[Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung vom 12. April 2017 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Deutscher Bundestag Drucksache 18/12023
18. Wahlperiode 19.04.2017
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Heike Hänsel, Annette Groth,
Kathrin Vogler, Christine Buchholz, Andrej Hunko und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 18/11677 –
EU-finanzierte Projekte sowie von der Bundesregierung finanzierte Projekte in den
besetzten palästinensischen Gebieten und die Effizienz von Hilfen der EU und
ihrer Mitgliedstaaten
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Als größter multilateraler Geldgeber, der in die besetzten palästinensischen
Gebiete investiert, hat die EU laut einem Bericht von Euro-Med-Monitor seit 1994
mehr als 5,6 Mrd. US-Dollar an Hilfen an die Palästinensische
Autonomiebehörde gezahlt. Dabei handelte es sich demnach entweder um 1) direkte
finanzielle Hilfen, 2) humanitäre Hilfen, 3) Hilfen von EU-Mitgliedstaaten oder 4)
gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungs-Polizeimissionen. („Squandered Aid.
Israel´s Repetitive Destruction of EU-Funded Projects in Palestine, Euro-Med
Monitor, Juni 2016).
Vertreter der EU und ihrer Mitgliedstaaten haben wiederholt betont, dass sie
den illegalen israelischen Siedlungsbau als eines der Haupthindernisse für die
von ihnen angestrebte Zweistaatenlösung ansehen (
www.theguardian.com/
world/2016/jan/18/eu-adopts-resolution-criticising-israeli-settlement-
activityoccupied-palestinian-territories;
https://eeas.europa.eu/delegations/israel/16735/
statement-spokesperson-regularisation-bill-israel_en). Eine Verschiebung der
Grenzen von 1967 sei nicht akzeptabel, außer wenn die auf Grundlage einer
Vereinbarung zwischen Israelis und Palästinenserinnen und Palästinensern
erfolge. Folgerichtig muss oberste Priorität der EU und ihrer Mitgliedstaaten die
Wahrung der Rechte der Palästinenserinnen und Palästinenser in Ostjerusalem
und dem C-Gebiet, das 60 Prozent der Westbank umfasst und in dem Israel die
alleinige Entscheidungsgewalt unter anderem in Bezug auf Landfragen hat,
haben. Dass hier inzwischen mehr Siedlerinnen und Siedler als Palästinenserinnen
und Palästinenser leben und nur etwa 1,5 Prozent der Anträge auf
Baugenehmigungen von Palästinenserinnen und Palästinensern genehmigt werden, ist
offensichtlich auch für EU-Offizielle mehr als besorgniserregend (eeas.europa.eu/
archives/delegations/israel/press_corner/all_news/news/2014/20141002_1_en.
htm;
www.haaretz.com/israel-news/1.733729). Zugleich weigern sich die
israelischen Regierungen, gemäß der Genfer Konventionen für das Wohlergehen
der Zivilbevölkerung in besetztem Gebiet Sorge zu tragen (Artikel 55, 56 und
59), von der Umsiedlung sowohl der besetzten als auch der eigenen
Bevölkerung abzusehen (Artikel 49) und die Zerstörung von Eigentum der unter
Besatzung lebenden Bevölkerung zu unterlassen (Artikel53; Vierte Genfer
Konvention). Aus diesem Grund kommt immer wieder die Frage auf, ob die an die
Palästinenserinnen und Palästinenser von Seiten der EU und ihrer Mitgliedstaaten
gezahlten Hilfen noch Hilfe zur Entwicklung eines unabhängigen und
lebensfähigen palästinensischen Staates sein können, oder ob sie nicht vielmehr den
Status quo und damit die Besatzung verfestigen, indem sie die eigentlich von Israel
zu leistende Versorgung der Bevölkerung übernehmen, ohne als klare
Vorbedingung die Einhaltung internationalen Rechts und die Wahrung der Rechte der
Palästinenserinnen und Palästinenser einzufordern. Zudem wird kritisiert, dass
die finanziellen Hilfen u. a. aufgrund von Korruption in der Palästinensischen
Autonomiebehörde nicht ausreichend effizient zum Einsatz kommen.
Die EU und ihre Mitgliedstaaten werden insbesondere für ihre – nach Ansicht
der Kritikerinnen und Kritiker zu lasche – Reaktion auf die Beschädigung oder
Zerstörung von aus ihren Geldern finanzierten Projekten in den besetzten
palästinensischen Gebieten kritisiert (
www.euromedmonitor.org/uploads/reports/
SquanderedAid_En.pdf). Studien machen eine deutliche Zunahme der
Zerstörungen und Beschädigungen von aus Mitteln der EU und/oder ihrer
Mitgliedstaaten finanzierten Projekten aus und führen dies teilweise auf die
Entscheidung der EU von 2015 zurück, eine bessere Kennzeichnung von in israelischen
Siedlungen produzierten Gütern umzusetzen („Interpretative Notice on
indication of origin of goods from the territories occupied by Israel since June 1967“
vom 11. November 2016). Demnach stieg die Anzahl der zerstörten Projekte
allein für die ersten drei Monate des Jahres 2016 auf 165 von zuvor
durchschnittlich 50 in den Jahren 2012 bis 2015. Im selben Zeitraum wurden
außerdem etwa 500 palästinensische Gebäude zerstört (Euro-Med-Monitor, Juni
2016). Auch hier sind die Zahlen im ersten Halbjahr 2016 gegenüber 2015
deutlich gestiegen.
Auch der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und
Entwicklung, Dr. Gerd Müller, zeigte sich bei seiner gerade erst erfolgten Nahost-Reise
laut Medienberichten ungehalten aufgrund der stockenden
Genehmigungsverfahren für von Deutschland initiierte Infrastrukturprojekte im C-Gebiet.
(
www.tagesschau.de/inland/mueller-hilfen-palaestinenser-101.html) Konkret
geht es um ein Klärwerk bei Nablus und eine Müllverwertungsanlage bei
Ramon – beides Projekte, die aufgrund fehlender israelischer Genehmigungen
seit Jahren nicht verwirklicht werden können. Der Bundesminister für
wirtschaftliche Zusammen-arbeit und Entwicklung, Dr. Gerd Müller, drohte damit,
sich aus der Finanzierung zurückzuziehen, sollten die israelischen Zusagen der
letzten gemeinsamen Regierungskonsultationen vom Februar 2016, diese
Prozesse zu beschleunigen, nicht bis zu den nächsten deutsch-israelischen
Regierungskonsultationen Anfang 2017 umgesetzt werden. Man werde dann
stattdessen verstärkt in Bildungsprojekte investieren (
www.handelsblatt.com/politik/
international/verbesserung-der-infrastruktur-entwicklungsminister-draengt-
israelund-palaestinenser/14929674.html).
1. Welche konkreten Maßnahmen ergreift die Bundesregierung, und welche
konkreten Maßnahmen ergreift nach Kenntnis der Bundesregierung die EU
bereits, und welche planen sie zu ergreifen, um den zunehmenden, durch die
israelische Regierung tolerierten und geförderten illegalen Siedlungsbau in
den C-Gebieten, Ostjerusalem und den Golanhöhen zu stoppen, gerade auch
vor dem Hintergrund, dass im Februar 2017 in der israelischen Knesset ein
Gesetz zur nachträglichen Legalisierung sogenannter wilder
Siedlungsaußenposten auf privatem palästinensischen Land verabschiedet wurde
(
www.faz.net/aktuell/politik/ausland/israel-parlament-legalisiert-illegale-
Siedlungen-im-Westjordanland-14861227.html).
Es ist langjährige Position der Bundesregierung und der Europäischen Union,
dass der israelische Siedlungsbau in den besetzten Gebieten völkerrechtswidrig
ist und die Grundlagen der Zwei-Staaten-Lösung gefährdet. Das von der Knesset
am 6. Februar 2017 verabschiedete „Gesetz zur Regelung der Besiedlung Judäas
und Samarias“, mit dessen Hilfe zahlreiche in den besetzten Gebieten auf
privatem palästinensischem Land errichtete und bislang auch nach israelischem
Verständnis illegale Außenposten nachträglich legalisiert werden können, ist vor
diesem Hintergrund besonders kritisch zu sehen und hat das Vertrauen in das
Bekenntnis der israelischen Regierung zur Zwei-Staaten-Lösung nachhaltig
erschüttert. Die Bundesregierung hat ihre Kritik an der Siedlungspolitik im Allgemeinen
und diesem Gesetz im Besonderen gegenüber der israelischen Regierung
mehrfach zum Ausdruck gebracht und die israelische Regierung öffentlich
aufgefordert, ihr Bekenntnis zu einer verhandelten Zwei-Staaten-Lösung zu erneuern und
durch praktische Schritte zu untermauern. Auch den Beschluss der israelischen
Regierung vom 30. März 2017, erstmals seit 1991 wieder eine gänzlich neue
Siedlung zu gründen, hat die Bundesregierung kritisiert. Sie wird keine
Veränderung der vor 1967 bestehenden Grenzen anerkennen, die nicht zwischen den
Parteien vereinbart wurde.
Diese grundsätzliche Haltung zum Siedlungsbau spiegelt sich auch in den
konkreten Maßnahmen der Bundesregierung und der Europäischen Union wider. Sie
achten darauf, dass sich die Zusammenarbeit mit Israel nicht auf Siedlungen
erstreckt, sondern auf jene Territorien beschränkt, die sich bereits vor dem 5. Juni
1967 unter der Jurisdiktion des Staates Israel befanden. Die Bundesregierung
fördert gezielt palästinensische Projekte in den C-Gebieten und in Ostjerusalem, um
palästinensische Gemeinschaften, die besonders von einer Ausweitung des
israelischen Siedlungsbaus bedroht sind, zu unterstützen.
