[Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vom
13. April 2017 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Deutscher Bundestag Drucksache 18/11995
18. Wahlperiode 18.04.2017
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Tabea Rößner,
Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn, Ulle Schauws, weiterer Abgeordneter und
der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
– Drucksache 18/11549 –
Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die Kultur- und Kreativwirtschaft gilt seit einigen Jahren als erfolgreiche
Wachstumsbranche. Schon 2014 war ihr Beitrag zur Bruttowertschöpfung mit
64 Mrd. Euro höher als jener der Energieversorgung oder der Chemieindustrie,
wie der Monitoringbericht 2016 der Bundesregierung zur Kultur- und
Kreativwirtschaft darlegt. Ihr Umsatz von mehr als 150 Mrd. Euro (2015) macht etwa
2,2 Prozent der Gesamtwirtschaft aus. Mehr als 1,6 Millionen Menschen waren
im Jahr 2015 in einer der Teilbranchen der Kultur- und Kreativwirtschaft
erwerbstätig. Rund 23 Prozent von ihnen sind Freiberufler und Selbstständige,
wobei die Kleinunternehmer mit einem Umsatz von weniger als 17 500 Euro im
Monat noch gar nicht mitgezählt sind. Allein in den Kulturberufen liegt der
Anteil der Selbstständigen bei etwa 40 Prozent (2013, Statistisches Bundesamt:
Beschäftigung in Kultur und Kulturwirtschaft. Sonderauswertung aus dem
Mikrozensus 2015).
Obwohl der Erfolg der Kultur- und Kreativwirtschaft in erheblichem Maße auf
der Tätigkeit von Soloselbstständigen und Freiberuflern beruht, gibt es wenig
Zahlenmaterial über deren wirtschaftliche Situation. Gerade die künstlerisch
Tätigen leben häufig in prekären Verhältnissen, wie etwa die
Einkommenserhebungen der Künstlersozialkasse Jahr für Jahr belegen. Der Start-up-Hype, der
seit ein paar Jahren die Tech-Branche erfasst hat, geht an ihnen vorbei. Wegen
des vielen Förderrichtlinien zu Grunde liegenden technologieorientierten
Innovationsbegriffs blieben sie, was Gründungsförderung angeht, häufig auf die
Instrumente der Bundesagentur für Arbeit angewiesen. Vor diesem Hintergrund
möchten die Fragesteller im ersten Teil der vorliegenden Kleinen Anfrage
Genaueres über Gründungen aus Arbeitslosigkeit und soziale Absicherung von
Soloselbstständigen in der Kultur- und Kreativwirtschaft in Erfahrung bringen.
Im Jahr 2009 hat die Bundesregierung die „Initiative Kultur- und
Kreativwirtschaft“ unter Federführung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur
und Medien (BKM) und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie
(BMWi) auf den Weg gebracht, die zuletzt 2016 neu ausgerichtet wurde. Die
mit 2,768 Mio. Euro im Jahr geförderte Initiative führt Orientierungsberatungen
durch, stellt Netzwerkplattformen zur Verfügung und führt Veranstaltungen
durch. Im zweiten Teil der vorliegenden Kleinen Anfrage möchten die
Fragesteller wissen, wofür die Initiative ihr Geld genau ausgibt und wie konkret der
Erfolg ihrer Arbeit überprüft wird.
Im März 2015 wurde Prof. Dieter Gorny vom damaligen
Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel zum Beauftragten für Kreative und Digitale Ökonomie
bestellt – eine Entscheidung, die seinerzeit aufgrund von Prof. Dieter Gornys
Tätigkeit für den Bundesverband Musikindustrie stark umstritten war (vgl. etwa
Artikel „Ohne Bedenken“, DER SPIEGEL 36/2015). Im dritten Teil dieser
Kleinen Anfrage möchten die Fragesteller herausfinden, welche Arbeit der
Beauftragte in der laufenden Legislaturperiode geleistet hat.
V o r b e me r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
Die Bundesregierung hat im Jahr 2007 die Initiative Kultur- und
Kreativwirtschaft auf den Weg gebracht, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und
Energie (BMWi) und der Beauftragten für Kultur und Medien (BKM) gemeinsam
koordiniert wird.
Ziel der Initiative war und ist die Erschließung positiver Zukunftsperspektiven
der Kultur- und Kreativwirtschaft durch Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit
und bessere Ausschöpfung und Entwicklung ihres Arbeitsplatzpotentials. In der
ersten Phase sollte eine kohärente Politik für die Kultur- und Kreativwirtschaft
entwickelt werden. In der zweiten Phase sollten effektive, sichtbare und
nachhaltige Lösungsmöglichkeiten für den festgestellten politischen Handlungsbedarf
erarbeitet werden. Die Unterstützung und Begleitung der elf Branchen zielt vor
allem auf eine effektivere Vernetzung, die Verbesserung der förderpolitischen
Rahmenbedingungen und einen optimierten Zugang zu Daten und Informationen. Mit
der Initiative sollen die meist klein- und mittelständischen Unternehmen in die
Lage versetzt werden, sich eigenständig und nachhaltig im Wettbewerb zu
behaupten. Darüber hinaus soll das hohe Innovationspotential der Kultur- und
Kreativwirtschaft noch sichtbarer werden und Kooperationen zwischen der
Kreativwirtschaft und anderen Wirtschaftsbranchen gefördert werden. Zum Zeitpunkt
der Gründung der Bundesinitiative war die Branche gekennzeichnet durch
fehlende Netzwerkstrukturen, geringes Branchenbewusstsein sowie mangelnde
Förderung und Sichtbarkeit.
Ein wesentliches Ziel der Bundesinitiative ist die Sichtbarmachung der
wirtschaftlichen Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft für den
Wirtschaftsstandort Deutschland. Um das große Potential der Branche öffentlich abzubilden,
erscheint jährlich der Monitoringbericht zur Kultur- und Kreativwirtschaft. Laut
dem aktuellen Bericht haben sich 2015 die wirtschaftlichen Eckdaten gegenüber
dem Vorjahr erneut verbessert. Im Jahr 2015 sind in der Kultur- und
Kreativwirtschaft rund 250 000 Unternehmen tätig. Das Gesamtumsatzvolumen beträgt
150 Milliarden Euro. Die Bruttowertschöpfung der Branche ist von ihrer
Größenordnung mit den großen Industriesektoren Automobil, Maschinenbau und IKT
vergleichbar. Die Kernerwerbszahl der in der Kultur- und Kreativwirtschaft
Tätigen beträgt 1 085 000 Personen; davon sind rund 843 000 Personen
sozialversichert beschäftigt. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten wächst
dabei seit Jahren in der Kultur- und Kreativwirtschaft grundsätzlich stärker als in
der Gesamtwirtschaft. Um die wirtschaftliche Bedeutung der Kultur- und
Kreativwirtschaft deutlich zu machen, gehört es auch zum Schwerpunkt der
Bundesinitiative, für das Innovationspotential der Kultur- und Kreativwirtschaft und
ihren Mehrwert für Gesellschaft und Gesamtwirtschaft zu werben. Neue Ideen,
Produkte oder Dienstleistungen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft sind nicht nur
geeignet, das Innovationspotential und die Wettbewerbsfähigkeit des
Mittelstandes zu fördern. Vielmehr werden heute mit Lösungen und Impulsen aus der
Kultur- und Kreativwirtschaft auch relevante gesellschaftliche Prozesse begleitet und
gestaltet. Zur Förderung von Kooperationen zwischen Kultur- und
Kreativwirtschaft mit anderen Wirtschaftsbranchen bzw. relevanten gesellschaftlichen
Gruppen bieten die Bundesinitiative und das Kompetenzzentrum Kultur- und
Kreativwirtschaft des Bundes (KKKW) Vernetzungsplattformen und spezielle
Veranstaltungsformate an.
Fragen zur Datenbasis
1. Wie viele Personen haben sich seit 2010 im Bereich der Kultur- und
Kreativwirtschaft mit Hilfe eines Gründungszuschusses selbstständig gemacht
(bitte nach Jahren aufschlüsseln)?
2. Wie viele dieser Personen waren mit ihrem Vorhaben über die erste
Förderphase hinaus weiter selbstständig tätig?
3. Wie viele Personen haben sich seit 2010 im Bereich der Kultur- und
Kreativwirtschaft mit Hilfe des Einstiegsgeldes selbstständig gemacht (bitte nach
Jahren aufschlüsseln)?
4. Wie viele dieser Personen waren mit ihrem Vorhaben über die erste
Förderphase hinaus weiter selbstständig tätig?
Die Fragen 1 bis 4 werden zusammen beantwortet.
Hierzu liegen der Bundesregierung keine Erkenntnisse vor, da in der Förder- und
der Grundsicherungsstatistik keine Auswertungen nach Wirtschaftsunterklassen
möglich sind.
5. Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung das relative Armutsrisiko
für in der Kultur- und Kreativwirtschaft tätige Selbstständige?
Der Bundesregierung liegen keine Daten zu Armutsrisikoindikatoren für
Erwerbstätige differenziert nach Wirtschaftszweigen oder Branchen vor.
6. Wie viele im Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft Erwerbstätige
beziehen ergänzend Arbeitslosengeld II (ALG II) (bitte nach Selbstständigen und
abhängig Beschäftigten aufschlüsseln)?
Es wird auf die Antwort zu den Fragen 1 bis 4 verwiesen.
7. Wie viele im Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft Erwerbstätige haben
ein Einkommen unter der Armutsrisikogrenze (bitte nach Selbstständigen
und abhängig Beschäftigten aufschlüsseln)?
Es wird auf die Antworten zu den Fragen 5 und 8 verwiesen.
8. Wie viele im Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft Erwerbstätige haben
ein Brutto- bzw. Nettoerwerbseinkommen unter 1 000 Euro pro Monat,
zwischen 1 000 Euro und 2 000 Euro, mehr als 2 000 Euro (bitte nach
Selbstständigen und abhängig Beschäftigten aufschlüsseln)?
Die Frage wird auf Basis der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für
Arbeit beantwortet. Diese enthält nur Angaben zu abhängig Beschäftigten. Das im
Rahmen der Beschäftigungsstatistik abgebildete sozialversicherungspflichtige
Bruttoarbeitsentgelt (kurz: Arbeitsentgelt) umfasst alle laufenden oder
einmaligen Einnahmen aus der Hauptbeschäftigung bis zur Beitragsbemessungsgrenze
in der Rentenversicherung.
Die Abgrenzung der Wirtschaftszweige der Kultur- und Kreativwirtschaft in der
folgenden Tabelle orientiert sich am „Monitoringbericht 2016: Ausgewählte
wirtschaftliche Eckdaten der Kultur- und Kreativwirtschaft“. Am Stichtag 31.
Dezember 2015 gab es 685 780 sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte in
der Kultur- und Kreativwirtschaft mit Angaben zum monatlichen Entgelt. Davon
hatten 9 300 oder 1,4 Prozent ein Entgelt von weniger als 1 000 Euro, 70 500 oder
10,3 Prozent verdienten zwischen 1 000 bis unter 2 000 Euro und 606 000
Personen oder 88,4 Prozent hatten mehr als 2 000 Euro. Entsprechende
Vergleichsdaten für alle Wirtschaftszweige insgesamt können der folgenden Tabelle
entnommen werden.
9. Wie viele in der Kultur- und Kreativwirtschaft Erwerbstätige werden nach
Einschätzung der Bundesregierung im Jahr 2050 auf den Bezug von
Grundsicherung im Alter angewiesen sein?
Ob für eine Person künftig Anspruch auf Leistungen der Grundsicherung im Alter
und bei Erwerbsminderung besteht, hängt von einer Vielzahl auch individueller
Einflussfaktoren ab und kann nicht seriös abgeschätzt werden. Dies gilt für
Erwerbstätige in allen Berufen.
Darüber hinaus liefert die Statistik zur Grundsicherung im Alter und bei
Erwerbsminderung nach dem 4. Kapitel SGB XII auch keine Zahlen über den heutigen
Bezug von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung ehemals in der
Kultur- und Kreativwirtschaft Erwerbstätiger, da ausgeübte Berufe für den
Grundsicherungsbezug nicht leistungsrelevant sind und daher auch nicht in der
Statistik erfasst werden.
10. Wie viele Selbstständige aus der Kultur- und Kreativwirtschaft sind in der
gesetzlichen Rentenversicherung versichert (bitte nach freiwillig
Versicherten und Pflichtversicherten aufschlüsseln), und wie viele davon sind es über
die Künstlersozialkasse?
Die Statistik der Deutschen Rentenversicherung erfasst die Anzahl der
selbstständigen Künstler und Publizisten, die nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz
am 31. Dezember (Stichtagsauswertung) in der gesetzlichen Rentenversicherung
Deutschland
Stichtag: 31.12.2015
absolut
Anteil in
Prozent (an
Spalte 2)
absolut
Anteil in
Prozent (an
Spalte 2)
absolut
Anteil in
Prozent (an
Spalte 2)
1 2 3 4 5 6 7 8
Insgesamt 20.561.597 20.239.290 294.056 1,5 3.482.258 17,2 16.462.976 81,3
Kultur- und
Kreativw irtschaft 696.762 685.780 9.312 1,4 70.496 10,3 605.972 88,4
Erstellungsdatum: 22.03.2017, Zentraler Statistik-Service © Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte nach Klassen monatlicher Bruttoarbeitsentgelte
31. Dezember 2015
Berichtsmonat WZ 2008
Sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte der Kerngruppe nach Klassen monatlicher
Bruttoarbeitsentgelte und ausgewählten Wirtschaftszweigen (WZ 2008)
Insgesamt
mit Angabe
zum Entgelt
bis 1000 € über 1000 bis 2000 € über 2000 €
versichert sind. Am 31. Dezember 2015 waren es 177 002 Männer und Frauen.
Die Anzahl der Versicherten, die in der Kultur- und Kreativwirtschaft tätig sind,
lässt sich der Statistik der Deutschen Rentenversicherung nicht entnehmen.
11. Wie viele der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmerinnen
und Arbeitnehmer im Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft sind
befristet beschäftigt, und wie viele unbefristet (bitte für die Jahre 2010 bis 2016
aufschlüsseln)?
Hierzu liegen der Bundesregierung keine Erkenntnisse vor, da das Merkmal
Befristung in der Beschäftigungsstatistik nicht ausgewertet werden kann.
12. Welche Studien zur sozialen Lage von Beschäftigten in der Kultur- und
Kreativwirtschaft sind der Bundesregierung bekannt?
Der Bundesregierung sind folgende Studien bewusst bekannt bzw. von ihr in
Auftrag gegeben worden, die sich auch mit Fragen zur sozialen Lage von
Beschäftigten in der Kultur- und Kreativwirtschaft befassen; es kann nicht ausgeschlossen
werden, dass weitere, evtl. ältere Studien existieren, von denen die
Bundesregierung nur beiläufig Kenntnis erlangt hat.
Deutscher Kulturrat: „Frauen in Kultur und Medien. Ein Überblick über
aktuelle Tendenzen, Entwicklungen und Lösungsvorschläge“ (2016)
Lisa Basten: „Wir Kreative! Das Selbstverständnis einer Branche“ (2016)
Studie der Hans-Böckler-Stiftung Nr. 319: Maximilian Norz: „Faire
Arbeitsbedingungen in den Darstellenden Künsten und der Musik?!“ (2016)
Destatis: „Beschäftigung in Kultur und Kulturwirtschaft. Sonderauswertung
aus dem Mikrozensus“ (2015)
Deutscher Kulturrat: „Arbeitsmarkt Kultur. Zur wirtschaftlichen und sozialen
Lage in Kulturberufen“ (2013)
Friedrich-Ebert Stiftung, Bührmann, Dierschke: „Gutachten zur sozialen Lage
von Kultur- und Medienschaffenden und Kreativen“ (2012)
IFB Nürnberg: „Die Lage der freien Berufe“ (2012)
Marlies Hummel: „Die wirtschaftliche und soziale Situation der bildenden
Künstlerinnen und Künstler, Schwerpunkt: Die Lage der Künstlerinnen“
(2005).
Zudem liefert der jährliche Monitoringbericht des BMWi zu ausgewählten
Eckdaten der Kultur- und Kreativwirtschaft zahlreiche Informationen. Im Jahr 2017
ist das Schwerpunktthema „Arbeit und Qualifizierung“; die Auswertung zum
Schwerpunktthema wird voraussichtlich im Rahmen des Gesamtberichtes im
November 2017 vorliegen.
Fragen zur „Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft“ und zum Kompetenzzentrum
Kultur- und Kreativwirtschaft
13. Wie viele Personen werden beim Kompetenzzentrum Kultur- und
Kreativwirtschaft beschäftigt, und welche Tätigkeiten üben sie im Einzelnen aus?
Das Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes beschäftigt
insgesamt elf Personen; zudem sind drei Selbstständige dem Kompetenzzentrum
zugeordnet.
Zu den Tätigkeiten im Einzelnen:
Projektassistenz – eine Stelle,
Projektorganisation – eine Stelle,
Bereich Innovation und Impuls – eine Stelle,
Bereich Gründung und Wachstum – eine Stelle,
Bereich Internationales und Export – eine Stelle,
Bereich Kultur, Arbeit und Gesellschaft – eine Stelle,
Veranstaltungsorganisation – zwei Stellen,
Volontariat Veranstaltungsorganisation – eine Stelle,
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit – zwei Stellen.
