[Deutscher Bundestag Drucksache 17/12469
17. Wahlperiode 26. 02. 2013 Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Ulla Jelpke, Jan Korte, Jan van Aken,
weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 17/12309 –
Polizei- und Zolleinsätze im Ausland (Stand: viertes Quartal 2012)
Vo r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Auslandseinsätze von Polizeibeamtinnen und -beamten entwickeln sich immer
mehr zu einem Mittel deutscher und EU-Außenpolitik. Die Militärdoktrin der
Europäischen Union (EU), die Europäische Sicherheitsstrategie, sieht
ausdrücklich den kombinierten Einsatz militärischer und ziviler (d. h. auch polizeilicher)
Mittel vor, um „einen besonderen Mehrwert“ zu erzielen. Diese Entwicklung ist
aus mehreren Gründen besorgniserregend.
So leistet sie der Vermischung von polizeilichen und militärischen
Zuständigkeiten Vorschub. Die Grenzen zwischen Polizei und Militär drohen zu
verschwimmen. Das gilt umso mehr, als gerade bei Einsätzen in Kriegs- und
Krisengebieten, Polizisten immer wieder in lebensbedrohliche Situationen
kommen. Diese Situationen dienen dann wiederum als Legitimation für eine
Aufrüstung der Polizei bis hin zu Überlegungen, schwerbewaffnete Einheiten
der Bundespolizei speziell für Auslandseinsätze aufzustellen.
Hinzu kommt, dass für polizeiliche Auslandseinsätze keinerlei
parlamentarische Zustimmung erforderlich ist. Je nach Rechtsgrundlage ist noch nicht
einmal die Information des Deutschen Bundestages vorgeschrieben. Damit wird
ein wichtiger Bereich der Außenpolitik der parlamentarischen Kontrolle
entzogen. Bedenklich ist dies vor allem wegen der gerade bei Einsätzen in Kriegs-
und Krisengebieten stets vorhandenen Eskalationsgefahr. Bei Einsätzen
aufgrund des § 65 des Bundespolizeigesetzes (BPolG) hat der Deutsche Bundestag
nicht einmal ein verbrieftes Rückholrecht. Ähnliches gilt für Einsätze von
Zollbeamtinnen und -beamten.
Schließlich gewinnen internationale Einsätze innerhalb der EU zunehmend an
Bedeutung. Einsätze ausländischer Polizisten in Deutschland sowie deutscher
Polizisten im (EU-)Ausland auf der Grundlage des Prümer Vertrages oder
bilateraler Abkommen unterliegen ebenfalls keiner parlamentarischen Kontrolle. Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern vom 22. Februar 2013
übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Drucksache 17/12469 – 2 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeVo r b e m e r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
Die Kleine Anfrage beinhaltet Fragen, die im Wesentlichen identisch sind mit
den Fragen der Kleinen Anfragen der Fraktion DIE LINKE. vom 1. September
2008 (Bundestagsdrucksache 16/10182), vom 20. November 2008
(Bundestagsdrucksache 16/11009), vom 9. Dezember 2008 (Bundestagsdrucksache 16/
11341), vom 22. April 2009 (Bundestagsdrucksache 16/12773), vom 27. Juli
2009 (Bundestagsdrucksache 16/13849), vom 12. November 2009
(Bundestagsdrucksache 17/26) vom 26. Februar 2010 (Bundestagsdrucksache 17/866), vom
3. Juni 2010 (Bundestagsdrucksache 17/1923), vom 18. August 2010
(Bundestagsdrucksache 17/2769), vom 8. November 2010 (Bundestagsdrucksache 17/
3640), vom 9. Februar 2011 (Bundestagsdrucksache 17/4729), vom 16. Mai
2011 (Bundestagsdrucksache 17/5830), vom 14. Juli 2011
(Bundestagsdrucksache 17/6598), vom 18. Oktober 2011 (Bundestagsdrucksache 17/7346) vom
25. Januar 2012 (Bundestagsdrucksache 17/8503), vom 19. April 2012
(Bundestagsdrucksache 17/9349), vom 24. Juli 2012 (Bundestagsdrucksache 17/10384)
und vom 11. Oktober 2012 (Bundestagsdrucksache 17/10966).
Zur Vermeidung von Wiederholungen wird insoweit auf die Antworten der
Bundesregierung vom 17. September 2008 (Bundestagsdrucksache 16/10252), vom
8. Dezember 2008 (Bundestagsdrucksache 16/11314), vom 5. Januar 2009
(Bundestagsdrucksache 16/11548), vom 11. Mai 2009 (Bundestagsdrucksache
16/12968), vom 14. August 2009 (Bundestagsdrucksache 16/13897), vom
27. November 2009 (Bundestagsdrucksache 17/84), vom 15. März 2010
(Bundestagsdrucksache 17/1006), vom 22. Juni 2010 (Bundestagsdrucksache
17/2264), vom 3. September 2010 (Bundestagsdrucksache 17/2845), vom
25. November 2010 (Bundestagsdrucksache 17/3931), vom 28. Februar 2011
(Bundestagsdrucksache 17/4939), vom 1. Juni 2011 (Bundestagsdrucksache
17/6034), vom 29. Juli 2011 (Bundestagsdrucksache 17/6710), vom 8.
November 2011 (Bundestagsdrucksache 17/7617), vom 15. Februar 2012
(Bundestagsdrucksache 17/8688), vom 8. Mai 2012 (Bundestagsdrucksache 17/9536), vom
10. August 2012 (Bundestagsdrucksache 17/10450) und vom 29. Oktober 2012
(Bundestagsdrucksache 17/11251) verwiesen. Veränderungen werden
ergänzend dargestellt.
1. An welchen Missionen auf Grundlage von § 8 Absatz 1 BPolG sind
deutsche Polizistinnen und Polizisten (bitte nach Bundesländern, Zugehörigkeit
zur Bundespolizei/zum Bundeskriminalamt – BKA – aufgliedern) sowie
Zollbeamtinnen und -beamte derzeit beteiligt?
a) Wie viele deutsche Polizistinnen und Polizisten sowie weiteres ziviles
Personal (bitte nach Zugehörigkeit zu Bundesländern, Bundespolizei,
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 3 – Drucksache 17/12469BKA u. a. aufgliedern) sowie Zollbeamtinnen und Zollbeamte sind dabei
jeweils eingesetzt?
b) An welchen Orten und in welchen Stäben, Einrichtungen und Stellen sind
diese tätig (bitte jeweils die einzelnen Personalzahlen angeben)?
Die in den Missionen der Vereinten Nationen (VN) und der Europäischen
Union (EU) eingesetzten Polizeivollzugbeamten (PVB) des Bundes und der
Länder sowie Zollbeamtinnen und -beamte nehmen die der Polizei und dem Zoll
mit Mandat zugewiesenen Aufgaben wahr. Der Einsatz der PVB sowie der
Zollbeamtenliegt in der Verantwortung des Mandatsgebers (VN/EU) und erfolgt
nach dem jeweiligen Bedarf innerhalb der Mission.
Stärken: Stand 11. Februar 2013
UNMIK
EUMM
GEO
UNMIL UNMISS UNAMID
EUPOL
COPPS
EU
BAM
MD
/UA
EUPOL
AFG
EULEX
EUCAP
Nestor
Bundespolizei 0 5 2 2 3 2 4 5 44 2 1
BKA 0 1 0 0 0 0 0 1 2 0 0
Zoll 0 0 0 0 0 0 7 0 2 0 0
Länderpolizeien 1 8 3 5 1 2 0 14 47 1
Gesamt 1 14 5 7 4 4 11 34* 95 3 1
*Darin enthalten sind 14 zivile nichtpolizeiliche deutsche Expertinnen und Experten
Mission Einsatzgebiete
EUPOL COPPS, Paläst. Autonomiebehörde Westbank (4)
EU BAM MD/UA, Moldau/Ukraine
Odessa, Besarabeasca, Kotovsk, Chisinau,
Otaci, Kurchuhan (11)
EUMM, Georgien Tiflis, Gori, Mtskheta, Zugdidi (14)
UNMIL, Liberia Monrovia (5)
UNMISS, Südsudan Juba, Yambio, Bentiu, Nassir, Bor (7)
EULEX, Kosovo Gesamt Kosovo (95)
UNMIK, Kosovo Gesamt Kosovo (1)
EUPOL AFG, Afghanistan Kabul, Mazar-e Sharif, Kunduz (20)
UNAMID, Darfur El Fasher Darfur (4)
EUCAP Nestor, Dschibuti Dschibuti (3)
EUAVSEC, Flughafen Dschuba, Südsudan Dschuba (1)
Stand: 11. Februar 2013
Drucksache 17/12469 – 4 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodec) Welche tatsächliche Gesamtstärke hat die Mission derzeit?
d) Welche Missionen mit deutscher Beteiligung sind im vierten Quartal
2012 neu hinzugekommen (bitte die rechtliche Grundlage sowie
Mandatsgeber und Missionsträger angeben, die Mandatsobergrenze nennen
sowie den Auftrag der eingesetzten deutschen Kräfte bezeichnen), und
inwiefern hat es Mandatsänderungen bei den bereits bestehenden
Missionen gegeben?
Am 18. Juni 2012 hat der Rat der EU eine nicht-exekutive, zivile GSVP-Mission
zur Unterstützung der südsudanesischen Behörden beim Aufbau eigener
Sicherheits- und Polizeistrukturen am internationalen Flughafen Dschuba beschlossen
(EUAVSEC, Beschluss 2012/312/CFSP des Rates, Kabinettbeschluss vom
4. Juli 2012 über die Beteiligung mit bis zu fünf Polizeibeamte). EUAVSEC soll,
sobald die Mission ihre volle Personalstärke erreicht hat, rund 45
Missionsangehörige umfassen. Deutschland beteiligt sich seit dem 18. November 2012 mit
bisher einem Polizisten an der EUAVSEC.
