Rechtsprechung des
Bundesverwaltungsgerichts subsidiären oder Abschiebungsschutz verweigert, in
welchen Herkunftsländerleitsätzen oder Dienstanweisungen wurde
entsprechend der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts
(BVerwG) argumentiert oder darauf explizit Bezug genommen (bitte
auflisten)?
d) Wird es Überprüfungen, Korrekturen und gegebenenfalls
Aufhebungen von BAMF-Bescheiden geben, die auf der verworfenen
Rechtsprechung des BVerwG basieren (zumindest in anhängigen
Gerichtsverfahren), und wie geht das BAMF mit Folgeanträgen um, die sich
auf das genannte Urteil des EuGH beziehen (bitte darstellen)?
Die Fragen 9a bis 9d werden wegen ihres Sachzusammenhangs zusammen
beantwortet.
* Das Auswärtige Amt hat die Antwort als „VS – Nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft. Die Antwort ist im
Parlamentssekretariat des Deutschen Bundestages hinterlegt und kann dort von Berechtigten eingesehen werden.
Die Dienstanweisung des BAMF (DA-Asyl) sah bereits vor dem o. g. EuGH-
Urteil vor, dass neben einer quantitativen Ermittlung des Tötungs- und
Verletzungsrisikos auch eine wertende Gesamtschau vorzunehmen ist. Darüber
hinaus wurde das o. g. Urteil des EuGH in den internen Arbeitsanweisungen des
BAMF umgesetzt, insbesondere wurden die vom EuGH formulierten Kriterien
klarstellend aufgenommen.
Die Regelungen in der DA-Asyl sind stets Grundlage der jeweiligen
Herkunftsländerleitsätze, sodass die vom EuGH formulierten Kriterien auch bei den
einschlägigen Herkunftsländerleitsätzen berücksichtigt werden.
Folgende Herkunftsländer, bei denen ein hohes Gewaltniveau in dortigen
bewaffneten Konflikten bestand und die bereits mit einer relevanten
Wahrscheinlichkeit eine Schutzgewährung i. S. v. § 4 Absatz 1 Satz 2 Nummer 3 AsylG
vorsahen, wurden identifiziert: Äthiopien, Afghanistan, Irak, Jemen, Libanon,
Libyen, Nigeria, Somalia, Sudan und Syrien. Die Bewertung anhand der
EuGH-Kriterien erfordert eine vertiefte Recherche im Hinblick auf die als
Grundlage dienenden Herkunftsländerinformationen, so dass der
Umsetzungsprozess im BAMF noch nicht vollständig abgeschlossen ist. Das BAMF geht
aber davon aus, dass auch die Anwendung der vom EuGH formulierten
Kriterien nicht zu einer wesentlichen Änderung der Entscheidungspraxis des BAMF i.
S. v. § 4 Absatz 1 Satz 2 Nummer 3 AsylG führen wird, da bereits zuvor stets
eine wertende Gesamtschau im Zusammenhang mit konfliktbedingten
Gefahren vorzunehmen war.
In anhängigen Gerichtsverfahren kann die EuGH-Rechtsprechung insofern
Berücksichtigung finden, als gemäß § 77 Absatz 1 AsylG auf die Sach- und
Rechtslage im Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung bzw. den
Zeitpunkt, in dem die Entscheidung gefällt wird, abgestellt wird.
Soweit Folgeanträge allein auf die Rechtsprechung des EuGH gestützt werden,
stellt dies nach Ansicht des BAMF keine Änderung der Rechtslage im Sinne
des § 71 Absatz 1 Satz 1 AsylG i. V. m. § 51 Absatz 1 Nummer 1 des
Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVfG) dar, da hierunter nur Änderungen des
materiellen Rechts zu verstehen sind.
10. a) Welche Konsequenzen werden oder wurden im BAMF aus den
geänderten Verhältnissen in Afghanistan für die Asylentscheidungspraxis
gezogen (bitte im Einzelnen mit Daten auflisten)?
Das BAMF verfolgt die Entwicklungen in Afghanistan sehr genau. Da noch
keine hinreichend belastbaren Erkenntnisse zur aktuellen Situation und den zu
erwartenden künftigen Entwicklungen vorliegen, hat das BAMF
Entscheidungen zu Afghanistan aktuell zurückpriorisiert. Ausgenommen sind Verfahren, in
denen internationaler Schutz bereits auf Grundlage der aktuellen
Herkunftsländerleitsätze zuzuerkennen ist. Im Übrigen gilt, dass grundsätzlich
Entscheidungen ergehen können, bei denen die Situation in Afghanistan nicht
entscheidungserheblich ist.
b) Werden bisherige Entscheidungen, insbesondere Ablehnungen, von
Amts wegen überprüft und gegebenenfalls abgeändert, zumindest in
anhängigen Gerichtsverfahren (bitte begründen)?
Eine pauschale Überprüfung bzw. Abänderung aller bisherigen ablehnenden
Entscheidungen zum Herkunftsland Afghanistan wird vom BAMF nicht
vorgesehen. Ergänzend wird auf die Antwort zu Frage 10a verwiesen.
c) Inwieweit bzw. für welche Gruppen zieht die Machtübernahme durch
die Taliban die Gewährung von Flüchtlingsschutz nach sich, ohne dass
es auf weitere individuelle Fluchtgründe ankommt (bitte ausführen)?
Asylanträge von afghanischen Staatsangehörigen werden weiterhin individuell
unter Berücksichtigung der Umstände des jeweiligen Einzelfalls geprüft.
d) Wie wird mit Folgeanträgen umgegangen, die auf die geänderte Lage
in Afghanistan Bezug nehmen (bitte ausführen)?
Das BAMF geht derzeit von einer veränderten Sachlage i. S. v. § 51 Absatz 1
Nummer 1 VwVfG aus und prüft im Übrigen die Zulässigkeit gestellter
Folgeanträge. Ergänzend wird auf die Antwort zu Frage 10a verwiesen.
e) Teilt die Bundesregierung die Auffassung, dass ein
Entscheidungsstopp nicht mehr gerechtfertigt ist, nachdem sich die Taliban in
Afghanistan als neue Machthaber auf mutmaßlich zunächst unabsehbare Zeit
durchgesetzt haben und Flüchtlinge aus Afghanistan vor diesem
Hintergrund mehr denn je einen Schutzstatus benötigen, zumal
Zusicherungen der Taliban in Bezug auf ein angeblich gemäßigtes Vorgehen
nach allgemeiner Einschätzung als wenig belastbar angesehen werden
können (bitte begründen)?
Eine abgestimmte Position der Bundesregierung im Sinne der Fragestellung
liegt nicht vor. Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI)
teilt die Auffassung nicht. Für die Begründung wird auf die Antwort zu Frage
10a verwiesen.
11. a) Wird das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
gegenüber den Bundesländern anregen (oder gegebenenfalls entsprechende
Initiativen der Länder begrüßen), dass an vollziehbar
ausreisepflichtige, geduldete afghanische Staatsangehörige Aufenthaltserlaubnisse
nach § 25 Absatz 5 des Aufenthaltsgesetzes erteilt werden sollen,
insbesondere wenn diese bereits seit mehr als 18 Monaten geduldet
werden, da ihre Ausreise in absehbarer Zeit nicht möglich ist, und
falls nein, warum nicht?
Das BMI beabsichtigt derzeit kein Schreiben an die Länder im Sinne der Frage.
Für die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Absatz 5 AufenthG sieht
das Gesetz Tatbestandsvoraussetzungen vor, die im Einzelfall zu prüfen sind.
Die Anwendung des Aufenthaltsgesetzes obliegt nach der Zuweisung des
Grundgesetzes den Ländern.
b) Welche näheren Angaben kann die Bundesregierung dazu machen,
wie viele ausreisepflichtige afghanische Staatsangehörige sich derzeit
in Deutschland aufhalten, wie viele von ihnen geduldet werden und
wie viele von ihnen seit mehr als 18 Monaten geduldet werden (bitte
jeweils auch nach Bundesländern differenziert angeben)?
Zum Stichtag 31. August 2021 waren im AZR 29.960 ausreisepflichtige
afghanische Staatsangehörige registriert, davon 27.304 mit einer Duldung. Wie viele
von ihnen seit mehr als 18 Monaten geduldet waren, kann aus den Daten des
AZR nicht belastbar ermittelt werden. Weitere Angaben können der folgenden
Tabelle entnommen werden:
Anzahl ausreisepflichtigen
afghanischen Staatsangehörigen
Ausreisepflichtige mit
Duldung
Ausreisepflichtige ohne
Duldung Summe
Gesamt 27.304 2.656 29.960
davon:
Baden-Württemberg 3.316 130 3.446
Bayern 3.235 605 3.840
Berlin 1.402 175 1.577
Brandenburg 560 79 639
Bremen 93 36 129
Hamburg 1.040 170 1.210
Hessen 3.198 270 3.468
Mecklenburg-Vorpommern 448 40 488
Niedersachsen 1.998 202 2.200
Nordrhein-Westfalen 4.142 293 4.435
Rheinland-Pfalz 2.579 180 2.759
Saarland 102 8 110
Sachsen 1.137 155 1.292
Sachsen-Anhalt 419 52 471
Schleswig-Holstein 2.793 212 3.005
Thüringen 842 49 891
12. Wie viele Asylsuchende wurden im Jahr 2021 bislang registriert (bitte
nach Monaten auflisten und der Zahl der gestellten Asylerstanträge in
den jeweiligen Monaten gegenüberstellen)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Monat Asylgesuche* Asylerstanträge*
Januar 2021 7.820 8.524
Februar 2021 8.189 7.577
März 2021 10.069 9.503
April 2021 10.386 8.069
Mai 2021 8.949 8.278
Juni 2021 11.708 10.282
Juli 2021 13.336 12.193
August 2021 14.024 11.847
*Anmerkung: Aufgrund nachträglicher Änderungen können die Monatswerte nicht zu einem
Gesamtwert addiert werden.
13. Zu wie vielen asylsuchenden Personen wurde im bisherigen Jahr 2021
nach Angaben des Ausländerzentralregisters eine Ausreise registriert,
obwohl noch kein Abschluss des Asylverfahrens erfasst war (bitte auch
nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern und nach Bundesländern
differenzieren)?