Zugeordnet sind dem Kompetenzzentrum:
als Projektleitung die Geschäftsführer der u-institut Backes & Hustedt GbR,
als Teil der Arbeitsgemeinschaft im Bereich der wissenschaftlichen Analysen
der Leiter des Büros für Kulturwirtschaftsforschung.
14. Welche Projekte, Preise, Wettbewerbe und Veranstaltungen wurden bzw.
werden in den Jahren 2010 bis 2017 von der Bundesinitiative oder dem
Kompetenzzentrum mit welchen Summen gefördert und/oder (mit)finanziert
(bitte nach Jahren aufschlüsseln)?
Durch die Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung wurden
neben den in der Antwort zu Frage 15 genannten Aktivitäten folgende Projekte,
Preise, Wettbewerbe und Veranstaltungen gefördert oder (mit)finanziert:
Jahr Maßnahme Ausgaben
(€)
2010 RKW-Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft (incl. 8 Regionalbüros) 1.253.500
2010 Stiftung Preußischer Kulturbesitz – Projekt Markenbildung und
Fundraisingentwicklung
391.736
2010 Deutsches Filminstitut – filmportal.de 180.000
2010 International Designers Network – German Fashion Film Award 13.500
2010 u-institut e. V./RKW- Kompetenzzentrum-Wettbewerb Kreativpiloten Deutschland
I und II
168.700
2010 Initiative Musik – Portrait der Spielstätten/Clubs in Deutschland 39.300
2010 8 Regionalkonferenzen (Essen, Hannover, Hamburg, Berlin, Leipzig, Frankfurt/M.,
München, Stuttgart) Vorstellung des neuen RKW-Kompetenzzentrum KuK
375.683
2010 Preisverleihung Kreativpiloten Deutschland I 114.025
2010 Jahreskonferenz Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft 2010 299.670
2010 Hearing „Kultursponsoring“ 55.487
2010 Gründerwoche – Workshop Mainz (19.11.) 58.019
2010 Hearing „Kreative Stadt“ 82.288
2010 Strategie-Workshop Open Space des IETM (15.-18.4.) 66.851
Jahr Maßnahme Ausgaben
(€)
2010 KuK-Initiative-Stand Frankfurter Buchmesse 2.718
2011 RKW-Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft (incl. 8 Regionalbüros) 1.305.500
2011 u-institut e. V./RKW-Kompetenzzentrum – Wettbewerb Kreativpiloten
Deutschland II und III
458.300
2011 Internationales Tanztheaterinistitut (ITI) – Innovationspunkt Europäische Märkte
für Kreative
54.116
2011 Bundesarchitektenkammer – NAX-Länderdatenbank 67.830
2011 RMC Medien+Kreativ Consult – Entwicklung branchenübergreifender Tools als
Basis für eine optimierte Finanzierung für Unternehmen der Kreativwirtschaft
(Kre-Wi-Tools)
60.000
2011 Newthinking Communications – CoThinkTank 2011, Social Business Innovation 20.000
2011 8 RKW-Regionalkonferenzen (Essen, Hannover, Hamburg, Berlin, Leipzig,
Frankfurt/M., München, Stuttgart): Vorstellung des neuen RKW-Kompetenzzentrum
KuK
3.785
2011 Konferenz Förderung des Unternehmertums in der Kreativwirtschaft . 10.600
2011 Preisverleihung Kreativpiloten Deutschland II und Jahreskonferenz Initiative
Kultur- und Kreativwirtschaft 2011 (zweitägig)
244.699
2011 Initiative Musik – Portrait der Spielstätten/Clubs in Deutschland 21.059
2012 RKW-Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft (incl. 8 Regionalbüros) 1.605.000
2012 u-institut e. V./RKW-Kompetenzzentrum – Wettbewerb Kreativpiloten
Deutschland II und III
532.799
2012 Bundesarchitektenkammer – NAX-Länderdatenbank 74.970
2012 Preisverleihung Kreativpiloten Deutschland II und Jahreskonferenz Initiative
Kultur- und Kreativwirtschaft 2012 (zweitägig)
375.029
2012 Internationales Tanztheaterinistitut (ITI) – Kultur- und Kreativwirtschaft im
Dialog: Innovation und kreatives Marketing im Bereich Darstellende Kunst
34.583
2013 RKW-Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft (incl. 8 Regionalbüros)
mit Netzwerkaktivitäten und Veranstaltungen
1.777.000
2013 u-institut e. V.- Projekt Co-Piloten I 58.607
2013 u-institut e. V./RKW-Kompetenzzentrum – Wettbewerb Kreativpiloten
Deutschland III und IV
625.750
2013 RKW Thüringen – 2-Länder-Projekt „Kreativwirtschaftliche Innovationen für mehr
Wachstum und Wert-schöpfung im Mittelstand – begleitende Analyse von
Maßnahmen zur Förderung von kooperativen Innovationsprozessen“
83.075
2013 Preisverleihung Kreativpiloten Deutschland III 193.569
2013 Showtec-Forum: Theater und Kulturräume im 21. Jahrhundert (Deutsche
Theatertechnische Gesellschaft, DTHG)
46.349
2014 RKW-Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft (incl. 8 Regionalbüros)
mit Netzwerkaktivitäten und Veranstaltungen
1.761.000
2014 u-institut e. V.- Projekt Co-Piloten I 61.884
2014 u-institut e. V./RKW-Kompetenzzentrum – Wettbewerb Kreativpiloten
Deutschland IV und V
322.301
Jahr Maßnahme Ausgaben
(€)
2014 RKW Thüringen – 2-Länder-Projekt „Kreativwirtschaftliche Innovationen für mehr
Wachstum und Wert-schöpfung im Mittelstand – begleitende Analyse von
Maßnahmen zur Förderung von kooperativen Innovationsprozessen“
85.100
2014 Rat für Formgebung – Deutscher Marken- und Designkongress 2014 40.000
2014 Wettbewerb Bundesdesignpreis 2014 des BMWi 140.000
2014 Preisverleihung Kreativpiloten Deutschland IV und Jahreskonferenz Initiative
Kultur- und Kreativwirtschaft 2014 (zweitägig)
390.999
2015 u-institut e. V. – Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft (incl. 8
Regionalbüros) mit Netzwerkaktivitäten und Veranstaltungen
1.592.641
2015 RKW-Bremen: Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft 67.288
2015 u-institut e. V./RKW-Kompetenzzentrum – Wettbewerb Kreativpiloten
Deutschland V und VI
191.600
2015 Deutscher Kulturrat – Konferenz „Kunst und Kommerz – Kultur- und
Kreativwirtschaft in der Diskussion“
60.000
2015 Rat für Formgebung – Deutscher Marken- und Designkongress 2014 10.000
2015 Preisverleihung Kreativpiloten Deutschland VI 221.565
2015 Rat für Formgebung – Design. Innovation. Europe – Kongress 60.000
2015 Deutsche Theatertechnische Gesellschaft, DTHG – Symposium Stage Set Scenery 19.855
2016 u-institut e. V.- Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft (Rest 2015) 5.595
2016 Arbeitsgemeinschaft: u-institut e. V./Backes&Hustedt GbR/Büro für
Kulturwirtschaftsforschung – (neues) Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft
1.563.125
2016 u-institut e. V.- Wettbewerb Kreativpiloten Deutschland VI und VII 318.400
2016 Dachverband Tanz Deutschland – Verwertungs- und Exportförderung im Markt für
die Darstellenden Künste, Fokus Tanz
100.000
2016 Deutscher Kulturrat – Workshops zur Geschlechtergerechtigkeit: Frauen in Kultur
und Medien
43.300
2016 Preisverleihung Kreativpiloten Deutschland VII und Jahreskonferenz Initiative
Kultur- und Kreativwirtschaft 2016 (zweitägig)
329.270
Bis
31.3.2017
Arbeitsgemeinschaft: u-institut e. V./Backes&Hustedt GbR/Büro für
Kulturwirtschaftsforschung – (neues) Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft
430.047
Bis
31.3.2017
Auftragserweiterung Kompetenzzentrum – Creative Camps (Arbeitsgemeinschaft:
u-institut e. V./Backes&Hustedt GbR/Büro für Kulturwirtschaftsforschung –
Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft)
305.830
Bis
31.3.2017
Auftragserweiterung Kompetenzzentrum – Creative Trophy/Phase XI
(Arbeitsgemeinschaft: u-institut e. V./Backes&Hustedt GbR/Büro für
Kulturwirtschaftsforschung – Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft)
1.692.775
Bis
31.3.2017
u-institut e. V.- Wettbewerb Kreativpiloten Deutschland VII 66.000
Bis
31.3.2017
Internationales Tanztheaterinistitut (ITI) – Onlineportal
www.touring-artists.info –
Erweiterung um den Schwerpunkt „Kultur- und Kreativwirtschaft“
76.970
Bis
31.3.2017
bpk – Bildagentur 460.000
Darüber hinaus hat das Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft im
Auftrag der Bundesregierung bis Ende 2015 Orientierungsberatungen und
Veranstaltungen durchgeführt. Für „Netzwerkaktivitäten und Veranstaltungen“ gab
es 2013 ein Budget in Höhe von 357 000 Euro, in 2014 von 435 000 Euro und in
2015 von 430 000 Euro. Eine detaillierte Kostenübersicht aller Veranstaltungen
liegt der Bundesregierung nicht vor. Zum Gesamtbudget und zu den daraus
finanzierten Veranstaltungen wird auf die Antworten zu den Fragen 16 und 18
verwiesen.
