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Kleine AnfrageWahlperiode 20Beantwortet
Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das erste Halbjahr 2022
(insgesamt 28 Einzelfragen)
Fraktion
DIE LINKE
Ressort
Bundesministerium des Innern und für Heimat
Datum
12.10.2022
Antwortdauer
42 Tage
Aktualisiert
02.01.2023
ThemenMigration & Integration
Offizielle Quellen und Volltext
Die verlinkten PDFs stammen direkt vom Dokumentenserver des Deutschen Bundestages.
BT20/321231.08.2022
Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das erste Halbjahr 2022
Kleine Anfrage
Volltext (unformatiert)
[Kleine Anfrage
der Abgeordneten Clara Bünger, Nicole Gohlke, Anke Domscheit-Berg, Ates
Gürpinar, Dr. André Hahn, Andrej Hunko, Ina Latendorf, Ralph Lenkert, Cornelia
Möhring, Petra Pau, Sören Pellmann, Dr. Petra Sitte, Jessica Tatti, Kathrin Vogler
und der Fraktion DIE LINKE.
Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das erste Halbjahr 2022
Die von der Fraktion DIE LINKE. regelmäßig erfragten Informationen zur
Asylstatistik des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF)
beleuchten ausgewählte Aspekte, die sonst kaum Beachtung finden. So ist wenig
bekannt, dass die Anerkennungsquote bei inhaltlichen Asylentscheidungen
weitaus höher liegt als die offiziellen Zahlen vermuten lassen. Die sogenannte
bereinigte Schutzquote, bei der rein formelle Entscheidungen unberücksichtigt
bleiben, lag im Jahr 2021 bei 63,1 Prozent, gegenüber der vom BAMF und von
der Bundesregierung verwandten unbereinigten Schutzquote in Höhe von
39,9 Prozent (vgl. hierzu und zum Folgenden, soweit nicht anders angegeben,
Bundestagsdrucksache 20/2309).
Hinzu kommen Anerkennungen durch die Gerichte nach einer zunächst
negativen Entscheidung des BAMF; gegen 87,2 Prozent aller („einfach“)
ablehnenden BAMF-Bescheide wurde im Jahr 2021 geklagt. Fast die Hälfte aller
Asylklagen (48,3 Prozent) endete 2021 mit einer „sonstigen Verfahrenserledigung“,
z. B. wenn Verfahren von mehreren Familienangehörigen zusammengelegt
werden, wenn eine Klage nicht weiterverfolgt oder wenn ein Schutzstatus im
Einvernehmen mit dem BAMF in Abänderung des Ursprungsbescheides erteilt
wird. „Sonstige Verfahrenserledigungen“ erfolgen nicht etwa überwiegend in
Fällen mit schlechten Erfolgsaussichten, wie die wichtigsten betroffenen
Herkunftsländer zeigen: Syrien, Afghanistan und der Irak. Auch wenn ein Gericht
entscheidet, dass das Asylverfahren in Deutschland durchgeführt werden muss,
gilt dies z. B. als „sonstige Erledigung“ (vgl. Antwort zu Frage 26 auf
Bundestagsdrucksache 19/4961). Die Bundesregierung räumte auf Nachfrage ein (vgl.
Antwort zu Frage 18 auf Bundestagsdrucksache 19/22023), dass „sonstige
Verfahrenserledigungen“ bei Gericht keine Aussage zur Schutzbedürftigkeit der
Betroffenen beinhalten und nicht als Bestätigung der Entscheidungen des
BAMF gewertet werden können.
Werden diese formellen Erledigungen außer Betracht gelassen und nur
inhaltliche Entscheidungen der Gerichte betrachtet, ergibt sich nach Berechnung der
Fragestellenden eine bereinigte Erfolgsquote von Asylsuchenden im
Klageverfahren im Jahr 2021 in Höhe von 36 Prozent. 2020 lag der Wert bei 31,2
Prozent, das BAMF gab demgegenüber eine Aufhebungsquote in Höhe von nur
16,6 Prozent an (Gerichtsstatistik 2020, www.bamf.de), weil sonstige
Erledigungen wie eine Bestätigung der Bescheide gezählt wurden. Bei afghanischen
Geflüchteten lag die bereinigte Erfolgsquote im Klageverfahren 2021 bei
Deutscher Bundestag Drucksache 20/3212
20. Wahlperiode 31.08.2022
82 Prozent, d. h., nur jeder fünfte BAMF-Bescheid hielt einer gerichtlichen
Überprüfung stand. In absoluten Zahlen bedeutet dies: 23 610 vom BAMF
zunächst abgelehnte Asylsuchende erhielten im Jahr 2021 doch noch einen
Schutzstatus, 20 011 durch Entscheidungen der Gerichte, 3 599 infolge von
Korrekturen durch das BAMF (die oft auch auf Anregung der Gerichte
zustande kommen); hinzu kamen 2 919 Anerkennungen als Ergebnis erneuter
Überprüfungen nach Folgeanträgen. Zu den vom BAMF erteilten Schutzstatus
kamen in den letzten vier Jahren jeweils etwa noch einmal ein Drittel durch die
Gerichte angeordnete Schutzstatus hinzu (vgl. Antwort zu jeweils Frage 24 auf
den Bundestagsdrucksachen 20/1048, 19/28234, 19/19333 und 19/8258).
Die Spannbreite der bereinigten Schutzquoten unterschiedlicher Standorte des
BAMF bei Asylsuchenden aus bestimmten Herkunftsländern ist groß: Bei
afghanischen Schutzsuchenden beispielsweise lag sie im Jahr 2021, je nach
Standort, zwischen 32,7 und 93,3 Prozent, bei irakischen zwischen 3,6 und
79,8 Prozent, bei iranischen zwischen 8 und 74 Prozent und bei Asylsuchenden
aus der Türkei zwischen 6,8 und 69 Prozent. Das Forschungszentrum des
BAMF benannte u. a. folgende Erklärungen für eine abweichende
Entscheidungspraxis innerhalb des BAMF: ein besonderes „Mikroklima“ in der
jeweiligen Organisationseinheit, die Zusammensetzung des Personals und lokale
Auslegungen von Leitsätzen. Das wurde von der Bundesregierung zunächst als
„hypothetisch“ bewertet (Antwort zu Frage 5 auf
Bundestagsdrucksache 19/6786), auf Nachfrage (Antwort zu Frage 4f auf
Bundestagsdrucksache 19/18498,) hieß es dann, dass Qualitätssicherungsmaßnahmen und
Schutzquotenüberprüfungen „den hypothetischen lokalen
(Fehl-)Entwicklungen entgegenwirken bzw. diese verhindern sollen“. So
wurden z. B. in Bezug auf die Herkunftsländer Nigeria und Eritrea Leitsätze und
Textbausteine geändert, um Entscheidungen zu vereinheitlichen (ebd., Antwort
zu Frage 4b).
Immer mehr Anerkennungen erfolgen im Rahmen des Familienschutzes, d. h.
es geht um Angehörige von in Deutschland bereits anerkannten Flüchtlingen,
hierunter auch Personen, die zuvor im Wege des Familiennachzugs eingereist
sind (Antwort zu Frage 2b auf Bundestagsdrucksache 19/13945). Beim Schutz
nach der Genfer Flüchtlingskonvention (GFK) lag der Anteil des
Familienschutzes im Jahr 2021 bei 82,9 Prozent (2020: 82 Prozent, 2019: 80,6 Prozent,
2017: 24,5 Prozent, 2015: 2,2 Prozent). Werden diese Anerkennungen für
Familienangehörige außer Betracht gelassen, zeigt sich, dass z. B. syrischen
Asylsuchenden im Jahr 2015 zu 99,7 Prozent vom BAMF ein Schutz nach der GFK
zugesprochen wurde, im ersten Halbjahr 2020 aber nur noch zu knapp 5
Prozent (vgl. Valentin Feneberg und Sebastian Pukrop: „Zur Asyl- und
Gerichtsstatistik des BAMF“, in: ASYLMAGAZIN 10, 11/2020, S. 356). Die meisten
GFK-Status werden derzeit also an Familienangehörige infolge einer früheren
Spruchpraxis des BAMF erteilt, die aktuelle Entscheidungspraxis des BAMF
ist hingegen weitaus restriktiver.
Bei der Hälfte aller Asylsuchenden in Deutschland handelt es sich um Kinder
und Jugendliche: 2021 lag der Anteil der unter 18-jährigen Asylsuchenden bei
49,4 Prozent (2020: 53,9 Prozent), 2,2 Prozent waren unbegleitete
minderjährige Flüchtlinge. 25 879 Asylanträge (17,5 Prozent aller Anträge; 2020: 25,9
Prozent) wurden für in Deutschland geborene Kinder von Geflüchteten
(Asylsuchenden, anerkannten Flüchtlingen, Personen mit humanitärer
Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Absatz 5 des Aufenthaltsgesetzes – AufenthG) gestellt. Das
Bundesministerium des Innern und für Heimat benennt vor diesem Hintergrund
seit Januar 2020 die Zahl der „grenzüberschreitenden Asylerstanträge“, bei der
Anträge für hier geborene Kinder nicht berücksichtigt werden (https://www.bm
i.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2020/01/asylzahlen-jahr-201
9.html).
Wir fragen die Bundesregierung:
1. a) Wie hoch war die Gesamtschutzquote (Anerkennungen nach
Artikel 16a des Grundgesetzes [GG], nach § 60 Absatz 1 des
Aufenthaltsgesetzes [AufenthG] in Anwendung der Genfer Flüchtlingskonvention
[GFK], subsidiärer Schutz und Abschiebungshindernisse) in der
Entscheidungspraxis des BAMF im ersten Halbjahr 2022 bzw. im
bisherigen Jahr 2022 (bitte jeweils in absoluten und relativen Zahlen angeben
und für die 15 wichtigsten Herkunftsländer gesondert darstellen, bitte
für jedes dieser Länder in relativen Zahlen angeben, wie viele
Asylsuchende Schutz nach Artikel 16a GG, nach § 60 Absatz 1 AufenthG in
Anwendung der GFK einen subsidiären Schutzstatus bzw. nationalen
Abschiebungsschutz zugesprochen bekommen haben, bitte in einer
weiteren Tabelle nach Art der Anerkennung differenzieren:
Asylberechtigung (darunter Familienasyl), internationaler Flüchtlingsschutz
(darunter Familienschutz), subsidiärer Schutz (darunter
Familienschutz), nationale Abschiebungsverbote – bitte jeweils so differenziert
wie möglich darstellen und in jedem Fall Angaben zu den
Herkunftsländern Algerien, Marokko, Tunesien, Georgien, Armenien, Ukraine,
Belarus, Russische Föderation sowie zu allen sicheren
Herkunftsstaaten machen)?
b) Wie hoch war in den genannten Zeiträumen jeweils die „bereinigte
Gesamtschutzquote“, d. h. die Quote der Anerkennungen bezogen auf
tatsächlich inhaltliche und nicht formelle Entscheidungen (bitte wie zu
Frage 1a differenzieren), und welche näheren Angaben lassen sich zu
den Gründen sonstiger Verfahrenserledigungen in den genannten
Zeiträumen machen?
c) Beabsichtigt die Bundesregierung, das BAMF anzuweisen, die
bereinigte Gesamtschutzquote bei entsprechenden Veröffentlichungen
künftig gesondert anzugeben, insbesondere vor dem Hintergrund, dass diese
im Jahr 2021 mit 63,1 Prozent deutlich höher ausfiel als die vom
BAMF und der Bundesregierung verwandte unbereinigte Schutzquote
in Höhe von 39,9 Prozent (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller) und
damit nach Auffassung der Fragestellenden in der Öffentlichkeit ein
unzutreffender Eindruck über den Grad der Schutzbedürftigkeit der in
Deutschland um Asyl nachsuchenden Menschen entstehen könnte
(bitte begründen)?
d) Beabsichtigt die Bundesregierung, das BAMF anzuweisen, eine neue
Verlaufsstatistik einzuführen, durch die erkennbar wird, wie viele der
in Deutschland um Asyl nachsuchenden Menschen am Ende eines
rechtsstaatlichen Verfahrens einen Schutzstatus erhalten haben, d. h.
unter Berücksichtigung korrigierender Gerichtsentscheidungen oder
Korrekturen durch das BAMF selbst, vor dem Hintergrund, dass hierzu
derzeit keine statistischen Angaben gemacht werden können, es aber in
absoluten und relativen Zahlen zu vielen (insbesondere gerichtlichen)
Korrekturen von BAMF-Bescheiden kommt (siehe Vorbemerkung der
Fragesteller), sodass die Betrachtung nur der behördlichen Schutzquote
nach Auffassung der Fragestellenden ein unzutreffendes Bild über die
tatsächliche Schutzbedürftigkeit Asylsuchender vermitteln könnte
(bitte begründen)?
e) Beabsichtigt die Bundesregierung, das BAMF anzuweisen, den Anteil
der von den Verwaltungsgerichten korrigierten BAMF-Bescheide
künftig so zu berechnen und anzugeben, dass sonstige
Verfahrenserledigungen der Gerichte bei der Berechnung der Aufhebungsquote
unberücksichtigt bleiben, weil diese keine Aussage zur Schutzbedürftigkeit der
Betroffenen beinhalten und nicht als Bestätigung der Entscheidungen
des BAMF gewertet werden können (siehe Vorbemerkung der
Fragesteller und Antwort zu Frage 18 auf Bundestagsdrucksache 19/22023),
sodass nach Auffassung der Fragestellenden ein falscher Eindruck
entstehen könnte, in welchem Ausmaß BAMF-Bescheide nach einer
inhaltlichen Überprüfung durch die Gerichte bestätigt bzw. aufgehoben
werden (bitte begründen)?
f) Befürwortet die Bundesregierung eine Änderung der Regelung nach
§ 14a des Asylgesetzes (AsylG), die dazu führt, dass bei hier
geborenen Kindern von Asylsuchenden bzw. von Geduldeten oder von
Personen mit einer Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Absatz 5 des
Aufenthaltsgesetzes (nach einem Asylverfahren) ein Asylantrag von Amts wegen
als gestellt gilt, vor dem Hintergrund, dass diese Regelung nach
Einschätzung der Fragestellenden zu einem statistischen Anstieg der Zahl
Asylsuchender in Deutschland führt, obwohl die hier geborenen Kinder
nicht nach Deutschland eingereist sind, sie also nicht dem üblichen
Bild „Asylsuchender“ entsprechen, und in aller Regel keine
eigenständige inhaltliche Asylprüfung für diese Kinder erfolgt (bitte
begründen)?
2. a) Wie viele der Anerkennungen nach § 3 Absatz 1 AsylG in Anwendung
der GFK im ersten Halbjahr 2022 beruhten auf staatlicher,
nichtstaatlicher bzw. geschlechtsspezifischer Verfolgung bzw. waren
Familienflüchtlingsschutzstatus (bitte in absoluten und relativen Zahlen und
noch einmal gesondert nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern
angeben)?
b) Wie viele der Anerkennungen waren Schutzstatus nach § 26 AsylG für
Familienangehörige bereits Anerkannter (bitte jeweils nach dem
Bezugsstatus – Asylberechtigung, Flüchtlingsstatus nach der GFK bzw.
subsidiärem Schutz – differenzieren), und wie viele dieser erteilten
Status betrafen in Deutschland geborene Kinder (bitte nach den 15
wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
c) Wie viele der Asylsuchenden verfügten zum Zeitpunkt der
Asylantragstellung über einen rechtmäßigen Aufenthaltstitel (welchen?) oder eine
Duldung (bitte auch nach den zehn wichtigsten Herkunftsstaaten
differenzieren), und wie viele Personen verfügten zuletzt über einen
Aufenthaltstitel zur Familienzusammenführung mit einem Schutzberechtigten
(bitte wie in der Antwort zu Frage 2c auf
Bundestagsdrucksache 20/432 differenzieren)?
d) Wie hoch waren im ersten Halbjahr 2022 die bereinigten Schutzquoten,
wenn Verfahren, die zu einer Anerkennung im Rahmen des
Familienasyls bzw. des Familienschutzes führten, nicht berücksichtigt werden
(bitte in absoluten und relativen Zahlen angeben und zudem nach den
15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
3. Welche Organisationseinheiten des BAMF (bitte genau bezeichnen)
wurden im ersten Halbjahr 2022 wegen signifikant negativer oder signifikant
positiver (bitte getrennt darstellen) Abweichungen bei den (bereinigten)
Schutzquoten um Stellungnahme gebeten, und welche Abweichungen in
Bezug auf welche Herkunftsländer waren dies (bitte genauer bezeichnen
und in Tabellenform wie in der Antwort zu Frage 3 auf
Bundestagsdrucksache 20/432 darstellen)?
Welche Erklärungen wurden von den jeweiligen Organisationseinheiten
für die signifikanten Abweichungen gegeben (bitte ausführen), und
inwieweit wurden diese Erklärungen vom BAMF als nachvollziehbar bewertet
bzw. welche Schlussfolgerungen wurden hieraus gegebenenfalls gezogen
(bitte ausführen)?
4. Bei wie vielen Asylentscheidungen hat das BAMF seit der statistischen
Erfassung dieser Daten einen subsidiären Schutzstatus nach § 4 Absatz 1
Nummer 1, Nummer 2 bzw. Nummer 3 AsylG erteilt (bitte in absoluten
und relativen Zahlen nach Jahren auflisten und für die zehn
Herkunftsstaaten, auf die seit der statistischen Erfassung dieser Daten die meisten
subsidiären Schutzstatus entfallen sind, ebenfalls nach den drei Nummern und
nach Jahren differenziert darstellen)?
Liegen genauere statistische Angaben dazu vor, nach welchen Nummern
des § 4 Absatz 1 AsylG subsidiäre Schutzstatus durch die Gerichte
angeordnet wurden, und wenn ja, wie lauten diese Daten für die Jahre, seitdem
dies erfasst wird (bitte wie zuvor differenzieren)?
5. Wie erklären fachkundige Bedienstete des BAMF, dass das BAMF im Jahr
2014 mehr Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 7 AufenthG anerkannte
(1 090) als nach § 60 Absatz 5 AufenthG (987), während in den
Folgejahren, insbesondere ab 2016, sich dieses Verhältnis umgedreht hat (Beispiel
2021: 335 Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 7 AufenthG, 4 452 nach
§ 60 Absatz 5 AufenthG; vgl. Antwort zu Frage 5 auf
Bundestagsdrucksache 20/2309), und dass es bei den Gerichtsentscheidungen eine ähnliche
Entwicklung gab, wobei hier erst ab 2017 Abschiebungshindernisse nach
§ 60 Absatz 5 AufenthG überwogen (bitte ausführen)?
6. Was konkret hat das Bundesministerium des Innern und für Heimat bislang
unternommen bzw. geplant, um die Vereinbarung im Koalitionsvertrag
zwischen SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP umzusetzen, der
gemäß für queere Verfolgte Asylverfahren überprüft werden sollten (z. B.
„[…] Beurteilung der Verfolgungswahrscheinlichkeit bei Rückkehr […]“ –
zitiert nach: https://www.spd.de/fileadmin/Dokumente/Koalitionsvertrag/
Koalitionsvertrag_2021-2025.pdf, Zeile 4026 ff.; bitte die Maßnahmen im
Einzelnen mit Datum darlegen)?
a) Kann die Bundesregierung die Auffassung der Fragestellenden
bestätigen, dass mit dieser Koalitionsvereinbarung eine Überprüfung der
bisherigen Praxis des BAMF angestrebt wird, wonach „bei der
Beurteilung einer Verfolgungswahrscheinlichkeit berücksichtigt“ wird, ob
Betroffene „vortragen, dass sie weiterhin aus eigenem freien Willen und
ohne Beeinträchtigung der persönlichen Identität (also nicht aus Angst
erzwungen) beabsichtigen, ihre sexuelle Orientierung oder
geschlechtliche Identität im Verborgenen auszuleben“ (so die Bundesregierung in
der Antwort zu Frage 8a auf Bundestagsdrucksache 20/2309), wenn
nein, wie ist nach Auffassung der Bundesregierung diese Vereinbarung
im Koalitionsvertrag sonst zu verstehen (bitte darlegen)?
b) Wie ist der vom Lesben- und Schwulenverband Deutschlands (LSVD)
mit einer Pressemitteilung vom 15. August 2022 öffentlich gemachte
Einzelfall der drohenden Abschiebung eines geoutet lebenden
Schwulen, dem nach Ansicht der Fragestellenden in Algerien Haft und
Verfolgung drohen (https://www.lsvd.de/de/ct/7479-Schwuler-Aktivist-soll-i
n-den-Verfolgerstaat-Algerien-zurueckkehren) und von dem ein
Vertreter der AIDS-Hilfe Frankfurt erklärte, der Betroffene habe seine
Homosexualität schon in der Erstaufnahmeeinrichtung nicht versteckt, mit
den internen Vorgaben im BAMF vereinbar, wonach bei der Prüfung
der Verfolgungswahrscheinlichkeit berücksichtigt werden soll, ob die
Person „weiterhin aus freiem Willen“ ihre sexuelle Orientierung oder
geschlechtliche Identität „im Verborgenen“ ausleben wolle (vgl.
Antwort zu Frage 8a auf Bundestagsdrucksache 20/2309)?
Wurde seitens des BAMF im Verlauf der öffentlichen Verhandlung
erwogen, eine Abhilfezusage abzugeben, nachdem – so die Schilderung
in der taz (https://taz.de/Prozess-in-Frankfurt/!5875336/) – deutlich
wurde, dass der Betroffene sich offen und öffentlich zu seiner
Homosexualität bekannt und zur Verfolgung von LSBTI-Menschen in Algerien
Stellung bezogen hat, zumal eine Ablehnung der Klage droht, weil der
Richter in einem ersten Urteil, das er weiter für richtig halte, die
Auffassung vertreten haben soll, es sei einem Homosexuellen zuzumuten,
in seinem Herkunftsland unauffällig zu leben, um einer möglichen
Verfolgung zu entgehen – was nach Auffassung der Fragestellenden
sowohl der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) als
auch den internen Vorgaben des BAMF widerspricht (bitte begründen)?
c) Inwieweit wird das Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 7.
November 2013 in der Rechtssache C-199/12 bis C-201/12 vom BAMF
ausreichend umgesetzt, wenn die Bundesregierung hierzu erklärt, dass
„von Antragstellenden nicht erwartet werden kann, dass sie bestimmte
Verhaltensweisen vermeiden, um einer Verfolgung zu entgehen“
(Antwort zu Frage 8c auf Bundestagsdrucksache 20/2309 – was nach
Auffassung der Fragestellenden eher der falschen und inzwischen
korrigierten Übersetzung des Urteils entspricht, vgl. https://www.lsvd.de/de/
ct/6009-asylrecht-bei-homo-und-bisexuellen-gefluechteten-darf-nicht-v
on-diskretem-leben-ausgegangen-werden#neue-korrekte-uebersetzung,
dort insbesondere Nummer 6), während durch die
Übersetzungskorrektur des EuGH klargestellt wurde, dass „die zuständigen Behörden
vernünftigerweise nicht erwarten (können), dass der Asylbewerber seine
Homosexualität in seinem Herkunftsland geheim hält oder
Zurückhaltung beim Ausleben seiner sexuellen Ausrichtung übt, um die Gefahr
einer Verfolgung zu vermeiden“ – was nach Auffassung der
Fragestellenden bedeutet, dass Asylbehörden bei der Gefährdungsprüfung nicht
davon ausgehen können, dass Betroffene sich nach einer Rückkehr
„bedeckt“ halten würden, und zwar auch dann nicht, wenn ihr
bisheriges Verhalten und/oder ihr Vortrag dies nahelegen könnten, zumal es
auch zu einer Änderung dieser Haltung kommen kann (bitte begründet
ausführen)?
d) Teilt die Bundesregierung die Auffassung der Fragestellenden, dass die
benannte Übersetzungskorrektur des EuGH die in Frage 6c genannte
inhaltliche Bedeutung hat und dass dafür die vom EuGH in den
Randnummern 74 und 75 des genannten Urteils gemachten Ausführungen
sprechen (vgl. erneut https://www.lsvd.de/de/ct/6009-asylrecht-bei-ho
mo-und-bisexuellen-gefluechteten-darf-nicht-von-diskretem-leben-aus
gegangen-werden#neue-korrekte-uebersetzung), wonach es
„unbeachtlich“ sei, ob Betroffene eine Verfolgung durch ein zurückhaltendes
Verhalten vermeiden könnten (bitte begründen)?
e) Was entgegnet die Bundesregierung der Kritik des LSVD, wonach das
„Problem bei Diskretionsprognosen“ sei, dass das BAMF davon
ausgehe, „dass es queere Menschen gäbe, die aus einem inneren Bedürfnis
heraus ein lebenslanges Doppelleben führen wollten“ (https://www.mig
azin.de/2022/08/02/queere-gefluechtete-wenn-verhalten-abschiebung/?
utm_source=mailpoet&utm_medium=email&utm_campaign=MiGLE
TTER)?
f) Wird das Bundesministerium des Innern und für Heimat vor dem
Hintergrund der obigen Fragen eine erneute Prüfung des genannten EuGH-
Urteils vornehmen bzw. veranlassen und für eine entsprechende
geänderte Entscheidungspraxis des BAMF in Bezug auf die
„Diskretionsprognose“ bei queeren Asylsuchenden sorgen (bitte begründen)?
7. Wie viele Abschiebungsandrohungen des BAMF gegenüber unbegleiteten
Minderjährigen gab es im Jahr 2020, 2021 bzw. im bisherigen Jahr 2022
(bitte jeweils auch nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren), und wie wird konkret mit Fällen umgegangen, in denen, wie die
Fragestellenden aus den Antworten der Bundesregierung zu Frage 9a auf
Bundestagsdrucksache 20/2309 und zu Frage 5 auf Bundestagsdrucksache
20/432 schließen, möglicherweise in der Vergangenheit eine
Abschiebungsandrohung gegenüber unbegleiteten Minderjährigen erfolgte, obwohl
zuvor nicht intensiviert geprüft worden war, ob konkrete
Aufnahmemöglichkeiten im Herkunftsstaat bestehen, bzw. in denen es keine
Aufnahmemöglichkeit gab, vor dem Hintergrund, dass solche
Abschiebungsandrohungen nach Auffassung der Fragestellenden mit EU-Recht bzw. mit dem
Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 14. Januar 2021 in der
Rechtssache C-441/19 unvereinbar sind (so wohl auch die Bundesregierung in
der Antwort zu Frage 9 auf Bundestagsdrucksache 20/2309, ohne jedoch
auf die vorherige Praxis des BAMF einzugehen; bitte ausführen)?
Welche Absprachen oder Verständigungen zwischen der Bundesregierung
und den Bundesländern gibt es gegebenenfalls zu der Frage, inwieweit in
Fällen, bei denen es keine konkreten Aufnahmemöglichkeiten im
Herkunftsland für unbegleitete Minderjährige gibt, Aufenthaltserlaubnisse
statt bloßer Duldungen erteilt werden sollen (bitte ausführen)?
8. Ist die Antwort der Bundesregierung zu Frage 10a auf
Bundestagsdrucksache 20/2309 so zu verstehen, dass bei der Fallgruppe der jungen
gesunden und arbeitsfähigen Männer aus Afghanistan aufgrund der
Herkunftsländerleitsätze des BAMF bis zum Mai 2022 im Regelfall (d. h. bis auf
besondere Einzelfälle und wenn auch im Übrigen keine Gefahren vorlagen)
keine Abschiebungshindernisse anerkannt wurden (etwa mit Verweis auf
den „Tagelöhner-Arbeitsmarkt“ in Afghanistan) und deshalb in dieser
Fallkonstellation auch keine Abhilfeentscheidungen in laufenden
Gerichtsverfahren ergehen sollten (bitte ausführen), und wenn ja, wer trägt hierfür die
Verantwortung, und wie wäre das zu begründen angesichts der aus Sicht
der Fragestellenden hohen Aufhebungsquote bei inhaltlichen
Gerichtsentscheidungen über Afghanistan-Bescheide des BAMF im Jahr 2021 in
Höhe von 82 Prozent (siehe Vorbemerkung der Fragesteller)?
9. Wie war der Ausgang der Asylverfahren bei afghanischen
Staatsangehörigen in den Monaten Mai, Juni, Juli und August 2022, in wie vielen Fällen
hat das BAMF in diesen Monaten bei noch anhängigen Afghanistan-
Verfahren abgeholfen, und welche Angaben liegen zu gerichtlichen
Entscheidungen in Afghanistan-Verfahren im bisherigen Jahr 2022 vor (bitte
differenziert antworten wie in der Antwort zu Frage 10i auf
Bundestagsdrucksache 20/2309)?
10. Wie viele Asylsuchende wurden im bisherigen Jahr 2022 registriert (bitte
nach Monaten auflisten und der Zahl der gestellten Asylerstanträge in den
jeweiligen Monaten gegenüberstellen)?
11. Zu welchem Anteil und in welcher Zahl verfügten Asylsuchende im
bisherigen Jahr 2022 über keine Identitätspapiere (Reisepässe, Ausweise,
Sonstiges), mit denen ihre Herkunft bzw. Identität nach Auffassung des BAMF
hinreichend sicher zu klären war (bitte nach den 15 wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
12. In wie vielen Fällen wurden im bisherigen Jahr 2022 mobile Datenträger
von Asylsuchenden ausgelesen und ein Ergebnisprotokoll erstellt (bitte
auch nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern auflisten)?
a) Zu welchem Anteil verfügten im bisherigen Jahr 2022 Asylsuchende,
deren Identität bzw. Herkunft nach Auffassung des BAMF nicht
hinreichend sicher durch Dokumente geklärt werden konnte, über mobile
Datenträger-Geräte, zu welchem Anteil konnten diese technisch
ausgelesen werden, und in wie vielen Fällen erfolgte bislang eine Auslesung
erst nach behördlichen Androhungen oder durch Zwang bzw. gegen
den Willen der Betroffenen (bitte so konkret wie möglich antworten)?
b) In wie vielen der Fälle, in denen eine Datenauslesung im bisherigen
Jahr 2022 erfolgte und ein Ergebnisreport erstellt wurde, wurde dieser
für das Asylverfahren durch die jeweiligen Entscheider angefordert, in
wie vielen dieser Fälle wurde diesem Antrag nach entsprechender
Prüfung durch einen Volljuristen entsprochen bzw. erfolgte eine
Ablehnung (bitte so differenziert wie möglich und in absoluten und relativen
Zahlen antworten)?
c) In wie vielen dieser Fälle, in denen der Ergebnisreport der
Datenauslesung für das Asylverfahren verwandt wurde, hat dieser dazu geführt
oder maßgeblich dazu beigetragen, Angaben der Asylsuchenden zu
ihrer Herkunft bzw. Identität bzw. Staatsangehörigkeit zu widerlegen
bzw. zu bestätigen (bitte ausführen und in absoluten und relativen
Zahlen darstellen)?
13. Wie viele Asylanträge wurden im ersten Halbjahr 2022 nach § 14a
Absatz 2 des Asylgesetzes von Amts wegen für hier geborene (oder
eingereiste) Kinder gestellt, wie viele Asylanträge wurden in dem genannten
Zeitraum von Kindern bzw. für Kinder unter 16 Jahren bzw. von Jugendlichen
zwischen 16 und 18 Jahren bzw. von unbegleiteten minderjährigen
Flüchtlingen gestellt (bitte jeweils in absoluten Zahlen und in Prozentzahlen in
Relation zur Gesamtzahl der Asylanträge sowie die Gesamtzahl der
Anträge unter 18-Jähriger und sich überschneidende Teilmengen angeben), und
wie hoch waren die jeweiligen (auch bereinigten) Gesamtschutzquoten für
die genannten Gruppen?
