[Deutscher Bundestag Drucksache 17/14552
17. Wahlperiode 14. 08. 2013 Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Ulla Jelpke, Jan Korte, Jan van Aken,
weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 17/14453 –
Polizei- und Zolleinsätze im Ausland (Stand: zweites Quartal 2013)
Vo r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Auslandseinsätze von Polizeibeamtinnen und -beamten entwickeln sich immer
mehr zu einem Mittel deutscher und EU-Außenpolitik. Die Militärdoktrin der
Europäischen Union (EU), die Europäische Sicherheitsstrategie, sieht
ausdrücklich den kombinierten Einsatz militärischer und ziviler (d. h. auch polizeilicher)
Mittel vor, um „einen besonderen Mehrwert“ zu erzielen.
Diese Entwicklung ist aus mehreren Gründen besorgniserregend.
So leistet sie der Vermischung von polizeilichen und militärischen
Zuständigkeiten Vorschub. Die Grenzen zwischen Polizei und Militär drohen zu
verschwimmen. Das gilt umso mehr, als gerade bei Einsätzen in Kriegs- und
Krisengebieten, Polizisten immer wieder in lebensbedrohliche Situationen
kommen. Diese dienen dann wiederum als Legitimation für eine Aufrüstung der
Polizei bis hin zu Überlegungen, schwerbewaffnete Einheiten der
Bundespolizei speziell für Auslandseinsätze aufzustellen.
Hinzu kommt, dass für polizeiliche Auslandseinsätze keinerlei
parlamentarische Zustimmung erforderlich ist. Je nach Rechtsgrundlage ist noch nicht
einmal die Information des Deutschen Bundestages vorgeschrieben. Damit wird
ein wichtiger Bereich der Außenpolitik der parlamentarischen Kontrolle
entzogen. Bedenklich ist dies vor allem wegen der gerade bei Einsätzen in Kriegs-
und Krisengebieten stets vorhandenen Eskalationsgefahr. Bei Einsätzen
aufgrund des § 65 des Bundespolizeigesetzes (BPolG) hat der Deutsche Bundestag
nicht einmal ein verbrieftes Rückholrecht.
Ähnliches gilt für Einsätze von Zollbeamtinnen und -beamten.
Schließlich gewinnen internationale Einsätze innerhalb der EU zunehmend an
Bedeutung. Einsätze ausländischer Polizisten in Deutschland sowie deutscher
Polizisten im (EU-)Ausland auf der Grundlage des Prümer Vertrages oder
bilateraler Abkommen unterliegen ebenfalls keiner parlamentarischen Kontrolle. Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern vom 13. August 2013
übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Drucksache 17/14552 – 2 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeVo r b e m e r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
Die Kleine Anfrage beinhaltet Fragen, die im Wesentlichen identisch sind mit
den Fragen der Kleinen Anfragen der Fraktion DIE LINKE. vom 1. September
2008 (Bundestagsdrucksache 16/10182), vom 20. November 2008
(Bundestagsdrucksache 16/11009), vom 9. Dezember 2008 (Bundestagsdrucksache 16/
11341), vom 22. April 2009 (Bundestagsdrucksache 16/12773), vom 27. Juli
2009 (Bundestagsdrucksache 16/13849), vom 12. November 2009
(Bundestagsdrucksache 17/26) vom 26. Februar 2010 (Bundestagsdrucksache 17/866), vom
3. Juni 2010 (Bundestagsdrucksache 17/1923), vom 18. August 2010
(Bundestagsdrucksache 17/2769), vom 8. November 2010 (Bundestagsdrucksache 17/
3640), vom 9. Februar 2011 (Bundestagsdrucksache 17/4729), vom 16. Mai
2011 (Bundestagsdrucksache 17/5830), vom 14. Juli 2011
(Bundestagsdrucksache 17/6598), vom 18. Oktober 2011 (Bundestagsdrucksache 17/7346) vom
26. Januar 2012 (Bundestagsdrucksache 17/8503), vom 20. April 2012
(Bundestagsdrucksache 17/9349), vom 25. Juli 2012 (Bundestagsdrucksache 17/10384),
vom 11. Oktober 2012 (Bundestagsdrucksache 17/10966), vom 2. Februar 2013
(Bundestagsdrucksache 17/12309), vom 23. April 2013 (Bundestagsdrucksache
17/13209).
Zur Vermeidung von Wiederholungen wird insoweit auf die Antworten der
Bundesregierung vom 17. September 2008 (Bundestagsdrucksache 16/10252), vom
8. Dezember 2008 (Bundestagsdrucksache 16/11314), vom 5. Januar 2009
(Bundestagsdrucksache 16/11548), vom 11. Mai 2009 (Bundestagsdrucksache
16/12968), vom 14. August 2009 (Bundestagsdrucksache 16/13897), vom
27. November 2009 (Bundestagsdrucksache 17/84), vom 15. März 2010
(Bundestagsdrucksache 17/1006), vom 22. Juni 2010 (Bundestagsdrucksache 17/
2264), vom 3. September 2010 (Bundestagsdrucksache 17/2845), vom 25.
November 2010 (Bundestagsdrucksache 17/3931), vom 28. Februar 2011
(Bundestagsdrucksache 17/4939), vom 1. Juni 2011 (Bundestagsdrucksache 17/6034),
vom 29. Juli 2011 (Bundestagsdrucksache 17/6710), vom 8. November 2011
(Bundestagsdrucksache 17/7617), vom 15. Februar 2012
(Bundestagsdrucksache 17/8688), vom 8. Mai 2012 (Bundestagsdrucksache 17/9536), vom
10. August 2012 (Bundestagsdrucksache 17/10450), vom 29. Oktober 2012
(Bundestagsdrucksache 17/11251), vom 26. Februar 2013
(Bundestagsdrucksache 17/12469) und vom 10. Mai 2013 (Bundestagsdrucksache 17/13437)
verwiesen. Veränderungen werden ergänzend dargestellt.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 3 – Drucksache 17/145521. An welchen Missionen auf Grundlage von § 8 Absatz 1 BPolG sind
deutsche Polizistinnen und Polizisten (bitte nach Bundesländern, Zugehörigkeit
zur Bundespolizei bzw. zum Bundeskriminalamt – BKA aufgliedern) sowie
Zollbeamtinnen und -beamte derzeit beteiligt?
a) Wie viele deutsche Polizistinnen und Polizisten sowie weiteres ziviles
Personal (bitte nach Zugehörigkeit zu Bundesländern, Bundespolizei,
BKA u. a. aufgliedern) sowie Zollbeamtinnen und Zollbeamte sind dabei
jeweils eingesetzt?
b) An welchen Orten und in welchen Stäben, Einrichtungen und Stellen sind
sie tätig (bitte jeweils die einzelnen Personalzahlen angeben)?
Die in den Missionen der Vereinten Nationen (VN) und der Europäischen
Union (EU) eingesetzten Polizeivollzugbeamten (PVB) des Bundes und der
Länder sowie Zollbeamten nehmen die der Polizei und dem Zoll mit Mandat
zugewiesenen Aufgaben wahr. Der Einsatz der PVB sowie der Zollbeamten liegt
in der Verantwortung des Mandatsgebers (VN/EU) und erfolgt nach dem
jeweiligen Bedarf innerhalb der Mission.
Stärken: Stand 21. Juli 2013
UNMIK
EUMM
GEO
UNMIL UNMISS UNAMID
EUPOL
COPPS
EU
BAM
MD/UA
EU-
POL
AFG
EULEX
EUCAP
Nestor
EUAV
SEC
EUBAM
Libyen
Bundespolizei 0 7 2 1 4 2 5 3 43 2 3 1
BKA 0 1 0 0 0 0 0 0 2 0 0 0
Zoll 0 0 0 0 0 0 4 0 2 0 0 0
Länderpolizeien 1 7 3 5 0 2 0 10 48 1 1 0
Gesamt 1 15 5 6 4 4 9 31* 95 3 4 1
* Darin enthalten sind 18 zivile nichtpolizeiliche deutsche Expertinnen und Experten.
Stand: 21. Juli 2013.
Mission Einsatzgebiete
EUPOL COPPS, Palästinensische
Autonomiebehörde
Westbank (4)
EU BAM MD/UA, Moldau/Ukraine Odessa, Besarabeasca, Kotovsk, Chisinau, Kurchuhan (9)
EUMM, Georgien Tiflis, Gori, Mtskheta, Zugdidi (15)
UNMIL, Liberia Monrovia (5)
UNMISS, Südsudan Juba, Torit, Bor (6)
EULEX, Kosovo Gesamt Kosovo (94)
UNMIK, Kosovo Gesamt Kosovo (1)
EUPOL AFG, Afghanistan Kabul, Mazar-e Sharif, Kunduz, (13)
UNAMID, Darfur El Fasher Darfur (4)
EUCAP Nestor, Dschibuti Dschibuti (3)
EUAVSEC Juba (4)
EUBAM Libyen Tripolis (1)
Stand: 21. Juli 2013.
Drucksache 17/14552 – 4 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodec) Welche tatsächliche Gesamtstärke hat die Mission derzeit?
d) Welche Missionen mit deutscher Beteiligung sind im zweiten Quartal
2013 neu hinzugekommen (bitte die rechtliche Grundlage sowie
Mandatsgeber und Missionsträger angeben, die Mandatsobergrenze nennen
sowie den Auftrag der eingesetzten deutschen Kräfte bezeichnen), und
inwiefern hat es Mandatsänderungen bei den bereits bestehenden
Missionen gegeben?
Am 22. Mai 2013 hat der Rat der Europäischen Union eine nichtexekutive,
zivile Mission zur Unterstützung beim Aufbau integrierter
Grenzschutzkapazitäten der libyschen Behörden beschlossen (EUBAM Libyen, 2012/233/GASP
Beschluss des Rates, Kabinettbeschluss vom 5. Juni 2013 über die Beteiligung
mit bis zu 20 Polizeibeamten). EUBAM Libyen soll, sobald die Mission volle
Personalstärke erreicht hat, bis zu 120 Missionsangehörige umfassen. Der
derzeitig eingesetzte deutsche PVB ist bei der weiteren Ausplanung/Umsetzung
und der Personalauswahl aktiv.
Mission Derzeitige Gesamtstärke
Polizei/Zoll
UNMIK, Kosovo 1 459
UNMIL, Liberia 1 457
UNMISS, Südsudan 1 640
UNAMID, Sudan 2 664
EUPOL AFG, Afghanistan 1 175
EU BAM MD/UA, Moldau/Ukraine 1 591
EULEX, Kosovo 1 522
EUPOL COPPS, Paläst. Gebiete 1 525
EUMM, Georgien 1 579
EUCAP Nestor, Dschibuti, Kenia, Seychellen, Somalia 1 458
EUAVSEC Flughafen Dschuba, Südsudan 1510
EUBAM Libyen 1453
Stand: 25. Juli 2013.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 5 – Drucksache 17/14552e) Wann wird die Mission voraussichtlich beendet sein?
f) Inwieweit beabsichtigt die Bundesregierung eine Veränderung
hinsichtlich der Art und/oder des Umfangs der deutschen Beteiligung, und bis
wann soll diese umgesetzt sein (bitte ggf. konkrete Angaben machen und
Zahlen zu den einzelnen Missionen bzw. Einsätzen nennen)?
Anpassungen sind im Rahmen von strategischen Überprüfungen möglich.
Aktuell sind jedoch keine Veränderungen hinsichtlich der Art und/oder des
Umfangs der deutschen Beteiligung geplant.
2. An welchen Einsätzen auf Grundlage von § 65 Absatz 2 BPolG (ohne
kurzfristige Ausbildungslehrgänge im Sinne nachfolgend aufgeführter Fragen)
waren bzw. sind deutsche Polizistinnen und Polizisten sowie
Zollbeamtinnen und Zollbeamte im zweiten Quartal 2013 beteiligt (bitte nach
Bundesländern, Zugehörigkeit zur Bundespolizei bzw. zum BKA aufgliedern)?
a) Wie viele deutsche Polizistinnen und Polizisten sowie weiteres ziviles
Personal (bitte nach Zugehörigkeit zu Bundesländern, Bundespolizei,
BKA u. a. aufgliedern) sowie Zollbeamtinnen und Zollbeamte waren
bzw. sind dabei jeweils eingesetzt?
Deutsches Polizeiprojektteam (im Folgenden GPPT) Afghanistan
Gesamt: 159 Beamte/Beamtinnen (Stand: 31. Juli 2013)
Davon Bund: 64 BKA/BPOL und Länder: 95
Projekt Saudi-Arabien
Im zweiten Quartal 2013 waren insgesamt sieben Beamte der Bundespolizei
(BPOL) im Projekt zur Modernisierung des Saudi-Arabischen Grenzschutzes
eingesetzt.
Mission Derzeitiges Mandatsende
UNMIK, Kosovo offen
UNMIL, Liberia 30. September 2013
UNMISS, Südsudan 15. Juli 2014
UNAMID, Sudan 31. August 2014
EUPOL AFG, Afghanistan 31. Dezember 2014
EU BAM MD/UA, Moldau/Ukraine 1. Dezember 2015
EULEX, Kosovo 14. Juni 2014
EUPOL COPPS, Paläst. Gebiete 30. Juni 2014
EUMM, Georgien 14. September 2013
EUCAP Nestor, Dschibuti, Kenia, Seychellen, Somalia Juni 2014
EUAVSEC, Flughafen Dschuba, Südsudan Anfang Januar 2014
EUBAM Libyen Juni 2015
Drucksache 17/14552 – 6 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodeb) An welchen Orten und in welchen Stäben, Einrichtungen und Stellen
waren bzw. sind sie tätig (bitte jeweils die einzelnen Personalzahlen
angeben)?
