[Deutscher Bundestag Drucksache 17/4137
17. Wahlperiode 08. 12. 2010 Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Sabine Zimmermann, Jutta Krellmann,
Diana Golze, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 17/3724 –
Fakten zum sogenannten Jobwunder
Vo r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die offizielle Arbeitslosenstatistik vermeldete im Oktober dieses Jahres
weniger als drei Millionen Menschen. Die Bundesministerin für Arbeit und
Soziales Dr. Ursula von der Leyen ließ es sich nicht nehmen, diese
Arbeitsmarktzahlen höchst persönlich und einen Tag früher als üblich zu verkünden. Sie
sprach von einem „großen Erfolg“ und den besten Zahlen seit den frühen
90er-Jahren. Für den Bundesminister für Wirtschaft und Technologie Rainer
Brüderle ist der deutsche Arbeitsmarkt sogar „auf der Schnellstraße zur
Vollbeschäftigung“.
Während die Bundesregierung ein „Jobwunder“ feiert, weisen kritische
Vertreter der Wissenschaft auf die beschränkte Aussagekraft der offiziellen
Arbeitslosenstatistik hin, Gewerkschaften kritisieren den Boom prekärer
Beschäftigung. Eine ehrliche Bilanz zur Arbeitsmarktentwicklung seit Anfang
der 90er-Jahre sowie über den Zeitraum der letzten Wirtschaftskrise erfordert
es, umfassend auf diese Kritik und Aspekte einzugehen.
Anmerkung: Im Folgenden werden meist Vergleichsdaten für die
Oktobermonate der Jahre 1992, 2005, 2008 und 2010 abgefragt. Sollten keine aktuellen
Daten für den Oktober 2010 vorliegen, wird darum gebeten, den letzten
verfügbaren Monatsdaten dieses Jahres die entsprechenden Monatsdaten der
Jahre 1992, 2005, 2008 gegenüberzustellen. Soweit für einzelne Monate keine
Daten vorliegen, wird darum gebeten, entsprechende Jahreszahlen
heranzuziehen.
Vo r b e m e r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
Für die Bundesregierung geht es nicht darum, bestimmte Ereignisse am
Arbeitsmarkt „zu feiern“, sondern aus Fakten und Entwicklungen die richtigen
Schlussfolgerungen für künftige politische Entscheidungen abzuleiten. Die
positive Entwicklung am Arbeitsmarkt ist nach ihrer Auffassung keinesfalls ein
wundersames Zufallsprodukt, sondern vielmehr das Ergebnis richtiger
Arbeitsmarktreformen sowie eines klugen und vorausschauenden Krisenmanagements
von Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften. Die Bezeichnung der deutschen Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales
vom 7. Dezember 2010 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Drucksache 17/4137 – 2 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeArbeitsmarktentwicklung während und im direkten Anschluss an die
Wirtschaftskrise als „Jobwunder“ ist vornehmlich im Ausland geprägt worden. So
hat zum Beispiel der Internationale Währungsfonds schon im Frühjahr dieses
Jahres im Rahmen der regelmäßigen Konsultationen mit der Bundesrepublik
Deutschland diesen Ausdruck benutzt.
1. Ist die Bundesregierung der Ansicht, dass wir gegenwärtig ein Jobwunder
erleben, und wenn ja, worauf begründet sich dieses?
Die Zahl der arbeitslosen Menschen in Deutschland hatte im Oktober 2010 mit
2,945 Millionen wie zuletzt im Herbst 2008 die Drei-Millionen-Grenze
unterschritten. Gleichzeitig steigen Erwerbstätigkeit und
sozialversicherungspflichtige Beschäftigung kontinuierlich an. Das ist eine positive Entwicklung, die in
dieser Ausprägung noch vor einem Jahr nicht absehbar war. Insgesamt ist es in
Deutschland gelungen, die Auswirkungen der weltweiten Finanz- und
Wirtschaftskrise auf den Arbeitsmarkt vom Einbruch auf den Gütermärkten zu
entkoppeln. Die Fortschritte auf dem Arbeitsmarkt, die seit 2005 erzielt wurden,
wurden folglich durch die Krise nicht aufgezehrt. So war es möglich, dass sich
die Impulse des erneuten Aufschwungs auch am Arbeitsmarkt rasch
niederschlagen konnten. Andere Industrieländer waren in diesem Zusammenhang
wesentlich weniger erfolgreich. Diese bemerkenswerte Entwicklung in
unserem Land findet daher auch international große Anerkennung. So hat nicht nur
– wie eingangs schon angesprochen – der IWF den Begriff „German labor
market miracle“ geprägt. Auch die OECD hebt in ihrem jüngsten
Beschäftigungsausblick hervor, dass sich in Deutschland, anders als in den meisten
anderen OECD-Ländern, die Lage auf dem Arbeitsmarkt in den vergangenen
Monaten weiter entspannt hat und die Arbeitslosenquote (nach ILO-Standard) nun
deutlich unter dem OECD-Schnitt liegt.
Die Bundesregierung sieht keine Veranlassung, sich auf dem Erreichten
auszuruhen. Sie hält aber fest, dass insbesondere die gute Zusammenarbeit von
Politik und Sozialpartnern zu den aktuellen positiven Entwicklungen auf dem
Arbeitsmarkt beigetragen hat. Erfolgsfaktoren waren in der Krise eine intelligente
betriebliche Arbeitszeit- und Lohnpolitik, die Konjunkturpakete sowie die
Ausweitung der Kurzarbeit. Sie führten dazu, dass die gesamtwirtschaftliche
Beschäftigung der Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts nicht in gleicher
Intensität folgte und damit Einbrüche bei den Beschäftigtenzahlen verhindert
werden konnten. Es ist der Wille der Bundesregierung, diesen Kurs fortzusetzen.
2. Ab welcher Arbeitslosenquote kann man nach Ansicht der
Bundesregierung von Vollbeschäftigung sprechen?
Es gibt keine allgemein gültige Definition von Vollbeschäftigung. Eine in der
Volkswirtschaft gängige Definition spricht von Vollbeschäftigung, wenn eine
Arbeitslosenquote von 2 bis 4 Prozent besteht. Es gibt in der Wissenschaft auch
die Auffassung, dass erst dann Vollbeschäftigung erreicht ist, wenn es nur
friktionelle Arbeitslosigkeit gibt, die durch Arbeitsuche entsteht. Die natürliche
Dynamik des Arbeitsmarktes führt zur Auflösung von
Beschäftigungsverhältnissen und neuen offenen Stellen, die durch geeignete Arbeitsuchende besetzt
werden müssen. Die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz benötigt eine
gewisse Zeit, weshalb eine begrenzte Dauer der Arbeitslosigkeit kaum
vermeidbar ist. Strukturelle Arbeitslosigkeit oder Langzeitarbeitslosigkeit gibt es nach
dieser Definition im Zustand von Vollbeschäftigung hingegen nicht. Die
genaue Höhe bzw. der Anteil der friktionellen Arbeitslosigkeit lässt sich
allerdings schwer bestimmen. Die Arbeitslosenquote, die durch friktionelle
Arbeitslosigkeit bei Vollbeschäftigung entsteht, variiert mit der notwendigen Dauer
eines nachhaltigen Ausgleichs von Arbeitsangebot und -nachfrage.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 3 – Drucksache 17/41373. In welchen Phasen der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
herrschte nach Ansicht der Bundesregierung bisher Vollbeschäftigung?
In den Jahren 1959 bis 1974 lag die Arbeitslosenquote (bezogen auf abhängig
zivile Erwerbspersonen) im Jahresdurchschnitt unter 3 Prozent. Legt man
entsprechend den Ausführungen zu Frage 2 eine Quote auf diesem Niveau als
Indikator für Vollbeschäftigung zugrunde und nimmt an, dass zu dieser Zeit keine
oder nur geringe Langzeitarbeitslosigkeit vorlag (Informationen zur Dauer der
Arbeitslosigkeit sind für diesen Zeitraum nicht verfügbar), so könnte folglich
für diese Jahre von Vollbeschäftigung gesprochen werden.
4. Gibt es einzelne Regionen der Bundesrepublik Deutschland, in denen nach
Ansicht der Bundesregierung derzeit oder in naher Zukunft
Vollbeschäftigung herrscht?
Im November 2010 lag die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen
Erwerbspersonen, in keinem Bundesland unter 3 Prozent. In Bayern liegt sie mit
3,8 Prozent knapp unter der in der Antwort zu Frage 2 genannten Obergrenze,
und in Baden-Württemberg kommt sie mit 4,3 Prozent diesem Wert immerhin
sehr nahe. Da allerdings auch in diesen Bundesländern Personen länger als ein
Jahr arbeitslos sind, kann nicht davon ausgegangen werden, dass hier
ausschließlich friktionelle Arbeitslosigkeit vorliegt.
5. Inwiefern ist es nach Ansicht der Bundesregierung sinnvoll, die derzeitige
Arbeitsmarktlage mit der zu Beginn der 90er-Jahre zu vergleichen?
Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist einer ständigen Dynamik und den
verschiedensten Einflüssen unterworfen, die die Vergleichbarkeit über die Zeit
erschweren. Für einen sachgerechten langfristigen Vergleich der derzeitigen
Arbeitsmarktlage, konkret der Arbeitslosenzahl, mit der zu Beginn der 1990er-Jahre
sollten insbesondere zwei Faktorenbündel berücksichtigt werden, die Einfluss
auf die Arbeitslosenzahlen haben: Zum einen sind dies Veränderungen im
statistischen Arbeitssystem, das sich aus den Definitionen und den
Erhebungsmethoden der Arbeitslosenstatistik zusammensetzt, und zum anderen
Veränderungen in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Dabei sind die Grenzen zwischen
diesen beiden Faktorenbündeln fließend und die Zuordnung nicht immer
eindeutig.
In dem Methodenbericht der Bundesagentur für Arbeit (BA) „Umfassende
Arbeitsmarktstatistik: Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung“ findet sich eine
Darstellung der Messung der Arbeitslosigkeit und eine Zusammenstellung von
Gesetzes- und Weisungsänderungen mit Auswirkungen auf die
Arbeitslosenzahl. Neben solchen gesetzlichen Änderungen, wie beispielsweise der
Einführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende zum 1. Januar 2005, sind
Änderungen im arbeitsmarktpolitischen Instrumentarium und auch im
Einsatzvolumen der Arbeitsmarktpolitik zu berücksichtigen, die Einfluss auf die
Arbeitslosenzahl hatten und die die Transparenz der Unterbeschäftigung deutlich erhöht
haben. So hat es Anfang der 1990er-Jahre beispielsweise Altersübergangsgeld
und Vorruhestandsgeld gegeben, 2003 wurde die so genannte Ich-AG
eingeführt, und ab 2005 wurden neu die Arbeitsgelegenheiten im Zweiten Buch
Sozialgesetzbuch (SGB II) eingesetzt.
Die differenzierte Berichterstattung über Arbeitslosigkeit, den Einsatz aktiver
Arbeitsmarktpolitik sowie Unterbeschäftigung durch die Statistik der BA
ermöglicht es, Änderungen bei der Interpretation weitgehend zu berücksichtigen.