15. Welche Kosten wurden bzw. werden in den Jahren 2010 bis 2017 von der
Bundesinitiative und/oder dem Kompetenzzentrum für die folgenden
Verwendungszwecke aufgewendet (bitte nach Jahren aufschlüsseln):
a) Wirtschaftsfilmpreis,
Jahr Maßnahme Ausgaben
(€)
2010 Wettbewerb Deutscher Wirtschaftsfilmpreis 2010 des BMWi 135.175
2011 Wettbewerb Deutscher Wirtschaftsfilmpreis 2011 des BMWi 201.056
2012 Wettbewerb Deutscher Wirtschaftsfilmpreis 2012 des BMWi 263.587
2013 Wettbewerb Deutscher Wirtschaftsfilmpreis 2013 des BMWi 259.581
2014 Wettbewerb Deutscher Wirtschaftsfilmpreis 2014 des BMWi 309.181
2015 Wettbewerb Deutscher Wirtschaftsfilmpreis 2015 des BMWi 268.036
2016 Wettbewerb Deutscher Wirtschaftsfilmpreis 2016 des BMWi 282.621
2017 Wettbewerb Deutscher Wirtschaftsfilmpreis 2017 des BMWi (Ausgaben bis 31.3.2017) 71.952
b) jährlicher Monitoringbericht,
2010 Vorstellung Monitoring KuK-Kennzahlen 2009 (LV Niedersachen, mit PK) 17.769
2010 Monitoring der KuK-Kennzahlen 2009 21.400
2011 Monitoring der KuK-Kennzahlen 2010 21.400
2013 Monitoring der KuK-Kennzahlen 2011 21.270
Darüber hinaus wurde und wird der Monitoringbericht aus Mitteln des Referates
„Wirtschafts- und strukturpolitische Forschung“ des BMWi finanziert.
c) Studien zu Teilmärkten (bitte einzeln aufführen),
2010 Studie: Handwerk und KuK (ZDH) 39.519
2011 Studie: Handwerk und KuK (ZDH) 75.541
2015 Kofinanzierung Studie mit Land Hamburg und Verbänden: Volkswirtschaftliche
Bedeutung und wirtschaftliche Gesamtlage der Deutschen Musikwirtschaft
25.000
2016 Hamburg Media School – Studie zur Games-Branche in Deutschland 40.000
Die vom BMWi in Auftrag gegebene Studie „Wirtschaftliche Bedeutung der
Filmindustrie in Deutschland“, die am 2. Februar 2017 offiziell vorgestellt wurde,
wurde aus Mitteln des Referates „Wirtschafts- und strukturpolitische Forschung“
finanziert.
d) Öffentlichkeitsarbeit (bitte aufschlüsseln nach Internetportal, gedruckten
Publikationen, Give-aways/Roll-ups für Veranstaltungen, Werbung zum
Deutschen Wirtschaftsfilmpreis, allgemeiner Öffentlichkeitsarbeit),
2010 Redaktionelle Pflege Internetportal der KuK-Initiative (PID) 47.588
2010 technisch/organisatorischer Aufbau und Pflege Internetportal der KuK-Initiative (init) 164.607
2010 Layout, Druckkosten – Broschüren/Publikationen/Flyer Give-aways/Roll-ups 113.858
2011 Redaktionelle Pflege Internetportal der KuK-Initiative (PID) 69.517
2011 technisch/organisatorische Pflege Internetportal der KuK-Initiative (init) 32.154
2011 Broschüren/Publikationen/Flyer (Layout, Druckkosten) 31.654
2011 Give-aways/Roll-ups 15.867
2012 technisch/organisatorische Pflege Internetportal der KuK-Initiative (init) 29.750
2012 Redaktionelle Pflege Internetportal der KuK-Initiative (PID) 93.416
2012 Broschüren/Publikationen/Flyer (Layout, Druckkosten) 31.962
2012 Give-aways/Roll-ups 33.047
2013 technisch/organisatorische Pflege Internetportal der KuK-Initiative (init) 43.782
2013 Redaktionelle Pflege Internetportal der KuK-Initiative (PID) 100.179
2013 Broschüren/Publikationen/Flyer (Layout, Druckkosten) 37.669
2014 technisch/organisatorische Pflege Internetportal der KuK-Initiative (init) 40.447
2014 Präsentation Fachdialog zur KuK-Initiative 2.318
2014 Redaktionelle Pflege Internetportal der KuK-Initiative (PID) 85.655
2014 Broschüren/Publikationen/Flyer (Layout, Druckkosten) 51.728
2014 Give-aways/Roll-ups 20.650
2015 technisch/organisatorische Pflege Internetportal der KuK-Initiative (init) 42.624
2015 Redaktionelle Pflege Internetportal der KuK-Initiative (PID) 50.402
2015 Give-aways/Roll-ups 9.614
2015 Broschüren/Publikationen/Flyer (Layout, Druckkosten) 15.753
2016 technisch/organisatorische Pflege Internetportal der KuK-Initiative (init) 108.463
2016 Redaktionelle Pflege Internetportal der KuK-Initiative (PID) 90.566
2016 Give-aways/Roll-ups 10.052
2016 Broschüren/Publikationen/Flyer (Layout, Druckkosten) 24.621
2017 Vorstellung Filmstudie/filmpolitischer Empfang 34.228
2017 Redaktionelle Pflege Internetportal der KuK-Initiative (PID) 14.526
2017 Broschüren/Publikationen/Flyer (Layout, Druckkosten) 12.531
e) Workshops zum Thema Finanzierung,
2010 Finanzierungsworkshop (mit KfW) 52.182
2011 Newthinking Communications – Crowdfunding Konferenz 11.500
f) Förderdatenbank des Bundes,
Die Förderdatenbank des Bundes wird aus den allgemeinen Mitteln der
Öffentlichkeitsarbeit des BMWi finanziert.
g) Informationsbroschüren,
2011 Reihe InfoKreativ: Computerspiele 20.645
2011 Reihe Im Fokus: Innovation und Kultur- und Kreativwirtschaft 34.507
2011 Reihe Im Fokus: 11 Impulse für morgen, Kreativität als Motor für nachhaltiges und
erfolgreiches Wirtschaften
70.288
2011 Reihe Im Fokus: Handwerk und Kultur- und Kreativwirtschaft 23.742
2012 Reihe Im Fokus: Handwerk und Kultur- und Kreativwirtschaft 12.244
2012 Reihe Im Fokus: Zukunftswerkstatt Qualifizierung (Bremer Gespräche) 48.163
Neben den hier aufgelistete Publikationen wurden weitere zahlreiche
Publikationen durch das BMWi herausgegeben; diese wurden im Rahmen der allgemeinen
Öffentlichkeitsarbeit publiziert wie unter Buchstabe d aufgeführt und sind auf der
Webseite der Initiative verfügbar:
www.kultur-kreativ-wirtschaft.de.
h) Gutachten (bitte Titel, Auftragnehmer und Kosten aufführen),
2011 Prognos-Studie: Die Kultur- und Kreativwirtschaft in der gesamtwirtschaftlichen
Wertschöpfungskette – Wirkungsketten, Innovationskraft, Potenziale (1. Rate)
48.408
2012 Workshop zum Forschungsgutachten „Öffentlich geförderter, intermediärer und privater
Kultursektor – Wirkungsketten, Interdependenzen, Potenziale“
5.669
2012 Prognos-Studie: Die Kultur- und Kreativwirtschaft in der gesamtwirtschaftlichen
Wertschöpfungskette – Wirkungsketten, Innovationskraft, Potenziale (2. Rate)
48.408
2013 Prognos-Studie: Die Kultur- und Kreativwirtschaft in der gesamtwirtschaftlichen
Wertschöpfungskette – Wirkungsketten, Innovationskraft, Potenziale (3. Rate incl.
Workshop)
48.408
i) Dialog mit Wirtschaftsverbänden über gemeinsame Projekte und über den
Innovationstransfer,
Einzelne Dialogveranstaltungen mit Wirtschaftsverbänden sind in der Antwort zu
Frage 14 aufgeführt. Darüber hinaus ist das BMWi mit den Verbänden der
Teilbranchen der Kultur- und Kreativwirtschaft und Verbänden anderer Branchen
regelmäßig im Dialog; Kosten für solche im BMWi stattfindenden
Dialogveranstaltungen entstehen grundsätzlich nicht.
j) Maßnahmen im Bereich des Schwerpunkts des Jahres 2016 „Export und
Internationales“ (bitte nach Maßnahmen aufschlüsseln)?