2. Welche konkreten Maßnahmen ergreift die Bundesregierung, und welche
konkreten Maßnahmen ergreift nach Kenntnis der Bundesregierung die EU
bereits, und welche planen sie zu ergreifen, um im Sinne der Osloer Verträge
dazu beizutragen, dass die Verwaltung der B- und C-Gebiete sukzessive in
die Hände der Palästinensischen Autonomiebehörde gegeben wird?
Die Bundesregierung unterstützt Verhandlungen der Konfliktparteien, die zur
Übernahme von Kompetenzen der Palästinensischen Behörde in den B- und C-
Gebieten führen. Eine solche Kompetenzerweiterung im beiderseitigen
Einverständnis trägt zur Realisierung der Zwei-Staaten-Lösung bei und kann die
Lebensbedingungen der Bevölkerung deutlich verbessern.
Die Bundesregierung begrüßt, dass Absprachen in jüngster Zeit zu einer Zunahme
von faktischen Zuständigkeiten der Palästinensischen Behörde im Strombereich,
auch in den C-Gebieten, geführt haben. In diesem Sinne unterstützt die
Bundesregierung auch die Präsenz der palästinensischen Zivilpolizei in den B-Gebieten
durch mobile Wachen und eine enge Kooperation zwischen israelischen und
palästinensischen Sicherheitskräften in den B- und C-Gebieten.
3. Wie viele Projekte in den palästinensischen Gebieten wurden nach Kenntnis
der Bundesregierung in den letzten 20 Jahren entweder ganz oder teilweise
aus EU-Geldern oder aus Geldern der EU-Mitgliedstaaten bezahlt, und wie
hoch war der deutsche Beitrag zu Projekten in den palästinensischen
Gebieten (bitte aufschlüsseln nach Jahren und Projekten inklusive Ortsangabe,
unter Angabe der jeweils gezahlten Hilfsleistungen und mit der Angabe, an wen
genau die Gelder von wem gegeben wurden und wie lang die Laufzeit der
Projekte war bzw. ist)?
Eine Liste der von der Bundesregierung finanzierten Projekte im Rahmen der
bilateralen staatlichen Entwicklungszusammenarbeit findet sich in Anlage 1a).
Insgesamt handelt es sich um 124 Projekte. Partner der staatlichen
Entwicklungszusammenarbeit ist die Palästinensische Behörde in Ramallah. Hinzu kommen
BMZ-Mittel aus der Zusammenarbeit mit den Kirchen, aus dem Zivilen
Friedensdienst, aus der Übergangshilfe, aus der Zusammenarbeit mit privaten Trägern und
aus anderen kleineren sektoralen Förderinstrumenten des BMZ.
Die Projekte der deutschen humanitären Hilfe der Jahre 1997 bis 2013 werden in
den jeweiligen Vierjahresberichten der Bundesregierung über die deutsche
humanitäre Hilfe im Ausland aufgeführt (s. Anlage 1b1-5)*. Die in den Jahren 2014 bis
2016 geförderten Projekte sind in Anlage 1a aufgeführt.
Aus den Mitteln des Titels für Krisenprävention und friedenserhaltende
Maßnahmen des Auswärtigen Amtes wurden in den letzten 20 Jahren 75 Projekte in den
Palästinensischen Gebieten umgesetzt. Darunter bilden Projekte zur Stärkung
ziviler Polizeistrukturen den größten Anteil (43,6 Prozent). Den Großteil (rund
73 Prozent) der kapazitätsbildenden Maßnahmen hat die Gesellschaft für
Internationale Zusammenarbeit (GIZ) umgesetzt.
Die EU finanziert Projekte in den Palästinensischen Gebieten zum größten Teil
aus dem Europäischen Nachbarschaftsinstrument (ENI). Für den Zeitraum 2014
bis 2016 sind 300 Mio. Euro jährlich vorgesehen. Schwerpunktbereiche sind
Regierungsführung, Entwicklung der Wasser- und Länderressourcen sowie
Förderung des Privatsektors. Weitere Projekte in den Palästinensischen Gebieten
werden aus dem Europäischen Instrument für Demokratie und Menschenrechte
(EIDHR), dem „Development Cooperation Instrument – Thematic (DCI
Thema)”, dem „Instrument contributing to Stability and Peace (IcSP)“ sowie
durch „Humanitarian Aid (HUMA)“ unterstützt. Gemeinsam mit Israel und
Jordanien nimmt die Palästinensische Behörde an der Europäischen
Friedensinitiative (European Peacebuilding Initiative; EPI) teil, die mit jährlich 5 Mio. Euro
ausgestattet ist. Außerdem hat die EU humanitäre Maßnahmen in den
Palästinensischen Gebieten im Jahr 2016 mit 34,1 Mio. Euro unterstützt (2015: 20,3 Mio.
Euro). Deutschlands finanzieller Anteil an der EU-Entwicklungszusammenarbeit
beträgt – bei jährlichen Schwankungen – etwa 21 Prozent.
Eine Übersicht aller Projekte der EU-Mitgliedstaaten in den Palästinensischen
Gebieten seit 1997 liegt der Bundesregierung nicht vor. Im Übrigen wird auf
Antwort zu Frage 4 verwiesen.
* Von einer Drucklegung der Anlagen 1b1-5 wird abgesehen. Diese sind auf der Internetseite des Deutschen Bundestages auf
Bundestagsdrucksachen 14/3891, 15/2019, 16/3777, 17/2725 und 18/2900 abrufbar.
4. Wie hoch waren nach Kenntnis der Bundesregierung die Zahlungen in den
letzten 20 Jahren, die von der EU und/oder ihren Mitgliedstaaten und
insbesondere aus Deutschland an die Palästinenserinnen und Palästinenser
geflossen sind (bitte aufschlüsseln nach Jahren und unter Angabe, an wen genau in
welcher Höhe Beträge von wem gezahlt wurden)?
In den Anlagen 2a und 2b wird eine Übersicht der von der EU und allen EU-
Mitgliedstaaten an die OECD-Datenbank gemeldeten Zahlungen zur
palästinensischen Unterstützung von 1997 bis 2015 vorgelegt. Zahlen für 2016 werden
voraussichtlich Ende 2017/Anfang 2018 vorliegen. Die Abweichung im Hinblick
auf die Höhe der deutschen Mittel zwischen dieser Übersicht und der Übersicht
in Anlage 1 ergibt sich daraus, dass die OECD-DAC-Statistik nicht nur die Mittel
der bilateralen staatlichen EZ umfasst, sondern alle ODA-relevanten Aktivitäten,
u. a. auch Projekte der Bundesländer.
Das Creditor Reporting System (CRS) der OECD-Datenbank bietet unter dem
Link
http://stats.oecd.org/die Möglichkeit, detaillierte Projektdaten pro Jahr und
Geber abzurufen.
5. Wie viel Prozent der Unterstützung der EU und ihrer Mitgliedstaaten an die
Palästinenserinnen und Palästinenser der letzten 20 Jahre sind nach Kenntnis
der Bundesregierung auch tatsächlich der palästinensischen Bevölkerung zu
Gute gekommen?
Die von der Bundesregierung und der EU zugesagten Mittel seit 1997 sind
vollumfänglich für palästinensische Entwicklung eingesetzt worden.
6. Hat das deutsche Evaluierungsinstitut für Entwicklungszusammenarbeit die
aus Deutschland geförderten Projekte in den besetzten palästinensischen
Gebieten bislang untersucht?
a) Wenn ja, mit welchem Ergebnis?
b) Wenn nein, warum ist eine solche Evaluierung bislang nicht erfolgt?
Das deutsche Evaluierungsinstitut für Entwicklungszusammenarbeit (DEval) hat
bislang die deutsch-palästinensische Entwicklungszusammenarbeit noch nicht
evaluiert. Das gegenwärtig gültige Evaluierungsprogramm (2016-2018) von
DEval ist Ergebnis eines umfassenden Konsultationsprozesses mit dem BMZ und
den im Beirat des Instituts vertretenen Akteuren, inklusive der dort vertretenen
Bundestagsmitglieder.
7. Wie schätzt die Bundesregierung die Vergabepraxis der Palästinensischen
Autonomiebehörde in Bezug auf Gelder, die von der EU und/oder ihren
Mitgliedstaaten geflossen sind, ein – insbesondere unter den Gesichtspunkten
Korruption und gerechte Verteilung von Geldern zwischen der Westbank
und dem Gazastreifen – und welchen konkreten Handlungsbedarf sieht die
Bundesregierung hier?
Für die von der Bundesregierung geförderten Projekte der staatlichen
Entwicklungszusammenarbeit gelten die Vergaberichtlinien der jeweiligen
Durchführungsorganisation bzw. die Anwendung vergleichbarer Vergaberichtlinien (z. B.
Richtlinien der Weltbank). Die Einhaltung dieser Vergaberichtlinien durch die
palästinensische Seite wird über die deutschen Durchführungsorganisationen
nachgehalten und kontrolliert. Dies schließt Kontrollen vor Ort ein. Für die
deutsche Entwicklungszusammenarbeit gilt, dass eine den Bedarfen und der
jeweiligen Bevölkerung angemessene Aufteilung der Zusagen auf Gaza, auf Ost-
Jerusalem und auf das Westjordanland beachtet und mit der palästinensischen Seite in
den jährlichen Verhandlungen vereinbart wird. Ziel ist es, eine weitere territoriale
Desintegration der Palästinensischen Gebiete zu verhindern. Eine Beachtung
internationaler Vergabekriterien sowie die Förderung territorialer Integrität fordert
die Bundesregierung auch von der EU und im Geberkreis von den anderen EU-
Mitgliedstaaten ein.