GPPT Afghanistan (Stand: 31. Juli 2013)
Saudi-Arabien (gesamtes zweites Quartal 2013)
c) Welche tatsächliche Gesamtstärke hat der Einsatz derzeit?
German Police Project Teams (weiter als GPPT) Afghanistan
Auf die Antwort zu Frage 2a wird verwiesen.
Projekt Saudi-Arabien (Stand: 31. Juli 2013)
Derzeit sind fünf Beamte der BPOL im Projekt zur Modernisierung des Saudi-
Arabischen Grenzschutzes eingesetzt.
d) Welche Einsätze mit deutscher Beteiligung sind im zweiten Quartal 2013
neu hinzugekommen, und inwiefern hat es relevante Änderungen (vor
allem Auftrag, Zweck, Durchführung und Kräfteansatz) bei den bereits
bestehenden Einsätzen gegeben?
Die Bundesrepublik Deutschland beteiligt sich mit einem PVB der BPOL und
einer zivilen Expertin an der mit Ratsbeschluss vom 22. Mai 2013 errichteten
europäischen Grenzschutzmission EUBAM Libyen (siehe Antwort zu Frage 1c).
Ort Verwendung Anzahl
Kabul Administration 29
Akademie 28
Flughafen 26
Mazar-e Sharif Administration 21
Mentoren 49
Flughafen 25
Kunduz Administration 10
Mentoren 11
Ort Verwendung Anzahl
Riad Projektleitung 22
Riad Experten zur Vorbereitung der
Projektausweitung
22
Riad Administration 23
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 7 – Drucksache 17/145523. Welche Informationen liegen der Bundesregierung bezüglich
sicherheitsrelevanter Vorfälle vor, in die deutsche Polizistinnen und Polizisten sowie
Zollbeamtinnen und -beamte im zweiten Quartal 2013 involviert bzw.
denen sie ausgesetzt waren?
Im Berichtszeitraum fanden keine sicherheitsrelevanten Ereignisse statt, in die
deutsche Polizeivollzugsbeamte involviert waren.
4. Wie bewertet die Bundesregierung die politische und militärische
Gefährdungslage in den jeweiligen Einsatzgebieten (bitte Veränderungen
darstellen)?
Politische Lage
EU BAM (Moldau)
Die formellen 5+2-Gespräche zur Lösung des Transnistrienkonflikts verlaufen
seit der zweiten Jahreshälfte 2012 weniger dynamisch als unmittelbar nach ihrer
Wiederaufnahme Ende 2011. Der Einstieg in die Substanz der Konfliktlösung
erweist sich als weiterhin schwierig. Die Bedrohungslage in der Republik
Moldau und in der Ukraine wird durch die Bundesregierung als „niedrig“
eingeschätzt.
EUPOL/Deutsches bilaterales Polizeiberaterteam (Afghanistan)
Innerhalb des zivilen Wiederaufbaus Afghanistans messen die afghanische
Regierung und die internationale Gemeinschaft dem Aufbau und der
Professionalisierung der Polizei eine zentrale Bedeutung zu. Ziel ist es, die
Sicherheitsverantwortung im Land schrittweise an funktionierende afghanische Institutionen
zu übertragen (Transition). Mit der Verkündung der fünften und letzten Tranche
der Transition am 18. Juni 2013 durch den afghanischen Staatspräsidenten ist
dieser Prozess nun im gesamten Land eingeleitet. Bis Ende 2014 werden die
afghanischen Sicherheitskräfte die Verantwortung für das gesamte Land
vollständig übernommen haben. Die Polizeimission der Europäischen Union in
Afghanistan (EUPOL Afghanistan) und das bilaterale deutsche Polizeiberaterteam
(GPPT) unterstützen die hierfür notwendige Professionalisierung der
afghanischen Polizei auf vielfältige Weise.
Die Sicherheitslage in Afghanistan bleibt weiter angespannt, ist aber regional
sehr unterschiedlich. Mit Einsetzen der Kampfsaison hat sie sich im Vergleich
zum letzten Berichtszeitraum verschlechtert. Schwerpunkte der
Auseinandersetzung bleiben vor allem der Süden und Osten des Landes. Im Norden sind
diesbezüglich die Provinz Faryab mit dem Distrikt Ghormach sowie der Kundus-
Baghlan-Korridor hervorzuheben. Afghanische Sicherheitskräfte kämpfen
mittlerweile im ganzen Land in erster Reihe, wobei sie gezielt gegen
regierungsfeindliche Kräfte (RFK) vorgehen. Dadurch tragen sie inzwischen das größte
Risiko, was sich auch in den Verlustzahlen der afghanischen Sicherheitskräfte
widerspiegelt. Vor allem in Kabul führen RFK medienwirksame Anschläge
durch, die häufig zu zivilen Opfern führen, ohne jedoch einen taktischen Erfolg
zu erzielen.
UNMIK, EULEX (Kosovo)
Die Lage in der Republik Kosovo ist grundsätzlich ruhig und stabil, allerdings
besteht weiterhin Eskalationspotenzial im kosovo-serbisch dominierten Norden
Kosovos. Augenscheinlich wurde dies an Zwischenfällen im Juni 2012, bei
denen bei der Räumung einer Straßensperre deutsche Soldaten der Operation
KFOR verletzt wurden, sowie Anfang September 2012 bei einem Angriff auf
einen Konvoi von kosovarischer Polizei und EULEX, bei der eine kosovo-serbi-
Drucksache 17/14552 – 8 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodesche Polizistin verletzt wurde. Im Juli 2013 wurde ein EULEX Fahrzeug mit
einem Molotow-Cocktail angegriffen, nachdem EULEX im Norden Kosovos in
den vorangegangenen Tagen vier serbische Volkszugehörige verhaftet hatte.
Trotz der am 19. April 2013 zwischen Serbien und Kosovo im von der EU
vermittelten Politischen Dialog geschlossenen Normalisierungsvereinbarung und
ihrer Umsetzung bleibt die Lage angespannt.
UNMIL (Liberia)
Insgesamt hat der Friedensprozess seit Einrichtung von UNMIL im Jahr 2003
Fortschritte gemacht. Die Sicherheitslage hat sich nicht zuletzt dank der
Anwesenheit und Ausbildungsleistung von UNMIL weiter stabilisiert. Wegen der
hohen Arbeitslosenrate der sich weiterhin in Lagern in Liberia aufhaltenden
Flüchtlinge aus dem benachbarten Côte d’Ivoire sowie des noch nicht
abgeschlossenen nationalen Versöhnungsprozesses besteht weiterhin ein
Frustrations- und Konfliktpotential.
Das Mandat von UNMIL wurde im September 2012 um ein Jahr bis Ende
September 2013 verlängert. Dabei soll die militärische Komponente reduziert
(Verringerung in drei Schritten bis Juli 2015 um 4 200 Mann auf eine
Gesamtpersonalstärke von 3 750), die polizeiliche aufgestockt werden (drei zusätzliche
„Einsatzhundertschaften“). Die Frage einer weiteren Verlängerung des Mandats
von UNMIL wird nach dem nächsten Bericht des VN-Generalsekretärs, der für
den 15. August 2013 erwartet wird, im VN-Sicherheitsrat behandelt.
UNMIL führt auch die Planung der Übertragung der Verantwortung der
Sicherheit auf nationale Kräfte durch. Die „Liberian National Police“ (LNP) plant bis
zum Abzug von UNMIL einen Aufwuchs der Polizeikräfte von derzeit rd. 4 400
auf 8 000.
UNMISS (Südsudan)/EUAVSEC
Die Republik Südsudan erklärte am 9. Juli 2011 ihre Unabhängigkeit. Mit
Resolution 1996 (2011) hat der VN-Sicherheitsrat am 9. Juli 2011 die Mission der
Vereinten Nationen im Südsudan (UNMISS) eingerichtet, die die Republik
Südsudan beim Staatsaufbau unterstützen soll. Nach anhaltenden
grenzübergreifenden bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der südsudanesischen und
sudanesischen Armee einschließlich Bombardierungen der sudanesischen
Luftstreitkräfte in verschiedenen Regionen der Grenze bis April 2012 ist im Rahmen
eines Waffenstillstands in Folge der VN-Resolution 2046 die Sicherheitslage im
Einsatzgebiet der Mission der Vereinten Nationen im Norden Südsudans ruhig.
Sudan und Südsudan haben am 27. September 2012 in Addis Abeba eine
Verhandlungslösung für die noch offenen Fragen des Friedensprozesses erreicht.
Die Implementierung ist immer wieder von Rückschlägen geprägt. Derzeit gibt
es Streitigkeiten zwischen Sudan und Südsudan hinsichtlich der Beförderung
südsudanesischen Öls durch die Pipelines des Sudan. Insbesondere Sudan wirft
dem Südsudan vor, die Rebellen der Sudan Revolutionary Front (SRF) zu
unterstützen. Die Afrikanische Union vermittelt und bemüht sich um eine Klärung
der Vorwürfe sowie um eine Fortsetzung der Implementierung der in Addis
Abeba geschlossenen Abkommen.
Weiterhin bleibt die Lage innerhalb Südsudans wegen andauernder
Stammeskonflikte und bewaffneter Rebellionen teilweise angespannt.
UNAMID (Sudan)
Die Lage in Darfur ist nach wie vor volatil. Die Umsetzung des unter katarischer
Vermittlung am 14. Juli 2011 unterzeichneten Friedensabkommens für Darfur
zwischen der Regierung der Republik Sudan und dem Zusammenschluss von
Rebellengruppen „Liberation and Justice Movement“ (LJM) geht voran. Die
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 9 – Drucksache 17/14552Rebellengruppe „Sudan Liberation Army“ (SLA) verweigert sich nach wie vor
einer Teilnahme an den Friedensgesprächen. Teile des „Justice and Equality
Movement“ (JEM) haben am 10. Februar 2013 in Doha unter katarischer
Vermittlung mit der sudanesischen Regierung ein Waffenstillstandsabkommen
unterzeichnet und sind am 7. April 2013 dem Doha-Friedensabkommen beigetreten.
Eine Konferenz zur Förderung des Wiederaufbaus von Darfur wurde vom 7. bis
8. April 2013 in Doha (Katar) erfolgreich abgehalten. Immer wieder
aufflammende bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und
friedensunwilligen Rebellen haben daraufhin zugenommen und erschweren
wieder die humanitäre Lage der Bevölkerung in Darfur. Kriminalität und
ethnische Auseinandersetzungen zwischen Stämmen haben seit Anfang 2013
zahlreiche Todesopfer gefordert. Im Juli 2013 wurde ein UNAMID-Konvoi von einer
bewaffneten Gruppe überfallen, dabei wurden sieben tansanische UNAMID-
Soldaten getötet.
EUPOL COPPS/EUBAM Rafah (Palästinensische Gebiete)
Die Sicherheitslage im Westjordanland war im Berichtszeitraum zunehmend
angespannt, es kam vermehrt zu heftigen Zusammenstößen von Palästinensern mit
israelischen Sicherheitskräften, insbesondere in Folge des Todes von zwei
palästinensischen Häftlingen in israelischen Gefängnissen am 23. Februar und am
2. April 2013. Auch hierbei gab es palästinensische Todesopfer. Innerhalb des
Westjordanlandes besteht grundsätzlich uneingeschränkte Bewegungsfreiheit
für Angehörige der Polizeimission. Die Auswirkungen der israelischen Präsenz
sowie fortbestehende Spannungen zwischen Hamas und Fatah prägen den
Alltag. Missionsangehörige sind aufgefordert, Orte gewaltsamer
Auseinandersetzungen zwischen Israelis und Palästinensern bzw. ggf. zwischen den
palästinensischen Fraktionen zu meiden. Darüber hinausgehende spezifische Risiken
bestehen für die Polizeimission nicht.
Für den Gazastreifen gilt weiterhin eine Reisewarnung. Als Reaktion auf
intensiven Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen führte Israel vom 14. bis 21.
November 2012 die Offensive „Pillar of Defense“ gegen militante Gruppen im
Gazastreifen durch. Im Zuge dieser Gaza-Krise erreichten erstmals seit 1991
Raketen die Großräume Tel Aviv und Jerusalem.
Am 21. November 2012 wurde eine von Ägypten ausgehandelte Waffenruhe
verkündet. Diese sieht die Einstellung aller gegenseitigen Angriffe vor, auch
gegen die Grenzlinie. Darüber hinaus schreibt die Vereinbarung Gespräche über
die Öffnung der Übergänge und Bewegungserleichterungen von Personen und
Waren im Gazastreifen vor. Nach zweimonatiger Pause wurden die Gespräche
über die Waffenruhe wieder fortgesetzt, bislang wurde jedoch kein Durchbruch
erzielt. Beiderseitige Gesten sind erfolgt: Israel hat die Fischereizone von drei
auf sechs Seemeilen erweitert, die Sperrzone am Grenzzaun von 300 auf 100
Meter verkleinert sowie Ende Dezember 2012 Importe von privatem
Baumaterial und Schwerlastfahrzeugen ermöglicht. Seitens in Gaza operierender
Gruppen war bis Ende Februar eine Einstellung bzw. Unterbindung des
Raketenbeschusses zu verzeichnen. Die Sicherheitslage bleibt aber volatil. Vereinzelt
kommt es zu palästinensischen Todesopfern in Grenznähe. Seit dem 26. Februar
2013 kam es zu sporadischem Raketenabschuss aus dem Gazastreifen nach
Israel (keine Opfer), zuletzt im Juli 2013. Auch die deutliche Verschlechterung der
Sicherheitslage auf dem Sinai beeinflusst die Lage in Gaza. Ägypten zerstört
insbesondere seit der Entmachtung von Präsident Mursi Anfang Juli 2013
verstärkt Tunnel zwischen Ägypten und Gaza. Offiziell ist der Grenzübergang
Rafah seit dem 4. Juli 2013 geschlossen, auch wenn er de facto unregelmäßig
stundenweise öffnet.