Zum Stichtag 31. August 2021 waren im AZR 3.811 Personen erfasst, bei
denen im ersten Halbjahr 2021 eine Ausreise registriert wurde, obwohl noch kein
Abschluss ihres Asylverfahrens erfasst war. Die weiteren Angaben können den
nachstehenden Tabellen entnommen werden:
Staatsangehörigkeiten 1. Halbjahr 2021
gesamt 3.811
darunter:
Georgien 376
Nigeria 277
Moldau 222
Irak 211
Afghanistan 204
Algerien 198
Syrien 173
Pakistan 158
Türkei 137
Albanien 122
Somalia 117
Marokko 117
Serbien 112
Russische Föderation 102
Guinea 92
nach Land 1. Halbjahr 2021
gesamt 3.811
davon:
Baden-Württemberg 310
Bayern 892
Berlin 316
Brandenburg 154
Bremen 16
Hamburg 73
Hessen 282
Mecklenburg-Vorpommern 85
Niedersachsen 315
Nordrhein-Westfalen 671
Rheinland-Pfalz 213
Saarland 5
Sachsen 226
Sachsen-Anhalt 64
Schleswig-Holstein 83
Thüringen 106
14. Zu welchem Anteil und in welcher Zahl verfügten Asylsuchende im
bisherigen Jahr 2021 über keine Identitätspapiere (Reisepässe, Ausweise,
sonstiges), mit denen ihre Herkunft bzw. Identität nach Auffassung des
BAMF hinreichend sicher zu klären war (bitte nach den 15 wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Vorlage von Identitätspapieren durch Erstantragstellende im Alter ab 18 Jahren bis 31.8.2021
Staatsangehörigkeiten Anzahl derErstantragsteller
Anzahl der
Antragsteller mit
Identitätspapieren*
Anzahl der
Antragsteller ohne
Identitätspapiere*
Anteil der
Antragsteller ohne
Identitätspapiere*
Gesamt 39.703 19.175 20.528 51,7 %
darunter:
Syrien 14.129 9.085 5.044 35,7 %
Afghanistan 6.159 1.819 4.340 70,5 %
Irak 3.070 1.829 1.241 40,4 %
Türkei 2.561 1.664 897 35,0 %
Ungeklärt 1.428 735 693 48,5 %
Somalia 1.015 52 963 94,9 %
Eritrea 383 149 234 61,1 %
Georgien 1.434 815 619 43,2 %
Nigeria 557 40 517 92,8 %
Iran 814 263 551 67,7 %
Moldau 635 332 303 47,7 %
Algerien 827 29 798 96,5 %
Russische Föderation 336 95 241 71,7 %
Vietnam 689 509 180 26,1 %
Pakistan 430 65 365 84,9 %
* Pass, Passersatz, Personalausweis
15. In wie vielen Fällen wurden im bisherigen Jahr 2021 mobile Datenträger
von Asylsuchenden ausgelesen und ein Ergebnisprotokoll erstellt (bitte
auch nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern auflisten)?
Im bisherigen Jahr 2021 wurden insgesamt 7.494 Datenträger von persönlichen
Erstantragstellerinnen und Erstantragstellern ohne Pass/Passersatz freiwillig
ausgelesen. Differenzierte Angaben nach den zehn wichtigsten
Staatsangehörigkeiten können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Zeitraum Anzahl an Datenträgern
1.1. bis 31.8.2021 7.494
Staatsangehörigkeit 1.1. bis 31.8.2021*
Afghanistan 1.644
Syrien 1.533
Irak 378
Ungeklärt 248
Algerien 228
Türkei 189
Somalia 188
Georgien 171
Iran 160
Marokko 153
* Durch nachträgliche Änderungen im Erfassungssystem, wie z. B. die Einreichung von Pass/
Passersatz-Dokumenten, kann es zu Abweichungen der Daten im Vgl. zu vorherigen Angaben
kommen. Es werden diejenigen Fälle ausgewertet, bei denen aus Prozesssicht alle erforderlichen
Angaben im Kerndatensystem korrekt und valide hinterlegt sind.
a) Zu welchem Anteil verfügten im bisherigen Jahr 2021 Asylsuchende,
deren Identität bzw. Herkunft nach Auffassung des BAMF nicht
hinreichend sicher durch Dokumente geklärt werden konnte, über mobile
Datenträgergeräte, zu welchem Anteil konnten diese technisch
ausgelesen werden, und in wie vielen Fällen erfolgte bislang eine Auslesung
erst nach behördlichen Androhungen oder durch Zwang bzw. gegen
den Willen der Betroffenen (bitte so konkret wie möglich antworten)?
Im bisherigen Jahr 2021 gaben ca. 21 Prozent der persönlichen
Erstantragstellenden ohne Pass/Passersatz an, dass sie über ein Datenträger-Gerät verfügen.
Zu einem Anteil von ca. 77 Prozent konnten die Datenträger-Geräte technisch
ausgelesen werden. Antragstellende werden unter Hinweis auf ihre
Mitwirkungspflichten aufgefordert, vorhandene Datenträger herauszugeben.
Zwangsmaßnahmen wurden bisher nicht angedroht oder durchgeführt.
b) In wie vielen der Fälle, in denen eine Datenauslesung im bisherigen
Jahr 2021 erfolgte und ein Ergebnisreport erstellt wurde, wurde dieser
für das Asylverfahren durch die jeweiligen Entscheider angefordert, in
wie vielen dieser Fälle wurde diesem Antrag nach entsprechender
Prüfung durch einen Volljuristen entsprochen bzw. erfolgte eine
Ablehnung (bitte so differenziert wie möglich und in absoluten und relativen
Zahlen darstellen)?
Im bisherigen Jahr 2021 wurden zu den insgesamt 7.494 ausgelesenen
Datenträgern von persönlichen Erstantragstellenden ohne Pass/Passersatz 2.488
Datenträger-Auswertungsanträge gestellt. Davon wurden bisher 1.860
Datenträger-Auswertungen freigegeben. Die individuellen Gründe für
entsprechende Ablehnungen werden statistisch nicht erfasst.
c) In wie vielen dieser Fälle, in denen der Ergebnisreport der
Datenauslesung für das Asylverfahren verwandt wurde, hat dieser dazu geführt
oder maßgeblich dazu beigetragen, Angaben der Asylsuchenden zu
ihrer Herkunft bzw. Identität bzw. Staatsangehörigkeit zu widerlegen
bzw. zu bestätigen (bitte ausführen und in absoluten und relativen
Zahlen darstellen)?
Im bisherigen Jahr 2021 führte die Ergebnisdokumentation der Datenträger von
persönlichen Erstantragstellerinnen und Erstantragstellern ohne Pass/Passersatz
dazu, dass bei ungefähr 29 Prozent die Identität der Antragstellenden bestätigt
und bei ungefähr 3 Prozent die Identität widerlegt werden konnte. In ca.
68 Prozent der Fälle konnten keine verwertbaren Erkenntnisse aus der
Ergebnisdokumentation gewonnen werden.
Hierbei ist anzumerken, dass eine Verifikation der Identität ggf. genauso ein für
das Asylverfahren zielführendes Ergebnis darstellt wie das Widerlegen von
Aussagen zur Identität.
Zum Stichtag 31. August 2021 waren für die 1.860 freigegebenen Datenträger-
Auswertungen insgesamt 1.790 Ergebnisdokumentationen hinterlegt. Die
Anzahl der Ergebnisdokumentation wird als Bezugsgröße für die oben genannten
Prozentsätze herangezogen. Daraus ergibt sich die folgende Darstellung
(Gesamt 1.790):
● 29,4 Prozent (526) Identität der Antragssteller bestätigt,
● 2,9 Prozent (52) Identität widerlegt,
● 67,7 Prozent (1.212) keine verwertbaren Erkenntnisse.
d) Welche konkreten Schlussfolgerungen wurden bislang aus dem Urteil
des Verwaltungsgerichts (VG) Berlin vom 1. Juni 2021 (9 K 135/20.A;
https://www.asyl.net/rsdb/m29743/) gezogen, mit dem die
Mobiltelefonauswertungspraxis des BAMF als rechtswidriger und
unverhältnismäßiger Eingriff in das Grundrecht auf Gewährleistung der
Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme gewertet
wurde (bitte genau auflisten; auf die vom Gericht kritisierte Praxis zielte
bereits die Frage 12 auf Bundestagsdrucksache 19/4961 ab)?
Das BAMF hat gegen das zitierte Urteil des VG Berlin Sprungrevision beim
Bundesverwaltungsgericht eingelegt. Die Bundesregierung äußert sich
grundsätzlich nicht zu laufenden Gerichtsverfahren.
16. Wie viele Asylanträge wurden im ersten Halbjahr 2021 bzw. im
bisherigen Jahr 2021 nach § 14a Absatz 2 des Asylgesetzes von Amts wegen
für hier geborene (oder eingereiste) Kinder gestellt, wie viele
Asylanträge wurden in den genannten Zeiträumen von Kindern bzw. für Kinder
unter 16 Jahren bzw. von Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren bzw.
von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen gestellt (bitte jeweils in
absoluten Zahlen und in Prozentzahlen in Relation zur Gesamtzahl der
Asylanträge sowie die Gesamtzahl der Anträge unter 18-Jähriger und
sich überschneidende Teilmengen angeben), und wie hoch waren die
jeweiligen (auch bereinigten) Gesamtschutzquoten für die genannten
Gruppen?
Die Gesamtschutzquote bei unbegleiteten Minderjährigen unter 16 Jahren lag
im ersten Halbjahr 2021 bei 79,2 Prozent (1. Januar bis 31. August: 81,5
Prozent), bei Unbegleiteten im Alter von 16 bis unter 18 Jahren bei 54,7 Prozent
(1. Januar bis 31. August: 57,5 Prozent) und bei allen Personen unter 18 Jahren
bei 63,4 Prozent (1. Januar bis 31. August: 64,8 Prozent).
Die Gesamtschutzquote unter Außerachtlassung formeller Ablehnungen des
BAMF bei unbegleiteten Minderjährigen unter 16 Jahren lag im ersten
Halbjahr 2021 bei 87,0 Prozent (1. Januar bis 31. August: 88,1 Prozent), bei
unbegleiteten Minderjährigen im Alter von 16 bis unter 18 Jahren bei 61,4 Prozent
(1. Januar bis 31. August: 65,6 Prozent) und bei allen Personen unter 18 Jahren
bei 76,6 Prozent (1. Januar bis 31. August: 77,7 Prozent).
Die weiteren Angaben können der folgenden Tabelle entnommen werden.
Teilmengen sind eingerückt zur beinhaltenden Menge angegeben.