Mission
Derzeitige Gesamtstärke
Polizei /Zoll
UNMIK, Kosovo 7
UNMIL, Liberia 1319
UNMISS, Sudan 539
UNAMID, Sudan 2605
EUPOL AFG, Afghanistan 178
EU BAM MD/UA, Moldau/Ukraine 94
EULEX, Kosovo 676
EUPOL COPPS, Paläst. Autonomiegebiete 25
EUMM, Georgien 78
EUCAP Nestor, Dschibuti, Kenia,
Seychellen, Somalia
6
EUAVSEC Flughafen Dschuba, Südsudan 3
Stand: 6. Februar 2013
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 5 – Drucksache 17/12469e) Wann wird die Mission voraussichtlich beendet sein?
f) Inwieweit beabsichtigt die Bundesregierung eine Veränderung
hinsichtlich der Art und/oder des Umfangs der deutschen Beteiligung, und bis
wann soll diese umgesetzt sein (bitte ggf. konkrete Angaben machen und
Zahlen zu den einzelnen Missionen bzw. Einsätzen nennen)?
Die deutsche Beteiligung bei EUCAP Nestor sowie bei EUAVSEC soll weiter
ausgebaut werden (lt. Kabinettbeschluss bis zu 5 PVB).
2. An welchen Einsätzen auf Grundlage von § 65 Absatz 2 BPolG (ohne
kurzfristige Ausbildungslehrgänge im Sinne nachfolgend aufgeführter Fragen)
waren bzw. sind deutsche Polizistinnen und Polizisten sowie
Zollbeamtinnen und Zollbeamte im vierten Quartal 2012 beteiligt (bitte nach
Bundesländern, Zugehörigkeit zur Bundespolizei/zum BKA aufgliedern)?
a) Wie viele deutsche Polizistinnen und Polizisten sowie weiteres ziviles
Personal (bitte nach Zugehörigkeit zu Bundesländern, Bundespolizei,
BKA u. a. aufgliedern) sowie Zollbeamtinnen und Zollbeamte waren
bzw. sind dabei jeweils eingesetzt?
Deutsches Polizeiprojektteam (im Folgenden GPPT) Afghanistan
Gesamt: 177 Beamte (Stand 29. Dezember 2012)
Davon Bund: 64 (BKA / BPOL) und Länder: 113
Projekt Saudi-Arabien: (gesamtes viertes Quartal)
Im vierten Quartal 2012 waren insgesamt 17 Beamte (BPOL) im Projekt zur
Modernisierung des Saudi-Arabischen Grenzschutzes eingesetzt.
Mission Derzeitiges Mandatsende
UNMIK, Kosovo offen
UNMIL, Liberia 30.09.2013
UNMISS, Südsudan 15.07.2013
UNAMID, Sudan 31.07.2013
EUPOL AFG, Afghanistan 31.05.2013
EU BAM MD/UA, Moldau/Ukraine 01.12.2015
EULEX, Kosovo 14.06.2013
EUPOL COPPS, Paläst. Autonomiegebiete 30.06.2013
EUMM, Georgien 14.09.2013
EUCAP Nestor, Dschibuti, Kenia,
Seychellen, Somalia
Juni 2014
EUAVSEC, Flughafen Dschuba, Südsudan Anfang Januar 2014
Drucksache 17/12469 – 6 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodeb) An welchen Orten und in welchen Stäben, Einrichtungen und Stellen
waren bzw. sind sie tätig (bitte jeweils die einzelnen Personalzahlen
angeben?
GPPT Afghanistan (Stand 29. Dezember 2012)
Saudi-Arabien (gesamtes viertes Quartal)
c) Welche tatsächliche Gesamtstärke hat der Einsatz derzeit?
German Police Project Teams (weiter als GPPT) Afghanistan:
Auf die Antwort zu Frage 2a wird verwiesen.
Projekt Saudi-Arabien: (Stand:11. Februar 2013)
Derzeit sind 5 Beamte (BPOL) im Projekt zur Modernisierung des Saudi-
Arabischen Grenzschutzes eingesetzt.
d) Welche Einsätze mit deutscher Beteiligung sind im vierten Quartal 2012
neu hinzugekommen, und inwiefern hat es relevante Änderungen (vor
allem Auftrag, Zweck, Durchführung und Kräfteansatz) bei den bereits
bestehenden Einsätzen gegeben?
Es sind keine Einsätze neu hinzugekommen, relevante Änderungen hat es nicht
gegeben.
Ort Verwendung Anzahl
Kabul Administration 35
Akademie 22
Flughafen 35
Mazar-e Sharif Administration 24
Trainer 50
Flughafen 35
Kunduz Administration 38
Trainer 28
Ort Verwendung Anzahl
Riad Projektleitung 32
ArAr Trainer 34
Jeddah/Riad Durchführung „Training Needs Analysis“ 34
Riad Administration 35
ArAr Leiter Außenstelle 32
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 7 – Drucksache 17/124693. Welche Informationen liegen der Bundesregierung bezüglich
sicherheitsrelevanter Vorfälle vor, in die deutsche Polizistinnen und Polizisten sowie
Zollbeamtinnen und Zollbeamte im vierten Quartal 2012 involviert bzw.
denen sie ausgesetzt waren?
Im Berichtszeitraum fanden keine sicherheitsrelevanten Ereignisse statt, in die
deutsche Polizeibeamte involviert waren.
4. Wie bewertet die Bundesregierung die politische und militärische
Gefährdungslage in den jeweiligen Einsatzgebieten (bitte Veränderungen
darstellen)?
Politische Lage
EU BAM (Moldau):
Der „gefrorene“ Transnistrienkonflikt ist noch weit von einer Lösung entfernt.
Die 5+2-Gespräche zur Lösung des Transnistrienkonflikts stocken seit der
zweiten Jahreshälfte 2012. Der Einstieg in die Substanz der Konfliktlösung erweist
sich als schwierig. Der im Dezember 2011 gewählte transnistrische de-facto
„Präsident“, Jewgeni Schewtschuk, ist jedoch für pragmatische Kooperation mit
Chisinau offen. Die Bedrohungslage in der Republik Moldau und in der Ukraine
wird durch die Bundesregierung als „niedrig“ eingeschätzt.
EUPOL/Deutsches bilaterales Polizeiberaterteam (Afghanistan):
Innerhalb des zivilen Wiederaufbaus Afghanistans messen die afghanische
Regierung und die internationale Gemeinschaft dem Aufbau und der
Professionalisierung der Polizei eine zentrale Bedeutung zu. Ziel ist es, die
Sicherheitsverantwortung im Land schrittweise an funktionierende afghanische Institutionen
zu übertragen. Dazu leisten die Polizeimission der Europäischen Union in
Afghanistan (EUPOL) und das bilaterale deutsche Polizeiberaterteam (GPPT)
wichtige Beiträge.
Die zunehmend stabilisierte Sicherheitslage in Afghanistan konnte trotz
einzelner mit Blick auf mediale Wirkung inszenierter Angriffe der
regierungsfeindlichen Kräfte (RFK) bis in den Herbst 2012 vor allem im Norden des Landes
weiter konsolidiert werden. Im Osten und Süden des Landes herrscht weiterhin eine
angespannte Sicherheitslage. Die afghanischen und internationalen
Sicherheitskräfte haben auch im vergangenen halben Jahr die Oberhand behalten und
konnten die RFK militärisch weiter unter Druck halten. Die Vereinten Nationen wie
auch die Internationale Sicherheitsunterstützungstruppe für Afghanistan (ISAF)
stimmen in ihrer Einschätzung überein, dass die Anzahl ziviler Opfer 2012
deutlich zurückgegangen ist. Weiterhin geht das Gros der Opfer auf Handlungen der
RFK zurück.
UNMIK, EULEX (Kosovo):
Die Lage in der Republik Kosovo ist grundsätzlich ruhig und stabil, allerdings
besteht weiterhin Eskalationspotenzial im kosovo-serbisch dominierten Norden
Kosovos. Augenscheinlich wurde dies an Zwischenfällen im Juni 2012, bei
denen bei der Räumung einer Straßensperre deutsche Soldaten der Kosovo-Truppe
(KFOR) verletzt wurden, sowie Anfang September 2012 bei einem Angriff auf
einen Konvoi von kosovarischer Polizei und EULEX, bei der eine kosovo-
serbische Polizistin verletzt wurde.
Im Zusammenhang mit der Implementierung von Einigungen im EU-
vermittelten Politischen Dialog, insbesondere zum Integrierten Grenzmanagement, und
der Fortsetzung des Dialogprozesses bleibt die Lage angespannt.
Drucksache 17/12469 – 8 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeUNMIL (Liberia):
Insgesamt hat der Friedensprozess seit Einrichtung von UNMIL im Jahr 2003
Fortschritte gemacht. Die Sicherheitslage hat sich nicht zuletzt dank der
Anwesenheit und Ausbildungsleistung von UNMIL weiter stabilisiert. Wegen der
hohen Arbeitslosenrate, der sich weiterhin in Lagern in Liberia aufhaltenden
Flüchtlinge aus dem benachbarten Côte d’Ivoire, sowie des noch nicht
abgeschlossenen nationalen Versöhnungsprozesses besteht weiterhin ein
Frustrations- und Konfliktpotential.
Das Mandat von UNMIL wurde im September 2012 um ein Jahr bis Ende
September 2013 verlängert. Dabei soll die militärische Komponente reduziert
(Verringerung in drei Schritten bis Juli 2015 um 4 200 Mann auf eine
Gesamtpersonalstärke von 3 750), die polizeiliche aufgestockt werden (drei zusätzliche
„Einsatzhundertschaften“).
UNMIL führt auch die Planung der Übertragung der Verantwortung der
Sicherheit auf nationale Kräfte durch. Die „Liberian National Police“ (LNP) plant bis
Ende 2015 einen Aufwuchs der Polizeikräfte von derzeit rd. 3 000 auf 5 000.
UNMISS (Südsudan)/EUAVSEC:
Die Republik Südsudan erklärte am 9. Juli 2011 ihre Unabhängigkeit. Mit
Resolution 1996 (2011) hat der VN-Sicherheitsrat am 9. Juli 2011 die Mission der
Vereinten Nationen im Südsudan (UNMISS) eingerichtet, die die Republik
Südsudan beim Staatsaufbau unterstützen soll. Nach anhaltenden
grenzübergreifenden bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der südsudanesischen und
sudanesischen Armee einschließlich Bombardierungen der sudanesischen
Luftstreitkräfte in verschiedenen Regionen der Grenze bis April 2012 ist im Rahmen
eines Waffenstillstands in Folge der VN-Resolution 2046 die Sicherheitslage im
Einsatzgebiet der Mission der Vereinten Nationen im Norden Südsudans ruhig.
