BundestagKleine Anfragen
Zurück zur Übersicht
Kleine AnfrageWahlperiode 14Beantwortet

IT-Kompetenz in der Informationsgesellschaft (G-SIG: 14010099)

Bisherige Ergebnisse der Initiative "Schulen ans Netz", bereitgestellte Haushaltsmittel, Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom AG, Unterstützung durch Landesregierungen

Fraktion

PDS

Datum

25.02.1999

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache14/31226. 01. 99

IT-Kompetenz in der Informationsgesellschaft

der Abgeordneten Maritta Böttcher, Gerhard Jüttemann und der Fraktion der PDS

Vorbemerkung

„Die Durchdringung der Gesellschaft mit modernen Informations- und Kommunikationstechniken ist in vollem Gange und vollzieht sich in weiten Bereichen auch ohne staatliche Eingriffe und besondere Förderung.

Die Entwicklung Deutschlands zu einer Informationsgesellschaft ist jedoch kein Selbstläufer. Sie bedarf gestalterischer politischer Initiativen, damit der Wandel beschleunigt wird, die Chancen genutzt und Risiken minimiert werden.

IT-Kompetenz wird zu einer Grundkompetenz. Auf die nachhaltig veränderten Anforderungen an die Qualifikationsprofile der Erwerbstätigen müssen allgemeinbildende Schulen, Berufsschulen, Fachhochschulen und Universitäten zügig und umfassend reagieren, soll das Bildungs- und Ausbildungssystem nicht zu einem neuen Engpaß für den Strukturwandel werden. Die Menschen müssen unabhängig von ihrer Herkunft die qualifikatorischen Grundlagen für den Umgang mit den neuen technischen Möglichkeiten erwerben können. Im Informationszeitalter müssen die Bildungseinrichtungen stärker das Lernen und Umlernen lehren.“

Dieser Einschätzung der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, vor dem Ausschuß für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung kann sich die Fraktion der PDS vorbehaltlos anschließen. In diesem Zusammenhang ist aber auf die insgesamt kritische Einschätzung diesbezüglicher Aktivitäten in der vergangenen Legislaturperiode zu verweisen. Dazu gehört auch die Initiative des ehemaligen Bundesministers Dr. Jürgen Rüttgers und der Deutschen Telekom AG „Schulen ans Netz“. So begrüßenswert die Unterstützung durch die Deutsche Telekom AG in diesem Zusammenhang auch zu werten war: Wegen der mangelnden finanziellen Verankerung im Bundeshaushalt und nicht ganzheitlich durchdachter inhaltlicher Ansätze blieb diese Initiative bereits im Ansatz stecken.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen11

1

Wie schätzt die Bundesregierung die bisherigen Ergebnisse mit Stand vom 31. Dezember 1998 ein?

2

Wie viele Schulen welcher Schultypen sind in den einzelnen Bundesländern tatsächlich in das Projekt einbezogen?

3

Welche Mittel wurden bis zum 31. Dezember 1998 für diese Initiative seitens der Bundesregierung bereitgestellt (aufgeschlüsselt nach Bundesländern)?

4

Welche Mittel stellte die Deutsche Telekom AG bereit?

5

Welche Erfahrungen gibt es aus Sicht der in diese Initiative einbezogenen Schulen?

6

Wie schätzt die Bundesregierung das Engagement der Deutschen Telekom AG in diesem Zusammenhang ein (wertmäßig und begleitende Supportleistungen)?

7

Beabsichtigt die Bundesregierung, diese Initiative fortzusetzen?

8

Welche Mittel plant die Bundesregierung im Zusammenhang mit der bisherigen Initiative bzw. als eigenständigen Schwerpunkt im Rahmen einer neuen Herangehensweise?

9

Falls die Bundesregierung die Fortsetzung der Initiative beabsichtigt, inwieweit könnte sie sich eine Zusammenarbeit auf Bundes- oder Landesebene mit der Deutschen Telekom AG vorstellen?

10

Ist der Bundesregierung bekannt, inwieweit die einzelnen Landesregierungen diese Bundesinitiative weiterhin zu unterstützen beabsichtigen und ob diesbezüglich Mittel in den Haushaltsplanungen vorgesehen sind?

11

Liegen der Bundesregierung Informationen bzw. finanziell untersetzte Absichtserklärungen der Deutschen Telekom AG zur Fortsetzung dieser Initiative vor?

Bonn, den 21. Januar 1999

Dr. Gregor Gysi und Fraktion

Ähnliche Kleine Anfragen