8. Welche konkreten Initiativen hat die Bundesregierung in den letzten 20
Jahren ergriffen, um einen guten, gerechten und effizienten Einsatz der Gelder,
die von der EU und/oder ihren Mitgliedstaaten an die Palästinensische
Autonomiebehörde geflossen sind, zu gewährleisten?
Im Rahmen der Geberkoordinierung vor Ort setzt sich die Bundesregierung
gegenüber anderen Gebern dafür ein, die international vereinbarten Prozesse der
internationalen Wirksamkeitsagenda (u. a. Erklärung von Busan) bei der Planung
und Umsetzung der Entwicklungszusammenarbeit mit den Palästinensischen
Gebieten zu beachten. Gegenüber der palästinensischen Seite fordert die
Bundesregierung ein, die entsprechenden Voraussetzungen für eine wirksame Umsetzung
von Vorhaben der Entwicklungszusammenarbeit zu schaffen, u. a. über den
Abbau von parallelen Implementierungsstrukturen.
9. Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung der Anteil an Hilfen der
EU und/oder ihrer Mitgliedstaaten an die Palästinenserinnen und
Palästinenser, der in den palästinensischen Sicherheitssektor fließt (bitte für die letzten
20 Jahre auflisten und sowohl die absolute Zahl als auch den prozentualen
Anteil angeben)?
Die Bundesregierung hat seit 2002 aus Mitteln des Titels für Krisenprävention
und friedenserhaltende Maßnahmen des Auswärtigen Amtes Projekte zur
Stärkung ziviler Polizeistrukturen in Palästina umgesetzt. Diese hatten ein
Gesamtvolumen von 17,7 Mio. Euro Im Vergleich mit den Zusagen für die bilaterale
staatliche deutsch-palästinensische Entwicklungszusammenarbeit in diesem
Zeitraum (1781,3 Mio. Euro) liegt der prozentuale Anteil damit bei knapp 1 Prozent.
Im Hinblick auf die EU bestehen derzeit folgende Aktivitäten zur Unterstützung
des palästinensischen Sicherheitssektors:
- die zivile Mission im Rahmen der Gemeinsamen Sicherheits- und
Verteidigungspolitik (GSVP) „EU Police Mission in the Palestinian Territories“ (EU-
POL CO-PPS) hat ein Gesamtvolumen von 89,185 Mio. Euro (2005-2017);
- die zivile GSVP-Mission "European Union Border Assistance Mission Rafah"
(EUBAM Rafah) hat ein Gesamtvolumen von 28,215 Mio. Euro (2005-2017);
- seit 2016 wird aus Mitteln des EU-Instruments, das zu Stabilität und Frieden
beiträgt (Instrument contributing to Stability and Peace), bis 30. April 2017 das
Projekt "Crisis response to mitigate the threat posed by explosive hazards in
Gaza" mit einem Projektvolumen von 800 000 Euro in Zusammenarbeit mit
den Vereinten Nationen durchgeführt.
Der Bundesregierung liegt keine Übersicht über alle Maßnahmen der EU und der
EU-Mitgliedstaaten zur Unterstützung des palästinensischen Sicherheitssektors
seit 1997 vor, dementsprechend kann auch der prozentuale Anteil nicht ermittelt
werden.
10. Wie viele der in der Frage 3 genannten Projekte in den palästinensischen
Gebieten, die von der EU und/oder ihren Mitgliedstaaten entweder ganz oder
teilweise finanziert worden sind, wurden nach Kenntnis der
Bundesregierung durch israelische Behörden beschädigt oder zerstört (bitte auflisten
nach den jeweiligen Projekten und dem Jahr der Errichtung sowie dem
Zeitpunkt der Zerstörung bzw. Beschädigung; bitte gesondert aufführen, welche
aus Deutschland ganz oder teilweise finanzierten Projekte betroffen waren)?
11. In welcher Höhe bewegt sich nach Kenntnis der Bundesregierung der
Schaden, der der EU und ihren Mitgliedstaaten und hier insbesondere der
Bundesrepublik Deutschland durch Beschädigungen oder Zerstörung von
Projekten entstanden ist, die entweder ganz oder teilweise aus Mitteln der EU
und/oder ihrer Mitgliedstaaten finanziert wurden?
Die Fragen 10 und 11 werden zusammen beantwortet.
Folgende Fälle von Zerstörungen und Beschädigungen von deutschen Projekten
sind der Bundesregierung bekannt:
- Infrastrukturprojekte im Rahmen des Beschäftigungsprogramms für den Bau
armutsorientierter Infrastruktur an verschiedenen Standorten in Gaza in Folge
des Gazakrieges 2014. Der Schaden betrug ca. 1,7 Mio. Euro.
- Projekt zur Verbesserung der Abwasserentsorgung in Gaza-Stadt in Folge des
Gazakrieges 2014. Der Schaden betrug ca. 0,5 Mio. Euro.
- Projekt zur Verbesserung der Abfallwirtschaft in Beit Lahia in Folge des
Gazakrieges 2014. Der Schaden betrug ca. 0,2 Mio. Euro.
- Projekt zur Verbesserung der Abfallwirtschaft in Deir el Balah in Folge
militärischer Auseinandersetzungen seit 2006. Der Schaden betrug ca. 0,014 Mio.
Euro.
- Im Gazakrieg 2008/2009 wurden verschiedene deutsche Projekte beschädigt,
darunter mehrere Schulbauten. Der Schaden betrug 1,44 Mio. Euro.
- Während der israelischen Militäraktion in Gaza 2001/2002 wurde der
Flughafen Gaza zerstört, an dem sich die Bundesregierung zwischen 1997 und 2000
mit Warenlieferungen in Höhe 7,7 Mio. Euro beteiligt hat.
- Abriss eines von der Bundesregierung unterstützten Kulturzentrums in
Silwan/Ost-Jerusalem im Februar 2012, der Schaden betrug ca. 20 000 Euro.
Die EU veröffentlicht halbjährlich einen Bericht über Abrisse in den C-Gebieten
der Palästinensischen Gebieten, der unter
https://eeas.europa.eu/headquarters/head
quarters-homepage_en/16080/Six-Month%20Report%20on%20Demolitions%20
and%20Confiscations%20of%20EU%20funded%20structures%20in%20Area%
20C%20March%20%E2%80%93%20August%202016 abgerufen werden kann
und Informationen zur jeweiligen Schadenshöhe enthält.
Zu Projekten anderer EU-Mitgliedstaaten liegen der Bundesregierung keine
Erkenntnisse vor. Auf die Antwort zu Frage 20 wird verwiesen.
12. Kann die Bundesregierung bestätigen, dass die Zerstörung bzw.
Beschädigung von Projekten in den palästinensischen Gebieten, die entweder ganz
oder teilweise aus Mitteln der EU und/oder ihrer Mitgliedstaaten finanziert
wurden, in den letzten 20 Jahren zugenommen haben?
Wenn ja, welche konkreten Handlungsnotwendigkeiten ergeben sich aus
Sicht der Bundesregierung daraus?
Nach Kenntnis der Bundesregierung ist eine Zunahme der Abrisse von Projekten
in den Palästinensischen Gebieten in den letzten Jahren zu verzeichnen. Wie auch
der Bericht des Nahost-Quartetts vom 1. Juli 2016 beschreibt, gehört die
Verhinderung palästinensischer Entwicklung in den C-Gebieten – einschließlich
zunehmender Abrisse – durch die israelische Regierung zu den Hauptbedrohungen der
Zwei-Staaten-Lösung. Die Bundesregierung setzt deshalb weiterhin einen
Schwerpunkt ihrer Entwicklungszusammenarbeit und diplomatischer
Bemühungen in die Entwicklung der C-Gebiete, um so zum Erhalt der Zwei-Staaten-
Lösung beizutragen. Auch wird die Bundesregierung die Bedürfnisse der
palästinensischen Bevölkerung der C-Gebiete weiterhin gegenüber israelischen
Gesprächspartnern ansprechen und die Palästinensische Behörde im Rahmen ihrer neuen
Nationalen Entwicklungsagenda darin unterstützen, politische Verantwortung in
den C-Gebieten zu übernehmen. Des Weiteren wird auf die Antwort zu Frage 2
verwiesen.
13. Sofern die Zerstörung bzw. Beschädigung von Projekten in den
palästinensischen Gebieten, die entweder ganz oder teilweise aus Mitteln der EU
und/oder ihrer Mitgliedstaaten finanziert wurden, in den letzten Jahren
zugenommen hat,
a) worauf führt die Bundesregierung diese Zunahme von Zerstörungen oder
Beschädigungen zurück?
b) Sieht die Bundesregierung einen Zusammenhang zwischen der Zunahme
von Zerstörungen oder Beschädigungen von Projekten in den
palästinensischen Gebieten, die entweder ganz oder teilweise aus Mitteln der EU
und/oder ihrer Mitgliedstaaten finanziert wurden, mit der „Interpretative
Notice on indication of origin of goods from the territories occupied by
Israel since June 1967“ vom 11. November 2016?
c) Sofern die Bundesregierung keinen direkten Zusammenhang im Sinne
von Frage 13b sieht, wie begründet sie es, einen solchen Zusammenhang
auszuschließen?
Die Fragen 13a bis 13c werden zusammengefasst beantwortet.
In Anbetracht der schon vor November 2015 bestehenden Zunahme von Abrissen
sieht die die Bundesregierung keine Kausalität im Sinne der Frage 13b. Darüber
hinaus schließt sich die Bundesregierung den Ausführungen des Quartett-
Berichts vom 1. Juli 2016 an, dass die Maßnahmen der israelischen Regierung in
den C-Gebieten legitime Fragen über die langfristigen Absichten der israelischen
Regierung aufwerfen. Zu den angegeben Gründen für Zerstörungsmaßnahmen
wird im Übrigen auf die Antwort zu Frage 14 verwiesen.