Sudan und Südsudan haben am 27. September 2012 in Addis Abeba eine
Verhandlungslösung für die noch offenen Fragen des Friedensprozesses erreicht.
Die Implementierung der geschlossenen Abkommen ist trotz fortdauernder
Verhandlungen der Parteien unter der Vermittlung der African Union in Addis
Abeba ins Stocken geraten.
Weiterhin bleibt die Lage innerhalb Südsudans wegen andauernder
Stammeskonflikte und bewaffneter Rebellionen teilweise angespannt.
UNAMID (Sudan):
Die Lage in Darfur ist nach wie vor volatil. Die Umsetzung des unter katarischer
Vermittlung am 14. Juli 2011 unterzeichneten Friedensabkommens für Darfur
zwischen der Regierung der Republik Sudan und dem Zusammenschluss von
Rebellengruppen „Liberation and Justice Movement“ (LJM) geht voran. Die
Rebellengruppe „Sudan Liberation Army“ (SLA) verweigert sich nach wie vor
einer Teilnahme an den Friedensgesprächen. Teile des „Justice and Equality
Movement“ (JEM) haben am 10. Februar 2013 in Doha unter katarischer
Vermittlung mit der sudanesischen Regierung ein Waffenstillstandsabkommen
unterzeichnet und verhandeln ihren Beitritt zum Doha-Friedensabkommen.
Immer wieder aufflammende bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen
Regierungstruppen und Rebellen sind zurückgegangen, erschweren aber nach wie vor
die humanitäre Lage der dortigen Bevölkerung. Kriminalität und ethnische
Auseinandersetzungen zwischen arabischen Milizen haben Anfang 2013 zahlreiche
Todesopfer gefordert.
EUPOL COPPS/EUBAM Rafah (Palästinensische Gebiete):
Die Sicherheitslage im Westjordanland war im Berichtszeitraum seit Anfang
Dezember 2012 angespannt, es kam vermehrt zu Zusammenstößen. Innerhalb
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 9 – Drucksache 17/12469des Westjordanlandes besteht grundsätzlich uneingeschränkte
Bewegungsfreiheit für Angehörige der Polizeimission. Die Auswirkungen der israelischen
Präsenz sowie fortbestehende unterschwellige Spannungen zwischen Hamas und
Fatah - trotz Gesten in dem im Mai 2011 angestoßenen Versöhnungsprozess –
prägen den Alltag. Missionsangehörige sind aufgefordert, Orte gewaltsamer
Auseinandersetzungen zwischen Israelis und Palästinensern bzw. ggf. zwischen
den palästinensischen Fraktionen zu meiden. Darüber hinausgehende
spezifische Risiken bestehen für die Polizeimission nicht.
Für den Gazastreifen gilt weiterhin eine Reisewarnung. Als Reaktion auf
intensiven Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen führte Israel vom 14. bis 21.
November 2012 die Offensive „Pillar of Defense“ gegen militante Gruppen im
Gazastreifen durch. Im Zuge dieser Gaza-Krise erreichten erstmals seit 1991
Raketen die Großräume Tel Aviv und Jerusalem.
Am 21. November 2012 wurde eine von Ägypten ausgehandelte Waffenruhe
verkündet. Diese sieht die Einstellung aller gegenseitigen Angriffe vor, auch
gegen die Grenzlinie. Darüber hinaus schreibt die Vereinbarung Gespräche über
die Öffnung der Übergänge und Bewegungserleichterungen von Personen und
Waren im Gazastreifen vor.
Beiderseitige Gesten sind erfolgt: Israel hat die Fischereizone von drei auf sechs
Seemeilen erweitert, die Sperrzone am Grenzzaun von 300 auf 100 Meter
verkleinert sowie Ende Dezember 2012 Importe von privatem Baumaterial und
Schwerlastfahrzeugen ermöglicht. Auf Seiten der Hamas ist derzeit Einstellung
bzw. Unterbindung des Raketenbeschusses zu verzeichnen. Die Sicherheitslage
bleibt aber volatil. Vereinzelt kommt es zu Zwischenfällen in Grenznähe mit
palästinensischen Todesopfern.
Ägypten schließt auf seiner Seite der Grenze Schmuggeltunnel und hat auf dem
Sinai mehrfach Waffenlieferungen abgefangen. Ende Dezember 2012 öffnete
Ägypten den Grenzübergang Rafah für den Import von Baumaterialien für
katarische Hilfsprojekte für Gaza.
EUMM (Georgien):
Die Lage ist ruhig, aber nicht stabil. Das sicherheitspolitische Risiko wird vom
Europäischen Auswärtigen Dienst derzeit generell als „niedrig“ eingestuft, in
der Region entlang der Verwaltungslinie zu Süd-Ossetien und Abchasien als
„mittel“. Nach wie vor kommt es zu einzelnen Zwischenfällen an den
Verwaltungsgrenzen zu Abchasien und Süd-Ossetien, vor allem wenn Zivilpersonen
versuchen, die Verwaltungsgrenze zu queren. In einigen Fällen wurden
Zivilisten festgenommen.
EUCAP Nestor (Dschibuti, Kenia, Seychellen):
Die politische Lage in Dschibuti und auf den Seychellen ist unverändert stabil.
In Kenia kam es zu Anschlägen der terroristisch agierenden al-Shabaab in
Nairobi und Mombasa.
Militärische Lage
Die militärische Bedrohungslage für die Einsatzländer von Polizei und Zoll, in
denen auch die Bundeswehr eingesetzt wird, ist unverändert.
Drucksache 17/12469 – 10 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode5. Wie viele Verbindungsbeamtinnen und -beamte des BKA halten sich derzeit
in welchen Ländern auf (bitte jeweils die Einsatzländer und -orte sowie die
zugehörige Zahl von Beamtinnen/Beamten angeben)?
Das BKA hat aktuell 66 Verbindungsbeamte an 53 Standorten in 50 Staaten
eingesetzt.
Land Ort Anzahl
BKA-VB
Land Ort Anzahl
BKA-VB
Afghanistan Kabul 2 Oman Maskat 1
Ägypten Kairo 1 Österreich Wien 1
Albanien Tirana 1 Pakistan Islamabad 1
Algerien Algier 1 Panama Panama-City 1
Argentinien Buenos Aires 1 Peru Lima 1
Brasilien Brasilia 1 Polen Warschau 2
Brasilien Sao Paulo 1 Polen Danzig 1
Bulgarien Sofia 1 Portugal Lissabon 1
China Peking 2 Rumänien Bukarest 2
Dominikanische Republik Santo Domingo 1 Russische Föderation Moskau 2
Frankreich Paris 2 Saudi Arabien Riad 1
Ghana Accra 1 Schweden Stockholm 1
Griechenland Athen 1 Serbien Belgrad 1
Großbritannien London 2 Spanien Madrid 2
Indien Neu Delhi 1 Südafrika Pretoria 1
Indonesien Jakarta 1 Thailand Bangkok 2
Italien Rom 2 Tunesien Tunis 1
Jordanien Amman 1 Tschechische Republik Prag 1
Kenia Nairobi 2 Türkei Istanbul 1
Kolumbien Bogotá 2 Türkei Ankara 1
Kosovo Pristina 1 Ukraine Kiew 1
Kroatien Zagreb 1 USA Washington 2
Lettland Riga 1 Usbekistan Taschkent 1
Libanon Beirut 1 Venezuela Caracas 1
Libyen Tripolis 1 Vereinigte Arabische
Emirate
Abu Dhabi 1
Marokko Rabat 1
Mexiko Mexiko-City 1
Niederlande Den Haag 1
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 11 – Drucksache 17/124696. Wie viele deutsche Polizeibeamte werden derzeit im Ausland als
a) Dokumentenberater,
Mit Stand 11. Februar 2013 sind 38 Dokumenten- und Visumberater der BPOL
gemäß Übersicht im Einsatz.
Land Einsatzort Anzahl
Ägypten Kairo 32
Algerien Algier 31
China Hongkong 31
China Kanton/Guangzhou 31
China Peking 32
China Shanghai 32
Ghana Accra 31
Indien Chennai 31
Indien Mumbai 31
Indien Neu Delhi 32
Iran Teheran 32
Jordanien Amman 32
Katar Doha 31
Kosovo Pristina 31
Malaysia Kuala Lumpur 31
Nigeria Lagos 33
Pakistan Islamabad 31
Russland Moskau 33
Russland St. Petersburg 31
Sri Lanka Colombo 31
Südafrika Pretoria/Johannesburg 31
Thailand Bangkok 31
Türkei Ankara 31
Türkei Istanbul 31
Ukraine Kiew 31
Vereinigte Arabische Emirate Dubai 32
Vietnam Hanoi 31
38
Drucksache 17/12469 – 12 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodeb) Sicherheitsbeamte,
Mit Stand vom 11. Februar 2013 sind 18 PVB der BPOL gemäß Übersicht als
Sicherheitsbeamte im Einsatz.
c) grenzpolizeiliche Verbindungsbeamte,
Mit Stand vom 11. Februar 2013 sind 22 PVB der BPOL gemäß Übersicht als
Grenzpolizeiliche Verbindungsbeamte in 21 Ländern im Einsatz.
Land/Ort Anzahl Land/Ort Anzahl
Kenia, Nairobi 1 Türkei, Istanbul 1
Afghanistan, Kabul 1 Usbekistan, Taschkent 1
Vereinigte Staaten von Amerika, Washington D.C. 1 Indonesien, Jakarta 1
Indien, Neu Delhi 1 Pakistan, Islamabad 1
Mexiko, Mexiko-Stadt 1 Ghana, Accra 1
Saudi Arabien, Riad 1 Ägypten, Kairo 1
Russland, Moskau 1 Iran, Teheran 1
China, Peking 1 Kolumbien, Bogotá 1
Venezuela, Caracas 1 Pakistan, Karachi 1
Land Anzahl Land Anzahl
Spanien 1 Ungarn 1
Frankreich 2 Slowakei 1
Niederlande 1 Serbien 1
Tunesien 1 Rumänien 1
Italien 1 Bulgarien 1
Österreich 1 Griechenland 1
Kroatien 1 Türkei 1
Tschechische Republik 1 Russland 1
Polen 1 Großbritannien 1
Litauen 1 China 1
Ukraine 1
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 13 – Drucksache 17/12469d) Unterstützungskräfte sowie Berater in Fragen der Grenzsicherheit
eingesetzt (bitte jeweils, d. h. zu jedem Unterpunkt, Einsatzland und -ort
sowie die Zahl der eingesetzten Polizeibeamten nennen und angeben,
ob sie vom BKA, von der Bundespolizei oder einer Länderpolizei gestellt
werden)?