14. Wie viele der Asylsuchenden im ersten Halbjahr 2022 waren sogenannte
Nachgeborene, d. h. hier geborene Kinder von Asylsuchenden oder
Flüchtlingen (bitte in absoluten und relativen Zahlen angeben und nach den zehn
wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
15. Welche Asylentscheidungen ergingen bei unbegleiteten Minderjährigen im
ersten Halbjahr 2022 (bitte nach verschiedenen Schutzstatus, Ablehnung,
Ablehnung als „offensichtlich unbegründet“, Dublin-Entscheidung,
sonstige Verfahrenserledigung und den wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren)?
16. Wie viele unbegleitete Minderjährige wurden im ersten Halbjahr 2022 an
welchen Grenzen durch die Bundespolizei aufgegriffen, wie viele von
ihnen wurden an die Jugendämter übergeben, wie viele von ihnen wurden
zurückgewiesen oder zurückgeschoben (bitte nach den fünf wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
17. Wie viele Asylanträge wurden im ersten Halbjahr 2022 als „offensichtlich
unbegründet“ abgelehnt (bitte Angaben differenziert nach den 15
wichtigsten Herkunftsländern machen und zudem jeweils in Relation zur
Gesamtzahl der Ablehnungen setzen)?
18. Wie viele sogenannte Flughafenverfahren wurden im ersten Halbjahr 2022
an welchen Flughafenstandorten mit welchem Ergebnis durchgeführt (bitte
auch Angaben zum Anteil der Minderjährigen, der unbegleiteten
Minderjährigen und zu den zehn wichtigsten Herkunftsländern machen)?
In wie vielen Fällen wurden Rechtsmittel gegen eine Ablehnung als
„offensichtlich unbegründet“ eingelegt, und was waren die Ergebnisse der
gerichtlichen Überprüfung (bitte nach den wichtigsten Herkunftsländern
aufschlüsseln)?
19. Wie lauten nach Kenntnis der Bundesregierung die statistischen Daten zu
Rechtsmitteln und Gerichtsentscheidungen im Bereich Asyl für das
bisherige Jahr 2022 (bitte jeweils in der Differenzierung wie in der Antwort zu
Frage 13 auf Bundestagsdrucksache 20/432 darstellen: Asylverfahren,
Widerrufsverfahren, Eilanträge in Dublin-Verfahren, Verfahrensdauern, auch
zu Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes bzw. nach § 80 Absatz 5
der Verwaltungsgerichtsordnung; neben der Differenzierung nach den 15
wichtigsten Herkunftsländern bitte in jedem Fall auch Angaben zu den
sicheren Herkunftsstaaten sowie zu Marokko, Tunesien, Algerien, Georgien,
Armenien, Belarus, Ukraine, Russische Föderation und Türkei machen –
aus Gründen der Übersichtlichkeit und wegen geringer Fallzahlen in den
weiteren Instanzen sind Angaben zur ersten Instanz ausreichend)?
a) Wie viele Rechtsmittel sind nach Kenntnis der Bundesregierung derzeit
anhängig in Verfahren, in denen subsidiär Schutzberechtigte oder
Personen mit nationalem Abschiebungsschutz (bitte differenzieren) auf
einen Flüchtlingsstatus klagen (bitte auch nach den zehn wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren), und wie viele dieser Verfahren
wurden im bisherigen Jahr 2022 mit welchem Ergebnis entschieden (bitte
nach Bundesländern und den zehn wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren; Angaben zur ersten Instanz sind ausreichend)?
b) Gegen wie viele der Asylbescheide des BAMF wurden im bisherigen
Jahr 2022 Rechtsmittel eingelegt (bitte in absoluten und relativen
Zahlen angeben und Klagequoten in Bezug auf die Gesamtzahl der
Bescheide und in Bezug auf ablehnende Bescheide gesondert ausweisen;
bitte jeweils nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern und zusätzlich
nach den zu sicher erklärten Herkunftsländern differenzieren,
zusätzlich nach der Art der Ablehnung differenzieren: unbegründet,
offensichtlich unbegründet, unzulässig)?
Wie lautete die Klagequote in Bezug auf alle ablehnenden Bescheide
des BAMF für das bisherige Jahr 2022?
c) Wie ist die aktuelle Zahl der anhängigen Gerichtsverfahren im Bereich
Asyl, differenziert nach (Bundes-, Ober-)Verwaltungsgerichten?
d) In wie vielen Fällen erhielten zunächst abgelehnte Asylsuchende im
bisherigen Jahr 2022 doch noch einen Schutzstatus, und in wie vielen
Fällen basierte dies auf einer Gerichtsentscheidung, auf einer
Abhilfeentscheidung bzw. geschah dies infolge eines Folgeantrags oder aus
sonstigem Grunde (bitte differenzieren und zudem nach den 15
wichtigsten Staatsangehörigkeiten auflisten)?
e) Wie viele gerichtliche Entscheidungen im Eilverfahren gab es im
bisherigen Jahr 2022 zu Asylsuchenden, denen bereits in einem anderen
Mitgliedstaat Schutz gewährt worden war, und mit welchem Ergebnis
(bitte nach den zehn wichtigsten Herkunftsstaaten auflisten)?
f) Wie lauten die differenzierteren Angaben des BAMF zu der Kategorie
„sonstige Erledigungen“ bei Gerichtsentscheidungen für das bisherige
Jahr 2022?
g) Wie lange war nach Kenntnis der Bundesregierung die
durchschnittliche Dauer eines gerichtlichen Asylklageverfahrens im bisherigen Jahr
2022 (bitte auch nach Bundesländern differenziert darstellen)?
h) Wie hoch waren die Kosten, die dem Bundesamt für Migration und
Flüchtlinge (BAMF) im bisherigen Jahr 2022 aufgrund verlorener
Asyl-Gerichtsverfahren entstanden sind (bitte Gesamtkosten nennen
und zudem nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern
aufschlüsseln)?
Wie bewertet es die Bundesregierung, dass dem BAMF in den letzten
fünf Jahren (2017 bis 2021) fast 100 Mio. Euro Kosten im
Zusammenhang mit verlorenen Asylgerichtsverfahren entstanden sind (vgl.
Antwort zu Frage 20i auf Bundestagsdrucksache 20/2309), auch vor dem
Hintergrund der nach Auffassung der Fragestellenden hohen
Aufhebungsquoten durch die Gerichte (siehe Vorbemerkung der
Fragesteller), und plant die Bundesregierung vor diesem Hintergrund,
Maßnahmen zur Qualitätssteigerung im BAMF und insbesondere zur laufenden
Kontrolle angefochtener Bescheide zu ergreifen (bitte ausführen)?
i) Sieht die Bundesregierung die Gefahr, dass der Grundsatz effektiven
Rechtsschutzes für (abgelehnte) Asylsuchende gefährdet sein könnte,
wenn unabhängige Richterinnen bzw. Richter, „die dem
rechtspolitisch motivierten Spektrum zuzuordnen sind“ entscheiden und
Asylklagen mit aus Sicht der Fragesteller zum Teil unzureichender
Begründung abgelehnt werden (vgl. hinsichtlich des Verwaltungsgerichts
[VG] Gera: https://ezra.de/forderungspapier-zur-justiz-in-thu%cc%88ri
ngen/), und schätzt es die Bundesregierung diesbezüglich als
problematisch ein, dass Einzelrichterentscheidungen im Asylverfahren die Regel
sind (vgl. § 76 des Asylgesetzes) und es keine Berufungsmöglichkeit
aufgrund ernsthafter Zweifel an der Richtigkeit des Urteils gibt (vgl.
§ 78 des Asylgesetzes; bitte begründen)?
Welchen Handlungsbedarf sieht die Bundesregierung und insbesondere
das Bundesministerium für Justiz diesbezüglich gegebenenfalls (bitte
ausführen)?
j) Welche Verwaltungsgerichte wiesen nach Kenntnis der
Bundesregierung im Jahr 2021 bzw. im bisherigen Jahr 2022 (bitte getrennt
auflisten) bei Asylklagen Aufhebungsquoten (erfolgreiche Klagen
Asylsuchender gegen das BAMF) auf, die weniger als halb so hoch waren wie
im Bundesdurchschnitt (bitte zu den 15 wichtigsten Herkunftsstaaten –
außer Syrien – jeweils alle Verwaltungsgerichte auflisten, die dieses
Kriterium erfüllen (in jedem Fall auch das VG Gera), und
entsprechende absolute und relative Zahlenangaben zu den Verfahrensausgängen
machen), und welche Schlüsse zieht die Bundesregierung
gegebenenfalls hieraus für ihr eigenes Handeln (bitte ausführen)?
20. Wie viele Asylanhörungen gab es im ersten Halbjahr 2022 (bitte nach den
15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
21. Wie viele Erst- und Folgeanträge (bitte differenzieren) wurden von
Asylsuchenden aus Serbien, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Albanien und
Bosnien-Herzegowina im ersten Halbjahr 2022 gestellt (bitte jeweils auch
den prozentualen Anteil der Roma-Angehörigen nennen), und wie wurden
diese Asylanträge jeweils mit welchem Ergebnis beschieden?
22. Welche aktuellen Informationen gibt es zur Personalsituation,
Personalentwicklung und Personalplanung im BAMF (bitte auch spezifische Angaben
zu den Bereichen Asylprüfung, Widerrufsprüfung, Dublin-Verfahren,
Qualitätssicherung und Prozessvertretung machen; bitte wie in der Antwort zu
Frage 23 auf Bundestagsdrucksache 20/2309 angeben)?
23. Wie viele Asylgesuche gab es im ersten Halbjahr 2022 an den
bundesdeutschen Grenzen (bitte nach Grenzabschnitten und den wichtigsten
Herkunftsstaaten differenzieren)?
24. Wie viele Einreise- und Aufenthaltsverbote hat das BAMF im ersten
Halbjahr 2022 gegenüber abgelehnten Asylsuchenden mit welcher Begründung
erlassen (bitte nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren),
und in wie vielen Fällen wurde in diesem Zeitraum ein Schutzstatus an
Asylsuchende mit einem Wiedereinreiseverbot erteilt (bitte nach Status
und den zehn wichtigsten Herkunftsstaaten differenzieren)?
25. In wie vielen Fällen wurde das BAMF bei der Prüfung zielstaatsbezogener
Abschiebungshindernisse nach § 72 Absatz 2 AufenthG im Auftrag der
Ausländerbehörden welcher Bundesländer im ersten Halbjahr 2022 mit
welchem Ergebnis beteiligt (bitte auch nach den zehn wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
26. Welche Angaben für das erste Halbjahr 2022 lassen sich zu überprüften
(vor allem: Ausweis-)Dokumenten und zum Anteil ge- oder verfälschter
Dokumente Asylsuchender machen (bitte zum Vergleich auch die Anzahl
der „beanstandeten“ Dokumente angeben und nach den zehn wichtigsten
Hauptherkunftsländern differenzieren)?
27. Wurde das Pilotverfahren von 2017 zur Information über die geförderte
Rückkehr (https://www.bamf.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2017/
20170323-011-pm-rueckkehrfoerderung.html?nn=2823) evaluiert, und
wenn ja, mit welchem Ergebnis?
Ist die Information über die Förderung freiwilliger Rückkehr inzwischen
fester Bestandteil des Asylverfahrens, und wenn ja, an welchen
Standorten, in welcher Weise, zu welchem Zeitpunkt des Verfahrens und bezogen
auf welche Gruppen Asylsuchender werden entsprechende Informationen
gegebenenfalls vermittelt (bitte ausführen)?
28. Nach welchen Kriterien (bitte so genau wie möglich bezeichnen) werden
Asylsuchende über die „StarthilfePlus“ informiert, wenn es heißt, dass die
Zielgruppe unter anderem Asylsuchende sind, „deren Chancen im
Asylverfahren gering“ bzw. „sehr gering“ seien (vgl. https://www.bmi.bund.de/
DE/themen/migration/rueckkehrpolitik/rueckkehr-und-rueckfuehrungen/ru
eckkehr-und-rueckfuehrungen-node.html), wann werden Chancen als
„gering“ oder „sehr gering“ eingeschätzt, und welche Mittel in welcher Höhe
wurden an wie viele Asylsuchende oder abgelehnte Asylsuchende (bitte
nach dem Stand des Verfahrens und den zehn wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren) nach dem „StarthilfePlus“-Programm seit seinem
Bestehen bewilligt bzw. ausgezahlt (bitte entsprechend der obigen
Differenzierung auch nach Jahren auflisten)?
Berlin, den 23. August 2022
Amira Mohamed Ali, Dr. Dietmar Bartsch und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333]
BT20/401912.10.2022
auf die Kleine Anfrage - Drucksache 20/3212 - Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das erste Halbjahr 2022
AntwortAntwort
Volltext (unformatiert)
[Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Clara Bünger, Nicole Gohlke, Anke
Domscheit-Berg, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 20/3212 –
Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das erste Halbjahr 2022
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die von der Fraktion DIE LINKE. regelmäßig erfragten Informationen zur
Asylstatistik des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF)
beleuchten ausgewählte Aspekte, die sonst kaum Beachtung finden. So ist wenig
bekannt, dass die Anerkennungsquote bei inhaltlichen Asylentscheidungen
weitaus höher liegt als die offiziellen Zahlen vermuten lassen. Die sogenannte
bereinigte Schutzquote, bei der rein formelle Entscheidungen unberücksichtigt
bleiben, lag im Jahr 2021 bei 63,1 Prozent, gegenüber der vom BAMF und
von der Bundesregierung verwandten unbereinigten Schutzquote in Höhe von
39,9 Prozent (vgl. hierzu und zum Folgenden, soweit nicht anders angegeben,
Bundestagsdrucksache 20/2309).
Hinzu kommen Anerkennungen durch die Gerichte nach einer zunächst
negativen Entscheidung des BAMF; gegen 87,2 Prozent aller („einfach“)
ablehnenden BAMF-Bescheide wurde im Jahr 2021 geklagt. Fast die Hälfte aller
Asylklagen (48,3 Prozent) endete 2021 mit einer „sonstigen
Verfahrenserledigung“, z. B. wenn Verfahren von mehreren Familienangehörigen
zusammengelegt werden, wenn eine Klage nicht weiterverfolgt oder wenn ein
Schutzstatus im Einvernehmen mit dem BAMF in Abänderung des
Ursprungsbescheides erteilt wird. „Sonstige Verfahrenserledigungen“ erfolgen nicht etwa
überwiegend in Fällen mit schlechten Erfolgsaussichten, wie die wichtigsten
betroffenen Herkunftsländer zeigen: Syrien, Afghanistan und der Irak. Auch
wenn ein Gericht entscheidet, dass das Asylverfahren in Deutschland
durchgeführt werden muss, gilt dies z. B. als „sonstige Erledigung“ (vgl. Antwort zu
Frage 26 auf Bundestagsdrucksache 19/4961). Die Bundesregierung räumte
auf Nachfrage ein (vgl. Antwort zu Frage 18 auf
Bundestagsdrucksache 19/22023), dass „sonstige Verfahrenserledigungen“ bei Gericht keine
Aussage zur Schutzbedürftigkeit der Betroffenen beinhalten und nicht als
Bestätigung der Entscheidungen des BAMF gewertet werden können.
Werden diese formellen Erledigungen außer Betracht gelassen und nur
inhaltliche Entscheidungen der Gerichte betrachtet, ergibt sich nach Berechnung der
Fragestellenden eine bereinigte Erfolgsquote von Asylsuchenden im
Klageverfahren im Jahr 2021 in Höhe von 36 Prozent. 2020 lag der Wert bei
31,2 Prozent, das BAMF gab demgegenüber eine Aufhebungsquote in Höhe
von nur 16,6 Prozent an (Gerichtsstatistik 2020, www.bamf.de), weil sonstige
Deutscher Bundestag Drucksache 20/4019
20. Wahlperiode 12.10.2022
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern und für Heimat
vom 12. Oktober 2022 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Erledigungen wie eine Bestätigung der Bescheide gezählt wurden. Bei
afghanischen Geflüchteten lag die bereinigte Erfolgsquote im Klageverfahren 2021
bei 82 Prozent, d. h., nur jeder fünfte BAMF-Bescheid hielt einer
gerichtlichen Überprüfung stand. In absoluten Zahlen bedeutet dies: 23 610 vom
BAMF zunächst abgelehnte Asylsuchende erhielten im Jahr 2021 doch noch
einen Schutzstatus, 20 011 durch Entscheidungen der Gerichte, 3 599 infolge
von Korrekturen durch das BAMF (die oft auch auf Anregung der Gerichte
zustande kommen); hinzu kamen 2 919 Anerkennungen als Ergebnis erneuter
Überprüfungen nach Folgeanträgen. Zu den vom BAMF erteilten Schutzstatus
kamen in den letzten vier Jahren jeweils etwa noch einmal ein Drittel durch
die Gerichte angeordnete Schutzstatus hinzu (vgl. Antwort zu jeweils Frage 24
auf den Bundestagsdrucksachen 20/1048, 19/28234, 19/19333 und 19/8258).
Die Spannbreite der bereinigten Schutzquoten unterschiedlicher Standorte des
BAMF bei Asylsuchenden aus bestimmten Herkunftsländern ist groß: Bei
afghanischen Schutzsuchenden beispielsweise lag sie im Jahr 2021, je nach
Standort, zwischen 32,7 und 93,3 Prozent, bei irakischen zwischen 3,6 und
79,8 Prozent, bei iranischen zwischen 8 und 74 Prozent und bei
Asylsuchenden aus der Türkei zwischen 6,8 und 69 Prozent. Das Forschungszentrum des
BAMF benannte u. a. folgende Erklärungen für eine abweichende
Entscheidungspraxis innerhalb des BAMF: ein besonderes „Mikroklima“ in der
jeweiligen Organisationseinheit, die Zusammensetzung des Personals und lokale
Auslegungen von Leitsätzen. Das wurde von der Bundesregierung zunächst
als „hypothetisch“ bewertet (Antwort zu Frage 5 auf
Bundestagsdrucksache 19/6786), auf Nachfrage (Antwort zu Frage 4f auf
Bundestagsdrucksache 19/18498,) hieß es dann, dass Qualitätssicherungsmaßnahmen und
Schutzquotenüberprüfungen „den hypothetischen lokalen
(Fehl-)Entwicklungen entgegenwirken bzw. diese verhindern sollen“. So
wurden z. B. in Bezug auf die Herkunftsländer Nigeria und Eritrea Leitsätze und
Textbausteine geändert, um Entscheidungen zu vereinheitlichen (ebd.,
Antwort zu Frage 4b).
Immer mehr Anerkennungen erfolgen im Rahmen des Familienschutzes, d. h.
es geht um Angehörige von in Deutschland bereits anerkannten Flüchtlingen,
hierunter auch Personen, die zuvor im Wege des Familiennachzugs eingereist
sind (Antwort zu Frage 2b auf Bundestagsdrucksache 19/13945). Beim Schutz
nach der Genfer Flüchtlingskonvention (GFK) lag der Anteil des
Familienschutzes im Jahr 2021 bei 82,9 Prozent (2020: 82 Prozent, 2019: 80,6 Prozent,
2017: 24,5 Prozent, 2015: 2,2 Prozent). Werden diese Anerkennungen für
Familienangehörige außer Betracht gelassen, zeigt sich, dass z. B. syrischen
Asylsuchenden im Jahr 2015 zu 99,7 Prozent vom BAMF ein Schutz nach der
GFK zugesprochen wurde, im ersten Halbjahr 2020 aber nur noch zu knapp
5 Prozent (vgl. Valentin Feneberg und Sebastian Pukrop: „Zur Asyl- und
Gerichtsstatistik des BAMF“, in: ASYLMAGAZIN 10, 11/2020, S. 356). Die
meisten GFK-Status werden derzeit also an Familienangehörige infolge einer
früheren Spruchpraxis des BAMF erteilt, die aktuelle Entscheidungspraxis des
BAMF ist hingegen weitaus restriktiver.
Bei der Hälfte aller Asylsuchenden in Deutschland handelt es sich um Kinder
und Jugendliche: 2021 lag der Anteil der unter 18-jährigen Asylsuchenden bei
49,4 Prozent (2020: 53,9 Prozent), 2,2 Prozent waren unbegleitete
minderjährige Flüchtlinge. 25 879 Asylanträge (17,5 Prozent aller Anträge; 2020:
25,9 Prozent) wurden für in Deutschland geborene Kinder von Geflüchteten
(Asylsuchenden, anerkannten Flüchtlingen, Personen mit humanitärer
Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Absatz 5 des Aufenthaltsgesetzes – AufenthG)
gestellt. Das Bundesministerium des Innern und für Heimat benennt vor diesem
Hintergrund seit Januar 2020 die Zahl der „grenzüberschreitenden
Asylerstanträge“, bei der Anträge für hier geborene Kinder nicht berücksichtigt werden
(https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2020/01/asylza
hlen-jahr-2019.html).
1. a) Wie hoch war die Gesamtschutzquote (Anerkennungen nach
Artikel 16a des Grundgesetzes [GG], nach § 60 Absatz 1 des
Aufenthaltsgesetzes [AufenthG] in Anwendung der Genfer
Flüchtlingskonvention [GFK], subsidiärer Schutz und Abschiebungshindernisse) in
der Entscheidungspraxis des BAMF im ersten Halbjahr 2022 bzw. im
bisherigen Jahr 2022 (bitte jeweils in absoluten und relativen Zahlen
angeben und für die 15 wichtigsten Herkunftsländer gesondert
darstellen, bitte für jedes dieser Länder in relativen Zahlen angeben, wie
viele Asylsuchende Schutz nach Artikel 16a GG, nach § 60 Absatz 1
AufenthG in Anwendung der GFK einen subsidiären Schutzstatus
bzw. nationalen Abschiebungsschutz zugesprochen bekommen
haben, bitte in einer weiteren Tabelle nach Art der Anerkennung
differenzieren: Asylberechtigung (darunter Familienasyl), internationaler
Flüchtlingsschutz (darunter Familienschutz), subsidiärer Schutz
(darunter Familienschutz), nationale Abschiebungsverbote – bitte
jeweils so differenziert wie möglich darstellen und in jedem Fall
Angaben zu den Herkunftsländern Algerien, Marokko, Tunesien,
Georgien, Armenien, Ukraine, Belarus, Russische Föderation sowie zu allen
sicheren Herkunftsstaaten machen)?
b) Wie hoch war in den genannten Zeiträumen jeweils die „bereinigte
Gesamtschutzquote“, d. h. die Quote der Anerkennungen bezogen
auf tatsächlich inhaltliche und nicht formelle Entscheidungen (bitte
wie zu Frage 1a differenzieren), und welche näheren Angaben lassen
sich zu den Gründen sonstiger Verfahrenserledigungen in den
genannten Zeiträumen machen?
Die Fragen 1a und 1b werden gemeinsam beantwortet.
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass durch Heranziehen der erfragten
sogenannten bereinigten Gesamtschutzquote (Quote zu Frage 1b) etwaige
Bleibeperspektiven von Staatsangehörigen der unten genannten Staaten nicht
hergeleitet oder begründet werden können, da die formellen Ablehnungen von
Asylanträgen bei einer derartigen Quotenberechnung nicht berücksichtigt
werden. Formelle Ablehnungen führen ebenso wie materiell entschiedene
Asylablehnungen im Regelfall zu einer Ausreisepflicht. Maßgeblich für die
Feststellung einer etwaigen Bleibeperspektive ist daher die Gesamtschutzquote, die alle
ablehnenden Asylentscheidungen berücksichtigt.
01.01. – 31.08.
2022
Asylberechtigung
Artikel 16a
GG
Flüchtlingsschutz § 3
Absatz 1
AsylG
Subsidiärer
Schutz § 4
Absatz 1
AsylG
Abschiebungsverbot § 60
Absätze 5
und 7
AufenthG
Gesamtschutz
Quote
zu
Frage
1b
absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil Anteil
Herkunftsländer gesamt
1.479 1,0 % 26.413 17,5 % 38.305 25,3 % 17.572 11,6 % 83.769 55,4 % 71,6 %
darunter:
Syrien 126 0,2 % 11.110 21,6 % 34.995 68,2 % 188 0,4 % 46.419 90,4 % 99,9 %
Afghanistan 640 2,5 % 4.275 16,6 % 955 3,7 % 15.065 58,4 % 20.935 81,2 % 99,2 %
Irak 9 0,1 % 2.037 12,8 % 567 3,6 % 942 5,9 % 3.555 22,3 % 28,8 %
Türkei 200 3,0 % 1.763 26,8 % 53 0,8 % 21 0,3 % 2.037 31,0 % 37,9 %
Georgien - - 6 0,1 % 2 0,0 % 11 0,2 % 19 0,4s% 0,5 %
Ungeklärt 59 1,6 % 1.694 46,5 % 391 10,7 % 57 1,6 % 2.201 60,5 % 78,9 %
Iran 61 2,0 % 767 24,8 % 80 2,6 % 38 1,2 % 946 30,5 % 46,2 %
Somalia 44 1,3 % 1.438 43,8 % 250 7,6 % 303 9,2 % 2.035 62,0 % 82,2 %
Eritrea 37 1,4 % 1.791 69,2 % 245 9,5 % 79 3,1 % 2.152 83,1 % 91,4 %
Moldau - - 1 0,0 % - - 5 0,1 % 6 0,2 % 0,5 %
01.01. – 31.08.
2022
Asylberechtigung
Artikel 16a
GG
Flüchtlingsschutz § 3
Absatz 1
AsylG
Subsidiärer
Schutz § 4
Absatz 1
AsylG
Abschiebungsverbot § 60
Absätze 5
und 7
AufenthG
Gesamtschutz
Quote
zu
Frage
1b
absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil Anteil
Nigeria 11 0,4 % 128 4,6 % 18 0,6 % 144 5,2 % 301 10,8 % 18,2 %
Russische
Föderation
55 3,1 % 97 5,5 % 51 2,9 % 17 1,0 % 220 12,5 % 23,4 %
Nordmazedonien
- - 2 0,1 % 1 0,0 % 9 0,3 % 12 0,4 % 0,8 %
Venezuela 12 1,5 % 28 3,4 % 26 3,2 % 170 20,8 % 236 28,9 % 30,1 %
Albanien - - 6 0,4 % 1 0,1 % 5 0,3 % 12 0,7 % 1,2 %
Bosnien und
Herzegowina
1 0,1 % 1 0,1 % - - - - 2 0,2 % 0,4 %
Ghana - - 3 1,0 % - - 7 2,3 % 10 3,4 % 5,1 %
Kosovo - - - - 1 0,4 % 6 2,3 % 7 2,7 % 5,9 %
Montenegro - - - - 1 0,4 % - - 1 0,4 % 0,7 %
Senegal - - 2 1,6 % 2 1,6 % 3 2,4 % 7 5,6 % 13,7 %
Serbien - - 1 0,1 % - - 7 0,4 % 8 0,5 % 0,9 %
Algerien 1 0,1 % 11 0,8 % 4 0,3 % 1 0,1 % 17 1,2 % 4,0 %
Marokko - - 18 2,1 % 16 1,8 % 5 0,6 % 39 4,5 % 11,4 %
Tunesien 2 0,3 % 7 1,1 % 3 0,5 % 2 0,3 % 14 2,2 % 6,1 %
Armenien 1 0,2 % 4 0,7 % 3 0,5 % 9 1,6 % 17 3,0 % 4,8 %
Ukraine - - 5 1,6 % 3 1,0 % - - 8 2,5 % 7,0 %
Belarus 1 0,4 % 9 3,7 % - - 2 0,8 % 12 4,9 % 16,9 %
01.01. – 31.08.2022 Quote zu Frage 1babsolut Anteil Anteil
Asylberechtigung 1.479 1,0 % 1,3 %
darunter Familienschutz 440 0,3 % 0,4 %
Flüchtlingsschutz (§ 3 Absatz 1 AsylG) 26.413 17,5 % 22,6 %
darunter Familienschutz 18.459 12,2 % 15,8 %
Subsidiärer Schutz nach
§ 4 Absatz 1 Nummer 1 AsylG 54 0,0 % 0,0 %
§ 4 Absatz 1 Nummer 2 AsylG 32.616 21,6 % 27,9 %
§ 4 Absatz 1 Nummer 3 AsylG 507 0,3 % 0,4 %
§ 4 Absatz 1 AsylG Familienschutz 5.128 3,4 % 4,4 %
Summe subsidiärer Schutz 38.305 25,3 % 32,8 %
Abschiebungsverbot nach
§ 60 Absatz 5 AufenthG 17.381 11,5 % 14,9 %
§ 60 Absatz 7 AufenthG 191 0,1 % 0,2 %
Summe Abschiebungsverbot 17.572 11,6 % 15,0 %
Gesamtschutz 83.769 55,4 % 71,6 %
1. Halbjahr
2022
Asylberechtigung
Artikel 16a GG
Flüchtlingsschutz
§ 3 Absatz 1
AsylG
Subsidiärer
Schutz
§ 4 Absatz 1
AsylG
Abschiebungsverbot § 60
Absätze 5
und 7
AufenthG
Gesamtschutz
Quote
zu
Frage
1b
absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil Anteil
Herkunftsländer gesamt
1.211 1,1 % 19.567 17,8 % 27.839 25,3 % 10.298 9,3 % 58.915 53,5 % 70,5 %
darunter:
Syrien 98 0,3 % 8.425 22,2 % 25.580 67,4 % 147 0,4 % 34.250 90,3 % 99,9 %
Afghanistan 549 3,4 % 2.751 16,8 % 558 3,4 % 8.517 52,0 % 12.375 75,5 % 98,9 %
Irak 8 0,1 % 1.544 13,4 % 395 3,4 % 580 5,0 % 2.527 21,9 % 28,6 %
Türkei 170 3,4 % 1.385 27,5 % 40 0,8 % 18 0,4 % 1.613 32,0 % 38,3 %
Georgien - - 5 0,2 % 2 0,1 % 10 0,3 % 17 0,6 % 0,7 %
Ungeklärt 52 2,0 % 1.302 48,8 % 261 9,8 % 44 1,7 % 1.659 62,2 % 81,8 %
Somalia 32 1,4 % 1.015 45,4 % 166 7,4 % 189 8,5 % 1.402 62,8 % 83,5 %
Iran 50 2,2 % 568 24,8 % 51 2,2 % 29 1,3 % 698 30,5 % 47,8 %
Eritrea 30 1,5 % 1.396 69,3 % 195 9,7 % 57 2,8 % 1.678 83,3 % 92,0 %
Moldau - - 1 0,0 % - - 5 0,2 % 6 0,2 % 0,6 %
Nigeria 8 0,4 % 107 4,7 % 14 0,6 % 118 5,2 % 247 10,8 % 17,9 %
Venezuela 12 1,8 % 23 3,4 % 18 2,6 % 148 21,8 % 201 29,6 % 31,1 %
Russische
Föderation
39 2,9 % 61 4,5 % 42 3,1 % 16 1,2 % 158 11,7 % 21,6 %
Albanien - - 3 0,2 % 1 0,1 % 4 0,3 % 8 0,6 % 1,0 %
Nordmazedonien
- - 2 0,1 % 1 0,0 % 9 0,4 % 12 0,5 % 1,0 %
Bosnien und
Herzegowina
1 0,1 % 1 0,1 % - - - - 2 0,2 % 0,5 %
Ghana - - 3 1,2 % - - 6 2,5 % 9 3,7 % 5,6 %
Kosovo - - - - 1 0,5 % 6 2,8 % 7 3,2 % 7,1 %
Montenegro - - - - 1 0,4 % - - 1 0,4 % 0,8 %
Senegal - - 2 2,2 % 2 2,2 % 3 3,4 % 7 7,9 % 17,9 %
Serbien - - - - - - 7 0,5 % 7 0,5 % 1,0 %
Algerien 1 0,1 % 7 0,6 % 3 0,3 % 1 0,1 % 12 1,1 % 3,6 %
Marokko - - 15 2,2 % 14 2,1 % 4 0,6 % 33 4,9 % 12,4 %
Tunesien 1 0,2 % 5 1,1 % 2 0,4 % 2 0,4 % 10 2,1 % 5,8 %
Armenien - - 3 0,7 % 2 0,5 % 9 2,1 % 14 3,3 % 5,1 %
Ukraine - - 4 1,5 % 2 0,7 % - - 6 2,2 % 5,3 %
Belarus 1 0,6 % 9 5,4 % - - 2 1,2 % 12 7,1 % 23,5 %
1. Halbjahr 2022 Quote zu Frage 1babsolut Anteil Anteil
Asylberechtigung 1.211 1,1 % 1,4 %
darunter Familienschutz 353 0,3 % 0,4 %
Flüchtlingsschutz (§ 3 Absatz 1 AsylG) 19.567 17,8 % 23,4 %
darunter Familienschutz 14.109 12,8 % 16,9 %
Subsidiärer Schutz nach
§ 4 Absatz 1 Nummer 1 AsylG 33 0,0 % 0,0 %
§ 4 Absatz 1 Nummer 2 AsylG 23.713 21,5 % 28,4 %
§ 4 Absatz 1 Nummer 3 AsylG 408 0,4 % 0,5 %
§ 4 Absatz 1 AsylG Familienschutz 3.685 3,3 % 4,4 %
Summe subsidiärer Schutz 27.839 25,3 % 33,3 %
Abschiebungsverbot nach
1. Halbjahr 2022 Quote zu Frage 1babsolut Anteil Anteil
§ 60 Absatz 5 AufenthG 10.134 9,2 % 12,1 %
§ 60 Absatz 7 AufenthG 164 0,1 % 0,2 %
Summe Abschiebungsverbot 10.298 9,3 % 12,3 %
Gesamtschutz 58.915 53,5 % 70,5 %
Nähere Angaben zu den Gründen sonstiger Verfahrenserledigungen für die
genannten Zeiträume können den folgenden Tabellen entnommen werden:
01.01. – 31.08.2022 Entscheidungskategorie
Abschiebung vor Entscheidung 5
Antrag nicht weiter bearbeitet 4
Einstellung wegen § 33 Absätze 1 und 2, § 32a Absatz 2 AsylG 3.468
nicht erforderlich, Dublin 161
sonstige Einstellung 2.451
Unzulässig (§ 29 Absatz 1 Nummer 1 AsylG) 14.172
Unzulässig (§ 29 Absatz 1 Nummer 2 AsylG) 3.823
Unzulässig (§ 29 Absatz 1 Nummer 3 AsylG) 7
Unzulässig (§ 29 Absatz 1 Nummer 4 AsylG) 5
Unzulässig (kein Zweitverfahren § 29 Absatz 1 Nummer 5 AsylG) 1.203
1. Halbjahr 2022 Entscheidungskategorie
Abschiebung vor Entscheidung 2
Antrag nicht weiter bearbeitet 4
Einstellung wegen § 33 Absätze 1 und 2, § 32a Absatz 2 AsylG 2.579
nicht erforderlich, Dublin 136
sonstige Einstellung 1.950
Unzulässig (§ 29 Absatz 1 Nummer 1 AsylG) 11.256
Unzulässig (§ 29 Absatz 1 Nummer 2 AsylG) 2.622
Unzulässig (§ 29 Absatz 1 Nummer 3 AsylG) 3
Unzulässig (§ 29 Absatz 1 Nummer 4 AsylG) 5
Unzulässig (kein Zweitverfahren § 29 Absatz 1 Nummer 5 AsylG) 986
Unzulässig (kein Folgeverfahren § 29 Absatz 1 Nummer 5 AsylG) 7.015
c) Beabsichtigt die Bundesregierung, das BAMF anzuweisen, die
bereinigte Gesamtschutzquote bei entsprechenden Veröffentlichungen
künftig gesondert anzugeben, insbesondere vor dem Hintergrund, dass
diese im Jahr 2021 mit 63,1 Prozent deutlich höher ausfiel als die vom
BAMF und der Bundesregierung verwandte unbereinigte Schutzquote
in Höhe von 39,9 Prozent (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller) und
damit nach Auffassung der Fragestellenden in der Öffentlichkeit ein
unzutreffender Eindruck über den Grad der Schutzbedürftigkeit der in
Deutschland um Asyl nachsuchenden Menschen entstehen könnte
(bitte begründen)?