Drucksache 17/14552 – 10 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeEUMM (Georgien)
Die Lage ist ruhig, aber nicht stabil. Das sicherheitspolitische Risiko wird vom
Europäischen Auswärtigen Dienst derzeit generell als „niedrig“ eingestuft, in
der Region entlang der Verwaltungslinie zu Süd-Ossetien und Abchasien als
„mittel“. Nach wie vor kommt es zu einzelnen Zwischenfällen an den
Verwaltungsgrenzen zu Abchasien und Süd-Ossetien, vor allem wenn Zivilpersonen
versuchen, die Verwaltungsgrenze zu queren. In einigen Fällen wurden
Zivilisten festgenommen.
EUCAP Nestor (Dschibuti, Kenia, Seychellen)
Die politische Lage in Dschibuti und auf den Seychellen ist unverändert stabil.
In Kenia kam es zu Anschlägen der terroristisch agierenden al-Shabaab in
Nairobi und Mombasa.
EUBAM Libyen
Die politische Lage in Libyen ist zunehmend instabil. Am 26. Juli 2013 wurde
der Rechtsanwalt und politische Aktivist Abdulsalam al-Musmari – einer der
„Väter“ des libyschen Aufstands gegen Muammar al-Gaddafi – in Benghasi von
unbekannten Tätern ermordet. Die Ermordung Abdul-Salam al-Musmaris führte
in mehreren Städten zu überwiegend friedlichen Demonstrationen, die sich zu
allgemeinen Unmutsbekundungen gegen die Regierung und das
Übergangsparlament aufgrund des aktuellen Stillstands der Politik und mangelnder
Fortschritte bei der Sicherheitslage richteten. In der Bevölkerung herrscht eine weit
verbreitete Frustration, jedoch gibt es im politischen Spektrum einschließlich
der Moslembruderschaft keinen erkennbaren politischen Plan zum
Machtwechsel. Premierminister Ali Seidan wird wohl vorerst von allen Seiten geduldet.
Landesweit üben an vielen Orten ehemalige revolutionäre Brigaden
Ordnungsfunktionen aus, es besteht kein staatliches Gewaltmonopol. Zentrale
Befehlsstrukturen sind nur in Ansätzen vorhanden.
Militärische Bedrohungslage
Die militärische Bedrohungslage für die Einsatzländer von Polizei und Zoll, in
denen auch die Bundeswehr eingesetzt wird, ist unverändert zum ersten Quartal
2013.
5. Wie viele Verbindungsbeamtinnen und -beamte des BKA halten sich derzeit
in welchen Ländern auf (bitte jeweils die Einsatzländer und -orte sowie die
zugehörige Zahl von Beamtinnen und Beamten angeben)?
Aktuell sind 67 Verbindungsbeamte des Bundeskriminalamtes (BKA) an
54 Standorten in 52 Staaten eingesetzt. Die Einzelheiten zu den Einsatzländern
und den personellen Besetzungen sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen.
Land Ort Anzahl
der Beamten
Afghanistan Kabul 2
Ägypten Kairo 1
Albanien Tirana 1
Algerien Algier 1
Argentinien Buenos Aires 1
Brasilien Brasilia/Sao Paulo 1/1
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 11 – Drucksache 17/14552Bulgarien Sofia 1
Land Ort Anzahl
der Beamten
China Peking 2
Dominikanische Republik Santo Domingo 1
Frankreich Paris 2
Ghana Accra 1
Griechenland Athen 1
Großbritannien London 2
Indien Neu Delhi 1
Indonesien Jakarta 1
Italien Rom 2
Jordanien Amman 1
Kasachstan Astana 1
Kenia Nairobi 2
Kolumbien Bogota 2
Kosovo Pristina 1
Kroatien Zagreb 1
Lettland Riga 1
Libanon Beirut 1
Libyen Tripolis 1
Marokko Rabat 1
Mexiko Mexiko-City 1
Nigeria Lagos 1
Niederlande Den Haag 1
Oman Maskat 1
Österreich Wien 1
Pakistan Islamabad 1
Panama Panama-City 1
Peru Lima 1
Polen Warschau 2
Portugal Lissabon 1
Rumänien Bukarest 2
Russische Föderation Moskau 2
Saudi Arabien Riad 1
Schweden Stockholm 1
Serbien Belgrad 1
Spanien Madrid 2
Südafrika Pretoria 1
Drucksache 17/14552 – 12 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode6. Wie viele deutsche Polizeibeamte werden derzeit im Ausland als
a) Dokumentenberater,
Mit Stand 31. Juli 2013 sind 38 Dokumenten- und Visumberater der BPOL
gemäß Übersicht im Einsatz.
Thailand Bangkok 2
Land Ort Anzahl
der Beamten
Tschechische Republik Prag 1
Tunesien Tunis 1
Türkei Ankara/Istanbul 1/1
Ukraine Kiew 1
USA Washington 2
Usbekistan Taschkent 1
Venezuela Caracas 1
VAE Abu Dhabi 1
Stand: 31. Juli 2013.
Land Einsatzort Anzahl
Ägypten Kairo 2
Algerien Algier 1
China Hongkong 1
China Kanton/Guangzhou 1
China Peking 2
China Shanghai 2
Ghana Accra 1
Indien Chennai 1
Indien Mumbai 1
Indien Neu Delhi 2
Iran Teheran 2
Jordanien Amman 2
Katar Doha 1
Kosovo Pristina 1
Malaysia Kuala Lumpur 1
Nigeria Lagos 3
Pakistan Islamabad 1
Russland Moskau 3
Russland St. Petersburg 1
Sri Lanka Colombo 1
Südafrika Johannesburg 1
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 13 – Drucksache 17/14552b) Sicherheitsbeamte,
Mit Stand 31. Juli 2013 sind 18 PVB der BPOL gemäß Übersicht als
Sicherheitsbeamte im Einsatz.
c) Grenzpolizeiliche Verbindungsbeamte,
Mit Stand vom 1. August 2013 sind 20 PVB der BPOL gemäß Übersicht als
Grenzpolizeiliche Verbindungsbeamte in 20 Ländern im Einsatz.
Thailand Bangkok 1
Land Einsatzort Anzahl
Türkei Ankara 1
Türkei Istanbul 1
Ukraine Kiew 1
Vereinigte Arabische Emirate Dubai 2
Vietnam Hanoi 1
38
Land/Ort Anzahl Land/Ort Anzahl
Kenia, Nairobi 1 Türkei, Istanbul 1
Afghanistan, Kabul 1 Usbekistan, Taschkent 1
Vereinigte Staaten von Amerika, Washington D.C. 1 Indonesien, Jakarta 1
Indien, Neu Delhi 1 Pakistan, Islamabad 1
Mexiko, Mexiko-Stadt 1 Ghana, Accra 1
Saudi Arabien, Riad 1 Ägypten, Kairo 1
Russland, Moskau 1 Iran, Teheran 1
China, Peking 1 Kolumbien, Bogotá 1
Venezuela, Caracas 1 Pakistan, Karachi 1
Land Anzahl Land Anzahl
Spanien 1 Ungarn 1
Frankreich 1 Kosovo 1
Niederlande 1 Serbien 1
Tunesien 1 Rumänien 1
Italien 1 Bulgarien 1
Ukraine 1 Griechenland 1
Kroatien 1 Türkei 1
Tschechische Republik 1 Russland 1
Polen 1 Großbritannien 1
Litauen 1 China 1
Drucksache 17/14552 – 14 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperioded) Unterstützungskräfte sowie Berater in Fragen der Grenzsicherheit
eingesetzt (bitte jeweils, d. h. zu jedem Unterpunkt, Einsatzland und -ort
sowie die Zahl der eingesetzten Polizeibeamten nennen und angeben, ob
sie vom BKA, der Bundespolizei oder einer Länderpolizei gestellt
werden)?
Mit Stand vom 30. Juni 2013 sind 29 PVB der BPOL als Unterstützungskräfte
bzw. Berater (Grenzpolizeiliche Unterstützungsbeamte Ausland – GUA) wie
folgt im Einsatz:
e) In welche der durch die Verordnung (EG) Nr. 377/2004 des Rates zur
Schaffung eines Netzes von Verbindungsbeamten für
Einwanderungsfragen geschaffenen örtlichen oder regionalen Kooperationsnetze der
Verbindungsbeamten der EU-Staaten für Einwanderungsfragen sind die in
der Frage 6c und 6d genannten Kräfte eingebunden?
Grenzpolizeiliche Verbindungsbeamte der BPOL in Drittstaaten nehmen an den
sog. ILO-Netzwerken (International Liaison Officer) gemäß Verordnung (EG)
377/2004 teil, sofern durch die jeweils amtierende EU-Ratspräsidentschaft ein
entsprechendes ILO-Netzwerk in dem Drittstaat aktiviert wird.
Grenzpolizeiliche Unterstützungsbeamte Ausland (GUA) nehmen nicht an ILO-Netzwerken
gem. Verordnung (EG) 377/2004 teil, da deren Einsatzgebiet sich auf EU-
Mitgliedstaaten beschränkt.
Land Ort Anzahl Einsatzart
Griechenland Flughafen Heraklion 1 Bilateral
Griechenland Orestiada 4 FRONTEX
Griechenland Grenzübergang Kipi 1 FRONTEX
Griechenland Flughafen Thessaloniki 1 Bilateral
Griechenland Flughafen Athen 2 Bilateral
Griechenland Seehafen Igoumenitsa 2 Bilateral
Griechenland Seehafen Patras 2 Bilateral
Italien Seehafen Ancona 1 Bilateral
Italien Flughafen Mailand 1 FRONTEX
Bulgarien Grenzübergang Kapitan Andreevo 1 FRONTEX
Slovenien Grenzübergang Obrezje 1 FRONTEX
Ungarn Grenzübergang Röszke 2 FRONTEX
Ungarn Grenzübergang Tompa 1 FRONTEX
Polen Grenzübergang Kuznica 1 FRONTEX
Polen Grenzübergang Terespol 2 FRONTEX
Bulgarien Grenzübergang Lesovo 1 FRONTEX
Kroatien Flughafen Split 1 Bilateral
Italien Flughafen Bergamo 1 FRONTEX
Niederlande Flughafen Amsterdam 1 FRONTEX
Spanien Flughafen Madrid 1 FRONTEX
Griechenland Chios 1 FRONTEX
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 15 – Drucksache 17/145527. Wie viele deutsche Polizeibeamte wurden im zweiten Quartal 2013 im
Rahmen der Europäischen Agentur für die operative Zusammenarbeit an den
Außengrenzen (FRONTEX)
a) als Dokumentenberater im Rahmen welcher Operationen, und an
welchen Standorten,
Es erfolgten keine Einsätze von Dokumentenberatern für FRONTEX.
b) als Mitarbeiter in der Warschauer Zentrale (bitte mit der jeweiligen
Funktion auflisten),
In der Warschauer Zentrale von FRONTEX waren im zweiten Quartal 2013
unverändert elf Bundespolizeibeamte gemäß nachfolgender Übersicht im Einsatz:
c) als Teilnehmer von Operationen zur Überwachung und Kontrolle der
Außengrenzen, die deutsches Gerät aus dem FRONTEX-Ausrüstungspool
(CRATE) bedienen (bitte mit Einsatzstandorten und jeweiligem
Tätigkeitsprofil nennen),
Im zweiten Quartal 2013 befanden sich keine Einsatzmittel der BPOL aus dem
Frontex CRATE („Centralised Records of Available Equipment“) im Einsatz.
Anmerkung: Mit Inkrafttreten der Änderungsverordnung (EU) Nr. 1168/2011
vom 25. Oktober 2011 heißt das technische Zentralregister „Technical
Equipment Pool“.
d) als Mitglieder der „europäischen Grenzschutzteams“ im Rahmen von
gemeinsamen Aktionen, Pilotprojekten oder für Soforteinsätze zu
Grenzsicherungszwecken (bitte einzeln aufführen),
Im zweiten Quartal 2013 wurden Beamte der BPOL folgendermaßen im
Rahmen der europäischen Grenzschutzteams eingesetzt:
Funktion Anzahl
Head of Operations Division 1
Horizontal Coordinator (Operations Division) 1
Training Unit 2
Risk Analysis Unit (Operative Auswertung) 2
Pooled Resources 1
Air Border Sector 1
Return Operations Sector 2
Situation Centre 1
Maßnahme Anzahl
Joint Operation Focal Points 18
Joint Operation Poseidon Land 20
Drucksache 17/14552 – 16 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodee) im Rahmen gemeinsamer Rückführungsmaßnahmen unter der
Koordination von FRONTEX (bitte mit dem jeweiligen Zielstaat der Maßnahme,
teilnehmenden EU-Staaten, Gesamtkosten und deutschem Kostenanteil
auflisten) eingesetzt,
Statistische Aufstellungen zu den Gesamtkosten und dem deutschen
Kostenanteil der eingesetzten deutschen Polizeibeamten werden nicht geführt.
f) und wie viele Erkenntnismeldungen oder sonstige Mitteilungen zu
besonderen Ereignissen gab es von Seiten der deutschen Kräfte an das
Bundespolizeipräsidium, und was war Inhalt dieser Meldungen?