Mit Stand vom 11. Februar 2013 sind 18 PVB der BPOL als
Unterstützungskräfte bzw. Berater (Grenzpolizeiliche Unterstützungsbeamte Ausland – GUA)
wie folgt im Einsatz:
e) In welche der durch Verordnung (EG) Nr. 377/2004 zur Schaffung eines
Netzes von Verbindungsbeamten für Einwanderungsfragen geschaffenen
örtlichen oder regionalen Kooperationsnetze der Verbindungsbeamten
der EU-Staaten für Einwanderungsfragen sind die in den Fragen 6c und
6d genannten Kräfte eingebunden?
Grenzpolizeiliche Verbindungsbeamte der Bundespolizei in Drittstaaten
nehmen an den sog. ILO-Netzwerken (International Liaison Officer) gem.
Verordnung (EG) 377/2004 teil, sofern durch die jeweils amtierende EU-
Ratspräsidentschaft ein entsprechendes ILO-Netzwerk in dem Drittstaat eingerichtet wird.
Zuletzt hatte der Grenzpolizeiliche Verbindungsbeamte in der Türkei unter
polnischer EU-Ratspräsidentschaft am dort eingerichteten ILO-Netzwerk
teilgenommen und auf Ersuchen der polnischen Seite den Vorsitz im Netzwerk
übernommen (in Ermangelung eines eigenen polnischen ILO in der Türkei).
Grenzpolizeiliche Unterstützungsbeamte Ausland (GUA) nehmen nicht an ILO-
Netzwerken gem. Verordnung (EG) 377/2004 teil, da deren Einsatzgebiet sich
auf EU-Mitgliedstaaten beschränkt.
7. Wie viele deutsche Polizeibeamte wurden im vierten Quartal 2012 im
Rahmen der Europäischen Agentur für die operative Zusammenarbeit an den
Außengrenzen (FRONTEX) eingesetzt
a) als Dokumentenberater im Rahmen welcher Operationen und an welchen
Standorten,
Es erfolgten keine Einsätze von Dokumentenberatern für FRONTEX.
Land Ort Anzahl Einsatzart
Griechenland Orestiada 7 FRONTEX
Griechenland Flughafen Thessaloniki 1 Bilateral
Griechenland Flughafen Athen 2 Bilateral
Griechenland Seehafen Igoumenitsa 1 Bilateral
Griechenland Seehafen Patras 1 Bilateral
Slowenien Grenzübergang Obrezje 1 FRONTEX
Slowenien Grenzübergang Gruskovje 1 FRONTEX
Ungarn Grenzübergang Rözke 2 FRONTEX
Ungarn Grenzübergang Tompa 1 FRONTEX
Libanon Beraterbüro BPOL 1 Bilateral
Drucksache 17/12469 – 14 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodeb) als Mitarbeiter in der Warschauer Zentrale (bitte mit der jeweiligen
Funktion auflisten),
In der Warschauer Zentrale von FRONTEX waren im vierten Quartal 2012 elf
PVB der Bundespolizei gemäß nachfolgender Übersicht im Einsatz:
c) als Teilnehmer von Operationen zur Überwachung und Kontrolle der
Außengrenzen, die deutsches Gerät aus dem FRONTEX-
Ausrüstungspool (CRATE) bedienen (bitte mit Einsatzstandorten und jeweiligem
Tätigkeitsprofil nennen),
Im vierten Quartal 2012 befanden sich keine Einsatzmittel der Bundespolizei
aus dem FRONTEX CRATE (Centralised Records of Available Equipment) im
Einsatz.
Anmerkung: Mit Inkrafttreten der Änderungsverordnung (EU) Nummer 1168/
2011 vom 25. Oktober 2011 heißt das technische Zentralregister „Technical
Equipment Pool“.
d) als Mitglieder der „europäischen Grenzschutzteams“ im Rahmen von
gemeinsamen Aktionen, Pilotprojekten oder für Soforteinsätze zu
Grenzsicherungszwecken (bitte einzeln aufführen),
Im vierten Quartal 2012 wurden Beamte der Bundespolizei folgendermaßen im
Rahmen der europäischen Grenzschutzteams eingesetzt:
e) im Rahmen gemeinsamer Rückführungsmaßnahmen unter der
Koordination von FRONTEX (bitte mit dem jeweiligen Zielstaat der Maßnahme,
den teilnehmenden EU-Staaten, den Gesamtkosten und dem deutschen
Kostenanteil auflisten)
Funktion Anzahl
Head of Operations Division 1
Horizontal Coordinator (Operations Division) 1
Training Unit 2
Risk Analysis Unit (Operative Auswertung) 2
Pooled Resources 1
Air Border Sector 1
Return Operations Sector 2
Situation Centre 1
Maßnahme Anzahl
Joint Operation Focal Points 21
Joint Operation Poseidon Land 26
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 15 – Drucksache 17/12469Statistische Aufstellungen zu den Gesamtkosten und dem deutschen
Kostenanteil der eingesetzten deutschen Polizeibeamten werden nicht geführt.
f) und wie viele Erkenntnismeldungen oder sonstige Mitteilungen zu
besonderen Ereignissen gab es vonseiten der deutschen Kräfte an das
Bundespolizeipräsidium, und was war Inhalt dieser Meldungen?
Im vierten Quartal 2012 wurden 234 Erkenntnismitteilungen über
grenzpolizeiliche Erkenntnisse im Rahmen der Einsätze der europäischen Grenzschutzteams
von Beamten der BPOL an das Bundespolizeipräsidium abgesetzt.
8. An welchen weiteren internationalen Einsätzen auf der Grundlage des
Prümer Vertrages oder entsprechender bilateraler Abkommen (ausgenommen
Nr. Datum Zielstaat Teilnehmende
EU-Staaten
Eingesetzte Escorts (deutsche
Polizeivollzugsbeamte)
1 11.10.12 Georgien Österreich,
Irland,,
Italien,
Schweden,
Niederlande,
Frankreich,
Spanien, sowie
Schweiz
10
2 17.10.12 Nigeria Niederlande,
Portugal,
Norwegen,
Schweden,
Spanien,
Griechenland,
Frankreich
20
3 08.11.12 Serbien Schweden,
Luxemburg
39
4 13.11.12 Kosovo Österreich,
Ungarn,
Schweden,
Norwegen
39
5 05.12.12 Nigeria Österreich,
Bulgarien,
Frankreich,
Rumänien,
Norwegen,
Griechenland,
Niederlande
31
6 05.12.12 Serbien Schweden 25
7 12.12.12 Armenien/Georgien Österreich,
Polen,
Frankreich,
Spanien, sowie
Schweiz
16
Drucksache 17/12469 – 16 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodedie Nacheile) haben deutsche Polizisten im vierten Quartal 2012 – soweit die
Bundesregierung Kenntnis davon hat – teilgenommen?
a) Wann und wo fanden diese Einsätze jeweils statt (bitte angeben, in
welchen Einheiten bzw. in welchen Stäben bzw. Dienststellen usw. die
deutschen Polizeikräfte eingesetzt waren)?
Auf Grundlage des Prümer Vertrages wurde durch die BPOL im Zeitraum vom
3. Dezember 2012 bis 4. Januar 2013 ein Polizeivollzugsbeamter an den
Bahnhof Paris „Gare du Nord“ zur Unterstützung in der Wintersaison entsandt. Das
Ersuchen für den Unterstützungseinsatz wurde vom französischen
Innenministerium gestellt. Der Beamte führte seine Einsatzausrüstung mit. Während des
Einsatzes ist durch den Beamten der Bundespolizei keine Ausübung von
unmittelbarem Zwang erfolgt.
b) Was waren Anlass und Zweck der Einsätze?
c) Wie viele deutsche Polizisten waren daran beteiligt (bitte die Herkunft
nach Länderpolizeien/Bundespolizei/BKA angeben)?
d) Von wem ging das Ersuchen aus?
e) Inwiefern haben die deutschen Polizisten von ihrer Befugnis zur
Anwendung unmittelbaren Zwangs Gebrauch gemacht?
f) Welche Einsatzmittel und Fahrzeuge aus deutschen Beständen wurden
jeweils mitgeführt?
Auf die Antwort zu Frage 8a wird verwiesen.
9. Welche Ausbildungsmaßnahmen für ausländische Sicherheitskräfte haben
deutsche Polizeibeamtinnen und -beamte im vierten Quartal 2012
durchgeführt, bzw. an welchen waren sie beteiligt (bitte sowohl bereits
abgeschlossene als auch aktuell stattfindende sowie fortgesetzte Maßnahmen
angeben)?
Bundeskriminalamt
Durchgeführte Ausbildungsmaßnahmen des BKA im IV. Quartal 2012
Land Bezeichnung Zeitraum Maßnahme Kosten/
Kalkulation
Ort
ARE Workshop Tatmittelmeldedienst 26.-29.11.2012 Lehrgang -/- Abu Dhabi
ARE Verhandlungen bei
Entführungen/Geiselnahmen
10.-20.12.2012 Lehrgang 3.000 Euro Abu Dhabi
BIH Workshop VP-Führung 22.-26.10.2012 Lehrgang 10.000 Euro Sarajevo
BOL Sprachausbildung 01.01-31.12.12 Lehrgang 200 Euro La Paz
CHN Arbeitsbesuch
Korruptionsbekämpfung
07.11.2012 Arbeitsbesuch 2.000 Euro Wiesbaden
CHN Hospitation
Schleusungskriminalität
03.-12.11.2012 Arbeitsbesuch 900 Euro Berlin
CHN Informationsaustausch
Terrorismus/Islamismus
19.12.2012 Arbeitsbesuch 5.000 Euro Berlin
CHN Symposium Synthetische Drogen 27.-28.11.2012 Arbeitsbesuch 75.000 Euro Peking
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 17 – Drucksache 17/12469Durchgeführte Ausbildungsmaßnahmen des BKA im IV. Quartal 2012
Land Bezeichnung Zeitraum Maßnahme Kosten/
Kalkulation
Ort
COL Evaluierung VE-Dienststelle 20.-30.10.2012 Arbeitsbesuch 5.000 Euro Bogota
COL Evaluierung
Observationseinheit
20.-30.10.2012 Arbeitsbesuch 21.700 Euro Bogota
DOM Hospitation Zielfahndung 10.-18.11.2012 Arbeitsbesuch 2.600 Euro Wiesbaden
DOM Bedarfserhebung
Observationseinheit
12.-19.11.2012 Arbeitsbesuch 12.100 Euro Santo
Domingo
DOM Verhandlungen bei
Entführungen/Geiselnahmen
15.-19.10.2012 Lehrgang 4.700 Euro Santo
Domingo
DOM Verhandlungen bei Entführungen/
Geiselnahmen(Multinational:
COL, PER, BOL, MEX, GTM,
PAN.)