1. Halbjahr 2021
absolut Verhältnis zu Asylerstanträ-gen gesamt
Asylerstanträge gesamt
Asylerstanträge von Minderjährigen unter 18 Jahre insgesamt 31.975 54,3 %
Asylerstanträge von Minderjährigen unter 16 Jahre 29.648 50,3 %
unbegleitete Minderjährige unter 16 Jahre 467 0,8 %
Anträge gemäß § 14a Absatz 2 AsylG 3.284 5,6 %
Asylerstanträge von Minderjährigen von 16 bis unter 18 Jahre 2.327 3,9 %
unbegleitete Minderjährige (16 bis unter 18 Jahre) 958 1,6 %
Anträge gemäß § 14a Absatz 2 AsylG 18 0,0 %
bis 31.8.2021
absolut Verhältnis zu Asyl-erstanträgen gesamt
Asylerstanträge gesamt 85.230
Asylerstanträge von Minderjährigen unter 18 Jahre insgesamt 45.527 53,4 %
Asylerstanträge von Minderjährigen unter 16 Jahre 42.252 49,6 %
unbegleitete Minderjährige unter 16 Jahre 529 0,6 %
Anträge gemäß § 14a Absatz 2 AsylG 4.380 5,1 %
Asylerstanträge von Minderjährigen von 16 bis unter 18 Jahre 3.275 3,8 %
unbegleitete Minderjährige (16 bis unter 18 Jahre) 1.290 1,5 %
Anträge gemäß § 14a Absatz 2 AsylG 28 0,0 %
17. Wie viele der Asylsuchenden im bisherigen Jahr 2021 waren sogenannte
„Nachgeborene“, d. h. hier geborene Kinder von Asylsuchenden oder
Flüchtlingen (bitte in absoluten und relativen Zahlen angeben und nach
den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
17.493 Asylsuchende im bisherigen Jahr 2021 (Januar bis August 2021) waren
so genannte „Nachgeborene“, d. h. in Deutschland geborene Kinder (und zum
Zeitpunkt der Asylantragstellung unter einem Jahr alt), davon 2.971 Kinder von
Asylsuchenden und 5.863 von anerkannten Flüchtlingen (Artikel 16a GG und
§ 3 Absatz 1 AsylG).
Die weiteren Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
bis 31.8.2021 Absolut Verhältnis zuAsylerstanträgen gesamt
Gesamt 17.493 20,5 %
darunter:
Syrien 7.848 21,7 %
Afghanistan 1.226 9,8 %
Irak 1.728 24,4 %
Türkei 400 10,9 %
Ungeklärt 654 21,0 %
Somalia 721 30,4 %
Eritrea 1.051 51,8 %
Georgien 91 4,8 %
Nigeria 1.015 57,3 %
Iran 366 25,3 %
18. Welche Asylentscheidungen ergingen bei unbegleiteten Minderjährigen
im bisherigen Jahr 2021 (bitte nach verschiedenen Schutzstatus und
wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
1.1. bis 31.8.2021
Entscheidungen über Erstanträge
Gesamt
Anerkennung als
Asylberechtigt
(Artikel 16a GG
u. Fam.Asyl)
Anerkennung als
Flüchtling
gemäß § 3 I AsylG
Subsidiärer
Schutz gemäß
§ 4 I AsylG
Abschiebungsverbot
gemäß § 60
V/VII
AufenthG
Herkunftsländer gesamt 831 4 53 331 167
darunter:
Afghanistan 276 - 28 27 107
Syrien 302 2 6 283 -
Somalia 36 - 9 7 10
Guinea 32 - 2 1 7
Irak 50 - - - 15
Marokko 6 - - - -
Pakistan 6 - - 1 4
Türkei 6 - - 1 -
Iran 12 1 3 2 -
Ungeklärt 9 - 1 3 2
Eritrea 9 1 1 1 4
Algerien 12 - - - -
Gambia 10 - - - 2
Äthiopien 3 - 1 - 1
Côte d'Ivoire 3 - 1 - 1
19. Wie viele unbegleitete Minderjährige wurden im bisherigen Jahr 2021 an
welchen Grenzen durch die Bundespolizei aufgegriffen, wie viele von
ihnen wurden an die Jugendämter übergeben, wie viele von ihnen
wurden zurückgewiesen oder zurückgeschoben (bitte nach den fünf
wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben für das erste Halbjahr 2021 können den nachfolgenden Tabellen
entnommen werden:
Verbleib Zurückschiebung Zurückweisung Übergabe ans Jugendamt Gesamt
Grenzart Grenze zu Anzahl Personen
Landgrenze
Belgien 1 - 51 54
Dänemark - - 13 17
Frankreich 35 2 66 130
Luxemburg - - 15 18
Niederlande 14 1 22 45
Polen - - 28 37
Schweiz 4 2 51 66
Tschechien 12 8 132 191
nicht
zuzuordnen - - 43 45
Österreich 3 201 203 452
Luftgrenze - - 10 23
Gesamt 69 214 634 1.078
Verbleib Zurückschiebung Zurückweisung Übergabe ans Jugend-amt Gesamt
Staatsangehörigkeit (Top 10) Anzahl Personen
afghanisch 13 145 375 609
algerisch 19 8 54 95
marokkanisch 19 4 62 94
syrisch 1 39 34 85
libysch - 5 15 25
tunesisch 5 - 17 25
guineisch 3 1 11 18
irakisch 1 2 6 15
somalisch - - 9 15
pakistanisch - 2 6 12
Gesamt 69 214 634 1.078
Differenzen in den Tabellen zwischen der Zahl der festgestellten unbegleiteten
Minderjährigen und den aufgeführten Maßnahmen erklären sich aus sonstigen
Maßnahmen der Grenzbehörden, etwa der Übergabe an inländische Behörden
(z. B. Polizeien der Länder, Ausländerbehörden).
20. Wie viele Asylanträge wurden im ersten Halbjahr 2021 als
„offensichtlich unbegründet“ abgelehnt (bitte differenziert nach den 15 wichtigsten
Herkunftsländern angeben und zudem jeweils in Relation zur
Gesamtzahl der Ablehnungen setzen)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
1. Halbjahr 2021 Ablehnung insgesamt darunter: als offensichtlich un-begründet abgelehnt
Anteil an Ablehnungen
gesamt
insgesamt 17.034 4.770 28,0 %
darunter:
Syrien 23 1 4,3 %
Afghanistan 1.259 32 2,5 %
Irak 2.051 188 9,2 %
Ungeklärt 284 127 44,7 %
Türkei 1.769 247 14,0 %
Somalia 265 17 6,4 %
Eritrea 91 8 8,8 %
Nigeria 1.643 203 12,4 %
Georgien 838 602 71,8 %
Iran 1.116 49 4,4 %
Algerien 282 144 51,1 %
Russische Föderation 752 122 16,2 %
Vietnam 464 451 97,2 %
Pakistan 370 51 13,8 %
Marokko 281 154 54,8 %
21. Wie viele sogenannte Flughafenverfahren wurden im bisherigen Jahr
2021 an welchen Flughafenstandorten mit welchem Ergebnis
durchgeführt (bitte auch den Anteil der Minderjährigen, der unbegleiteten
Minderjährigen und den zehn wichtigsten Herkunftsländern angeben)?
In wie vielen Fällen wurden Rechtsmittel gegen eine Ablehnung als
offensichtlich unbegründet eingelegt, und was waren die Ergebnisse der
gerichtlichen Überprüfung (bitte nach wichtigsten Herkunftsländern
aufschlüsseln)?
Im Berichtszeitraum gab es keine Flughafenverfahren für unbegleitete
Minderjährige.
Die weiteren Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen
werden:
bis 31.8.2021 Entscheidungen innerhalb von2 Tagen nach Antragstellung
Herkunftsland Aktenanlage
darunter:
Personen unter
18 Jahren
Mitteilung
§ 18a VI offens. unbegründet eingestellt
Insgesamt 97 12 48 44 -
darunter:
Iran 16 1 4 8 -
Türkei 10 3 3 7 -
Russische Föderation 9 4 2 7 -
Afghanistan 8 - 6 2 -
Kongo,
Demokratische Republik 7 - 3 3 -
Syrien 7 - 7 - -
Bangladesch 5 - - 5 -
Armenien 4 - 4 - -
Irak 3 - 2 2 -
Jemen 3 - 3 - -
bis 31.8.2021 Entscheidungen innerhalb von 2 Tagen nach Antragstellung
Flughafen Aktenanlage
darunter:
Personen unter
18 Jahren
Mitteilung
§ 18a VI
offens.
unbegründet eingestellt
Insgesamt 97 12 48 44 -
darunter:
Flughafen Berlin 20 9 7 13 -
Flughafen Frankfurt 69 3 35 29 -
Flughafen München 8 - 6 2 -
bis 31.8.2021 Rechtsmittel Verwaltungsgericht
Herkunftsland eingelegt stattgegeben abgelehnt
Insgesamt 34 4 29
darunter:
Iran 9 - 5
Türkei 7 2 5
Russische Föderation - - -
Afghanistan 2 2 -
Kongo, Demokratische Republik 2 - 2
Syrien - - -
Bangladesch 5 - 5
Armenien - - -
Irak 1 - 1
Jemen - - -
22. Wie lauten nach Kenntnis der Bundesregierung die statistischen Daten zu
Rechtsmitteln und Gerichtsentscheidungen im Bereich Asyl für das
bisherige Jahr 2021 (soweit vorliegend; bitte jeweils wie in der Antwort zu
Frage 16 auf Bundestagsdrucksache 19/18498 differenziert darstellen:
Asylverfahren, Widerrufsverfahren, Eilanträge in Dublin-Verfahren,
Verfahrensdauern, auch zu Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes bzw.