Mit der Unterbeschäftigungsrechnung (vgl. hierzu auch die Antwort zu Frage 6)
werden sinnvolle und aussagekräftige Zeitreihenvergleiche möglich gemacht,
Drucksache 17/4137 – 4 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodedie ergänzend zu den Arbeitslosenzahlen herangezogen werden können und so
eine umfassende Beurteilung der aktuellen Arbeitsmarktlage ermöglichen.
6. Wie hoch war die offiziell registrierte Arbeitslosigkeit und die
Unterbeschäftigung in den Oktobermonaten der Jahre 1992, 2005, 2008 und 2010
(bitte jeweils einzeln absolut wie relativ angeben für den Bund, nach
dem Gebiet der neuen und alten Bundesländer sowie den einzelnen
Bundesländern)?
In der Unterbeschäftigungsrechnung werden zusätzlich zu den registrierten
Arbeitslosen auch die Personen erfasst, die statistisch nicht als arbeitslos im Sinne
des Dritten Buches Sozialgesetzbuch (SGB III) erfasst werden, weil sie
Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem
arbeitsmarktbedingten Sonderstatus (wie z. B. kurzfristige Arbeitsunfähigkeit) sind.
Die arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, die in der Messung der
Unterbeschäftigung einbezogen werden, werden laufend den Änderungen des
Instrumentariums angepasst: In zurückliegenden Statistiken sind deshalb Maßnahmen
berücksichtigt, die es heute nicht mehr gibt. In dem Methodenbericht der BA
„Umfassende Arbeitsmarktstatistik: Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung“
ist das Konzept der Unterbeschäftigung ausführlich beschrieben.
Die Angaben zur Entwicklung von Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung
sind in der nachfolgenden Tabelle enthalten. Für das Jahr 1992 liegen
Informationen zur Unterbeschäftigung lediglich als Jahresdurchschnittswert und für
Deutschland, Westdeutschland und Ostdeutschland vor. Die Daten zur
Unterbeschäftigung (einschließlich Kurzarbeit) für Oktober 2010 liegen erst später vor,
da es für diesen Monat noch keine Informationen zur Kurzarbeit gibt. Bis 2007
ist es nicht möglich, Daten zur Kurzarbeit nach Bundesländern auszuwerten.
Tabelle 1: Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung
Deutschland 2.978.570 5.161.221 4.880.064
Westdeutschland 1.699.273 2.220.698 2.135.041
Ostdeutschland 1.279.297 2.940.523 2.745.023
Schleswig-Holstein 80.737 - -
Hamburg 57.441 - -
Niedersachsen 249.792 - -
Bremen 31.532 - -
Nordrhein-Westfalen 580.473 - -
Hessen 136.825 - -
Rheinlad-Pfalz 88.985 - -
Saarland 38.294 - -
Baden-Württemberg 191.970 - -
Bayern 243.224 - -
Mecklenburg-Vorpommern 163.163 - -
Brandenburg 182.342 - -
Berlin 207.058 - -
Sachsen 316.512 - -
Sachsen-Anhalt 217.474 - -
Thüringen 192.748 - -
Deutschland 4.555.075 5.881.415 5.829.201
Westdeutschland 3.098.607 3.926.170 3.882.495
Ostdeutschland 1.456.468 1.955.245 1.946.706
Schleswig-Holstein 148.542 - 187.476
Jahresdurchschnitt 1992 2)
Oktober 2005 2)
Region
Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung
Arbeitslosigkeit Unterbeschäftigung 1)
Unterbeschäftigung ohne
Kurzarbeit
Tabelle 1: Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 5 – Drucksache 17/4137Als relatives Maß der registrierten Arbeitslosigkeit und der Unterbeschäftigung
kann die Arbeitslosenquote bzw. die Unterbeschäftigungsquote angesehen
werden (vgl. Tabelle 2). Die Datenlage ist etwas eingeschränkt. Außer für das
gesamte Bundesgebiet liegen Arbeitslosenquoten für 1992 nur auf Basis der
abhängigen zivilen Erwerbspersonen vor. Danach ist auch der Ausweis für alle
zivilen Erwerbspersonen möglich. Der Ausweis einer
Unterbeschäftigungsquote ist erst für Oktober 2008 möglich. Die dargestellte
Unterbeschäftigungsquote ist ohne Kurzarbeit, da diese Informationen erst verzögert anfallen und
ein Ausweis für Oktober 2010 sonst nicht möglich wäre.
Region
Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung
Arbeitslosigkeit Unterbeschäftigung 1)
Unterbeschäftigung ohne
Kurzarbeit
Hamburg 99.191 - 129.597
Niedersachsen 429.481 - 531.274
Bremen 49.782 - 63.023
Nordrhein-Westfalen 1.039.404 - 1.243.368
Hessen 291.156 - 354.026
Rheinlad-Pfalz 164.608 - 215.462
Saarland 50.010 - 65.956
Baden-Württemberg 371.016 - 484.378
Bayern 455.417 - 607.935
Mecklenburg-Vorpommern 154.814 - 218.389
Brandenburg 219.201 - 289.878
Berlin 304.042 - 394.109
Sachsen 365.455 - 486.308
Sachsen-Anhalt 224.355 - 307.427
Thüringen 188.601 - 250.595
Deutschland 2.996.892 4.073.104 4.044.662
Westdeutschland 1.989.855 2.671.717 2.647.884
Ostdeutschland 1.007.037 1.401.388 1.396.778
Schleswig-Holstein 100.130 131.771 131.296
Hamburg 70.728 96.517 96.369
Niedersachsen 278.760 374.273 371.578
Bremen 35.035 46.854 46.757
Nordrhein-Westfalen 719.583 916.568 907.757
Hessen 191.916 246.643 244.531
Rheinlad-Pfalz 106.832 146.885 144.865
Saarland 34.146 48.127 47.896
Baden-Württemberg 215.674 305.752 302.086
Bayern 237.051 358.327 354.749
Mecklenburg-Vorpommern 109.174 154.408 154.264
Brandenburg 157.577 213.019 212.150
Berlin 219.350 304.117 303.694
Sachsen 248.459 344.301 343.084
Sachsen-Anhalt 153.653 219.480 218.885
Thüringen 118.824 166.063 164.701
Deutschland 2.945.491 ... 4.060.237
Westdeutschland 2.043.457 ... 2.783.851
Ostdeutschland 902.034 ... 1.276.385
Schleswig-Holstein 97.579 ... 133.310
Hamburg 70.546 ... 101.390
Niedersachsen 273.916 ... 372.815
Bremen 37.922 ... 51.115
Nordrhein-Westfalen 735.624 ... 965.106
Hessen 183.601 ... 244.617
Rheinlad-Pfalz 108.433 ... 150.287
Saarland 35.500 ... 48.898
Baden-Württemberg 244.699 ... 341.679
Bayern 255.637 ... 374.643
Mecklenburg-Vorpommern 95.455 ... 138.666
Brandenburg 131.283 ... 184.487
Berlin 219.388 ... 300.045
Sachsen 223.128 ... 308.838
Sachsen-Anhalt 134.073 ... 201.197
Thüringen 98.707 ... 143.220
Erstellungsdatum: 16.11.2010, Statistik 524 © Statistik der Bundesagentur für Arbeit
1) Daten zur Kurzarbeit liegen erst später vor.
2) Nach Bundesländern liegen die gewünschten Informationen nicht/nur teilweise vor.
3) Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit): vorläufige Daten
Oktober 2008
Oktober 2010 3)
Drucksache 17/4137 – 6 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode7. Wie hat sich seit 2005 bis heute der Anteil der Arbeitslosigkeit an der
Unterbeschäftigung entwickelt (bitte jährliche Daten angeben für den Bund
sowie die neuen und alten Bundesländer)?
Der Anteil der registrierten Arbeitslosen an der Unterbeschäftigung hat sich
seit 2005 jahresdurchschnittlich von 79,4 auf 70,1 Prozent verändert (vgl.
Tabelle 3). Im Jahr 2009 hat die Unterbeschäftigung wie die Arbeitslosigkeit
zugenommen. Im Jahr 2010 ist dagegen für beide Bereiche eine deutliche
Abnahme zu verzeichnen. Insbesondere durch die starke Inanspruchnahme der
Kurzarbeit fiel die Zunahme der Unterbeschäftigung in 2009 stärker aus.
Dadurch hat sich der Anteil der registrierten Arbeitslosen an der
Unterbeschäftigung von 2008 auf 2009 von 74,8 auf 70,1 Prozent verringert. Betrachtet man
die Unterbeschäftigung ohne Kurzarbeit wäre der Anteil der registrierten
Arbeitslosen an der Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) zwischen 2008
und 2009 praktisch unverändert geblieben.
Tabelle 2: Arbeitslosen- und Unterbeschäftigungsquoten
alle ziv. EP abh. ziv. EP alle ziv. EP abh. ziv. EP alle ziv. EP abh. ziv. EP alle ziv. EP abh. ziv. EP
Deutschland 7,7 8,5 - 11,0 12,2 - 7,2 8,0 9,6 7,0 7,8 9,5
Westdeutschland - 6,4 - 9,4 10,5 - 6,0 6,7 7,9 6,1 6,8 8,2
Ostdeutschland - 14,4 - 16,9 18,7 - 11,8 13,2 16,1 10,7 11,9 14,9
Schleswig-Holstein - 7,2 - 10,6 12,0 - 7,1 8,0 9,2 6,8 7,7 9,2
Hamburg - 7,9 - 11,4 13,0 - 7,9 9,1 10,6 7,6 8,8 10,8
Niedersachsen - 8,1 - 10,9 12,2 - 7,0 7,8 9,3 6,9 7,6 9,2
Bremen - 10,7 - 15,7 17,2 - 10,9 12,0 14,3 11,7 12,9 15,6
Nordrhein-Westfalen - 8,0 - 11,8 13,0 - 8,0 8,9 10,0 8,2 9,0 10,6
Hessen - 5,5 - 9,5 10,7 - 6,2 7,0 7,8 5,9 6,6 7,8
Rheinlad-Pfalz - 5,7 - 8,1 9,1 - 5,1 5,8 6,9 5,2 5,8 7,1
Saarland - 9,0 - 10,0 11,0 - 6,7 7,4 9,3 7,0 7,7 9,6
Baden-Württemberg - 4,4 - 6,8 7,6 - 3,9 4,4 5,4 4,4 4,9 6,1
Bayern - 4,9 - 7,0 8,0 - 3,6 4,1 5,3 3,8 4,4 5,5
Mecklenburg-Vorpommern - 16,8 - 17,5 19,0 - 12,5 13,7 17,3 11,1 12,2 15,8
Brandenburg - 14,8 - 16,4 17,9 - 11,7 13,0 15,5 9,8 10,9 13,6
Berlin - 12,4 - 18,1 20,7 - 13,0 15,2 17,8 12,8 15,0 17,3
Sachsen - 13,6 - 16,6 18,3 - 11,5 12,8 15,6 10,5 11,6 14,3
Sachsen-Anhalt - 15,3 - 17,6 19,0 - 12,3 13,5 17,2 11,1 12,0 16,4
Thüringen - 15,4 - 15,4 16,8 - 9,9 10,9 13,5 8,3 9,2 11,9
Erstellungsdatum: 16.11.2010, Statistik 524 © Statistik der Bundesagentur für Arbeit
1) Arbeitslosenquoten auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen liegen außer für Deutschland erst nach 1992 vor.
2) Unterbeschäftigungsquote berechnet mit Unterbeschäftigung ohne Kurzarbeit, da diese Daten für Oktober 2010 noch nicht vorliegen.