22.10.-02.11.12 Lehrgang 35.300 Euro Santo
Domingo
IRQ Basislehrgang Entschärfer 06.-19.10.2012 Lehrgang 84.000 Euro Mellentin/MV
IRQ EUJUST LEX MMIC II 12.-23.11.2012 Lehrgang 69.000 Euro Wiesbaden
LBN Operative Fall-Analyse 02.-10.10.2012 Lehrgang 5.000 Euro Beirut
LBN Delegationsbesuch L/ISF 13.-18.10.2012 Arbeitsbesuch 12.000 Euro Berlin
MAR Phantombilderstellung1 22.-26.10.2012 Lehrgang 2.700 Euro Rabat
MAR Symposium für
Sprengstoffermittlungsbeamte und Entschärfer
05.-09.11.2012 Arbeitsbesuch 3.000 Euro Berlin
MEX Verhandlungen bei Entführungen/
Geiselnahmen (Multinational:
HND, SLV, NIC, CRI, PAN)
12.-16.11.2012 Lehrgang 30.000 Euro Mexiko Stadt
PER ORION2 -Taktische Observation (II) 08.-23.10.2012 Lehrgang 26.500 Euro Lima
PER ORION- Intensivhospitation 22.-29.10.2012 Arbeitsbesuch 12.000 Euro Lima
PER Beweissicherung
i. Z. m. RG-Delikten
05.-16.11.2012 Lehrgang 25.000 Euro Puna
PER Sprachkurs für Polizisten
(ehemaligen Stipendiaten)
01.01.-
31.12.2012
Lehrgang 200 Euro Lima
RUS Fachgespräche internationale
Terrorismusbekämpfung
04.-06.12.2012 Arbeitsbesuch 30.000 Euro Moskau
SGP Informationsbesuch Cybercrime 08.10.2012 Arbeitsbesuch -/- Wiesbaden
TUN Workshop VB-Wesen 22.-25.10.2012 Lehrgang 4.200 Euro Tunis
TUN Kfz-Kriminalität 29.10.-02.11.12 Lehrgang 10.000 Euro Carthage
1 Die Maßnahme wurde durch das Bundesland Niedersachsen durchgeführt.
2 Bilaterales Projekt seit 2008 zum Aufbau einer Observationseinheit für die Bekämpfung der organisierten Kriminalität (insbesondere der
Rauschgiftkriminalität) und des internationalen Terrorismus.
Drucksache 17/12469 – 18 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeEU-Außenhilfe mit BKA-Beteiligung
Das BKA beendete im vierten Quartal 2012 federführend ein EU-gefördertes
Projekt der Verwaltungspartnerschaft zugunsten des montenegrinischen
Polizeidirektorates. An drei Verwaltungspartnerschaften zugunsten der Türkei hat sich
das BKA außerdem beteiligt; an einem weiteren Projekt zugunsten
Mazedoniens wird es sich beteiligen. Weiterhin war das BKA an der Umsetzung eines
EU-Grants zugunsten der Westbalkanstaaten beteiligt, wobei Bosnien und
Herzegowina, die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien und Serbien die
von Deutschland betreuten Staaten waren. Darüber hinaus sind Experten des
BKA in einer EU-geförderte TAIEX-Aktivitäten zugunsten Kroatiens aktiv
gewesen.
Durchgeführte Ausbildungsmaßnahmen des BKA im IV. Quartal 2012
Land Bezeichnung Zeitraum Maßnahme Kosten/
Kalkulation
Ort
TUN Personalgewinnung von
Polizeiangehörigen
05.-07.12.2012 Lehrgang 6.000Euro Tunis
TUN Terrorismusbekämpfung 05.-09.11.2012 Lehrgang 10.000Euro Tunis
TUN Deeskalation bei
Demonstrationen3
28.-29.11.2012 Lehrgang 3.200Euro Tunis
3 Die Maßnahme wurde durch das Bundesland Hessen durchgeführt.
Bereits durchgeführte bzw. aktuell laufende Ausbildungsmaßnahmen des BKA
im Rahmen der EU Außenhilfe im vierten Quartal 2012
Land Bezeichnung Zeitraum Maßnahme Kalkulation Ort
Montenegro TWINNING -
Verwaltungspartnerschaft
Strengthening
the capacities of police
administration
20.09.-
22.09.2012
Lenkungsausschusssitzung/
Abschlussveranstaltung
0,- Euro (EU-
finanziert)
Montenegro,
Podgorica
und Budva
Montenegro TWINNING -
Verwaltungspartnerschaft
Strengthening
the capacities of police
administration
Nachhaltigkeit „Comp 2
Forensic Fire and
Explosives“
19.11 -
23.11.2012
Ausbildung;
Beratung
2375,26 Euro Deutschland,
Hannover
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 19 – Drucksache 17/12469Die Kosten wurden im Falle der EU-geförderten Projekte im Bereich der
Außenhilfe zu 100 Prozent von der Europäischen Kommission getragen.
Maßnahmen im Zusammenhang mit EU-Projekten mit BKA-Beteiligung
Aus der Tabelle gehen die Bezeichnungen der Maßnahmen, die Ziele und über
welchen Zeitraum die Maßnahmen laufen, hervor. Die Maßnahmen finden
wechselseitig in den EU- Mitgliedstaaten statt. Aufgaben und Tätigkeiten sind
Beratung und Ausbildung. Die Anzahl der eingesetzten deutschen Polizeibeamten
liegt je nach Maßnahme zwischen zwei bis zehn Beamten. Die Kosten wurden
bis zu 90 Prozent von der Europäischen Kommission, Abteilung „GD Home“
getragen – der restliche Betrag wurde von Deutschland (oder Partner EU-
Mitgliedstaaten) finanziert.
Bereits durchgeführte bzw. aktuell laufende Ausbildungsmaßnahmen des BKA
im Rahmen der EU Außenhilfe im vierten Quartal 2012
Land Bezeichnung Zeitraum Maßnahme Kalkulation Ort
Türkei Implementation
Capacity of Turkish
Police to Prevent
Disproportionate
Use of Force
30.11.2012
Lenkungsausschusssitzung
Vertreter der
Leitungsebene
der Polizei
Vertreter der
EU
0 Euro (EU-
finanziert)
Ankara
Kroatien EU-Mission TAIEX
Assessment mission on
the implementation of
European standards in
the area of the MoI
Human Resources
Management
(Legislation and
Strategy)
05.12.-
12.12.2012
Workshop
Evaluierung
Vertreter des
Innenministeriums sowie
der
Leitungsebene der
Polizei
0 Euro (EU-
finanziert)
Zagreb
Bosnien und
Herzegowina
Serbien
ejR
Mazedonien
sowie durch
Österreich
federführend
betreut:
Kosovo,
Albanien,
Montenegro
EU-Grant; Police
Cooperation: Fight against
organised crime, in
particular illicit drug
trafficking, and the
prevention of terrorism“
12.12.2012
Lenkungsausschusssitzung/
Abschlussveranstaltung
Vertreter der
Innenministerien sowie der
Leitungsebene
der Polizei
9514,77 Euro Deutschland
Berlin
Drucksache 17/12469 – 20 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode2009 ISEC 2009 GD Home A4 JLS/2009/ISEC/FP/C1/40 000 000 53
Activities of the international Research Network on
Organised Crime and Economic Crime (2010-2012)
01.03.2010 – 28.02.2013
2010 ISEC 2010 GD Home A4 Home/2010/ISEC/AG/FINEC/001
Financial Investigations & Asset Confiscation –
Development & Implementation of Training Courses
17.03.2011 – 16.03.2014
2010 ISEC 2010 GD Home A4 Home/2010/ISEC/FP/C2/400 000 1450
Establishment of a mobile competence team for the
promotion of the council decisions 200816151JHA +
200816161JHA
01.07.2011 – 30.06.2013
2010 ISEC 2010 GD Home A4 Home/2010/ISEC/FP/C2/400 000 1449
European operational training for investigations against
pharmaceutical crime – TrainPharmCrime
01.11.2011 – 31.10.2014
2010 ISEC 2010 GD Home A4 Home/2010/ISEC/FP/C1/400 000 1425
Cybercrime Investigation - Developing and disseminating
an accredited international training programme for the
future
01.11.2011 – 30.09.2013
2010 ISEC 2010 GD Home A4 Home/2010/ISEC/FP/C2/400 000 1448
Post-blast investigation and IEDD (Improvised Explosive
Device Disposal) Training for Experts
22.08.2011 – 21.08.2014
2010 ISEC 2010 GD Home A4 Home/2010/ISEC/FP/C2/400 0001437
Development and Distribution of the European Vehicle
Identification Database (EuVID)
01.10.2011 – 30.09.2014
2010 ISEC 2010 GD Home A4 Home/2010/ISEC/FP/C1/400 000 1421
International Symposium 2011 and 2012 for Bomb
Investigators and Bomb Disposal Experts
01.05.2011 – 31.08.2013
2011 ISEC 2011 GD Home A4 HOME/2011/ISEC/AG/4000002504
Development of analytical methods for sensitive detection
and identification of organic gunshot residues (OGSR)
based on liquid chromatography-mass spectrometry
(LC-MS) for routine casework
01.01.2013 – 31.12.2015
2011 ISEC 2011 GD Home A4 HOME/2011/ISEC/AG/4000002506
Research Network on Organised Crime 2013-2016
01.01.2013 – 31.12.2015
2011 ISEC 2011 GD Home A4 HOME/2011/ISEC/AG/4000002489
Development, Preparation and Performance of an ENFSI
International Proficiency Test on Shot Range Estimation
01.01.2013 – 31.12.2015
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 21 – Drucksache 17/12469Bund-Länder-Koordinierungsgruppe
Dem BKA liegen aus der Bund-Länder-Koordinierungsstelle (BLK)
Informationen zu Maßnahmen der Polizeilichen Aufbauhilfe durch Landesbehörden vor.