Nein. Es wird zunächst auf die diesbezüglichen Erläuterungen in der Antwort
zu den Fragen 1a und 1b verwiesen. Eine Gesamtschutzquote ohne
Berücksichtigung der formellen ablehnenden Entscheidungen würde ein verfälschtes Bild
insbesondere hinsichtlich der Bleibeperspektive von Asylbewerbern
verursachen und gerade damit in der Öffentlichkeit einen unzutreffenden Eindruck
über den Grad der Schutzbedürftigkeit der in Deutschland um Asyl
nachsuchenden Menschen entstehen lassen. Daher verwendet die Bundesregierung
die umfassende Gesamtschutzquote, die von den Fragestellenden unzutreffend
als „unbereinigte Schutzquote“ bezeichnet wird.
d) Beabsichtigt die Bundesregierung, das BAMF anzuweisen, eine neue
Verlaufsstatistik einzuführen, durch die erkennbar wird, wie viele der
in Deutschland um Asyl nachsuchenden Menschen am Ende eines
rechtsstaatlichen Verfahrens einen Schutzstatus erhalten haben, d. h.
unter Berücksichtigung korrigierender Gerichtsentscheidungen oder
Korrekturen durch das BAMF selbst, vor dem Hintergrund, dass
hierzu derzeit keine statistischen Angaben gemacht werden können, es
aber in absoluten und relativen Zahlen zu vielen (insbesondere
gerichtlichen) Korrekturen von BAMF-Bescheiden kommt (siehe
Vorbemerkung der Fragesteller), sodass die Betrachtung nur der behördlichen
Schutzquote nach Auffassung der Fragestellenden ein unzutreffendes
Bild über die tatsächliche Schutzbedürftigkeit Asylsuchender
vermitteln könnte (bitte begründen)?
Nein. Der aktuellste Schutzstatus eines um Asyl nachsuchenden Menschen –
ggf. unter Berücksichtigung korrigierender Gerichtsentscheidungen – sowie das
damit verbundene Aufenthaltsrecht sind aus den Daten des
Ausländerzentralregisters (AZR) ersichtlich. Daten über Gerichtsentscheidungen werden zudem
anlassbezogen veröffentlicht, z. B. im Rahmen von parlamentarischen
Anfragen.
Es wird auf die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der
Fraktion DIE LINKE. auf Bundestagsdrucksache 20/3201, insbesondere die
Antwort zu Frage 24, verwiesen. Eine Verlaufsstatistik und daraus berechnete
Quoten wären schon deshalb statistisch nicht belastbar, da gerichtlich angefochtene
Asylentscheidungen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF)
zu einem bestimmten Kalenderjahr oft erst im Verlauf der Folgejahre
entschieden werden, sodass ggf. verlässliche Daten und Quoten zu den endgültigen
Asylentscheidungen zu einem bestimmten Kalenderjahr in keinem Fall zeitnah,
sondern ggf. erst mehrere Jahre später ermittelt werden könnten. Schon deshalb
wäre die Einführung einer Verlaufsstatistik im Sinne der Fragestellung weder
zweckmäßig noch zielführend, sondern würde zu verzerrten Antworten
hinsichtlich der jeweiligen Jahreszuordnungen führen.
e) Beabsichtigt die Bundesregierung, das BAMF anzuweisen, den Anteil
der von den Verwaltungsgerichten korrigierten BAMF-Bescheide
künftig so zu berechnen und anzugeben, dass sonstige
Verfahrenserledigungen der Gerichte bei der Berechnung der Aufhebungsquote
unberücksichtigt bleiben, weil diese keine Aussage zur
Schutzbedürftigkeit der Betroffenen beinhalten und nicht als Bestätigung der
Entscheidungen des BAMF gewertet werden können (siehe Vorbemerkung der
Fragesteller und Antwort zu Frage 18 auf
Bundestagsdrucksache 19/22023), sodass nach Auffassung der Fragestellenden ein
falscher Eindruck entstehen könnte, in welchem Ausmaß BAMF-
Bescheide nach einer inhaltlichen Überprüfung durch die Gerichte
bestätigt bzw. aufgehoben werden (bitte begründen)?
Es wird auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 16a der Kleinen
Anfrage der Fraktion DIE LINKE. auf Bundestagsdrucksache 19/1371 verwiesen.
f) Befürwortet die Bundesregierung eine Änderung der Regelung nach
§ 14a des Asylgesetzes (AsylG), die dazu führt, dass bei hier
geborenen Kindern von Asylsuchenden bzw. von Geduldeten oder von
Personen mit einer Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Absatz 5 des
Aufenthaltsgesetzes (nach einem Asylverfahren) ein Asylantrag von Amts
wegen als gestellt gilt, vor dem Hintergrund, dass diese Regelung nach
Einschätzung der Fragestellenden zu einem statistischen Anstieg der
Zahl Asylsuchender in Deutschland führt, obwohl die hier geborenen
Kinder nicht nach Deutschland eingereist sind, sie also nicht dem
üblichen Bild „Asylsuchender“ entsprechen, und in aller Regel keine
eigenständige inhaltliche Asylprüfung für diese Kinder erfolgt (bitte
begründen)?
Bei der Asylstatistik handelt es sich nicht um eine Einreisestatistik, sondern
eine Statistik über Asylanträge. Soweit für in Deutschland geborene Kinder ein
Asylantrag gestellt wird, geht dies in die Asylstatistik ein.
Durch die Fiktion der Antragstellung für ledige Kinder nach § 14a des
Asylgesetzes (AsylG) soll verhindert werden, dass durch sukzessive
Asylantragstellung überlange Aufenthaltszeiten in Deutschland ohne aufenthaltsrechtliche
Perspektive für die Betroffenen entstehen. Durch die Antragsfiktion wird
zeitnah geprüft, ob für das ledige Kind eigenständige Asylgründe vorliegen. Eine
Änderung dieser Regelung aus von den Fragestellern genannten Gründen der
Asylstatistik ist nicht geplant.
2. a) Wie viele der Anerkennungen nach § 3 Absatz 1 AsylG in
Anwendung der GFK im ersten Halbjahr 2022 beruhten auf staatlicher,
nichtstaatlicher bzw. geschlechtsspezifischer Verfolgung bzw. waren
Familienflüchtlingsschutzstatus (bitte in absoluten und relativen
Zahlen und noch einmal gesondert nach den 15 wichtigsten
Herkunftsländern angeben)?
Angaben zu Entscheidungen aufgrund staatlicher, nichtstaatlicher bzw.
geschlechtsspezifischer Verfolgung werden nur für Entscheidungen nach § 3
Absatz 1 AsylG erfasst und können der nachfolgenden Tabelle entnommen
werden:
1. Halbjahr
2022
Gewährung von Flüchtlingsschutz nach § 3 Absatz 1 AsylG
Familienflüchtlingsschutz nach
§ 26 Absatz 5
AsylG
staatliche Verfolgung nichtstaatliche Verfolgung
davon
geschlechtsspez.
Verfolgung
davon
geschlechtsspez.
Verfolgung
Herkunftsländer gesamt
19.567 14.109 3.284 690 1.659 936
darunter:
Syrien 8.425 7.782 506 89 63 18
Afghanistan 2.751 856 1.228 318 588 200
Irak 1.544 1.293 43 6 196 108
Türkei 1.385 581 762 98 11 2
Georgien 5 1 0 0 4 4
Ungeklärt 1.302 708 244 31 159 27
Somalia 1.015 566 17 15 386 369
Iran 568 274 261 56 14 10
Eritrea 1.396 1.363 12 5 12 12
Moldau 1 1 0 0 0 0
Nigeria 107 79 1 1 23 22
1. Halbjahr
2022
Gewährung von Flüchtlingsschutz nach § 3 Absatz 1 AsylG
Familienflüchtlingsschutz nach
§ 26 Absatz 5
AsylG
staatliche Verfolgung nichtstaatliche Verfolgung
davon
geschlechtsspez.
Verfolgung
davon
geschlechtsspez.
Verfolgung
Venezuela 23 15 6 0 2 1
Russische
Föderation
61 41 20 8 0 0
Albanien 3 3 0 0 0 0
Nordmazedonien
2 2 0 0 0 0
b) Wie viele der Anerkennungen waren Schutzstatus nach § 26 AsylG für
Familienangehörige bereits Anerkannter (bitte jeweils nach dem
Bezugsstatus – Asylberechtigung, Flüchtlingsstatus nach der GFK bzw.
subsidiärem Schutz – differenzieren), und wie viele dieser erteilten
Status betrafen in Deutschland geborene Kinder (bitte nach den 15
wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
1. Halbjahr
2022
§ 26 AsylG
Anerkennung
§ 3 Absatz 1 AsylG
Familienschutz
§ 4 Absatz 1 AsylG
Familienschutz
davon in
DE geborene
Kinder
davon in
DE geborene
Kinder
davon in
DE geborene
Kinder
Herkunftsländer gesamt
353 84 14.109 7.562 3.685 2.030
darunter:
Syrien 58 25 7.782 4.256 2.702 1.463
Afghanistan 82 7 856 366 178 81
Irak 7 4 1.293 939 221 142
Türkei 88 15 581 157 28 6
Georgien 0 0 1 1 2 0
Ungeklärt 8 0 708 334 117 63
Somalia 4 1 566 309 92 57
Iran 22 4 274 114 14 3
Eritrea 21 9 1.363 702 154 120
Moldau 0 0 1 1 0 0
Nigeria 3 2 79 59 11 11
Venezuela 2 1 15 1 0 0
Russische
Föderation 8
2 41 15 23 5
Albanien 0 0 3 1 1 1
Nordmazedonien 0
0 2 1 0 0
c) Wie viele der Asylsuchenden verfügten zum Zeitpunkt der
Asylantragstellung über einen rechtmäßigen Aufenthaltstitel (welchen?) oder eine
Duldung (bitte auch nach den zehn wichtigsten Herkunftsstaaten
differenzieren), und wie viele Personen verfügten zuletzt über einen
Aufenthaltstitel zur Familienzusammenführung mit einem
Schutzberechtigten (bitte wie in der Antwort zu Frage 2c auf
Bundestagsdrucksache 20/432 differenzieren)?
Zum Stichtag 30. Juni 2022 waren im Ausländerzentralregister (AZR)
10 887 Personen erfasst, die im ersten Halbjahr 2022 einen Asylantrag gestellt
haben, während sie einen gültigen Aufenthaltstitel oder eine gültige Duldung
besaßen.
3 686 Personen verfügten zum Zeitpunkt ihrer Asylantragstellung über einen
gültigen Aufenthaltstitel zur Familienzusammenführung mit einem
Schutzberechtigten im ersten Halbjahr 2022. Die weiteren Angaben können den
nachstehenden Tabellen entnommen werden.
Asylantragstellung, während ein gültiger Titel
oder eine Duldung vorlagen
1.Halbjahr 2022
Gesamt 10.887
davon:
Aufenthaltserlaubnis – familiäre Gründen 4.528
Aufenthaltserlaubnis völkerrechtliche, humanitäre,
politische Gründe
784
Aufenthaltserlaubnis – Erwerbstätigkeit 23
Aufenthaltserlaubnis – Ausbildung 156
Aufenthaltserlaubnis – Besondere Aufenthaltsrechte 128
EU-Aufenthaltsrechte 3
Duldungen 5.265
Asylantragstellung, während ein gültiger Titel
oder eine Duldung vorlagen
1.Halbjahr 2022
alle Staatsangehörigkeiten 10.887
darunter:
Syrien 4.110
Afghanistan 2.443
Irak 500
Ungeklärt 461
Somalia 371
Eritrea 359
Iran 344
Türkei 321
Ukraine 188
Nigeria 174
Asylantragstellung während ein gültiger Aufenthaltstitel zur
Familienzusammenführung mit einem Schutzberechtigten
vorlag
1.Halbjahr 2022
Gesamt 3.686
davon:
nach § 32 Absatz 1 Nummer 2 AufenthG
(Kindesnachzug zu Asylberechtigtem oder anerkanntem
Flüchtling)
2.108
nach § 36a Absatz 1 Satz 2 AufenthG
(Elternnachzug zu minderjährigen subsidiär
Schutzberechtigten)
101
Asylantragstellung während ein gültiger Aufenthaltstitel zur
Familienzusammenführung mit einem Schutzberechtigten
vorlag
1.Halbjahr 2022
nach § 36a Absatz 1 Satz 1 Variante 2 AufenthG
(Kindesnachzug zu subsidiär Schutzberechtigten)
551
nach § 30 Absatz 1 Satz 1 Nummer 3c Variante 3 AufenthG
(Ehegattennachzug zu Asylberechtigtem)
16
nach § 32 Absatz 1 Nummer 1 AufenthG
(Altfall – Kindesnachzug zu Asylberechtigten)
5
nach § 30 Absatz 1 Satz 1 Nummer 3c Variante 4 AufenthG
(Ehegattennachzug zu anerkanntem Flüchtling)
711
nach § 36a Absatz 1 Satz 1 Variante 1 AufenthG
(Ehegattennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten)
194
Aufhältige Ausländer mit Aufenthaltstitel zur
Familienzusammenführung mit einem Schutzberechtigten zum Stichtag
30.06.2022
Anzahl
Personen
Gesamt 85.159
davon:
nach § 30 Absatz 1 Satz 1 Nummer 3c Variante 3 AufenthG
(Ehegattennachzug zu Asylberechtigtem)
1.231
nach § 36a Absatz 1 Satz 1 Variante 1 AufenthG
(Ehegattennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten)
4.113
nach § 30 Absatz 1 Satz 1 Nummer 3c Variante 4 AufenthG
(Ehegattennachzug zu anerkanntem Flüchtling)
34.526
nach § 32 Absatz 1 Nummer 2 AufenthG
(Kindesnachzug zu Asylberechtigtem oder anerkanntem
Flüchtling)
37.531
nach § 36a Absatz 1 Satz 1 Variante 2 AufenthG
(Kindesnachzug zu subsidiär Schutzberechtigten)
7.244
nach § 36a Absatz 1 Satz 2 AufenthG (Elternnachzug
zu minderjährigen subsidiär Schutzberechtigten)
514
Aufhältige Ausländer mit Aufenthaltstitel zur
Familienzusammenführung mit einem Schutzberechtigten zum Stichtag
30.06.2022
Anzahl
Personen
Gesamt 85.159
darunter:
Syrien 51.331
Irak 9.422
Türkei 3.897
Afghanistan 3.522
Ungeklärt 2.922
Pakistan 2.642
Iran 2.579
Staatenlos 1.835
Somalia 1.329
Eritrea 1.094
d) Wie hoch waren im ersten Halbjahr 2022 die bereinigten
Schutzquoten, wenn Verfahren, die zu einer Anerkennung im Rahmen des
Familienasyls bzw. des Familienschutzes führten, nicht berücksichtigt
werden (bitte in absoluten und relativen Zahlen angeben und zudem nach
den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Angaben zu Entscheidungen mit bzw. ohne Einbeziehung von Entscheidungen
zum Familienschutz (ohne Quoten) für das erste Halbjahr 2022 können der
nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
1. Halbjahr 2022
Asylberechtigung
Artikel 16a GG
Flüchtlingsschutz
§ 3 I AsylG
Subsidiärer Schutz
§ 4 I AsylG
ohne
Familienschutz
mit
Familienschutz
ohne
Familienschutz
mit
Familienschutz
ohne
Familienschutz
mit
Familienschutz
Alle HKL 858 1.211 5.458 19.567 24.154 27.839
Syrien 40 98 643 8.425 22.878 25.580
Afghanistan 467 549 1.895 2.751 380 558
Irak 1 8 251 1.544 174 395
Türkei 82 170 804 1.385 12 40
Georgien - - 4 5 - 2
Ungeklärt 44 52 594 1.302 144 261
Somalia 28 32 449 1.015 74 166
Iran 28 50 294 568 37 51
Eritrea 9 30 33 1.396 41 195
Moldau - - - 1 - -
Nigeria 5 8 28 107 3 14
Venezuela 10 12 8 23 18 18
Russische
Föderation
31 39 20 61 19 42
Albanien - - - 3 - 1
Nordmazedonien - - - 2 1 1
Im Übrigen wird auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 1c der Kleinen
Anfrage der Fraktion DIE LINKE. auf Bundestagsdrucksache 19/28109
verwiesen.
3. Welche Organisationseinheiten des BAMF (bitte genau bezeichnen)
wurden im ersten Halbjahr 2022 wegen signifikant negativer oder signifikant
positiver (bitte getrennt darstellen) Abweichungen bei den (bereinigten)
Schutzquoten um Stellungnahme gebeten, und welche Abweichungen in
Bezug auf welche Herkunftsländer waren dies (bitte genauer bezeichnen
und in Tabellenform wie in der Antwort zu Frage 3 auf
Bundestagsdrucksache 20/432 darstellen)?
Welche Erklärungen wurden von den jeweiligen Organisationseinheiten
für die signifikanten Abweichungen gegeben (bitte ausführen), und
inwieweit wurden diese Erklärungen vom BAMF als nachvollziehbar
bewertet bzw. welche Schlussfolgerungen wurden hieraus gegebenenfalls
gezogen (bitte ausführen)?
Die Überprüfung der Entscheidungspraxis der Außenstellen des BAMF für das
erste Halbjahr 2022 ist noch nicht abgeschlossen.
Hinsichtlich Vorgehensweise und Kriterien wird auf die Ausführungen in der
Antwort der Bundesregierung zu Frage 3 der Kleinen Anfrage der Fraktion
DIE LINKE. auf Bundestagsdrucksache 20/2309 verwiesen.
4. Bei wie vielen Asylentscheidungen hat das BAMF seit der statistischen
Erfassung dieser Daten einen subsidiären Schutzstatus nach § 4 Absatz 1
Nummer 1, Nummer 2 bzw. Nummer 3 AsylG erteilt (bitte in absoluten
und relativen Zahlen nach Jahren auflisten und für die zehn
Herkunftsstaaten, auf die seit der statistischen Erfassung dieser Daten die meisten
subsidiären Schutzstatus entfallen sind, ebenfalls nach den drei
Nummern und nach Jahren differenziert darstellen)?
Liegen genauere statistische Angaben dazu vor, nach welchen Nummern
des § 4 Absatz 1 AsylG subsidi��re Schutzstatus durch die Gerichte
angeordnet wurden, und wenn ja, wie lauten diese Daten für die Jahre,
seitdem dies erfasst wird (bitte wie zuvor differenzieren)?
Die Angaben können den folgenden Tabellen entnommen werden.
Asylentscheidungen BAMF:
Jahr 2014
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 1 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 2 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 3 AsylG
subsidiärer
Schutz
Gesamtabsolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten gesamt
73 1,6 % 1.363 30,0 % 3.101 68,3 % 4.537
darunter:
Syrien 38 1,2 % 528 16,8 % 2.570 82,0 % 3.136
Afghanistan 10 3,4 % 226 75,8 % 62 20,8 % 298
Ungeklärt 8 3,5 % 86 37,2 % 137 59,3 % 231
Somalia 2 1,0 % 184 88,5 % 22 10,6 % 208
Eritrea 12 5,9 % 189 93,1 % 2 1,0 % 203
Staatenlos 0 0,0 % 68 34,2 % 131 65,8 % 199
sonstige asiatische
Staatsangehörigkeiten
1 0,8 % 25 20,3 % 97 78,9 % 123
Irak 0 0,0 % 18 19,6 % 74 80,4 % 92
Iran 2 5,0 % 38 95,0 % 0 0,0 % 40
Jemen 0 0,0 % 1 14,3 % 6 85,7 % 7
Jahr 2015
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 1 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 2 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 3 AsylG
subsidiärer
Schutz
Gesamtabsolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten gesamt
26 2,1 % 781 62,5 % 442 35,4 % 1.249
darunter:
Eritrea 1 0,3 % 340 99,1 % 2 0,6 % 343
Afghanistan 14 4,9 % 182 63,4 % 91 31,7 % 287
Irak 4 1,5 % 19 7,1 % 246 91,4 % 269
Somalia 1 0,4 % 203 81,2 % 46 18,4 % 250
Jemen 0 0,0 % 15 45,5 % 18 54,5 % 33
Syrien 1 3,3 % 3 10,0 % 26 86,7 % 30
Iran 5 25,0 % 15 75,0 % 0 0,0 % 20
sonstige asiatische
Staatsangehörigkeiten
0 0,0 % 3 21,4 % 11 78,6 % 14
Ungeklärt 0 0,0 % 1 33,3 % 2 66,7 % 3
Staatenlos 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 0
Jahr 2016
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 1 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 2 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 3 AsylG
subsidiärer
Schutz
Gesamtabsolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten gesamt
593 0,4 % 8.834 5,8 % 142.284 93,8 % 151.711
darunter:
Syrien 291 0,2 % 230 0,2 % 120.524 99,6 % 121.045
Irak 36 0,3 % 1.071 9,9 % 9.733 89,8 % 10.840
Ungeklärt 22 0,4 % 70 1,2 % 5.948 98,5 % 6.040
Afghanistan 131 2,3 % 3.157 55,0 % 2.455 42,7 % 5.743
Eritrea 16 0,4 % 3.177 87,9 % 422 11,7 % 3.615
Staatenlos 2 0,1 % 16 0,7 % 2.228 99,2 % 2.246
Somalia 16 1,5 % 917 85,1 % 145 13,5 % 1.078
sonstige asiatische
Staatsangehörigkeiten
7 1,1 % 13 2,0 % 639 97,0 % 659
Iran 54 22,4 % 178 73,9 % 9 3,7 % 241
Jemen 18 8,8 % 5 2,5 % 181 88,7 % 204
Jahr 2017
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 1 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 2 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 3 AsylG
subsidiärer
Schutz
Gesamtabsolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten gesamt
291 0,3 % 15.318 17,3 % 72.882 82,4 % 88.491
darunter:
Syrien 63 0,1 % 191 0,4 % 51.854 99,5 % 52.108
Irak 26 0,2 % 1.633 12,0 % 11.926 87,8 % 13.585
Eritrea 22 0,3 % 6.781 96,3 % 240 3,4 % 7.043
Afghanistan 93 1,5 % 4.188 65,4 % 2.119 33,1 % 6.400
Somalia 26 0,6 % 1.733 42,5 % 2.320 56,9 % 4.079
Ungeklärt 9 0,4 % 152 6,3 % 2.238 93,3 % 2.399
Staatenlos 0 0,0 % 76 7,1 % 996 92,9 % 1.072
Jemen 4 0,6 % 16 2,3 % 672 97,1 % 692
Iran,
Islamische Republik
45 7,6 % 536 90,5 % 11 1,9 % 592
sonstige asiatische
Staatsangehörigkeiten.
3 0,6 % 12 2,3 % 506 97,1 % 521
Jahr 2018
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 1 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 2 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 3 AsylG
subsidiärer
Schutz
Gesamtabsolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten gesamt
40 0,2 % 3.561 17,3 % 17.041 82,6 % 20.642
darunter:
Syrien 20 0,1 % 102 0,7 % 15.211 99,2 % 15.333
Eritrea 5 0,2 % 2.531 98,8 % 25 1,0 % 2.561
Somalia 3 0,5 % 192 31,3 % 419 68,2 % 614
Afghanistan 3 0,6 % 410 80,7 % 95 18,7 % 508
Jemen 0 0,0 % 2 0,4 % 493 99,6 % 495
Irak 0 0,0 % 167 34,4 % 318 65,6 % 485
Ungeklärt 1 0,3 % 16 4,6 % 332 95,1 % 349
Jahr 2018
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 1 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 2 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 3 AsylG
subsidiärer
Schutz
Gesamtabsolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Staatenlos 0 0,0 % 2 1,4 % 146 98,6 % 148
Iran 8 5,4 % 139 94,6 % 0 0,0 % 147
sonstige asiatische
Staatsangehörigkeiten
0 0,0 % 0 0,0 % 2 100,0 % 2
Jahr 2019
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 1 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 2 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 3 AsylG
subsidiärer
Schutz
Gesamtabsolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten gesamt
12 0,1 % 1.861 13,6 % 11.809 86,3 % 13.682
darunter:
Syrien 7 0,1 % 787 6,7 % 10.911 93,2 % 11.705
Jemen 0 0,0 % 10 1,7 % 578 98,3 % 588
Eritrea 1 0,2 % 549 98,9 % 5 0,9 % 555
Ungeklärt 1 0,5 % 15 7,7 % 179 91,8 % 195
Irak 0 0,0 % 131 69,7 % 57 30,3 % 188
Afghanistan 1 0,6 % 146 82,5 % 30 16,9 % 177
Somalia 0 0,0 % 115 94,3 % 7 5,7 % 122
Iran 2 1,8 % 108 98,2 % 0 0,0 % 110
Staatenlos 0 0,0 % 0 0,0 % 40 100,0 % 40
sonstige asiatische
Staatsangehörigkeiten.