Im zweiten Quartal 2013 wurden 365 Erkenntnismitteilungen über
grenzpolizeiliche Erkenntnisse im Rahmen der Einsätze der europäischen Grenzschutzteams
von Beamten der BPOL an das Bundespolizeipräsidium abgesetzt.
Nr. Datum Zielstaat Teilnehmende
EU-Staaten
Eingesetzte Escorts (deutsche
Polizeivollzugsbeamte)
1 11. April 2013 Nigeria Österreich, Bulgarien,
Rumänien,
Griechenland, Schweden,
Norwegen, Dänemark,
Ungarn, Malta
20
2 23. April.2013 Serbien Schweden, Spanien 35
3 24. April 2013 Nigeria Niederlande, Finnland,
Portugal, Irland,
Spanien
14
4 7. Mai 2013 Kosovo Schweden, Österreich,
Frankreich
32
5 28. Mai 2013 Armenien, Georgien Österreich, Frankreich,
Niederlande, Ungarn,
Schweden, Spanien
11
6 6. Juni 2013 Nigeria Österreich, Bulgarien,
Ungarn, Schweden,
Irland, Dänemark,
Norwegen, Frankreich
24
7 16. Juni 2013 DR Kongo Belgien, Irland,
Finnland
13
8 18. Juni 2013 Serbien/Mazedonien Schweden 32
9 20. Juni 2013 Nigeria Italien, Griechenland,
Portugal, Bulgarien
10
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 17 – Drucksache 17/145528. An welchen weiteren internationalen Einsätzen, auf der Grundlage des
Prümer Vertrages oder entsprechender bilateraler Abkommen (ausgenommen
die sogenannte Nacheile) haben deutsche Polizisten – soweit die
Bundesregierung Kenntnis davon hat – im zweiten Quartal 2013 teilgenommen?
a) Wann und wo fanden diese Einsätze jeweils statt (bitte angeben, in
welchen Einheiten bzw. in welchen Stäben bzw. Dienststellen usw. die
deutschen Polizeikräfte eingesetzt waren)?
Im zweiten Quartal 2013 haben keine Beamten der BPOL/des BKA im Sinne
der Kleinen Anfrage an Einsätzen gemäß Prümer Vertrag oder entsprechender
bilateraler Abkommen teilgenommen.
b) Was waren Anlass und Zweck der Einsätze?
c) Wie viele deutsche Polizisten waren daran beteiligt (bitte Herkunft nach
Länderpolizeien, Bundespolizei und BKA angeben)?
d) Von wem ging das Ersuchen aus?
e) Inwiefern haben die deutschen Polizisten von ihrer Befugnis zur
Anwendung unmittelbaren Zwangs Gebrauch gemacht?
f) Welche Einsatzmittel und Fahrzeuge aus deutschen Beständen wurden
jeweils mitgeführt?
Auf die Antwort zu Frage 8a wird verwiesen.
9. Welche Ausbildungsmaßnahmen für ausländische Sicherheitskräfte haben
deutsche Polizeibeamtinnen und -beamte im zweiten Quartal 2013
durchgeführt, bzw. an welchen waren sie beteiligt (bitte sowohl bereits
abgeschlossene als auch aktuell stattfindende sowie fortgesetzte Maßnahmen
angeben)?
Bundeskriminalamt (BKA)
Ausbildungsmaßnahmen, die das BKA im zweiten Quartal 2013 zu Gunsten
ausländischer Sicherheitskräfte realisiert hat:
Land Bezeichnung Maßnahme Beginn Ende Kalkulation
Kosten
Ort
Haushaltstitel
Türkei Konsultationen
Terrorismus/
Extremismus
Arbeitsbesuch
10.04.13 11.04.13 1.696,81 € Meckenheim 06 10 687 01
Kenia Operative Analyse Lehrgang 04.04.13 12.04.13 14.192,38 € Nairobi 06 02 687 89
Uganda Operative Analyse Lehrgang 15.04.13 23.04.13 7.355,77 € Kampala 06 02 687 89
Pakistan Tatortarbeit Modul 5 Lehrgang 22.04.13 03.05.13 5.203,23 € Islamabad 06 02 687 89
Tansania Operative Analyse Lehrgang 25.04.13 03.05.13 587,59 € TZA 06 02 687 89
Palästinensische
Autonomiegebiete
Ermittlungsmanagement
Lehrgang 20.04.13 08.05.13 18.185,51 € Jericho 06 02 687 89
Russische
Föderation
Konsultationen
Terrorismus/
Extremismus
Arbeitsbesuch
14.05.13 16.05.13 3.219,10 € Meckenheim 06 10 687 01
Kenia Tatort-Management-
Seminar
Lehrgang 15.05.13 16.05.13 16.630,11 € Nairobi 06 02 687 89
Oman
Informationsaustausch Biologie u.
DNA-Analysen
Arbeitsbesuch
12.05.13 17.05.13 5.000,00 € OMN 06 02 687 89
Drucksache 17/14552 – 18 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeAusbildungsmaßnahmen, die das BKA im zweiten Quartal 2013 zu Gunsten
ausländischer Sicherheitskräfte gegenwärtig umsetzt:
Land Bezeichnung Maßnahme Beginn Ende Kalkulation
Kosten
Ort
Haushaltstitel
Oman
Informationsaustausch
Brandursachen
Arbeitsbesuch
12.05.13 17.05.13 5.000,00 € OMN 06 02 687 89
Oman
Informationsaustausch DNA-
Datenbanken
Arbeitsbesuch
12.05.13 17.05.13 5.000,00 € OMN 06 02 687 89
Uganda Grundlagen
Polizeilicher
Ermittlungsmethoden und -
taktiken
Lehrgang 15.05.13 19.05.13 13.011,51 € Kampala 06 02 687 89
Dominikanische Republik
Verhandlungen bei
Geiselnahmen u.
Entführungen
Lehrgang 16.05.13 29.05.13 275,00 € DOM 06 10 687 01
Marokko Evaluierungsreise
ZD (für LG
Tatortarbeit an
Explosionstatorten)
Arbeitsbesuch
27.05.13 30.05.13 271,77 € MAR 06 02 687 89
Kenia Evaluierungsreise
ZD (für LG
Ermittlungen bei Spreng-
und Branddelikten)
Lehrgang 24.05.13 31.05.13 5.000,00 € Nairobi 06 02 687 89
Jordanien Aufbau
Internationale Abteilung
Arbeitsbesuch
30.05.13 02.06.13 5.000,00 € Berlin 06 10 687 01
Irak Entschärfung
(Aufbau)
Lehrgang 25.05.13 07.06.13 24.231,81 € Koserow 06 02 687 89
Tunesien Tatortarbeit und
Spurensicherung
Lehrgang 27.05.13 07.06.13 6.000,00 € Tunis 06 02 687 89
Ägypten Senior Expert
Entsendung ST
Arbeitsbesuch
14.06.13 17.06.13 5,80 € Kairo 06 10 687 01
Saudi-Arabien Ermittlungen bei
Erpressung,
Geiselnahme, Entführung
Lehrgang 15.06.13 19.06.13 15.000,00 € SAU 06 02 687 89
Tunesien Leiter
Kriminalpolizei und Leiter
Terrorismusbekämpfung
im BKA
Arbeitsbesuch
17.06.13 20.06.13 5.000,00 € Berlin 06 02 687 89
Land Bezeichnung Maßnahme Beginn Ende Kalkulation
Kosten
Ort
Haushaltstitel
Palästinensische Gebiete
AFIS: Einsatz eines
Mentors, III.
Abschnitt
Lehrgang 18.03.13 13.07.13 12.690,70 € Ramallah 05 02 687 74
Peru AdaptEr,
Informationsmanagement,
Generierung DEU-
Strafverfahren
Arbeitsbesuch
05.08.13 09.08.13 DEU 05 02 687 74
Palästinensische Gebiete
Fachpraktische
Ausbildung von
Daktyloskopen
Lehrgang 02.06.13 06.09.13 17.684,00 € Wiesbaden 05 02 687 74
Kenia
Abschlussevaluierung
Arbeitsbesuch
01.08.13 31.08.13 5.000,00 € Kenia 06 02 687 89
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 19 – Drucksache 17/14552Land Bezeichnung Maßnahme Beginn Ende Kalkulation
Kosten
Ort
Haushaltstitel
Tansania
Abschlussevaluierung
Arbeitsbesuch
03.08.13 31.08.13 5.000,00 € TZA 06 02 687 89
Uganda
Abschlussevaluierung
Arbeitsbesuch
01.08.13 31.08.13 5.000,00 € UGA 06 02 687 89
Marokko
Terrorismusbekämpfung
Arbeitsbesuch
22.08.13 27.08.13 5.000,00 € MAR 06 02 687 89
Kenia Workshop
Terrorismusbekämpfung mit
TZA, UGA in TZA
Lehrgang 27.08.13 29.08.13 30.000,00 € Arusha 06 02 687 89
Tansania Workshop
Terrorismusbekämpfung mit
KEN, UGA in TZA
Lehrgang 27.08.13 29.08.13 30.000,00 € Arusha 06 02 687 89
Uganda Workshop
Terrorismusbekämpfung mit
KEN,TZA in TZA
Lehrgang 27.08.13 29.08.13 30.000,00 € Arusha 06 02 687 89
Vereinigte Arab.
Emirate
Daktyloskopischer
Spurenvergleich
Arbeitsbesuch
26.08.13 30.08.13 5.000,00 € Wiesbaden 06 10 687 01
Ruanda Zeugenschutz
Arbeitsbesuch
26.08.13 30.08.13 6.000,00 € Meckenheim 06 10 687 01
Marokko Aufbau einer BAO Lehrgang 02.09.13 05.09.13 15.000,00 € Rabat 06 02 687 89
Bolivien Operative Analyse Lehrgang 03.09.13 11.09.13 15.000,00 € BOL 06 10 687 01
Äthiopien Grundlagen
Polizeilicher
Ermittlungsmethoden und -
taktiken
Lehrgang 09.09.13 13.09.13 15.000,00 € ETH 06 02 687 89
Ghana Evaluierung
Operative Technik
Arbeitsbesuch
09.09.13 13.09.13 15.000,00 € DEU 06 02 687 89
Saudi-Arabien
Informationsaustausch
Observationstechnik
Arbeitsbesuch
09.09.13 13.09.13 1.000,00 € Meckenheim 06 02 687 89
Dominikanische Republik
Verhandlungen bei
Geiselnahmen u.
Entführungen
(Basis)
Lehrgang 09.09.13 20.09.13 30.000,00 € DOM 06 10 687 01
Haiti Verhandlungen bei
Geiselnahmen u.
Entführungen
Lehrgang 09.09.13 20.09.13 15.000,00 € Dom Rep. 06 10 687 01
Vereinigte Arab.
Emirate
Bedarfserhebungsreise, Senior Expert
KT
Arbeitsbesuch
22.09.13 26.09.13 7.000,00 € Dubai, VAE 06 10 687 01
Äthiopien RG-Kriminalität als
Erscheinungsform
der OK
Lehrgang 23.09.13 27.09.13 15.000,00 € ETH 06 02 687 89
Thailand Zeugenschutz
Arbeitsbesuch
22.09.13 27.09.13 1.500,00 € DEU 06 10 687 01
Afrikanische
Union
Operative Analyse Lehrgang 23.09.13 01.10.13 40.000,00 € Algier 06 02 687 89
Drucksache 17/14552 – 20 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeEs wird darauf hingewiesen, dass die durchgeführten Maßnahmen auch die
Projekte beinhalten, die noch nicht abschließend im Haushaltssystem des
Bundeskriminalamtes verbucht worden sind, aber haushalterisch und faktisch kurz vor
dem Abschluss stehen. Es kann daher auch im Nachhinein noch zu Veränderung
der Angaben vor allem hinsichtlich der im Zuge der Maßnahmen entstandenen
Kosten kommen.
Bund Länder Koordinierungsgruppe
Dem BKA liegen aus der Bund-Länder-Koordinierungsstelle (BLK)
Informationen zu Maßnahmen der Polizeilichen Aufbauhilfe durch Landesbehörden vor.
Seitens des Bundeskriminalamts erfolgt keine Prüfung im Hinblick auf
Vollständigkeit und Richtigkeit dieser Daten.