Seitens des BKA erfolgt keine Prüfung im Hinblick auf Vollständigkeit und
Richtigkeit dieser Daten. Die Vertreter der Länder haben sich im Rahmen der
letzten Sitzung der BLK am 3./4. Dezember 2012 grundsätzlich gegen eine
Weitergabe ihrer Daten auf Bundesebene ausgesprochen. Vielmehr wurde auf
Auskunftsmöglichkeiten über die Länderparlamente hingewiesen.
Bundespolizei
Zugunsten folgender Länder wurden im vierten Quartal 2012
Ausbildungsmaßnahmen für ausländische Sicherheitskräfte durchgeführt:
2011 ISEC 2011 GD Home A4 HOME/2011/ISEC/AG/4000002595
Cross-Border Surveillance Working group
14.11.2012 – 13.02.2015
2012 OLAF OLAF/2012/D5/077
Euro North-East IV.
01.12.2012 – 17.05.2013
Land Bezeichnung Zeitraum Maßnahme Kalkulation Ort
Serbien Besuch/Hospitation von
Beamten einer
regionalen/zentralen MKÜ der
serbischen Grenzpolizei
bei der BPOLD Berlin/
Polizeiliche
Sonderdienste zur Fortführung
der Unterstützung zum
Neuaufbau einer
Zentralen MKÜ der serbischen
Grenzpolizei
22. bis
26. 10. 2012
Hospitation 1.700 Euro Deutschland
Seminar/Schulung zur
Durchführung
gemeinsamer Streifen in Serbien
im Bereich des
Regionalzentrums zu BIH.
15. bis
19. 10. 2012
Lehrgang 1.400 Euro Serbien
Darstellung der
Arbeitsweisen zur Beschaffung
von
Rückreisedokumenten; Besuch einer
Unterkunft für Asylbewerber
durch Beamte der
serbischen Grenzpolizei auf
Sachbearbeiterebene
30. 10. bis
2. 11.2012
Lehrgang 1.250 Euro Deutschland
Drucksache 17/12469 – 22 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeLand Bezeichnung Zeitraum Maßnahme Kalkulation Ort
Besuch der BPOLAK
zur Darstellung des
Ausbildungskonzepts der
BPOL in den
Laufbahngruppen mD/gD/hD
sowie Vermittlung einer
Übersicht der einzelnen
Lehrinhalte der
Ausbildung. Ggf. Weitergabe
eines Curriculums der
jeweiligen Laufbahnen
12. bis
16. 11.2012
Lehrgang 750 Euro Deutschland
Kroatien Fortbildung auf dem
Gebiet der Bekämpfung des
Schmuggels von
Wasserfahrzeugen;
5. bis
9. 11.2012
Lehrgang 1.800 Euro Kroatien
Fortsetzung der
Zusammenarbeit der
Grenzpolizeien im Rahmen der
Arbeitspartnerschaft
zwischen dem Flughafen
Zagreb und dem
Flughafen Stuttgart mit den
Schwerpunkten
Zurückweisung, zweite
Kontrolllinie in der
Grenzkontrolle und
Kompensationsmaßnahmen
14. bis
19. 10.2012
und 25. bis
30.11.2012
Lehrgang 1.500 Euro 1x Deutschland
1x Kroatien
Zusammenarbeit der
Polizeihochschulen,
einwöchige Hospitation
der Studenten von der
Polizeihochschule der
Polizeiakademie des
Innenministeriums der
Republik Kroatien bei
der Bundespolizei
akademie in Lübeck
(maximal 10 Studenten)
5. bis
9. 11.2012
Lehrgang 1.200 Euro Deutschland
Montenegro Verhinderung der
unerlaubten Migration an der
grünen Grenze,
Überwachung durch
personellen/materiellen/
technischen Einsatz nach
vorheriger Bewertung
und Analyse,
Kooperationsmöglichkeiten mit
benachbarten
Grenzbehörden
19. bis
23. 11.2012
Lehrgang 3.400 Euro Montenegro
Deutscher Bundestag ��� 17. Wahlperiode – 23 – Drucksache 17/12469Land Bezeichnung Zeitraum Maßnahme Kalkulation Ort
Bosnien und
Herzegowina
Seminar zum Ausbau der
Führungskompetenz.
Praxisorientierte
Führung für die mittlere
Führungsebene in Sarajevo
22. bis
26. 10.2012
Lehrgang 1.500 Euro Bosnien
Fortbildungsschulungen
Luftsicherheit an den
internationalen Flughäfen
Sarajevo, Mostar, Banja
Luka und Tuzla
14. bis
20. 10.2012
Lehrgang 1.100 Euro Bosnien
Schulung Risikoanalyse.
Bekämpfung der
internationalen
Schleusungskriminalität anhand
ausgesuchter Beispiele.
3. bis
7. 12.2012
Lehrgang 1.600 Euro Bosnien
Fortbildung der
Schießausbilder der 5
Regionaldirektionen der BiH
Grenzpolizei + dem
zentralen Schießausbilder in
Berlin
2. bis
7. 12.2012
Lehrgang 5.800 Euro Deutschland
Fortbildung der
Entschärfergruppe der BIH
Grenzpolizei
26. 11 bis
1. 12.2012
Lehrgang 1.400 Euro Bosnien
Moldau Urkundenlehrgang in
Deutschland als
Basislehrgang auf Grundlage
der Fact Finding Mission
2011
15. bis
19. 10.2012
Lehrgang 2.100 Euro Deutschland
China Lehrgang von
Urkundenspezialisten des
Flughafens München bei der
Grenzpolizei auf dem
Flughafen in Shanghai
5. bis
11. 11. 2012
Lehrgang 8.000 Euro China
Arbeitsbesuch von
Experten der Hongkong
Immigration zum
Erfahrungsaustausch bei
der Bekämpfung der
illegalen Migration auf
dem Flughafen
Frankfurt/Main
27.10. 2012 Hospitation 1.200 Euro Deutschland
Arbeitsbesuch von zwei
Experten der
Bundespolizei zum
Erfahrungsaustausch über Maßnahmen
zur Bekämpfung der
illegalen Migration
14. bis
19. 10.2012
Arbeitsbesuch 10.000 Euro Hongkong
Drucksache 17/12469 – 24 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeLand Bezeichnung Zeitraum Maßnahme Kalkulation Ort
Teilnahme eines
Experten der Bundespolizei
am internationalen
Forum für Sicherheit
und Gesundheit im
Polizeibereich
24. bis
30. 11.2012
Internationales
Forum
Kosten
wurden vom
Ausrichter des
Forums
getragen
China
Russland Arbeitsbesuch von
Experten des russischen
Grenzschutzes bei der
Bundespolizeiakademie
zum Thema
„Bekämpfung der illegalen
Migration“
10. bis
14. 12.2012
Seminar 2.000 Euro Deutschland
Arbeitsbesuch von
Experten des russischen
Grenzschutzes zum
Erfahrungsaustausch in
Fragen der Sicherheit des
Luftverkehrs mit Blick
auf die olympischen
Winterspiele in Sotschi
17. bis
18. 12.2012
Arbeitsbesuch 2.500 Euro Deutschland
Arbeitsbesuch von
Experten der Bundespolizei
zum Zwecke des
Erfahrungsaustausches im
Bereich der Ausbildung im
Diensthundewesen
15. bis
20. 10.2012
Arbeitsbesuch 2.000 Euro Russland
Türkei Erkennen von
Urkundenfälschungen
29.10 bis
2.11.2012
Lehrgang 1.500 Euro Türkei
Erkennen von
Urkundenfälschungen
5. bis
9.11.2012
Lehrgang 1.500 Euro Türkei
Einweisung
Aufgabenwahrnehmung
Luftsicherheit
13. bis
16.11.2012
Beratung 3.000 Euro Deutschland
Einweisung Aufgaben
der Dokumenten- und
Visumberater
13. bis 16.11.
2012
Beratung 1.500 Euro Deutschland
Bulgarien Aufgaben einer
Kontaktdienststelle
22. bis
25.10.2012
Beratung 1.500 Euro Bulgarien
Grenzpolizeiliche
Aufgabenwahrnehmung
11. bis
16.12.2012
Beratung 1.300 Euro Bulgarien
Austausch von Kontroll-
und Streifenpersonal
3. bis
14.12.2012
Hospitation 1.600 Euro Deutschland
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 25 – Drucksache 17/12469Darüber hinaus befanden sich im vierten 2012 Quartal insgesamt sieben
Stipendiaten aus Serbien, Russland, Ukraine, den Palästinensischen Gebieten und der
Türkei in der Ausbildung an der Bundespolizeiakademie Lübeck. Die Kosten
Land Bezeichnung Zeitraum Maßnahme Kalkulation Ort
Afghanistan Management einer
Flughafendienststelle
15. bis
19. 11.2012
Beratung 4.500 Euro Afghanistan
Tunesien Informationsbesuch
einer Delegation der tun.
Grenzpolizei am
Flughafen Frankfurt/Main
10. bis 14.
12.2012
Beratung 5.000 Euro Deutschland
Palästina Schulungen im Bereich
der Bekämpfung der
Urkundenkriminalität –
Hospitation vier
Experten bei der BPOL
26. 11. bis 7.
12.2012
Beratung 8.100 Euro Deutschland
Beratung der
Palästinensischen Polizei (PCP) bei
der Erstellung eines
Organisationskonzeptes für
den Leitungsbereich der
PCP (vergl.
Polizeipräsidium)
22. bis 25.