nach § 80 Absatz 5 der Verwaltungsgerichtsordnung; neben der
Differenzierung nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern bitte in jedem Fall
auch Angaben zu den sicheren Herkunftsstaaten sowie zu Marokko,
Tunesien, Algerien, Georgien, Armenien und Türkei machen – aus Gründen
der Übersichtlichkeit und wegen geringer Fallzahlen in den weiteren
Instanzen sind Angaben zur ersten Instanz ausreichend)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
Erst- und Folgeanträge
bis 30.6.2021
(Stand:
15.8.2021)
Eingelegte
Klagen
Gerichtsentscheidungen
an
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)
absolut Anteil abso-lut Anteil
Staatsangehörigkeiten
gesamt
33.528 56.786 240 3.122 687 6.127 18.849 33,2 % 27.761 48,9 % 165.367
darunter:
Syrien 8.995 6.417 10 621 4 190 1.687 26,3 % 3.905 60,9 % 21.127
Afghanistan 3.324 9.237 8 455 226 3.337 1.345 14,6 % 3.866 41,9 % 20.802
Irak 3.178 6.277 8 256 118 714 2.321 37,0 % 2.860 45,6 % 18.673
Nigeria 2.389 4.867 7 26 10 307 2.064 42,4 % 2.453 50,4 % 11.933
Türkei 2.097 2.685 98 247 9 38 1.258 46,9 % 1.035 38,5 % 10.639
Iran 1.577 3.675 35 786 21 62 1.449 39,4 % 1.322 36,0 % 14.125
Russische
Föderation 1.211 2.947 31 42 34 64 1.252 42,5 % 1.524 51,7 % 10.654
Georgien 840 1.159 1 3 1 27 528 45,6 % 599 51,7 % 2.579
Pakistan 772 1.907 4 216 5 75 846 44,4 % 761 39,9 % 4.793
Somalia 586 1.663 - 36 50 182 329 19,8 % 1.066 64,1 % 3.794
Ungeklärt 568 980 2 96 19 82 210 21,4 % 571 58,3 % 3.468
Guinea 534 1.236 1 29 7 52 564 45,6 % 583 47,2 % 3.036
Moldau 417 374 - - 2 - 108 28,9 % 264 70,6 % 862
Gambia 343 1.119 - 7 3 60 506 45,2 % 543 48,5 % 1.425
Aserbaidschan 342 957 4 16 3 16 468 48,9 % 450 47,0 % 2.700
Algerien 334 414 - 7 5 5 124 30,0 % 273 65,9 % 740
Armenien 289 942 - - 4 22 452 48,0 % 464 49,3 % 2.047
Marokko 278 289 - 4 3 3 67 23,2 % 212 73,4 % 834
Tunesien 204 150 - 1 - 5 40 26,7 % 104 69,3 % 516
Serbien 245 202 - - - 1 40 19,8 % 161 79,7 % 891
Ghana 188 301 - 3 - 13 93 30,9 % 192 63,8 % 705
Albanien 160 309 - - - 13 73 23,6 % 223 72,2 % 970
Nordmazedonien 148 241 - - - 4 55 22,8 % 182 75,5 % 534
Kosovo 126 142 - - 1 8 31 21,8 % 102 71,8 % 567
Bosnien und
Herzegowina 93 73 - - - 5 17 23,3 % 51 69,9 % 262
Senegal 64 114 - 3 - 6 37 32,5 % 68 59,6 % 305
Montenegro 28 57 - - - - 16 28,1 % 41 71,9 % 100
Widerrufsverfahren
bis 30.6.2021
(Stand: 15.8.2021)
Eingelegte
Klagen
Gerichtsentscheidungen
anhängige
Rechtsmittel
Gesamt
Widerruf Artikel 16a
GG/
Flüchtlingseigenschaft/subs. Schutz
kein Widerruf
sonst.
Verfahrenserledigungen
(z. B.
Rücknahmen)
absolut Anteil
absolut Anteil
absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten
gesamt
1.612 923 303 32,8 % 85 9,2 % 535 58,0 % 4.909
darunter:
Afghanistan 514 315 55 17,5 % 53 16,8 % 207 65,7 % 1.111
Irak 239 139 57 41,0 % 11 7,9 % 71 51,1 % 1.040
Syrien 176 116 47 40,5 % 14 12,1 % 55 47,4 % 595
Ungeklärt 69 41 20 48,8 % 1 2,4 % 20 48,8 % 202
Nigeria 58 22 12 54,5 % 1 4,5 % 9 40,9 % 129
Russische
Föderation 56 37 8 21,6 % 0 0,0 % 29 78,4 % 246
Armenien 55 21 10 47,6 % 0 0,0 % 11 52,4 % 135
Türkei 47 18 7 38,9 % 1 5,6 % 10 55,6 % 180
Iran 43 20 2 10,0 % 1 5,0 % 17 85,0 % 126
Eritrea 41 21 10 47,6 % 0 0,0 % 11 52,4 % 125
Somalia 38 17 7 41,2 % 2 11,8 % 8 47,1 % 106
Kosovo 36 17 8 47,1 % 0 0,0 % 9 52,9 % 62
Äthiopien 28 6 1 16,7 % 0 0,0 % 5 83,3 % 85
Jordanien 22 13 4 30,8 % 0 0,0 % 9 69,2 % 50
Indien 21 0 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 48
Algerien 4 0 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 17
Georgien 3 4 3 75,0 % 1 25,0 % 0 0,0 % 9
Marokko 2 2 1 50,0 % 0 0,0 % 1 50,0 % 17
Tunesien 0 0 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 6
Albanien 14 6 1 16,7 % 0 0,0 % 5 83,3 % 25
Serbien 9 22 4 18,2 % 0 0,0 % 18 81,8 % 50
Nordmazedonien 7 13 6 46,2 % 0 0,0 % 7 53,8 % 12
Bosnien und
Herzegowina 2 3 0 0,0 % 0 0,0 % 3 100,0 % 13
Montenegro 2 0 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 9
Ghana 2 2 1 50,0 % 0 0,0 % 1 50,0 % 8
Senegal 2 0 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 2
Durchschnittliche Dauer gerichtlicher Verfahren in Monaten (Klagen)
Verfahrensdauer Erst- und Folgeanträge: Verfahrensdauer Widerrufe:
1.1 bis 30.6.2021 26,2 12,6
Gerichtsentscheidungen zu Eilanträgen im Dublin-Verfahren
1.1.2021 bis 30.6.2021
(Stand: 15.8.2021) abgelehnt stattgegeben
Gesamtentscheidungen
Staatsangehörigkeiten gesamt 2.685 905 3.590
darunter:
Afghanistan 488 132 620
Irak 338 142 480
Syrien 326 81 407
Nigeria 204 128 332
Russische Föderation 158 67 225
Iran 97 49 146
Türkei 77 26 103
Algerien 92 4 96
Gambia 52 26 78
Pakistan 55 17 72
Guinea 46 19 65
Georgien 62 1 63
Tunesien 52 10 62
Ungeklärt 54 6 60
Somalia 42 16 58
Marokko 27 4 31
Armenien 26 - 26
Ghana 25 5 30
Kosovo 21 1 22
Serbien 17 1 18
Senegal 7 - 7
Albanien 4 1 5
Bosnien und
Herzegowina 5 - 5
Nordmazedonien 4 - 4
Montenegro - - -
Verfahrensdauer Eilanträge im Dublin-Verfahren (in Tagen):
1.1.2021 bis 30.6.2021
(Stand: 15.8.2021)
Antrag nach § 80 Absatz 5
VwGO
Antrag nach § 80 Absatz 7
VwGO
Antrag nach § 123
VwGO
Staatsangehörigkeiten
gesamt 52,5 40,6 44,1
darunter:
Afghanistan 38,6 15,0 23,8
Irak 41,9 32,6 32,8
Syrien 34,3 68,8 10,7
Nigeria 76,1 53,4 63,1
Russische Föderation 75,0 45,7 82,7
Iran 74,5 26,4 56,2
Türkei 45,8 27,1 24,0
Algerien 34,2 10,7 7,5
Gambia 63,2 45,6 18,0
Pakistan 30,4 37,8 37,7
Guinea 35,7 63,6 14,6
Georgien 34,0 7,0 -
1.1.2021 bis 30.6.2021
(Stand: 15.8.2021)
Antrag nach § 80 Absatz 5
VwGO
Antrag nach § 80 Absatz 7
VwGO
Antrag nach § 123
VwGO
Tunesien 60,4 - -
Ungeklärt 50,6 24,2 70,7
Somalia 44,6 77,8 85,6
Marokko 86,1 72,0 -
Armenien 20,6 9,5 -
Ghana 46,3 30,5 9,0
Kosovo 64,6 8,0 -
Serbien 19,2 106,0 -
Senegal 34,9 - -
Albanien 59,0 - -
Bosnien und Herzegowina 14,3 - 15,0
Nordmazedonien 16,0 - -
Montenegro - - -
Gerichtsentscheidungen zu Eilanträgen (einstweiliger Rechtsschutz) Gesamt
1.1.2021 bis 30.6.2021
(Stand: 15.8.2021) abgelehnt stattgegeben
Gesamtentscheidungen
Staatsangehörigkeiten gesamt 8.883 2.584 11.467
darunter:
Afghanistan 948 454 1.402
Nigeria 752 294 1.046
Irak 700 314 1.014
Syrien 774 176 950
Russische Föderation 526 148 674
Georgien 549 35 584
Türkei 430 114 544
Iran 289 138 427
Moldau 264 13 277
Armenien 246 20 266
Pakistan 197 55 252
Somalia 170 81 251
Guinea 171 53 224
Gambia 172 45 217
Ungeklärt 160 47 207
Algerien 173 17 190
Marokko 119 18 137
Tunesien 107 13 120
Serbien 188 10 198
Albanien 169 15 184
Ghana 125 35 160
Nordmazedonien 128 12 140
Kosovo 94 7 101
Bosnien und Herzegowina 51 8 59
Senegal 37 6 43
Montenegro 29 1 30
Verfahrensdauer Eilanträge (einstweiliger Rechtsschutz) Gesamt (in Tagen)
1.1.2021 bis 30.6.2021
(Stand: 15.8.2021)
Antrag nach
§ 80 Absatz 5
VwGO
Antrag nach
§ 80 Absatz 7
VwGO
Antrag nach
§ 123
VwGO
Staatsangehörigkeiten gesamt 54,4 45,2 44,9
darunter:
Afghanistan 40,4 40,7 45,3
Nigeria 91,2 89,2 53,1
Irak 53,6 23,8 56,8
Syrien 41,4 63,6 27,0
Russische Föderation 92,2 40,3 59,9
Georgien 35,9 24,6 28,1
Türkei 42,2 34,7 26,7
Iran 55,3 31,0 40,6
Moldau 32,8 73,1 37,3
Armenien 27,2 22,0 18,4
Pakistan 29,6 39,4 22,5
Somalia 80,3 115,8 56,5
Guinea 30,7 36,8 26,9
Gambia 67,1 93,2 47,7
Ungeklärt 50,5 29,7 40,4
Algerien 57,9 73,2 16,3
Marokko 45,8 29,0 379,0
Tunesien 54,3 2,0 30,1
Serbien 20,9 26,7 33,3
Albanien 114,0 50,5 83,3
Ghana 39,7 37,3 7,8
Nordmazedonien 29,2 31,3 35,1
Kosovo 46,1 12,8 15,3
Bosnien und Herzegowina 32,1 15,0 34,7
Senegal 39,5 10,5 0,0
Montenegro 14,1 15,0 16,8
a) Wie viele Rechtsmittel sind derzeit nach Kenntnis der
Bundesregierung anhängig in Verfahren, in denen subsidiär Schutzberechtigte oder
Personen mit nationalem Abschiebungsschutz (bitte differenzieren)
auf einen Flüchtlingsstatus klagen (bitte auch nach den zehn
wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), und wie viele dieser Verfahren
wurden im bisherigen Jahr 2021 mit welchem Ergebnis entschieden
(bitte nach Bundesländern und den zehn wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren; Angaben zur ersten Instanz sind ausreichend)?