Oktober 2010
Arbeitslosenquote
bezogen auf…
Unterbeschäftigungsquote 2)
Arbeitslosenquote
bezogen auf…
Unterbeschäftigungsquote
Jahresdurchschnitt 1992 1) Oktober 2005
Arbeitslosenquote
bezogen auf…
Unterbeschäftigungsquote
Oktober 2008
Region/Bundesland Arbeitslosenquote
bezogen auf…
Unterbeschäftigungsquote 2)
Tabelle 2: Arbeitslosen- und Unterbeschäftigungsquoten
Arbeitslosigkeit
nach § 16 SGB III
Arbeitslosigkeit
nach § 16 SGB III
Arbeitslosigkeit
nach § 16 SGB III
Anteil
Sp.1 an Sp.2
Anteil
Sp.4 an Sp.5
Anteil
Sp.7 an Sp.8
in % in % in %
1 2 3 4 5 6 7 8 9
2005 4.860.880 6.125.013 79,4 3.246.727 4.055.214 80,1 1.614.153 2.070.464 78,0
2006 4.487.233 5.817.739 77,1 3.007.086 3.852.386 78,1 1.480.140 1.965.379 75,3
2007 3.776.509 4.998.704 75,5 2.485.871 3.276.634 75,9 1.290.637 1.722.069 74,9
2008 3.267.907 4.370.188 74,8 2.144.651 2.858.569 75,0 1.123.256 1.511.619 74,3
2009 3.423.283 4.886.147 70,1 2.320.209 3.359.291 69,1 1.103.074 1.523.125 72,4
© Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Ostdeutschland
insgesamt
Unterbeschäftigung
insgesamt
Westdeutschland
Jahr
(JD)
Deutschland
Unterbeschäftigung
insgesamt insgesamt insgesamt
Unterbeschäftigung
insgesamt
Tabelle 3: Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 7 – Drucksache 17/41378. Wie hoch war bzw. ist in den Jahren 1992, 2005, 2008 und 2010 die
geschätzte stille Reserve?
Schätzungen zur stillen Reserve werden vom Institut für Arbeitsmarkt- und
Berufsforschung (IAB) vorgenommen. Nach dem IAB-Konzept macht die
Stille Reserve genau den Unterschied zwischen registrierter Arbeitslosigkeit
und Unterbeschäftigung aus. Allerdings berechnen das IAB und die Statistik
der BA die Unterbeschäftigung nach unterschiedlichen Konzepten. Während
bei der BA-Statistik im Mittelpunkt steht, um wie viele Personen die
registrierte Arbeitslosigkeit durch Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik
entlastet wird, fußt die Unterbeschäftigung im IAB-Konzept auf der
Arbeitsmarktbilanz. Dabei ergibt die Gegenüberstellung von maximalem Arbeitsangebot
(dem Erwerbspersonenpotenzial) und der gedeckten Arbeitsnachfrage (der
Erwerbstätigkeit) eine positive Differenz – die Unterbeschäftigung.
Beschäftigung schaffende Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik, z. B. Ein-Euro-Jobs,
zählen zur Erwerbstätigkeit. Um in der Bilanz eine Doppelerfassung zu
vermeiden, gelten alle Personen auf dem Zweiten Arbeitsmarkt nicht als
unterbeschäftigt. Die stille Reserve hat an Bedeutung verloren. Insbesondere gibt es nur
noch wenige Personen, die, ohne bei einer Arbeitsagentur registriert zu sein,
eine Arbeit aufnehmen würden, wenn sich die Chance dafür bietet.
9. Wie hoch waren absolut das Erwerbspersonenpotenzial sowie die
Erwerbsquote in den Oktobermonaten der Jahre 1992, 2005, 2008 und 2010 (bitte
Zahlen nennen für den Bund sowie nach neuen und alten Bundesländern)?
Tabelle 5 stellt die Entwicklung des Erwerbspersonenpotentials in der vom IAB
getroffenen Abgrenzung dar (15- bis 74-Jährige, nur Jahreswerte verfügbar).
Über Jahrzehnte konnte der angebotssenkende demografische Effekt durch
einen Anstieg der Erwerbsneigung bzw. durch Zuwanderungen
überkompensiert werden. Seit 2006 ist dies nicht mehr der Fall; die kräftigen
Geburtenrückgänge während der Nachwende-Zeit in Ostdeutschland schlagen auf die
Entwicklung des Arbeitsangebots auf Bundesebene durch. Im Westen hat der
Rückgang des Potenzials gerade eingesetzt – die Effekte werden sich in den
kommenden Jahren noch verstärken.
Hinsichtlich der Erwerbsquoten weist das Statistische Bundesamt keine
monatlichen Daten aus. Auf Basis des Mikrozensus sind ausschließlich jährliche
Daten verfügbar. Darüber hinaus liegen noch keine Ergebnisse aus dem Mikro-
Tabelle 4: Entwicklung der geschätzten Stillen Reserve
1992 2005 2008 2010 (Prog.)
Deutschland 2.136 1.418 1.195 943
Quelle: BA, IAB
Gebiet
Stille Reserve (in 1.000 Personen)
Tabelle 4: Entwicklung der geschätzten stillen Reserve
Tabelle 5: Entwicklung des Erwerbspersonenpotentials in ausgewählten Jahren
1992 2005 2008 2010 (Prog.)
West 33.895 35.931 36.051 36.102
Ost 9.495 8.728 8.605 8.444
Insgesamt 43.390 44.659 44.657 44.546
Quelle: IAB
Bis einschließlich 2005 West mit Westberlin, dann ohne Berlin;
Ost mit Ostberlin, dann mit Berlin.
Gebiet
Erwerbspersonenpotenzial (in 1.000 Personen)
Tabelle 5: Entwicklung des Erwerbspersonenpotentials in ausgewählten Jahren
Drucksache 17/4137 – 8 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodezensus für das Jahr 2010 vor, sodass alternativ 2009 ausgewiesen wird. Die
Erwerbsquoten der Bevölkerung im Alter von 20 bis 64 Jahren sind in
nachstehender Tabelle aufgeführt. Es wird an dieser Stelle auf diese Altersabgrenzung
zurückgegriffen, weil sie auch im Bericht der Bundesregierung gemäß § 154
Absatz 4 SGB VI zur Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre sowie auf
europäischer Ebene im Rahmen der EU-2020-Strategie zugrunde gelegt wird.
Es kann damit kein direkter Bezug zwischen dem oben ausgewiesenen
Erwerbspersonenpotenzial und den Erwerbsquoten in Tabelle 6 hergestellt
werden.
10. Welchen Einfluss auf das Erwerbspersonenpotenzial haben seit Beginn
der 90er-Jahre bis heute die Zu- bzw. Fortzüge nach bzw. aus
Deutschland gehabt?
Diese Wanderungseffekte auf das Erwerbspersonenpotenzial lassen sich nicht
quantifizieren. Die reine Kumulation der Wanderungseffekte der einzelnen
Jahre etwa berücksichtigt nicht, dass aus Wanderungsströmen sekundäre
Effekte entstehen. Darunter versteht man die Effekte, die in den Jahren nach dem
Zu- oder Fortzug auftreten, so z. B. der Renteneintritt einer zugezogenen, bis
dahin erwerbstätigen Person im Betrachtungszeitraum. Weitere sekundäre
Effekte ergeben sich aus der Fertilität und der Mortalität der Zuwanderer. Solche
biografischen Veränderungen lassen sich aber nicht hinreichend genau
verfolgen – insbesondere nicht bei langen Zeiträumen, über die aber die sekundären
Effekte immer mehr an Bedeutung gewinnen.
11. Welchen Einfluss zur Entlastung des Arbeitsmarktes bzw. zur
Entwicklung des Erwerbspersonenpotenzials seit 2005 bis heute misst die
Bundesregierung der demographischen Entwicklung zu (bitte jährliche
Zahlen nennen für den Bund sowie nach neuen und alten Bundesländern)?
Der langfristigen IAB-Potenzialrechnung zufolge ist das
Erwerbspersonenpotenzial zwischen 2005 und 2010 um rund 110 000 Personen geschrumpft (vgl.
Tabelle 5 zu Frage 9). Der Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials wäre
deutlich höher ausgefallen, wenn der demografische Effekt nicht durch eine
Erhöhung der Erwerbsneigung und einen positiven Wanderungssaldo teilweise
kompensiert worden wäre. Statt um 110 000 Personen wäre das Potenzial nach
den IAB-Berechnungen um fast 800 000 gesunken (Tabelle 7). Der
demografische Effekt lässt sich nach Angaben des IAB nicht für einzelne Jahre
bestimmen, da sich die Effekte gegenseitig beeinflussen.
Land 1992 2005 1) 2008 2009
Deutschland 75,1 78,0 79,8 80,2
Nachrichtlich:
Früheres Bundesgebie t
ohne Berlin
72,3
77,3 79,4 79,7
Neue Länder e inschl. Berlin 78,0 80,3 81,7 82,2
*) Anteil der Erwerbspersonen (Erwerbstätige und Erwerbslose gemäß ILO-Konzept) an der
Bevölkerung je Region.
1) Ab 2005 Jahresdurchschnitt.
Quelle: Mikrozensus, Destatis
in %
Tabelle 6: Entwicklung der Erwerbsquote (der 20- bis unter 65-Jährigen)*
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 9 – Drucksache 17/413712. Wie viele Erwerbstätige gab es jeweils in den Oktobermonaten der Jahre
1992, 2005, 2008 und 2010?
Wie viele waren davon selbständig, wie viele in einer unbefristeten
sozialversicherungspflichtigen Vollzeitbeschäftigung, und wie viele in einem
atypischen Beschäftigungsverhältnis: befristete Beschäftigung, Teilzeit,
geringfügig und in Leiharbeit (bitte insgesamt für den Bund, nach neuen
und alten Bundesländern sowie Geschlecht aufgliedern)?
Die Angaben zu den Erwerbstätigen in der gewünschten Differenzierung
können der nachfolgenden Tabelle 8 entnommen werden. Der Differenzierung des
Statistischen Bundesamtes von Beschäftigungsverhältnissen in
Normalarbeitsverhältnisse und sogenannte atypische Beschäftigungsverhältnisse liegt als
Datenbasis der Mikrozensus zugrunde. Dieser stellt eine Stichprobenbefragung
dar, deren Ergebnisse jeweils als Jahresdurchschnittswerte verfügbar sind. Die
Auswertungen des Statistischen Bundesamtes zu Normalarbeitsverhältnissen
und atypischen Beschäftigungsverhältnissen erfolgen für die Gruppe der
sogenannten Kernerwerbstätigen. Zu den Kernerwerbstätigen zählen alle
Erwerbstätigen im Alter von 15 bis 64 Jahren, ohne Personen in Bildung oder
Ausbildung und ohne Zeit- und Berufsoldatinnen und -soldaten sowie Grundwehr-
und Zivildienstleistende. Aufgrund dieser Abgrenzung fallen die Zahlen
grundsätzlich geringer aus. So gab es 2009 auf Basis des Mikrozensus insgesamt
38,662 Millionen Erwerbstätige, davon zählten gemäß Tabelle 8 34,629
Millionen zu den Kernerwerbstätigen.