10.2012
Beratung 4.700 Euro Palästina
Beratung der
Palästinensischen Polizei (PCP) im
Bereich Objektschutz
12. bis 16.
11. 2012
Beratung 3.277 Euro Palästina
Marokko Arbeitsbesuch einer
Delegation der
marokkanischen
Polizeiakademie
19. bis 23.
11. 2012
Beratung 2.050 Euro Deutschland
VAE Workshop im
grenzpolizeilichen
Aufgabenbereich am Flughafen
Abu Dhabi
18. bis 22.
11.2012 Beratung
Kostenübernahme
VAE
VAE
Erfahrungsaustausch im
Bereich der
Grenzpolizei/Luftsicherheit am
Flughafen Abu Dhabi
25. 11. bis 6.
12. 2012 Beratung
Kostenübernahme
VAE
VAE
Informationsbesuch
einer vierköpfigen
Delegation der Abu Dhabi
Police am Flughafen
Düsseldorf
11. bis 14.
12.2012
Beratung
1.000,00
EUR
Deutschland
Workshop/
Informationsaustausch zu
allgemeinen Inhalten
Luftsicherheit/ Luftfrachtsicherheit
am Flughafen Abu Dhabi
04. bis 08.
11.2012
Beratung
Kostenübernahme VAE
VAE
Drucksache 17/12469 – 26 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodefür die Maßnahmen der Ausbildungs- und Ausstattungshilfe werden aus den
Titeln 06 02 687 89 getragen. Der Polizeiaufbau in den Palästinensischen
Gebieten wird zum Teil aus Titel 05 02 6877 40 finanziert.
Maßnahmen im Zusammenhang mit EU-Projekten mit BPOL-Beteiligung
Aus der Tabelle geht die Bezeichnung der Maßnahme, das Ziel und über
welchen Zeitraum die Maßnahme läuft, hervor. Die Maßnahmen finden
wechselseitig in den EU-Mitgliedstaaten statt. Geplant sind Erfahrungsaustausche sowie
Trainings- und Schulungsmaßnahmen.
Inspekteur der Bereitschaftspolizeien der Länder
Die Kosten der Maßnahmen werden aus Titel 06 02 6878 91 getragen.
2011 ISEC 2011 GD Home A4 HOME/2011/ISEC/AG/4000002465
Strengthening of PCCC Cooperation in the European Union
20.11.2012 – 19.11.2015
Bereits durchgeführte bzw. aktuell laufende Ausbildungsmaßnahmen Inspekteur der Bereitschaftspolizeien
der Länder im vierten Quartal 2012
Land Bezeichnung Zeitraum Maßnahme Kalkulation Ort Tln.
Kroatien Seminar
Kriminalitätsprävention
18.-25.10.2012 Seminar 6.364,56 Euro Hannover 6
Kroatien Seminar kriminal.
Präventionsthemen
22.-29.11.2012 Seminar 6.838,00 Euro Hannover 5
Ungarn Seminar Arbeiten in der
Diensthundestaffel
27.-30.11.2012 Seminar 1.710,21 Euro Ungarn 4
Türkei Seminar für junge
Führungskräfte und Einsatztrainer
05.-08.11.2012 Seminar 1.077,88 Euro Türkei 4
Türkei Seminar,
Erfahrungsaustausch für Führungskräfte
in Großlagen
25.-30.11.2012 Seminar 10.889,76 Euro Hamburg 6
Serbien Seminar Kriminalprävention 04.-07.11.2012 Seminar 1.014,22 Euro Serbien 2
Serbien Seminar Kriminalprävention 26.-29.11.2012 Seminar 3.746,16 Euro Mannheim 4
Moldau Seminar
Verkehrssicherheitsarbeit im ländlichen
Raum
17.-20.10.2012 Seminar 5.297,62Euro Moldau 4
Moldau Seminar Förderung u.
Entwicklung d.
Kriminalprävention
26.-29.11.2012 Seminar 4.869,62Euro BW 5
Moldau Seminar Förderung u.
Entwicklung d.
Kriminalprävention
16.-18.12.2012 Seminar 1.956,70 Euro Moldau 3
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 27 – Drucksache 17/12469a) Wie lauten die Bezeichnungen der Maßnahmen, und wo fanden bzw.
finden sie statt?
b) Was sind die Ziele der Maßnahmen, und über welchen Zeitraum
erstrecken sie sich?
c) Wie vielen und welchen ausländischen Sicherheitskräften wurde bzw.
wird welche Art der Ausbildung gewährt?
f) Welche Kosten entstanden bzw. entstehen der Bundesrepublik
Deutschland für die Ausbildungsmaßnahmen, und aus welchen
Haushaltstiteln wurden diese bestritten?
Siehe hierzu obige Tabellen.
d) Worin bestanden bzw. bestehen die Aufgaben und Tätigkeiten der
deutschen Polizeibeamtinnen und -beamten, und in welchen Stäben,
Einrichtungen und sonstigen Stellen waren bzw. sind sie vertreten?
Bei den Ausbildungsmaßnahmen erstrecken sich die Aufgaben deutscher
Polizeibeamter auf Ausbildung und Beratung. Im Übrigen wird auf die Antwort zu
Frage 1b verwiesen.
e) Wie viele deutsche Polizeibeamtinnen und -beamte waren jeweils an
den Maßnahmen beteiligt (bitte für die einzelnen Maßnahmen
detailliert ausweisen)?
Die Anzahl der an den Maßnahmen beteiligten Beamten wird nicht gesondert
erhoben.
10. Welche Ausbildungsmaßnahmen für ausländische Sicherheitskräfte sind
für die nächste Zukunft geplant, welche Kosten werden dem Bund dafür
entstehen, und aus welchen Haushaltstiteln sollen diese bestritten werden
(bitte nach dem Schema der Fragen 9a bis 9f beantworten)?
Bundeskriminalamt
Ausbildungsmaßnahmen des BKA im ersten Quartal 2013
Land Bezeichnung Zeitraum Maßnahme Kalkulation Ort
ARE Informationsaustausch im Bereich
Cybercrime
11.-15.03.2013 Arbeitsbesuch Selbstzahler Wiesbaden
IRQ EUJUST LEX MMIC 04.-15.03.2013 Lehrgang 69000 Euro Wiesbaden
ISR Arbeitsbesuch
Geldwäsche/Finanzermittlungen
04.-05.03.2013 Arbeitsbesuch 3500 Euro Tel Aviv
KEN Verhandlungen bei Entführungen/
Geiselnahmen
21.-26.02.2013 Lehrgang 6000 Euro Nairobi
KEN Polizeiliche Einsatztaktiken u.
Methoden
11.-15.03.2013 Lehrgang 6000 Euro Nairobi
OMN Hospitation im Bereich „DNA“ 4.-7. KW Arbeitsbesuch Selbstzahler Wiesbaden
OMN Hospitation im Bereich
„Dokumente“
6.KW Arbeitsbesuch Selbstzahler Wiesbaden
Drucksache 17/12469 – 28 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeBei den aufgeführten Ausbildungsmaßnahmen handelt es sich um die
Fortsetzung von bereits in den Vorjahren genehmigten Maßnahmen aus mehrjährigen
Projekten. Weitere Ausbildungshilfemaßnahmen für das Jahr 2013 werden
derzeit geprüft. Aussagen dazu sind gegenwärtig nicht möglich.
EU-Außenhilfe mit BKA-Beteiligung
Ausbildungsmaßnahmen des BKA im ersten Quartal 2013
Land Bezeichnung Zeitraum Maßnahme Kalkulation Ort
OMN Hospitation in Bereichen
„Ballistik“ u. „Werkzeuge“
8./9. KW Arbeitsbesuch Selbstzahler Wiesbaden
PER Operative Technik –
Spurfolge u. Ortung
04.-15.02.2013 Lehrgang 8000 Euro Lima
TUR Dt.-türk. Konsultationen
Extremismus/Terrorismus4
19.-22.02.2013 Arbeitsbesuch 5000 Euro Ankara
TZA Verhandlungen bei Entführungen/
Geiselnahmen
28.02.-
08.03.2013
Lehrgang 6000 Euro Dar es Salam
TZA Tatortarbeit bei Kapitaldelikten 11.-15.02.2013 Lehrgang 6000 Euro Dar es Salam
TZA Polizeiliche Einsatztaktiken u.
Methoden
18.-22.03.2013 Lehrgang 6000 Euro Dar es Salam
UGA Tatortarbeit bei Kapitaldelikten 04.-08.02.2013 Lehrgang 6000 Euro Kampala
4 Die Maßnahme wurde der Vollständigkeit halber aufgeführt, da sie aus Haushaltsmitteln der Polizeilichen Aufbauhilfe finanziert wird.
Konkret geplante Ausbildungsmaßnahmen des BKA im ersten Quartal 2013
Land Bezeichnung Zeitraum Maßnahme Kalkulation Ort
Türkei Implementation
Capacity of
Turkish Police to
Prevent
Disproportionate
Use of Force
7.01.-11.01.2012 Workshop
Ausbildung;
Beratung
Vertreter
Leitungsebene der
Polizei
0 Euro (EU-
finanziert)
Ankara
Türkei Implementation
Capacity of
Turkish Police to
Prevent
Disproportionate
Use of Force
21.01.-25.01.2012 Workshop
Ausbildung;
Beratung
Vertreter
Leitungsebene der
Polizei
0 Euro (EU-
finanziert)
Ankara
Türkei Implementation
Capacity of
Turkish Police to
Prevent
Disproportionate
Use of Force
28.01.-01.02..2012 Workshop
Ausbildung;
Beratung
Vertreter
Leitungsebene der
Polizei
0 Euro (EU-
finanziert)
Ankara
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 29 – Drucksache 17/12469Die Kosten werden im Falle der EU-geförderten Projekte im Bereich der
Außenhilfe aus Titel: 532 10 getragen.
Bundespolizei
Die im Jahr 2013 durchzuführenden Maßnahmen für ausländische
Sicherheitskräfte, die generell unter dem Genehmigungsvorbehalt des Bundesministerium
des Innern stehen, befinden sich dort derzeit in der Planungs- und
Abstimmungsphase, so dass die BPOL derzeit keine Angaben hierzu machen kann.