Die folgenden Klagen gegen vom BAMF auf subsidiären Schutz entschiedene
Asylanträge waren zum Stichtag 30. Juni 2021 anhängig:
anhängige Klagen gegen subsidiären Schutz zum 30. Juni 2021
nach Staatsangehörigkeit Klagen
Gesamt 12.763
darunter:
Syrien 10.624
Irak 561
Eritrea 361
Ungeklärt 343
Jemen 228
Staatenlos 123
anhängige Klagen gegen subsidiären Schutz zum 30. Juni 2021
nach Staatsangehörigkeit Klagen
Afghanistan 143
Somalia 76
Iran 57
Sudan 33
anhängige Klagen gegen subsidiären Schutz zum 30. Juni 2021
nach Ländern Klagen
Gesamt 12.763
Baden-Württemberg 1.465
Bayern 1.352
Berlin 1.030
Brandenburg 954
Bremen 143
Hamburg 171
Hessen 1.934
Mecklenburg-Vorpommern 166
Niedersachsen 1.298
Nordrhein-Westfalen 2.863
Rheinland-Pfalz 154
Saarland 57
Sachsen 376
Sachsen-Anhalt 308
Schleswig-Holstein 180
Thüringen 312
Die folgenden Klagen gegen die Feststellung eines Abschiebungsverbotes
waren zum Stichtag 30. Juni 2021 anhängig:
anhängige Klagen gegen Feststellung eines Abschiebungsverbotes zum
30. Juni 2021
nach Staatsangehörigkeit Klagen
Gesamt 2.830
darunter:
Afghanistan 1.217
Irak 487
Syrien 212
Eritrea 201
Somalia 142
Äthiopien 76
Nigeria 63
Ungeklärt 51
Türkei 31
Russische Föderation 31
anhängige Klagen gegen Feststellung eines Abschiebungsverbotes zum
30. Juni 2021
nach Ländern Klagen
Gesamt 2.830
Baden-Württemberg 219
Bayern 257
Berlin 199
Brandenburg 175
Bremen 49
Hamburg 44
Hessen 495
Mecklenburg-Vorpommern 38
Niedersachsen 438
Nordrhein-Westfalen 712
Rheinland-Pfalz 39
Saarland 1
Sachsen 54
Sachsen-Anhalt 27
Schleswig-Holstein 47
Thüringen 36
Die folgenden Klagen gegen vom BAMF auf subsidiären Schutz entschiedene
Verfahren wurden wie folgt entschieden:
nach Staatsangehörigkeit SummeEntscheidungen
Anerkennungen gemäß
Artikel 16a GG
Flüchtlingsschutz
gemäß § 3 I AsylG
Keine
Verbesserung
1.1. bis 30.6.2021 3.603 11 674 2.918
darunter:
Syrien 2.867 10 582 2.275
Irak 213 15 198
Eritrea 159 17 142
Ungeklärt 90 1 28 61
Afghanistan 74 10 64
Staatenlos 37 9 28
Jemen 34 5 29
Somalia 34 1 33
Sudan 19 2 17
Libyen 13 13
nach Ländern SummeEntscheidungen
Anerkennungen gemäß
Artikel 16a GG
Flüchtlingsschutz
gemäß § 3 I AsylG
Keine
Verbesserung
bis 30.6.2021 3.603 11 674 2.918
Baden-Württemberg 497 2 91 404
Bayern 277 8 269
Berlin 204 1 62 141
Brandenburg 266 1 124 141
Bremen 44 13 31
Hamburg 73 8 65
Hessen 654 56 598
Mecklenburg-
Vorpommern 22 2 20
Niedersachsen 395 44 351
Nordrhein-Westfalen 662 6 151 505
Rheinland-Pfalz 89 7 82
nach Ländern Summe Ent-scheidungen
Anerkennungen gemäß
Artikel 16a GG
Flüchtlingsschutz
gemäß § 3 I AsylG
Keine
Verbesserung
Saarland 45 3 42
Sachsen 69 1 5 63
Sachsen-Anhalt 123 70 53
Schleswig-Holstein 130 17 113
Thüringen 53 2 13 40
nach Staatsangehörigkeit SummeEntscheidungen
Anerkennungen gemäß
Artikel 16a GG
Flüchtlingsschutz gemäß
§ 3 I AsylG
subsidiärer
Schutz
gemäß § 4 I
AsylG
Keine
Verbesserung
bis 30.6.2021 1.157 6 112 71 968
darunter:
Afghanistan 575 3 54 28 490
Irak 185 1 25 1 158
Eritrea 75 5 29 41
Somalia 58 4 3 51
Syrien 44 6 39
Nigeria 43 1 1 41
Äthiopien 17 2 15
Ungeklärt 17 7 10
Guinea 14 1 1 12
Iran 13 1 2 10
nach Ländern SummeEntscheidungen
Anerkennungen
gemäß Artikel 16a GG
Flüchtlingsschutz
gemäß § 3 I
AsylG
subsidiärer
Schutz gemäß
§ 4 I AsylG
Keine
Verbesserung
1.1. bis 30.6.2021 1.157 6 112 71 968
Baden-Württemberg 177 1 22 25 129
Bayern 68 3 3 62
Berlin 44 2 2 40
Brandenburg 44 1 5 38
Bremen 31 7 5 19
Hamburg 31 2 29
Hessen 234 20 17 197
Mecklenburg-
Vorpommern 6 6
Niedersachsen 155 1 14 1 139
Nordrhein-Westfalen 238 4 28 12 194
Rheinland-Pfalz 23 23
Saarland 5 3 2
Sachsen 24 3 21
Sachsen-Anhalt 24 1 23
Schleswig-Holstein 37 6 31
Thüringen 16 1 25 15
b) Gegen wie viele der Asylbescheide des BAMF wurden im bisherigen
Jahr 2021 Rechtsmittel eingelegt (bitte in absoluten und relativen
Zahlen angeben und Klagequoten in Bezug auf die Gesamtzahl der
Bescheide und in Bezug auf Ablehnungen gesondert ausweisen; bitte
jeweils nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern und zusätzlich nach
den zu sicher erklärten Herkunftsländern differenzieren, zusätzlich
differenzieren nach der Art der Ablehnung: unbegründet, offensichtlich
unbegründet, unzulässig bzw. Dublin-Bescheid)?
Wie lautete die Klagequote in Bezug auf ablehnende Bescheide des
BAMF für das bisherige Jahr 2021?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Staatsangehörigkeit
Entscheidungen
insgesamt
davon
Entscheidung
„abgelehnt“
davon
Entscheidung
„o. u. abgelehnt“
davon
Entscheidung
„unzulässig“
1.1. bis
30.6.2021
Stand:
15.8.2021
davon
beklagt*
Anteil
davon
beklagt*
Anteil
davon
beklagt
*
Anteil
davon
beklagt*
Anteil
Gesamt 80.142 31.829 39,7 % 12.264 10.797 88,0 % 4.770 2.627 55,1 % 33.376 14.940 44,8 %
darunter:
Syrien 35.941 8.771 24,4 % 22 13 59,1 % 1 1 100,0 % 18.993 5.681 29,9 %
Afghanistan 6.095 3.038 49,8 % 1.227 1.162 94,7 % 32 24 75,0 % 2.416 1.753 72,6 %
Irak 5.436 3.003 55,2 % 1.863 1.645 88,3 % 188 146 77,7 % 1.539 1.184 76,9 %
Türkei 3.370 2.022 60,0 % 1.522 1.442 94,7 % 247 198 80,2 % 453 356 78,6 %
Nigeria 3.004 2.213 73,7 % 1.440 1.265 87,8 % 203 151 74,4 % 968 782 80,8 %
Iran 2.333 1.509 64,7 % 1.067 1.014 95,0 % 49 41 83,7 % 599 440 73,5 %
Ungeklärt 2.216 542 24,5 % 157 125 79,6 % 127 69 54,3 % 730 300 41,1 %
Somalia 1.673 520 31,1 % 248 221 89,1 % 17 11 64,7 % 430 269 62,6 %
Russische
Föderation
1.596 1.127 70,6 % 630 545 86,5 % 122 79 64,8 % 701 539 76,9 %
Eritrea 1.398 243 17,4 % 83 64 77,1 % 8 4 50,0 % 147 102 69,4 %
Georgien 1.362 863 63,4 % 236 185 78,4 % 602 438 72,8 % 375 230 61,3 %
Pakistan 1.048 713 68,0 % 319 286 89,7 % 51 32 62,7 % 562 395 70,3 %
Moldau 1.031 418 40,5 % 81 56 69,1 % 213 71 33,3 % 657 291 44,3 %
Algerien 1.020 304 29,8 % 138 87 63,0 % 144 62 43,1 % 515 153 29,7 %
Guinea 899 482 53,6 % 293 258 88,1 % 71 42 59,2 % 285 180 63,2 %
Albanien 403 145 36,0 % 1 0 0,0 % 196 74 37,8 % 169 72 42,6 %
Bosnien
und
Herzegowina
230 85 37,0 % 1 1 100,0 % 104 47 45,2 % 115 36 31,3 %
Ghana 350 173 49,4 % 1 0 0,0 % 218 115 52,8 % 86 55 64,0 %
Kosovo 268 112 41,8 % 5 2 40,0 % 95 47 49,5 % 134 57 42,5 %
Montenegro 48 19 39,6 % 2 2
100,0
% 22 10 45,5 % 19 6 31,6 %
Nordmazedonien 356 138 38,8 % 1 1
100,0
% 147 75 51,0 % 184 67 36,4 %
Senegal 118 64 54,2 % 2 0 0,0 % 53 38 71,7 % 50 26 52,0 %
Serbien 621 253 40,7 % 10 10 100,0 % 244 105 43,0 % 334 146 43,7 %
c) Wie ist die aktuelle Zahl der anhängigen Gerichtsverfahren im Bereich
Asyl, differenziert nach (Bundes-, Ober-) Verwaltungsgerichten?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Gericht Stand: 30.6.2021 Anzahl anhängigerGerichtsverfahren
Bei Gericht anhängige Verfahren 167.449
Bundesverwaltungsgericht 47
VGH Baden-Württemberg 112
VG Freiburg 3.975
VG Karlsruhe 3.233
VG Sigmaringen 4.183
VG Stuttgart 5.307
Bayerischer Verwaltungsgerichtshof 229
VG Ansbach 4.317
VG Augsburg 1.092
VG Bayreuth 1.714
VG München 10.586
VG Regensburg 2.947
VG Würzburg 1.091
Bayerischer VGH bis Außenstelle Ansbach 469
OVG Berlin-Brandenburg 126
VG Berlin 12.647
VG Cottbus 2.739
VG Frankfurt/Oder 2.744
VG Potsdam 6.573
OVG der Freien Hansestadt Bremen 2
VG Bremen 1.505
Hamburgisches Oberverwaltungsgericht 8
VG Hamburg 3.957
Hessischer Verwaltungsgerichtshof 115
VG Darmstadt 4.854
VG Frankfurt/Main 2.726
VG Kassel 2.872
VG Wiesbaden 3.057
VG Gießen 5.351
Niedersächsisches Oberverwaltungsgericht 219
VG Braunschweig 2.862
VG Hannover 6.515
VG Oldenburg 3.357
VG Osnabrück 2.067