Des Weiteren wird nur für die Hauptbeschäftigung die Art der Tätigkeit näher
erfasst. Darüber hinaus ist bei den folgenden Analysen zu beachten, dass
zwischen den einzelnen Formen sog. atypischer Beschäftigung Überschneidungen
möglich sind – beispielsweise kann eine Person gleichzeitig befristet und
teilzeitbeschäftigt sein. Die Summe der Personen in den einzelnen Formen sog.
atypischer Beschäftigung ist somit größer als die Gesamtzahl der hauptsächlich
sog. atypisch Beschäftigten.
Grundsätzlich liegen Informationen zur sog. atypischen Beschäftigung im
Rahmen des Mikrozensus nur für Zeiträume ab 1996 vor. Die hier dargestellten
Ergebnisse zur sog. atypischen Beschäftigung in 1996, 2005 und den Folgejahren
sind nur eingeschränkt miteinander vergleichbar. Gründe hierfür sind vor allem
die unterschiedliche Erhebungsmethodik (bis einschließlich 2004 beruhen die
Ergebnisse auf einer Berichtswoche im Frühjahr, danach wird der
Jahresdurchschnitt abgebildet) und die Erfassung der Zeitarbeiter. Da Zeitarbeit im
Mikrozensus erst seit 2006 auf Basis einer freiwilligen Frage (ohne Auskunftspflicht)
erhoben wird, sind die Zeitarbeiter auch erst ab 2006 in den Ergebnissen der
sog. atypisch Beschäftigten integriert. Die Zahl der sog. atypisch Beschäftigten
weist aus diesem Grund einen Bruch auf.
2005-2010
Gebiet 2005-2010
West -545
Ost -252
Insgesamt -796
Quelle: IAB
Tabelle 7: Demografischer Effekt auf das Erwerbspersonenpotenzial (in 1.000 Personen),
2005–2010
Drucksache 17/4137 – 10 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode13. Zu welchem Anteil war die Erwerbstätigkeit in den Oktobermonaten der
Jahre 1992, 2005, 2008 und 2010 eine selbständige Tätigkeit, eine
unbefristete sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigung und eine
atypische Beschäftigung (bitte die atypische Beschäftigung einzeln
aufgliedern sowie insgesamt für den Bund, nach neuen und alten
Bundesländern sowie Geschlecht)?
Die gewünschten Angaben können Tabelle 9 entnommen werden. Im Übrigen
wird auf die Antwort zu Frage 12 verwiesen.
Tabelle 8: Erwerbstätige ohne Personen in Bildung oder Ausbildung im Alter von 15-64
Jahren1) nach Art der Erwerbstätigkeit (in 1.000)
1996 Ins ges amt 33.034 3.205 29.523 24.663 4.861 1.770 3.190 1.099 -
Männlich 18.820 2.341 16.438 15.257 1.181 908 267 168 -
Weiblich 14.215 864 13.085 9.405 3.680 862 2.923 931 -
Wes tdeutschland 26.029 2.627 23.110 19.189 3.922 1.095 2.891 1.005 -
Os tdeutschland 7.005 578 6.413 5.474 939 675 299 94 -
2005 Ins ges amt 32.962 3.802 28.831 22.084 6.747 2.394 4.679 2.425 -
Männlich 17.989 2.646 15.289 13.548 1.741 1.218 597 452 -
Weiblich 14.973 1.156 13.543 8.536 5.007 1.176 4.082 1.973 -
Wes tdeutschland 26.518 3.144 23.213 17.591 5.622 1.716 4.140 2.084 -
Os tdeutschland 6.444 658 5.619 4.493 1.126 678 540 341 -
2008 Ins ges amt 34.734 3.820 30.650 22.929 7.721 2.731 4.903 2.578 612
Männlich 18.841 2.622 16.178 13.918 2.260 1.352 647 568 425
Weiblich 15.893 1.198 14.472 9.011 5.462 1.379 4.256 2.010 187
Wes tdeutschland 27.868 3.020 24.605 18.247 6.359 2.009 4.288 2.088 483
Os tdeutschland 6.867 800 6.045 4.682 1.363 722 615 490 129
2009 Ins ges amt 34.629 3.877 30.582 22.990 7.592 2.640 4.901 2.574 560
Männlich 18.618 2.659 15.933 13.794 2.139 1.253 648 589 375
Weiblich 16.012 1.218 14.650 9.197 5.453 1.387 4.253 1.985 185
Wes tdeutschland 27.742 3.064 24.519 18.269 6.249 1.922 4.293 2.125 427
Os tdeutschland 6.888 812 6.063 4.721 1.343 719 607 449 133
1) Ohne Zeit- und Berufssoldat(en/innen) sowie Grundwehr- und Zivildienstleistende
2) Merkmal "Zeitarbeit" wird erst ab 2006 erfasst.
Quelle: Mikrozensus, Destatis
darunter
Zeita rbe
itnehmer 2)
zusammen
in e inem
Normalarbe its -
verhä ltnis
zusammen Teilze
itbeschäftigte
geringfügig
Beschäftigte
Jahr
befris te t
Beschäftigte
Selbs tändige
Erwerbs tä tige ohne Pers onen in Bildung oder Aus b ildung im Alte r von 15-64 J ahren 1)
darunter
Abhängig Beschäftigte
davon
Gegens tand der
Nachweisung Insgesamt
a typisch Beschäftigte
Tabelle 8: Erwerbstätige ohne Personen in Bildung oder Ausbildung im Alter von 15–64
Jahren 1) nach Art der Erwerbstätigkeit (in 1 000)
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 11 – Drucksache 17/413714. Wie würden sich die absoluten Erwerbstätigenzahlen in den
Oktobermonaten der Jahre 1992, 2005, 2008 und 2010 ändern, legt man einer
Neuberechnung Vollzeitäquivalente zugrunde (sofern eine Beantwortung
mit Monatsdaten nicht möglich ist, bitte auf Jahreszahlen ausweichen)?
Die Erwerbstätigkeit in Vollzeitäquivalenten (VZÄ) gibt an, wie hoch die
Erwerbstätigkeit wäre, wenn alle Erwerbstätigen Vollzeit arbeiten würden. Sie
standardisiert somit die Erwerbstätigkeit im Hinblick auf die Arbeitszeit, was
insbesondere für die geschlechtsspezifische Betrachtung, aber auch für
internationale Vergleiche von großer Bedeutung ist.
Methodischer Hinweis: Das IAB berechnet in seiner Arbeitszeitrechnung ein
VZÄ, das sich auf die tarifliche bzw. betriebsübliche Arbeitszeit der Vollzeit-
und Teilzeitbeschäftigten bezieht. Das VZÄ entspricht somit der Zahl der auf
die tarifliche/betriebsübliche Wochenarbeitszeit (Vollzeit) umgerechneten
Beschäftigungsverhältnisse. Sie ergeben sich, indem das tarifliche/betriebsübliche
Arbeitsvolumen aller Erwerbstätigen durch die Stundenzahl dividiert wird, die
tariflich/betriebsüblich im Durchschnitt je Vollarbeitsplatz im Wirtschaftsgebiet
geleistet wird.
Der Tabelle 10 ist die Entwicklung der Erwerbstätigenzahlen absolut und nach
VZÄ zu entnehmen (der aktuellste Wert entspricht dem dritten Quartal 2010).
Tabelle 9: Erwerbstätige ohne Personen in Bildung oder Ausbildung im Alter von 15-64
Jahren1) nach Art der Erwerbstätigkeit (Anteile in %)
1996 Ins ges amt 100 9,7 89,4 74,7 14,7 5,4 9,7 3,3 -
Männlich 100 12,4 87,3 81,1 6,3 4,8 1,4 0,9 -
Weiblich 100 6,1 92,1 66,2 25,9 6,1 20,6 6,5 -
Wes tdeutschland 100 10,1 88,8 73,7 15,1 4,2 11,1 3,9 -
Os tdeutschland 100 8,3 91,5 78,1 13,4 9,6 4,3 1,3 -
2005 Ins ges amt 100 11,5 87,5 67,0 20,5 7,3 14,2 7,4 -
Männlich 100 14,7 85,0 75,3 9,7 6,8 3,3 2,5 -
Weiblich 100 7,7 90,4 57,0 33,4 7,9 27,3 13,2 -
Wes tdeutschland 100 11,9 87,5 66,3 21,2 6,5 15,6 7,9 -
Os tdeutschland 100 10,2 87,2 69,7 17,5 10,5 8,4 5,3 -
2008 Ins ges amt 100 11,0 88,2 66,0 22,2 7,9 14,1 7,4 1,8
Männlich 100 13,9 85,9 73,9 12,0 7,2 3,4 3,0 2,3
Weiblich 100 7,5 91,1 56,7 34,4 8,7 26,8 12,6 1,2
Wes tdeutschland 100 10,8 88,3 65,5 22,8 7,2 15,4 7,5 1,7
Os tdeutschland 100 11,6 88,0 68,2 19,8 10,5 9,0 7,1 1,9
2009 Ins ges amt 100 11,2 88,3 66,4 21,9 7,6 14,2 7,4 1,6
Männlich 100 14,3 85,6 74,1 11,5 6,7 3,5 3,2 2,0
Weiblich 100 7,6 91,5 57,4 34,1 8,7 26,6 12,4 1,2
Wes tdeutschland 100 11,0 88,4 65,9 22,5 6,9 15,5 7,7 1,5
Os tdeutschland 100 11,8 88,0 68,5 19,5 10,4 8,8 6,5 1,9
1) Ohne Zeit- und Berufssoldat(en/innen) sowie Grundwehr- und Zivildienstleistende
2) Merkmal "Zeitarbeit" wird erst ab 2006 erfasst.
Quelle: Mikrozensus, Destatis
Jahr Gegens tand der Nachweisung darunter
befris te t
Beschäftigte
Teilze
itbeschäftigte
geringfügig
Beschäftigte
Zeita rbe
itnehmer 2)
Erwerbs tä tige ohne Pers onen in Bildung oder Aus b ildung im Alte r von 15-64 J ahren 1)
Insgesamt
darunter
Se lbs tändige
Abhängig Beschäftigte
zusammen
davon
in e inem
Normal-arbe its -
verhä ltnis
a typisch Beschäftigte
zusammen
Tabelle 9: Erwerbstätige ohne Personen in Bildung oder Ausbildung im Alter von 15–64
Jahren 1) nach Art der Erwerbstätigkeit (Anteile in Prozent)
Drucksache 17/4137 – 12 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeDas Auseinanderdriften von Erwerbstätigen absolut und Erwerbstätigen in
VZÄ ist hauptsächlich auf die wachsende Bedeutung der Teilzeitbeschäftigung
zurückzuführen. Auch Änderungen bei der durchschnittlichen
Wochenarbeitszeit aller Teilzeitbeschäftigten haben Auswirkungen auf das VZÄ: Bei
gleichbleibender Zahl von Erwerbstätigen kann das VZÄ zurückgehen, wenn die
Wochenarbeitszeit der Teilzeitbeschäftigten sinkt. So kam es aufgrund des
Anstiegs der geringfügigen Beschäftigung nach dem Inkrafttreten des Zweiten
Gesetzes für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt zu einem Rückgang
der Wochenarbeitszeit aller Teilzeitbeschäftigten. Das Verhältnis von in Teilzeit
zu in Vollzeit geleisteten tariflichen/betriebsüblichen Wochenstunden sank auf
36 Prozent. Mittlerweile liegt dieser Anteil mit 39 Prozent wieder auf seinem
früheren Niveau.