Maßnahmen im Bereich des Schwerpunktthemas des Jahres 2016 „Export und
Internationales“ wurden während der Jahreskonferenz 2016 der Initiative Kultur-
und Kreativwirtschaft thematisiert; es wurde zudem eine Auswertung zum
Schwerpunkt im Monitoringbericht 2016 mit Blick auf ausgewählte
wirtschaftliche Eckdaten der Kultur- und Kreativwirtschaft vorgenommen. Auf Basis der
gewonnenen Erkenntnisse wurden vom BMWi bereits für 2017 die ergänzende
Finanzierung ausgewählter Projekte der Kultur- und Kreativwirtschaft im Rahmen
des Markterschließungsprogramms des BMWi unterstützt. Die entsprechenden
Vorhaben sind derzeit ausgeschrieben. Bei Realisierung ist für einzelne
Markterschließungsreisen schätzungsweise mit Kosten in Höhe von ca. 80 000 Euro
(brutto) zu rechnen.
Des Weiteren wurden im Bereich Export und Internationales folgende Projekte
(auch in Vorjahren) unterstützt:
2010 Initiative Musik – South by Southwest Austin/Texas 2010/2011 133.850
2011 Initiative Musik – South by Southwest Austin/Texas 2012 97.650
2011 Rat für Formgebung – Business of Design Week Hongkong 100.000
2012 Initiative Musik – South by Southwest Austin/Texas 2012 45.139
2012 DIHK e. V. (AHK San Francisco) – Kreativsymposium in San Francisco 49.800
2013 Initiative Musik – South by Southwest Austin/Texas 2012/2013/2014 79.139
2013 DIHK e. V. (AHK San Francisco) – Kreativsymposium in LA 39.500
2014 Initiative Musik – South by Southwest Austin/Texas 2014/2015 112.874
2015 Initiative Musik – South by Southwest Austin/Texas 2015/2016 108.410
2016 Initiative Musik – South by Southwest Austin/Texas 2016/2017 78.814
2016 Rat für Formgebung – London Design Biennale 2016 30.000
2017 Initiative Musik – South by Southwest Austin/Texas 2017 66.859
16. In welcher Höhe erhält das Projektbüro des Kompetenzzentrums Kultur- und
Kreativwirtschaft seit seiner Gründung Bundesmittel (bitte nach Jahren
aufschlüsseln)?
Für das Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft (Projektbüro und
Arbeitspakete) stehen seit der Gründung Bundesmittel in der folgenden Höhe zur
Verfügung:
Jahr Träger Summe
(€)
2010 RKW-Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft (incl. 8 Regionalbüros) 1.253.500
2011 RKW-Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft (incl. 8 Regionalbüros) 1.305.500
2012 RKW-Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft (incl. 8 Regionalbüros) 1.605.000
2013 RKW-Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft (incl. 8 Regionalbüros) mit Netzwerkaktivitäten und Veranstaltungen 1.777.000
2014 RKW-Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft (incl. 8 Regionalbüros) mit Netzwerkaktivitäten und Veranstaltungen 1.761.000
2015 u-institut e. V. /RKW Bremen – Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft (incl. 8 Regionalbüros) mit Netzwerkaktivitäten und Veranstaltungen 1.659.929
2016 Arbeitsgemeinschaft: u-institut e. V./Backes&Hustedt GbR/Büro für Kulturwirt-schaftsforschung – (neues) Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft 1.761.200
2017 Arbeitsgemeinschaft: u-institut e. V./Backes&Hustedt GbR/Büro für Kulturwirt-schaftsforschung – (neues) Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft 3.738.385
17. Wie viele Mittel stehen im Rahmen der Arbeit des Kompetenzzentrums seit
seiner Gründung für wissenschaftliche Analysen bereit (bitte nach Jahren
aufschlüsseln)?
In der Arbeit des Kompetenzzentrums gab es vor 2016 keine spezifischen Mittel
für die wissenschaftliche Analyse; diese wurden bedarfsorientiert aus dem
allgemeinen Budget finanziert. Für wissenschaftliche Analysen stehen seit Anfang
2016 92 820,00 Euro (brutto) pro Jahr zur Verfügung. Es sind bislang
wissenschaftliche Dossiers zu den Themen „Internationale Perspektiven zur Kultur- und
Kreativwirtschaft, „Innovation“ und „Digitalisierung“ erschienen. Darüber
hinaus wurde 2016 eine wissenschaftliche Konferenz zu den internationalen
Perspektiven der Kultur- und Kreativwirtschaft durchgeführt. 2017 findet ein
wissenschaftlicher Workshop zur europäischen Perspektive statt.
18. Wie viele Netzwerkveranstaltungen hat das Kompetenzzentrum Kultur- und
Kreativwirtschaft seit 2010 jährlich organisiert, und wie viele Kreative
haben daran jährlich teilgenommen (bitte nach Jahren aufschlüsseln)?
Das Kompetenzzentrum hat seit Bestehen über 700 Netzwerkveranstaltungen im
engeren Sinne durchgeführt (siehe Tabelle). Dabei sind nur die jeweils vom
Kompetenzzentrum selbst organisierten Veranstaltungen aufgeführt.
2010 42
2011 146
2012 150
2013 98
2014 83
2015 100
2016 82
Die Zahl der Veranstaltungen beinhaltet auch teilweise
Kooperationsveranstaltungen. Darüber hinaus haben Vertreter des Kompetenzzentrums an zahlreichen
externen Veranstaltungen mit eigenen Beiträgen teilgenommen sowie weitere
Veranstaltungen und Termine mit Multiplikatoren durchgeführt.
Im Zeitraum von 2010 bis August 2014 haben mehr als 12 505 Teilnehmerinnen
und Teilnehmer an regionalen Orientierungsveranstaltungen teilgenommen, die
zumeist Workshop-Charakter hatten. Eine Aufschlüsselung der Anzahl der
teilnehmenden Kreativen an reinen Netzwerkveranstaltungen liegt der
Bundesregierung nur für die Jahre 2015 und 2016 vor. In 2015 nahmen 3 349 Teilnehmer an
Netzwerkveranstaltungen teil, in 2016 waren es 3 138. Da die
Netzwerkveranstaltungen teilweise offen organisiert sind, konnten nicht alle Teilnehmer erfasst
werden (freiwillige Teilnehmerangaben).
19. In welcher Höhe hat der Wettbewerb Kultur- und Kreativpiloten
Deutschland in den Jahren 2010 bis 2017 Projektförderung aus Mitteln der „Initiative
Kultur- und Kreativwirtschaft“ erhalten (bitte nach Jahren aufschlüsseln)?
Es wird auf die Antworten zu den Fragen 14 und 15 verwiesen.
20. Wie viel Prozent der im Rahmen des Wettbewerbs Kultur- und
Kreativpiloten seit 2010 ausgezeichneten Projekte waren jeweils ein Jahr nach der
Auszeichnung noch aktiv (bitte nach Jahren aufschlüsseln)?
2010: 100 Prozent
2011: 96 Prozent
2012: 99,2 Prozent
2013: 100 Prozent
2014: 99,2 Prozent
2015: 96 Prozent
2016: Keine Angabe möglich, da die Projektlaufzeit noch nicht abgeschlossen ist.
21. Welche Kosten sind mit dem Fellowprogramm des Kompetenzzentrums
verbunden (bitte für die Jahre 2016 und 2017 aufschlüsseln)?
Die Kosten für das Fellows-Programm belaufen sich im Jahr 2016 auf
35 000 Euro (netto) sowie im Jahr 2017 auf voraussichtlich 50 000 Euro (netto).
22. Welcher Anteil dieser Kosten entfällt in Form von Reisekosten und
Aufwandsentschädigungen auf die Fellows?
Schätzungsweise 70 Prozent der in der Antwort zu Frage 21 genannten Kosten
entfällt auf Reisekosten und Aufwandsentschädigungen, der Rest entfällt auf die
Unterbringungskosten und Bewirtung bei den Fellow-Foren (nur relevant für
2017) sowie die grafische Aufbereitung der durchgeführten Trendbefragungen
zur Veröffentlichung.
23. In welcher Weise wird die Beratungstätigkeit der Fellows dokumentiert?
Die Fellows werden auf vielfältige Weise beim Kompetenzzentrum eingebunden;
eine konkrete Beratungstätigkeit im engeren Sinne ist nicht vorgesehen, die
Fellows engagieren sich freiwillig und ehrenamtlich.