0 0,0 % 0 0,0 % 2 100,0 % 2
Jahr 2020
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 1 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 2 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 3 AsylG
subsidiärer
Schutz
Gesamtabsolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten gesamt
10 0,1 % 7.923 60,1 % 5.240 39,8 % 13.173
darunter:
Syrien. 2 0,0 % 6.880 58,8 % 4.819 41,2 % 11.701
Eritrea 0 0,0 % 354 100,0 % 0 0,0 % 354
Afghanistan 0 0,0 % 207 79,6 % 53 20,4 % 260
Jemen 1 0,4 % 18 6,9 % 240 92,7 % 259
Ungeklärt 0 0,0 % 94 51,4 % 89 48,6 % 183
Iran 6 4,2 % 136 95,1 % 1 0,7 % 143
Irak 1 0,7 % 124 88,6 % 15 10,7 % 140
Somalia 0 0,0 % 85 89,5 % 10 10,5 % 95
Staatenlos 0 0,0 % 25 65,8 % 13 34,2 % 38
sonstige asiatische
Staatsangehörigkeiten
0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 0
Jahr 2021
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 1 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 2 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 3 AsylG
subsidiärer
Schutz
Gesamtabsolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten gesamt
11 0,1 % 16.366 96,7 % 540 3,2 % 16.917
darunter:
Syrien 6 0,0 % 15.522 97,5 % 388 2,4 % 15.916
Afghanistan 2 0,9 % 188 88,3 % 23 10,8 % 213
Ungeklärt 0 0,0 % 177 91,7 % 16 8,3 % 193
Eritrea 0 0,0 % 162 100,0 % 0 0,0 % 162
Jemen 0 0,0 % 28 21,4 % 103 78,6 % 131
Irak 0 0,0 % 118 93,7 % 8 6,3 % 126
Iran 2 2,7 % 72 97,3 % 0 0,0 % 74
Somalia 1 1,4 % 71 95,9 % 2 2,7 % 74
Staatenlos 0 0,0 % 28 100,0 % 0 0,0 % 28
sonstige asiatische
Staatsangehörigkeiten
0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 0
01.01. – 31.08.2022
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 1 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 2 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 3 AsylG
subsidiärer
Schutz
Gesamtabsolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten gesamt
54 0,2 % 32.382 98,3 % 500 1,5 % 32.936
darunter:
Syrien 46 0,1 % 30.964 99,3 % 187 0,6 % 31.197
Afghanistan 6 0,8 % 706 98,9 % 2 0,3 % 714
Jemen 0 0,0 % 43 14,1 % 261 85,9 % 304
Irak 0 0,0 % 222 86,0 % 36 14,0 % 258
Ungeklärt 0 0,0 % 204 94,0 % 13 6,0 % 217
Somalia 0 0,0 % 122 99,2 % 1 0,8 % 123
Iran 2 3,2 % 60 96,8 % 0 0,0 % 62
Eritrea 0 0,0 % 49 100,0 % 0 0,0 % 49
Staatenlos 0 0,0 % 12 100,0 % 0 0,0 % 12
sonstige asiatische
Staatsangehörigkeiten
0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 0
Gerichtsentscheidungen:
Jahr 2014
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 1 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 2 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 3 AsylG
subsidiärer
Schutz
Gesamtabsolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten gesamt
30 10,6 % 146 51,8 % 106 37,6 % 282
darunter:
Afghanistan 15 8,7 % 115 66,9 % 42 24,4 % 172
Somalia 11 16,7 % 9 13,6 % 46 69,7 % 66
Irak 1 4,8 % 2 9,5 % 18 85,7 % 21
Iran 3 20,0 % 12 80,0 % 0 0,0 % 15
Russische
Föderation
0 0,0 % 4 100,0 % 0 0,0 % 4
Jahr 2014
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 1 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 2 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 3 AsylG
subsidiärer
Schutz
Gesamtabsolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Syrien 0 0,0 % 3 100,0 % 0 0,0 % 3
Ungeklärt 0 0,0 % 1 100,0 % 0 0,0 % 1
Eritrea 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 0
Libyen 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 0
Ukraine 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 0
Jahr 2015
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 1 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 2 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 3 AsylG
subsidiärer
Schutz
Gesamtabsolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten gesamt
40 18,0 % 117 52,7 % 65 29,3 % 222
darunter:
Afghanistan 10 10,1 % 81 81,8 % 8 8,1 % 99
Somalia 19 21,8 % 17 19,5 % 51 58,6 % 87
Russische
Föderation
9 37,5 % 14 58,3 % 1 4,2 % 24
Irak 0 0,0 % 3 42,9 % 4 57,1 % 7
Iran 2 50,0 % 2 50,0 % 0 0,0 % 4
Ungeklärt 0 0,0 % 0 0,0 % 1 100,0 % 1
Eritrea 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 0
Libyen 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 0
Syrien 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 0
Ukraine 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 0
Jahr 2016
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 1 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 2 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 3 AsylG
subsidiärer
Schutz
Gesamtabsolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten gesamt
52 14,1 % 148 40,0 % 170 45,9 % 370
darunter:
Afghanistan 15 8,9 % 104 61,5 % 50 29,6 % 169
Somalia 25 17,2 % 21 14,5 % 99 68,3 % 145
Syrien 5 26,3 % 0 0,0 % 14 73,7 % 19
Russische
Föderation
0 0,0 % 13 100,0 % 0 0,0 % 13
Irak 0 0,0 % 2 28,6 % 5 71,4 % 7
Iran 1 14,3 % 6 85,7 % 0 0,0 % 7
Libyen 3 60,0 % 0 0,0 % 2 40,0 % 5
Ungeklärt 2 66,7 % 1 33,3 % 0 0,0 % 3
Eritrea 1 100,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 1
Ukraine 0 0,0 % 1 100,0 % 0 0,0 % 1
Jahr 2017
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 1 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 2 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 3 AsylG
subsidiärer
Schutz
Gesamtabsolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten gesamt
219 11,0 % 1.143 57,4 % 630 31,6 % 1.992
darunter:
Jahr 2017
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 1 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 2 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 3 AsylG
subsidiärer
Schutz
Gesamtabsolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Afghanistan 149 12,2 % 894 73,3 % 177 14,5 % 1.220
Somalia 21 7,4 % 59 20,8 % 204 71,8 % 284
Irak 36 18,3 % 76 38,6 % 85 43,1 % 197
Syrien 0 0,0 % 3 2,1 % 138 97,9 % 141
Russische
Föderation
4 6,9 % 53 91,4 % 1 1,7 % 58
Eritrea 4 16,0 % 19 76,0 % 2 8,0 % 25
Libyen 4 16,0 % 7 28,0 % 14 56,0 % 25
Ungeklärt 0 0,0 % 14 73,7 % 5 26,3 % 19
Iran, Islamische
Republik
1 5,9 % 12 70,6 % 4 23,5 % 17
Ukraine 0 0,0 % 6 100,0 % 0 0,0 % 6
Jahr 2018
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 1 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 2 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 3 AsylG
subsidiärer
Schutz
Gesamtabsolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten gesamt
235 9,9 % 1.471 62,0 % 667 28,1 % 2.373
darunter:
Afghanistan 137 9,7 % 1.060 75,3 % 210 14,9 % 1.407
Irak 41 8,6 % 208 43,6 % 228 47,8 % 477
Somalia 28 12,8 % 63 28,8 % 128 58,4 % 219
Eritrea 7 10,0 % 60 85,7 % 3 4,3 % 70
Syrien 0 0,0 % 1 1,6 % 62 98,4 % 63
Libyen 9 19,6 % 14 30,4 % 23 50,0 % 46
Ungeklärt 3 8,6 % 19 54,3 % 13 37,1 % 35
Russische
Föderation
10 28,6 % 25 71,4 % 0 0,0 % 35
Iran 0 0,0 % 18 100,0 % 0 0,0 % 18
Ukraine 0 0,0 % 3 100,0 % 0 0,0 % 3
Jahr 2019
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 1 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 2 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 3 AsylG
subsidiärer
Schutz
Gesamtabsolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten gesamt
69 3,3 % 1.441 68,8 % 583 27,9 % 2.093
darunter:
Afghanistan 24 2,5 % 783 81,1 % 158 16,4 % 965
Irak 12 2,0 % 341 57,3 % 242 40,7 % 595
Somalia 3 1,3 % 123 52,8 % 107 45,9 % 233
Eritrea 3 3,4 % 81 91,0 % 5 5,6 % 89
Russische
Föderation
3 5,2 % 52 89,7 % 3 5,2 % 58
Libyen 16 32,0 % 7 14,0 % 27 54,0 % 50
Ungeklärt 1 2,2 % 20 44,4 % 24 53,3 % 45
Iran 5 14,7 % 28 82,4 % 1 2,9 % 34
Syrien 2 8,3 % 6 25,0 % 16 66,7 % 24
Ukraine 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 0
Jahr 2020
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 1 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 2 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 3 AsylG
subsidiärer
Schutz
Gesamtabsolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten gesamt
31 2,4 % 978 74,3 % 308 23,4 % 1.317
darunter:
Afghanistan 12 2,0 % 486 79,8 % 111 18,2 % 609
Irak 10 3,4 % 273 92,5 % 12 4,1 % 295
Eritrea 3 2,8 % 104 97,2 % 0 0,0 % 107
Somalia 4 4,4 % 50 55,6 % 36 40,0 % 90
Libyen 0 0,0 % 5 5,7 % 83 94,3 % 88
Ungeklärt 1 1,3 % 19 24,7 % 57 74,0 % 77
Iran 1 5,0 % 18 90,0 % 1 5,0 % 20
Russische
Föderation
0 0,0 % 19 100,0 % 0 0,0 % 19
Syrien 0 0,0 % 4 33,3 % 8 66,7 % 12
Ukraine 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 0
Jahr 2021
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 1 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 2 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 3 AsylG
subsidiärer
Schutz
Gesamtabsolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten gesamt
41 4,2 % 752 77,8 % 174 18,0 % 967
darunter:
Afghanistan 14 3,6 % 302 78,4 % 69 17,9 % 385
Irak 12 6,2 % 168 86,2 % 15 7,7 % 195
Eritrea 3 2,2 % 133 97,8 % 0 0,0 % 136
Somalia 1 1,3 % 37 48,7 % 38 50,0 % 76
Russische
Föderation
1 1,8 % 54 96,4 % 1 1,8 % 56
Ungeklärt 0 0,0 % 19 41,3 % 27 58,7 % 46
Iran 5 12,8 % 30 76,9 % 4 10,3 % 39
Syrien 5 26,3 % 6 31,6 % 8 42,1 % 19
Libyen 0 0,0 % 2 14,3 % 12 85,7 % 14
Ukraine 0 0,0 % 1 100,0 % 0 0,0 % 1
01.01. – 30.06.2022
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 1 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 2 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 3 AsylG
subsidiärer
Schutz
Gesamtabsolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten gesamt
28 4,9 % 289 50,3 % 257 44,8 % 574
darunter:
Ukraine 0 0,0 % 0 0,0 % 218 100,0 % 218
Irak 6 7,9 % 69 90,8 % 1 1,3 % 76
Afghanistan 2 2,9 % 66 94,3 % 2 2,9 % 70
Eritrea 6 11,1 % 46 85,2 % 2 3,7 % 54
Russische
Föderation
3 6,1 % 46 93,9 % 0 0,0 % 49
Iran 3 8,1 % 34 91,9 % 0 0,0 % 37
Ungeklärt 0 0,0 % 8 25,8 % 23 74,2 % 31
Syrien 4 18,2 % 12 54,5 % 6 27,3 % 22
01.01. – 30.06.2022
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 1 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 2 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 Absatz 1
Nummer 3 AsylG
subsidiärer
Schutz
Gesamtabsolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Somalia 1 9,1 % 6 54,5 % 4 36,4 % 11
Libyen 3 50,0 % 2 33,3 % 1 16,7 % 6
5. Wie erklären fachkundige Bedienstete des BAMF, dass das BAMF im
Jahr 2014 mehr Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 7 AufenthG
anerkannte (1 090) als nach § 60 Absatz 5 AufenthG (987), während in den
Folgejahren, insbesondere ab 2016, sich dieses Verhältnis umgedreht hat
(Beispiel 2021: 335 Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 7 AufenthG,
4 452 nach § 60 Absatz 5 AufenthG; vgl. Antwort zu Frage 5 auf
Bundestagsdrucksache 20/2309), und dass es bei den Gerichtsentscheidungen
eine ähnliche Entwicklung gab, wobei hier erst ab 2017
Abschiebungshindernisse nach § 60 Absatz 5 AufenthG überwogen (bitte ausführen)?
Die Entwicklung der Quoten bei den Abschiebungsverboten nach § 60
Absatz 5 und 7 des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG) steht im Zusammenhang mit
der Änderung der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG)
in seinem Urteil vom 13. Juni 2013, 10 C 13.12. In dieser Entscheidung hat das
BVerwG seine bisherige Rechtsprechung, wonach bei § 60 Absatz 5 AufenthG
nur Gefahren für Leib und Leben zu berücksichtigen seien, die seitens eines
Staates oder einer staatsähnlichen Organisation drohen, aufgegeben.
Die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte
(EGMR) berücksichtigend, können in als „sehr außergewöhnliche Fälle“ („very
exceptional cases“) bezeichneten Konstellationen allgemeine Gefahren, wie das
fehlende Existenzminimum im Zielstaat, zu einem Abschiebungsverbot führen
(EGMR, Urteil vom 29. Januar 2013, Nummer 60367/10, S.H.H. v. UK; Urteil
vom 28. November 2011, Nummer 8319/07 und 11449/07, Sufi/Elmi v. UK).
Schlechte humanitäre Bedingungen können als solche daher unter besonderen
Voraussetzungen ausnahmsweise als eine unmenschliche oder erniedrigende
Behandlung, d. h. als Verstoß gegen Artikel 3 der Europäischen
Menschenrechtskonvention (EMRK) zu bewerten sein.
Im Übrigen, lässt sich das Verhältnis der Entscheidung nach § 60 Absatz 5
und 7 AufenthG aufgrund der stark ansteigenden Entscheidungszahlen ab 2015
nicht unmittelbar mit den Entscheidungen im Jahr 2014 vergleichen.
6. Was konkret hat das Bundesministerium des Innern und für Heimat
bislang unternommen bzw. geplant, um die Vereinbarung im
Koalitionsvertrag zwischen SPD, Bündnis 90/DIE Grünen und FDP umzusetzen, der
gemäß für queere Verfolgte Asylverfahren überprüft werden sollten
(z. B. „[…] Beurteilung der Verfolgungswahrscheinlichkeit bei Rückkehr
[…]“ – zitiert nach: https://www.spd.de/fileadmin/Dokumente/Koalitions
vertrag/Koalitionsvertrag_2021-2025.pdf, Zeile 4026 ff.; bitte die
Maßnahmen im Einzelnen mit Datum darlegen)?
Das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) überprüft die
Entscheidungspraxis des BAMF bei einem Sachvortrag zur sexuellen Orientierung
und geschlechtlichen Identität im Rahmen der Fachaufsicht und nimmt, soweit
erforderlich, Anpassungen vor. Diese Prüfung hat das BMI entsprechend der
Vereinbarung im Koalitionsvertrag vertieft. Die Überprüfung der
Entscheidungspraxis ist ein fortlaufender Prozess, sodass die im Weiteren aufgeführten
Maßnahmen nicht abschließend sind.
Das BAMF schult und sensibilisiert auch unter Einbindung von
Nichtregierungsorganisationen die Entscheiderinnen und Entscheider auch zum Thema
sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität. Sofern Antragstellende
eine Verfolgungsgefahr im Herkunftsland aufgrund der sexuellen Orientierung
oder geschlechtlichen Identität vortragen, sind nach den internen Vorgaben des
BAMF zwingend besonders geschulte Entscheiderinnen und Entscheider,
sogenannte Sonderbeauftragte für geschlechtsspezifische Verfolgung, zu beteiligen.
Die Leitsätze zu Herkunftsländern, in denen eine Verfolgung aufgrund der
sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität droht, werden sukzessive
überprüft. Im Februar 2022 wurden die Leitsätze zum Herkunftsland Iran in
Bezug auf die Verfolgungsgefahr aufgrund der sexuellen Orientierung und
geschlechtlichen Identität angepasst.
Das BAMF erarbeitet derzeit im Austausch mit dem Lesben- und
Schwulenverband Deutschland (LSVD) Terminologielisten. Diese sollen den
Sprachmittelnden zur Verfügung gestellt werden, um die Verwendung von negativ
konnotierten Begriffen bei der Anhörung zu vermeiden.
Das Kapitel der Dienstanweisung Asyl zur sexuellen Orientierung und
geschlechtlichen Identität wurde umfassend überarbeitet. Die Überarbeitung
wurde im BAMF implementiert und trat am 1. Oktober 2022 in Kraft. Die
Dienstanweisung stellt insbesondere wie bisher ausdrücklich klar, dass entsprechend
der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) bei der
Beurteilung der Verfolgungsgefahr und der beachtlichen Wahrscheinlichkeit der
eintretenden Verfolgung nach einer Rückkehr von Antragstellenden nicht erwartet
werden kann, dass sie bestimmte Verhaltensweisen vermeiden, um einer
Verfolgung zu entgehen, die ihnen andernfalls wegen ihrer sexuellen Orientierung
oder geschlechtlichen Identität drohen würde. Über die bisherigen Vorgaben
hinaus gilt dies zukünftig auch dann, wenn die Antragstellenden in der Anhörung
vortragen, dass sie weiterhin aus eigenem freiem Willen und ohne
Beeinträchtigung der persönlichen Identität (also nicht aus Angst erzwungen)
beabsichtigen, ihre sexuelle Orientierung oder geschlechtliche Identität im Verborgenen
auszuleben. Tragen Antragstellende glaubhaft ihre sexuelle Orientierung oder
geschlechtliche Identität vor, wird im Rahmen der Gefahrenprognose bei
Rückkehr keine Verhaltensprognose mehr durchgeführt, sondern in jedem Fall
geprüft, wie die staatlichen und nichtstaatlichen Akteure auf das offene Leben der
sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität reagieren.
a) Kann die Bundesregierung die Auffassung der Fragestellenden
bestätigen, dass mit dieser Koalitionsvereinbarung eine Überprüfung der
bisherigen Praxis des BAMF angestrebt wird, wonach „bei der
Beurteilung einer Verfolgungswahrscheinlichkeit berücksichtigt“ wird, ob
Betroffene „vortragen, dass sie weiterhin aus eigenem freien Willen und
ohne Beeinträchtigung der persönlichen Identität (also nicht aus Angst
erzwungen) beabsichtigen, ihre sexuelle Orientierung oder
geschlechtliche Identität im Verborgenen auszuleben“ (so die Bundesregierung in
der Antwort zu Frage 8a auf Bundestagsdrucksache 20/2309), wenn
nein, wie ist nach Auffassung der Bundesregierung diese Vereinbarung
im Koalitionsvertrag sonst zu verstehen (bitte darlegen)?
Ja.
b) Wie ist der vom Lesben- und Schwulenverband Deutschlands (LSVD)
mit einer Pressemitteilung vom 15. August 2022 öffentlich gemachte
Einzelfall der drohenden Abschiebung eines geoutet lebenden
Schwulen, dem nach Ansicht der Fragestellenden in Algerien Haft und
Verfolgung drohen (https://www.lsvd.de/de/ct/7479-Schwuler-Aktivist-so
ll-in-den-Verfolgerstaat-Algerien-zurueckkehren) und von dem ein
Vertreter der AIDS-Hilfe Frankfurt erklärte, der Betroffene habe seine
Homosexualität schon in der Erstaufnahmeeinrichtung nicht versteckt,
mit den internen Vorgaben im BAMF vereinbar, wonach bei der
Prüfung der Verfolgungswahrscheinlichkeit berücksichtigt werden soll, ob
die Person „weiterhin aus freiem Willen“ ihre sexuelle Orientierung
oder geschlechtliche Identität „im Verborgenen“ ausleben wolle (vgl.
Antwort zu Frage 8a auf Bundestagsdrucksache 20/2309)?
Wurde seitens des BAMF im Verlauf der öffentlichen Verhandlung
erwogen, eine Abhilfezusage abzugeben, nachdem – so die Schilderung
in der taz (https://taz.de/Prozess-in-Frankfurt/!5875336/) – deutlich
wurde, dass der Betroffene sich offen und öffentlich zu seiner
Homosexualität bekannt und zur Verfolgung von LSBTI-Menschen in
Algerien Stellung bezogen hat, zumal eine Ablehnung der Klage droht,
weil der Richter in einem ersten Urteil, das er weiter für richtig halte,
die Auffassung vertreten haben soll, es sei einem Homosexuellen
zuzumuten, in seinem Herkunftsland unauffällig zu leben, um einer
möglichen Verfolgung zu entgehen – was nach Auffassung der
Fragestellenden sowohl der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs
(EuGH) als auch den internen Vorgaben des BAMF widerspricht (bitte
begründen)?
Zu konkreten Einzelfällen und gerichtlichen Entscheidungen nimmt das BMI
keine Stellung.
c) Inwieweit wird das Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 7.
November 2013 in der Rechtssache C-199/12 bis C-201/12 vom BAMF
ausreichend umgesetzt, wenn die Bundesregierung hierzu erklärt, dass
„von Antragstellenden nicht erwartet werden kann, dass sie bestimmte
Verhaltensweisen vermeiden, um einer Verfolgung zu entgehen“
(Antwort zu Frage 8c auf Bundestagsdrucksache 20/2309 – was nach
Auffassung der Fragestellenden eher der falschen und inzwischen
korrigierten Übersetzung des Urteils entspricht, vgl. https://www.lsvd.de/d
e/ct/6009-asylrecht-bei-homo-und-bisexuellen-gefluechteten-darf-nich
t-von-diskretem-leben-ausgegangen-werden#neue-korrekte-ueberset
zung, dort insbesondere Nummer 6), während durch die
Übersetzungskorrektur des EuGH klargestellt wurde, dass „die zuständigen
Behörden vernünftigerweise nicht erwarten (können), dass der Asylbewerber
seine Homosexualität in seinem Herkunftsland geheim hält oder
Zurückhaltung beim Ausleben seiner sexuellen Ausrichtung übt, um die
Gefahr einer Verfolgung zu vermeiden“ – was nach Auffassung der
Fragestellenden bedeutet, dass Asylbehörden bei der
Gefährdungsprüfung nicht davon ausgehen können, dass Betroffene sich nach einer
Rückkehr „bedeckt“ halten würden, und zwar auch dann nicht, wenn
ihr bisheriges Verhalten und/oder ihr Vortrag dies nahelegen könnten,
zumal es auch zu einer Änderung dieser Haltung kommen kann (bitte
begründet ausführen)?
d) Teilt die Bundesregierung die Auffassung der Fragestellenden, dass
die benannte Übersetzungskorrektur des EuGH die in Frage 6c
genannte inhaltliche Bedeutung hat und dass dafür die vom EuGH in den
Randnummern 74 und 75 des genannten Urteils gemachten
Ausführungen sprechen (vgl. erneut https://www.lsvd.de/de/ct/6009-asylrech
t-bei-homo-und-bisexuellen-gefluechteten-darf-nicht-von-diskretem-le
ben-ausgegangen-werden#neue-korrekte-uebersetzung), wonach es
„unbeachtlich“ sei, ob Betroffene eine Verfolgung durch ein
zurückhaltendes Verhalten vermeiden könnten (bitte begründen)?
e) Was entgegnet die Bundesregierung der Kritik des LSVD, wonach das
„Problem bei Diskretionsprognosen“ sei, dass das BAMF davon
ausgehe, „dass es queere Menschen gäbe, die aus einem inneren
Bedürfnis heraus ein lebenslanges Doppelleben führen wollten“ (https://ww
w.migazin.de/2022/08/02/queere-gefluechtete-wenn-verhalten-abschie
bung/?utm_source=mailpoet&utm_medium=email&utm_campaign=
MiGLETTER)?
Die Fragen 6c bis 6e werden gemeinsam beantwortet.
Sowohl vor der Korrektur des Übersetzungsfehlers als auch danach hat das
BAMF die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 7.
November 2013, C-199/12 bis C-201/12 in den internen Vorgaben umgesetzt.
Die Korrektur des Übersetzungsfehlers hat insoweit zu keiner inhaltlichen
Änderung geführt. Es wird auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 8c der
Kleinen Anfrage der Fraktion DIE LINKE. auf Bundestagsdrucksache 20/2309
verwiesen. Im Übrigen wurden die internen Vorgaben dahingehend angepasst,
dass zukünftig bei einem glaubwürdigen und glaubhaften Vortrag zur sexuellen
Orientierung und geschlechtlichen Identität in jedem Fall der
Gefahrenprognose bei Rückkehr die Annahme zugrunde zu legen ist, dass die sexuelle
Orientierung oder geschlechtliche Identität bei Rückkehr offen gelebt wird.
f) Wird das Bundesministerium des Innern und für Heimat vor dem
Hintergrund der obigen Fragen eine erneute Prüfung des genannten
EuGH-Urteils vornehmen bzw. veranlassen und für eine entsprechende
geänderte Entscheidungspraxis des BAMF in Bezug auf die
„Diskretionsprognose“ bei queeren Asylsuchenden sorgen (bitte begründen)?
Die Prüfung hat bereits mit dem Ergebnis stattgefunden, dass die
Dienstanweisung angepasst wurde. Zu dem Inhalt der Anpassung wird auf die Antwort zu
Frage 6 verwiesen.
Jahr 2020
Entscheidungen
gesamt Abschiebungsandrohung
auch in Herkunftsstaat
Abschiebungsandrohung
nur in Drittstaat
Abschiebungsanordnung
in sicheren Drittstaat
Gesamtergebnis 1.241 524 25 9
davon
Afghanistan 313 128 2 1
Syrien 228 0 4 0
Guinea 128 77 0 0
Somalia 105 27 14 1
Irak 104 68 1 1
Eritrea 35 3 0 4
Iran 32 20 0 0
Gambia 26 17 1 0
Türkei 26 24 0 0
Marokko 25 21 0 1
Albanien 19 18 0 0
Ungeklärt 18 5 0 0
Pakistan 17 14 1 0
Angola 13 7 0 0
Äthiopien 13 6 1 0
7. Wie viele Abschiebungsandrohungen des BAMF gegenüber
unbegleiteten Minderjährigen gab es im Jahr 2020, 2021 bzw. im bisherigen Jahr
2022 (bitte jeweils auch nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren), und wie wird konkret mit Fällen umgegangen, in denen, wie
die Fragestellenden aus den Antworten der Bundesregierung zu Frage 9a
auf Bundestagsdrucksache 20/2309 und zu Frage 5 auf
Bundestagsdrucksache 20/432 schließen, möglicherweise in der Vergangenheit eine
Abschiebungsandrohung gegenüber unbegleiteten Minderjährigen erfolgte,
obwohl zuvor nicht intensiviert geprüft worden war, ob konkrete
Aufnahmemöglichkeiten im Herkunftsstaat bestehen, bzw. in denen es keine
Aufnahmemöglichkeit gab, vor dem Hintergrund, dass solche
Abschiebungsandrohungen nach Auffassung der Fragestellenden mit EU-Recht
bzw. mit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 14. Januar 2021
in der Rechtssache C-441/19 unvereinbar sind (so wohl auch die
Bundesregierung in der Antwort zu Frage 9 auf Bundestagsdrucksache 20/2309,
ohne jedoch auf die vorherige Praxis des BAMF einzugehen; bitte
ausführen)?
Welche Absprachen oder Verständigungen zwischen der
Bundesregierung und den Bundesländern gibt es gegebenenfalls zu der Frage,
inwieweit in Fällen, bei denen es keine konkreten Aufnahmemöglichkeiten im
Herkunftsland für unbegleitete Minderjährige gibt,
Aufenthaltserlaubnisse statt bloßer Duldungen erteilt werden sollen (bitte ausführen)?
Die Angaben können den folgenden Tabellen entnommen werden.
Jahr 2021
Entscheidungen
gesamt Abschiebungsandrohung
auch in Herkunftsstaat
Abschiebungsandrohung
nur in Drittstaat
Abschiebungsanordnung
in sicheren Drittstaat
Gesamtergebnis 1.320 324 16 2
davon
Syrien 528 0 9 2
Afghanistan 378 106 1 0
Somalia 68 16 5 0
Irak 63 39 0 0
Guinea 58 40 0 0
Eritrea 21 6 1 0
Iran 19 11 0 0
Marokko 17 15 0 0
Algerien 16 14 0 0
Pakistan 16 9 0 0
Gambia 15 9 0 0
Ungeklärt 15 2 0 0
Türkei 12 10 0 0
Äthiopien 8 1 0 0
Angola 7 5 0 0
01.01. – 31.08.
2022
Entscheidungen
gesamt Abschiebungsandrohung
auch in Herkunftsstaat
Abschiebungsandrohung
nur in Drittstaat
Abschiebungsanordnung
in sicheren Drittstaat
Gesamtergebnis 2.067 168 20 6
davon
Afghanistan 939 3 1 3
Syrien 738 0 14 2
Somalia 94 16 2 0
Irak 64 41 1 0
Guinea 32 10 0 1
Eritrea 22 6 0 0
Pakistan 20 13 0 0
Jahr 2021
Entscheidungen
gesamt Abschiebungsandrohung
auch in Herkunftsstaat
Abschiebungsandrohung
nur in Drittstaat
Abschiebungsanordnung
in sicheren Drittstaat
Türkei 17 14 0 0
Iran 14 8 0 0
Algerien 13 9 0 0
Ungeklärt 12 2 0 0
Côte d'Ivoire 9 2 1 0
Äthiopien 8 2 0 0
Marokko 8 7 0 0
Albanien 6 5 0 0
Benin 6 2 0 0
Das BAMF berücksichtigte bereits vor der Entscheidung des EuGH in der
Rechtssache C-441/19 in den Fällen, in denen nicht bereits die Anerkennung
der Asylberechtigung bzw. Zuerkennung eines internationalen Schutzstatus
erfolgte, die besondere Situation von unbegleiteten Minderjährigen im Rahmen
der Prüfung der nationalen Abschiebungsverbote. Die internen Vorgaben des
BAMF sehen in diesem Rahmen die Prüfung vor, ob eine Aufnahme in
geeigneten Schutzeinrichtungen (Waisenhäuser, karitative Einrichtungen usw.)
möglich ist. Diese Prüfung bleibt durch die Entscheidung des EuGH unberührt, da
diese nicht die nationalen Abschiebungsverbote betrifft.
Das BAMF prüft im Klageverfahren im Einzelfall bei entsprechenden
Anhaltspunkten Abhilfemöglichkeiten aufgrund der Rechtsprechung des EuGH.
Das BMI hat den Ländern seine Rechtsauffassung mitgeteilt, dass die
aufenthaltsrechtliche Stellung in Fällen, in denen keine geeignete
Aufnahmemöglichkeit im Rückkehrstaat zum maßgeblichen Zeitpunkt des Erlasses der
Rückkehrentscheidung besteht, stets nach den Umständen des Einzelfalls zu bewerten ist.
Dem unbegleiteten Minderjährigen ist zumindest eine Duldung nach § 60a
Absatz 2 Satz 1 AufenthG wegen rechtlicher Unmöglichkeit der Abschiebung zu
erteilen. Im Ergebnis einer von der Ausländerbehörde vorzunehmenden
Einzelfallprüfung kann auch die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis nach § 25
Absatz 5 AufenthG in Betracht kommen.
8. Ist die Antwort der Bundesregierung zu Frage 10a auf
Bundestagsdrucksache 20/2309 so zu verstehen, dass bei der Fallgruppe der jungen
gesunden und arbeitsfähigen Männer aus Afghanistan aufgrund der
Herkunftsländerleitsätze des BAMF bis zum Mai 2022 im Regelfall (d. h. bis auf
besondere Einzelfälle und wenn auch im Übrigen keine Gefahren
vorlagen) keine Abschiebungshindernisse anerkannt wurden (etwa mit
Verweis auf den „Tagelöhner-Arbeitsmarkt“ in Afghanistan) und deshalb in
dieser Fallkonstellation auch keine Abhilfeentscheidungen in laufenden
Gerichtsverfahren ergehen sollten (bitte ausführen), und wenn ja, wer
trägt hierfür die Verantwortung, und wie wäre das zu begründen
angesichts der aus Sicht der Fragestellenden hohen Aufhebungsquote bei
inhaltlichen Gerichtsentscheidungen über Afghanistan-Bescheide des
BAMF im Jahr 2021 in Höhe von 82 Prozent (siehe Vorbemerkung der
Fragesteller)?
Wie der Antwort der Bundesregierung zu Frage 10a der Kleinen Anfrage der
Fraktion DIE LINKE. auf Bundestagsdrucksache 20/2309 zu entnehmen,
waren Entscheidungen zu jungen gesunden und arbeitsfähigen Männern aus
Afghanistan bis zur Aktualisierung der Herkunftsländerleitsätze vom Mai 2022
nachrangig zu treffen. Aufgrund der Nachrangigkeit war über die Anträge der
genannten Fallgruppe bis zum Mai 2022 weit überwiegend nicht zu
entscheiden. Im Regelfall erfolgten die Entscheidungen nach Aufhebung der
Nachrangigkeit mit der Maßgabe, dass eine Ablehnung der Feststellung von
Abschiebungsverboten nach § 60 Absatz 5 AufenthG lediglich im Ausnahmefall
erfolgen kann. Entsprechend verhielt es sich bei Entscheidungen über
Abhilfeanfragen in laufenden Gerichtsverfahren, da die Herkunftsländerleitsätze auch hier –
und nicht nur bei Erstentscheidungen – zur Anwendung kommen.