15. Wie hoch war absolut und relativ die Niedriglohnbeschäftigung in
Deutschland in den Oktobermonaten der Jahre 1992, 2005, 2008 und
2010 (bitte absolute Daten und den Anteil insgesamt für den Bund, nach
neuen und alten Bundesländern sowie Geschlecht aufgliedern)?
Wie bewertet die Bundesregierung diese Zahlen?
Grundlage für die Beantwortung dieser Frage ist die neue Entgeltstatistik der
BA. Der Sonderbericht „Beschäftigungsstatistik:
Sozialversicherungspflichtige Bruttoarbeitsentgelte“ der BA informiert u. a. ausführlich über die
zugrunde liegende Methodik. Die Basis für die Entgeltstatistik als Teil der
Beschäftigungsstatistik der BA bilden die Angaben aus dem Meldeverfahren zur
Sozialversicherung, in dem die Arbeitgeber ihre beschäftigten Arbeitnehmer
melden. In dieses Verfahren sind alle Arbeitnehmer (einschließlich
Auszubildende) einbezogen, die der Kranken- oder Rentenversicherungspflicht oder
Versicherungspflicht nach dem SGB III unterliegen. Das
„sozialversicherungspflichtige Bruttoarbeitsentgelt“ (kurz: Arbeitsentgelt) umfasst alle laufenden
oder einmaligen Einnahmen aus einer Beschäftigung.
Die Auswertungen zu den Entgelten werden jeweils nur für Beschäftigte am
31. Dezember eines Jahres durchgeführt (Auswertungen sind derzeit von 1999
bis 2009 möglich). Beim Vorliegen mehrerer Beschäftigungsverhältnisse zum
Stichtag 31. Dezember bezieht sich das Entgelt auf die Hauptbeschäftigung,
Mehrfachbeschäftigungen bleiben hinsichtlich des Entgelts also
unberücksichtigt. Dies bedeutet, dass die Entgeltdaten sich immer nur auf ein
Beschäftigungsverhältnis beziehen. Die tatsächlichen Arbeitseinkommen einer Person
mit mehreren Beschäftigungen können höher ausgefallen sein.
Bei der Interpretation der durchschnittlichen Bruttomonatsentgelte im
Beschäftigungszeitraum von Beschäftigten am 31. Dezember eines Jahres ist zu
beachten, dass die Anteile bestimmter Personenkreise an der Gesamtheit der
Beschäftigten am 31. Dezember eines Jahres im Vergleich zu ihrem
jahresdurchschnittlichen Anteil etwas höher bzw. etwas niedriger ausfallen können.
Insofern kann man die Daten zu den im Beschäftigungszeitraum erzielten Entgelten
Tabelle 10: Entwicklung der Erwerbstätigkeit absolut und in Vollzeitäquivalenten
3. Quartal 1992 3. Quartal 2005 3. Quartal 2008 3. Quartal 2010
Erwerbstätige absolut 38.049 38.952 40.432 40.654
Erwerbstätige VZÄ 34.431 31.793 32.799 32.820
Differenz -3.618 -7.159 -7.633 -7.834
Quelle: IAB-Arbeitszeitrechnung, Stand: November 2010
Quartalsdurchschnitt in 1.000
Tabelle 10: Entwicklung der Erwerbstätigkeit absolut und in Vollzeitäquivalenten
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 13 – Drucksache 17/4137von Beschäftigten am 31. Dezember eines Jahres nur eingeschränkt als Ersatz
für Jahresmittelwerte ansehen.
Als Niedriglohnbeschäftigter oder Geringverdiener gilt im Folgenden, wer als
sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigter, der nicht in einem
Ausbildungsverhältnis steht, weniger als zwei Drittel des Medianentgelts aller
sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten (ohne Auszubildende) erzielt
(Niedriglohnschwelle). Dies entspricht den von der Organisation für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) international angewendeten
Kriterien zur Bestimmung der Niedriglohnschwelle.
Neben der Nutzung einer bundeseinheitlichen Niedriglohnschwelle ist es
aufgrund des Lohngefälles zwischen West- und Ostdeutschland auch sinnvoll, die
Grenze des Niedriglohnbereichs für beide Landesteile getrennt zu berechnen.
Der nachfolgenden Tabelle sind die Anzahl sowie die Anteile der
Niedriglohnbeschäftigten im Bundesgebiet insgesamt sowie differenziert nach neuen und
alten Bundesländern und nach Geschlecht zu den Stichtagen 31. Dezember
2005, 31. Dezember 2008 und 31. Dezember 2009 zu entnehmen. Es werden
dabei jeweils zwei verschiedene Anteile ausgewiesen: 1. auf Basis einer
bundeseinheitlichen Niedriglohnschwelle, 2. auf Basis verschiedener
Niedriglohnschwellen für West- und Ostdeutschland.
Die Daten zeigen in den Jahren 2008 und 2009 stabile Werte und gegenüber
2005 einen deutlichen Anstieg der sozialversicherungspflichtigen
Vollzeitbeschäftigung. Dabei hat sich der Anteil des relativen Niedriglohnbereichs nur
leicht erhöht. Die Chancen am Arbeitsmarkt zu partizipieren, haben sich also
insgesamt verbessert. Im Übrigen ist zu bedenken, dass auch denjenigen, denen
aufgrund ihrer geringen Qualifikation nur ein geringer Lohn gezahlt werden
kann, Chancen auf eine Erwerbstätigkeit eröffnet werden müssen. Eine
Differenzierung des Lohngefüges kann dazu beitragen.
Tabelle 11: Entwicklung der Niedriglohnbeschäftigung
absolut
Anteil an
insgesamt
in %
absolut
Anteil an
insgesamt
in %
absolut
Anteil an
insgesamt
in %
absolut
Anteil an
insgesamt
in %
absolut
Anteil an
insgesamt
in %
absolut
Anteil an
insgesamt
in %
Deutschland 19.288.246 4.089.629 21,2 3.770.632 19,5 12.291.654 1.722.644 14,0 1.474.720 12,0 6.996.592 2.366.985 33,8 2.295.912 32,8
Westdeutschland 15.620.984 2.685.076 17,2 2.981.981 19,1 10.230.532 1.003.428 9,8 1.152.597 11,3 5.390.452 1.681.647 31,2 1.829.384 33,9
Ostdeutschland 3.667.262 1.404.553 38,3 788.651 21,5 2.061.122 719.216 34,9 322.123 15,6 1.606.140 685.337 42,7 466.528 29,0
Deutschland 20.335.150 4.529.758 22,3 4.168.382 20,5 12.968.668 1.980.626 15,3 1.704.644 13,1 7.366.482 2.549.132 34,6 2.463.737 33,4
Westdeutschland 16.499.855 3.002.143 18,2 3.349.218 20,3 10.771.699 1.179.689 11,0 1.362.424 12,6 5.728.156 1.822.453 31,8 1.986.794 34,7
Ostdeutschland 3.835.295 1.527.615 39,8 819.163 21,4 2.196.969 800.937 36,5 342.221 15,6 1.638.326 726.678 44,4 476.943 29,1
Deutschland 20.026.993 4.463.979 22,3 4.091.980 20,4 12.707.134 1.952.436 15,4 1.672.085 13,2 7.319.859 2.511.543 34,3 2.419.895 33,1
Westdeutschland 16.218.079 2.943.822 18,2 3.280.557 20,2 10.531.795 1.151.388 10,9 1.330.535 12,6 5.686.284 1.792.434 31,5 1.950.022 34,3
Ostdeutschland 3.808.914 1.520.157 39,9 811.422 21,3 2.175.339 801.048 36,8 341.550 15,7 1.633.575 719.109 44,0 469.872 28,8
© Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Stichtag 31.12.2009
bundeseinheitliche
Niedriglohnschwelle:
1.706 Euro (2005)
1.768 Euro (2008)
1.784 Euro (2009)
Niedriglohnschwelle
West:
1.785 Euro (2005)
1.855 Euro (2008)
1.870 Euro (2009)
Niedriglohnschwelle Ost:
1.328 Euro (2005)
1.352 Euro (2008)
1.367 Euro (2009)
bundeseinheitliche
Niedriglohnschwelle:
1.706 Euro (2005)
1.768 Euro (2008)
1.784 Euro (2009)
Niedriglohnschwelle West:
1.785 Euro (2005)
1.855 Euro (2008)
1.870 Euro (2009)
Niedriglohnschwelle Ost:
1.328 Euro (2005)
1.352 Euro (2008)
1.367 Euro (2009)
Stichtag 31.12.2005
Stichtag 31.12.2008
Arbeitsort
Sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte (ohne Auszubildende) mit Angabe zu Entgelten im Beschäftigungszeitraum
insgesamt
darunter: mit Entgelten unter der Niedriglohnschwelle
bundeseinheitliche
Niedriglohnschwelle:
1.706 Euro (2005)
1.768 Euro (2008)
1.784 Euro (2009)
Niedriglohnschwelle West:
1.785 Euro (2005)
1.855 Euro (2008)
1.870 Euro (2009)
Niedriglohnschwelle Ost:
1.328 Euro (2005)
1.352 Euro (2008)
1.367 Euro (2009)
darunter: mit Entgelten unter der Niedriglohnschwelle
Männer
darunter: mit Entgelten unter der Niedriglohnschwelle
Frauen
Tabelle 11: Entwicklung der Niedriglohnbeschäftigung
Drucksache 17/4137 – 14 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode16. Wie viele Beschäftigte haben in den Oktobermonaten der Jahre 1992,
2005, 2008 und 2010 ergänzend zu ihrem Erwerbseinkommen
Sozialleistungen bezogen (bitte aufschlüsseln nach geringfügiger Beschäftigung,
sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Voll- und Teilzeit,
Leiharbeit, selbständige Tätigkeiten)?
Wie bewertet die Bundesregierung diese Zahlen?
Daten zu erwerbstätigen Arbeitslosengeld-II-Beziehern stehen von Januar bis
September 2005 und ab Januar 2007 zur Verfügung; die Differenzierung nach
sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung und nach Wirtschaftszweigen ist
erst ab Januar 2007 möglich. Der aktuellste Wert in der gewünschten
Differenzierung reicht bis zum März 2010. Entsprechend sind in der nachfolgenden
Tabelle Daten für September 2005, Oktober 2008 und März 2010 enthalten.
Die im Rahmen der Grundsicherungsstatistik verfügbaren Daten zu
erwerbstätigen Hilfebedürftigen (Aufstocker) enthalten keine Informationen über die zur
Erzielung des Einkommens geleisteten Arbeitsstunden oder den zugrunde
liegenden Stundenlohn. Eine Untersuchung des IAB (Kurzbericht 2/2009) kommt
allerdings auf Basis des Panels Arbeitsmarkt und soziale Sicherung (PASS) zu
der Erkenntnis, dass nur ein kleiner Teil der Aufstocker allein aufgrund eines
geringen Lohnsatzes hilfebedürftig ist. In den meisten Fällen ist vielmehr das
Arbeitsvolumen zu gering, der Stundenlohn an sich würde bei einer
Vollzeitbeschäftigung zur Überwindung der Hilfebedürftigkeit ausreichen. Die
Umstände, die einer Ausweitung der Erwerbstätigkeit entgegenstehen, sind indes
vielfältig. Sie reichen je nach Haushaltstyp von gesundheitlichen
Einschränkungen über qualifikatorische Defizite bis hin zu unzureichenden
Kinderbetreuungsmöglichkeiten, sodass hier neben der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik
auch verstärkte Anstrengungen anderer Politikbereiche nötig sind.