Land Bezeichnung Maßnahme Beginn Ende Kalkulation
Kosten
Ort
Haushaltstitel
Kenia Ermittlungen bei
Spreng- und
Branddelikten
Lehrgang 30.09.13 11.10.13 15.000,00 € Nairobi 06 02 687 89
China Vorbereitungsmodul
2013
Stipendiat 01.07.13 31.12.13 18.860,00 € DEU 06 10 687 01
China Vorbereitungsmodul
2013
Stipendiat 01.07.13 31.12.13 18.860,00 € DEU 06 10 687 01
Ecuador Vorbereitungsmodul
2013
Stipendiat 01.07.13 31.12.13 18.860,00 € DEU 06 10 687 01
Kenia Vorbereitungsmodul
2013 KT
Stipendiat 01.07.13 31.12.13 18.860,00 € DEU 06 10 687 01
Kenia Vorbereitungsmodul
2013 ATPU
Stipendiat 01.07.13 31.12.13 18.860,00 € DEU 06 10 687 01
Libyen Vorbereitungsmodul
2013
Stipendiat 01.07.13 31.12.13 18.860,00 € DEU 06 10 687 01
Marokko Vorbereitungsmodul
2013
Stipendiat 01.07.13 31.12.13 18.860,00 € DEU 06 10 687 01
Nigeria Vorbereitungsmodul
2013
Stipendiat 01.07.13 31.12.13 18.860,00 € DEU 06 10 687 01
Tunesien Vorbereitungsmodul
2013
Stipendiat 01.07.13 31.12.13 18.860,00 € DEU 06 10 687 01
Tansania Vorbereitungsmodul
2013
Stipendiat 01.07.13 31.12.13 18.860,00 € DEU 06 10 687 01
Uganda Vorbereitungsmodul
2013
Stipendiat 01.07.13 31.12.13 18.860,00 € DEU 06 10 687 01
Palästinensische Gebiete
Vorbereitungsmodul
2013
Stipendiat 01.07.13 31.12.13 18.860,00 € DEU 06 10 687 01
Jordanien Hospitation bei
DHPol (Fortsetzung)
Arbeitsbesuch
01.01.13 31.12.13 5.400,00 € DEU 06 02 687 89
Bolivien Sprachausbildung
für ehem.
Stipendiaten
Stipendiat 01.01.13 31.12.13 54,34 € La Paz 06 10 687 01
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 21 – Drucksache 17/14552Die Vertreter der Länder haben sich im Rahmen der letzten Sitzung der BLK am
3. und 4. Dezember 2012 grundsätzlich gegen eine Weitergabe ihrer Daten auf
Bundesebene ausgesprochen. Vielmehr wurde auf Auskunftsmöglichkeiten über
die Länderparlamente hingewiesen.
EU-Projekte mit Beteiligung des BKA (Außenhilfe)
Konkret durchgeführte Ausbildungsmaßnahmen des BKA
im zweiten Quartal 2013
Land Bezeichnung Zeitraum Maßnahme
Ausgabenkalkulation
und HH-Titel
Ort
Türkei Umsetzung eines durch
die Stiftung für
Internationale Rechtliche
Zusammenarbeit zugunsten der
Türkei realisierten
Verwaltungspartnerschaftsprojekts zum
Thema „Unangemessene
Gewaltanwendung“
(Implementation
Capacity of Turkish
Police to Prevent
Disproportionate Use of
Force)
05.05.-
10.05.2013
Studienbesuch im
BKA und LKA
Berlin zum Thema
„unangemessene
Gewaltanwendung“
0 € (EU-
finanziert)
Berlin
Türkei 06.05.-
10.05.2013
Training zum
Thema „Taktische
Kommunikation“
0 € (EU-
finanziert)
Ankara
Türkei 06.05.-
17.05.2013
Training zum
Thema
„Gewaltanwendung“
0 € (EU-
finanziert)
Ankara
Türkei 13.05.-
17.05.2013
Training zum
Thema „Kontrolle
von Gruppen“
0 € (EU-
finanziert)
Ankara
Türkei 13.05.-
17.05.2013
Training zum
Thema „Führung“
0 € (EU-
finanziert)
Antalya
Türkei 13.05.-
17.05.2013
Training zum
Thema „Taktische
Kommunikation“
0 € (EU-
finanziert)
Antalya
Türkei 20.05.-
24.05.2013
Training zum
Thema „Taktische
Kommunikation“
0 € (EU-
finanziert)
Diyarbakir
Türkei 20.05.-
24.05.2013
Training zum
Thema „Kontrolle
von Gruppen“
0 € (EU-
finanziert)
Diyarbakir
Türkei 27.05.-
31.05.2013
Training zum
Thema
„Gewaltanwendung“
0 € (EU-
finanziert)
Diyarbakir
Türkei 03.06.-
07.06.2013
Training zum
Thema
„Gewaltanwendung“
0 € (EU-
finanziert)
Adana
Drucksache 17/14552 – 22 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeBei diesen Ausbildungsmaßnahmen erstrecken sich die Aufgaben der deutschen
Polizeibeamten auf Ausbildung und Beratung.
Im Durchschnitt waren pro Maßnahme zwei deutsche Beamte beteiligt. Im Falle
von Hospitationen/Studienbesuchen wurden die Expertenzahlen nicht gesondert
erhoben.
Die Kosten wurden im Falle der EU-geförderten Projekte im Bereich der
Außenhilfe zu 100 Prozent von der Europäischen Kommission getragen.
Land Bezeichnung Zeitraum Maßnahme
Ausgabenkalkulation
und HH-Titel
Ort
Türkei 10.06.-
14.06.2013
Training zum
Thema „Taktische
Kommunikation“
0 € (EU-
finanziert)
Bursa
Türkei 10.06.-
14.06.2013
Training zum
Thema „Kontrolle
von Gruppen“
0 € (EU-
finanziert)
Bursa
Türkei 17.06.-
21.06.2013
Training zum
Thema „Führung“
0 € (EU-
finanziert)
Istanbul
Türkei 17.06.-
28.06.2013
Training zum
Thema
„Gewaltanwendung“
0 € (EU-
finanziert)
Istanbul
Türkei 17.06.-
21.06.2013
Training zum
Thema „Kontrolle
von Gruppen“
0 € (EU-
finanziert)
Istanbul
Türkei 24.06.-
28.06.2013
Training zum
Thema „Taktische
Kommunikation“
0 € (EU-
finanziert)
Istanbul
Montenegro
Nachhaltigkeitsmaßnahme zu einem
Verwaltungspartnerschaftsprojekt mit dem
Polizeidirektorat
Montenegros
17.-
18.06.2013
Beratung zweier
montenegrinischer Spezialisten
zum Thema “
Einrichtung eines
Arbeitsgebietes ,
Forensische IT‘“
0 € (EU-
finanziert)
Meckenheim
Montenegro 08.04 –
12.04.2013
Workshop in
Montenegro zum
Thema „gunshot
residence
analysis“
2500,- Euro
Titel 53210
Podgorica
Montenegro Von FRA organisierter
und finanzierter
Regionaler Workshop zum
Thema
Vermögensabschöpfung in
Montenegro
14.05. -
15.05.2013
Teilnahme eines
Vortragenden des
LKA Baden-
Württemberg
300 € (DEU
Beitrag zur
Gesamtmaßnahme)
Titel 532 10
Podgorica
Kroatien TAIEX-Maßnahme
„Evaluation of the
Implementation of the
Human Resource
Management Strategy“
18.06. -
20.06.2013
Drei Mitarbeiter
des BKA
0 € (EU-
finanziert)
Zagreb
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 23 – Drucksache 17/14552EU-Projekte mit Beteiligung des BKA (Innenhilfe)
Förderprogramm Ausgaben
(HH-Titel 532 02)
Bezeichnung
ISEC 2010 GD Home A4 ca. 2.300,- € Home/2010/ISEC/AG/FINEC/001
Financial Investigations & Asset Confiscation –
Development & Implementation of Training Courses
17.03.2011 – 16.03.2014
ISEC 2010 GD Home A4 ca. 6.600,- € Home/2010/ISEC/FP/C2/400 000 1450
Establishment of a mobile competence team for the
promotion of the council decisions 200816151JHA +
200816161JHA
01.07.2011 – 30.06.2013
ISEC 2010 GD Home A4 0,- € Home/2010/ISEC/FP/C2/400 000 1449
European operational training for investigations against
pharmaceutical crime – TrainPharmCrime
01.11.2011 – 31.10.2014
ISEC 2010 GD Home A4 ca. 6.100,- € Home/2010/ISEC/FP/C1/400 000 1425
Cybercrime Investigation - Developing and dissaminating
an accredited international training programme for the
future
01.11.2011 – 30.09.2013
ISEC 2010 GD Home A4 ca. 6.100,- € Home/2010/ISEC/FP/C2/400 000 1448
Post-blast investigation and IEDD (Improvised Explosive
Device Disposal) Training for Experts
22.08.2011 – 21.08.2014
ISEC 2010 GD Home A4 ca. 100,- € Home/2010/ISEC/FP/C2/400 0001437
Development and Distribution of the European Vehicle
Identification Database (EuVID)
01.10.2011 – 30.09.2014
ISEC 2010 GD Home A4 0,- € Home/2010/ISEC/FP/C1/400 000 1421
International Symposium 2011 and 2012 for Bomb
Investigators and Bomb Disposal Experts
01.05.2011 – 31.08.2013
ISEC 2011 GD Home A4 ca. 200,- € HOME/2011/ISEC/AG/4000002504
Development of analytical methods for sensitive detection
and identification of organic gunshot residues (OGSR)
based on liquid chromatography-mass spectrometry
(LC-MS) for routine casework
01.01.2013 – 31.12.2015
ISEC 2011 GD Home A4 0,- € HOME/2011/ISEC/AG/4000002506
Research Network on Organised Crime 2013-2016
01.01.2013 – 31.12.2015
ISEC 2011 GD Home A4 ca. 200,- € HOME/2011/ISEC/AG/4000002489
Development, Preparation and Performance of an ENFSI
International Proficiency Test on Shot Range Estimation
01.01.2013 – 31.12.2015
ISEC 2011 GD Home A4 ca. 600,- € HOME/2011/ISEC/AG/4000002595
Cross-Border Surveillance Working group
14.11.2012 – 13.02.2015
OLAF ca. 3.000,- € OLAF/2012/D5/077
Euro North-East IV.
01.12.2012 – 17.05.2013
Drucksache 17/14552 – 24 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeDiese Maßnahmen finden wechselseitig in den EU-Mitgliedstaaten statt.
Aufgaben und Tätigkeiten sind Beratung und Ausbildung.
Die Anzahl der DEU Polizeibeamten und -beamtinnen liegt je nach Maßnahme
zwischen zwei bis zehn Beamten.
Die Kosten wurden bis zu 90 Prozent von der EU-KOM GD Home getragen –
der restliche Betrag wurde von DEU (oder Partner EU-MS) finanziert.
Bundespolizei
Zu Gunsten folgender Länder wurden im zweiten Quartal 2013
Ausbildungsmaßnahmen für ausländische Sicherheitskräfte durchgeführt:
Land Bezeichnung Zeitraum Maßnahme Kalkulation Ort
Afghanistan Einrichtung einer Gruppe
Entschärferwesen am
Flughafen Kabul
2. April - 2. Mai
2013
Ausbildung
von 8
afghanischen Polizisten
durch 1 PVB
BPOL
6.351 €
05 02
AFG
Bulgarien Einweisung in GVSt Goch:
Darstellung der
Zusammenarbeit mit den Behörden im
Grenzgebiet
Darstellung des Systems
deutscher Kontaktdienststellen/
Gemeinsamer Zentren
16. - 23. April
2013
Ausbildung
von 3
Angehörige BGR
Grenzpolizei
durch 2 PVB
BPOL
1.900 €
Restmittel
Twinning
DEU
Bulgarien Hospitation im Bereich der
Grenzüberwachung/
Ermittlungsdienst
13. - 24. Mai
2013
Hospitation
von 2 PVB
BPOL
2.200 €
Restmittel
Twinning
BGR
Bulgarien Evaluation der
Zusammenarbeit der Kontaktdienststellen
3. - 8. Juni 2013 Ausbildung
von 2 PVB der
BPOL
1.900 €
Restmittel
Twinning
BGR
Bulgarien Erfahrungsaustausch/
Schulung im Bereich des
polizeilichen Flugdienstes
24. Juni - 5. Juli
2013
Ausbildung
von 25
Angehörige Flugdienst
BGR
durch 1 PVB
der BPOL
650 €
Restmittel
Twinning
BGR
Bulgarien Internationales Seminar
„Maritime English“
gemeinsam mit polnischen und
deutschen Kräften
11.-14. Juni
2013
Ausbildung
von 5
Angehörige BGR
Grenzpolizei,
3 Angehörige
POL
Grenzpolizei und
3 PVB der
BPOL
9.800 €
Restmittel
Twinning
DEU
Bosnien und
Herzegowina
Seminar für
Grenzkontrollbeamte im Erkennen von
Urkundenfälschungen
(Grundlagenschulung)
8. - 19. April
2013
Ausbildung
von 20
bosnischen
Grenzpolizisten durch
2 PVB BPOL
3.600 €
06 02
BiH
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 25 – Drucksache 17/14552Land Bezeichnung Zeitraum Maßnahme Kalkulation Ort
Bosnien und
Herzegowina
Evaluierung im Bereich des
zentralen Ermittlungsbüros
29. - 31. Mai
2013
Evaluierung
durch 1 PVB
BPOL
3.700 €
06 02
BiH
Bosnien und
Herzegowina
Theoretische und praktische
Schulung im Bereich
Ermittlungen
30. Juni - 5. Juli
2013
Ausbildung
von 11
bosnischen
Grenzpolizisten durch
4 PVB BPOL
3.700 €
06 02
BiH
Kroatien Schulungen im Bereich der
Bekämpfung der Urkunden
kriminalität/Europarecht
(Multiplikatorenausbildung)
13. - 17. Mai
2013
Ausbildung
von 37
kroatischen
Grenzpolizisten
durch 3 PVB
BPOL
3.000 €
06 02
DEU
Kroatien Schulungen im Bereich der
Grenzkontrolle
(1. und 2. Kontrolllinie) an
Flughäfen
(Personalaustauschmaßnahme)
3. - 21. Juni
2013 und
2. - 7. Juni 2013
Ausbildung
von jeweils 1
kroatischen und
deutschen PVB
3.700 €
06 02
DEU
und
HRV
Kroatien Schulungen im Bereich der
Grenzüberwachung
(Landgrenze)
24. - 28. April
2013
Ausbildung
von 4
kroatischen
Grenzpolizisten durch
2 PVB BPOL
3.000 €
06 02
DEU
China Erfahrungsaustausch im
Bereich der Grenzkontrolle
(Flughafenpartnerschaft
Frankfurt/Peking) in DEU
24. - 28. Juni
2013
Ausbildung
4 chinesischen
Teilnehmern
2.500 €
06 02
DEU
Russland Erfahrungsaustausch im
Bereich der Grenzkontrolle
(1. und 2. Kontrolllinie) an
Flughäfen
15. - 19. April
2013
Ausbildung
durch 3 PVB
BPOL
1.500 €
06 02
RUS
Russland Arbeitsbesuch einer
Expertendelegation der Bundespolizei
See in der Grenzverwaltung der
Küstenwache des FSB mit der
örtlichen Zuständigkeit am
Schwarzen und Asowschen
Meer zum Erfahrungsaustausch
der Bekämpfung der illegalen
Migration in die Russische
Föderation während der
Vorbereitung der XXII Olympischen
Spiele
21. - 24. Mai
2013
Arbeitsbesuch
4 Mitarbeiter des
russischen
Grenzdienstes
4 PVB BPOL
4.000 €
06 02
RUS
Slowakei Schulung im Bereich der
Bekämpfung der
Urkundenkriminalität
22.-26. April
2013
Schulung von
20 PVB SVK
1.000 €
Hans Seidel
Stiftung
SVK
Drucksache 17/14552 – 26 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeDarüber hinaus befanden sich im zweiten Quartal 2013 insgesamt sechs
Stipendiaten aus Serbien, Russland, Ukraine, und den Palästinensischen Gebieten in
der Ausbildung an der Bundespolizeiakademie Lübeck. Die Kosten für die
Maßnahmen der Ausbildungs- und Ausstattungshilfe werden aus dem Titel 06 02
687 89 des Bundesministeriums des Innern (BMI) sowie dem Titel 05 02 687 74
des Auswärtigen Amts (AA) getragen.