9. Wie war der Ausgang der Asylverfahren bei afghanischen
Staatsangehörigen in den Monaten Mai, Juni, Juli und August 2022, in wie vielen
Fällen hat das BAMF in diesen Monaten bei noch anhängigen Afghanistan-
Verfahren abgeholfen, und welche Angaben liegen zu gerichtlichen
Entscheidungen in Afghanistan-Verfahren im bisherigen Jahr 2022 vor (bitte
differenziert antworten wie in der Antwort zu Frage 10i auf
Bundestagsdrucksache 20/2309)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
HKL
Afghanistan
Entscheidungen über Asylanträge
in
sg
es
am
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A
ne
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a
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Mai 2022 3.746 76 557 96 2.433 16 2 396 170
Juni 2022 4.200 40 578 106 2.763 40 2 473 198
Juli 2022 4.316 40 612 172 2.880 20 - 353 239
August 2022 5.500 51 906 225 3.663 12 1 447 195
HKL
Afghanistan
Entscheidungen über Asylanträge in Prozent
in
sg
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Mai 2022 100,0 % 2,0 % 14,9 % 2,6 % 64,9 % 0,4 % 0,1 % 10,6 % 4,5 %
Juni 2022 100,0 % 1,0 % 13,8 % 2,5 % 65,8 % 1,0 % 0,0 % 11,3 % 4,7 %
Juli 2022 100,0 % 0,9 % 14,2 % 4,0 % 66,7 % 0,5 % 0,0 % 8,2 % 5,5 %
August 2022 100,0 % 0,9 % 16,5 % 4,1 % 66,6 % 0,2 % 0,0 % 8,1 % 3,5 %
Gerichtsentscheidungen über Klagen im
1. Halbjahr 2022
Gesamt
Asyl
Artikel 16a
GG und
Fam. Asyl
(GFK)
Flüchtlingschutz
subsidiärer
Schutz
Abschiebu
ngsverbot
Ablehnungen
Formelle
Verfahrenserledigungen
Afghanistan 9.134 15 526 79 4.070 168 4.276
Abhilfeentscheidungen durch das BAMF:
Personen 2022
Mai Juni Juli August
anerkannt Artikel 16a 3 0 2 7
Flüchtlingsschutz gem. § 3 Absatz 1 AsylG 15 17 27 21
Familienflüchtlingsschutz gem. § 3 Absatz 1
AsylG
19 12 13 31
subsidiärer Schutz gem. § 4 Absatz 1 Nummer 1
AsylG
0 0 0 0
subsidiärer Schutz gem. § 4 Absatz 1 Nummer 2
AsylG
1 1 0 1
subsidiärer Fam.Schutz 0 0 0 0
Abschiebungsverbot gem. § 60 Absatz 5 AufenthG 563 551 400 331
Abschiebungsverbot gem. § 60 Absatz 7 AufenthG 1 0 2 0
Abschiebungsandrohung aufgehoben 0 4 0 0
Gesamtergebnis 602 585 444 391
10. Wie viele Asylsuchende wurden im bisherigen Jahr 2022 registriert (bitte
nach Monaten auflisten und der Zahl der gestellten Asylerstanträge in
den jeweiligen Monaten gegenüberstellen)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Asylgesuche* Asylerstanträge*
Januar 2022 13.502 13.726
Februar 2022 12.968 13.915
März 2022** 17.108 14.135
April 2022 14.376 11.359
Mai 2022 15.669 12.877
Juni 2022 16.326 12.317
Juli 2022 18.290 13.204
August 2022 22.716 16.111
*Anmerkung: Aufgrund nachträglicher Änderungen können die Monatswerte nicht zu einem
Gesamtwert addiert werden.
**Die auf Bundestagsdrucksache 20/2309 genannte Zahl von 95 238 Asylgesuchen für den Monat
März 2022 wurde um die Personen, die einen Aufenthaltstitel zum vorübergehenden Schutz nach
§ 24 AufenthG beantragt/erhalten haben, bereinigt.
11. Zu welchem Anteil und in welcher Zahl verfügten Asylsuchende im
bisherigen Jahr 2022 über keine Identitätspapiere (Reisepässe, Ausweise,
Sonstiges), mit denen ihre Herkunft bzw. Identität nach Auffassung des
BAMF hinreichend sicher zu klären war (bitte nach den 15 wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Vorlage von Identitätspapieren durch Erstantragsteller im Alter ab 18 Jahren
01.01. – 31.08.2022
Staatsangehörigkeiten Anzahl derErstantragsteller
Anzahl der
Antragsteller mit
Identitätspapieren*
Anzahl der
Antragsteller ohne
Identitätspapiere*
Anteil der
Antragsteller ohne
Identitätsspapiere*
Gesamt 65.835 34.411 31.424 47,7 %
darunter:
Syrien 17.127 11.739 5.388 31,5 %
Afghanistan 10.660 3.637 7.023 65,9 %
Irak 5.301 3.322 1.979 37,3 %
Türkei 7.282 4.171 3.111 42,7 %
Georgien 3.134 2.097 1.037 33,1 %
Ungeklärt 1.523 709 814 53,4 %
Iran 2.051 758 1.293 63,0 %
Somalia 1.016 96 920 90,6 %
Eritrea 470 184 286 60,9 %
Moldau 979 587 392 40,0 %
Nigeria 767 119 648 84,5 %
Russische Föderation 698 405 293 42,0 %
Nordmazedonien 479 243 236 49,3 %
Venezuela 912 879 33 3,6 %
Albanien 520 336 184 35,4 %
* Pass, Passersatz, Personalausweis.
12. In wie vielen Fällen wurden im bisherigen Jahr 2022 mobile Datenträger
von Asylsuchenden ausgelesen und ein Ergebnisprotokoll erstellt (bitte
auch nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern auflisten)?
Im Jahr 2022 wurden bis zum 31. August 2022 insgesamt 16 032 Datenträger
von Erstantragstellenden ohne Pass/Passersatz im Rahmen der persönlichen
Antragstellung ausgelesen und 3 781 Ergebnisberichte erstellt. Die zehn
häufigsten Herkunftsländer können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Staatsangehörigkeit 01.01. – 31.08.2022*
Afghanistan 2.813
Syrien 1.748
Irak 654
Türkei 604
Iran 301
Ungeklärt 300
Algerien 231
Georgien 229
Somalia 159
Nigeria 156
* Durch nachträgliche Änderungen im Erfassungssystem kann es zu Abweichungen der Daten im
Vergleich zu vorherigen Angaben kommen. Es werden diejenigen Fälle ausgewertet, bei denen aus
Prozesssicht alle erforderlichen Angaben im Kerndatensystem korrekt und valide hinterlegt sind.
a) Zu welchem Anteil verfügten im bisherigen Jahr 2022 Asylsuchende,
deren Identität bzw. Herkunft nach Auffassung des BAMF nicht
hinreichend sicher durch Dokumente geklärt werden konnte, über mobile
Datenträger-Geräte, zu welchem Anteil konnten diese technisch
ausgelesen werden, und in wie vielen Fällen erfolgte bislang eine Auslesung
erst nach behördlichen Androhungen oder durch Zwang bzw. gegen
den Willen der Betroffenen (bitte so konkret wie möglich antworten)?
Im Jahr 2022 gaben bis zum 31. August 2022 ca. 30,6 Prozent der
Erstantragstellenden ohne Pass/Passersatz im Rahmen der persönlichen Antragstellung
an, dass sie über ein Datenträger-Gerät verfügen.
Hiervon konnten zu einem Anteil von ca. 80,3 Prozent die Datenträger-Geräte
technisch ausgelesen werden.
Asylbewerbende werden unter Hinweis auf ihre Mitwirkungspflichten
aufgefordert, vorhandene Datenträger-Geräte herauszugeben. Zwangsmaßnahmen
wurden bisher keine angedroht oder durchgeführt.
b) In wie vielen der Fälle, in denen eine Datenauslesung im bisherigen
Jahr 2022 erfolgte und ein Ergebnisreport erstellt wurde, wurde dieser
für das Asylverfahren durch die jeweiligen Entscheider angefordert, in
wie vielen dieser Fälle wurde diesem Antrag nach entsprechender
Prüfung durch einen Volljuristen entsprochen bzw. erfolgte eine
Ablehnung (bitte so differenziert wie möglich und in absoluten und relativen
Zahlen antworten)?
Im Jahr 2022 wurden bis zum 31. August 2022 insgesamt 3 128 Datenträger-
Auswertungsanträge durch Entscheidende gestellt. Hiervon wurden 2 066
Datenträger-Auswertungen freigegeben (66 Prozent) und 1 062 abgelehnt
(34 Prozent). Die individuellen Gründe für Ablehnungen werden statistisch
nicht erfasst.
c) In wie vielen dieser Fälle, in denen der Ergebnisreport der
Datenauslesung für das Asylverfahren verwandt wurde, hat dieser dazu geführt
oder maßgeblich dazu beigetragen, Angaben der Asylsuchenden zu
ihrer Herkunft bzw. Identität bzw. Staatsangehörigkeit zu widerlegen
bzw. zu bestätigen (bitte ausführen und in absoluten und relativen
Zahlen darstellen)?
Im Jahr 2022 waren bis zum 31. August 2022 insgesamt 2 148
Ergebnisdokumentationen hinterlegt. Für die prozentuale Angabe wird die Anzahl der
Ergebnisdokumentation zugrunde gelegt:
• 28,3 Prozent (607) Identität der Antragstellenden bestätigt,
• 4,1 Prozent (89) Identität widerlegt,
• 67,6 Prozent (1 452) keine verwertbaren Erkenntnisse.
13. Wie viele Asylanträge wurden im ersten Halbjahr 2022 nach § 14a
Absatz 2 des Asylgesetzes von Amts wegen für hier geborene (oder
eingereiste) Kinder gestellt, wie viele Asylanträge wurden in dem genannten
Zeitraum von Kindern bzw. für Kinder unter 16 Jahren bzw. von
Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren bzw. von unbegleiteten minderjährigen
Flüchtlingen gestellt (bitte jeweils in absoluten Zahlen und in
Prozentzahlen in Relation zur Gesamtzahl der Asylanträge sowie die Gesamtzahl
der Anträge unter 18-Jähriger und sich überschneidende Teilmengen
angeben), und wie hoch waren die jeweiligen (auch bereinigten)
Gesamtschutzquoten für die genannten Gruppen?
Die Gesamtschutzquote bei unbegleiteten Minderjährigen unter 16 Jahren lag
im ersten Halbjahr 2022 bei 89,1 Prozent, bei unbegleiteten Minderjährigen im
Alter von 16 bis unter 18 Jahren bei 85,8 Prozent und bei allen Personen unter
18 Jahren bei 67,3 Prozent.
Die Gesamtschutzquote unter Außerachtlassung formeller Ablehnungen des
BAMF bei unbegleiteten Minderjährigen unter 16 Jahren lag im ersten
Halbjahr 2022 bei 93,0 Prozent, bei unbegleiteten Minderjährigen im Alter von
16 bis unter 18 Jahren bei 90,8 Prozent und bei allen Personen unter 18 Jahren
bei 79,2 Prozent.
Die weiteren Angaben können der folgenden Tabelle entnommen werden.
Teilmengen sind eingerückt zur beinhaltenden Menge angegeben.
01.01.– 30.06.2022
absolut
Verhältnis zu
Asylerstanträgen
gesamt
Asylerstanträge gesamt 84.583
Asylerstanträge von Minderjährigen unter
18 Jahre insgesamt 37.036 43,8 %
Asylerstanträge von Minderjährigen
unter 16 Jahre 33.486 39,6 %
unbegleitete Minderjährige unter
16 Jahre
829 1,0 %
Anträge gem. § 14a Absatz 2 AsylG 3.085 3,6 %
Asylerstanträge von Minderjährigen
von 16 bis unter 18 Jahre
3.550 4,2 %
unbegleitete Minderjährige
(16 bis unter 18 Jahre)
1.768 2,1 %
Anträge gem. § 14a Absatz 2 AsylG 44 0,1 %
14. Wie viele der Asylsuchenden im ersten Halbjahr 2022 waren sogenannte
Nachgeborene, d. h. hier geborene Kinder von Asylsuchenden oder
Flüchtlingen (bitte in absoluten und relativen Zahlen angeben und nach
den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
12 707 Asylsuchende im ersten Halbjahr 2022 waren sogenannte
„Nachgeborene“, d. h. in Deutschland geborene Kinder (und zum Zeitpunkt der
Asylantragstellung unter einem Jahr alt), davon 2 579 Kinder von Asylsuchenden und
3 913 von anerkannten Asylberechtigten und Flüchtlingen (Artikel 16a des
Grundgesetzes und § 3 Absatz 1 AsylG).
Die weiteren Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
01.01. – 30.06.2022 Absolut Verhältnis zu Asyl-erstanträgen gesamt
Gesamt 12.707 15,0 %
darunter:
Syrien 5.749 23,5 %
Afghanistan 1.102 7,3 %
Irak 1.392 18,5 %
Türkei 288 4,6 %
Georgien 60 1,8 %
Ungeklärt 448 20,2 %
Somalia 579 27,5 %
Iran 198 10,3 %
Eritrea 767 45,1 %
Moldau 83 6,4 %
15. Welche Asylentscheidungen ergingen bei unbegleiteten Minderjährigen
im ersten Halbjahr 2022 (bitte nach verschiedenen Schutzstatus,
Ablehnung, Ablehnung als „offensichtlich unbegründet“, Dublin-
Entscheidung, sonstige Verfahrenserledigung und den wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
01.01. –
31.06.
2022
Entscheidungen über Erstanträge
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Herkunftsländer gesamt
1.510 7 178 573 557 111 11 5 68
darunter
Afghanistan 704 7 116 56 501 - - 1 23
Syrien 514 - 7 489 1 - - 3 14
Somalia 63 - 29 14 6 11 - - 3
Irak 47 - - - 11 30 2 - 4
Türkei 14 - - - 2 11 - - 1
Guinea 25 - 2 3 10 8 - 1 1
Eritrea 17 - 7 1 3 6 - - -
Pakistan 15 - 2 - 2 8 - - 3
Iran 13 - 3 1 1 7 - - 1
Marokko 5 - - - - 3 - - 2
Ungeklärt 7 - 2 2 1 2 - - -
Côte d'Ivoire 6 - - 2 1 2 - - 1
Äthiopien 6 - 1 1 2 2 - - -
01.01. –
31.06.
2022
Entscheidungen über Erstanträge
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Algerien 9 - - 1 1 5 - - 2
Ägypten 3 - 2 - - 1 - - -
16. Wie viele unbegleitete Minderjährige wurden im ersten Halbjahr 2022 an
welchen Grenzen durch die Bundespolizei aufgegriffen, wie viele von
ihnen wurden an die Jugendämter übergeben, wie viele von ihnen
wurden zurückgewiesen oder zurückgeschoben (bitte nach den fünf
wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
1. Halbjahr 2022 AnzahlPersonen Zurückschiebung Zurückweisung
Übergabe an
Jugendamt
Gesamt 1.682 56 525 853
davon nach Grenzen
Polen 91 63
Tschechien 91 3 4 60
Österreich 757 6 492 199
Schweiz 214 6 13 147
Frankreich 210 34 5 135
Luxemburg 23 16
Belgien 119 6 103
Niederlande 41 7 2 27
Dänemark 23 19
ungeklärt 62 54
Luftgrenze 51 3 30
davon nach Staatsangehörigkeiten
afghanisch 819 8 345 357
syrisch 265 5 101 121
marokkanisch 131 9 10 100
algerisch 80 12 9 45
türkisch 78 3 9 53
Differenzen in den Tabellen zwischen der Zahl der festgestellten unbegleiteten
Minderjährigen und den aufgeführten Maßnahmen erklären sich aus sonstigen
Maßnahmen der Grenzbehörden, etwa der Übergabe an inländische Behörden
(z. B. Polizeien der Länder, Ausländerbehörden).
17. Wie viele Asylanträge wurden im ersten Halbjahr 2022 als
„offensichtlich unbegründet“ abgelehnt (bitte Angaben differenziert nach den 15
wichtigsten Herkunftsländern machen und zudem jeweils in Relation zur
Gesamtzahl der Ablehnungen setzen)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
1. Halbjahr 2022 Ablehnung insgesamt
darunter: als
offensichtlich unbegründet
abgelehnt
Anteil an Ablehnungen
gesamt
insgesamt 24.689 9.154 37,1 %
darunter:
Syrien 28 1 3,6 %
Afghanistan 133 4 3,0 %
Irak 6.305 821 13,0 %
Türkei 2.598 340 13,1 %
Georgien 2.344 1.542 65,8 %
Ungeklärt 368 114 31,0 %
Somalia 278 5 1,8 %
Iran 762 50 6,6 %
Eritrea 146 9 6,2 %
Moldau 920 783 85,1 %
Nigeria 1.132 131 11,6 %
Venezuela 445 87 19,6 %
Russische Föderation 575 138 24,0 %
Albanien 821 821 100,0 %
Nordmazedonien 1.140 1.124 98,6 %
18. Wie viele sogenannte Flughafenverfahren wurden im ersten Halbjahr
2022 an welchen Flughafenstandorten mit welchem Ergebnis
durchgeführt (bitte auch Angaben zum Anteil der Minderjährigen, der
unbegleiteten Minderjährigen und zu den zehn wichtigsten Herkunftsländern
machen)?
In wie vielen Fällen wurden Rechtsmittel gegen eine Ablehnung als
„offensichtlich unbegründet“ eingelegt, und was waren die Ergebnisse der
gerichtlichen Überprüfung (bitte nach den wichtigsten Herkunftsländern
aufschlüsseln)?
Im Berichtszeitraum gab es keine Flughafenverfahren für unbegleitete
Minderjährige. Die weiteren Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen
werden.
01.01. – 30.06.2022 Flughafenverfahren Entscheidungen innerhalb von2 Tagen nach Antragstellung
Herkunftsland Akten-anlage
darunter:
Personen
unter 18 Jahren
Mitteilung
§ 18a
Absatz 6
offensichtlich
unbegründet eingestellt
Insgesamt 113 31 68 43 -
darunter:
Syrien 21 6 20 - -
Türkei 16 7 8 8 -
Angola 13 10 7 6 -
Iran 10 1 7 5 -
Afghanistan 6 4 6 - -
Jemen 5 - 5 - -
Sri Lanka 5 - 0 5 -
Kuba 4 - 1 - -
Marokko 4 1 - 4 -
Personen aus palästinensischen
Gebieten (nicht als Staat
anerkannt)
4 2 3 1 -
01.01. – 30.06.2022 Flughafenverfahren Entscheidungen innerhalb von2 Tagen nach Antragstellung
Flughafen Akten-anlage
darunter:
Personen
unter
18 Jahren
Mitteilung
§ 18a
Absatz 6
offensichtlich
unbegründet eingestellt
Insgesamt 113 31 68 43 -
darunter:
Flughafen Berlin 9 1 6 3 0
Flughafen Frankfurt 100 30 59 39 0
Flughafen München 4 - 3 1 0
01.01. – 30.06.2022 Rechtsmittel Verwaltungsgericht
Herkunftsland eingelegt stattgegeben abgelehnt
Insgesamt 33 2 27
darunter:
Syrien 1 1 -
Türkei 9 - 6
Angola - - 1
Iran 5 1 4
Afghanistan - - -
Jemen - - -
Sri Lanka 6 - 6
Kuba - - -
Marokko - - -
Personen aus palästinensischen
Gebieten (nicht als Staat anerkannt)
1 - 1
19. Wie lauten nach Kenntnis der Bundesregierung die statistischen Daten zu
Rechtsmitteln und Gerichtsentscheidungen im Bereich Asyl für das
bisherige Jahr 2022 (bitte jeweils in der Differenzierung wie in der Antwort
zu Frage 13 auf Bundestagsdrucksache 20/432 darstellen: Asylverfahren,
Widerrufsverfahren, Eilanträge in Dublin-Verfahren, Verfahrensdauern,
auch zu Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes bzw. nach § 80
Absatz 5 der Verwaltungsgerichtsordnung; neben der Differenzierung nach
den 15 wichtigsten Herkunftsländern bitte in jedem Fall auch Angaben
zu den sicheren Herkunftsstaaten sowie zu Marokko, Tunesien, Algerien,
Georgien, Armenien, Belarus, Ukraine, Russische Föderation und Türkei
machen – aus Gründen der Übersichtlichkeit und wegen geringer
Fallzahlen in den weiteren Instanzen sind Angaben zur ersten Instanz
ausreichend)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Erst- und Folgeanträge
01.01. – 30.06.2022
(Stand: 15.08.2022)
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Gerichtsentscheidungen
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absolut
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in %
Staatsangehörigkeiten gesamt
38.657 50.773 265 3.096 787 6.203 15.548 30,6 24.874 49,0 130.404
darunter:
Irak 7.429 4.985 - 172 91 525 2.017 40,5 2.180 43,7 18.757
Syrien, 6.148 6.376 2 519 19 70 1.894 29,7 3.872 60,7 17.976
Afghanistan 3.560 9.134 15 526 79 4.070 168 1,8 4.276 46,8 10.242
Türkei 2.989 2.752 109 288 16 47 1.265 46,0 1.027 37,3 10.062
Georgien 2.080 1.380 4 8 - 42 622 45,1 704 51,0 3.598
Nigeria 1.634 3.107 3 27 5 192 1.395 44,9 1.485 47,8 7.973
Iran 1.276 3.367 42 836 39 47 1.325 39,4 1.078 32,0 9.550
Nordmazedonien 1.107 963 - 3 - 5 228 23,7 727 75,5 1.576
Moldau 918 1.192 - - - 1 662 55,5 529 44,4 1.483
Russische
Föderation
878 1.972 43 55 56 89 768 38,9 961 48,7 8.324
Pakistan 700 1.606 5 210 8 46 582 36,2 755 47,0 2.809
Somalia 668 975 - 36 12 164 170 17,4 593 60,8 2.658
Ungeklärt 655 844 5 73 34 81 181 21,4 470 55,7 2.710
Serbien 625 410 - - 1 2 107 26,1 300 73,2 1.247
Albanien 555 528 - 2 2 22 130 24,6 372 70,5 1.084
Marokko 181 294 - 8 5 7 91 31,0 183 62,2 643
Tunesien 219 260 - 7 6 5 56 21,5 186 71,5 478
Algerien 282 350 - 4 2 14 85 24,3 245 70,0 595
Armenien 289 449 - 2 - 24 177 39,4 246 54,8 1.459
Belarus 86 82 - - - 1 27 32,9 54 65,9 201
Ukraine 163 533 - 5 218 5 71 13,3 234 43,9 682
Bosnien und
Herzegowina
382 325 - - - 1 58 17,8 266 81,8 638
Ghana 109 182 - 4 - 9 43 23,6 126 69,2 499
Kosovo 70 171 - - - 16 43 25,1 112 65,5 400
Montenegro 119 57 - - - 1 22 38,6 34 59,6 194
Senegal 52 85 - - - 6 33 38,8 46 54,1 229
Widerrufsverfahren
01.01. – 30.06.2022
(Stand: 15.08.2022)
Eingelegte
Klagen
Gerichtsentscheidungen
anhängige
Rechtsmittel
Gesamt
Widerruf Artikel
16a GG/
Flüchtlingseigenschaft/
subs. Schutz
kein Widerruf
sonst.
Verfahrenserledigungen
(z. B.
Rücknahmen)
absolut
Anteil
in %
absolut
Anteil
in %
absolut
Anteil
in %
Staatsangehörigkeiten
gesamt
633 1.237 439 35,49 182 14,71 616 49,80 4.317
darunter:
Irak 152 176 88 50,00 12 6,82 76 43,18 1.096
Syrien 100 157 80 50,96 14 8,92 63 40,13 552
Armenien 36 35 26 74,29 1 2,86 8 22,86 170
Eritrea 34 22 11 50,00 4 18,18 7 31,82 152
Ungeklärt 33 44 19 43,18 2 4,55 23 52,27 200
Türkei 31 49 27 55,10 5 10,20 17 34,69 156
Russische
Föderation
21 35 15 42,86 0 0,00 20 57,14 228
Iran 21 40 15 37,50 3 7,50 22 55,00 129
Nigeria 20 35 18 51,43 0 0,00 17 48,57 123
Afghanistan 20 388 27 6,96 115 29,64 246 63,40 570
Äthiopien 15 6 2 33,33 0 0,00 4 66,67 91
Indien 15 15 11 73,33 0 0,00 4 26,67 57
Somalia 14 32 11 34,38 4 12,50 17 53,13 91
Aserbaidschan 9 10 5 50,00 1 10,00 4 40,00 22
Sri Lanka 9 6 4 66,67 0 0,00 2 33,33 22
Marokko 2 10 4 40,00 1 10,00 5 50,00 11
Tunesien 5 4 1 25,00 1 25,00 2 50,00 8
Algerien 3 2 0 0,00 0 0,00 2 100,00 19
Georgien 1 3 1 33,33 0 0,00 2 66,67 4
Belarus 1 1 1 100,00 0 0,00 0 0,00 1
Ukraine 1 1 1 100,00 0 0,00 0 0,00 15
Albanien 5 8 0 0,00 0 0,00 8 100,00 19
Bosnien und
Herzegowina
3 5 3 60,00 1 20,00 1 20,00 9
Ghana 4 1 0 0,00 0 0,00 1 100,00 14
Kosovo 5 9 5 55,56 0 0,00 4 44,44 45
Nordmazedonien 1 7 6 85,71 0 0,00 1 14,29 6
Montenegro 0 1 1 100,00 0 0,00 0 0,00 8
Senegal 0 1 0 0,00 0 0,00 1 100,00 5
Serbien 8 9 8 88,89 0 0,00 1 11,11 43
Durchschnittliche Dauer gerichtlicher Verfahren in Monaten
Verfahrensdauer Erst- und Folgeanträge: Verfahrensdauer Widerrufe:
01.01.- 30.06.2022 26,9 19,3
Gerichtsentscheidungen zu Eilanträgen im Dublin-Verfahren:
01.01.2022 – 30.06.2022
(Stand: 15.08.2022) abgelehnt stattgegeben
Gesamtentscheidungen
Staatsangehörigkeiten gesamt 3.392 1.230 4.622
darunter:
Afghanistan 927 368 1.295
Syrien 594 170 764
Irak 412 192 604
Iran 126 62 188
Nigeria 125 60 185
Türkei 134 31 165
Pakistan 108 19 127
Ungeklärt 86 41 127
Russische Föderation 87 25 112
Libanon 72 32 104
Guinea 66 29 95
Libyen 58 30 88
Algerien 62 3 65
Aserbaidschan 27 33 60
Tunesien 45 10 55
Marokko 25 3 28
Georgien 24 3 27
Armenien 21 0 21
Belarus 23 1 24
Ukraine 11 0 11
Albanien 3 0 3
Bosnien und Herzegowina 10 0 10
Ghana 7 4 11
Kosovo 1 0 1
Nordmazedonien 10 6 16
Montenegro 0 0 0
Senegal 5 5 10
Serbien 0 1 1
Verfahrensdauer Eilanträge im Dublin-Verfahren (in Tagen):
Zeitraum: 01.01. – 30.06.2022
(Stand: 15.08.2022)
Antrag nach § 80
Absatz 5 VwGO
Antrag nach § 80
Absatz 7 VwGO
Antrag nach
§ 123 VwGO
Staatsangehörigkeiten gesamt 41,2 29,9 33,9
darunter:
Afghanistan 41,7 20,5 22,5
Syrien 34,1 26,8 32,6
Irak 35,2 27,8 28,3
Iran 31,0 20,4 25,0
Nigeria 89,6 11,3 11,8
Türkei 40,1 13,7 15,0
Pakistan 31,5 9,6 0,0
Ungeklärt 36,2 22,8 34,0
Russische Föderation 49,3 112,8 0,0
Libanon 41,2 12,1 0,0
Guinea 22,7 14,3 9,0
Libyen 61,3 0,0 0,0
Zeitraum: 01.01. – 30.06.2022
(Stand: 15.08.2022)
Antrag nach § 80
Absatz 5 VwGO
Antrag nach § 80
Absatz 7 VwGO
Antrag nach
§ 123 VwGO
Algerien 31,0 0,0 0,0
Aserbaidschan 19,3 6,6 0,0
Tunesien 45,4 7,0 0,0
Marokko 22,1 0,0 0,0
Georgien 44,1 10,0 0,0
Armenien 27,3 13,5 213,0
Belarus 8,0 0,0 0,0
Ukraine 18,1 0,0 0,0
Albanien 7,0 0,0 0,0
Bosnien und Herzegowina 27,9 0,0 0,0
Ghana 23,1 271,0 1,0
Kosovo 135,0 0,0 0,0
Nordmazedonien 97,0 0,0 0,0
Montenegro 11,8 5,0 0,0
Senegal 31,7 354,0 0,0
Serbien 66,0 0,0 0,0
Gerichtsentscheidungen zu Eilanträgen (einstweiliger Rechtsschutz) gesamt:
01.01. - 30.06.2022
(Stand: 15.08.2022) abgelehnt stattgegeben
Gesamtentscheidungen
Staatsangehörigkeiten gesamt 11.858 2.789 14.647
darunter:
Afghanistan 1.345 483 1.828
Syrien 1.089 302 1.391
Irak 1.209 460 1.669
Iran 246 135 381
Nigeria 401 148 549
Türkei 498 161 659
Pakistan 230 39 269
Ungeklärt 182 71 253
Russische Föderation 308 105 413
Libanon 146 69 215
Guinea 109 55 164
Libyen 63 38 101
Algerien 135 14 149
Aserbaidschan 130 40 170
Tunesien 94 19 113
Marokko 93 20 113
Georgien 1.243 39 1.282
Armenien 129 12 141
Belarus 15 3 18
Ukraine 87 92 179
Albanien 440 35 475
Bosnien und Herzegowina 340 3 343
Ghana 70 15 85
Kosovo 50 13 63
Nordmazedonien 1.012 55 1.067
01.01. - 30.06.2022
(Stand: 15.08.2022) abgelehnt stattgegeben
Gesamtentscheidungen
Montenegro 84 6 90
Senegal 40 5 45
Serbien 448 26 474
Verfahrensdauer Eilanträge (einstweiliger Rechtsschutz) gesamt (in Tagen):
Zeitraum: 01.01. – 30.06.2022
(Stand: 15.08.2022)
Antrag nach § 80
Absatz 5 VwGO
Antrag nach § 80
Absatz 7 VwGO
Antrag nach
§ 123 VwGO
Staatsangehörigkeiten gesamt 43,0 32,8 46,3
darunter:
Afghanistan 48,4 34,25 115,4
Syrien 49,1 0,0 31,4
Irak 33,1 0,0 34,1
Iran 31,3 0,0 40,8
Nigeria 103,1 0,0 49,8
Türkei 31,7 0,0 29,7
Pakistan 30,7 0,0 28,6
Ungeklärt 41,0 0,0 41,6
Russische Föderation 59,6 0,0 57,4
Libanon 34,4 0,0 34,5
Guinea 33,4 0,0 24,9
Libyen 57,2 0,0 10,0
Algerien 30,8 0,0 11,7
Aserbaidschan 17,5 0,0 13,8
Tunesien 83,4 0,0 22,0
Marokko 27,4 0,0 35,8
Georgien 31,6 0,0 16,9
Armenien 36,0 0,0 36,9
Belarus 34,5 0,0 4,0
Ukraine 110,4 0,0 120,7
Albanien 26,3 0,0 34,8
Bosnien und Herzegowina 25,7 0,0 37,1
Ghana 42,7 0,0 21,2
Kosovo 35,8 0,0 24,0
Nordmazedonien 42,1 0,0 42,8
Montenegro 34,4 0,0 22,6
Senegal 37,5 0,0 265,5
Serbien 31,5 0,0 39,2
a) Wie viele Rechtsmittel sind nach Kenntnis der Bundesregierung
derzeit anhängig in Verfahren, in denen subsidiär Schutzberechtigte oder
Personen mit nationalem Abschiebungsschutz (bitte differenzieren)
auf einen Flüchtlingsstatus klagen (bitte auch nach den zehn
wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), und wie viele dieser Verfahren
wurden im bisherigen Jahr 2022 mit welchem Ergebnis entschieden
(bitte nach Bundesländern und den zehn wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren; Angaben zur ersten Instanz sind ausreichend)?