17. Wie hoch war die durchschnittliche tatsächliche geleistete wöchentliche
Arbeitszeit in den Oktobermonaten der Jahre 1992, 2005, 2008 und 2010
(bitte insgesamt angeben sowie nach Vollzeitbeschäftigung,
Teilzeitbeschäftigung, geringfügige Beschäftigung getrennt)?
Wie unterscheiden sich diese jeweiligen Arbeitszeiten nach
Geschlechtern?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Aufgrund
unplausibler Ergebnisse bezüglich der Angabe der Arbeitsstunden bei
geringfügig Beschäftigten wurden vom Statistischen Bundesamt nicht die Ergebnisse
für das Jahr 1992 abgebildet, sondern das Jahr 1996 gewählt. Die
Unterscheidung zwischen Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigung erfolgte sowohl anhand der
Tabelle 12: Erwerbstätige Arbeitslosengeld II-Bezieher nach Art der Erwerbstätigkeit
darunter
davon
ausschl.
geringfügig
ohne
Beschäftigungsmeld.
sv-pflichtig
beschäftigt
ausschl.
geringfügig
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
Sep. 05 949.905 904.654 x x x x x x x 47.522
Okt. 08 1.348.729 1.254.090 403.678 64.748 850.413 208.442 641.971 456.398 185.573 101.292 54.537 4.536
Mrz. 10 1.358.541 1.242.242 333.665 49.263 908.577 224.799 683.778 506.966 176.812 125.068 41.833 6.337
1) Mehrfachnennungen möglich. © Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Spalten 1 bis 2, 10 ab Dezember 2008 mit zkT-Daten; Spalte 3 bis 9, 11 und 12 hochgerechnet auf alle eHb (einschl. zkT).
Nachrichtlich:
Beschäftigte Alg II-
Bezieher mit Einkommen
aus Erwerbstätigkeit in
Arbeitnehmer-überlassung
abhängig
erwerbstätige
AlgII-Bezieher
davon
selbständig
erwerbstätige
AlgII-Bezieher
sv-pflichtig Vollzeit Teilzeit
insgesamt insgesamt
davon
Auszubildende
erwerbstätige
Alg II-Bezieher
davon 1)
sv-pflichtig
beschäftigt
ausschließlich
geringfügig/
ohne Meldung
Zeit
Tabelle 12: Erwerbstätige Arbeitslosengeld-II-Bezieher nach Art der Erwerbstätigkeit
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 15 – Drucksache 17/4137Selbsteinschätzung der Befragten, als auch anhand der von ihnen
normalerweise geleisteten Arbeitsstunden.
18. Wie gliederten sich in den Oktobermonaten der Jahre 1992, 2005, 2008
und 2010 die als frei gemeldeten Stellen nach folgenden Merkmalen auf:
sozialversicherungspflichtige unbefristete Vollzeitstellen/befristete
Vollzeitstellen, sozialversicherungspflichtige unbefristete Teilzeitstellen/
befristete Teilzeitstellen, geringfügige Beschäftigung, Leiharbeit,
Selbständige?
Bei den der BA gemeldeten Arbeitsstellen handelt es sich um Arbeitsstellen mit
einer vorgesehenen Beschäftigungsdauer von mehr als sieben Kalendertagen,
die bei der BA zur Besetzung gemeldet wurden. Das ist bei der Betrachtung
von befristeten Arbeitsstellen zu beachten.
Nicht integraler Bestandteil der gemeldeten Arbeitsstellen sind Arbeitsstellen
für Freiberufler und Selbstständige, da diese Arbeitsstellen nicht unter den
Begriff der Beschäftigung im Sinne des § 7 SGB IV fallen und Arbeitslose
Arbeitsstellen, die mit einem unternehmerischen Risiko verbunden sind, nicht
annehmen müssen. In der nachfolgenden Tabelle sind diese Arbeitsstellen
daher nachrichtlich erwähnt.
Die Arbeitsstellen umfassen nur ungeförderte Arbeitsstellenangebote am sog.
ersten Arbeitsmarkt und setzen sich aus drei Arbeitsstellenarten zusammen:
sozialversicherungspflichtige, geringfügige (Minijobs etc.) und sonstige
Arbeitsstellen (z. B. Praktikantenarbeitsstellen).
Auswertungen zu gemeldeten Arbeitsstellen aus der Arbeitnehmerüberlassung
erfolgen über die Wirtschaftszweigzuordnung (nach WZ 2008 die Bereiche 782
und 783). Dabei ist zu beachten, dass nur die gemeldeten Arbeitsstellen von
den Betrieben erfasst werden, deren Tätigkeitsschwerpunkt in dem
entsprechenden Wirtschaftszweig der Arbeitsnehmerüberlassung liegt. Da die
Zuordnung über den Wirtschaftszweig erfolgt, werden auch Arbeitsstellen der
Zeitarbeitsunternehmen erfasst, die dem eigenen Personalbedarf der
Stammbelegschaft dienen.
Für den Berichtsmonat Oktober 1992 liegen die Informationen nicht in der
gewünschten Differenzierung vor. Für Ende September 1992 können aber als
Tabelle 13: Durchschnittliche tatsächlich geleistete wöchentliche Arbeitsstunden (in der
Haupttätigkeit) von Erwerbstätigen im Alter von 15 bis unter 65 Jahren
Vollzeit Teilzeit mehr als 20 Std. pro
Woche
weniger als 20 Std.
pro Woche
Männer 36,5 38,4 16,1 38,0 11,6 15,3
Frauen 27,2 35,7 16,7 33,1 12,6 11,1
gesamt 32,2 37,5 16,6 36,1 12,4 12,3
Männer 37,8 39,8 16,0 39,4 11,7 17,1
Frauen 27,7 36,6 17,0 34,0 12,9 12,6
gesamt 33,2 38,7 16,8 37,3 12,6 13,8
Männer 38,4 40,1 15,3 39,9 12,0 14,0
Frauen 28,0 36,7 16,6 34,5 12,9 10,9
gesamt 33,7 39,0 16,4 37,8 12,7 11,6
Männer 40,9 41,8 16 41,7 13 17,1
Frauen 31,3 38 17,9 36,2 14,3 11,4
gesamt 36,8 40,5 17,7 39,7 14,1 12,7
Quelle: Mikrozensus, Destatis
... nach Selbsteinschätzung ... normalerweise geleistete Arbeitsstunden
Tatsächlich geleistete Arbeitsstunden pro Woche (Mittelwert)
ausschließlich
geringfügig
Beschäftigte
Erwerbstätige
insgesamt
2009
2008
2005
1996
Tabelle 13: Durchschnittliche tatsächlich geleistete wöchentliche Arbeitsstunden (in der Haupttätigkeit)
von Erwerbstätigen im Alter von 15 bis unter 65 Jahren
Drucksache 17/4137 – 16 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeAnnäherung einige Informationen zur Verfügung gestellt werden. Dabei ist zu
beachten, dass 1992 alle gemeldeten Arbeitsstellen abweichend auch geförderte
Angebote (für den sog. 2. Arbeitsmarkt) umfassen. Nur für das Bundesgebiet
West (einschließlich West-Berlin) liegen noch einige weitere Informationen
vor. Da ein Ausweis von sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen 1992
nicht möglich ist, beziehen sich die Ergebnisse zur Arbeitszeit (Vollzeit und
Teilzeit) auf alle gemeldeten Arbeitsstellen. Gleiches gilt ebenso für die
unbefristeten und befristeten Arbeitsstellen; darunter sind also nicht nur
Vollzeitarbeitsstellen, sondern können sich auch Teilzeitarbeitsstellen befinden.
Außerdem liegen keine Informationen für 1992 für Arbeitsstellen in der
Arbeitnehmerüberlassung oder für selbständige Tätigkeiten vor.
19. Wie viele der in den Oktobermonaten der Jahre 1992, 2005, 2008 und
2010 neu besetzten Stellen gliedern sich nach folgenden Merkmalen auf:
sozialversicherungspflichtige unbefristete Vollzeitstellen/befristete
Vollzeitstellen, sozialversicherungspflichtige unbefristete Teilzeitstellen/
befristete Teilzeitstellen, geringfügige Beschäftigung, Leiharbeit,
Selbständige?
Die gewünschten Informationen zu den begonnenen
Beschäftigungsverhältnissen liegen nur quartalsweise vor. Die aktuellsten Daten reichen bis zum ersten
Quartal 2010. Entsprechend wurde auch für die vorangegangenen Zeiträume
jeweils das erste Quartal ausgewählt. Für 1992 liegen allerdings keine
Informationen vor. Ein Ausweis der begonnenen Beschäftigungsverhältnisse nach den
Merkmalen unbefristet/befristet, geringfügige Beschäftigung und
Selbständigkeit ist nicht möglich. Auswertungen zur Arbeitnehmerüberlassung erfolgen
über die Wirtschaftszweigzuordnung (für 2005 nach WZ 03 der Bereich 74502
und für 2008 und 2010 nach WZ 2008 die Bereiche 782 und 783). Dabei ist zu
beachten, dass nur die begonnenen Beschäftigungsverhältnisse von den
Betrieben erfasst werden, deren Tätigkeitsschwerpunkt in dem entsprechenden
Wirtschaftszweig der Arbeitsnehmerüberlassung liegt. Da die Zuordnung über den
Wirtschaftszweig erfolgt, werden auch begonnene Beschäftigungsverhältnisse
der Verleihbetriebe erfasst, die dem eigenen Personalbedarf der
Stammbelegschaft dienen.
Tabelle 14: Gemeldete Arbeitsstellen
Bundesgebiet West Bundesgebiet Ost
Alle gemeldeten Arbeitsstellen 317.852 32.276 287.157 392.731 400.555
darunter:
Sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen - - 252.619 365.239 367.032
Vollzeitarbeitsstellen 282.528 - 225.028 315.841 314.215
unbefristete 250.376 - 183.314 256.200 248.169
befristete 67.476 - 39.650 59.641 66.046
Teilzeitarbeitsstellen 35.324 - 27.394 40.085 43.832
unbefristete - - 19.364 24.897 26.644
befristete - - 7.975 15.188 17.188
Geringfügige Arbeitsstellen - - 27.424 26.490 27.025
Arbeitnehmerüberlassung (WZ 08) - - 83.448 135.082 139.772
nachrichtlich:
Selbständigkeit - - 13.745 3.157 2.687
Erstellungsdatum: 16.11.2010, Statistik 524 © Statistik der Bundesagentur für Arbeit
1) Daten liegen 1992 nur für Ende September und nach Bundesgebiet West und Ost getrennt vor. Alle gemeldeten Arbeitsstellen umfassen 1992 auch geförderte Arbeitsstellen,
ab 2005 werden nur noch ungeförderten Arbeitsstellen ausgewiesen. Ein separater Ausweise nur sozialversicherungspflichtiger Arbeitsstellen ist 1992 nicht möglich. Entsprechend
beziehen sich die Daten für Vollzeit- und Teilzeitarbeitsstellen auf alle gemeldeten Arbeitsstellen. Entsprechendes gilt für die unbefristeten und befristeten Arbeitsstellen, die
abweichend auch Teilzeitarbeitsstellen sein können.