EU-Projekte mit Beteiligung der BPOL
Aus der Tabelle geht die Bezeichnung der Maßnahme, das Ziel und über
welchen Zeitraum die Maßnahme läuft, hervor. Die Maßnahmen finden
wechselseitig in den EU-Mitgliedstaaten statt. Geplant sind Erfahrungsaustausche sowie
Trainings- und Schulungsmaßnahmen.
Bei diesen Ausbildungsmaßnahmen erstrecken sich die Aufgaben der deutschen
Polizeibeamtinnen und -beamten auf Fortbildung.
Die Anzahl der DEU Polizeibeamten und -beamtinnen liegt je nach Maßnahme
zwischen ein bis 13 Beamten.
Land Bezeichnung Zeitraum Maßnahme Kalkulation Ort
Tunesien Multiplikatorenausbildung
„Train the Trainer“
15. - 20. April
2013
Ausbildung
von 8
Angehörigen tun.
Grenzpolizei
durch 2 PVB
BPOL
3.176 €
05 02
TUN
Tunesien Multiplikatorenfortbildung
„Modul 1“ im Bereich
Dokumenten-/Urkundensicherheit
24. Juni - 5. Juli
2013
Ausbildung
von 8
Angehörigen der
tunesischen
Grenzpolizei durch
2 PVB BPOL
4.000 €
05 02
TUN
Tunesien Multiplikatorenausbildung im
Bereich maritime Sicherheit/
Seenotrettung bei BPOL See
(MASt Neustadt/Holstein)
3. - 8. Juni 2013 Ausbildung
von 8
Angehörigen der
tunesischen
Nationalgarde
durch 2 PVB
BPOL
12.500 €
05 02
DEU
Türkei Fortführung des Projekts
„grenzpolizeiliche Analyse/
Auswertung“
24. - 27. Juni
2013
Ausbildung
von 3
Angehörige der
Türkischen
Nationalpolizei
1.200 €
06 02
DEU
Libanon Studienbesuch der LBN
Grenzpolizei zum Thema:
Grenzpolizei am FH;
Dokumenten- und
Urkundensicherheit
3. - 8. Juni 2013 Ausbildung
(BMI Projekt)
von 5
Angehörige der
libanesischen
Grenzpolizei
6.200 €
06 02
DEU
2011 ISEC 2011 GD Home A4 HOME/2011/ISEC/AG/4000002465
Strengthening of PCCC Cooperation in the European Union
20.11.2012 – 19.11.2015
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 27 – Drucksache 17/14552Die im Rahmen des Projekts entstehenden Kosten werden zu 89,97 Prozent
durch den europäischen Fond für Innere Sicherheit (ISEC) finanziert. Die
verbleibenden Kosten werden durch eigene Mittel und Beiträge der Projektpartner
getragen.
Inspekteur der Bereitschaftspolizeien der Länder
Die Kosten der Maßnahmen werden aus Titel 06 02 687 89 getragen.
a) Wie lauten die Bezeichnungen der Maßnahmen, und wo fanden bzw.
finden sie statt?
b) Was sind die Ziele der Maßnahmen, und über welchen Zeitraum
erstrecken sie sich?
c) Wie vielen und welchen ausländischen Sicherheitskräften wurde bzw.
wird welche Art der Ausbildung gewährt?
Siehe Tabellen zu Frage 9.
d) Worin bestanden bzw. bestehen die Aufgaben und Tätigkeiten der
deutschen Polizeibeamtinnen und -beamten, und in welchen Stäben,
Einrichtungen und sonstigen Stellen waren bzw. sind sie vertreten?
Bei den Ausbildungsmaßnahmen erstrecken sich die Aufgaben deutscher
Polizeivollzugsbeamter auf Ausbildung und Beratung. Im Übrigen wird auf die
Antwort zu Frage 1b verwiesen.
Bereits durchgeführte bzw. aktuell laufende Ausbildungsmaßnahmen des Inspekteurs der
Bereitschaftspolizeien der Länder im zweiten Quartal 2013
Land Bezeichnung Zeitraum Maßnahme Kalkulation Ort Tln.
Serbien Seminar Förderung und
Entwicklung der Kriminalprävention
17.-20.03.2013 bilateral/
Seminar
1.829,22 € DEU 3
Türkei Seminar Arbeit mit und in der
Bereitschaftspolizei
14.-19.04.2013 bilateral/
Seminar
10.994,63 € DEU 8
Moldau Fachkonferenz
Kriminalprävention/Verkehrsprävention
23.-25.04.2013 bilateral/
Seminar
599,89 € MDA 1
Türkei Community Policing 13.-15.05.2013 bilateral/
Seminar
2.690,40 € DEU 4
Türkei Bereitschaftspolizei 21.-25.05.2013 bilateral/
Seminar
2.277,52 € TR 8
Bulgarien Förderung und Entwicklung der
Kriminalprävention
01.-04.07.2013 bilateral/
Seminar
1.670,20 € BGR 5
Kroatien Arbeitsweise eines
Polizeipräsidiums – Polizeiliche
Präventionsarbeit
01.-04.07.2013 bilateral/
Seminar
ca. 3.000 € DEU 4
Kroatien Nachhaltigkeit von
Präventionsmaßnahmen
22.-26.07.2013 bilateral/
Seminar
ca. 5.500 € HRV 6
Kroatien Arbeitstreffen
Bereitschaftspolizei
23.-25.07.2013 bilateral/
Seminar
ca. 4.000 € HRV 5
Kroatien Seminar für Einsatzführer 01.-04.08.2013 bilateral/
Seminar
ca. 2.500 € DEU 6
Drucksache 17/14552 – 28 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodee) Wie viele deutsche Polizeibeamtinnen und -beamte waren jeweils an
den Maßnahmen beteiligt (bitte für die einzelnen Maßnahmen
detailliert ausweisen)?
Die Anzahl der an den Maßnahmen beteiligten Beamten wird nicht gesondert
erhoben.
f) Welche Kosten entstanden bzw. entstehen der Bundesrepublik
Deutschland für die Ausbildungsmaßnahmen, und aus welchen
Haushaltstiteln wurden diese bestritten?
Siehe Tabellen zu Frage 9.
10. Welche Ausbildungsmaßnahmen für ausländische Sicherheitskräfte sind
für die nächste Zukunft geplant, welche Kosten werden dem Bund dafür
entstehen, und aus welchen Haushaltstiteln sollen diese bestritten werden
(bitte nach dem Schema der Fragen 9a bis 9f beantworten)?
Bundeskriminalamt
Es wird darauf hingewiesen, dass sich die aktuelle Planung aufgrund von
lagebedingten Anforderungen und Gegebenheiten (auch vor Ort) jederzeit ändern
kann. Eine Festlegung des genauen Datums und Orts der Maßnahmen ist noch
nicht in allen Fällen erfolgt.
Land
Maßnahme
Bezeichnung Beginn Ende Ort
Haushaltstitel
Kalkulation
Albanien
Lehrgang
Beweissicherung i. Z. m.
RG-Delikten
01.01.2013 31.12.2013 06 02
687 89
15.000 €
Vereinigte
Arabische
Emirate
Lehrgang
Cybercrime und
Electronic Forensics
01.01.2013 31.12.2013 06 10
687 01
15.000 €
Vereinigte
Arabische
Emirate
Arbeitsbesuch
Fachtagung Cybercrime 01.01.2013 31.12.2013 06 10
687 01
5.000 €
Vereinigte
Arabische
Emirate
Arbeitsbesuch
Hospitation Cybercrime 01.01.2013 31.12.2013 06 10
687 01
5.000 €
Belgien
Lehrgang
Personenschutzseminar
für die UN
01.01.2013 31.12.2013 Brüssel 06 10
687 01
15.000 €
Benin
Lehrgang
RG-Kriminalität als
Erscheinungsform der OK
01.01.2013 31.12.2013 06 02
687 89
15.000 €
Brasilien
Arbeitsbesuch
Erfahrungsaustausch
zum Evofinder
01.01.2013 31.12.2013 06 10
687 01
5.000 €
Brasilien
Arbeitsbesuch
GIZ, GTAZ u.
Lagezentren
01.01.2013 31.12.2013 06 02
687 89
5.000 €
Brasilien
Arbeitsbesuch
Lagezentren/
Großereignisse/Großlagen
01.01.2013 31.12.2013 06 02
687 89
5.000 €
Brasilien
Lehrgang
Sprachausbildung 01.01.2013 31.12.2013 06 02
687 89
8.500 €
China
Arbeitsbesuch
Informationsaustausch
Schleusung
01.01.2013 31.12.2013 06 02
687 89
5.000 €
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 29 – Drucksache 17/14552Land
Maßnahme
Bezeichnung Beginn Ende Ort
Haushaltstitel
Kalkulation
China
Arbeitsbesuch
Konsultationen
Terrorismus/Extremismus
01.01.2013 31.12.2013 06 02
687 89
5.000 €
Elfenbeinküste
Lehrgang
KFZ-Kriminalität 01.01.2013 31.12.2013 06 02
687 89
15.000 €
Elfenbeinküste
Lehrgang
RG-Kriminalität als
Erscheinungsform der OK
01.01.2013 31.12.2013 06 02
687 89
15.000 €
Kolumbien
Lehrgang
Beweissicherung i.Z.m.