14. Welche Begründungen wurden nach Kenntnis der Bundesregierung von der
israelischen Regierung bzw. den israelischen Behörden jeweils für die
Zerstörung von Projekten in den palästinensischen Gebieten, die entweder ganz
oder teilweise aus Mitteln der EU und/oder ihrer Mitgliedstaaten finanziert
wurden, angegeben (bitte aufschlüsseln nach einzelnen Projekten und
gesondert von Zerstörung oder Beschädigung betroffene Projekte herausstellen,
die ganz oder teilweise aus deutschen Mitteln finanziert wurden)?
Die Bundesregierung hat keine Kenntnis über die Begründungen im Einzelfall.
Erfahrungsgemäß werden vor allem fehlende Baugenehmigungen und abstrakte
Sicherheitsgründe angegeben.
15. Wie viele Projekte in den palästinensischen Gebieten, die entweder ganz
oder teilweise aus Mitteln der EU und/oder ihrer Mitgliedstaaten finanziert
wurden, haben die israelische Regierung oder israelische Behörden in den
letzten 20 Jahren nach Kenntnis der Bundesregierung abreißen lassen,
obwohl eine Baugenehmigung vorgelegen hat (bitte nach Jahr und Projekt
aufschlüsseln)?
Kein von der Bundesregierung finanziertes Projekt in den C-Gebieten des
Westjordanlands wurde bislang abgerissen, obwohl eine Baugenehmigung vorgelegen
hat. Im Hinblick auf von der EU oder von EU-Mitgliedstaaten finanzierte
Projekte liegen der Bundesregierung keine entsprechenden Kenntnisse vor.
16. Für wie viele Projekte der letzten 20 Jahre in den palästinensischen Gebieten,
die entweder ganz oder teilweise aus Mitteln der EU und/oder ihrer
Mitgliedstaaten finanziert wurden, haben die israelischen Behörden nach Kenntnis
der Bundesregierung keine Baugenehmigung erteilt, obwohl diese beantragt
worden war, bzw. wurden von der EU und/oder ihren Mitgliedstaaten ganz
oder teilweise finanzierte Projekte jemals ohne eine gültige
Baugenehmigung der israelischen Behörden gebaut (bitte ohne Baugenehmigung gebaute
Projekte sofern vorhanden einzeln auflisten unter Angabe des Ortes, der Art
des Gebäudes und dem Geldgeber/den Geldgebern sowie in Prozent
angeben, wie viele der insgesamt beantragten Baugenehmigungen in den letzten
20 Jahre verweigert wurden)?
Die Bundesregierung hat Kenntnis zu folgenden Ablehnungen für von der
Bundesregierung beantragten Projekten:
- Bau einer Schule in Azzun Atmeh in den C-Gebieten
- Vorhaben zur Rehabilitierung des Wasserverteilungsnetzwerkes in Jiftlik in
den C-Gebieten
- Vorhaben zum Bau von armutsorientierter Infrastruktur in Burqa und Roujeeb
in den C-Gebieten
Nach Kenntnis der Bundesregierung verfolgen die EU und einige EU-
Mitgliedstaaten den Ansatz, dass unter bestimmten Bedingungen Projekte ohne
entsprechende Beantragung einer Baugenehmigung errichtet werden. Dies erfolgt
insbesondere in Bezug auf Vorhaben, die im Rahmen der humanitären Hilfe finanziert
werden. Der Bundesregierung liegt hierüber jedoch keine detaillierte Übersicht
vor.
Falls die EU und ihre Mitgliedstaaten Projekte, für die keine
Baugenehmigung erteilt wurde, grundsätzlich nicht umsetzen:
a) Was haben die EU und/oder ihre Mitgliedstaaten nach Kenntnis der
Bundesregierung in solchen Fällen jeweils unternommen, um möglichst doch
noch eine Baugenehmigung zu erhalten (bitte für alle solche Fälle einzeln
ausführen)?
Die Bundesregierung und die EU befinden sich in einem engen und
kontinuierlichen Austausch mit den zuständigen israelischen Behörden, um Projekte in den
C-Gebieten zu koordinieren und erfolgreich umsetzen zu können.
b) Wie begründen die EU und/oder ihre Mitgliedstaaten nach Kenntnis der
Bundesregierung, dass die restriktive israelische Genehmigungspraxis
damit nach Auffassung der Fragesteller faktisch anerkannt wurde/wird,
obwohl die palästinensische Bevölkerung auf die Hilfen eigentlich dringend
angewiesen ist und ihr nachweislich die Versorgung, zu der Israel als
Besatzungsmacht nach internationalem Recht verpflichtet ist, vorenthalten
wird?
Aus Sicht der Bundesregierung trägt die restriktive Genehmigungspraxis der
zuständigen israelischen Behörden maßgeblich dazu bei, die Lebensbedingungen
für die Bevölkerung vor Ort zu verschlechtern und die Realisierbarkeit einer
Zwei-Staaten-Lösung weiter zu gefährden. Die Bundesregierung spricht die
Notwendigkeit palästinensischer Entwicklung in den C-Gebieten hochrangig
gegenüber der israelischen Regierung an. Insofern haben weder die EU noch die
Bundesregierung die restriktive israelische Genehmigungspraxis anerkannt.
c) Was haben die EU und/oder ihre Mitgliedstaaten Kenntnis der
Bundesregierung jeweils getan, um solche, durch fehlende Baugenehmigungen
entstandene, Versorgungslücken auszugleichen (bitte für alle solche Fälle
einzeln ausführen)?
Durch sektorale und regionale Schwerpunktsetzungen im Rahmen der
Entwicklungszusammenarbeit mit der Palästinensischen Behörde und einem engen
Austausch in Geberkoordinierungskreisen wird der Entstehung eklatanter
Versorgungslücken möglichst zuvorgekommen. Im Übrigen fördert die
Bundesregierung auch nicht-genehmigungspflichtige Ansätze, um die Versorgung der
palästinensischen Bevölkerung in den C-Gebieten zu verbessern, zum Beispiel mobile
Kliniken.
17. Für wie viele aus Mitteln der EU oder ihrer Mitgliedstaaten finanzierte
Projekte liegen nach Kenntnis der Bundesregierung aktuell Abrissverfügungen
vor?
Für zwei mit Mitteln der Bundesregierung finanzierte Projekte liegen derzeit
Abrissverfügungen oder Stop-Work-Verfügungen vor.
Der Bundesregierung liegt im Hinblick auf die Mittel der EU und der EU-
Mitgliedstaaten hierzu keine Übersicht vor.
18. Hat die EU oder einer ihrer Mitgliedstaaten nach Kenntnis der
Bundesregierung jemals Schadensersatzforderungen gegenüber der israelischen
Regierung erhoben, weil aus ihren Geldern ganz oder teilweise finanzierte Projekte
in den palästinensischen Gebieten beschädigt oder zerstört wurden (bitte,
sofern es solche Schadensersatzforderungen gegeben hat, einzeln auflisten, das
jeweilige Projekt und den bzw. die Förderer benennen und den Schadenswert
sowie die Höhe der gestellten Forderung sowie den Akteur, der die
Forderung erhoben hat, benennen)?
Die Bundesregierung und die EU haben bislang keine solchen
Schadensersatzforderungen erhoben.
Sofern bislang keine Schadensersatzforderungen von der EU oder einem
ihrer Mitgliedstaaten für zerstörte oder beschädigte Projekte an die israelische
Regierung gestellt worden sind:
a) Wie begründet es die Bundesregierung, dass dies bislang nicht der Fall
war?
b) Hat es innerhalb der EU nach Kenntnis der Bundesregierung Vorstöße
gegeben, solche Schadensersatzforderungen geltend zu machen, und
welche Mitgliedstaaten haben sich dafür, und welche dagegen
ausgesprochen?
c) Welche Position nimmt die Bundesregierung diesbezüglich ein?
Die Fragen 18a bis 18c werden zusammengefasst beantwortet.
Die Frage möglicher Schadensersatzforderungen befindet sich innerhalb der EU
noch in der Diskussion; eine endgültige Entscheidung und Festlegung der
einzelnen Mitgliedstaaten steht noch aus. Die Bundesregierung bedauert grundsätzlich
die Zerstörung von Projekten der Entwicklungszusammenarbeit bei bewaffneten
Konflikten und ruft dazu auf, die Lebensgrundlagen nicht durch mutwillige
Beschädigungen von Versorgungsinfrastruktur zu gefährden. Dies gilt auch
angesichts der im Gazastreifen erfolgten Zerstörungen. Diese Position wurde der
israelischen Regierung klar kommuniziert.
19. Kann die Bundesregierung bestätigen, dass ein für Nahost-Angelegenheiten
zuständiges Komitee der EU im November 2016 den 28 EU-Mitgliedstaaten
in einer nicht bindenden Resolution empfohlen hat, von Israel
Schadensersatz für zerstörte oder beschädigte Projekte zu fordern, die aus EU-Mitteln
oder aus Mitteln von EU-Mitgliedstaaten entweder ganz oder teilweise
finanziert worden sind?
a) Um welches Komitee handelte es sich dabei, und wann genau wurde die
Resolution verabschiedet?
b) Wie positioniert sich die Bundesregierung hinsichtlich des Inhalts dieser
Resolution?
c) Haben deutsche Vertreter versucht, im Vorfeld den Inhalt der Resolution
zu beeinflussen und in welcher Hinsicht (vgl. Haaretz 7. November
2016)?
Die Fragen 19a bis 19c werden zusammengefasst beantwortet.