Ende September 1992 1)
Oktober 2005 Oktober 2008 Oktober 2010Arbeitsstellenart
Tabelle 14: Gemeldete Arbeitsstellen
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 17 – Drucksache 17/413720. Wie hat sich die Erfassung der älteren Arbeitslosen (58 Jahre und älter) in
den Angaben der Bundesagentur für Arbeit seit 2005 zum Oktober
jährlich verändert, und wie viele dieser Älteren beziehen Leistungen
(getrennt nach dem Zweiten und Dritten Buch Sozialgesetzbuch) ohne
arbeitslos zu sein (bitte nach Bund und nach Bundesländern angeben)?
Daten zu Arbeitslosen in der Altersgruppe 58 Jahre und älter stehen aus
verarbeitungstechnischen Gründen nicht für zugelassene kommunale Träger zur
Verfügung. Entsprechend wurden in den Tabellen auch für Arbeitslosengeld-II-
Bezieher keine Daten von zugelassenen kommunalen Trägern berücksichtigt. Der
aktuelle Datenstand reicht bis Juli 2010. Die zeitliche Entwicklung der Zahl der
älteren Arbeitslosen in der Altersgruppe 58 Jahre und älter kann in zwei Phasen
unterschieden werden: ein Rückgang von Oktober 2005 bis Oktober 2007 von
158 000 auf 80 000 und ein Anstieg von Oktober 2007 bis Juli 2010 von 80 000
auf 278 000. Dabei hängt die Zunahme von Oktober 2007 bis Juli 2010 vor
allem mit dem Auslaufen der vorruhestandsähnlichen Regelungen nach § 428
SGB III, dem § 65 Absatz 4 SGB II und § 252 Absatz 8 SGB VI zusammen.
Leicht abgefedert, aber keinesfalls kompensiert wird dieser Effekt durch die
Auswirkungen des § 53a SGB II, wonach erwerbsfähige Hilfebedürftige, die
nach Vollendung des 58. Lebensjahres mindestens für die Dauer von zwölf
Monaten Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen haben, ohne
dass ihnen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten worden
ist, nicht mehr als arbeitslos gelten. Diese Personengruppe ist deutlich kleiner
als die Personengruppe, die zuvor die alte sog. 58er-Regelung nach § 428
SGB III, § 65 Absatz 4 SGB II und § 252 Absatz 8 SGB VI in Anspruch nahm.
Von Oktober 2007 bis Juli 2010 hat die Zahl der Arbeitslosengeldempfänger
um 52 000 abgenommen und die Zahl der Arbeitslosengeld-II-Bezieher um
69 000 zugenommen. Der Anstieg der Arbeitslosenzahl von 198 000 geht also
mit einem vergleichsweise geringen Anstieg bei den Leistungsempfängern
einher. Entsprechend haben sich die Zahlen der nichtarbeitslosen
Leistungsempfänger deutlich verringert und die der arbeitslosen Leistungsempfänger ebenso
deutlich erhöht.
Tabelle 15: Begonnene Beschäftigungsverhältnisse
1. Quartal 1992 1.Quartal 2005 2) 1.Quartal 2008 3) 1.Quartal 2010 3)
Begonnene Beschäftigungsverhältnisse - 1.444.227 1.816.358 1.644.923
darunter: Arbeitnehmerüberlassung - 117.093 217.180 207.825
davon:
Vollzeitarbeitsstellen - 1.175.504 1.456.906 1.281.405
darunter: Arbeitnehmerüberlassung - 111.081 203.341 188.130
Teilzeitarbeitsstellen - 267.412 358.036 360.605
darunter: Arbeitnehmerüberlassung - 6.009 13.824 19.650
keine Zurodnung möglich - 1.311 1.416 2.913
darunter: Arbeitnehmerüberlassung - 3 15 45
Erstellungsdatum: 16.11.2010, Statistik 524 © Statistik der Bundesagentur für Arbeit
1) Begonnene Beschäftigungsverhältnisse im Sinne der Beschäftigtenstatistik sind die Anmeldungen zu einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis.
Mehrfacherfassungen von Beschäftigten sind möglich; Auswertung ohne Auszubildende
2) Abgrenzung der Arbeitnehmerüberlassung nach Wirtschaftszweigklassifikation WZ 03 (74502).
3) Abgrenzung der Arbeitnehmerüberlassung nach Wirtschaftszweigklassifikation WZ 08 (782 und 783).
Begonnene Beschäftigungsverhältnisse1) jeweils im…
Merkmal
Tabelle 15: Begonnene Beschäftigungsverhältnisse
Drucksache 17/4137 – 18 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeTabelle 16: Arbeitslosigkeit und Lohnersatzleistungen Älterer ab 58 Jahren Deutschland und Westdeutschland
SGB III SGB II Arbeitslose Nicht-arbeitslose
arbeitslose
eHb
nichtarbeitslose
eHb
absolut absolut absolut absolut absolut absolut absolut absolut absolut
1 2 3 4 5 6 7 8 9
Oktober 2005 158.254 81.709 76.545 276.652 40.578 236.074 247.912 67.361 180.551
Oktober 2006 137.954 75.147 62.807 275.269 28.113 247.156 300.232 57.993 242.239
Oktober 2007 80.076 38.035 42.041 226.465 18.598 207.867 335.641 39.136 296.505
Oktober 2008 155.419 91.297 64.122 150.116 65.993 84.123 369.332 61.987 307.345
Oktober 2009 234.170 155.724 78.446 162.257 117.731 44.526 389.842 74.411 315.431
Juli 2010 277.590 192.790 84.800 174.925 151.021 23.904 404.775 79.715 325.060
Oktober 2005 116.960 56.740 60.220 191.244 28.020 163.224 172.218 51.737 120.481
Oktober 2006 102.584 52.688 49.896 192.530 20.483 172.047 210.140 45.513 164.627
Oktober 2007 57.541 25.904 31.637 162.275 13.098 149.177 232.718 29.289 203.429
Oktober 2008 106.364 62.271 44.093 108.874 46.854 62.020 252.831 42.416 210.415
Oktober 2009 157.996 107.014 50.982 117.986 84.455 33.531 264.431 48.252 216.179
Juli 2010 191.799 135.237 56.562 128.476 110.381 18.095 272.903 53.119 219.784
Oktober 2005 4.976 2.692 2.284 9.788 1.453 8.335 9.737 2.201 7.536
Oktober 2006 4.135 2.465 1.670 9.579 1.037 8.542 10.785 1.483 9.302
Oktober 2007 2.461 1.454 1.007 7.867 727 7.140 11.743 920 10.823
Oktober 2008 4.975 3.070 1.905 5.228 2.385 2.843 12.659 1.821 10.838
Oktober 2009 6.636 4.641 1.995 5.433 3.792 1.641 13.182 1.911 11.271
Juli 2010 8.316 5.979 2.337 5.786 4.905 881 13.614 2.206 11.408
Oktober 2005 5.341 1.663 3.678 5.335 959 4.376 11.380 3.565 7.815
Oktober 2006 4.651 1.501 3.150 5.086 720 4.366 12.256 2.933 9.323
Oktober 2007 2.221 539 1.682 4.107 342 3.765 13.150 1.607 11.543
Oktober 2008 3.322 1.522 1.800 2.776 1.201 1.575 14.111 1.744 12.367
Oktober 2009 4.588 2.710 1.878 2.790 2.071 719 14.562 1.748 12.814
Juli 2010 4.867 3.065 1.802 2.940 2.423 517 14.816 1.752 13.064
Oktober 2005 10.628 5.868 4.760 22.763 2.746 20.017 18.946 4.248 14.698
Oktober 2006 10.667 6.318 4.349 23.048 2.353 20.695 23.087 4.063 19.024
Oktober 2007 6.901 3.616 3.285 19.494 1.717 17.777 25.566 3.082 22.484
Oktober 2008 13.006 7.814 5.192 13.199 5.779 7.420 28.558 5.082 23.476
Oktober 2009 18.971 13.045 5.926 14.173 10.250 3.923 30.147 5.636 24.511
Juli 2010 23.359 16.546 6.813 15.714 13.464 2.250 31.337 6.474 24.863
Oktober 2005 1.746 626 1.120 1.998 335 1.663 4.667 1.049 3.618
Oktober 2006 1.172 541 631 1.841 200 1.641 5.079 573 4.506
Oktober 2007 938 268 670 1.531 132 1.399 5.435 595 4.840
Oktober 2008 1.538 574 964 1.015 445 570 5.718 925 4.793
Oktober 2009 1.878 937 941 1.072 761 311 5.958 884 5.074
Juli 2010 2.218 1.125 1.093 1.165 964 201 6.161 1.052 5.109
Oktober 2005 41.834 17.884 23.950 53.795 8.160 45.635 55.408 18.927 36.481
Oktober 2006 37.836 16.168 21.668 54.577 6.057 48.520 70.766 19.576 51.190
Oktober 2007 20.064 6.870 13.194 45.577 3.653 41.924 79.929 12.275 67.654
Oktober 2008 35.440 18.026 17.414 29.797 13.241 16.556 87.096 16.728 70.368
Oktober 2009 47.634 29.403 18.231 32.454 22.395 10.059 91.216 17.328 73.888
Juli 2010 58.419 38.506 19.913 35.940 30.639 5.301 94.659 18.653 76.006
Oktober 2005 9.765 5.450 4.315 17.139 2.879 14.260 11.865 4.149 7.716
Oktober 2006 8.224 4.873 3.351 17.235 2.131 15.104 13.390 3.101 10.289
Oktober 2007 4.812 2.112 2.700 14.503 1.153 13.350 14.656 2.394 12.262
Oktober 2008 8.437 5.394 3.043 9.697 4.254 5.443 16.103 2.923 13.180
Oktober 2009 12.079 8.461 3.618 10.297 7.107 3.190 16.654 3.428 13.226
Juli 2010 15.386 10.992 4.394 10.880 9.386 1.494 16.932 4.116 12.816
Oktober 2005 4.274 2.260 2.014 9.873 1.175 8.698 10.241 1.991 8.250
Oktober 2006 3.961 2.167 1.794 9.918 827 9.091 11.681 1.642 10.039
Oktober 2007 2.675 1.336 1.339 8.456 635 7.821 13.152 1.246 11.906
Oktober 2008 6.208 3.843 2.365 6.225 2.755 3.470 14.569 2.292 12.277
Oktober 2009 9.339 6.241 3.098 6.839 4.585 2.254 15.475 2.933 12.542
Juli 2010 11.350 7.936 3.414 7.313 6.170 1.143 16.045 3.161 12.884
Oktober 2005 15.057 8.193 6.864 29.450 3.779 25.671 17.603 5.176 12.427
Oktober 2006 11.090 6.522 4.568 29.044 2.401 26.643 26.220 4.143 22.077
Oktober 2007 5.653 3.247 2.406 24.932 1.691 23.241 28.476 2.241 26.235
Oktober 2008 13.844 9.339 4.505 17.005 7.054 9.951 30.748 4.277 26.471
Oktober 2009 24.297 18.187 6.110 19.240 14.673 4.567 32.284 5.755 26.529
Juli 2010 29.148 22.402 6.746 21.167 18.445 2.722 33.364 6.318 27.046
Oktober 2005 22.080 11.411 10.669 39.157 6.246 32.911 28.611 9.866 18.745
Oktober 2006 19.577 11.331 8.246 39.945 4.507 35.438 32.608 7.586 25.022
Oktober 2007 10.965 6.023 4.942 33.743 2.848 30.895 35.729 4.555 31.174
Oktober 2008 17.978 11.792 6.186 22.527 9.109 13.418 37.936 5.949 31.987
Oktober 2009 29.933 21.693 8.240 24.146 17.606 6.540 39.370 7.759 31.611
Juli 2010 35.554 26.640 8.914 25.718 22.363 3.355 40.169 8.319 31.850
Hessen
Rheinland-
Pfalz
Baden-
Württemberg
Bayern
Land Zeit
Arbeitslose 1)
Leistungsempänger
davon Empfänger von
Arbeitslosengeld (Alg) 2) Arbeitslosengeld II (Alg II) 3)
Insgesamt
davon
Insgesamt
davon
Deutschland
Bremen
Nordrhein-
Westfalen
davon
Insgesamt
Schleswig-
Holstein
Hamburg
Niedersachsen
Westdeutschland
abelle 16: Arbeitslosigkeit und Lohnersatzleistungen Älterer ab 58 Jahren Deutschland nd West eutschland
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 19 – Drucksache 17/4137SGB III SGB II Arbeitslose Nicht-arbeitslose
arbeitslose
eHb
nichtarbeitslose
eHb
absolut absolut absolut absolut absolut absolut absolut absolut absolut
1 2 3 4 5 6 7 8 9
Land Zeit
Arbeitslose 1)
Leistungsempänger
davon Empfänger von
Arbeitslosengeld (Alg) 2) Arbeitslosengeld II (Alg II) 3)
Insgesamt
davon
Insgesamt
davondavon
Insgesamt
Oktober 2005 1.259 693 566 1.946 288 1.658 3.760 565 3.195
Oktober 2006 1.271 802 469 2.257 250 2.007 4.268 413 3.855
Oktober 2007 851 439 412 2.065 200 1.865 4.882 374 4.508
Oktober 2008 1.616 897 719 1.405 631 774 5.333 675 4.658
Oktober 2009 2.641 1.696 945 1.542 1.215 327 5.583 870 4.713
Juli 2010 3.182 2.046 1.136 1.853 1.622 231 5.806 1.068 4.738
© Statistik der Bundesagentur für Arbeit
1) Daten aus den IT-Fachverfahren der BA ohne zugelassene kommunale Träger (zkT).