Die Idee der Fellows ist ein überregionales „Radar der Radare“. Die Fellows
unterstützen das Kompetenzzentrum bei der Erreichung seiner Ziele. Sie werden
tätig als unabhängige Botschafter und Multiplikatoren für die Branche und das
Kompetenzzentrum. Die Fellows nehmen eine bundesweite Radarfunktion in
dem Sinne ein, dass sie Entwicklungen für die Kultur- und Kreativwirtschaft
identifizieren, neue Themen, Trends und Talente in der Branche vermitteln und
Erkenntnisse und Impulse insbesondere auch an Schnittstellen zu anderen
Wirtschaftsbranchen wie auch zu gesellschaftlichen Handlungsfeldern einbringen. Sie
sichern so einen praxisnahen Informationsfluss zwischen Regionen, Ländern und
dem Bund. Die Fellows sind gut vernetzte Kreativunternehmer oder haben durch
ihre Schnittstellenfunktion einen intensiven Einblick in die Entwicklungen der
Kultur- und Kreativwirtschaft. Die elf Teilmärkte der Kultur- und
Kreativwirtschaft werden durch die Zusammensetzung abgedeckt, auf ein ausgewogenes
Geschlechterverhältnis wird bei der Auswahl ebenso geachtet wie auf eine
ausgeglichene Abbildung der Altersstufen und Regionen. Zusätzlich werden einige
Fellows auf internationaler Ebene berufen.
Eine Dokumentation der Aktivitäten der Fellows erfolgt intern durch die
sogenannten Trendradare, die aus Onlinebefragungen des Netzwerks resultieren; eine
strukturierte Zusammenfassung der durchgeführten Trendradare soll in einer
öffentlichen Publikation Ende 2017 erscheinen. Zwischenzeitlich werden
Aktivitäten der Fellows in Form von Magazinbeiträgen des Kompetenzzentrums online
verfügbar gemacht. Darüber hinaus fließen die Aktivitäten in Form von
Protokollen beispielsweise aus dem Fellowforum ein in die Evaluation und den
Jahresendbericht 2017 des Kompetenzzentrums.
24. An welchen Veranstaltungen des Kompetenzzentrums nehmen die Fellows
teil?
Die Fellows werden als Experten in einer Vielzahl von Veranstaltungen des
Kompetenzzentrums eingebunden. Zu nennen sind insbesondere die
Veranstaltungsformate des Kompetenzzentrums „Dialog“, „Innensichten“, die geplanten
„Praxis-Workshops“, Kooperationsveranstaltungen und das Fellow-Forum.
25. Wie viele Kreative aus welchen Teilbranchen haben seit 2010 Beratungen
der „Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft“ bzw. der regionalen
Kompetenzzentren in Anspruch genommen (bitte nach Jahren aufschlüsseln)?
Das Kompetenzzentrum hat bis Ende 2015 mehr als 13 000
Orientierungsberatungen durchgeführt (siehe Tabelle).
2010 1890
2011 2842
2012 3041
2013 2598
2014 2163
2015 1087
In 2015 konnten zusätzlich 1 293 Klientinnen und Klienten durch die Info-
Hotline und regionale Beratungsstrukturen von den Orientierungsberatungen
profitieren.
Eine Aufschlüsselung nach Teilmärkten zeigt für die Jahre 2010 und 2011 einen
Fokus auf Kunstmarkt und Designwirtschaft (Ergebnisse der Onlinebefragung
durch das Kompetenzzentrum im Zeitraum 2010 und 2011).
2010:
2011:
Anmerkungen der Befragungsteilnehmer legen nahe, dass der Anteil derer, die
sich keinen Teilmärkten zuordnen konnten, teilweise darauf zurückgeführt
werden kann, dass sich einige Unternehmen verschiedenen Teilbranchen zugehörig
fühlten. In den Jahren 2012 und 2013 bestätigt sich die Tendenz der Fokussierung
auf Kunstmarkt und Designwirtschaft.
2012:
2013:
Für 2014 erfolgte aufgrund des Trägerwechsels des Kompetenzzentrums keine
befragungsbasierte Evaluierung der Teilmärkte der Orientierungsberatung. Im
Jahr 2015 ergab sich bei den Orientierungsberatungen nach Teilmarkt ein
ähnliches Bild (Angabe in Prozent unter 250 Befragten):
Aggregierte Daten zu den von den Bundesländern in 2016 durchgeführten
Orientierungsberatungen liegen der Bundesregierung nicht vor.
26. Zu welchen Themen wurde beraten (bitte nach Häufigkeit aufschlüsseln)?
Kreativunternehmerinnen und Kreativunternehmer, die eine Beratung durch das
Kompetenzzentrum in Anspruch genommen haben, taten dies mehrheitlich, um
sich zunächst zu orientieren (hierzu wird auf die folgende Abbildung mit einer
Auswertung für das Jahr 2015 verwiesen). Die Beratung „Allgemeine
Orientierung“ beschäftigt sich u. a. mit der Frage nach der Unternehmerpersönlichkeit des
Klienten oder der Klientin und untersucht das unternehmerische und
geschäftliche Potential der vorgestellten Idee. Die Befähigung der Kreativen,
unternehmerisch zu handeln, steht zentral im Mittelpunkt. Dies bestätigt auch die hohe
Nachfrage zum Thema „Existenzgründung“ (31 Prozent). In den
Orientierungsberatungen wurden mehrheitlich grundlegende Fragen zum Unternehmertum in der
Kultur- und Kreativwirtschaft gemeinsam diskutiert. In der Periode bis 2015
stellten für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Orientierungsberatungen die
Vernetzung innerhalb der Branche, die Öffentlichkeitsarbeit für die Branche
sowie der Zugang zu Fördermaßnahmen und der Zugang zu Märkten die zentralen
Themen dar.
32,4%
0,8%
2,4%
20,0%
4,0%
16,0%
6,0%
5,2%
3,2%
0,4%
1,6%
2,4%
5,6%
0,0% 5,0% 10,0% 15,0% 20,0% 25,0% 30,0% 35,0%
keine Angabe
Architekturmarkt
Buchmarkt
Designwirtschaft
Filmwirtschaft
Kunstmarkt
Markt für darstellende Künste
Musikwirtschaft
Pressemarkt
Rundfunkwirtschaft
Software-/Games-Industrie
Werbemarkt
Sonstige
27. In welcher Weise wird überprüft, ob die Arbeit der „Initiative Kultur- und
Kreativwirtschaft“ bzw. des Kompetenzzentrums Kultur- und
Kreativwirtschaft zu einem größeren wirtschaftlichen Erfolg der Kreativen führt?
28. In welcher Weise wird die Arbeit der „Initiative Kultur- und
Kreativwirtschaft“ evaluiert?
29. In welcher Weise wird die Arbeit des Kompetenzzentrums Kultur- und
Kreativwirtschaft evaluiert?
Die Fragen 27 bis 29 werden gemeinsam beantwortet.
Allein von 2012 bis 2015 haben sich die wirtschaftlichen Eckdaten der Kultur-
und Kreativwirtschaft stetig verbessert. 2012 erzielte die Branche ein
Umsatzvolumen von 143 Mrd. Euro. 247 000 Unternehmen beschäftigten rund 772 000
sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. 2015 erzielte die Branche einen Umsatz
von rund 150 Mrd. Euro. 250 600 Unternehmen beschäftigten 834 300
sozialversicherungspflichtig Beschäftigte.
Der einzelne unternehmerische Erfolg ist von zahlreichen Faktoren abhängig. Die
Impulsfunktion des Bundes und die auf die Bundesländer übergegangenen
Orientierungsberatungen verdeutlichen jedoch den Bedarf von speziellen Angeboten
für die Kultur- und Kreativwirtschaft. Das Kompetenzzentrum überprüfte seit
seiner Gründung bis Ende 2015 mit einer Teilnehmerbefragung, inwieweit das
Angebot der Orientierungsberatungen zu einem verbesserten wirtschaftlichen Erfolg
der Kreativen beigetragen hat. Dabei gaben die Befragten an, dass sich sowohl
die Umsatzentwicklung als auch die Entwicklung der Auftrags- und
Kundenzahlen seit der Orientierungsberatung überwiegend positiv entwickelt haben. Danach
sagten beispielsweise 2013 75 Prozent der Befragten, ihre Unternehmung bzw.
ihre Selbstständigkeit habe sich insgesamt positiv entwickelt. 65 Prozent sagten,
die Anzahl der Aufträge und der Umsatz habe sich positiv entwickelt.
Festzustellen ist zudem, dass die Impulse des Bundes in den vergangenen Jahren dazu
geführt haben, dass die Länder und Kommunen mittlerweile eigene Strukturen und
Kompetenzzentren zur Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft auf den Weg
gebracht haben.