VG Stade 2.260
VG Lüneburg 1.947
VG Göttingen 1.335
OVG für das Land Nordrhein-Westfalen 418
VG Aachen 3.139
VG Arnsberg 6.214
VG Düsseldorf 5.600
VG Gelsenkirchen 4.929
VG Köln 7.011
VG Minden 3.208
VG Münster 3.546
OVG Rheinland-Pfalz 46
VG Trier 2.060
Gericht Stand: 30.6.2021 Anzahl anhängigerGerichtsverfahren
OVG des Saarlandes 14
VG des Saarlandes 425
Schleswig-Holsteinisches OVG 68
VG Schleswig-Holstein 5.106
OVG Sachsen-Anhalt 11
VG Magdeburg 1.415
VG Halle 933
Thüringer Oberverwaltungsgericht 1
VG Gera 186
VG Meiningen 1.605
VG Weimar 1.296
Sächsisches Oberverwaltungsgericht 126
VG Chemnitz 3.803
VG Dresden 2.641
VG Leipzig 1.651
OVG Mecklenburg-Vorpommern 99
VG Greifswald 1.513
VG Schwerin 1.245
d) In wie vielen Fällen erhielten zunächst abgelehnte Asylsuchende im
bisherigen Jahr 2021 doch noch einen Schutzstatus, und in wie vielen
Fällen basierte dies auf einer Gerichtsentscheidung, auf einer
Abhilfeentscheidung, bzw. geschah dies infolge eines Folgeantrags oder aus
sonstigem Grunde (bitte differenzieren und zudem nach den 15
wichtigsten Staatsangehörigkeiten auflisten)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
Zeitraum: 1.1. bis 30.6.2021
Staatsangehörigkeit davon aufgrund einer Ge-richtsentscheidung Abhilfeentscheidungen
Gesamt 12.183 10.356 1.827
davon
Syrien 702 581 121
Afghanistan 4.995 4.112 883
Irak 1.176 1.082 94
Türkei 463 363 100
Nigeria 431 380 51
Zeitraum: 1.1. bis 30.6.2021
Staatsangehörigkeit davon aufgrund einer Ge-richtsentscheidung Abhilfeentscheidungen
Iran 1.141 961 180
Ungeklärt 221 168 53
Somalia 278 245 33
Russische Föderation 244 218 26
Eritrea 190 172 18
Georgien 30 26 4
Pakistan 375 333 42
Moldau 0 0 0
Algerien 10 10 0
Guinea 80 68 12
Positive Entscheidungen infolge von Folgeanträgen
Zeitraum: 1.1. bis 30.6.2021
Staatsangehörigkeit Summe
Gesamt 1.323
davon:
Syrien 264
Afghanistan 365
Irak 101
Türkei 54
Nigeria 46
Iran 93
Ungeklärt 14
Somalia 61
Russische Föderation 40
Eritrea 52
Georgien 1
Pakistan 17
Moldau 0
Algerien 4
Guinea 13
Positive Entscheidungen infolge von sonstigen Gründen
Zeitraum: 1.1. bis 30.6.2021
HKL Summe
Gesamt 379
davon:
Syrien 4
Afghanistan 191
Irak 25
Türkei 4
Nigeria 23
Iran 8
Ungeklärt 0
Somalia 1
Russische Föderation 2
Eritrea 1
Georgien 3
Pakistan 7
Zeitraum: 1.1. bis 30.6.2021
HKL Summe
Pakistan 7
Moldau 0
Algerien 1
Guinea 4
e) Wie viele gerichtliche Entscheidungen im Eilverfahren gab es im
bisherigen Jahr 2021 zu Asylsuchenden, denen bereits in einem anderen
Mitgliedstaat Schutz gewährt worden war, und mit welchem Ergebnis
(bitte nach den zehn wichtigsten Herkunftsstaaten auflisten)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Entscheidungen in Eilverfahren –
Schutzgewährung in einem anderen MS nach § 29 Absatz I Nummer 2 AsylG
Zeitraum: 1.1. bis 30.6.2021 (Stand: 15.8.2021)
Staatsangehörigkeit abgelehnt stattgegeben Gesamt
Gesamt 453 96 549
darunter:
Syrien 244 42 286
Somalia 44 16 60
Irak 40 10 50
Nigeria 37 3 40
Afghanistan 23 7 30
Ungeklärt 13 3 16
Iran 10 2 12
Eritrea 7 2 9
Russische Föderation 8 1 9
Libyen 2 5 7
f) Wie lauten die differenzierteren Angaben des BAMF zu der Kategorie
„sonstige Erledigungen“ bei Gerichtsentscheidungen für das bisherige
Jahr 2021?
Die Angaben zu den sonstigen Erledigungen für den Zeitraum 1. Januar bis
30. Juni 2021 können der folgenden Tabelle entnommen werden:
Sonstige Verfahrenserledigungen 1.1. bis 30.6.2021
Keine Schutzgewährung festgestellt 21.530
Schutzgewährung offen 4.637
Schutzgewährung 1.802
Summe 27.969
g) Wie lauten die 15 Organisationseinheiten des BAMF mit den höchsten
Aufhebungsquoten ihrer Bescheide durch die Gerichte im bisherigen
Jahr 2021 (bitte mit absoluten und relativen Zahlen auflisten und zum
Vergleich die durchschnittliche Aufhebungsquote aller
Organisationseinheiten nennen; nur Organisationseinheiten mit mehr als 50
Entscheidungen berücksichtigen)?
Wie lauten diese Auflistungen, wenn jeweils nur die Herkunftsländer
Afghanistan, Irak, Iran, Nigeria, Türkei, Eritrea und Somalia
berücksichtigt werden (bitte nach Herkunftsländern getrennt und jeweils wie
oben erbeten auflisten)?
Angaben zu den 15 Organisationseinheiten des BAMF mit den höchsten
Aufhebungsquoten ihrer Bescheide durch die Gerichte können den nachfolgenden
Tabellen entnommen werden:
Organisationseinheiten* Gesamt Quote
10.177 20,1 %
darunter:
AS Oldenburg 247 43,9 %
AZ Gießen - Offenbach 483 37,2 %
Entscheidungszentrum Südwest Mannheim 237 37,0 %
AS Freiburg 127 36,4 %
AS Mühlhausen/Th. 56 32,6 %
Entscheidungszentrum Ost Berlin 998 31,7 %
AS Büdingen 149 29,9 %
AS Hamburg im AZ, LAS 312 29,3 %
Organisationseinheiten* Gesamt Quote
AS Bremen im AZ, LAS 91 26,5 %
AS Bielefeld im AZ 404 25,7 %
Entscheidungszentrum West Bonn 383 25,7 %
AS Halberstadt im AZ, LAS 214 25,6 %
AS Suhl im AZ 206 25,6 %
AS Leipzig im AZ 131 25,0 %
AS Lebach in AnkER, LAS 76 24,5 %
* Anmerkung: Berücksichtigt wurden nur Organisationseinheiten mit mehr als 50 Entscheidungen.
HKL Afghanistan
Organisationseinheiten* Gesamt Quote
4.024 47,5 %
darunter:
AS Heidelberg im AZ 134 75,3 %
AS Bremen im AZ, LAS 52 71,2 %
AS Oldenburg 222 66,5 %
AS Zirndorf in AnkER 95 66,4 %
AS Suhl im AZ 124 64,9 %
AS Neumünster, LAS 217 64,2 %
AS Karlsruhe, LAS 44 62,9 %
AS Hamburg im AZ, LAS 171 58,2 %
AS Mühlhausen/Th. 37 56,9 %
AS Halberstadt im AZ, LAS 51 54,8 %
AZ Münster 40 54,8 %
AZ Gießen - Offenbach 321 54,7 %
Entscheidungszentrum Ost Berlin 530 53,9 %
AS Büdingen 93 53,8 %
AS Bielefeld im AZ 86 53,8 %
* Anmerkung: Berücksichtigt wurden nur Organisationseinheiten mit mehr als 50 Entscheidungen.
HKL Irak
Organisationseinheiten* Gesamt Quote
1.095 19,9 %
darunter:
AS Heidelberg im AZ 135 40,4 %
AS Karlsruhe, LAS 22 37,3 %
AS Leipzig im AZ 18 33,3 %
AS Deggendorf in AnkER 20 31,7 %
AS Bielefeld im AZ 64 31,4 %
AZ Gießen - Offenbach 19 26,4 %
AS Neumünster, LAS 77 26,4 %
31B Nürnberg 118 23,7 %
Entscheidungszentrum Ost Berlin 55 23,6 %
AS Bad Fallingbostel im AZ 24 23,1 %
AS Essen 13 22,4 %
AS Mönchengladbach im AZ 25 22,1 %
AS Regensburg in AnkER 32 21,5 %
AS Chemnitz im AZ, LAS 21 20,0 %
AS Unna im AZ 14 20,0 %
* Anmerkung: Berücksichtigt wurden nur Organisationseinheiten mit mehr als 50 Entscheidungen.
HKL Iran
Organisationseinheiten* Gesamt Quote
904 27,0 %
darunter:
AS Bielefeld im AZ 93 62,4 %
AS Hamburg im AZ, LAS 97 48,0 %
AS Eisenhüttenstadt, LAS 38 40,9 %
AS Trier, LAS 67 39,4 %
AS Halberstadt im AZ, LAS 22 36,1 %
AS Unna im AZ 17 33,3 %
AS Speyer 18 32,7 %
AS Bramsche im AZ 22 31,9 %
AS Heidelberg im AZ 64 31,8 %
AZ Münster 18 31,6 %
Entscheidungszentrum Ost Berlin 122 30,3 %
AZ Gießen - Offenbach 22 30,1 %
AS Zirndorf in AnkER 48 28,2 %
AS Bonn im AZ 30 26,1 %
AS Gießen im AZ, LAS 41 22,4 %
* Anmerkung: Berücksichtigt wurden nur Organisationseinheiten mit mehr als 50 Entscheidungen.
HKL Nigeria
Organisationseinheiten* Gesamt Quote
345 8,3 %
darunter:
31B Nürnberg 25 32,1 %
AS Bielefeld im AZ 10 18,9 %
AS Sigmaringen 12 18,2 %
AS Gießen im AZ, LAS 17 16,8 %
AS Büdingen 8 15,4 %
Entscheidungszentrum Ost Berlin 22 12,2 %
AS Karlsruhe, LAS 22 11,3 %
AS Zirndorf in AnkER 11 10,2 %
AS Deggendorf in AnkER 15 10,1 %
AS Heidelberg im AZ 59 10,0 %
AS Ellwangen 10 9,9 %
Entscheidungszentrum West Bonn 7 9,2 %
AS Schweinfurt in AnkER 7 8,1 %
AS Augsburg in AnkER 6 6,7 %
AS Regensburg in AnkER 4 5,9 %
* Anmerkung: Berücksichtigt wurden nur Organisationseinheiten mit mehr als 50 Entscheidungen.