Die folgenden Klagen gegen vom BAMF auf subsidiären Schutz entschiedene
Asylanträge waren zum Stichtag 30. Juni 2022 anhängig.
anhängige Rechtsmittel gegen subsidiären Schutz zum 30. Juni 2022
nach Staatsangehörigkeit Klagen
Gesamt 10.610
darunter:
Syrien 9.401
Irak 295
Eritrea 208
Ungeklärt 189
Jemen 102
Afghanistan 100
Staatenlos 63
Somalia 54
Iran 42
Sudan 23
anhängige Rechtsmittel gegen subsidiären Schutz zum 30. Juni 2022
nach Ländern Klagen
Gesamt 10.610
Baden-Württemberg 1.344
Bayern 946
Berlin 702
Brandenburg 500
Bremen 154
Hamburg 135
Hessen 1.588
Mecklenburg-Vorpommern 130
Niedersachsen 1.090
Nordrhein-Westfalen 2.790
Rheinland-Pfalz 98
Saarland 54
Sachsen 474
Sachsen-Anhalt 265
Schleswig-Holstein 101
Thüringen 239
Die folgenden Klagen gegen die Feststellung eines Abschiebungsverbotes
waren zum Stichtag 30. Juni 2022 anhängig.
anhängige Rechtsmittel gegen Feststellung eines Abschiebungsverbotes
zum 30. Juni 2022
nach Staatsangehörigkeit Klagen
Gesamt 2.381
darunter:
Afghanistan 1.204
Irak 316
Syrien 206
Somalia 131
Eritrea 118
Äthiopien 63
Nigeria 47
Ungeklärt 36
Russische Föderation 22
Sudan 19
anhängige Rechtsmittel gegen Feststellung eines Abschiebungsverbotes
zum 30. Juni 2022
nach Ländern Klagen
Gesamt 2.381
Baden-Württemberg 118
Bayern 220
Berlin 207
Brandenburg 140
Bremen 49
Hamburg 39
Hessen 352
Mecklenburg-Vorpommern 30
Niedersachsen 342
Nordrhein-Westfalen 662
Rheinland-Pfalz 23
Saarland 4
Sachsen 55
Sachsen-Anhalt 12
Schleswig-Holstein 97
Thüringen 31
Die folgenden Klagen gegen vom BAMF auf subsidiären Schutz entschiedene
Verfahren wurden wie folgt entschieden.
nach Staatsangehörigkeit SummeEntscheidungen
Anerkennungen gem
Artikel 16a GG
Flüchtlingsschutz
gem. § 3
Absatz 1 AsylG
Keine
Verbesserung
01.01. – 30.06.2022 3.665 9 574 3.082
darunter
Syrien 3.134 2 497 2.635
Jemen 111 2 4 105
Ungeklärt 96 5 32 59
Irak 88 0 4 84
Eritrea 68 0 8 60
Afghanistan 49 0 10 39
nach Staatsangehörigkeit SummeEntscheidungen
Anerkennungen gem
Artikel 16a GG
Flüchtlingsschutz
gem. § 3
Absatz 1 AsylG
Keine
Verbesserung
Staatenlos 30 0 4 26
Iran 14 0 5 9
Somalia 12 0 2 10
Myanmar 11 0 0 11
nach Ländern SummeEntscheidungen
Anerkennungen gem.
Artikel 16a GG
Flüchtlingsschutz
gem. § 3 Absatz 1
AsylG
Keine
Verbesserung
01.01.– 30.06.2022 3.665 9 574 3.082
Baden-Württemberg 550 0 56 494
Bayern 489 0 26 463
Berlin 318 1 97 220
Brandenburg 240 0 113 127
Bremen 33 0 2 31
Hamburg 75 0 7 68
Hessen 388 7 16 365
Mecklenburg-Vorpommern 47 0 0 47
Niedersachsen 237 0 10 227
Nordrhein-Westfalen 645 1 135 509
Rheinland-Pfalz 106 0 15 91
Saarland 26 0 0 26
Sachsen 126 0 19 107
Sachsen-Anhalt 144 0 5 139
Schleswig-Holstein 66 0 4 62
Thüringen 175 0 69 106
Die folgenden Klagen gegen Feststellung eines Abschiebungsverbotes wurden
wie folgt entschieden.
nach Staatsangehörigkeit
Summe
Entscheidungen
Anerkennungen gem.
Artikel 16a GG
Flüchtlingsschutz gem.
§ 3 Absatz
1 AsylG
subsidiärer
Schutz gem.
§ 4 Absatz 1
AsylG
Keine
Verbesserung
01.01. – 30.06.2022 910 1 109 40 760
Afghanistan 460 1 76 6 377
Irak 143 0 5 2 136
Syrien 65 0 2 3 60
Eritrea 47 0 0 17 30
Somalia 28 0 3 0 25
Äthiopien 17 0 1 2 14
Ungeklärt 16 0 2 3 11
Jemen 16 0 0 3 13
Venezuela 12 0 2 0 10
Nigeria 12 0 0 0 12
nach Ländern
Summe
Entscheidungen
Anerkennungen gem.
Artikel 16a GG
Flüchtlingsschutz gem.
§ 3 Absatz 1
AsylG
subsidiärer
Schutz gem.
§ 4 Absatz 1
AsylG
Keine
Verbesserung
01.01. – 30.06.2022 910 1 109 40 760
Baden-Württemberg 73 0 12 10 51
Bayern 120 0 7 11 102
Berlin 74 0 5 1 68
Brandenburg 59 0 13 0 46
Bremen 21 0 0 0 21
Hamburg 21 0 1 0 19
Hessen 88 0 5 5 78
Mecklenburg-Vorpommern 27 0 2 0 25
Niedersachsen 97 1 19 4 73
Nordrhein-Westfalen 212 0 34 6 172
Rheinland-Pfalz 57 0 5 0 52
Saarland 2 0 0 0 2
Sachsen 30 0 5 1 24
Sachsen-Anhalt 8 0 1 0 7
Schleswig-Holstein 11 0 0 2 9
Thüringen 11 0 0 0 11
b) Gegen wie viele der Asylbescheide des BAMF wurden im bisherigen
Jahr 2022 Rechtsmittel eingelegt (bitte in absoluten und relativen
Zahlen angeben und Klagequoten in Bezug auf die Gesamtzahl der
Bescheide und in Bezug auf ablehnende Bescheide gesondert ausweisen;
bitte jeweils nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern und zusätzlich
nach den zu sicher erklärten Herkunftsländern differenzieren,
zusätzlich nach der Art der Ablehnung differenzieren: unbegründet,
offensichtlich unbegründet, unzulässig)?
Wie lautete die Klagequote in Bezug auf alle ablehnenden Bescheide
des BAMF für das bisherige Jahr 2022?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Staatsangehörigkeit
Entscheidungen
insgesamt
Davon
Entscheidung
"abgelehnt"
Davon
Entscheidung
"o. u. abgelehnt"
davon
Entscheidung
"unzulässig"
01.01. –
30.06.2022
Stand:
15.08.2022
davon
beklagt*
Anteil
in %
davon
beklagt*
Anteil
in %
davon
beklagt*
Anteil
in %
davon
beklagt*
Anteil
in %
Gesamt 110.162 37.366
33,9 15.53
5
13.55
5
87,3 9.154 5.039 55,0 22.13
7
13.84
7
62,6
darunter:
Syrien 37.941 6.160 16,2 27 13 48,1 1 1 100,0 3.336 2.583 77,4
Afghanistan 16.380 3.331 20,3 129 78 60,5 4 2 50,0 3.486 2.451 70,3
Irak 11.556 7.161 62,0 5.484 4.801 87,5 821 654 79,7 2.203 1.538 69,8
Türkei 5.043 2.973 59,0 2.258 2.125 94,1 340 278 81,8 696 526 75,6
Georgien 3.046 2.053 67,4 802 689 85,9 1.542 1.113 72,2 377 219 58,1
Moldau 2.680 881 32,9 137 108 78,8 783 318 40,6 1.500 441 29,4
Ungeklärt 2.666 662 24,8 254 197 77,6 114 58 50,9 527 352 66,8
Nordmazedonien
2.463 953 38,7 16 10 62,5 1.124 552 49,1 909 382 42,0
Iran 2.289 1.229 53,7 712 651 91,4 50 37 74,0 769 527 68,5
Staatsangehörigkeit
Entscheidungen
insgesamt
Davon
Entscheidung
"abgelehnt"
Davon
Entscheidung
"o. u. abgelehnt"
davon
Entscheidung
"unzulässig"
01.01. –
30.06.2022
Stand:
15.08.2022
davon
beklagt*
Anteil
in %
davon
beklagt*
Anteil
in %
davon
beklagt*
Anteil
in %
davon
beklagt*
Anteil
in %
Nigeria 2.282 1.542 67,6 1.001 859 85,8 131 92 70,2 800 585 73,1
Somalia 2.234 643 28,8 273 242 88,6 5 2 40,0 501 346 69,1
Eritrea 2.015 271 13,4 137 120 87,6 9 4 44,4 158 116 73,4
Serbien 1.460 606 41,5 4 3 75,0 716 327 45,7 622 271 43,6
Albanien 1.362 567 41,6 0 0 0,0 821 368 44,8 375 193 51,5
Russische
Föderation
1.355 832 61,4 437 348 79,6 138 81 58,7 573 422 73,6
Bosnien und
Herzegowina
975 352 36,1 1 0 0,0 430 153 35,6 425 189 44,5
Ghana 241 105 43,6 3 3 100,0 149 70 47,0 50 30 60,0
Kosovo 216 66 30,6 0 0 0,0 91 33 36,3 108 31 28,7
Montenegro 232 110 47,4 1 1 100,0 119 61 51,3 108 48 44,4
Senegal 89 46 51,7 1 1 100,0 31 20 64,5 37 20 54,1
c) Wie ist die aktuelle Zahl der anhängigen Gerichtsverfahren im Bereich
Asyl, differenziert nach (Bundes-, Ober-)Verwaltungsgerichten?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Gericht
Stand: 30.06.2022
Anzahl anhängiger
Gerichtsverfahren
Bei Gericht anhängige Verfahren 132.209
Bundesverwaltungsgericht 58
VGH Baden-Württemberg 95
VG Freiburg 2.736
VG Karlsruhe 1.805
VG Sigmaringen 2.589
VG Stuttgart 3.266
Bayerischer Verwaltungsgerichtshof 233
VG Ansbach 3.238
VG Augsburg 982
VG Bayreuth 1.306
VG München 7.268
VG Regensburg 2.184
VG Würzburg 1.089
Bayerischer VGH - Außenstelle Ansbach 395
OVG Berlin-Brandenburg 91
VG Berlin 10.517
VG Cottbus 1.999
VG Frankfurt / Oder 1.847
VG Potsdam 5.001
OVG der Freien Hansestadt Bremen -
VG Bremen 1.367
Hamburgisches OVG -
VG Hamburg 2.858
Hessischer VGH 96
Gericht
Stand: 30.06.2022
Anzahl anhängiger
Gerichtsverfahren
VG Darmstadt 4.128
VG Frankfurt/Main 1.723
VG Kassel 2.126
VG Wiesbaden 1.802
VG Gießen 3.593
Niedersächsisches OVG 211
VG Braunschweig 2.899
VG Hannover 5.151
VG Oldenburg 2.822
VG Osnabrück 1.707
VG Stade 1.744
VG Lüneburg 1.901
VG Göttingen 889
OVG für das Land Nordrhein-Westfalen 309
VG Aachen 2.666
VG Arnsberg 5.341
VG Düsseldorf 5.352
VG Gelsenkirchen 3.930
VG Köln 5.464
VG Minden 2.617
VG Münster 3.209
OVG Rheinland-Pfalz 40
VG Trier 1.163
OVG des Saarlandes 9
VG des Saarlandes 480
Schleswig-Holsteinisches OVG 58
VG Schleswig-Holstein 4.489
OVG Sachsen-Anhalt 6
VG Magdeburg 1.071
VG Halle 852
Thüringer OVG 3
VG Gera 270
VG Meiningen 1.201
VG Weimar 1.299
Sächsisches OVG 133
VG Chemnitz 3.757
VG Dresden 2.859
VG Leipzig 1.573
OVG Mecklenburg-Vorpommern 87
VG Greifswald 1.285
VG Schwerin 970
d) In wie vielen Fällen erhielten zunächst abgelehnte Asylsuchende im
bisherigen Jahr 2022 doch noch einen Schutzstatus, und in wie vielen
Fällen basierte dies auf einer Gerichtsentscheidung, auf einer
Abhilfeentscheidung bzw. geschah dies infolge eines Folgeantrags oder aus
sonstigem Grunde (bitte differenzieren und zudem nach den 15
wichtigsten Staatsangehörigkeiten auflisten)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Positive Entscheidungen aufgrund einer Gerichts- und Abhilfeentscheidung:
Zeitraum: 01.01. – 30.06.2022
Staatsangehörigkeit Davon aufgrund
einer
Gerichtsentscheidung
Davon aufgrund
einer
Abhilfeentscheidung
Gesamt 14.992 10.828 4.164
davon
Syrien 810 616 194
Afghanistan 7.566 4.964 2.602
Irak 898 731 167
Türkei 613 468 145
Georgien 59 53 6
Ungeklärt 323 252 71
Somalia 280 240 40
Iran 1.203 1.056 147
Eritrea 142 116 26
Moldau 0 0 0
Nigeria 315 277 38
Venezuela 47 46 1
Russische Föderation 443 234 209
Albanien 23 17 6
Nordmazedonien 10 10 0
Positive Entscheidungen infolge von Folgeanträgen:
Zeitraum: 01.01. – 30.06.2022
Staatsangehörigkeit Summe
Gesamt 5.849
davon
Syrien 453
Afghanistan 4.469
Irak 115
Türkei 123
Georgien 3
Ungeklärt 57
Somalia 70
Iran 188
Eritrea 22
Moldau 1
Nigeria 35
Venezuela 14
Russische Föderation 63
Albanien 3
Nordmazedonien 7
Positive Entscheidungen infolge von sonstigen Gründen:
Zeitraum: 01.01. – 30.06.2022
Staatsangehörigkeit Summe
Gesamt 1.068
davon
Syrien 8
Afghanistan 935
Irak 12
Türkei 1
Georgien 1
Zeitraum: 01.01. – 30.06.2022
Staatsangehörigkeit Summe
Ungeklärt 8
Somalia 2
Iran 2
Eritrea 0
Moldau 0
Nigeria 9
Venezuela 0
Russische Föderation 5
Albanien 1
Nordmazedonien 0
e) Wie viele gerichtliche Entscheidungen im Eilverfahren gab es im
bisherigen Jahr 2022 zu Asylsuchenden, denen bereits in einem anderen
Mitgliedstaat Schutz gewährt worden war, und mit welchem Ergebnis
(bitte nach den zehn wichtigsten Herkunftsstaaten auflisten)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
01.01. – 30.06.2022
(Stand: 15.08.2022) abgelehnt stattgegeben
Gesamtentscheidungen
Staatsangehörigkeiten gesamt 653 95 748
darunter:
Syrien 329 56 385
Afghanistan 144 13 157
Somalia 44 5 49
Irak 46 1 47
Ungeklärt 15 4 19
Nigeria 14 2 16
Eritrea 12 1 13
Türkei 5 4 9
Iran 4 5 9
Südsudan 8 0 8
f) Wie lauten die differenzierteren Angaben des BAMF zu der Kategorie
„sonstige Erledigungen“ bei Gerichtsentscheidungen für das bisherige
Jahr 2022?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Sonstige Verfahrenserledigungen 01.01. - 30.06.2022
Keine Schutzgewährung festgestellt 19.264
Schutzgewährung offen 2.729
Schutzgewährung 3.183
Summe 25.176
g) Wie lange war nach Kenntnis der Bundesregierung die
durchschnittliche Dauer eines gerichtlichen Asylklageverfahrens im bisherigen Jahr
2022 (bitte auch nach Bundesländern differenziert darstellen)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Durchschnittliche Verfahrensdauer bei Gericht in Monaten,
Zeitraum: 01.01. – 30.06.2022
Antragsart: Erstanträge, Folgeanträge
Klagen
Bundesgebiet gesamt 26,9
darunter:
Baden-Württemberg 20,2
Bayern 27,9
Berlin 30,6
Brandenburg 44,6
Bremen 26,3
Hamburg 27,8
Hessen 33,6
Mecklenburg-Vorpommern 19,9
Niedersachsen 33,6
Nordrhein-Westfalen 26,2
Rheinland-Pfalz 6,6
Saarland 14,6
Sachsen 21,0
Sachsen-Anhalt 15,7
Schleswig-Holstein 20,3
Thüringen 19,3
unbekannt 3,9
h) Wie hoch waren die Kosten, die dem Bundesamt für Migration und
Flüchtlinge (BAMF) im bisherigen Jahr 2022 aufgrund verlorener
Asyl-Gerichtsverfahren entstanden sind (bitte Gesamtkosten nennen
und zudem nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern
aufschlüsseln)?
Wie bewertet es die Bundesregierung, dass dem BAMF in den letzten
fünf Jahren (2017 bis 2021) fast 100 Mio. Euro Kosten im
Zusammenhang mit verlorenen Asylgerichtsverfahren entstanden sind (vgl.
Antwort zu Frage 20i auf Bundestagsdrucksache 20/2309), auch vor dem
Hintergrund der nach Auffassung der Fragestellenden hohen
Aufhebungsquoten durch die Gerichte (siehe Vorbemerkung der
Fragesteller), und plant die Bundesregierung vor diesem Hintergrund,
Maßnahmen zur Qualitätssteigerung im BAMF und insbesondere zur
laufenden Kontrolle angefochtener Bescheide zu ergreifen (bitte ausführen)?
Die Gesamtkosten aller Asylgerichtsverfahren für das Jahr 2022 belaufen sich
zum Stichtag 6. September 2022 auf 12 096 297,45 Euro.
Die Kosten, die dem BAMF bezüglich der zehn wichtigsten Herkunftsländer
im Jahr 2022 entstanden sind, können der nachfolgenden Tabelle entnommen
werden.
Herkunftsland Ausgaben
Syrien 1.821.302,87 €
Afghanistan 3.231.856,56 €
Irak 943.005,77 €
Türkei 604.592,99 €
Georgien 36.746,79 €
Ungeklärt 343.714,24 €
Somalia 455.288,37 €
Iran 1.219.455,77 €
Eritrea 201.537,28 €
Moldau 6.594,22 €
Es wird darauf hingewiesen, dass gemäß § 83b AsylG keine Gerichtskosten
(Gebühren und Auslagen) in asylrechtlichen Streitigkeiten erhoben werden.
Kosten können jedoch für die rechtsanwaltliche Vertretung der Kläger anfallen,
die das BAMF bei einem Unterliegen im gerichtlichen Verfahren teilweise oder
ganz zu erstatten hat.
Rückschlüsse auf die Qualität der Asylentscheidungen des BAMF lassen sich
aus der Höhe der Kosten nicht ohne Weiteres herleiten. Eine Ursache für
anderslautende Urteile der Verwaltungsgerichte kann der Umstand sein, dass die
beklagte Entscheidung des BAMF zum Zeitpunkt der Gerichtsentscheidung
oftmals bereits einige Monate, teilweise aber auch mehrere Jahre, zurücklag.
Daher kann die Beurteilung der Gerichte durch zwischenzeitliche
Veränderungen, die das BAMF bei seiner Entscheidung nicht berücksichtigen konnte
(wie beispielsweise die Geburt von Kindern, Auswirkungen der Corona-
Pandemie oder eine veränderte Situation im Herkunftsland), zwangsläufig
abweichen. Solche Veränderungen wirken sich bei der gerichtlichen Entscheidung
je nach Sachlage auch zu Gunsten der Kläger aus.
Das BAMF führt anlassbezogene Überprüfungen gerichtlich anhängiger
Asylverfahren, beispielsweise hinsichtlich des Herkunftslandes Afghanistan durch,
was wiederum zu Abhilfeentscheidungen führt. Zudem überprüft das BAMF
im Rahmen der aktiven Prozessführung auf Anfrage der Gerichte und
Verfahrensbevollmächtigten regelmäßig ergangene Bescheide in gerichtlichen
Verfahren und ändert bei Vorliegen der Voraussetzungen der jeweiligen Schutznorm
den Ausgangsbescheid entsprechend ab.
i) Sieht die Bundesregierung die Gefahr, dass der Grundsatz effektiven
Rechtsschutzes für (abgelehnte) Asylsuchende gefährdet sein könnte,
wenn unabhängige Richterinnen bzw. Richter, „die dem
rechtspolitisch motivierten Spektrum zuzuordnen sind“ entscheiden und
Asylklagen mit aus Sicht der Fragesteller zum Teil unzureichender
Begründung abgelehnt werden (vgl. hinsichtlich des Verwaltungsgerichts
[VG] Gera: https://ezra.de/forderungspapier-zur-justiz-in-thu%cc%88r
ingen/), und schätzt es die Bundesregierung diesbezüglich als
problematisch ein, dass Einzelrichterentscheidungen im Asylverfahren die
Regel sind (vgl. § 76 des Asylgesetzes) und es keine
Berufungsmöglichkeit aufgrund ernsthafter Zweifel an der Richtigkeit des Urteils
gibt (vgl. § 78 des Asylgesetzes; bitte begründen)?
Welchen Handlungsbedarf sieht die Bundesregierung und
insbesondere das Bundesministerium für Justiz diesbezüglich gegebenenfalls
(bitte ausführen)?
Das in Artikel 19 Absatz 4 Grundgesetz (GG) verankerte Grundrecht auf
effektiven Rechtsschutz verleiht einen Anspruch auf Gewährung eines möglichst
wirksamen Rechtsschutzes und damit auf einen Zugang zu staatlichen
Gerichten, um von diesen Rechtsverletzungen durch die öffentliche Gewalt
überprüfen zu lassen. Dieser Grundsatz wird durch den bei ablehnenden
Asylbescheiden eröffneten Klageweg zu den Verwaltungsgerichten gewährleistet. Die
Richterinnen und Richter der Verwaltungsgerichte entscheiden dabei gemäß
Artikel 97 Absatz 1 GG unabhängig und sind nur dem Gesetz unterworfen.
Konkreten Bedenken gegen ihre Unvoreingenommenheit kann nach den
Vorschriften über die Ausschließung und Ablehnung von Gerichtspersonen Rechnung
getragen werden (§ 54 VwGO).
Der in § 76 AsylG geregelte Grundsatz der Einzelrichterentscheidung in
Streitigkeiten nach dem Asylgesetz dient der Beschleunigung der
Asylklageverfahren und damit dem Gebot des effektiven Rechtsschutzes und begegnet somit
keinen verfassungsrechtlichen Bedenken. Dies betrifft ebenfalls die
Ausgestaltung der im gerichtlichen Asylverfahren zur Verfügung stehenden Rechtsmittel.
j) Welche Verwaltungsgerichte wiesen nach Kenntnis der
Bundesregierung im Jahr 2021 bzw. im bisherigen Jahr 2022 (bitte getrennt
auflisten) bei Asylklagen Aufhebungsquoten (erfolgreiche Klagen
Asylsuchender gegen das BAMF) auf, die weniger als halb so hoch waren
wie im Bundesdurchschnitt (bitte zu den 15 wichtigsten
Herkunftsstaaten – außer Syrien – jeweils alle Verwaltungsgerichte auflisten, die
dieses Kriterium erfüllen (in jedem Fall auch das VG Gera), und
entsprechende absolute und relative Zahlenangaben zu den
Verfahrensausgängen machen), und welche Schlüsse zieht die Bundesregierung
gegebenenfalls hieraus für ihr eigenes Handeln (bitte ausführen)?
Die Angaben können den in der Anlage* beigefügten Tabellen entnommen
werden (das Verwaltungsgericht Gera wird nur bei den Herkunftsländern
genannt, bei denen Gerichtsentscheidungen im Zeitraum vorlagen).
20. Wie viele Asylanhörungen gab es im ersten Halbjahr 2022 (bitte nach
den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Anhörungen 1. Halbjahr 2022 Anzahl
Herkunftsländer gesamt 57.731
darunter:
Syrien 14.884
Afghanistan 12.002
Irak 6.143
Türkei 3.905
Georgien 2.063
Ungeklärt 1.330
Somalia 1.406
Iran 1.534
Eritrea 938
Moldau 660
Nigeria 938
Venezuela 729
Russische Föderation 571
Albanien 491
Nordmazedonien 586
21. Wie viele Erst- und Folgeanträge (bitte differenzieren) wurden von
Asylsuchenden aus Serbien, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Albanien
und Bosnien-Herzegowina im ersten Halbjahr 2022 gestellt (bitte jeweils
auch den prozentualen Anteil der Roma-Angehörigen nennen), und wie
wurden diese Asylanträge jeweils mit welchem Ergebnis beschieden?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 20/4019 auf der Internetseite
des Deutschen Bundestages abrufbar.
1.Halbjahr 2022 Entscheidungen über Asylanträge
Herkunftsland
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Serbien 1.267 603 664 1.460 - - - 7 720 733
davon Roma 1.102 489 613 1.268 - - - 4 598 666
Kosovo 191 83 108 216 - - 1 6 91 118
davon Roma 89 26 63 106 - - - 4 39 63
Nordmazedonien 1.607 803 804 2.463 - 2 1 9 1.140 1.311
davon Roma 1.061 476 585 1.558 - - 1 9 754 794
Montenegro 182 68 114 232 - - 1 - 120 111
davon Roma 148 54 94 183 - - - - 93 90
Albanien 1.174 806 368 1.362 - 3 1 4 821 533
davon Roma 359 224 135 446 - - - - 259 187
Bosnien und
Herzegowina
769 336 433 975 1 1 - - 431 542
davon Roma 619 244 375 810 - - - - 317 493
22. Welche aktuellen Informationen gibt es zur Personalsituation,
Personalentwicklung und Personalplanung im BAMF (bitte auch spezifische
Angaben zu den Bereichen Asylprüfung, Widerrufsprüfung, Dublin-
Verfahren, Qualitätssicherung und Prozessvertretung machen; bitte wie
in der Antwort zu Frage 23 auf Bundestagsdrucksache 20/2309
angeben)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Personal-Einsatz ausgewählter Bereiche in VZÄ (Vollzeitäquivalenten)
eD/mD gD hD Summe
Asyl (ohne Widerruf)* 1123,9 1059,2 47,8 2230,9
Widerrufsprüfung* 64,6 65,2 4,2 133,9
Prozess gesamt 140,3 179,7 34,9 355,0
dezentral* 129,4 172,6 16,7 318,8
zentral (61D & 61E)** 10,9 7,1 18,2 36,2
QS gesamt 46,1 108,5 15,3 170,0
dezentral* 38,0 87,3 8,4 133,8
zentral (62A, 62B, 62C)** 8,1 21,2 6,9 36,2
Dublin gesamt 159,8 168,3 10,4 338,5
dezentral (Dublinzentren 32D, 32E, 32F, o.B.)* 64,9 99,9 0,5 165,3
Dublinreferate (32A, 32B, 32C)** 94,9 68,4 9,9 173,2
*Gemäß Personal-Ist-Abfrage KW 35 (29.08. bis 02.09.2022).
** Gemäß ZSD Stand 01.09.2022.
Vakante Stellen in VZÄ (Stand: 01.09.2022)
mD gD hD
Prozess zentral (61D, 61E) -0,9 -0,1 3,7
QS zentral (62A, 62B, 62C) 0,0 13,8 1,6
Dublin (32A-F) 49,2 57,2 5,6
Soll in VZÄ (Stand: 01.07.2022)
mD gD hD
Prozess zentral (61D, 61E) 10,0 7,0 21,9
QS zentral (62A, 62B, 62C) 8,0 35,0 8,5
Dublin (32A-F) 209,0 225,5 16,0
Personalplanung:
Asyl und Widerruf:
Aktuell sind 103 VZÄ im mD und 113 VZÄ im gD in Ausschreibung.
Prozess:
Aktuell sind 30 VZÄ im gD in Ausschreibung.
QS:
Aktuell sind 1 VZÄ im mD, 9 VZÄ im gD und 2 VZÄ im hD in
Ausschreibung.
Dublin:
Aktuell sind 7 VZÄ im mD , 23 VZÄ im gD und 1 VZÄ im hD in
Ausschreibung.
Die zukünftige Personalplanung für den operativen Bereich hängt maßgeblich
von den künftigen Aufgabenschwerpunkten ab. Eine verbindliche Aussage
kann deshalb zum jetzige Zeitpunkt nicht getroffen werden.
23. Wie viele Asylgesuche gab es im ersten Halbjahr 2022 an den
bundesdeutschen Grenzen (bitte nach Grenzabschnitten und den wichtigsten
Herkunftsstaaten differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
1. Halbjahr 2022 Anzahl Personen
Gesamt 12.265
nach Grenzen und im Inland
Polen 2.559
Tschechien 702
Österreich 829
Schweiz 636
Frankreich 417
Luxemburg 47
Belgien 294
Niederlande 70
Dänemark 57
Flughäfen 4.179
See 93
Inlandsfeststellung 2.382
davon Staatsangehörigkeiten
1. Halbjahr 2022 Anzahl Personen
afghanisch 4.556
syrisch 1.577
irakisch 1.189
türkisch 1.047
iranisch 398
algerisch 368
ukrainisch 286
marokkanisch 239
jemenitisch 236
tunesisch 227
24. Wie viele Einreise- und Aufenthaltsverbote hat das BAMF im ersten
Halbjahr 2022 gegenüber abgelehnten Asylsuchenden mit welcher
Begründung erlassen (bitte nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren), und in wie vielen Fällen wurde in diesem Zeitraum ein
Schutzstatus an Asylsuchende mit einem Wiedereinreiseverbot erteilt
(bitte nach Status und den zehn wichtigsten Herkunftsstaaten
differenzieren)?