Außerdem lassen sich in der Innovationsforschung klare Zusammenhänge bei der
Unterstützung von Infrastruktur-, Beratungs-, Unterstützungs- und
Vernetzungsleistungen und ökonomischen Erfolgsparametern finden, wie zuletzt in der Studie
zu nichttechnischen Innovationen aufgezeigt (hierzu wird auf die Antwort zu
Frage 31 verwiesen). Darüber hinaus liefert der jährliche Monitoringbericht zu
den wirtschaftlichen Eckdaten der Kultur- und Kreativwirtschaft wichtige
Hinweise zur Schwerpunktsetzung oder thematischen Justierung der Arbeit der
Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung. Die Branche ist als
Branche weiter zusammengewachsen. Es gibt zahlreiche Netzwerke von
Kreativunternehmerinnen und Kreativunternehmern in den Kommunen, Regionen und
Ländern. Bundesweite Zusammenschlüsse von Netzwerken sind erfolgt bzw.
weitere sind in Planung.
Die Arbeit der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft wird auf vielfältige Art
und Weise im Rahmen einzelner Projekte evaluiert. Dazu gehört beispielsweise
auch die statistische Erfassung von Reichweiten und Wirkungen (hierzu wird
auch auf die Antworten zu den Fragen 18, 20, 25 und 26 verwiesen). Die Arbeit
der Initiative wird zudem regelmäßig halbjährlich im Arbeitskreis Kultur- und
Kreativwirtschaft der Wirtschaftsministerkonferenz reflektiert. Die Beschlüsse
der Wirtschaftsministerkonferenz vom Juni 2014 sowie vom Dezember 2015
verdeutlichen die positive Einschätzung der Arbeit der Initiative aus Sicht der
Bundesländer und enthalten Forderungen zur Fortsetzung und Stärkung der Arbeit
und der Impulsfunktion für die Unternehmen und die Branche insgesamt. In dem
Beschluss von 2015 wird die Fortsetzung der Bundesinitiative Kultur- und
Kreativwirtschaft sowie die Neuausrichtung des Kompetenzzentrums Kultur- und
Kreativwirtschaft des Bundes ausdrücklich begrüßt.
Das Kompetenzzentrum evaluiert seine Aktivitäten kontinuierlich anhand seiner
Zielstellung und Aufgabe und dokumentiert diese gegenüber seinem
Auftraggeber in fortlaufenden zweiwöchentlichen Sachstandsberichten und halbjährlichen
Evaluationsberichten. In regelmäßigen Abständen wird im Rahmen einer
Steuerungsrunde gemeinsam mit BMWi und BKM ein Überblick über die Arbeit des
Kompetenzzentrums sowie über relevante Themen und Entwicklungen gegeben.
Die weiteren Planungen des Kompetenzzentrums werden in der Steuerungsrunde
abgestimmt. Im Rahmen der Veranstaltungen werden darüber hinaus
Teilnehmerdaten erhoben und die inhaltlichen Rückmeldungen ausgewertet sowie die
Reichweite von Print- und Onlinepublikationen dokumentiert. Ein Beirat aus
Persönlichkeiten aus der Kultur- und Kreativwirtschaft steuert zudem die Arbeit des
Kompetenzzentrums in seiner Ausrichtung. In einem jährlichen
Evaluationsbericht des Kompetenzzentrums werden die entsprechenden Impulse und
Wirkungen dokumentiert. Zudem wurde eine wissenschaftlich begleitende Evaluation
durch das Kompetenzzentrum in Auftrag gegeben und wird voraussichtlich Ende
2017 mit einer ersten Gesamtbetrachtung für die Jahre 2016 und 2017
abgeschlossen sein. Dazu gehört auch die Analyse der Reichweiten des Kompetenzzentrums.
Für die Arbeit des Kompetenzzentrums von 2010 bis 2015 (Projektzeitraum I)
wird zudem eine systematische Ex-post-Evaluierung durch das Bundesamt für
Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle 2017 und 2018 durchgeführt. Die
Vorbereitungen hierfür laufen.
30. In welcher Höhe hat das u-institut für unternehmerisches Denken und
Handeln (Backes & Hustedt GbR) seit 2008 Haushaltsmittel erhalten, aus
welchen Titeln und wofür (bitte nach Jahren aufschlüsseln)?
Das u-institut hat erst ab 2010 Haushaltsmittel aus dem Titel UT1 – Umsetzung
kreativwirtschaftlicher Konzepte (Titel 0902 68606 „Potenziale in der
Dienstleistungswirtschaft“) erhalten. Für die Jahre ab 2010 sind entsprechend der in der
Antwort zu Frage 15 aufgeführten Projekte (Kompetenzzentrum, Kreativpiloten
und Co-Piloten) folgende Mittel an das u-institut sowie die Backes & Hustedt
GbR abgeflossen (Hinweis: 2017 enthält die bis 31. März 2017 abgeflossenen
Mittel sowie die ebenfalls bis März 2017 zusätzlich zugesagten Mittel für neue
Projekte):
2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
bis März
2017
70.570 292.000 377.900 548.623 355.060 1.784.241 1.887.120 2.494.653
31. Welche Schlüsse hat das BMWi aus dem von ihm in Auftrag gegebenen
und im November 2016 veröffentlichten Gutachten zur öffentlichen
Förderung von nichttechnischen Innovationen in Bezug auf Fördermaßnahmen im
Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft gezogen?
In der Studie „Ökonomische und verwaltungstechnische Grundlagen einer
möglichen öffentlichen Förderung von nichttechnischen Innovationen“ wurden im
Rahmen der identifizierten Handlungsfelder unterschiedliche Ansatzpunkte für
eine mögliche Unterstützung von nichttechnischen Innovationen abgeleitet.
Speziell für die Kultur- und Kreativwirtschaft zeigt die Studie verschiedene
Handlungsfelder auf, die zur Stärkung der Innovationstätigkeit gerade kleiner
Unternehmen, wie sie insbesondere in der Kultur- und Kreativwirtschaft typisch
sind, dienen können. Es wird auch verdeutlicht, dass für die Entwicklung
nichttechnischer Innovationen cross-sektorale Kontakte und Netzwerke sowie
entsprechende Formate oft eine wichtige Rolle spielen. Daher wird das KKKW im Jahr
2017 um das Zusatzmodul so genannter Creative Camps ergänzt. Diese Creative
Camps dienen der Initiierung von Entwicklungspartnerschaften zwischen der
Kreativwirtschaft und anderen Branchen (z. B. Automobilindustrie,
Gesundheitswirtschaft) und sind intensive, fokussierte Events, die vorab bezüglich der
teilnehmenden Unternehmen kuratiert werden. Darüber hinaus ist als weiteres Modul
des KKKW eine zusätzliche branchenübergreifende und interaktive Roadshow an
mehreren Standorten in Deutschland geplant, u. a. mit dem Ziel, die Vernetzung
von kreativen Klein- und Kleinstunternehmern mit Unternehmen auch aus dem
klassischen und industriellen Mittelstand zu stärken.
Die Studie empfiehlt zudem, in weiteren prioritären Bereichen zusätzliche
Detailanalysen vorzunehmen. Auf dieser Grundlage hat das BMWi eine Task-Force
eingerichtet, um wirtschaftspolitisch besonders relevante Handlungsfelder zu
analysieren und weitere umsetzbare Unterstützungsmaßnahmen zu
konkretisieren.
Fragen zum Beauftragten für Kreative und Digitale Ökonomie
32. Welche „Diskursplattformen“ für „die sich in der Digitalisierung befindende
Kultur- und Medienwirtschaft und den Innovationstransfer innerhalb dieser
Branchen“ hat Prof. Dieter Gorny, der Beschreibung seiner Tätigkeit auf der
Internetseite des BMWi entsprechend, entwickelt bzw. mitentwickelt?
Soweit sich das BMWi mit der Entwicklung neuer „Diskursplattformen“ für „die
sich in der Digitalisierung befindende Kultur und Medienwirtschaft und den
Innovationstransfer innerhalb dieser Branchen“ beschäftigt hat (High-Level-
Konferenz „Digitaler Wandel in Kreativwirtschaft, Handel und Mobilität“, High-
Level-Konferenz „Digitaler Wandel – Chancen und Gestaltungsmöglichkeiten in
Finanzbranche, Gesundheitswesen und Contentwirtschaft“), hat Prof. Dieter
Gorny beratend mitgewirkt und sich aktiv eingebracht.
33. Arbeitet Prof. Dieter Gorny auf Basis einer Tätigkeitsbeschreibung, und falls
ja, was beinhaltet diese?