HKL Türkei
Organisationseinheiten* Gesamt Quote
393 15,5 %
darunter:
AS Bonn im AZ 31 37,3 %
AS Bielefeld im AZ 20 31,7 %
AZ Münster 14 25,9 %
AS Heidelberg im AZ 64 19,8 %
AS Gießen im AZ, LAS 33 17,7 %
AZ Gießen - Offenbach 18 17,5 %
Organisationseinheiten* Gesamt Quote
AS Schweinfurt in AnkER 9 15,0 %
AS Halberstadt im AZ, LAS 9 13,4 %
AS Berlin, LAS 10 10,4 %
AS Trier, LAS 15 9,5 %
AS Neumünster, LAS 9 9,4 %
AS Chemnitz im AZ, LAS 6 7,0 %
AS Karlsruhe, LAS 3 5,4 %
AS Augsburg in AnkER 6 2,2 %
AS Bramsche im AZ 3 6,4 %
* Anmerkung: Berücksichtigt wurden nur Organisationseinheiten mit mehr als 50 Entscheidungen.
HKL Eritrea
Organisationseinheiten* Gesamt Quote
163 24,7 %
darunter:
AS Gießen im AZ, LAS 22 22,4 %
AS Bamberg in AnkER 14 20,9 %
* Anmerkung: Berücksichtigt wurden nur Organisationseinheiten mit mehr als 50 Entscheidungen.
HKL Somalia
Organisationseinheiten* Gesamt Quote
267 19,1 %
darunter:
AS Heidelberg im AZ 20 31,7 %
Entscheidungszentrum Ost Berlin 40 25,0 %
AS Gießen im AZ, LAS 40 23,4 %
AS Schweinfurt in AnkER 17 15,0 %
32E Dublinzentrum Bochum 1 1,3 %
32F Dublinzentrum Bayreuth 0 0,0 %
* Anmerkung: Berücksichtigt wurden nur Organisationseinheiten mit mehr als 50 Entscheidungen.
h) Wie haben die Verwaltungsgerichte nach Kenntnis der
Bundesregierung in den Jahren 2018, 2019, 2020 und im bisherigen Jahr 2021 über
die Klagen iranischer Asylsuchender gegen Bescheide des BAMF
entschieden (bitte nach Asylberechtigung, Flüchtlingsanerkennung,
subsidiärem Schutz, Abschiebungsverbot, Ablehnung und sonstigen
Erledigungen sowie nach Bundesländern aufschlüsseln)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
1.1. bis
31.12.2018
Gerichtsentscheidungen über die Klagen iranischer Asylsuchender
Gesamt
Asylberechtigung
Art. 16a GG
Flüchtlingsschutz
gemäß § 3 I
AsylG
subsidiärer
Schutz
gemäß § 4 I
AsylG
Abschiebungsverbot
§ 60 V/VII
AufenthG
Ablehnungen
(unbegr.
abgelehnt/
offens.
unbegr.
abgelehnt)
sonstige
Erledigungen
Gesamt 5.879 50 1.211 18 76 1.651 2.873
davon:
Baden-
Württemberg 325 - 24 - 2 104 195
Bayern 716 - 111 - 17 287 301
Berlin 279 3 18 - 1 143 114
1.1. bis
31.12.2018
Gerichtsentscheidungen über die Klagen iranischer Asylsuchender
Gesamt
Asylberechtigung
Art. 16a GG
Flüchtlingsschutz
gemäß § 3 I
AsylG
subsidiärer
Schutz
gemäß § 4 I
AsylG
Abschiebungsverbot
§ 60 V/VII
AufenthG
Ablehnungen
(unbegr.
abgelehnt/
offens.
unbegr.
abgelehnt)
sonstige
Erledigungen
Brandenburg 185 - 55 - - 17 113
Bremen 61 1 8 - 5 5 42
Hamburg 249 - 98 1 5 75 70
Hessen 570 5 63 8 8 131 355
Mecklenburg-
Vorpommern 141 - 4 1 1 45 90
Niedersachsen 567 - 198 3 5 85 276
Nordrhein-
Westfalen 1.512 35 271 2 15 439 750
Rheinland-
Pfalz 461 5 225 2 4 80 145
Saarland 15 - - - - - 15
Sachsen 174 - 18 - 7 65 84
Sachsen-
Anhalt 294 - 96 1 1 69 127
Schleswig-
Holstein 275 1 17 - 5 102 150
Thüringen 53 - 5 - - 4 44
unbekannt 2 - - - - - 2
1.1. bis
31.12.2019
Gerichtsentscheidungen über die Klagen iranischer Asylsuchender
Gesamt
Asylberechtigung
Art. 16a GG
Flüchtlingsschutz
gemäß § 3 I
AsylG
subsidiärer
Schutz
gemäß § 4 I
AsylG
Abschiebungsverbot
§ 60 V/VII
AufenthG
Ablehnungen
(unbegr.
abgelehnt/
offens.
unbegr.
abgelehnt)
sonstige
Erledigungen
Gesamt 7.290 36 1.377 36 96 2.522 3.223
davon:
Baden-
Württemberg 671 4 78 1 8 328 252
Bayern 816 6 106 9 10 349 336
Berlin 405 - 29 2 3 231 140
Brandenburg 139 2 59 - 1 15 62
Bremen 67 - 9 1 - 11 46
Hamburg 316 - 86 1 8 98 123
Hessen 758 2 152 6 11 182 405
Mecklenburg-
Vorpommern 95 - 13 - 5 40 37
Niedersachsen 638 4 189 - 5 145 295
Nordrhein-
Westfalen 1.705 11 263 13 23 553 842
Rheinland-
Pfalz 619 6 203 1 8 257 144
Saarland 35 - 1 - 4 1 29
Sachsen 268 - 76 1 3 78 110
Sachsen-
Anhalt 264 - 76 1 7 73 107
Schleswig-
Holstein 335 - 13 - - 133 189
Thüringen 159 1 24 - - 28 106
1.1. bis
31.12.2020
Gerichtsentscheidungen über die Klagen iranischer Asylsuchender
Gesamt
Asylberechtigung
Art. 16a GG
Flüchtlingsschutz
gemäß § 3 I
AsylG
subsidiärer
Schutz
gemäß § 4 I
AsylG
Abschiebungsverbot
§ 60 V/VII
AufenthG
Ablehnungen
(unbegr.
abgelehnt/
offens.
unbegr.
abgelehnt)
sonstige
Erledigungen
Gesamt 7.029 46 1.507 23 109 2.559 2.785
davon:
Baden-
Württemberg 856 4 230 - 13 366 243
Bayern 702 - 103 6 3 298 292
Berlin 199 - 20 - 1 73 105
Brandenburg 188 2 57 - - 35 94
Bremen 77 9 25 1 - 10 32
Hamburg 351 - 134 5 9 81 122
Hessen 685 7 124 1 2 194 357
Mecklenburg-
Vorpommern 87 1 5 - - 49 32
Niedersachsen 750 - 342 1 12 166 229
Nordrhein-
Westfalen 1.567 17 247 6 27 543 727
Rheinland-
Pfalz 384 1 62 - 16 154 151
Saarland 18 1 2 - - 1 14
Sachsen 215 1 71 - 2 101 40
Sachsen-
Anhalt 232 - 42 - 15 68 107
Schleswig-
Holstein 611 2 32 3 3 405 166
Thüringen 106 1 11 - 6 15 73
unbekannt 1 - - - - - 1
1.1. bis
30.6.2021
Gerichtsentscheidungen über die Klagen iranischer Asylsuchender
Gesamt
Asylberechtigung
Art. 16a GG
Flüchtlingsschutz
gemäß § 3 I
AsylG
subsidiärer
Schutz
gemäß § 4 I
AsylG
Abschiebungsverbot
§ 60 V/VII
AufenthG
Ablehnungen
(unbegr.
abgelehnt/
offens.
unbegr.
abgelehnt)
sonstige
Erledigungen
Gesamt 3.675 35 786 21 62 1.449 1.322
davon:
Baden-
Württemberg 453 9 89 2 5 205 143
Bayern 274 1 38 1 9 104 121
Berlin 150 - 17 - - 65 68
Brandenburg 132 1 42 1 - 35 53
Bremen 75 8 36 - 1 8 22
Hamburg 230 - 86 - 9 37 98
Hessen 388 - 63 5 4 184 132
Mecklenburg-
Vorpommern 18 - 1 - - 6 11
Niedersachsen 229 - 67 1 12 80 69
Nordrhein-
Westfalen 1.014 11 219 6 12 402 364
Rheinland-
Pfalz 237 3 78 4 3 117 32
Saarland 9 - 1 - - 1 7
Sachsen 138 - 10 - - 29 99
Sachsen-
Anhalt 66 - 11 1 5 27 22
Schleswig-
Holstein 206 - 16 - 2 141 47
Thüringen 56 2 12 - - 8 34
23. Wie viele Asylanhörungen gab es im ersten Halbjahr 2021 (bitte nach
den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Anhörungen 1. Halbjahr 2021 Anzahl
Herkunftsländer gesamt 30.363
darunter:
Syrien 10.728
Afghanistan 3.860
Irak 2.680
Türkei 1.870
Ungeklärt 965
Somalia 808
Nigeria 791
Eritrea 477
Iran 821
Anhörungen 1. Halbjahr 2021 Anzahl
Algerien 443
Georgien 828
Moldau 277
Guinea 341
Russische Föderation 289
Marokko 336
24. Wie viele Erst- und Folgeanträge (bitte differenzieren) wurden von
Asylsuchenden aus Serbien, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Albanien
und Bosnien-Herzegowina im bisherigen Jahr 2021 gestellt (bitte jeweils
auch den prozentualen Anteil der Roma-Angehörigen nennen), und wie
wurden diese Asylanträge jeweils mit welchem Ergebnis beschieden?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
1.1. bis
31.8.2021 Asylanträge Entscheidungen über Asylanträge
Herkunftsland Gesamt
davon
Erstanträge
davon
Folgeanträge
insgesamt
Anerkennungen
als
Asylberechtigte
(Artikel
16a GG
und Fa-
mil.asyl)
Gewährung von
Flüchtl.-
schutz
gem.