Inspekteur der Bereitschaftspolizeien der Länder
Die Planung der (grenz-)polizeilichen Ausbildungs- und Ausstattungshilfe
befindet sich aktuell in der Abstimmung. Es ist beabsichtigt, die Zusammenarbeit
mit den Ländern analog 2012 auch in 2013 fortzusetzen.
11. In welchem Rahmen sind außerdem noch deutsche Polizistinnen und
Polizisten bzw. Zollbeamtinnen und -beamte im Ausland eingesetzt, und
welche Tätigkeiten verrichten sie dort (bitte nach Einsatzländern und -
orten sowie der Zugehörigkeit zu Bundesländern/BKA/Bundespolizei
aufgliedern)?
Bundeskriminalamt
Außerhalb der Bereiche der internationalen Polizeimissionen und der
polizeilichen Ausbildungshilfe halten sich Beamte des BKA anlassbezogen und
temporär, insbesondere im Rahmen von Ermittlungsverfahren, Entführungslagen
Konkret geplante Ausbildungsmaßnahmen des BKA im ersten Quartal 2013
Land Bezeichnung Zeitraum Maßnahme Kalkulation Ort
Türkei Implementation
Capacity of
Turkish Police to
Prevent
Disproportionate
Use of Force
11.02.-15.02.2012 Workshop
Ausbildung;
Beratung
Vertreter
Leitungsebene der
Polizei
0 Euro (EU-
finanziert)
Ankara
Türkei EU-Grant:
Implementation
Capacity of
Turkish Police to
Prevent
Disproportionate
Use of Force
18.02.-22.02.2012 Workshop
bei der
Türkischen
Nationalpolizei
und der
Türkischen
Gendarmerie
0 Euro (EU-
finanziert)
Ankara
Mazedonien EU-Grant:
Support to the
State Statistical
Office for
capacity building
and improving
compliance of
statistics with EU
standards
18.02.-22.02.2013 Beratung des
mazedonischen
Statistikamts
0 Euro (EU-
finanziert)
Skopje
Drucksache 17/12469 – 30 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodesowie zum Schutz von Mitgliedern der Verfassungsorgane des Bundes im
Ausland auf.
Seit dem 1. September 2012 bis voraussichtlich zum 30. April 2013 ist ein
Beamter des BKA in Ruanda eingesetzt. Durch den Einsatz sollen Verfahren der
OLG Stuttgart und Frankfurt wegen des Verdachts der Verbrechen gegen die
Menschlichkeit und Kriegsverbrechen unterstützt werden.
Bundespolizei
Die BPOL setzt Polizeibeamte für den Personenschutz an den deutschen
Auslandsvertretungen in Kabul, Bagdad, Tripolis, Sanaa, Bamako und Bogota ein.
Darüber hinaus wurden kurzfristig Krisenberatungseinsätze an den deutschen
Botschaften in Mali, Niger, Burkina-Faso und dem Tschad durchgeführt. Des
Weiteren sind Polizeibeamte für den Hausordnungs- und Objektschutzdienst an
den deutschen Auslandsvertretungen gemäß beiliegender Übersicht im Einsatz.
Ägypten Kairo Afghanistan Kabul Albanien Tirana
Äthiopien Addis Abeba China Peking Armenien Eriwan
Algerien Algier Indien New Delhi Aserbaidschan Baku
Côte d'Ivoire Aidjan Indonesien Jakarta Belarus Minsk
Ghana Accra Irak Bagdad Belgien Brüssel
Kenia Nairobi Irak Erbil Belgien Brüssel
Kongo Kinshasa Iran Teheran Bosnien Sarajewo
Libyen Tripolis Israel Tel Aviv Bulgarien Sofia
Mali Bamako Palästinensische
Autonomiegebiete
Ramallah Frankreich Paris
Mauretanien Nouakchott Japan Tokio Georgien Tiflis
Marokko Rabat Jemen Sanaa Griechenland Athen
Nigeria Abuja Jordanien Amman Großbritannien London
Nigeria Lagos Kasachstan Almaty Italien Rom
Senegal Dakar Kasachstan Astana Kosovo Pristina
Simbabwe Harare Kirgisistan Bischkek Mazedonien Skopje
Sudan Khartum Korea, DR Pjöngjang Moldau Chisinau
Tunesien Tunis Kuwait Kuwait Österreich Wien
Brasilien Brasilia Libanon Beirut Polen Warschau
Kolumbien Bogota Pakistan Islamabad Rumänien Bukarest
Kuba Havanna Pakistan Karachi Russland Moskau
Mexiko Mexiko-Stadt Saudi Arabien Riad Russland St. Petersburg
USA New York Sri Lanka Colombo Schweiz Genf
USA Washington Syrien Damaskus Serbien Belgrad
Usbekistan Taschkent Türkei Ankara Spanien Madrid
Kroatien Zagreb Türkei Istanbul Tschechische
Republik
Prag
Vietnam Hanoi Türkei Izmir Ukraine Kiew
Thailand Bangkok Ungarn Budapest
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 31 – Drucksache 17/12469Zoll
Im Rahmen multilateraler Institutionen, z.B. der Europäischen Union, der
OSZE, der Vereinten Nationen, und den daraus resultierenden Vereinbarungen
(z. B. Partnerschafts- und Kooperationsabkommen) finden in Form von
Verwaltungszusammenarbeitsprojekten (z. B. Twinning), kleineren Projekten (z. B.
TAIEX) oder Einzelmaßnahmen, auch Auslandseinsätze von deutschen
Zollbeamten statt. Diese dienen ausschließlich dem Aufbau von zollfachlichen
Verwaltungskapazitäten in den begünstigten Ländern.
Zudem sind 17 Zollverbindungsbeamte in Ländern eingesetzt, mit denen eine
enge zollfachliche Zusammenarbeit besteht oder angestrebt wird.
Inspekteur der Bereitschaftspolizeien
Im Verantwortungsbereich des Inspekteurs der Bereitschaftspolizeien der
Länder sind derzeit keine Polizisten im Ausland eingesetzt.
12. Welche materiellen Ausstattungshilfen sind ausländischen
Sicherheitsbehörden in diesem Jahr bislang geliefert sowie zum gegenwärtigen
Zeitpunkt zugesagt, aber noch nicht geliefert worden (bitte konkreten
Empfänger, jeweilige Ausstattung und deren Wert angeben)?
Bundeskriminalamt
Durchgeführte Ausstattungshilfemaßnahmen des BKA im vierten Quartal 2012
Land Bezeichnung Status Empfänger Kosten/
Kalkulation
BIH Bürokommunikation/
IT-Ausstattung
Durchgeführt DPC 33.300 Euro
BIH Bürokommunikation/
IT-Ausstattung
Durchgeführt SIPA 18.200 Euro
DOM Ausstattung Schulungsraum Durchgeführt DNCD 13.000 Euro
DOM Laptop und Drucker Durchgeführt Migrationsbehörde 7.400 Euro
DOM IT-Technik Durchgeführt Interpol 2.800 Euro
HRV Mikrospektralphotometer Durchgeführt Forensic Science
Center
320 Euro
JOR Tatortfahrzeug Durchgeführt PSD 32.200 Euro
KEN 4 Kfz Durchgeführt Kenianische Polizei
(ATPU und CID)
80.000 Euro
KEN Fotoausrüstung für Tatortarbeit Durchgeführt CID u. a. 2.500 Euro
LBN RG-Schnelltests Durchgeführt ISF Drug
Department
6.800 Euro
LBN 11 Kfz Durchgeführt ISF Drug
Departement
132.000 Euro
MDA Tatortkoffer Durchgeführt MAI Moldau 5.300 Euro
MDA Fotoausrüstung für Tatortarbeit Durchgeführt MAI Moldau 7.200 Euro
Drucksache 17/12469 – 32 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeHinsichtlich möglicher Ausstattungshilfen im Jahr 2013 wird auf den noch
andauernden Genehmigungsprozess verwiesen, so dass diesbezügliche Angaben
gegenwärtig noch nicht möglich sind.
Bundespolizei
Ausstattungshilfe der BPOL im vierten Quartal
Durchgeführte Ausstattungshilfemaßnahmen des BKA im vierten Quartal 2012
Land Bezeichnung Status Empfänger Kosten/
Kalkulation
PER Ortungstechnik Durchgeführt ORION 57.800 Euro
TUN 3 Kfz Durchgeführt Direction de la
Police Technique et
Scientifique
103.000 Euro
TZA Fotoausrüstung für Tatortarbeit Durchgeführt CID-
Tatortdienststelle
2.500 Euro
TZA 4 Kfz Durchgeführt CID Headquarters 67.000 Euro
TZA Beamer Polizeischule Durchgeführt Schule der
Nationalpolizei
1.100 Euro
UGA Fotoausrüstung für Tatortarbeit Durchgeführt CID-
Tatortdienststelle
2.500 Euro
UGA 4 Kfz Durchgeführt CID Headquarters 53.000 Euro
UGA Beamer Polizeischule Durchgeführt Schule der
Nationalpolizei
1.100 Euro
Land Ausstattungshilfe Status Empfänger Kalkulation
Palästina Beschaffung
Dokumentenprüfgerät (Folgemaßnahme
aus 2011)
Beschaffung erfolgt, wird in
2013 übergeben
PCP
(Palästinensische
Zivilpolizei)
8.850 Euro
Tunesien Beschaffung
Dokumentenprüfgerät
Beschaffung erfolgt, wird in
2013 im Rahmen der
geplanten
Schulungsmaßnahmen übergeben
Police National
(Grenzpolizei)
10.360 Euro
Kroatien 6 Videoendoskope, 5 Geräte
zur Messung von CO2
Beschaffung in 2012,
Übergabe im Januar 2013
Grenzpolizei 35.000 Euro
Bosnien und
Herzegowina
10 mobile
Reisepasslesegeräte mit 3G
Abfragemodulen
Beschaffung in 2012,
Übergabe im Januar 2013
Grenzpolizei 37.000 Euro
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 33 – Drucksache 17/12469Inspekteur der Bereitschaftspolizeien
Ausstattungshilfe des IBP im vierten Quartal
Land Ausstattungshilfe Status Empfänger Kalkulation
Moldau Alkoholmessgeräte Ausstattungshilfe Verkehrspolizei 50.000 Euro
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co., Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlagsgesellschaft mbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]