Prof. Dieter Gorny wurde mit Schreiben vom 23. März 2015 als Beauftragter für
Kreative und Digitale Ökonomie ernannt. Die Aufgaben von Prof. Dieter Gorny
sind vertraglich wie folgt beschrieben:
Unterstützung bei der Erarbeitung von Konzepten, Projekten und Strategien
für die Kultur- und Kreativwirtschaft, die Medienwirtschaft sowie in Bereichen
der kreativen und digitalen Ökonomie;
Erläuterung und Vermittlung von Konzepten, Projekten und Strategien des
Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie in die im Rahmen der
kreativen und digitalen Ökonomie relevanten und beteiligten Wirtschafts- und
Branchenbereiche;
Unterstützung bei der Entwicklung geeigneter Diskursplattformen zur
stärkeren Bewusstmachung der Spezifika der kreativen und digitalen Ökonomie
sowie der Kultur- und Kreativwirtschaft und Medienwirtschaft;
Unterstützung bei der Entwicklung spezifischer Projekte und Strukturen im
Rahmen des Innovationstransfers zwischen den im Rahmen der digitalen und
kreativen Ökonomie betroffenen Branchen;
Beratung bei der Weiterentwicklung der Initiative Kultur- und
Kreativwirtschaft;
Unterstützung bei der Vermittlung der beschriebenen Thematik in den
parlamentarischen Raum;
Erläuterung und Vermittlung der beschriebenen Thematik bei geeigneten
öffentlichen Formaten;
Beratung des Bundesministers für Wirtschaft und Energie in Einzelfragen.
34. An welchen Themen hat Prof. Dieter Gorny im Rahmen seiner Tätigkeit
gearbeitet?
Prof. Dieter Gorny hat im Rahmen seiner Tätigkeit zu Themen der Kultur- und
Kreativwirtschaft, der Medienwirtschaft sowie in Bereichen der kreativen und
digitalen Ökonomie seine Expertise eingebracht.
35. An welchen Gesetzesinitiativen der Bundesregierung war Prof. Dieter Gorny
in der laufenden Legislaturperiode beratend beteiligt?
Im Rahmen seiner Tätigkeit hat Prof. Dieter Gorny die Bundesregierung zu den
in den Antworten zu den Fragen 37 und 38 genannten Themen beratend
unterstützt; an der Formulierung von Gesetzestexten war Prof. Dieter Gorny nicht
beteiligt.
36. Welche konkreten Empfehlungen hat Prof. Dieter Gorny dem
Bundeswirtschaftsminister in welchen Angelegenheiten gemacht?
Es ist nicht nachvollziehbar, ob dem Bundesminister persönlich konkrete
Empfehlungen von Prof. Dieter Gorny angetragen wurden.
37. Wie oft hat Prof. Dieter Gorny sich mit dem Bundeswirtschaftsminister
persönlich ausgetauscht und zu welchen Themen?
Prof. Dieter Gorny hat sich mit dem Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel
in dessen Amtszeit wie folgt ausgetauscht:
Datum Teilnahme BM Thema
01.04.2015 BM Sigmar Gabriel Aktuelle Themen
23.07.2015 BM Sigmar Gabriel Aktuelle Themen
09.11.2015 BM Sigmar Gabriel Reform des Urhebervertragsrechts;
aktuelle Themen
15.03.2016 BM Sigmar Gabriel Status Quo der Digitalen Ökonomie
Planung für 2016, aktuelle Themen
13.06.2016 BM Sigmar Gabriel Digitale Strategie, Grünbuch, aktuelle
Themen
Die Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries hatte im Zeitraum seit ihrem
Amtsantritt am 27. Januar 2017 keine Termine mit Prof. Dieter Gorny.
Unter Bezugnahme auf die Vorbemerkung der Fragesteller beschränkt sich die
Aufzählung auf die Amtszeit von Prof. Dieter Gorny als Beauftragter für Kreative
und Digitale Ökonomie. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass ein weiterer
Austausch zwischen dem Bundeswirtschaftsminister und Prof. Dieter Gorny im
Vorfeld oder in jeweils anderer Funktion stattgefunden hat.
38. Wie oft hat sich Prof. Dieter Gorny mit Vertreterinnen und Vertretern der
Bundesregierung ausgetauscht und zu welchen Themen?
Prof. Dieter Gorny hat sich mit Vertretern auf Leitungsebene des
Bundeswirtschaftsministeriums wie folgt ausgetauscht:
Datum Teilnehmer BReg
(StS, PStS oder BM)
Thema
17.04.2015 St Machnig Digital- und Kreativwirtschaft
20.05.2015 (Telefonat) St Dr. Sontowski nicht bekannt
24.06.2015 St Machnig Digital- und Kreativwirtschaft
29.09.2015 St Dr. Sontowski Schreiben von Prof. Gorny an
BM Gabriel zur Musikindustrie
11.11.2015 St Machnig Digital- und Kreativwirtschaft
17.11.2015 St Dr. Sontowski kurzes Status-Quo-Gespräch Urhebervertragsrechtsfragen
25.02.2016 (Telefonat) St Dr. Sontowski Urhebervertragsrecht
23.03.2016 St Machnig Digitale Strategie 2025
11.05.2016 St Machnig Grünbuch Digitale Plattformen
07.06.2016 St Machnig Grünbuch Digitale Plattformen
02.08.2016 (Telefonat) St Dr. Sontowski nicht bekannt
03.08.2016 St Machnig Digital- und Kreativwirtschaft
Termine mit der Leitungsebene der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur
und Medien (BKM):
05.04.2016 StM’in Grütters Allgemeine Themen
29.04.2015 AL K Dr. Winands Kultur- und Kreativwirtschaft
25.06.2015 AL K Dr. Winands Initiative Musik und Kultur- und Kreativwirtschaft
(Telefonat)
11.08.2015 AL K Dr. Winands Initiative Musik
Termine mit der Leitungsebene des Bundesministeriums der Justiz und für
Verbraucherschutz (BMJV):
19. Mai 2015 BM Heiko Maas Urheberrecht
21. Juni 2016 BM Heiko Maas Urheberrecht
11. Oktober 2016 BM Heiko Maas Urheberrecht
27. Oktober 2016 Staatssekretärin Wirtz Kennenlerngespräch
8. März 2017 BM Heiko Maas Urheberrecht
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat zu der Kleinen Anfrage
eine Abfrage bei den anderen zuständigen Ressorts BKM, AA und BMJV
durchgeführt. Die aufgeführten Angaben erfolgen auf der Grundlage der vorliegenden
Erkenntnisse sowie vorhandener Unterlagen und Aufzeichnungen. Eine
Auflistung von Einzelterminen unterhalb der Leitungsebenen erfolgte dabei nicht.
Unter Bezugnahme auf die Vorbemerkung der Fragesteller beschränkt sich die
Aufzählung auf die Amtszeit von Prof. Dieter Gorny als Beauftragter für Kreative
und Digitale Ökonomie. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass ein weiterer
Austausch mit Prof. Dieter Gorny im Vorfeld oder in anderer Funktion
stattgefunden hat. Es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass es am Rande von
Veranstaltungen oder sonstigen Terminen zu weiteren persönlichen Kontakten
mit Prof. Dieter Gorny gekommen ist.
39. Welche Honorare hat Prof. Dieter Gorny in der laufenden Legislaturperiode
für seine Tätigkeit erhalten?
Die Beratungsleistung von Prof. Dieter Gorny erfolgt ehrenamtlich und
unentgeltlich. Er hat vertraglich auf eine Sachverständigenvergütung, auf eine
Aufwandsentschädigung sowie auf die Erstattung der im Rahmen seiner Tätigkeit
anfallenden Reisekosten verzichtet.
40. Wie viele Arbeitsberichte hat Prof. Dieter Gorny über seine Tätigkeit
verfasst?
Der Bundesregierung liegen keine schriftlichen Arbeitsberichte von Prof. Dieter
Gorny vor.
41. Mit welchen Einzelpersonen, Verbänden und Organisationen hat Prof.
Dieter Gorny sich im Rahmen seiner Tätigkeit persönlich getroffen, und was
waren die Gesprächsthemen?
Prof. Dieter Gorny hat in seiner Rolle als ehrenamtlicher Berater für das BMWi
über die in den Antworten zu den Fragen 37 und 38 genannten keine
Gesprächstermine mit externen Personen, Verbänden oder Organisationen im Rahmen
seines Auftrages durchgeführt.
42. In welcher Höhe hat Prof. Dieter Gorny im Rahmen seiner Beratertätigkeit
für die Bundesregierung Reise- und Übernachtungskosten erhalten?
Es wird auf die Antwort zu Frage 39 verwiesen.
43. Erscheint es der Bundesregierung aus ihren bisherigen Erfahrungen heraus
sinnvoll, auch in Zukunft einen Beauftragten für Kreative und Digitale
Ökomie zu haben?
Die Bundesregierung hält es auch in Zukunft für grundsätzlich sinnvoll, eine
sichtbare Anlaufstelle für die Belange der Kreativwirtschaft und der Digitalen
Ökonomie zu haben. Ob und inwiefern diese Aufgabe auch in Zukunft durch eine
oder einen Beauftragten wahrgenommen wird, lässt sich derzeit noch nicht
abschätzen.
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ISSN 0722-8333]