§ 3 I
AsylG
Gewährung von
subsidiärem
Schutz
gem § 4 I
AsylG
Feststellung
eines
Abschiebungsverbotes
gemäß
§ 60
V/VII
AufenthG
Ablehnungen
(unbegr.
abgel./
offens.
unbegr.
abgel.)
sonstige
Verfahrenser
ledigungen
Serbien 876 388 488 821 - 1 - 4 345 471
davon Roma 678 248 430 645 - - - 1 239 405
Kosovo 254 120 134 341 - 2 - 4 120 215
davon Roma 103 47 56 148 - - - 1 49 98
Nordmazedonien 685 295 390 504 - - - 3 195 306
davon Roma 458 168 290 361 - - - 1 115 245
Montenegro 57 34 23 64 - - - - 37 27
davon Roma 26 16 10 36 - - - - 22 14
Albanien 646 432 214 542 - - 3 3 282 254
davon Roma 136 81 55 129 - - - - 58 71
Bosnien und
Herzegowina 407 174 233 380 - - - - 157 223
davon Roma 338 127 211 308 - - - - 115 193
25. Welche aktuellen Informationen gibt es zur Personalsituation,
Personalentwicklung und Personalplanung im BAMF (bitte auch spezifische
Angaben zu den Bereichen Asylprüfung, Widerrufsprüfung, Dublin-
Verfahren, Qualitätssicherung und Prozessvertretung machen; bitte wie
in der Antwort zu Frage 27 auf Bundestagsdrucksache 19/28109
angeben)?
Personal-Einsatz ausgewählter Bereiche in VZÄ
eD/mD gD hD Summe
Asyl (ohne Widerruf)* 1.151,5 835,8 45,2 2.032,5
Widerrufsprüfung* 130,0 262,6 7,5 400,1
Prozess gesamt 147,6 177,6 36,9 362,2
dezentral* 135,9 172,5 19,6 328,1
zentral (61D & 61E)** 11,7 5,1 17,3 34,1
QS gesamt 45,5 114,5 16,3 176,3
dezentral* 37,0 84,8 8,8 130,6
zentral (62A, 62B, 62C)** 8,5 29,7 7,5 45,7
Dublin* 158,8 185,8 10,5 355,1
dezentral (Dublinzentren 32D, 32E, 32F, o.B.)* 66,1 114,0 1,5 181,6
Dublinreferate (32A, 32B, 32C)** 92,7 71,8 9,0 173,5
* gemäß Personal-Ist Abfrage KW 35 (30. August bis 3. September 2021).
** gemäß ZSD Stand vom 1. September 2021.
Derzeit sind:
● 1,0 VZÄ von den 11,7 VZÄ im mD für 61D/61E zur BA abgeordnet,
● 1,0 VZÄ von den 5,1 VZÄ im gD für 61D/61E zur BA abgeordnet,
● 8,6 VZÄ von den 92,7 VZÄ im mD für 32A/32B/32C zur BA abgeordnet,
● 0,8 VZÄ von den 71,8 VZÄ im gD für 32A/32B/32C zur BA abgeordnet.
Vakante Stellen in VZÄ (Stand: 13.8.2020)
mD gD hD
Prozess zentral (61D, 61E) 0,0 1,9 3,6
QS zentral (62A, 62B, 62C) 0,0 5,3 0,0
Dublin (32A-F) 38,2 39,2 0,0
Soll in VZÄ (Stand: 1.8.2021)
mD gD hD
Prozess zentral (61D, 61E) 10,0 7,0 20,9
QS zentral (62A, 62B, 62C) 8,0 35,0 7,5
Dublin (32A-F) 197,0 225,0 9,0
Personalplanung:
Gehobener und mittlerer Dienst:
Asyl und Widerruf:
Aktuell sind 81 VZÄ im mD und 145 VZÄ im gD in Ausschreibung
Prozess:
Aktuell sind 39 VZÄ im gD in Ausschreibung
QS:
Aktuell sind 6 VZÄ im gD in Ausschreibung
Dublin
Aktuell sind 3 VZÄ im mD und 20 VZÄ im gD in Ausschreibung
Die zukünftige Personalplanung für den operativen Bereich hängt maßgeblich
von den künftigen Aufgabenschwerpunkten ab. Eine verbindliche Aussage
kann deshalb zum jetzigen Zeitpunkt nicht getroffen werden.
26. Wie viele Asylverfahren wurden im ersten Halbjahr 2021 eingestellt
(bitte nach Gründen und den 15 wichtigsten Herkunftsstaaten
differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
1. Halbjahr 2021
Einstellung wg.
§ 33
Absatz 1 und 2/
§ 32 a Absatz 2
AsylG
Sonstige
Einstellung Gesamtergebnis
Gesamt 1.146 1.210 2.356
Syrien 66 254 320
Afghanistan 63 48 111
Irak 61 52 113
Ungeklärt 46 22 68
Türkei 52 46 98
Somalia 30 18 48
Eritrea 9 4 13
Nigeria 47 66 113
Georgien 101 38 139
Iran 24 32 56
Algerien 135 62 197
Russische Föderation 29 41 70
Vietnam 19 83 102
Pakistan 16 12 28
Marokko 84 15 99
27. Wie viele Einreise- und Aufenthaltsverbote hat das BAMF im bisherigen
Jahr 2021 gegenüber abgelehnten Asylsuchenden mit welcher
Begründung erlassen (bitte nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren), und in wie vielen Fällen wurde in diesem Zeitraum ein
Schutzstatus an Asylsuchende mit einem Wiedereinreiseverbot erteilt
(bitte nach Status und wichtigsten Herkunftsstaaten differenzieren)?
Angaben zu vom BAMF erlassenen Einreise- und Aufenthaltsverboten können
der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
bis 31.8. 2021
Entscheidungen
zu § 11 Absatz 2
AufenthG
Entscheidungen
zu § 11 Absatz 7
AufenthG
Entscheidungen mit Einreise- und
Aufenthaltsverboten (§ 11 Absatz 2
und/oder § 11 Absatz 7 AufenthG)
Gesamt 33.559 2.264 34.526
darunter:
Syrien 1.713 15 1.728
Afghanistan 3.498 19 3.517
Irak 3.890 20 3.910
Türkei 2.292 21 2.313
bis 31.8. 2021
Entscheidungen
zu § 11 Absatz 2
AufenthG
Entscheidungen
zu § 11 Absatz 7
AufenthG
Entscheidungen mit Einreise- und
Aufenthaltsverboten (§ 11 Absatz 2
und/oder § 11 Absatz 7 AufenthG)
Ungeklärt 575 13 583
Somalia 673 11 684
Eritrea 211 1 212
Georgien 1.577 14 1.591
Nigeria 2.776 32 2.806
Iran 1.676 14 1.689
28. Wie viele Asylgesuche gab es im bisherigen Jahr 2021 an den
bundesdeutschen Grenzen (bitte nach Grenzabschnitten und wichtigsten
Herkunftsstaaten differenzieren; außerdem differenzieren, ob das Asylgesuch
im Kontext einer unerlaubten Einreise gestellt wurde)?
Die Angaben für das erste Halbjahr 2021 können den nachfolgenden Tabellen
entnommen werden:
Grenzart Grenze zu
Asylgesuche
gegenüber BPOL
davon im
Zusammenhang mit
unerlaubter Einreise
Anzahl Personen
Inlandsfeststellung 893 -
Landgrenze Belgien 292 292
Dänemark 84 84
Frankreich 502 502
Luxemburg 104 104
Niederlande 97 97
Polen 310 310
Schweiz 389 389
Tschechien 262 262
nicht zuzuordnen 105 94
Österreich 494 494
Luftgrenze 3.041 3.030
Seegrenze 243 240
Gesamt 6.816 5.898
Staatsangehörigkeit
(Top 10)
Asylgesuche gegenüber
BPOL
Davon im Zusammenhang
mit unerlaubter Einreise
Anzahl Personen
afghanisch 3.048 2.829
syrisch 768 707
irakisch 698 627
algerisch 369 252
marokkanisch 251 167
türkisch 208 194
tunesisch 129 99
iranisch 121 96
somalisch 111 81
libysch 99 75
Gesamt 6.816 5.898
29. In wie vielen Fällen wurde das BAMF bei der Prüfung
zielstaatsbezogener Abschiebungshindernisse nach § 72 Absatz 2 AufenthG im Auftrag
der Ausländerbehörden welcher Bundesländer im bisherigen Jahr 2021
mit welchem Ergebnis beteiligt (bitte auch nach den zehn wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
1.1. bis 31.8.2021 Stellungnahmen gemäß § 72 Absatz 2 AufenthG davon positiv davon negativ
davon sonstige
(Abbruch u. a.)
Gesamt 975 169 474 332
Baden-Württemberg 105 19 44 42
Bayern 82 16 34 32
Berlin 105 22 42 41
Brandenburg 5 2 1 2
Bremen 24 10 14
Hamburg 97 27 34 36
Hessen 53 9 28 16
Mecklenburg-
Vorpommern 10 1 9
Niedersachsen 67 13 35 19
Nordrhein-Westfalen 334 35 197 102
Rheinland-Pfalz 17 3 7 7
Saarland 12 1 6 5
Sachsen 24 9 9 6
Sachsen-Anhalt 14 8 4 2
Schleswig-Holstein 22 4 14 4
Thüringen 3 - - 3
unbekannt 1 - - 1
1.1. bis 31.8.2021
Stellungnahmen
gemäß § 72
Absatz 2 AufenthG
davon positiv davon negativ davon sonstige(Abbruch u. a.)
alle HKL 975 169 474 332
darunter:
Syrien 72 50 3 19
Afghanistan 56 19 8 29
Irak 30 5 14 11
Türkei 60 2 36 22
Ungeklärt 21 3 9 9
Somalia 6 2 3 1
Eritrea 3 0 1 2
Georgien 13 2 6 5
Nigeria 21 8 6 7
Iran 35 5 14 16
30. Welche Angaben für das bisherige Jahr 2021 lassen sich machen zu
überprüften (vor allem: Ausweis-)Dokumenten und zum Anteil ge- oder
verfälschter Dokumente Asylsuchender (bitte zum Vergleich auch die
Anzahl der „beanstandeten“ Dokumente angeben und nach den zehn
wichtigsten Hauptherkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Top 10 der
Herkunftsländer
Geprüfte
Dokumente
Dokumente
ohne
Beanstandung
Nicht
abschließend bewertbare
Dokumente
beanstandete
Dokumente
Anteil der
beanstandeten
Dokumente in %
Syrien 50.222 47.420 1.582 1.220 2,4
Afghanistan 16.419 15.645 481 293 1,8
Irak 13.790 13.065 537 188 1,4
Türkei 4.315 4.126 143 46 1,1
ungeklärt 4.656 4.656 - - -
Somalia 460 299 108 53 11,5
Eritrea 1.065 946 85 34 3,2
Georgien 1.531 1.328 175 28 1,8
Nigeria 516 292 178 46 8,9
Iran 4.193 4.022 116 55 1,3
übrige (ca. 150
weitere HKL) 10.342 8.313 1.713 316 3,1
Gesamt
(1.1.2021 bis
31.8.2021)
107.509 100.112 5.118 2.279 2,1
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
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ISSN 0722-8333]