Die Ratsarbeitsgruppe „Maschrik/Maghreb" hat im Oktober 2016 „Operational
Conclusions“ (Operative Schlussfolgerungen) verabschiedet, in denen auch die
Möglichkeit von Schadenersatzforderungen der EU und betroffener
Mitgliedstaaten gegenüber der israelischen Regierung erwähnt wird. Die Bundesregierung hat
die „Operational Conclusions“ im EU-Konsens mitgetragen und sich im Vorfeld
der Entscheidung an der Verhandlung des Textes der Schlussfolgerungen im
Rahmen der Ratsarbeitsgruppe beteiligt.
20. Existiert nach Kenntnis der Bundesregierung eine EU-Datenbank über
zerstörte und konfiszierte EU-finanzierte Projekte in den besetzten
palästinensischen Gebieten?
a) Wenn ja, setzt sich die Bundesregierung dafür ein, dass diese Datenbank
öffentlich zugänglich gemacht wird?
Nach Kenntnis der Bundesregierung existiert eine solche umfassende Datenbank
zu allen EU-finanzierten Projekten nicht. Die EU veröffentlicht halbjährlich einen
Bericht über Abrisse in den Palästinensischen Gebieten, der unter
https://eeas.
europa.eu/headquarters/headquarters-homepage_en/16080/Six-Month%20Report
%20on%20Demolitions%20and%20Confiscations%20of%20EU%20funded%20
structures%20in%20Area%20C%20March%20%E2%80%93%20August%20
2016 abgerufen werden kann.
21. Wie viel Prozent der von Palästinenserinnen und Palästinensern beantragten
Baugenehmigungen für das C-Gebiet oder Ostjerusalem wurden nach
Kenntnis der Bundesregierung von den israelischen Behörden in den Jahren
2015 und 2016 erteilt (bitte nach Jahren auflisten und jeweils die absolute
Anzahl der Anträge und Genehmigungen/Ablehnungen sowie die
Prozentzahl angeben)?
Nach Kenntnis der Bundesregierung wurden im Jahr 2015 sieben
Baugenehmigungen erteilt, im Jahr 2016 eine Baugenehmigung. Damit wurde nur einem
marginalen Teil der eingereichten Anträge entsprochen. Zwischen 2010 und 2014
wurden 2020 Baugenehmigungen für palästinensische Infrastruktur beantragt,
davon genehmigte Israel 1,5 Prozent (Quelle: UN-OCHA).
22. Ist aus den Zahlen, die der Bundesregierung zur Erteilung von
Baugenehmigungen im C-Gebiet und in Ostjerusalem für die letzten 20 Jahre vorliegen,
herauszulesen, dass die Anzahl von durch die israelischen Behörden erteilten
Baugenehmigungen abgenommen hat?
Nach Einschätzung der Bundesregierung hat die Anzahl der erteilten
Baugenehmigungen abgenommen.
a) Wenn ja, welche konkreten Maßnahmen hat die Bundesregierung
ergriffen oder in der EU angeregt, um diesem Trend entgegenzuwirken?
Auf die Antworten zu den Fragen 12 und 13 wird verwiesen.
23. Teilt die Bundesregierung die Einschätzung, dass ein Großteil der an die
Palästinenserinnen und Palästinenser von der EU und ihren Mitgliedstaaten
geleisteten Hilfen hauptsächlich dazu beitragen, den Status quo zu verfestigen,
und damit möglicherweise insofern einer politischen Lösung im Weg steht,
als dass Fortschritte auf dem Weg zur Gründung eines unabhängigen und
lebensfähigen palästinensischen Staates die Vorbedingung für Entwicklung
in den palästinensischen Gebieten darstellt?
Die Bundesregierung teilt diese Einschätzung nicht.
24. Teilt die Bundesregierung die Ansicht, dass eine Stärkung der
palästinensischen Wirtschaft, die wiederum eine Vorbedingung für einen unabhängigen
lebensfähigen Staat ist, nur ermöglicht werden kann, wenn die
Einschränkung der Bewegungsfreiheit der Palästinenserinnen und Palästinenser sowie
die Behinderung des Güterhandels und die Zerstörung von Gebäuden und
Infrastruktur ein Ende finden?
Ja. Ebenso notwendig sind Verbesserungen bei den Rahmbedingungen für
unternehmerisches Engagement und Privatsektorentwicklung, die in der
Verantwortung der Palästinensischen Behörde liegen. Die Bundesregierung setzt sich dafür
ein, die wirtschaftlichen Entwicklungschancen in den Palästinensischen Gebieten
zu verbessern, u. a. über die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit palästinensischer
Unternehmen, die Unterstützung des Zugangs zu Krediten für kleinere und
mittlere Unternehmen und die Verbesserung der Berufsausbildung, u. a. über den
Aufbau eines dualen Studiengangs unter Beteiligung palästinensischer
Unternehmen.
25. Welche konkreten Maßnahmen hat die Bundesregierung in den letzten
Jahren unternommen und/oder in der EU angeregt, um zur Verwirklichung der
in der Frage 24 genannten Vorbedingungen beizutragen?
Die Verbesserung der Lebensbedingungen der palästinensischen Bevölkerung
und die weitere Stärkung der palästinensischen Institutionen auf zentraler und
kommunaler Ebene stellen wesentliche Voraussetzungen für eine dauerhafte
Lösung des Nahost-Konflikts und den Aufbau eines unabhängigen und
lebensfähigen palästinensischen Staates Seite an Seite mit Israel dar. Die Bundesregierung
fördert deswegen den Aufbau von Infrastruktur und staatlichen Institutionen auf
kommunaler und zentraler Ebene. Auch die Unterstützung der Zivilgesellschaft
ist ein wichtiger Beitrag zum Staatsaufbau.
26. Inwiefern hat die Bundesregierung versucht, in dieser Hinsicht auf die
israelische Regierung einzuwirken, bzw. welche Initiativen im Rahmen der EU
hat die Bundesregierung diesbezüglich vorgeschlagen und/oder unterstützt?
Im Rahmen des ständigen Austausches der Bundesregierung mit der israelischen
Regierung werden Einschränkungen der Bewegungsfreiheit der
Palästinenserinnen und Palästinenser ebenso wie die Behinderung des Güterhandels und die
Zerstörung von Gebäuden und Infrastruktur regelmäßig angesprochen. Dies erfolgt
in enger Abstimmung mit der EU und den EU-Partnern sowie dem Nahost-
Quartett.
27. Inwiefern hält es die Bundesregierung für zielführend, auf die Verweigerung
von Baugenehmigungen durch Israel mit der „Drohung“ zu reagieren, sich
aus der Finanzierung der betroffenen Projekte zurückzuziehen?
Wurde mit einer solchen Ankündigung jemals erreicht, dass eine
Baugenehmigung für das betreffende Projekt erteilt wurde?
Die Bundesregierung nutzt den regelmäßigen politischen Dialog mit israelischen
und palästinensischen Vertreterinnen und Vertretern, um die Umsetzung
stockender Projekte schnell und wirksam voranzubringen. Dabei geht die
Bundesregierung davon aus, dass beide Seiten ein Interesse an palästinensischer Entwicklung
haben und ihre entsprechende Verpflichtung, diese zu ermöglichen, ernst
nehmen.
28. Wie positioniert sich die Bundesregierung zu der Forderung, das EU-Israel-
Assoziierungsabkommen auszusetzen, bis die israelische Regierung sich an
internationales Recht hält und die Menschenrechte wahrt?
Die Bundesregierung hat, ebenso wie die EU, mehrfach deutlich gemacht, dass
sie sich gegen Boykott- oder Sanktionsforderungen gegen Israel ausspricht und
diese für nicht zielführend hält, einen nachhaltigen Frieden im Nahen Osten zu
erreichen. Bilaterale Assoziierungsräte bieten die Möglichkeit,
Meinungsverschiedenheiten offen anzusprechen.
Anlage 1a
Überblick über Projekte der staatlichen Entwicklungszusammenarbeit aus
Mitteln des BMZ seit 1997
Vorhaben der finanziellen Zusammenarbeit (KfW)
Lfd.
Nr.
Projekttitel
Projektvolumen
(Mio. EUR)
Projektlaufzeit
Zusagejahr
Palästinensischer
Projektpartner
Ortsangabe
1. Abwasserentsorgung
Al Bireh
1,3 1996 - 2004 1997 Stadt Al Bireh Al Bireh
2. Abwasserentsorgung
Al Bireh II
3,9 1999 - 2004 1998 /
2003
Palästinensische
Behörde
Al Bireh
3. Wasserversorgung
JWU Jerusalem Water
Undertaking
11,0 2004 1999 /
2002
Jerusalem Water
Undertaking
Ramallah/Al Bireh
4. Wasserversorgung
Jerusalem Water
Undertaking (JWU) II
8,0 2014 – N.N. 2013 PLO, vertreten durch
das Ministerium für
Planung
Ramallah / Al Bireh /
Jerusalem
5. Regionalversorger
und Integriertes
Wasser Resourcen
Management (JWU)
10,0 In
Vorbereitung
2016 Ramallah / Al Bireh /
Jerusalem
6. Abwasserentsorgung
Ramallah Region
27,0 2012 – N.N. 2004 /
2011 /
2012
Palästinensische
Behörde, vertreten durch
das Ministerium für
Planung
Ramallah / Al-Bireh /
Beituniya
7. Wasserversorgung
Jenin und
Abwasserentsorgung Tulkarem
5,6 1998 - 2007 1997 /
2002
Palästinensische
Behörde
Jenin, Tulkarem
8. Wasserversorgung
Tulkarem
9,6 2006 - 2012 1998 /
2004 /
2007
Palästinensische
Behörde, vertreten durch
das Ministerium für
Planung
Tulkarem
9. Abwasserentsorgung
Tulkarem-Region
16,0 2008- N.N. 2002 /
2003 /
2011
Palästinensische
Behörde, vertreten durch
das Ministerium für
Planung
Tulkarem
10. KV-
Abwasserentsorgung Salfeet
11,0 1995 – N.N. 1998 /
2000 /
2014
PLO vertreten durch
das Ministerium für
Planung
Salfeet
11. Wasserversorgung
Hebron
1,4 1996 - 2004 1998 /
2001 /
2003
PA vertreten durch
das Außenministerium
Hebron
12. Abwasserentsorgung
Nablus-West
50,8 1997 – N.N. 1997 /
2001 /
2008 /
2010 /
2012 /
2014 /
2015
PLO vertreten durch
das Ministerium für
Planung
Nablus
Lfd.