Angaben zu vom BAMF erlassenen Einreise- und Aufenthaltsverboten können
der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
01.01. – 30.06. 2022
Entscheidungen
zu § 11 Absatz 2
AufenthG
Entscheidungen
zu § 11 Absatz 7
AufenthG
Entscheidungen mit Aufenthalts- und
Wiedereinreiseverboten (§ 11 Absatz
2 und/oder § 11 Absatz 7 AufenthG)
Gesamt 812 4.681 5.480
darunter
Syrien 37 2 39
Afghanistan 49 0 49
Irak 129 22 151
Türkei 63 16 79
Georgien 52 34 86
Ungeklärt 21 12 33
Somalia 10 11 21
Iran 26 17 43
Eritrea 5 2 7
Moldau 59 508 559
25. In wie vielen Fällen wurde das BAMF bei der Prüfung
zielstaatsbezogener Abschiebungshindernisse nach § 72 Absatz 2 AufenthG im Auftrag
der Ausländerbehörden welcher Bundesländer im ersten Halbjahr 2022
mit welchem Ergebnis beteiligt (bitte auch nach den zehn wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
Angaben zur Beteiligung des BAMF bei der Prüfung zielstaatsbezogener
Abschiebungshindernisse nach § 72 Absatz 2 AufenthG können den
nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
1. Halbjahr 2022
Stellungnahmen
gem. § 72
Absatz 2 AufenthG
davon positiv davon negativ davon sonstige(Abbruch u. a.)
Gesamt 478 128 222 128
Baden-Württemberg 55 14 27 14
Bayern 52 12 28 12
Berlin 64 20 28 16
Brandenburg 4 1 3 0
Bremen 3 2 1 0
Hamburg 27 11 5 11
Hessen 32 12 9 11
Mecklenburg-
Vorpommern
4 0 1 3
Niedersachsen 30 7 14 9
Nordrhein-Westfalen 163 42 80 41
Rheinland-Pfalz 7 2 4 1
Saarland 10 0 4 6
Sachsen 6 1 5 0
Sachsen-Anhalt 11 0 11 0
Schleswig-Holstein 8 4 1 3
Thüringen 2 0 1 1
1. Halbjahr 2022
Stellungnahmen
gem. § 72
Absatz 2 AufenthG
davon positiv davon negativ davon sonstige(Abbruch u. a.)
Gesamt 478 128 222 128
Syrien 20 10 1 9
Afghanistan 69 54 2 13
Irak 18 3 12 3
Türkei 31 1 18 12
Georgien 9 0 3 6
Ungeklärt 4 1 1 2
Somalia 2 1 0 1
Iran 10 1 6 3
Eritrea 2 0 0 2
Moldau 2 1 1 0
26. Welche Angaben für das erste Halbjahr 2022 lassen sich zu überprüften
(vor allem: Ausweis-)Dokumenten und zum Anteil ge- oder verfälschter
Dokumente Asylsuchender machen (bitte zum Vergleich auch die Anzahl
der „beanstandeten“ Dokumente angeben und nach den zehn wichtigsten
Hauptherkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
1. Januar 2022 bis 30. Juni 2022
Top 10 der
Herkunftsländer
Geprüfte
Dokumente
Dokumente
ohne
Beanstandung
Nicht
abschließend bewertbare
Dokumente
beanstandete
Dokumente
Anteil der
beanstandeten
Dokumente in %
Syrien 34.417 32.616 965 836 2,4
Afghanistan 20.193 19.383 551 259 1,3
Irak 11.802 11.336 266 200 1,7
Türkei 5.235 5.105 98 32 0,6
Georgien 3.108 2.670 407 31 1,0
ungeklärt 2.758 2.758 - - -
Somalia 426 336 63 27 6,3
Iran 2.690 2.608 58 24 0,9
Eritrea 949 849 93 7 0,7
Moldau 1.283 1.158 123 2 0,2
Rest (ca. 150
weitere HKL)
11.853 10.175 1.415 263 2,2
Summe 94.714 88.994 4.039 1.681 1,8
1. Januar 2022 bis 31. März 2022
Top 10 der
Herkunftsländer
Geprüfte
Dokumente
Dokumente
ohne
Beanstandung
Nicht
abschließend bewertbare
Dokumente
beanstandete
Dokumente
Anteil der
beanstandeten
Dokumente in %
Syrien 19.281 18.313 514 454 2,4
Afghanistan 11.506 11.033 304 169 1,5
Irak 7.195 6.941 151 103 1,4
Türkei 2.505 2.448 46 11 0,4
Georgien 1.425 1.295 127 3 0,2
ungeklärt 1.599 1.599 - - -
Somalia 212 165 32 15 7,1
Eritrea 532 490 38 4 0,8
Iran 1.443 1.401 31 11 0,8
Nigeria 223 138 72 13 5,8
Rest (ca. 150
weitere HKL) 6.057 5.311 645 101 1,7
Summe 51.978 49.134 1.960 884 1,7
27. Wurde das Pilotverfahren von 2017 zur Information über die geförderte
Rückkehr (https://www.bamf.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/201
7/20170323-011-pm-rueckkehrfoerderung.html?nn=2823) evaluiert, und
wenn ja, mit welchem Ergebnis?
Ist die Information über die Förderung freiwilliger Rückkehr inzwischen
fester Bestandteil des Asylverfahrens, und wenn ja, an welchen
Standorten, in welcher Weise, zu welchem Zeitpunkt des Verfahrens und
bezogen auf welche Gruppen Asylsuchender werden entsprechende
Informationen gegebenenfalls vermittelt (bitte ausführen)?
Das Pilotverfahren zur Information über die geförderte Rückkehr
(Rückkehrinformation) an drei BAMF-Standorten ist nach Abschluss der Pilotierung
evaluiert worden. Als Ergebnis der Pilotierung wurde die Rückkehrinformation als
fester Bestandteil der Aktenanlage während der Asylantragstellung ab Mai
2017 sukzessive an allen BAMF-Standorten, an denen das Asylverfahren
durchgeführt wird, implementiert. Im Zuge der Rückkehrinformation werden
frühzeitig alle volljährigen Asylantragstellenden, die persönlich einen
Asylantrag beim BAMF stellen, unabhängig vom Herkunftsland und der
Bleibeperspektive in einem informierenden Gespräch sowie mittels eines schriftlichen
Informationspakets allgemein und neutral zur Möglichkeit der freiwilligen
Rückkehr und den Rückkehr- und Reintegrationsprogrammen informiert. Die
Rückkehrinformation wird durch Mitarbeitende des Asylverfahrenssekretariats
des BAMF durchgeführt und von Dolmetschenden übersetzt. Die mündliche
Informationsvermittlung sowie das schriftliche Informationspaket sind
standardisiert. Das Informationspaket ist in 19 Sprachen verfügbar.
Für eine detaillierte und individuelle Rückkehrberatung verweist die
Rückkehrinformation an die jeweils nächstgelegenen Rückkehrberatungsstellen.
28. Nach welchen Kriterien (bitte so genau wie möglich bezeichnen) werden
Asylsuchende über die „StarthilfePlus“ informiert, wenn es heißt, dass
die Zielgruppe unter anderem Asylsuchende sind, „deren Chancen im
Asylverfahren gering“ bzw. „sehr gering“ seien (vgl. https://www.bmi.bu
nd.de/DE/themen/migration/rueckkehrpolitik/rueckkehr-und-rueckfuehru
ngen/rueckkehr-und-rueckfuehrungen-node.html), wann werden
Chancen als „gering“ oder „sehr gering“ eingeschätzt, und welche Mittel in
welcher Höhe wurden an wie viele Asylsuchende oder abgelehnte
Asylsuchende (bitte nach dem Stand des Verfahrens und den zehn wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren) nach dem „StarthilfePlus“-Programm
seit seinem Bestehen bewilligt bzw. ausgezahlt (bitte entsprechend der
obigen Differenzierung auch nach Jahren auflisten)?
Im Zuge der Informationsvermittlung zu StarthilfePlus findet vor Erstellung
des Asylbescheids keine Differenzierung hinsichtlich der Bleibeperspektive der
zu Informierenden statt. Im Rahmen der während der Aktenanlage
durchgeführten Rückkehrinformation werden alle volljährigen Asylantragstellenden,
die persönlich einen Asylantrag beim BAMF stellen, unabhängig vom
Herkunftsland und der Bleibeperspektive in einem informierenden Gespräch sowie
mittels eines schriftlichen Informationspakets allgemein und neutral zur
Möglichkeit der freiwilligen Rückkehr und den Rückkehr- und
Reintegrationsprogrammen – darunter StarthilfePlus – informiert. Bei ablehnenden
Asylbescheiden erhalten Asylsuchende (umfasst die Personen, die Empfänger
von Leistungen im Rahmen der freiwilligen Rückkehr sein können) ein
Merkblatt vom BAMF zur freiwilligen Rückkehr. In diesem Merkblatt wird ebenfalls
allgemein auf die Programme zur Förderung der freiwilligen Rückkehr und
Reintegration hingewiesen und auf das Informationsportal Returningfrom
Germany für zusätzliche Informationen verwiesen (https://www.returningfromger
many.de/de/programmes/ergaenzende-reintegrationsunterstuetzung-im-ziellan
d-bei-einer-freiwilligen-rueckkehr-mit-reag-garp). Auf dem Informationsportal
sowie in den Programmleitlinien (https://files.returningfromgermany.de/files/In
foblatt%20REAGGARP_SHPlus%202022_Jul.pdf) sind ebenfalls keine
Kriterien bei der Informationsvermittlung zu StarthilfePlus bezüglich der
Bleibeperspektive festgelegt.
Aus den nachfolgenden Tabellen sind diejenigen Mittel ersichtlich, die den
jeweils relevanten Personenkreisen bewilligt und auch ausgezahlt wurden. Die
Unterscheidung erfolgt nach Zielländern, da das Bundesprogramm Starthilfe-
Plus die Förderleistungen ziellandspezifisch und nicht herkunftslandspezifisch
zur Verfügung stellt. Die Staatsangehörigkeiten der Personen sind in der
vorliegenden Abrechnungsstatistik nicht abbildbar.
Hinweise zur Statistikauswertung:
• Die nachfolgende Kategorie „Asylsuchende“ umfasst anerkannte
Differenzierung sowie Asylsuchende im laufenden Verfahren (zum Zeitpunkt der
Antragstellung). Nicht dargestellt werden Personen, die keinen Asylantrag
gestellt haben, und so genannte „Altfälle“, d. h. Fälle jeweils
vorangegangener Jahre, für die nachträglich Leistungen abgerechnet worden sind. In den
Statistiken sind auch Personen enthalten, die zwar Leistungen erhalten
haben, aber nicht ausgereist sind.
• Die Darstellung erfolgt nach den jeweils zehn zahlenmäßig relevantesten
Zielländern je Kalenderjahr bezogen auf die Anzahl aller Asylsuchenden.
• Die Angaben zu den verausgabten Förderleistungen sind jeweils in Euro zu
verstehen.
• Für das laufende Projektjahr 2022 standen kurzfristig noch keine Daten zu
den verausgabten Förderleistungen zur Verfügung.
2017
Zielland Art Personen Barauszahlung Sachleistung Gesamt
Irak Asylsuchende 926 748.904,06 5.979,00 754.883,06
abgelehnte Asylsuchende 1339 908.595,05 21.978,64 930.573,69
Russland Asylsuchende 529 350.500,02 2.936,63 353.436,65
abgelehnte Asylsuchende 784 500.150,01 17.870,42 518.020,43
Afghanistan Asylsuchende 353 263.569,27 5.999,90 269.569,17
abgelehnte Asylsuchende 603 353.361,36 8.000,38 361.361,74
Ukraine Asylsuchende 177 113.400,00 0,00 113.400,00
abgelehnte Asylsuchende 745 487.031,01 7.856,36 494.887,37
Georgien Asylsuchende 213 150.377,82 2.942,54 153.320,36
abgelehnte Asylsuchende 556 368.055,61 21.943,76 389.999,37
Iran Asylsuchende 329 275.800,01 1.000,00 276.800,01
abgelehnte Asylsuchende 388 257.100,00 10.000,00 267.100,00
Aserbaidschan Asylsuchende 139 90.549,99 3.636,17 94.186,16
abgelehnte Asylsuchende 329 214.950,03 10.865,21 225.815,24
Armenien Asylsuchende 124 88.399,99 3.000,00 91.399,99
abgelehnte Asylsuchende 337 229.099,93 23.817,75 252.917,68
Pakistan Asylsuchende 97 79.690,87 1.000,00 80.690,87
abgelehnte Asylsuchende 220 148.031,63 3.000,00 151.031,63
Libanon Asylsuchende 61 47.500,00 0,00 47.500,00
abgelehnte Asylsuchende 205 141.350,00 0,00 141.350,00
Gesamt Top10 Asylsuchende 2948 2.208.692,03 26.494,24 2.235.186,27
abgelehnte Asylsuchende 5506 3.607.724,63 125.332,52 3.733.057,15
Gesamt 8454 5.816.416,66 151.826,76 5.968.243,42
Datenquelle: IOM
2018
Zielland Art Personen Barauszahlung Sachleistung Gesamt
Irak Asylsuchende 746 536.608,05 122.533,04 659.141,09
abgelehnte Asylsuchende 639 454.949,24 207.917,29 662.866,53
Russland Asylsuchende 222 151.000,03 87.695,14 238.695,17
abgelehnte Asylsuchende 461 309.950,03 191.033,87 500.983,90
Iran Asylsuchende 217 172.500,00 49.996,31 222.496,31
abgelehnte Asylsuchende 152 104.900,00 45.000,00 149.900,00
Aserbaidschan Asylsuchende 123 92.400,00 32.404,45 124.804,45
abgelehnte Asylsuchende 205 141.900,12 71.696,78 213.596,90
Afghanistan Asylsuchende 103 74.098,71 12.999,57 87.098,28
abgelehnte Asylsuchende 170 111.593,89 41.003,70 152.597,59
Armenien Asylsuchende 69 53.299,99 26.942,35 80.242,34
abgelehnte Asylsuchende 180 126.199,99 71.501,57 197.701,56
Ukraine Asylsuchende 14 11.400,00 6.953,52 18.353,52
abgelehnte Asylsuchende 196 124.500,00 73.539,38 198.039,38
Georgien Asylsuchende 35 24.097,84 18.865,06 42.962,90
abgelehnte Asylsuchende 129 85.390,94 68.917,37 154.308,31
Libanon Asylsuchende 40 30.100,00 8.967,45 39.067,45
abgelehnte Asylsuchende 122 81.901,71 44.965,70 126.867,41
Serbien Asylsuchende 0 0,00 0,00 0,00
abgelehnte Asylsuchende 160 55.500,05 102.604,42 158.104,47
Gesamt Top10 Asylsuchende 1.569 1.145.504,62 369.356,89 1.512.861,51
2018
Zielland Art Personen Barauszahlung Sachleistung Gesamt
abgelehnte Asylsuchende 2.414 1.596.785,88 918.180,08 2.514.966,05
Gesamt 3.983 2.742.290,59 1.287.536,97 4.027.827,56
Datenquelle: IOM
2019
Zielland Art Personen Barauszahlung Sachleistung Gesamt
Irak Asylsuchende 623 452.825,76 13.995,86 466.821,62
abgelehnte Asylsuchende 1003 767.828,61 14.958,24 782.786,85
Russland Asylsuchende 87 56.000,00 0,00 56.000,00
abgelehnte Asylsuchende 800 465.321,86 2.972,19 468.294,05
Armenien Asylsuchende 37 0,00 38.490,98 38.490,98
abgelehnte Asylsuchende 600 1.600,00 570.028,84 571.628,84
Aserbaidschan Asylsuchende 35 0,00 30.573,38 30.573,38
abgelehnte Asylsuchende 357 2.399,99 307.474,38 309.874,37
Pakistan Asylsuchende 40 32.399,95 2.999,99 35.399,94
abgelehnte Asylsuchende 242 221.799,49 1.000,00 222.799,49
Afghanistan Asylsuchende 53 48.999,38 0,00 48.999,38
abgelehnte Asylsuchende 182 179.023,23 0,00 179.023,23
Iran Asylsuchende 85 7.239,75 84.217,09 91.456,84
abgelehnte Asylsuchende 150 3.818,76 145.161,65 148.980,41
Indien Asylsuchende 7 6.999,98 0,00 6.999,98
abgelehnte Asylsuchende 186 148.999,40 0,00 148.999,40
Türkei Asylsuchende 46 0,00 46.596,09 46.596,09
abgelehnte Asylsuchende 117 0,00 114.302,42 114.302,42
Nigeria Asylsuchende 25 24.593,82 989,34 25.583,16
abgelehnte Asylsuchende 137 123.967,90 0,00 123.967,90
Gesamt Top10 Asylsuchende 1038 629.058,64 217.862,73 846.921,37
abgelehnte Asylsuchende 3774 1.914.759,24 1.155.897,72 3.070.656,96
Gesamt 4812 2.543.817,88 1.373.760,45 3.917.578,33
Datenquelle: IOM
2020
Zielland Art Personen Barauszahlung Sachleistung Gesamt
Irak Asylsuchende 298 395.860,47 0,00 395.860,47
abgelehnte Asylsuchende 336 609.238,29 0,00 609.238,29
Russland Asylsuchende 60 71.000,00 0,00 71.000,00
abgelehnte Asylsuchende 334 399.500,00 0,00 399.500,00
Armenien Asylsuchende 23 24.500,00 21.199,71 45.699,71
abgelehnte Asylsuchende 290 210.999,98 269.169,03 480.169,01
Afghanistan Asylsuchende 50 74.006,32 0,00 74.006,32
abgelehnte Asylsuchende 137 272.014,32 0,00 272.014,32
Pakistan Asylsuchende 9 18.000,01 0,00 18.000,01
abgelehnte Asylsuchende 169 348.000,01 0,00 348.000,01
Iran Asylsuchende 60 78.962,56 65.953,20 144.915,76
abgelehnte Asylsuchende 99 132.939,19 90.723,89 223.663,08
Aserbaidschan Asylsuchende 21 13.500,00 19.830,82 33.330,82
abgelehnte Asylsuchende 125 81.000,00 110.398,95 191.398,95
Türkei Asylsuchende 33 36.499,56 33.879,39 70.378,95
abgelehnte Asylsuchende 108 105.002,18 97.308,56 202.310,74
China Asylsuchende 13 20.500,01 0,00 20.500,01
abgelehnte Asylsuchende 66 123.500,08 0,00 123.500,08
Nigeria Asylsuchende 8 15.440,43 0,00 15.440,43
abgelehnte Asylsuchende 67 124.309,90 0,00 124.309,90
2020
Zielland Art Personen Barauszahlung Sachleistung Gesamt
Gesamt Top10 Asylsuchende 575 748.269,36 140.863,12 889.132,48
abgelehnte Asylsuchende 1731 2.406.503,95 567.600,43 2.974.104,38
Gesamt 2306 3.154.773,31 708.463,55 3.863.236,86
Datenquelle: IOM
2021 (Zwischenbericht, vorläufige Zahlen)
Zielland Art Personen Barauszahlung Sachleistung Gesamt
Russland Asylsuchende 45 54.500,02 0,00 54.500,02
abgelehnte Asylsuchende 541 517.000,05 0,00 517.000,05
Irak Asylsuchende 153 186.601,91 0,00 186.601,91
abgelehnte Asylsuchende 274 400.651,73 0,00 400.651,73
Aserbaidschan Asylsuchende 16 16.500,00 13.889,15 30.389,15
abgelehnte Asylsuchende 278 213.499,99 152.171,61 365.671,60
Armenien Asylsuchende 8 9.500,00 6.973,70 16.473,70
abgelehnte Asylsuchende 257 247.499,99 211.480,74 458.980,73
Iran Asylsuchende 60 66.000,02 35.000,00 101.000,02
abgelehnte Asylsuchende 122 150.500,02 87.944,36 238.444,38
Pakistan Asylsuchende 12 16.499,99 0,00 16.499,99
abgelehnte Asylsuchende 166 275.499,72 0,00 275.499,72
Türkei Asylsuchende 54 53.499,96 45.835,39 99.335,35
abgelehnte Asylsuchende 117 131.967,29 90.970,37 222.937,66
Afghanistan Asylsuchende 24 43.521,60 0,00 43.521,60
abgelehnte Asylsuchende 109 186.511,74 1.999,89 188.511,63
China Asylsuchende 16 25.000,00 0,00 25.000,00
abgelehnte Asylsuchende 108 169.500,01 0,00 169.500,01
Nigeria Asylsuchende 15 26.109,71 0,00 26.109,71
abgelehnte Asylsuchende 104 154.630,54 0,00 154.630,54
Gesamt Top10 Asylsuchende 403 497.733,21 101.698,24 599.431,45
abgelehnte Asylsuchende 2076 2.447.261,08 544.566,97 2.991.828,05
Gesamt 2479 2.944.994,29 646.265,21 3.591.259,50
Datenquelle: IOM
Seite 1 von 27
Anlage zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion DIE
LINKE. auf Bundestagsdrucksache 20/3212
Antwort zu 19j:
Jahr 2021:
HKL
Verwaltungsgerichte
Gerichtsentscheidungen Positive
Entscheidungen
Gesamt
Asyl
Artikel
16a GG
u.
Fam.Asyl
(GFK)
Flüchtlingschutz
subsidiärer
Schutz
Abschie
bungsverbot
absolut
Anteil
Afghanistan
VG Gesamt 16.214 11 968 426 6.444 7.849 48,4%
darunter:
VG
Osnabrück
200 4 5 1 26 36 18,0%
VG Chemnitz 199 0 4 2 23 29 14,6%
VG Aachen 110 0 0 0 16 16 14,5%
VG
Regensburg
90 1 1 1 10 13 14,4%
VG
Würzburg
57 0 1 0 5 6 10,5%
VG Bayreuth 35 0 0 0 2 2 5,7%
VG Ansbach 77 0 1 0 2 3 3,9%
VG
Greifswald
207 0 0 0 3 3 1,4%
VG Schwerin 1 0 0 0 0 0 0,0%
Albanien
VG Gesamt 651 0 2 1 20 23 3,5%
darunter:
VG Köln 83 0 0 0 0 0 0,0%
VG Bremen 49 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Osnabrück
36 0 0 0 0 0 0,0%
VG Bayreuth 19 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Braunschweig
19 0 0 0 0 0 0,0%
VG Berlin 17 0 0 0 0 0 0,0%
VG Münster 17 0 0 0 0 0 0,0%
Seite 2 von 27
HKL
Verwaltungsgerichte
Gerichtsentscheidungen Positive
Entscheidungen
Gesamt
Asyl
Artikel
16a GG
u.
Fam.Asyl
(GFK)
Flüchtlingschutz
subsidiärer
Schutz
Abschie
bungsverbot
absolut
Anteil
VG Dresden 17 0 0 0 0 0 0,0%
VG Lüneburg 16 0 0 0 0 0 0,0%
VG Minden 16 0 0 0 0 0 0,0%
VG Schwerin 15 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Schleswig-Holstein
13 0 0 0 0 0 0,0%
VG Chemnitz 10 0 0 0 0 0 0,0%
VG Augsburg 9 0 0 0 0 0 0,0%
VG Freiburg 8 0 0 0 0 0 0,0%
VG Trier 7 0 0 0 0 0 0,0%
VG Gießen 6 0 0 0 0 0 0,0%
VG Potsdam 5 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Darmstadt
3 0 0 0 0 0 0,0%
VG Leipzig 3 0 0 0 0 0 0,0%
VG Ansbach 1 0 0 0 0 0 0,0%
VG des
Saarlandes
1 0 0 0 0 0 0,0%
VG Cottbus 1 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Sigmaringen
1 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Magdeburg
1 0 0 0 0 0 0,0%
Äthiopien
VG Gesamt 1.419 0 30 16 433 479 33,8%
darunter:
VG Münster 13 0 0 2 0 2 15,4%
VG
Frankfurt/Main
98 0 1 0 14 15 15,3%
VG Köln 14 0 0 0 2 2 14,3%
VG Hamburg 15 0 0 0 2 2 13,3%
VG
Regensburg
169 0 0 0 18 18 10,7%
Seite 3 von 27
HKL
Verwaltungsgerichte
Gerichtsentscheidungen Positive
Entscheidungen
Gesamt
Asyl
Artikel
16a GG
u.
Fam.Asyl
(GFK)
Flüchtlingschutz
subsidiärer
Schutz
Abschie
bungsverbot
absolut
Anteil
VG
Würzburg
67 0 2 0 5 7 10,4%
VG Potsdam 10 0 0 0 1 1 10,0%
VG Frankfurt
/ Oder
11 0 0 0 1 1 9,1%
VG
Oldenburg
12 0 0 1 0 1 8,3%
VG Chemnitz 16 0 0 0 1 1 6,3%
VG Augsburg 39 0 0 1 0 1 2,6%
VG Bayreuth 77 0 0 1 0 1 1,3%
VG Gießen 145 0 0 1 0 1 0,7%
VG Gera 9 0 0 0 0 0 0,0%
VG München 6 0 0 0 0 0 0,0%
VG Dresden 6 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Göttingen
5 0 0 0 0 0 0,0%
VG Halle 4 0 0 0 0 0 0,0%
VG Berlin 4 0 0 0 0 0 0,0%
VG Aachen 3 0 0 0 0 0 0,0%
VG Arnsberg 3 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Osnabrück
2 0 0 0 0 0 0,0%
VG Schwerin 2 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Braunschweig
1 0 0 0 0 0 0,0%
VG Stade 1 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Gelsenkirchen
1 0 0 0 0 0 0,0%
Georgien
VG Gesamt 2.250 1 9 4 57 71 3,2%
darunter:
VG Münster 112 0 0 0 1 1 0,9%
VG Chemnitz 115 0 0 0 1 1 0,9%
Seite 4 von 27
HKL
Verwaltungsgerichte
Gerichtsentscheidungen Positive
Entscheidungen
Gesamt
Asyl
Artikel
16a GG
u.
Fam.Asyl
(GFK)
Flüchtlingschutz
subsidiärer
Schutz
Abschie
bungsverbot
absolut
Anteil
VG Potsdam 140 0 0 0 1 1 0,7%
VG
Braunschweig
62 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Greifswald
39 0 0 0 0 0 0,0%
VG Lüneburg 37 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Meiningen
37 0 0 0 0 0 0,0%
VG Freiburg 36 0 0 0 0 0 0,0%
VG Stuttgart 36 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Göttingen
34 0 0 0 0 0 0,0%
VG Ansbach 29 0 0 0 0 0 0,0%
VG Gießen 25 0 0 0 0 0 0,0%
VG Köln 25 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Osnabrück
25 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Magdeburg
21 0 0 0 0 0 0,0%
VG Minden 20 0 0 0 0 0 0,0%
VG Trier 19 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Regensburg
18 0 0 0 0 0 0,0%
VG Kassel 17 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Hannover
16 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Wiesbaden
11 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Gelsenkirchen
11 0 0 0 0 0 0,0%
VG Halle 11 0 0 0 0 0 0,0%
VG Aachen 10 0 0 0 0 0 0,0%
Seite 5 von 27
HKL
Verwaltungsgerichte
Gerichtsentscheidungen Positive
Entscheidungen
Gesamt
Asyl
Artikel
16a GG
u.
Fam.Asyl
(GFK)
Flüchtlingschutz
subsidiärer
Schutz
Abschie
bungsverbot
absolut
Anteil
VG
Würzburg
9 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Frankfurt/Main
5 0 0 0 0 0 0,0%
VG München 4 0 0 0 0 0 0,0%
VG Bremen 1 0 0 0 0 0 0,0%
Guinea
VG Gesamt 2.092 3 40 8 89 140 6,7%
darunter:
VG
Braunschweig
38 0 0 0 1 1 2,6%
VG Cottbus 43 0 1 0 0 1 2,3%
VG
Gelsenkirchen
173 0 1 0 1 2 1,2%
VG
Oldenburg
44 0 0 0 0 0 0,0%
VG Lüneburg 39 0 0 0 0 0 0,0%
VG Stade 15 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Regensburg
14 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Schleswig-Holstein
13 0 0 0 0 0 0,0%
VG Hamburg 10 0 0 0 0 0 0,0%
VG München 8 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Würzburg
8 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Magdeburg
6 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Frankfurt/Main
5 0 0 0 0 0 0,0%
VG Augsburg 4 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Darmstadt
3 0 0 0 0 0 0,0%
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Entscheidungen
Gesamt
Asyl
Artikel
16a GG
u.
Fam.Asyl
(GFK)
Flüchtlingschutz
subsidiärer
Schutz
Abschie
bungsverbot
absolut
Anteil
VG Bremen 2 0 0 0 0 0 0,0%
VG Bayreuth 2 0 0 0 0 0 0,0%
VG Leipzig 2 0 0 0 0 0 0,0%
VG Potsdam 1 0 0 0 0 0 0,0%
VG des
Saarlandes
1 0 0 0 0 0 0,0%
VG Gera 1 0 0 0 0 0 0,0%
Irak
VG Gesamt 11.738 19 437 233 1.305 1.994 17,0%
darunter:
VG Leipzig 120 0 1 0 9 10 8,3%
VG
Düsseldorf
535 0 19 2 21 42 7,9%
VG Bayreuth 192 0 9 0 3 12 6,3%
VG
Darmstadt
83 0 2 2 1 5 6,0%
VG
Oldenburg
242 0 4 3 4 11 4,5%
VG Arnsberg 542 0 4 7 9 20 3,7%
VG Augsburg 222 0 1 0 7 8 3,6%
VG
Wiesbaden
115 0 2 1 1 4 3,5%
VG
Osnabrück
238 0 0 0 8 8 3,4%
VG Ansbach 255 0 1 0 3 4 1,6%
VG Potsdam 145 0 0 0 0 0 0,0%
VG Bremen 51 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Frankfurt/Main
28 0 0 0 0 0 0,0%
VG Frankfurt
/ Oder
8 0 0 0 0 0 0,0%
VG Cottbus 2 0 0 0 0 0 0,0%
Iran VG Gesamt 7.227 75 1.619 44 124 1.862 25,8%
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Artikel
16a GG
u.
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(GFK)
Flüchtlingschutz
subsidiärer
Schutz
Abschie
bungsverbot
absolut
Anteil
darunter:
VG
Schleswig-Holstein
400 0 38 0 4 42 10,5%
VG
Frankfurt/Main
233 0 20 0 2 22 9,4%
VG Dresden 65 0 4 0 1 5 7,7%
VG
Greifswald
81 0 5 0 1 6 7,4%
VG Ansbach 220 0 14 1 0 15 6,8%
VG Berlin 280 0 11 0 5 16 5,7%
VG Köln 198 0 8 2 1 11 5,6%
VG
Darmstadt
13 0 0 0 0 0 0,0%
VG Cottbus 2 0 0 0 0 0 0,0%
VG Frankfurt
/ Oder
1 0 0 0 0 0 0,0%
Moldau* VG Gesamt 1.064 0 0 2 0 2 0,2%
Nigeria
VG Gesamt 8.964 11 64 12 641 728 8,1%
darunter:
VG München 1.468 0 4 2 53 59 4,0%
VG
Regensburg
680 0 0 0 19 19 2,8%
VG Kassel 114 0 0 0 3 3 2,6%
VG
Oldenburg
38 0 0 0 1 1 2,6%
VG Arnsberg 306 0 0 0 8 8 2,6%
VG Trier 230 0 0 0 3 3 1,3%
VG Aachen 243 0 1 0 1 2 0,8%
VG Leipzig 125 0 1 0 0 1 0,8%
VG Gera 107 0 0 0 0 0 0,0%
VG Cottbus 87 0 0 0 0 0 0,0%
VG Hamburg 47 0 0 0 0 0 0,0%
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Asyl
Artikel
16a GG
u.