RG-Delikten
18.11.2013 29.11.2013 06 10
687 01
15.000 €
Kolumbien
Lehrgang
Beschulung FISCALIA 01.01.2013 31.12.2013 06 10
687 01
15.000 €
Kolumbien
Arbeitsbesuch
Evaluierung zur
Fortführung VE-Dienststelle
01.01.2013 31.12.2013 06 10
687 01
5.000 €
Kolumbien
Arbeitsbesuch
Evaluierung der ABH/
ASH 2008-2011
01.01.2013 31.12.2013 06 10
687 01
5.000 €
Kolumbien
Lehrgang
Fortbildungsmaßnahme
für gelieferte ASH
01.01.2013 31.12.2013 06 10
687 01
15.000 €
Kolumbien
Arbeitsbesuch
Hospitation
Schmauchspurennachweis
01.01.2013 31.12.2013 DEU 06 10
687 01
5.000 €
Dominikanische
Republik
Lehrgang
Lehrgang Observation 01.01.2013 31.12.2013 DOM 06 10
687 01
15.000 €
Algerien
Arbeitsbesuch
OK-Drogenbekämpfung 01.01.2013 31.12.2013 Algier 06 02
687 89
5.000 €
Algerien
Arbeitsbesuch
Terrorismusbekämpfung 01.01.2013 31.12.2013 Algier 06 02
687 89
5.000 €
Algerien
Lehrgang
Open Source
Internetauswertung
01.01.2013 31.12.2013 Algier 06 02
687 89
5.000 €
Ägypten
Lehrgang
Berufsethik,
Korruptionsprävention
01.01.2013 31.12.2013 Kairo 06 02
687 89
15.000 €
Äthiopien
Arbeitsbesuch
Informationsaustausch
GÜS mit Leiter DCD
01.01.2013 31.12.2013 06 02
687 89
5.000 €
Ghana
Lehrgang
Ausbilder im
Diensthundwesen
01.01.2013 31.12.2013 06 10
687 01
10.000 €
Indien
Lehrgang
Bekämpfung der
Piraterie mit MDV
01.01.2013 31.12.2013 06 02
687 89
15.000 €
Irak
Lehrgang
Mentorenseminar für
Entschärfer
05.10.2013 16.10.2013 Berlin 06 02
687 89
30.000 €
Kasachstan
Arbeitsbesuch
Internetrecherche,
Verhinderung der Ausreise
von Gefährdern,
Erkennung von Finanzströmen
01.01.2013 31.12.2013 06 02
687 89
5.000 €
Kasachstan
Arbeitsbesuch
Informationsaustausch
im GTAZ
01.01.2013 31.12.2013 06 02
687 89
5.000 €
Kenia
Lehrgang
Terrorismusbekämpfung 01.01.2013 31.12.2013 06 02
687 89
15.000 €
Kenia
Lehrgang
Zahlungskartenkriminalität
01.01.2013 31.12.2013 06 10
687 01
15.000 €
Drucksache 17/14552 – 30 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeLand
Maßnahme
Bezeichnung Beginn Ende Ort
Haushaltstitel
Kalkulation
Kosovo
Lehrgang
KFZ-Kriminalität 01.01.2013 31.12.2013 06 02
687 89
15.000 €
Libanon
Lehrgang
Personenschutz 01.01.2013 31.12.2013 06 02
687 89
15.000 €
Libanon
Arbeitsbesuch
Personenschutz-, Aus-
und
Fortbildungskonzepte
01.01.2013 31.12.2013 06 02
687 89
5.000 €
Libyen
Lehrgang
Operative Analyse 17.11.2013 12.12.2013
Tripolis
06 02
687 89
15.000 €
Marokko
Arbeitsbesuch
Polizeischulen in DEU 01.01.2013 31.12.2013 06 02
687 89
5.000 €
Marokko
Arbeitsbesuch
Bedarfserhebungs-/
Evaluierungsreise IK
01.10.2013 31.12.2013 06 02
687 89
5.000 €
Marokko
Arbeitsbesuch
Informationsaustausch
RG-Bekämpfung
01.01.2013 31.12.2013 06 02
687 89
5.000 €
Malediven
Lehrgang
Bekämpfung der
Piraterie mit IND
01.01.2013 31.12.2013 06 02
687 89
15.000 €
Mauretanien
Arbeitsbesuch
Bedarfserhebungsreise 01.10.2013 31.12.2013 06 02
687 89
5.000 €
Mauretanien
Arbeitsbesuch
Grundausbildung mit
DEU-Polizeischule
01.01.2013 31.12.2013 06 02
687 89
5.000 €
Mauretanien
Lehrgang
Lehrgang Erkennen von
Ausweisdokumenten
01.01.2013 31.12.2013 06 02
687 89
5.000 €
Nigeria
Arbeitsbesuch
Informationsaustausch
Piraterie
01.01.2013 31.12.2013 06 02
687 89
5.000 €
Nigeria
Lehrgang
Tatortarbeit bei
Kapitaldelikten
01.01.2013 31.12.2013 06 02
687 89
15.000 €
Nigeria
Lehrgang
Ausbilder im
Diensthundwesen
01.01.2013 31.12.2013 06 10
687 01
10.000 €
Peru
Arbeitsbesuch
AdaptEr,
Informationsmanagement,
Generierung DEU-
Strafverfahren
05.08.2013 09.08.2013
Selbstzahler
Peru
Arbeitsbesuch
Abschlussevaluierung 21.10.2013 25.10.2013 05 02
687 74
20.000 €
Paläst.
Gebiete
Lehrgang
AFIS: RK und AVZ
Mentor
01.01.2013 31.12.2013
Ramallah
06 02
687 89
22.667 €
Paläst.
Gebiete
Lehrgang
Objektschutz 01.01.2013 31.12.2013 Jericho 05 02
687 74
24.800 €
Paläst.
Gebiete
Lehrgang
Evaluierung
Personenschutz
01.01.2013 31.12.2013 05 02
687 74
5.551 €
Paläst.
Gebiete
Lehrgang
AFIS: Einsatz eines
Mentors, III. Abschnitt
18.03.2013 13.07.2013
Ramallah
05 02
687 74
40.171 €
Paläst.
Gebiete
Lehrgang
Fachpraktische
Ausbildung von Daktyloskopen
02.09.2013 06.09.2013
Wiesbaden
05 02
687 74
17.684 €
Paläst.
Gebiete
Lehrgang
Tatortlehrgang 28.10.2013 06.11.2013 Jericho 05 02
687 74
29.342 €
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 31 – Drucksache 17/14552Geplante EU-Projekte mit Beteiligung des BKA (Außenhilfe)
Land
Maßnahme
Bezeichnung Beginn Ende Ort
Haushaltstitel
Kalkulation
Paläst.
Gebiete
Arbeitsbesuch
AFIS: Garantie Hard-
und Software
01.01.2013 31.12.2013
Ramallah
05 02
687 74
9.650 €
Russland
Arbeitsbesuch
Hospitation des
Föderalen Migrationsdienstes
01.01.2013 31.12.2013 06 10
687 01
5.000 €
Saudi-
Arabien
Arbeitsbesuch
Informationsaustausch
Aufbau
Untersuchungslabor
01.01.2013 31.12.2013 06 02
687 89
5.000 €
Tunesien
Arbeitsbesuch
Bedarfserhebungs-/
Evaluierungsreise
01.01.2013 31.12.2013 TUN 06 02
687 89
5.000 €
Tunesien
Arbeitsbesuch
Hospitation Kfz
Kriminalität
01.01.2013 31.12.2013 DEU 06 02
687 89
5.000 €
Tunesien
Lehrgang
KFZ-Kriminalität
(Aufbau)
01.10.2013 31.12.2013 TUN 06 02
687 89
15.000 €
Tunesien
Arbeitsbesuch
Vorbereitungsreise
Personenschutz
01.10.2013 31.12.2013 TUN 06 02
687 89
5.000 €
Tunesien
Lehrgang
Tatortarbeit an
Explosionstatorten
01.01.2014 TUN 06 02
687 89
Tunesien
Lehrgang
Teilnahme am
Internationalen ZD-Symposium für
Sprengstoffermittler
01.10.2013 31.12.2013 TUN 06 02
687 89
5.000 €
Turkei
Lehrgang
Zeugenschutz aus
Twinning
01.01.2013 31.12.2013 06 10
687 01
15.000 €
Tansania
Arbeitsbesuch
Abschlussevaluierung 01.08.2013 31.08.2013 06 02
687 89
5.000 €
Tansania
Arbeitsbesuch
Arbeitsbesuch Leiter
NCTC im TE-Bereich
01.01.2013 31.12.2013 06 02
687 89
5.000 €
Uganda
Arbeitsbesuch
Abschlussevaluierung 01.08.2013 31.08.2013 06 02
687 89
5.000 €
Ukraine
Lehrgang
Sprachausbildung am
Goetheinstitut in UKR
01.01.2013 31.12.2013 06 10
687 01
15.000 €
Ukraine
Arbeitsbesuch
VE und
Gefahreneinschätzung im OK-
Bereich
01.01.2013 31.12.2013 06 10
687 01
5.000 €
Konkret geplante Ausbildungsmaßnahmen des BKA im dritten
Quartal 2013
Land Bezeichnung Zeitraum Maßnahme
Kalkulation
Ort
Montenegro
Nachhaltigkeitsmaßnahme zu
einem
Verwaltungspartnerschaftsprojekt mit
dem
Polizeidirektorat
Montenegros zum Thema
„Forensic IT“
17.09 –
21.09.2013
Workshop in
Montenegro
0 € (EU-
finanziert)
Podgorica
Drucksache 17/14552 – 32 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeBei dieser Maßnahme erstrecken sich die Aufgaben der deutschen
Polizeibeamten auf die Beratung im Zusammenhang mit der Organisierung der Einrichtung
eines forensischen Labors. Es werden zwei deutsche Beamte beteiligt sein. Die
Kosten (siehe hierzu obige Tabelle) werden im Falle der EU-geförderten
Projekte im Bereich der Außenhilfe von der Europäischen Kommission getragen.
Geplante EU-Projekte mit Beteiligung des BKA (Innenhilfe)
Es wird auf die Antwort zu Frage 9 verwiesen.
Bundespolizei
Land Bezeichnung Zeitraum Maßnahme Kalkulation Ort
Bulgarien Training für die
Wärmebildoperatoren zur Verwendung
im polizeilichen
Einsatzflugbetrieb
1 Angehöriger des BGR
Flugdienstes
12. - 30. August
2013
Ausbildung 1.500 €
Restmittel
Twinning
DEU
Bosnien
und
Herzegowina
Schulungen im Bereich der
Grenzüberwachung
(Landgrenze)
36./37. KW Ausbildung 2.300 €
06 02
BiH
Bosnien
und
Herzegowina
Schulungen im Bereich der
Bekämpfung der
Urkundenkriminalität (Flughafen)
September 2013 Ausbildung 3.600 €
06 02
BiH
Bosnien
und
Herzegowina
Einweisung in die
grenzpolizeiliche Auswertung und
Analyse
20. - 23. August
2013
Ausbildung 1.700 €
06 02
DEU
Bosnien
und
Herzegowina
Schulungen im Bereich der
Grenzkontrolle
September 2013 Ausbildung 2.100 €
06 02
BiH
China Erfahrungsaustausch im
Bereich der Grenzkontrolle
(Flughafenpartnerschaft
München/Shanghai) in DEU
22. - 26. Juli 2013
wurde bereits im
3. Quartal
abgeschlossen
Ausbildung 1.500 €
06 02
DEU
China Austausch in den Bereichen
Aufbau und Entwicklung einer
Fliegerstaffel, Verwaltung
einer Fliegerstaffel,
Einsatzmaßnahmen und
Trainingsmaßnahmen im
Katastrophenschutz – Durchführung
Luftrettung, Schwerpunkt
Land, See und Gebirge
„Rettung aus der Luft“
5.-9. August 2013 Ausbildung 1.000 €
06 02
DEU
Kosovo Evaluierung - Schulungen im
Bereich der Grenzkontrolle
(1. und 2. Kontrolllinie) an
Flughäfen
2. - 5. September
2013
Ausbildung 2.000 €
06 02
KOS
Litauen Hospitation bei einem
Fortbildungslehrgang für
Sprengstoffspürhunde
1. - 5. Juli 2013
wurde bereits im
3. Quartal
abgeschlossen
Fortbildung
von 4
Angehörigen des
litauischen
Grenzschutzes
1.500 €
Restmittel
Twinning
DEU
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 33 – Drucksache 17/14552Die Kosten für die Maßnahmen der Ausbildungs- und Ausstattungshilfe werden
aus den Titeln 06 02 687 89 sowie 05 02 687 74 getragen und die Mittel durch
das BMI und das AA bereitgestellt.
Geplante EU Projekte mit Beteiligung der BPOL
Es wird auf die Antwort zu Frage 9 verwiesen.
Land Bezeichnung Zeitraum Maßnahme Kalkulation Ort
Moldawien Schulungen im Bereich der
Grenzkontrolle am Flughafen
(Grundlehrgang)
22. - 27. September
2013
Ausbildung 3.000 €
06 02
MDA
Montenegro Erfahrungsaustausch im
Bereich der Grenzkontrolle
(1. und 2. Kontrolllinie)
9. - 13. September
2013
Ausbildung 2.500 €
06 02
DEU
Paläst.
Gebiete
Qualifizierung der
palästinensischen. Zivilpolizei im
Bereich Objektschutz
(gemeinsames Projekt BPOL und
BKA)
26. August - 11.
Oktober 2013
Ausbildung
durch 4 PVB
BPOL, 2
BKA
85.000 €
05 02
PSE
Serbien Schulung im Bereich der
Durchführung gemeinsamer
Streifen (Folgemaßnahme
2012)
23. - 27. September
2013
Ausbildung 1.500 €
06 02
SRB
Serbien Einweisung in die
grenzpolizeiliche Auswertung und
Analyse
26. - 30. August 2013 Ausbildung 2.000 €
06 02
SRB
Russland Schulungen im Bereich des
polizeilichen
Diensthundeswesen bei der BPOLAK/
Sprengstoffspürhunde
8. - 12. Juli 2013
wurde bereits im
3. Quartal
abgeschlossen
Ausbildung 1.000 €
06 02
DEU
Tunesien Multiplikatorenfortbildung
„Modul 2“ im Bereich
Dokumenten-/ Urkundensicherheit
3. Quartal 2013 Ausbildung
von 8
Angehörigen der
tunesischen.
Grenzpolizei
durch 2 PVB
BPOL
4.000 €
05 02
TUN
Tunesien Evaluierung der
Schulungsmaßnahmen
Dokumentensicherheit
4. Quartal 2013 Ausbildung
durch 2 PVB
BPOL
2.000 €
05 02
TUN
Tunesien Multiplikatorenfortbildung/
Ausbildungstraining tun.
Nationalgarde im Bereich
Seenotrettung
4. Quartal 2013 Ausbildung n. n.
05 02
TUN
Drucksache 17/14552 – 34 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeInspekteur der Bereitschaftspolizeien der Länder
Die Kosten der Maßnahmen werden aus Titel 06 02 687 89 getragen.
11. In welchem Rahmen sind außerdem noch deutsche Polizistinnen und
Polizisten bzw. Zollbeamtinnen und -beamte im Ausland eingesetzt, und
welche Tätigkeiten verrichten sie dort (bitte nach Einsatzländern und -
orten sowie Zugehörigkeit zu Bundesländern, BKA und Bundespolizei
aufgliedern)?