Nr.
Projekttitel
Projektvolumen
(Mio. EUR)
Projektlaufzeit
Zusagejahr
Palästinensischer
Projektpartner
Ortsangabe
13.
Wasserverlustreduzierung Nablus
3,1 2000 - 2008 1999 Palästinensische
Behörde, vertreten durch
das Ministerium für
Planung
Nablus
14.
Wasserverlustreduzierung Nablus II
17,1 2006 /
2007 /
2011
Palästinensische
Behörde, vertreten durch
das Ministerium für
Planung
Nablus
15.
Abwasserwiederverwendung Nablus
10,0 In
Vorbereitung
2016 Nablus
16. Abwasserentsorgung
Nablus Ost
21,8 2013 – N.N. 2012 /
2013
Palästinensische
Behörde, vertreten durch
das 17.Ministerium
für Planung
Nablus
17. Abwasserentsorgung
Gaza-Mitte
87,6 2003 – N.N. 1998 /
1999 /
2000 /
2014 /
2015
PLO vertreten durch
das Ministerium für
Planung
Gaza
18. Wiederaufbauhilfe
Wasser und Abwasser
Gaza
9,0 2014 – N.N. 2014 PLO vertreten durch
das Ministerium für
Planung
Gazastreifen
19. Integriertes Abwasser-
und
Ressourceneffizienz- Programm Gaza
(CMWU)
10,0 In
Vorbereitung
2016 Gazastreifen
20. Wasser- /
Abwasserprogramm
Palästinensisches Gebiet
20,8 2008 - N.N. 2008 /
2015
Palästinensische
Behörde, vertreten durch
das Ministerium für
Planung
Landesweit
21. Abfallwirtschaft
Ramallah / Al Bireh
14,0 2012 – N.N. 2004 /
2011
Palästinensische
Behörde, vertreten durch
das Ministerium für
Planung
Al Bireh
22. Industriepark Jenin 14,2 2008 – N.N. 2000 /
2009
Palästinensische
Behörde, vertreten durch
das Ministerium für
Finanzen
Jenin
23. Industriepark Jenin II 5,0 2016 – N.N. 2013 PLO vertreten durch
das Ministerium für
Planung
Jenin
24. EPCGF I Europäisch
Palästinensischer
Kreditgarantiefonds
6,7 2005 - 2012 2001 /
2003 /
2007
Palästinensische
Behörde, vertreten durch
das Ministerium für
Planung
Landesweit
25. EPCGF II -
Europäisch-Palästinensischer
Kreditgarantiefonds II
(EPCGF)
2,5 2011 – 2014 2010 Palästinensische
Behörde, vertreten durch
das Ministerium für
Finanzen
Landesweit
Lfd.
Nr.
Projekttitel
Projektvolumen
(Mio. EUR)
Projektlaufzeit
Zusagejahr
Palästinensischer
Projektpartner
Ortsangabe
26. Europäisch
palästinensischer
Kreditgarantiefonds
EPCGF III
2,5 2012 – N.N. 2011 PLO vertreten durch
das Ministerium für
Finanzen
landesweit
27.
Einlagensicherungsfonds
10,0 2017 – N.N. 2016 PLO vertreten durch
das Ministerium für
Planung und Finanzen
landesweit
28.
Beschäftigungsprogramm II
1,8 1997 - 1999 1997 Palästinensische
Behörde, vertreten durch
das Ministerium für
Planung
Landesweit Finanzierung
von 191 Schulen und 24
Kindergärten (98
Schulen und 24 KG in Gaza;
93 Schulen in der
Westbank, davon 1 Schule im
C-Gebiet)
29.
Beschäftigungsprogramm III
2,1 1998 - 1998
30. Technische
Fachschule Nablus
6,9 2002 – 2013 2000 /
2001
Palästinensische
Behörde, vertreten durch
das Ministerium für
Planung
Nablus
31. EGP Schulbau IV 4,1 1999 - 2010 1999 Palästinensische
Behörde vertreten durch
das Ministerium für
Planung und das
Ministerium für Bildung
und Hochschulbildung
Landesweit
32. EGP Schulbau V 2,6 1999 - 2010 1999
33. EGP Schulbau VI 5,1 2001 - 2003 2001
34. EGP Schulbau VII 5,0 2003 - 2012 2002
35. EGP Schulbau VIII 10,0 2005 – N.N. 2004
36. EGP Schulbau IX 28,0 2006 – N.N- 2005 /
2008 /
2009
37. Bildungsprogramm I 39,0 2001 – N.N. 2007 /
2009 /
2010
Palästinensische
Behörde vertreten durch
das Ministerium für
Planung und das
Ministerium für Bildung
und Hochschulbildung
Landesweit
38. Bildungsprogramm II 6,0 2013 – N.N. 2012
39. Bildungsprogramm III 10,0 In
Vorbereitung
2013
40. Bildungsprogramm IV 22,0 In
Vorbereitung
2015
41. EGP I Armutsorient.
Infrastruk.
7,7 2002 - 2010 2001 Palästinensische
Behörde vertreten durch
das Ministerium für
Planung
Landesweit.
Finanzierung von kleineren
sozialen und / oder
kommunalen
Infrastrukturvorhaben: 508 Vorhaben in der
Westbank und 105
Vorhaben in Gaza
42. EGP II Armutsorient.
Infrastruk.
2,6 2002 - 2010 2002
43. EGP III Armutsorient.
Infrastruk.
16,0 2004 - 2010 2002 /
2003
44. EGP IV Armutsorient.
Infrastruktur
10,0 2003 - 2010 2003
45. EGP V Armutsorient.
Infrastruktur
20,9 2005 - 2016 2004 /
2007
46. EGP VI Armutsorient.
Infrastruktur
13,0 2006 - 2017 2005
Lfd.
Nr.
Projekttitel
Projektvolumen
(Mio. EUR)
Projektlaufzeit
Zusagejahr
Palästinensischer
Projektpartner
Ortsangabe
47. EGP VII
Armutsorient. Infrastruktur
8,0 2008 - 2016 2006
48. EGP VIII
Armutsorient. Infrastruktur
3,5 2011 - 2017 2010
49. EGP IX Armutsorient.
Infrastruktur
3,5 2011 – 2017 2011
50. EGP X Armutsorient.
Infrastruktur
5,0 2014- N.N 2013 Landesweit.Finanzierung
von kleineren sozialen
und / oder kommunalen
Infrastrukturvorhaben:
14 in Gaza; 26 in der
Westbank inkl.
Ostjerusalem (davon drei in
Area C).
51. MDLF I
(Kommunalentwicklungsprogramm)
15,0 2008 - 2013 2005 Palästinensische
Behörde vertreten durch
das Ministerium für
Planung
Landesweit.
52. MDLF II
(Kommunalentwicklungsprogramm)
7,5 2009-2015 2008
53. MDLF III
(Kommunalentwicklungsprogramm)
9,5 2011-2015 2011
54. MDLF IV
(Kommunalentwicklungsprogramm)
13,5 2013 –
N.N.
2012
55. MDLF V
(Kommunalentwicklungsprogramm)
8,0 2014 –N.N. 2013
56. Gaza Wiederaufbau -
Zusatzfinanzierung
zum
Kommunalentwicklungsprogramm
(MDLF VI)
5,0 2015 – N.N. 2014 PLO vertreten durch
das Ministerium für
Planung
Gaza
57. MDLF VII
(Kommunalentwicklungsprogramm)
22,0 2017 - N.N. 2014 PLO vertreten durch
das Ministerium für
Planung
Landesweit
58. MDLF VIII -
Kommunalentwicklungsprogramm MDP III
20,0 In
Vorbereitung
2016 Landesweit
59. Temporärer
internationaler Mechanismus
(TIM)
20,0 2006 - 2008 2006 Palästinensische
Behörde vertreten durch
das Büro des
Präsidenten
Landesweit
60. Temporärer
internationaler Mechanismus
(TIM II)
20,0 2007 - 2008 2007 Palästinensische
Behörde vertreten durch
das Büro des
Präsidenten
Landesweit
Lfd.
Nr.
Projekttitel
Projektvolumen
(Mio. EUR)
Projektlaufzeit
Zusagejahr
Palästinensischer
Projektpartner
Ortsangabe
61.
Gemeinschaftsfinanzierung PEGASE
(Pal. Europ. de
Gestion et d'Aide Socio-
Econ.)