Fam.Asyl
(GFK)
Flüchtlingschutz
subsidiärer
Schutz
Abschie
bungsverbot
absolut
Anteil
VG Schwerin 41 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Frankfurt/Main
40 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Wiesbaden
15 0 0 0 0 0 0,0%
VG Chemnitz 12 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Darmstadt
4 0 0 0 0 0 0,0%
VG Frankfurt
/ Oder
4 0 0 0 0 0 0,0%
VG Stade 3 0 0 0 0 0 0,0%
Schleswig-
Holsteinisches OVG
2 0 0 0 0 0 0,0%
Nordmazedonien
VG Gesamt 522 0 0 0 10 10 1,9%
darunter:
VG Karlsruhe 81 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Düsseldorf
58 0 0 0 0 0 0,0%
VG Bremen 43 0 0 0 0 0 0,0%
VG Dresden 21 0 0 0 0 0 0,0%
VG Minden 18 0 0 0 0 0 0,0%
VG Köln 16 0 0 0 0 0 0,0%
VG Chemnitz 13 0 0 0 0 0 0,0%
VG München 12 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Gelsenkirchen
12 0 0 0 0 0 0,0%
VG Trier 11 0 0 0 0 0 0,0%
VG Lüneburg 11 0 0 0 0 0 0,0%
VG Stade 10 0 0 0 0 0 0,0%
VG Schwerin 9 0 0 0 0 0 0,0%
VG Bayreuth 9 0 0 0 0 0 0,0%
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Artikel
16a GG
u.
Fam.Asyl
(GFK)
Flüchtlingschutz
subsidiärer
Schutz
Abschie
bungsverbot
absolut
Anteil
VG
Oldenburg
7 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Osnabrück
7 0 0 0 0 0 0,0%
VG Berlin 7 0 0 0 0 0 0,0%
VG Münster 6 0 0 0 0 0 0,0%
VG Weimar 6 0 0 0 0 0 0,0%
VG Gießen 5 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Magdeburg
4 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Braunschweig
3 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Frankfurt/Main
3 0 0 0 0 0 0,0%
VG Ansbach 2 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Wiesbaden
2 0 0 0 0 0 0,0%
VG Leipzig 1 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Sigmaringen
1 0 0 0 0 0 0,0%
Pakistan
VG Gesamt 3.645 9 440 10 131 590 16,2%
darunter:
VG Berlin 234 0 6 0 9 15 6,4%
VG
Frankfurt/Main
78 0 0 0 5 5 6,4%
VG Lüneburg 33 0 1 0 1 2 6,1%
VG Gießen 100 0 5 0 1 6 6,0%
VG München 224 0 0 1 12 13 5,8%
VG
Regensburg
74 1 2 1 0 4 5,4%
VG Cottbus 41 0 0 0 2 2 4,9%
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Artikel
16a GG
u.
Fam.Asyl
(GFK)
Flüchtlingschutz
subsidiärer
Schutz
Abschie
bungsverbot
absolut
Anteil
VG
Oldenburg
100 0 0 0 0 0 0,0%
VG Leipzig 60 0 0 0 0 0 0,0%
VG Augsburg 32 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Gelsenkirchen
15 0 0 0 0 0 0,0%
VG Ansbach 14 0 0 0 0 0 0,0%
VG Stade 9 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Greifswald
5 0 0 0 0 0 0,0%
VG Hamburg 4 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Schleswig-Holstein
3 0 0 0 0 0 0,0%
VG Halle 2 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Magdeburg
1 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Meiningen
1 0 0 0 0 0 0,0%
Russische
Föderation
VG Gesamt 5.117 73 94 75 123 365 7,1%
darunter:
VG Ansbach 153 0 0 5 0 5 3,3%
VG Schwerin 174 1 1 0 2 4 2,3%
VG Potsdam 235 0 0 3 2 5 2,1%
VG Arnsberg 101 0 1 0 1 2 2,0%
VG Bremen 160 2 0 0 0 2 1,3%
VG Leipzig 81 0 1 0 0 1 1,2%
VG Bayreuth 110 0 0 0 1 1 0,9%
VG Frankfurt
/ Oder
332 0 0 0 1 1 0,3%
VG
Schleswig-Holstein
412 0 1 0 0 1 0,2%
VG Cottbus 190 0 0 0 0 0 0,0%
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Asyl
Artikel
16a GG
u.
Fam.Asyl
(GFK)
Flüchtlingschutz
subsidiärer
Schutz
Abschie
bungsverbot
absolut
Anteil
VG München 113 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Magdeburg
70 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Hannover
62 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Osnabrück
60 0 0 0 0 0 0,0%
VG Stade 26 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Oldenburg
21 0 0 0 0 0 0,0%
VG Augsburg 12 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Frankfurt/Main
6 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Göttingen
2 0 0 0 0 0 0,0%
VG des
Saarlandes
1 0 0 0 0 0 0,0%
Serbien
VG Gesamt 463 0 0 0 3 3 0,6%
darunter:
VG Arnsberg 61 0 0 0 0 0 0,0%
VG Karlsruhe 50 0 0 0 0 0 0,0%
VG Gera 26 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Düsseldorf
22 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Osnabrück
21 0 0 0 0 0 0,0%
VG Lüneburg 21 0 0 0 0 0 0,0%
VG Schwerin 21 0 0 0 0 0 0,0%
VG Berlin 19 0 0 0 0 0 0,0%
VG Hamburg 15 0 0 0 0 0 0,0%
VG Stade 14 0 0 0 0 0 0,0%
VG Chemnitz 13 0 0 0 0 0 0,0%
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Gesamt
Asyl
Artikel
16a GG
u.
Fam.Asyl
(GFK)
Flüchtlingschutz
subsidiärer
Schutz
Abschie
bungsverbot
absolut
Anteil
VG Stuttgart 13 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Gelsenkirchen
12 0 0 0 0 0 0,0%
VG München 12 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Darmstadt
12 0 0 0 0 0 0,0%
VG Trier 12 0 0 0 0 0 0,0%
VG Münster 12 0 0 0 0 0 0,0%
VG Dresden 12 0 0 0 0 0 0,0%
VG des
Saarlandes
10 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Sigmaringen
8 0 0 0 0 0 0,0%
VG Gießen 8 0 0 0 0 0 0,0%
VG Bayreuth 5 0 0 0 0 0 0,0%
VG Bremen 5 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Braunschweig
5 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Hannover
5 0 0 0 0 0 0,0%
VG Potsdam 4 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Schleswig-Holstein
4 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Oldenburg
4 0 0 0 0 0 0,0%
VG Kassel 4 0 0 0 0 0 0,0%
VG Frankfurt
/ Oder
3 0 0 0 0 0 0,0%
VG Cottbus 3 0 0 0 0 0 0,0%
VG Aachen 3 0 0 0 0 0 0,0%
VG Freiburg 1 0 0 0 0 0 0,0%
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Gesamt
Asyl
Artikel
16a GG
u.
Fam.Asyl
(GFK)
Flüchtlingschutz
subsidiärer
Schutz
Abschie
bungsverbot
absolut
Anteil
VG
Magdeburg
1 0 0 0 0 0 0,0%
VG Leipzig 1 0 0 0 0 0 0,0%
Somalia
VG Gesamt 2.967 1 94 80 337 512 17,3%
darunter:
VG Gera 61 0 6 1 2 9 14,8%
VG
Gelsenkirchen
13 0 0 0 1 1 7,7%
VG Köln 27 0 0 0 2 2 7,4%
VG Minden 42 0 1 2 0 3 7,1%
VG
Braunschweig
43 0 2 0 1 3 7,0%
VG
Würzburg
243 0 2 1 10 13 5,3%
VG Gießen 255 0 1 0 10 11 4,3%
VG Chemnitz 24 0 1 0 0 1 4,2%
VG
Osnabrück
27 0 0 1 0 1 3,7%
VG Aachen 57 0 0 0 2 2 3,5%
VG Schwerin 36 0 0 0 1 1 2,8%
VG Hamburg 73 0 0 0 1 1 1,4%
VG Stade 11 0 0 0 0 0 0,0%
VG Leipzig 27 0 0 0 0 0 0,0%
VG des
Saarlandes
9 0 0 0 0 0 0,0%
VG Bayreuth 5 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Greifswald
1 0 0 0 0 0 0,0%
Türkei
VG Gesamt 5.139 168 547 25 66 806 15,7%
darunter:
VG Arnsberg 72 1 1 0 3 5 6,9%
VG Trier 275 3 15 0 0 18 6,5%
Seite 14 von 27
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Entscheidungen
Gesamt
Asyl
Artikel
16a GG
u.
Fam.Asyl
(GFK)
Flüchtlingschutz
subsidiärer
Schutz
Abschie
bungsverbot
absolut
Anteil
VG
Göttingen
49 0 3 0 0 3 6,1%
VG Schwerin 57 0 3 0 0 3 5,3%
VG München 82 0 4 0 0 4 4,9%
VG
Frankfurt/Main
43 0 2 0 0 2 4,7%
VG Augsburg 532 2 13 0 6 21 3,9%
VG
Braunschweig
84 0 3 0 0 3 3,6%
VG
Darmstadt
18 0 0 0 0 0 0,0%
VG Ansbach 14 0 0 0 0 0 0,0%
VG Stade 7 0 0 0 0 0 0,0%
VG Bayreuth 5 0 0 0 0 0 0,0%
Ungeklärt
VG Gesamt 1.882 2 193 51 151 397 21,1%
darunter:
VG Gera 18 0 0 0 2 2 11,1%
VG
Göttingen
29 0 1 1 1 3 10,3%
VG
Hannover
39 0 0 2 2 4 10,3%
VG Ansbach 22 0 1 1 0 2 9,1%
VG Arnsberg 58 0 0 1 4 5 8,6%
VG
Schleswig-Holstein
38 0 2 1 0 3 7,9%
VG
Düsseldorf
41 0 2 1 0 3 7,3%
VG Münster 28 0 1 1 0 2 7,1%
VG Kassel 16 0 0 0 1 1 6,3%
VG Gießen 22 0 0 0 1 1 4,5%
VG Schwerin 30 0 0 0 1 1 3,3%
VG Chemnitz 58 1 0 0 0 1 1,7%
Seite 15 von 27
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Gerichtsentscheidungen Positive
Entscheidungen
Gesamt
Asyl
Artikel
16a GG
u.
Fam.Asyl
(GFK)
Flüchtlingschutz
subsidiärer
Schutz
Abschie
bungsverbot
absolut
Anteil
VG Trier 21 0 0 0 0 0 0,0%
VG des
Saarlandes
11 0 0 0 0 0 0,0%
VG Bayreuth 7 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Greifswald
5 0 0 0 0 0 0,0%
OVG Berlin-
Brandenburg
1 0 0 0 0 0 0,0%
* Für Moldau waren nur 2 positive Entscheidungen von 1.064 Entscheidungen insgesamt.
01.01. - 30.06.2022:
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Verwaltungsgerichte
Gerichtsentscheidungen Positive
Entscheidungen
Gesamt
Asyl Art.
16a GG
u.
Fam.Asyl
(GFK)
Flüchtlingschutz
subsidiärer
Schutz
Abschie
bungsverbot
absolut
Anteil
Afghanistan
VG Gesamt 9.134 15 526 79 4.070 4.690 51,3%
darunter:
VG
Schleswig-Holstein
367 0 0 0 83 83 22,6%
VG
Braunschweig
145 5 8 2 17 32 22,1%
VG
Regensburg
32 0 2 2 2 6 18,8%
VG Kassel 127 0 0 7 13 20 15,7%
VG Leipzig 32 0 5 0 0 5 15,6%
VG Ansbach 29 0 1 0 1 2 6,9%
VG Augsburg 29 0 0 0 1 1 3,4%
VG Würzburg 115 0 0 0 1 1 0,9%
Seite 16 von 27
HKL
Verwaltungsgerichte
Gerichtsentscheidungen Positive
Entscheidungen
Gesamt
Asyl Art.
16a GG
u.
Fam.Asyl
(GFK)
Flüchtlingschutz
subsidiärer
Schutz
Abschie
bungsverbot
absolut
Anteil
VG Bayreuth 6 0 0 0 0 0 0,0%
Albanien
VG Gesamt 528 0 2 2 22 26 4,9%
darunter:
VG Minden 49 0 0 0 1 1 2,0%
VG Trier 30 0 0 0 0 0 0,0%
VG Lüneburg 29 0 0 0 0 0 0,0%
VG Köln 29 0 0 0 0 0 0,0%
VG Gießen 25 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Schleswig-Holstein
24 0 0 0 0 0 0,0%
VG Aachen 18 0 0 0 0 0 0,0%
VG München 17 0 0 0 0 0 0,0%
VG Berlin 16 0 0 0 0 0 0,0%
VG Weimar 15 0 0 0 0 0 0,0%
VG Bayreuth 15 0 0 0 0 0 0,0%
VG Karlsruhe 13 0 0 0 0 0 0,0%
VG Münster 11 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Wiesbaden
9 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Osnabrück
9 0 0 0 0 0 0,0%
VG Schwerin 9 0 0 0 0 0 0,0%
VG Arnsberg 7 0 0 0 0 0 0,0%
VG Göttingen 4 0 0 0 0 0 0,0%
VG Hannover 4 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Magdeburg
3 0 0 0 0 0 0,0%
VG Cottbus 3 0 0 0 0 0 0,0%
VG Chemnitz 2 0 0 0 0 0 0,0%
VG Augsburg 1 0 0 0 0 0 0,0%
VG Würzburg 1 0 0 0 0 0 0,0%
VG Kassel 1 0 0 0 0 0 0,0%
Seite 17 von 27
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Verwaltungsgerichte
Gerichtsentscheidungen Positive
Entscheidungen
Gesamt
Asyl Art.
16a GG
u.
Fam.Asyl
(GFK)
Flüchtlingschutz
subsidiärer
Schutz
Abschie
bungsverbot
absolut
Anteil
VG
Frankfurt/Main
1 0 0 0 0 0 0,0%
VG Halle 1 0 0 0 0 0 0,0%
VG Dresden 1 0 0 0 0 0 0,0%
Georgien
VG Gesamt 1.380 4 8 0 42 54 3,9%
darunter:
VG Lüneburg 57 0 0 0 1 1 1,8%
VG
Regensburg
113 0 0 0 0 0 0,0%
VG Münster 84 0 0 0 0 0 0,0%
VG Meiningen 80 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Magdeburg
36 0 0 0 0 0 0,0%
VG Karlsruhe 32 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Osnabrück
30 0 0 0 0 0 0,0%
VG Bayreuth 30 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Schleswig-Holstein
24 0 0 0 0 0 0,0%
VG Stuttgart 23 0 0 0 0 0 0,0%
VG Trier 23 0 0 0 0 0 0,0%
VG Greifswald 22 0 0 0 0 0 0,0%
VG Oldenburg 20 0 0 0 0 0 0,0%
VG Hannover 15 0 0 0 0 0 0,0%
VG Halle 14 0 0 0 0 0 0,0%
VG Potsdam 11 0 0 0 0 0 0,0%
VG Freiburg 9 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Gelsenkirchen
7 0 0 0 0 0 0,0%
VG München 6 0 0 0 0 0 0,0%
VG Köln 6 0 0 0 0 0 0,0%
VG Göttingen 5 0 0 0 0 0 0,0%
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Gerichtsentscheidungen Positive
Entscheidungen
Gesamt
Asyl Art.
16a GG
u.
Fam.Asyl
(GFK)
Flüchtlingschutz
subsidiärer
Schutz
Abschie
bungsverbot
absolut
Anteil
VG Stade 5 0 0 0 0 0 0,0%
VG Augsburg 5 0 0 0 0 0 0,0%
VG Minden 5 0 0 0 0 0 0,0%
VG Ansbach 2 0 0 0 0 0 0,0%
VG Bremen 2 0 0 0 0 0 0,0%
VG Kassel 2 0 0 0 0 0 0,0%
VG Schwerin 1 0 0 0 0 0 0,0%
VG Aachen 1 0 0 0 0 0 0,0%
Irak VG Gesamt 4.985 0 172 91 525 788 15,8%
darunter:
VG Trier 146 0 1 0 10 11 7,5%
VG
Düsseldorf
279 0 6 4 10 20 7,2%
VG Stade 56 0 2 0 2 4 7,1%
VG
Regensburg
154 0 2 0 5 7 4,5%
VG Kassel 53 0 0 0 2 2 3,8%
VG Potsdam 43 0 1 0 0 1 2,3%
VG Darmstadt 44 0 0 0 1 1 2,3%
VG
Osnabrück
111 0 1 0 1 2 1,8%
VG Augsburg 126 0 1 0 1 2 1,6%
VG Bayreuth 65 0 1 0 0 1 1,5%
VG Ansbach 138 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Frankfurt/Main
40 0 0 0 0 0 0,0%
VG des
Saarlandes
14 0 0 0 0 0 0,0%
Schleswig-
Holsteinisches
OVG
6 0 0 0 0 0 0,0%
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Gesamt
Asyl Art.
16a GG
u.
Fam.Asyl
(GFK)
Flüchtlingschutz
subsidiärer
Schutz
Abschie
bungsverbot
absolut
Anteil
VG Frankfurt /
Oder
4 0 0 0 0 0 0,0%
Iran VG Gesamt 3.367 42 836 39 47 964 28,6%
darunter:
VG Bayreuth 106 3 9 2 1 15 14,2%
VG Ansbach 143 0 16 1 3 20 14,0%
VG
Frankfurt/Main
136 0 13 4 2 19 14,0%
VG Greifswald 83 1 8 1 0 10 12,0%
VG Arnsberg 93 2 9 0 0 11 11,8%
VG Münster 52 0 6 0 0 6 11,5%
VG
Schleswig-Holstein
184 0 20 0 0 20 10,9%
VG Augsburg 10 0 0 0 1 1 10,0%
VG
Gelsenkirchen
76 0 5 0 1 6 7,9%
VG Berlin 158 0 8 0 1 9 5,7%
VG Darmstadt 6 0 0 0 0 0 0,0%
Moldau* VG Gesamt 1.192 0 0 0 1 1 0,1%
Nigeria VG Gesamt 3.107 3 27 5 192 227 7,3%
darunter:
VG Augsburg 89 0 0 0 3 3 3,4%
VG
Regensburg
201 0 0 0 5 5 2,5%
VG Schwerin 50 0 1 0 0 1 2,0%
VG Trier 108 0 0 0 0 0 0,0%
VG Kassel 57 0 0 0 0 0 0,0%
VG Leipzig 40 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Schleswig-Holstein
38 0 0 0 0 0 0,0%
VG Hamburg 29 0 0 0 0 0 0,0%
VG Gera 27 0 0 0 0 0 0,0%
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Gesamt
Asyl Art.
16a GG
u.
Fam.Asyl
(GFK)
Flüchtlingschutz
subsidiärer
Schutz
Abschie
bungsverbot
absolut
Anteil
VG Bayreuth 23 0 0 0 0 0 0,0%
VG Ansbach 20 0 0 0 0 0 0,0%
VG Cottbus 17 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Osnabrück
15 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Braunschweig
13 0 0 0 0 0 0,0%
VG Oldenburg 12 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Frankfurt/Main
9 0 0 0 0 0 0,0%
VG Chemnitz 3 0 0 0 0 0 0,0%
VG Stade 2 0 0 0 0 0 0,0%
VG Darmstadt 2 0 0 0 0 0 0,0%
VG Potsdam 2 0 0 0 0 0 0,0%
VG des
Saarlandes
1 0 0 0 0 0 0,0%
VG Dresden 1 0 0 0 0 0 0,0%
VG Frankfurt /
Oder
1 0 0 0 0 0 0,0%
VG Berlin 1 0 0 0 0 0 0,0%
Nordmazedonien
VG Gesamt 963 0 3 0 5 8 0,8%
darunter:
VG Karlsruhe 291 0 0 0 1 1 0,3%
VG
Düsseldorf
58 0 0 0 0 0 0,0%
VG Chemnitz 50 0 0 0 0 0 0,0%
VG Minden 37 0 0 0 0 0 0,0%
VG Münster 36 0 0 0 0 0 0,0%
VG Aachen 35 0 0 0 0 0 0,0%
VG Weimar 31 0 0 0 0 0 0,0%
VG Bayreuth 26 0 0 0 0 0 0,0%
VG München 25 0 0 0 0 0 0,0%
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Entscheidungen
Gesamt
Asyl Art.
16a GG
u.
Fam.Asyl
(GFK)
Flüchtlingschutz
subsidiärer
Schutz
Abschie
bungsverbot
absolut
Anteil
VG Lüneburg 25 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Gelsenkirchen
24 0 0 0 0 0 0,0%
VG Trier 24 0 0 0 0 0 0,0%
VG Berlin 23 0 0 0 0 0 0,0%
VG Frankfurt /
Oder
22 0 0 0 0 0 0,0%
VG Arnsberg 20 0 0 0 0 0 0,0%
VG Leipzig 18 0 0 0 0 0 0,0%
VG Freiburg 17 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Osnabrück
15 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Magdeburg
12 0 0 0 0 0 0,0%
VG Köln 12 0 0 0 0 0 0,0%
VG Dresden 11 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Schleswig-Holstein
10 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Braunschweig
10 0 0 0 0 0 0,0%
VG Gießen 8 0 0 0 0 0 0,0%
VG Kassel 6 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Frankfurt/Main
4 0 0 0 0 0 0,0%
VG Schwerin 4 0 0 0 0 0 0,0%
VG Ansbach 4 0 0 0 0 0 0,0%
VG Gera 2 0 0 0 0 0 0,0%
VG Oldenburg 2 0 0 0 0 0 0,0%
VG Stade 2 0 0 0 0 0 0,0%
VG Darmstadt 1 0 0 0 0 0 0,0%
VG des
Saarlandes
1 0 0 0 0 0 0,0%
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Entscheidungen
Gesamt
Asyl Art.
16a GG
u.
Fam.Asyl
(GFK)
Flüchtlingschutz
subsidiärer
Schutz
Abschie
bungsverbot
absolut
Anteil
Pakistan
VG Gesamt 1.606 5 210 8 46 269 16,7%
darunter:
VG Münster 12 0 0 0 1 1 8,3%
VG Dresden 27 0 1 0 1 2 7,4%
VG Gießen 29 0 0 0 2 2 6,9%
VG Arnsberg 102 0 7 0 0 7 6,9%
VG Chemnitz 124 1 5 0 0 6 4,8%
VG Karlsruhe 27 0 1 0 0 1 3,7%
VG München 37 0 0 0 1 1 2,7%
VG Minden 25 0 0 0 0 0 0,0%
VG Leipzig 17 0 0 0 0 0 0,0%
VG Aachen 16 0 0 0 0 0 0,0%
VG Frankfurt /
Oder
15 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Gelsenkirchen
14 0 0 0 0 0 0,0%
VG Ansbach 12 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Regensburg
11 0 0 0 0 0 0,0%
VG Halle 6 0 0 0 0 0 0,0%
VG Lüneburg 6 0 0 0 0 0 0,0%
VG Cottbus 4 0 0 0 0 0 0,0%
VG Augsburg 3 0 0 0 0 0 0,0%
VG Würzburg 2 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Magdeburg
1 0 0 0 0 0 0,0%
VG Bremen 1 0 0 0 0 0 0,0%
VG Bayreuth 1 0 0 0 0 0 0,0%
Russische
Föderation
VG Gesamt 1.972 43 55 56 89 243 12,3%
darunter:
VG Leipzig 36 2 0 0 0 2 5,6%
VG Trier 21 0 1 0 0 1 4,8%
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Entscheidungen
Gesamt
Asyl Art.
16a GG
u.
Fam.Asyl
(GFK)
Flüchtlingschutz
subsidiärer
Schutz
Abschie
bungsverbot
absolut
Anteil
VG Bremen 22 1 0 0 0 1 4,5%
VG Weimar 132 4 1 0 1 6 4,5%
VG Frankfurt /
Oder
93 0 3 0 1 4 4,3%
VG
Schleswig-Holstein
68 0 2 0 0 2 2,9%
VG Bayreuth 111 0 3 0 0 3 2,7%
VG Arnsberg 39 0 0 0 1 1 2,6%
VG Cottbus 49 0 1 0 0 1 2,0%
VG Oldenburg 91 0 0 0 1 1 1,1%
VG
Magdeburg
32 0 0 0 0 0 0,0%
VG Schwerin 32 0 0 0 0 0 0,0%
VG Hamburg 29 0 0 0 0 0 0,0%
VG Würzburg 29 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Regensburg
27 0 0 0 0 0 0,0%
VG Minden 22 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Braunschweig
15 0 0 0 0 0 0,0%
VG Hannover 13 0 0 0 0 0 0,0%
VG Münster 7 0 0 0 0 0 0,0%
VG Karlsruhe 6 0 0 0 0 0 0,0%
VG Stade 5 0 0 0 0 0 0,0%
VG Augsburg 4 0 0 0 0 0 0,0%
VG Freiburg 4 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Frankfurt/Main
2 0 0 0 0 0 0,0%
Serbien VG Gesamt 410 0 0 1 2 3 0,7%
darunter:
VG Berlin 45 0 0 0 0 0 0,0%
VG Arnsberg 29 0 0 0 0 0 0,0%
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Entscheidungen
Gesamt
Asyl Art.
16a GG
u.
Fam.Asyl
(GFK)
Flüchtlingschutz
subsidiärer
Schutz
Abschie
bungsverbot
absolut
Anteil
VG Gera 26 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Düsseldorf
25 0 0 0 0 0 0,0%
VG Karlsruhe 22 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Osnabrück
21 0 0 0 0 0 0,0%
VG Trier 18 0 0 0 0 0 0,0%
VG Aachen 17 0 0 0 0 0 0,0%
VG Bayreuth 16 0 0 0 0 0 0,0%
VG Minden 13 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Gelsenkirchen
11 0 0 0 0 0 0,0%
VG Gießen 11 0 0 0 0 0 0,0%
VG Hannover 11 0 0 0 0 0 0,0%
VG Lüneburg 10 0 0 0 0 0 0,0%
VG Köln 10 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Sigmaringen
9 0 0 0 0 0 0,0%
VG Münster 9 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Magdeburg
8 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Schleswig-Holstein
7 0 0 0 0 0 0,0%
VG Darmstadt 7 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Braunschweig
6 0 0 0 0 0 0,0%
VG Halle 6 0 0 0 0 0 0,0%
VG München 6 0 0 0 0 0 0,0%
VG Cottbus 6 0 0 0 0 0 0,0%
VG Bremen 5 0 0 0 0 0 0,0%
VG Frankfurt /
Oder
5 0 0 0 0 0 0,0%
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Entscheidungen
Gesamt
Asyl Art.
16a GG
u.
Fam.Asyl
(GFK)
Flüchtlingschutz
subsidiärer
Schutz
Abschie
bungsverbot
absolut
Anteil
VG Stade 2 0 0 0 0 0 0,0%
VG Oldenburg 2 0 0 0 0 0 0,0%
VG Weimar 1 0 0 0 0 0 0,0%
VG des
Saarlandes
1 0 0 0 0 0 0,0%
VG Ansbach 1 0 0 0 0 0 0,0%
VG Göttingen 1 0 0 0 0 0 0,0%
VG Schwerin 1 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Frankfurt/Main
1 0 0 0 0 0 0,0%
Somalia VG Gesamt 975 0 36 12 164 212 21,7%
darunter:
VG Aachen 49 0 0 0 5 5 10,2%
VG Würzburg 79 0 0 0 8 8 10,1%
VG Ansbach 10 0 0 0 1 1 10,0%
VG Hamburg 34 0 1 0 2 3 8,8%
VG Bremen 26 0 0 0 2 2 7,7%
VG Cottbus 14 0 1 0 0 1 7,1%
VG Münster 35 0 0 0 2 2 5,7%
VG Schwerin 24 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Schleswig-Holstein
16 0 0 0 0 0 0,0%
VG Karlsruhe 14 0 0 0 0 0 0,0%
VG Leipzig 11 0 0 0 0 0 0,0%
VG Arnsberg 5 0 0 0 0 0 0,0%
VG Chemnitz 3 0 0 0 0 0 0,0%
VG Augsburg 2 0 0 0 0 0 0,0%
VG Stade 1 0 0 0 0 0 0,0%
VG Oldenburg 1 0 0 0 0 0 0,0%
Türkei VG Gesamt 2.752 109 288 16 47 460 16,7%
darunter:
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Asyl Art.
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u.
Fam.Asyl
(GFK)
Flüchtlingschutz
subsidiärer
Schutz
Abschie
bungsverbot
absolut
Anteil
VG des
Saarlandes
25 1 0 0 1 2 8,0%
VG Chemnitz 16 0 1 0 0 1 6,3%
VG Halle 34 0 2 0 0 2 5,9%
VG Leipzig 18 1 0 0 0 1 5,6%
VG Trier 146 0 5 0 2 7 4,8%
VG Stade 21 0 0 0 1 1 4,8%
VG
Frankfurt/Main
68 1 0 0 1 2 2,9%
VG Augsburg 157 0 2 0 0 2 1,3%
VG Darmstadt 14 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Regensburg
10 0 0 0 0 0 0,0%
VG Cottbus 4 0 0 0 0 0 0,0%
VG Frankfurt /
Oder
1 0 0 0 0 0 0,0%
Ungeklärt
VG Gesamt 844 5 73 34 81 193 22,9%
darunter:
VG Schwerin 9 0 0 1 0 1 11,1%
VG Oldenburg 10 0 0 1 0 1 10,0%
VG
Düsseldorf
40 0 1 0 3 4 10,0%
VG Cottbus 11 0 1 0 0 1 9,1%
VG
Gelsenkirchen
12 0 0 0 1 1 8,3%
VG Hamburg 26 0 1 0 1 2 7,7%
VG Chemnitz 16 0 1 0 0 1 6,3%
VG Lüneburg 16 0 0 1 0 1 6,3%
VG Gießen 17 0 0 0 0 0 0,0%
VG Trier 11 0 0 0 0 0 0,0%
VG Ansbach 9 0 0 0 0 0 0,0%
VG Aachen 6 0 0 0 0 0 0,0%
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Gerichtsentscheidungen Positive
Entscheidungen
Gesamt
Asyl Art.
16a GG
u.
Fam.Asyl
(GFK)
Flüchtlingschutz
subsidiärer
Schutz
Abschie
bungsverbot
absolut
Anteil
VG Augsburg 6 0 0 0 0 0 0,0%
VG Würzburg 5 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Magdeburg
5 0 0 0 0 0 0,0%
VG Stade 4 0 0 0 0 0 0,0%
VG des
Saarlandes
4 0 0 0 0 0 0,0%
VG Kassel 3 0 0 0 0 0 0,0%
VG Bayreuth 3 0 0 0 0 0 0,0%
VG Gera 2 0 0 0 0 0 0,0%
VG Darmstadt 2 0 0 0 0 0 0,0%
VG
Wiesbaden
1 0 0 0 0 0 0,0%
VG Bremen 1 0 0 0 0 0 0,0%
Venezuela
VG Gesamt 107 1 5 6 35 47 43,9%
darunter:
VG Chemnitz 11 0 0 0 0 0 0,0%
VG Berlin 11 0 0 0 0 0 0,0%
VG Karlsruhe 1 0 0 0 0 0 0,0%
VG Lüneburg 1 0 0 0 0 0 0,0%
VG Stuttgart 1 0 0 0 0 0 0,0%
* Für Moldau war nur 1 positive Entscheidung von 1.192 Entscheidungen insgesamt.
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
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ISSN 0722-8333]