Bundeskriminalamt
Außerhalb der Bereiche der internationalen Polizeimissionen und der
polizeilichen Aufbauhilfe halten sich Beamte des BKA anlassbezogen und temporär,
insbesondere im Rahmen von Ermittlungsverfahren, Entführungslagen sowie
zum Schutz der Mitglieder der Verfassungsorgane des Bundes im Ausland mit
Genehmigung der dortigen Behörden auf.
Darüber hinaus hat das BKA am 8. März 2013 einen Polizeibeamten in die
Palästinensischen Gebiete/Ramallah (Westjordanland) entsandt. Dort
unterstützt er bis zum 5. Juni 2013 die nachhaltige Inbetriebnahme eines für die
palästinensische zivile Kriminalpolizei (Palestinian Civil Police/PCP) beschafften
„Automatisierten Fingerabdruckidentifizierungssystems (AFIS)“. Des Weiteren
berät er die mit dem System befassten ausgebildeten Polizisten bei der täglichen
Arbeit sowie die palästinensische Kriminalpolizei bei der Zulieferung des
erforderlichen Spurenmaterials. Zwei weitere Beamte des BKA unterstützen
temporär die damit zusammen hängenden Ausbildungsmaßnahmen im
Westjordanland sowie in Israel.
Seit dem 1. September 2012 ist ein Beamter des Zeugenschutzes des BKA in
Ruanda eingesetzt. Durch den Einsatz sollen Verfahren der Oberlandgerichte
Stuttgart und Frankfurt wegen des Verdachts des Verbrechens gegen die
Menschlichkeit und Kriegsverbrechen unterstützt werden.
Ein BKA-Beamter ist bis voraussichtlich 24. September 2013 im Rahmen der
Europäischen Beobachtermission in Georgien (European Union Monitoring
Mission in Georgia – EUMM Georgien) eingesetzt. Ziel und Auftrag der
Mission ist die Beobachtung und Überwachung des 6-Punkte-Abkommens.
Bundespolizei
Derzeit befindet sich ein Polizeivollzugsbeamter der BPOL bei Europol als
Verbindungsbeamter in Den Haag/Niederlande. Darüber hinaus sind zwei
Polizeivollzugsbeamte als Auswerter sowie eine Polizeivollzugsbeamtin zur
Hospitation bei Europol in Den Haag/Niederlande im Rahmen der Abordnung
eingesetzt.
Die BPOL beteiligte sich im Rahmen der Kriminalitätsbekämpfung an
international abgestimmten Einsatzmaßnahmen von ein bis zwei Tagen Dauer (sog.
Actiondays). In diesem Zusammenhang wurden seitens der BPOL keine
hoheitlichen Maßnahmen im Ausland getroffen.
Geplante Ausbildungsmaßnahmen für das dritte Quartal 2013
Land Bezeichnung Zeitraum Maßnahme Kalkulation Ort Tln.
Ukraine Evaluierung der Maßnahmen
zur Vorbereitung und
Durchführung der Fußball EM 2012
13.-16.08.2013 bilateral/
Seminar
5.000 € UKR 4
Kroatien Arbeitsweise eines
PP-Kontaktbereichsdienst
04.-09.09.2013 bilateral/
Seminar
ca. 4.000 € HRV 6
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 35 – Drucksache 17/14552Die BPOL setzt Polizeibeamte für den Personenschutz an den deutschen
Auslandsvertretungen in Kabul, Bagdad, Tripolis, Sanaa und gegenwärtig auch
Bamako ein.
Des Weiteren sind Polizeibeamte für den Hausordnungs- und
Objektschutzdienst an den folgenden deutschen Auslandsvertretungen im Einsatz:
Zoll
Im Rahmen multilateraler Institutionen, z. B. der Europäischen Union, der
Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), der Vereinten
Nationen, und den daraus resultierenden Vereinbarungen (z. B. Partnerschafts-
und Kooperationsabkommen) finden in Form von
Verwaltungszusammenarbeitsprojekten (z. B. Twinning), kleineren Projekten (z. B. TAIEX) oder
Einzelmaßnahmen, auch Auslandseinsätze von deutschen Zollbeamten statt. Diese
dienen ausschließlich dem Aufbau von zollfachlichen Verwaltungskapazitäten
Afghanistan Kabul Japan Tokyo
Palästinensische Gebiete
Ramallah
Ägypten Kairo Jemen Sanaa Polen Warschau
Albanien Tirana Jordanien Amman Rumänien Bukarest
Algerien Algier Kasachstan Almaty Russland Moskau
Armenien Eriwan Kasachstan Astana Russland Kaliningrad
Aserbaidschan Baku Kenia Nairobi Russland St. Petersburg
Äthiopien Addis Abeba Kirgisistan Bischkek Saudi-Arabien Riad
Bangladesch Dhaka
Belarus Minsk Kolumbien Bogotá Schweiz (VN) Genf
Belgien (EU) Brüssel Kongo, DR Kinshasa Senegal Dakar
Belgien (NATO) Brüssel Korea, DV Pjöngjang Serbien Belgrad
Bosnien und
Herzegowina
Sarajewo Kosovo Pristina Simbabwe Harare
Brasilien Brasilia Kroatien Zagreb Spanien Madrid
Bulgarien Sofia Kuba Havanna Sri Lanka Colombo
Burkina Faso Ouagadougou Kuwait Kuwait Sudan Khartum
China Peking Libanon Beirut Thailand Bangkok
Côte d’Ivoire Abidjan Libyen Tripolis Tschechische
Republik
Prag
Frankreich Paris Mali Bamako Tunesien Tunis
Georgien Tiflis Marokko Rabat Türkei Ankara
Griechenland Athen Mauretanien Nouakchott Türkei Istanbul
Großbritannien London Mazedonien Skopje Türkei Izmir
Indien New Delhi Mexiko Mexiko-Stadt Ukraine Kiew
Indonesien Jakarta Moldau Chisinau Ungarn Budapest
Irak Bagdad Nigeria Abuja USA Washington
Irak Erbil Nigeria Lagos USA (GK) Toronto
Iran Teheran Österreich Wien USA (VN) New York
Israel Tel Aviv Pakistan Islamabad Usbekistan Taschkent
Italien Rom Pakistan Karachi Vietnam Hanoi
Drucksache 17/14552 – 36 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodein den begünstigten Ländern. Zudem sind 17 Zollverbindungsbeamte in Ländern
eingesetzt, mit denen eine enge zollfachliche Zusammenarbeit besteht oder
angestrebt wird.
Inspekteur der Bereitschaftspolizeien
Im Verantwortungsbereich des Inspekteurs der Bereitschaftspolizeien der
Länder sind derzeit keine Polizeivollzugsbeamten im Ausland eingesetzt.
12. Welche materiellen Ausstattungshilfen sind ausländischen
Sicherheitsbehörden in diesem Jahr bislang geliefert sowie zum gegenwärtigen
Zeitpunkt zugesagt, aber noch nicht geliefert worden (bitte konkreten
Empfänger, jeweilige Ausstattung und deren Wert angeben)?
Bundeskriminalamt
Ausstattungshilfe des BKA im zweiten Quartal 2013
Land Bezeichnung Status Empfänger Kalkulation
Afghanistan Reisepasslesegerät
(Neuprogrammierung)
durchgeführt IP Kabul 100 €
Kolumbien Digitalkamera inkl. Akku,
Speicherkarte
durchgeführt Nationale RG-Dst. 2.000 €
Dominikanische
Republik
Reparatur der mobilen
Basistation für Mobilfunk
durchgeführt Nationalpolizei 4.100 €
Dominikanische
Republik
Drugwipe-Tests (Kokain) durchgeführt DNCD (Dominican
National Drug Control)
3.000 €
Äthiopien Digitalkamera inkl. Akku,
Speicherkarte
durchgeführt EFP, Ethiopian Federal
Police
2.000 €
Kroation Aussonderung KT-Gerät
(aus 2012)
durchgeführt Kriminaltechnischen
Institut Zagreb
500 €
Haiti Drugwipe-Tests (Kokain) durchgeführt BLTS (Brigade de Lutte
contre le Trafic de
Stupéfiants) RG-Abteilung
3.000 €
Kenia Fotoausrüstung Tatort durchgeführt Kenya Police , CID
(Criminal Investigation
Dept.)
3.000 €
Kenia Beamer für Polizeischule durchgeführt Kenya Police , CID
(Criminal Investigation
Dept.)
1.000 €
Peru Beamer (Aussonderung aus
dem VB-Pool)
durchgeführt Diréccion Nacional de
Investigación Criminal
(nationale
Kriminalpolizei)
– €
Paraguay Digitalkamera inkl. Akku,
Speicherkarte
durchgeführt Nationale RG-Dst. 2.000 €
Tunesien Tatortausrüstung (Foto &
Spurensicherungstaschen)
durchgeführt Direction Generale de la
Surete Nationale
34.000 €
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 37 – Drucksache 17/14552Land Bezeichnung Status Empfänger Kalkulation
Tunesien Ausstattung i. Z. m.
Personalgewinnung von
Polizeikräften
durchgeführt Direction Generale de la
Surete Nationale
2.000 €
Tunesien Ausbau der in 2012
gelieferten Tatort-Kfz
durchgeführt Kriminalpolizei Tunis,
Kriminaltechnik
45.000 €
Libyen Digitalkamera inkl. Akku,
Speicherkarte
in der
Umsetzung
Direktorat für Training
sowie ANGA (Anti-
Narcotics General
Administration)
2.000 €
Paläst.
Autonomiegebiete
Ausstattung i. Z. m. AFIS:
Nachhaltigkeitsprogramm
in der
Umsetzung
PCP (Palästinensische
Zivilpolizei),
Kriminalpolizei
5.530 €
Benin Drugwipe-Tests geplant Nationale Polizei, Zoll –
RG-Dst.
3.000 €
Elfenbeinküste Drugwipe-Tests geplant RG-Dst., Zoll, Polizei. 3.000 €
Kolumbien RG-Detektionstechnik für
Flughafen Bogota
geplant Dirección Antinarcóticos
(RG-Bekämpfung)
20.000 €
Dominikanische
Republik
Kfz für Tatortdienststelle geplant Nationalpolizei 30.000 €
Dominikanische
Republik
Tatortkoffer für
Tatortdienststelle
geplant Nationalpolizei 15.000 €
Dominikanische
Republik
Einsatzmittel für
Observationseinheit
geplant DNCD (Dominican
National Drug Control)
3.000 €
Ghana Laptops und Drucker geplant Diensthundführereinheit 3.000 €
Kenia Softwarelizenz geplant Kenya Police, Criminal
Investigation Department
6.500 €
Kenia Laborausstattung geplant Criminal Investigation
Department
10.000 €
Kenia 8 KFZ Toyota Probox geplant Criminal Investigation
Department
Restmittel
2013
Nigeria Laptops und Drucker geplant Diensthundeeinheit 1.000 €
Peru Mobilfunkkarten,
IT-Komponenten
geplant Dirección Antidrogas de
la Policía Nacional (RG-
Bekämpfungsbehörde)
3.000 €
Tunesien Fernlenkmanipulatoren geplant Direction Generale de la
Surete Nationale (DGSN)
10.000 €
Tansania Digitalkameras für
Tatortaufnahme
geplant CID (Crime Investigation
Department)
5.000 €
Tansania Drugwipe-Tests geplant CID (Crime Investigation
Department)
1.500 €
Tansania Softwarelizenz geplant CID (Crime Investigation
Department)
6.500 €
Tansania Laborausstattung geplant CID (Crime Investigation
Department)
5.000 €
Uganda Digitalkameras für
Tatortaufnahme
geplant CID (Criminal
Investigations Directorate)
5.000 €
Uganda Softwarelizenz geplant CID (Criminal
Investigations Directorate)
6.500 €
Drucksache 17/14552 – 38 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeBundespolizei
Ausstattungshilfe der BPOL im zweiten Quartal 2013:
Die Kosten für die Maßnahmen werden aus dem Titel 05 02 687 74 getragen und
die Mittel durch das AA bereitgestellt.
Inspekteur der Bereitschaftspolizeien
Ausstattungshilfe des IBP im zweiten Quartal 2013:
Land Bezeichnung Status Empfänger Kalkulation
Uganda Laborausstattung geplant CID (Criminal
Investigations Directorate)
5.000 €
Land Bezeichnung Zeitraum Maßnahme Kalkulation Ort
Tunesien Lieferung von Ausstattungshilfe:
Dokumentenprüfgerät für die
tun. Grenzpolizei
(Videopresenter, Scanner,
Drucker, Fotokamera)
Juni 2013 Ausstattung 5.000 € TUN
Tunesien Lieferung von Ausstattungshilfe:
Seenotrettungsmittel für tun.
Nationalgarde
(Rettungsinseln,
Rettungswesten, Rettungsbojen etc.)
n. n.
(noch in der
Beschaffung über
Beschaffungsamt)
Ausstattung n. n. TUN
Land übergebene Ausstattungshilfe im zweiten Quartal 2013
Ausstattung Wert
Moldau -13- Alkoholmessgeräte 29.000 €
zugesagte Ausstattungshilfe (noch nicht übergeben)
Ausstattung Wert
Moldau 1 Fahrzeug (für mobile Präventionsarbeit) 20.000 €
Moldau Ausbau und techn. Ausstattung eines
kriminalpolizeilichen Präventionsfahrzeuges
35.000 €
Kroatien Handbuch für Präventionsbeamte ca. 5.000 €
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co., Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlagsgesellschaft mbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]