20,0 2008 - 2009 2008 Palästinensische
Behörde vertreten durch
das Ministerium für
Finanzen
Landesweit
62. FZ-Beitrag zu PE-
GASE (II)
25,0 2009 - 2010 2009 Palästinensische
Behörde vertreten durch
das Ministerium für
Finanzen
Landesweit
63. FZ-Beitrag zu PE-
GASE III (Palestino
Européen de Gestion
et d Aide Socio-
Economique)
20,0 2010 - 2011 2010 Palästinensische
Behörde vertreten durch
das Ministerium für
Finanzen
Landesweit
64. Altstadtsanierung
Hebron
1,8 2002 - 2010 1998 Palästinensische
Behörde vertreten durch
das Ministerium für
Planung
Hebron
65. Warenhilfe IV
Augusta Victoria
Krankenhaus
(Gesundheitssektor)
1,4 2003 - 2005 2003 Palästinensische
Behörde vertreten durch
das Außenministerium
Jerusalem
66. Studien- und
Fachkräftefonds II
0,5 1998 – N.N. 1998 Palästinensische
Behörde vertreten durch
das Ministerium für
Planung
Landesweit
67. Studien- und
Fachkräftefonds III
1,5 2000 – N.N. 2000 Palästinensische
Behörde vertreten durch
das Ministerium für
Planung
Landesweit
68. Studien- und
Fachkräftefonds IV
1,5 2001 – N.N. 2001 Palästinensische
Behörde vertreten durch
das Ministerium für
Planung
Landesweit
69. Studien- und
Fachkräftefonds V
1,5 2003 – N.N. 2003 Palästinensische
Behörde vertreten durch
das Außenministerium
Landesweit
Vorhaben der technischen Zusammenarbeit (GIZ)
Nr. Projekttitel Projekt-
volumen (Mio.
EUR)
Projektlaufzeit
Zusagejahr
Palästinensischer
Projektpartner
Ortsangabe
70. Schulbaumaßnahme des
Lateinischen Patriarchats
0,153 17.12.97 -
22.09.00
1997 Lateinisches Patriarchat Jerusalem
71. Jugend-/
Sommercamps in Gaza
0,181 08.07.09 -
31.12.09
2009 Bildungsministerium Gaza Stadt
72. KV – Betriebsberatung
Wasserversorgung Hebron
0,265 16.06.97 -
30.06.02
1997 Water Supply and Sewage
Authority (WSSA)
Hebron
73. Förderung von
Nichtregierungsorganisationen
1,017 16.10.97-
30.06.02
1998 Diverse NGO Landesweit
74. Schulbaumaßnahme des
palästinensischen
Erziehungsministeriums in Gaza
0,287 08.06.98 -
26.03.02
1998 Bildungsministerium Gaza
75. Beratung des
Wirtschafts- und
Handelsministeriums
1,434 01.09.98 -
29.03.04
1998 Wirtschaftsministerium Ramallah
76. Aufbau der Zollverwaltung 1,326 12.02.98 -
29.03.04
1998 Ministerium für Finanzen Landesweit
77. Abfallwirtschaft im
nördlichen Gaza-Streifen
1,594 11.11.98 -
30.07.05
1998 Kommune Beit Lahia Gaza
78. Gewerblich
technische Aus- und
Fortbildung (VTET)
0,767 26.08.98 -
28.02.03
1998 Bildungsministerium Landesweit
79. KV-Begleitmaßnahme
Abwasserreinigung Salfeet
0,251 25.02.98 -
10.10.00
1998 Gemeinde Salfeet Salfeet
80. Auguste-Victoria-Krankenhaus 2,195 24.07.01 -
18.10.05
2001 Lutherischer Weltbund –
Lutheran World
Federation - Jerusalem
Jerusalem
81. Aufbau eines
Medienzentrums an der Al Quds
Open University
0,175 23.03.00 -
31.12.02
2000 Al-Quds Open University Jerusalem
82. Förderung der
Jugendgesundheit
0,834 14.02.00 -
16.01.06
2000 Gesundheitsministerium Landesweit
83. Institutionelle Stärkung der
städtischen Dienstleistungen in
Salfeet
0,883 01.02.00 -
31.12.03
1999 Gemeinde Salfeet Salfeet
84. Technische Fachschule Nablus 1,066 25.09.00 -
29.03.04
2002
Aufstockung
Ministerium für
Hochschulbildung
Nablus
85. Non-formale Ausbildung 1,310 11.10.00 -
11.03.04
2002
(Aufstockung)
Arbeitsministerium Landesweit
86. Förderung von KMU unter
besonderer
Berücksichtigung von Kleinstunternehmen
1,789 14.11.00 -
31.12.06
2002
Aufstockung
Wirtschaftsministerium Landesweit
87. Abwasserreinigung Al Bireh 0,465 20.11.00 -
13.11.02
1999 Stadtverwaltung von Al
Bireh
Al Bireh
88. Förderung von
Nichtregierungsorganisationen
1,528 07.05.01 -
02.06.05
2000 Diverse NGO Landesweit
Nr. Projekttitel Projekt-
volumen (Mio.
EUR)
Projektlaufzeit
Zusagejahr
Palästinensischer
Projektpartner
Ortsangabe
89. Abfallwirtschaft im Gaza-
Streifen mit
Deponiebaukomponente
1,895 19.07.01 -
31.12.05
2001 Ministerium für
kommunale Angelegenheiten
Gaza
90. KV-Wasserver- und
Abwasserentsorgung Nablus
0,839 06.11.01 -
31.12.05
2001 Stadtverwaltung Nablus Nablus
91. Wasserver- und
Abwasserentsorgung Ramallah/Al
Bireh Bezirk
1,857 18.10.01 -
31.12.05
2001 Wasserbehörde Jerusalem
Water Undertaking
(JWU)
Ramallah/Al
Bireh
92. Koordinierungseinheit für die
Aus- und Fortbildung im
Wassersektor
0,512 01.08.03 -
31.12.05
2001 Wasserbehörde Landesweit
93. Konfliktminderung durch
nichtformale Ausbildung und
NRO-Förderung
0,714 26.03.02 -
29.03.04
2001 Arbeitsministerium Landesweit
94. Nationaler Wasserrat 0,340 01.03.04 -
31.12.05
2002 Wasserbehörde Landesweit
95. Landwirtschaftsprogramm für
Arme und Flüchtlinge-PARC
0,490 28.08.02 -
29.03.04
2001 NGO Palestinian
Agricultural Relief Committee
(PARC)
Landesweit
96. Gesundheitsbasisversorgung -
Augusta-Victoria
1,625 28.08.02 -
29.03.04
2001 Lutherischer Weltbund –
Lutheran World
Federation - Jerusalem
Jerusalem
97. Gewerblich-
Technische Aus- und Fortbildung
0,600 07.02.03 -
27.04.04
2001 Intermin. Ausschuss
(Steering Committee)
Landesweit
98. Wirtschaftspolitische
Beratung
1,711 18.11.03 -
28.02.07
2003 Wirtschaftsministerium Landesweit
99. Förderung kommunaler
Selbstverwaltung
1,953 21.10.03 -
28.02.07
2003 Gemeindeverwaltungen
Ramallah, Al-Bireh,
Betunia und Salfeet
Landesweit
100. Förderung von NRO 0,878 24.01.05 -
31.12.06
2003
Aufstockung
Diverse NGO Landesweit
101. Programm "Förderung des
Berufsbildungssystems"
4,590 11.03.04 -
30.06.08
2002 Ministerium für Bildung
und Hochschulbildung
Ramallah/
Landesweit
102. Beratung des
Premierministeramtes
2,772 23.02.08 -
30.09.13
2004 Premierministeramt Ramallah
103. Kommunale Abfallwirtschaft
Al Bireh/Ramallah
0,117 25.01.05 -
30.10.06
2004 Ministerium für
kommunale Angelegenheiten
Ramallah/al
Bireh
104 KV-Wasserprogramm 5,014 01.01.06 -
31.12.09
2007 Wasserbehörde Landesweit
105. Programm Abfallberatung 4,755 17.10.05 -
31.12.09
2005 Ministerium für
kommunale Angelegenheiten
Landesweit
106. Förderung der
Zivilgesellschaft auf kommunaler Ebene
3,150 01.01.07 -
31.03.09
2006 Präsidialamt Landesweit
107. Programm Förderung der
Privatwirtschaft
4,431 01.01.07 -
31.01.10
2006 Wirtschaftsministerium Landesweit
108. Fonds zur Politik- und
Reformberatung
5,097 01.10.07 -
21.04.16
2007 Planungsministerium Landesweit
Nr. Projekttitel Projekt-
volumen (Mio.