2) Deutschland incl. der Personen, die Arbeitslosengeld (SGB III) im Ausland beziehen.
3) Daten aus dem Leistungsgewährungsverfahren A2LL ohne zugelassene kommunaler Träger (zkT). Die Daten für arbeitslose eHb stimmen nicht mit
denen der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB II überein, wegen zeitverzögerter Erfassung und kurzzeitigen Leistungsunterbrechungen.
Saarland
Tabelle 17: Arbeitslosigkeit und Lohnersatzleistungen Älterer ab 58 Jahren Deutschland und Ostdeutschland
SGB III SGB II Arbeitslose Nicht-arbeitslose
arbeitslose
eHb
nichtarbeitslose
eHb
absolut absolut absolut absolut absolut absolut absolut absolut absolut
1 2 3 4 5 6 7 8 9
Oktober 2005 158.254 81.709 76.545 276.652 40.578 236.074 247.912 67.361 180.551
Oktober 2006 137.954 75.147 62.807 275.269 28.113 247.156 300.232 57.993 242.239
Oktober 2007 80.076 38.035 42.041 226.465 18.598 207.867 335.641 39.136 296.505
Oktober 2008 155.419 91.297 64.122 150.116 65.993 84.123 369.332 61.987 307.345
Oktober 2009 234.170 155.724 78.446 162.257 117.731 44.526 389.842 74.411 315.431
Juli 2010 277.590 192.790 84.800 174.925 151.021 23.904 404.775 79.715 325.060
Oktober 2005 41.294 24.969 16.325 85.289 12.539 72.750 75.694 15.624 60.070
Oktober 2006 35.370 22.459 12.911 82.604 7.605 74.999 90.092 12.480 77.612
Oktober 2007 22.535 12.131 10.404 64.063 5.494 58.569 102.923 9.847 93.076
Oktober 2008 49.055 29.026 20.029 41.166 19.112 22.054 116.501 19.571 96.930
Oktober 2009 76.174 48.710 27.464 44.194 33.241 10.953 125.411 26.159 99.252
Juli 2010 85.791 57.553 28.238 46.319 40.585 5.734 131.872 26.596 105.276
Oktober 2005 11.790 4.990 6.800 13.253 2.830 10.423 24.785 6.488 18.297
Oktober 2006 8.688 4.213 4.475 11.732 1.691 10.041 28.091 4.385 23.706
Oktober 2007 5.416 2.225 3.191 9.080 1.066 8.014 31.267 3.003 28.264
Oktober 2008 9.207 4.287 4.920 6.347 2.843 3.504 34.229 4.731 29.498
Oktober 2009 13.143 5.928 7.215 5.696 4.194 1.502 35.753 6.719 29.034
Juli 2010 14.455 6.842 7.613 5.863 4.968 895 37.302 7.085 30.217
Oktober 2005 5.741 4.075 1.666 12.346 2.031 10.315 7.202 1.491 5.711
Oktober 2006 4.883 3.344 1.539 11.396 1.160 10.236 8.768 1.453 7.315
Oktober 2007 3.312 1.942 1.370 8.930 869 8.061 10.027 1.300 8.727
Oktober 2008 7.358 4.866 2.492 5.891 2.857 3.034 11.433 2.466 8.967
Oktober 2009 11.416 8.250 3.166 6.287 4.961 1.326 12.580 3.004 9.576
Juli 2010 12.705 9.584 3.121 6.834 6.100 734 13.375 2.954 10.421
Oktober 2005 3.548 2.393 1.155 7.520 1.328 6.192 6.737 1.123 5.614
Oktober 2006 3.512 2.657 855 7.521 864 6.657 8.447 912 7.535
Oktober 2007 2.071 1.361 710 6.012 538 5.474 9.893 669 9.224
Oktober 2008 4.731 2.896 1.835 4.312 2.077 2.235 11.299 1.802 9.497
Oktober 2009 7.301 4.794 2.507 4.503 3.319 1.184 12.485 2.359 10.126
Juli 2010 8.083 5.774 2.309 4.774 4.161 613 13.310 2.184 11.126
Oktober 2005 9.403 6.160 3.243 23.391 2.886 20.505 17.997 3.188 14.809
Oktober 2006 8.503 5.661 2.842 22.822 1.664 21.158 20.917 2.678 18.239
Oktober 2007 5.397 3.167 2.230 18.301 1.404 16.897 24.048 2.168 21.880
Oktober 2008 13.165 8.016 5.149 11.856 5.335 6.521 27.953 5.075 22.878
Oktober 2009 22.289 14.653 7.636 13.455 10.336 3.119 30.498 7.446 23.052
Juli 2010 24.995 17.047 7.948 13.725 12.195 1.530 32.035 7.543 24.492
Oktober 2005 5.847 3.965 1.882 15.940 2.039 13.901 10.318 1.817 8.501
Oktober 2006 4.928 3.194 1.734 15.851 1.333 14.518 13.402 1.642 11.760
Oktober 2007 3.352 1.663 1.689 11.287 839 10.448 15.568 1.580 13.988
Oktober 2008 7.409 4.332 3.077 6.365 2.934 3.431 17.940 3.011 14.929
Oktober 2009 10.729 7.574 3.155 7.061 5.124 1.937 19.356 3.087 16.269
Juli 2010 12.812 9.234 3.578 7.464 6.485 979 20.414 3.360 17.054
Arbeitslosengeld (Alg) 2) Arbeitslosengeld II (Alg II) 3)
Insgesamt
davondavon
Insgesamt
davon
Insgesamt
Zeit
Arbeitslose 1)
Leistungsempänger
davon Empfänger von
Ostdeutschland
Sachsen-
Anhalt
Berlin
Brandenburg
Mecklenburg-
Vorpommern
Sachsen
Deutschland
Land
Tabelle 17: Arbeitslosigkeit und Lohnersatzleistungen Älterer ab 58 Jahren Deutschland und Ostdeutschland
Drucksache 17/4137 – 20 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode21. Wie hoch wären die geschätzten jährlichen Mehreinnahmen für
Sozialversicherungen und an Steuern, würde man für das Jahr 2010 die
Beschäftigungsstruktur des Jahres 1992 zugrunde legen?
Eine Bestimmung rechnerischer Mehr- oder Mindereinnahmen, für die wichtige
strukturelle und konjunkturelle Veränderungen über annähernd zwei Dekaden
ignoriert werden sollen, kann nur unter stark hypothetischen Annahmen
erfolgen und ist wenig aussagekräftig. Die Bundesregierung führt solche
Berechnungen nicht durch.
22. Welche Schlussfolgerungen zieht die Bundesregierung aus der
Entwicklung atypischer Beschäftigung, und ist es ein Ziel der Bundesregierung,
diese Form der unsicheren und schlechtbezahlten Beschäftigung
voranzutreiben?
Es wird verwiesen auf die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine
Anfrage der Abgeordneten Sabine Zimmermann u. a. Abgeordneter der Fraktion
DIE LINKE. „Ausbreitung atypischer Beschäftigungsverhältnisse und
Anforderungen an die Politik“ (Bundestagsdrucksache 17/2790).
SGB III SGB II Arbeitslose Nicht-arbeitslose
arbeitslose
eHb
nichtarbeitslose
eHb
absolut absolut absolut absolut absolut absolut absolut absolut absolut
1 2 3 4 5 6 7 8 9
Arbeitslosengeld (Alg) 2) Arbeitslosengeld II (Alg II) 3)
Insgesamt
davondavon
Insgesamt
davon
Insgesamt
Zeit
Arbeitslose 1)
Leistungsempänger
davon Empfänger von
Land
Oktober 2005 4.965 3.386 1.579 12.839 1.425 11.414 8.655 1.517 7.138
Oktober 2006 4.856 3.390 1.466 13.282 893 12.389 10.467 1.410 9.057
Oktober 2007 2.987 1.773 1.214 10.453 778 9.675 12.120 1.127 10.993
Oktober 2008 7.185 4.629 2.556 6.395 3.066 3.329 13.647 2.486 11.161
Oktober 2009 11.296 7.511 3.785 7.192 5.307 1.885 14.739 3.544 11.195
Juli 2010 12.741 9.072 3.669 7.659 6.676 983 15.436 3.470 11.966
© Statistik der Bundesagentur für Arbeit
1) Daten aus den IT-Fachverfahren der BA ohne zugelassene kommunale Träger (zkT).
2) Deutschland incl. der Personen, die Arbeitslosengeld (SGB III) im Ausland beziehen.
3) Daten aus dem Leistungsgewährungsverfahren A2LL ohne zugelassene kommunaler Träger (zkT). Die Daten für arbeitslose eHb stimmen nicht mit
denen der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB II überein, wegen zeitverzögerter Erfassung und kurzzeitigen Leistungsunterbrechungen.
ThüringenGesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co., Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
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Vertrieb: Bundesanzeiger Verlagsgesellschaft mbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
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ISSN 0722-8333]