EUR)
Projektlaufzeit
Zusagejahr
Palästinensischer
Projektpartner
Ortsangabe
109. Förderung des
Berufsbildungssystems
3,259 01.06.08 -
30.09.11
2008 Ministerium für Bildung
und Hochschulbildung
Landesweit
110. Förderung der
Zivilgesellschaft auf kommunaler Ebene
4,613 01.04.09 -
31.03.12
2008 Ministerium für
kommunale Angelegenheiten
Landesweit
111. Wasserprogramm 5,895 01.01.10 -
30.09.13
2009 Wasserbehörde Landesweit
112. Programm Abfallberatung 1,027 01.01.10 -
31.12.11
2009 Ministerium für
kommunale Angelegenheiten
Landesweit
113. Programm Förderung der
Privatwirtschaft
9,913 01.02.10 -
31.12.14
2010 Wirtschaftsministerium Landesweit
114. Förderung der
Zivilgesellschaft auf kommunaler Ebene
9,483 01.04.12 -
28.02.19
2011 Ministerium für
kommunale Angelegenheiten
Landesweit
115. Programm zur Förderung
gendersensitiver
Gemeinderatsarbeit
0,563 01.04.13 -
31.03.15
2013 Ministerium für
kommunale Angelegenheiten
Landesweit
Anpassung an die Folgen des
Klimawandels im
Westjordanland in den Palästinensischen
Gebieten
2,188 01.04.13 2013
Landwirtschaftsministerium
Landesweit
116. Wasserprogramm 6,281 01.10.13 2014 Wasserbehörde Landesweit
117. Nachhaltige
Wirtschaftsentwicklung und
Beschäftigungsförderung
5.197 01.01.14 2014 Wirtschaftsministerium Landesweit
118. Studien- und Fachkräftefonds 6.894 12.01.95 -
31.12.2016
1995 erfolgt im Detail bei den
jeweiligen
Arbeitsvorschlägen
Landesweit
119. Studien- und Fachkräftefonds 3,303 27.03.14-
heute
2014 erfolgt im Detail bei den
jeweiligen
Arbeitsvorschlägen
Landesweit
120. Reformprogramm zur
Kommunalentwicklung
2,912 07.05.15 2014 Ministerium für
kommunale Angelegenheiten
Landesweit
121. Förderung von
Berufsbildung und Arbeitsmarkt
3,879 01.07.15 2015 Ministerium für Bildung
und Hochschulbildung
Landesweit
122. Gaza-
Wiederaufbaumechanismus
1,400 01.10.16 2015 UNOPS Gaza
Vorhaben der technischen Zusammenarbeit (Physikalisch-Technische
Bundesanstalt, PTB)
Nr. Projekttitel
Projektvolumen
(Mio. EUR)
Projektlaufzeit
Zusagejahr Palästinensischer
Projektpartner
Ortsangabe
123. Unterstützung der
nationalen
Qualitätsinfrastruktur in den
Palästinensischen Gebieten
1,2 Mio 2012-2015 2012 Palestinian Standards
Institution
Beratung
landesweit
124. Unterstützung der
nationalen
Qualitätsinfrastruktur in den
Palästinensischen Gebieten
1,5 Mio 2016-2020 2015 Wirtschaftsministerium Beratung
landesweit
Überblick über Projekte der deutschen humanitären Hilfe aus Mitteln des
Auswärtigen Amts 2013 bis 2016
Projekttitel
Projektvolumen
Projektlaufzeit
Zusagejahr Deutsche
Durchführungsorganisation
Pal.
Projektpartner
Ortsangabe
Verbesserung des
Zugangs zu
Basisgesundheitsversorgung im
Westjordanland und
Versorgung mit
Medikamenten in Gaza
662.040,00 € 01.09.13-30.09.14 2013
Medico
International
Palestinian
Medical Relief
Society (PMRS)
Westjordanland, Gaza
Ernährungssicherung
älterer vulnerabler
Menschen
93.039,00 € 01.06.13-30.06.14 2013 Help Age
UAWC (Union
of Agricultural
Work
Commitees)
Gaza
Verbesserung der
Notfallvorsorge und
Planung in Gaza
494.000,00 € 01.05.13-31.08.14 2013 Ärzte der Welt N/A Gaza
Unterstützung UN-
RWA-
Nothilfeprogramm
"Nahrungsmittelhilfe 2014 Gaza"
7.000.000,00 € 01.07.14-31.12.14 2014 UNRWA N/A Gaza
Medizinische Nothilfe
und Wasserversorgung
für vom Konflikt
betroffene
Bevölkerungsgruppen
2.000.000,00 € 01.08.14-31.12.14 2014 IKRK N/A
Palästinensische Gebiete
Psychosoziale
Unterstützung, Wasser,
Abwasser,
Hygienemaßnahmen (WASH) und
Winterhilfe in Gaza
488.379,41 € 16.09.14-13.02.15 2014 World Vision N/A Gaza
Verbesserung des
Zugangs zu
Basisgesundheitsversorgung im
Westjordanland und
Versorgung sozialer
Härtefälle mit
Medikamenten in Gaza
115.663,91 € 01.09.14.-31.08.16 2014
Medico
International
Palestinian
Medical Relief
Society (PMRS)
Gaza
Projekttitel
Projektvolumen
Projektlaufzeit
Zusagejahr Deutsche
Durchführungsorganisation
Pal.
Projektpartner
Ortsangabe
Nothilfe für
konfliktbetroffene palästin.
Flüchtlinge in Gaza
1.000.000,00 € 01.08.14-31.12.14 2014 UNRWA N/A Gaza
Förderung des OCHA-
Landesbüros 500.000,00 €
01.09.14.-
13.02.15 2014 OCHA N/A
Palästinensische Gebiete
Einzahlung in den UN
Emergency Response
Fund Ist das der CERF
oder der CBPF?
500.000,00 € 01.08.-31.12.14 2014 OCHA N/A
Palästinensische Gebiete
Bargeldhilfen für
Hilfsgüter (Non Food Items)
für konfliktbetroffene
Flüchtlinge in Gaza
2.000.000,00 € 01.10.14-31.12.14 2014 UNRWA N/A Gaza
Verbesserung des
Zugangs zu
Basisgesundheitsversorgung im
Westjordanland und
Versorgung sozialer
Härtefälle mit
Medikamenten in Gaza
780.826,70 € 01.09.14.-31.08.16 2015
Medico
International
Palestinian
Medical Relief
Society (PMRS)
Gaza
Einzahlung in den UN
Humanitarian Pooled
Fund für die
Palästinensischen Gebiete
1.500.000,00 € 01.01.15-31.12.15 2015 OCHA N/A
Palästinensische Gebiete
Hilfs-, Schutz-,
Präventions- und
Kooperationsmaßnahmen
3.000.000,00 € 05.02.15.-31.12.15 2015 IKRK N/A
Palästinensische Gebiete
Psycho-soziale
Unterstützung, Wasser,-
Abwasser- und
Hygienemaßnahmen (WASH)
und Winterhilfe in
Gaza
300.000,00 € 16.09.14 -15.09.15 2015 World Vision
World Vision
Jerusalem-West
Bank-Gaza
Gaza
Medizinische
Notfallvorsorge und -planung
im Gazastreifen
508.814,00 € 01.04.15-31.03.16 2015 Ärzte der Welt N/A Gaza
Nahrungsmittelhilfe
(Emergency Food
Assistance)
7.000.000,00 € 01.04.15-31.12.15 2015 UNRWA N/A
Palästinensische Gebiete
Prävention von
Hörbehinderung und
posttraumatischen
Erkrankungen bei Kindern
und Jugendlichen im
Gaza-Streifen
226.785,60 € 01.07.15.-13.02.16 2015
Christoffel
Blindenmission
Atfaluna Society
for Deaf
Children (ASDC)
Westjordanland, Gaza
Unterstützung der UN-
RWA
Reformbemühungen und Stärkung
der Notfallkapazitäten
1.765.383,00 € 01.10.15-31.12.15 2015 UNRWA N/A
Palästinensische Gebiete
Projekttitel
Projektvolumen
Projektlaufzeit
Zusagejahr Deutsche
Durchführungsorganisation
Pal.
Projektpartner
Ortsangabe
Aufbau von
Krisenvorsorgemechanismen für
Konflikt-und
Katastrophenfälle
45.000,00 € 01.01.15-31.12.15 2015
Deutsches Rotes
Kreuz
Palästinensischer Roter
Halbmond
Palästinensische Gebiete
Unterstützung OCHA-
Länderbüro Paläst.
Gebiete
300.000,00 € 01.06.15-31.12.15 2015 OCHA N/A
Palästinensische Gebiete
Medizinische
Notfallvorsorge und -planung
im Gazastreifen
762.243,00 € 01.04.15-31.03.16 Ärzte der Welt N/A Gaza
Verbesserung des
Zugangs zu
Basisgesundheitsversorgung im
Westjordanland und
Versorgung sozialer
Härtefälle mit
Medikamenten in Gaza
962.783,99 € 01.09.14-31.08.16 2015
Medico
International
Palestinian
Medical Relief
Society (PMRS)
Gaza
Unterstützung der UN-
RWA
Reformbemühungen und Stärkung
der Notfallkapazitäten
82.926,70 € 01.10.15-31.12.16 2016 UNRWA N/A
Palästinensische Gebiete
Hilfs-, Schutz-,
Präventions- und
Kooperationsmaßnahmen
4.500.000,00 € 05.02.16-31.12.16 2016 IKRK N/A
Palästinensische Gebiete
Einzahlung in
Humanitarian Pooled Fund,
insbesondere zur
Unterstützung der
Winterhilfe
1.500.000,00 € 01.03.16.-31.12.16 2016 OCHA N/A
Palästinensische Gebiete
Ernährungshilfe für
palästinensische
Flüchtlinge in Gaza
10.500.000,00
€
01.05.16.-
31.12.18 2016 UNRWA N/A Gaza
(Projekt temporär
ausgesetzt) Psychosoziale
Unterstützung für
konfliktbetroffene Kinder
und ihre Familien in
Gaza
67.574,59 € 01.03.16 - 31.07.2018 2016 World Vision
Vision
Jerusalem-West Bank-
Gaza (WV
JWG)
Gaza
Unterstützung OCHA
Länderbüro
Palästinensisches
Autonomiegebiet
500.000,00 € 01.03.16.-31.12.16 2016 OCHA N/A
Palästinensische Gebiete
Unterstützung von
humanitären
Organisationen durch
Koordinierung, Informationen
und Fortbildung zu
Fragen der Sicherheit (über
INGO INSO)
100.000,00 € 01.06.16-31.12.16 2016 INSO Palestine N/A Gaza
Projekttitel
Projektvolumen
Projektlaufzeit
Zusagejahr Deutsche
Durchführungsorganisation
Pal.
Projektpartner
Ortsangabe
Bargeldhilfe zur
vorübergehenden
Anmietung von Unterkünften
für vulnerable pal.
Flüchtlinge in Gaza,
deren Wohnungen im
Gazakrieg 2014 zerstört
wurden (Transitional
Shelter Cash Assistance
-TSCA)
1.000.000,00 € 01.12.16.-31.12.16 2016
UNRWA
N/A Gaza
Anlage 2a
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ISSN 0722-8333]