Stand der Planungen für ein „Institute of Advanced Sustainability Studies“
der Abgeordneten Dr. Petra Sitte, Eva Bulling-Schröter, Lutz Heilmann, Hans-Kurt Hill, Cornelia Hirsch, Dr. Lukrezia Jochimsen, Volker Schneider (Saarbrücken) und der Fraktion DIE LINKE.
Vorbemerkung
Auf dem zweiten Klimaforschungsgipfel der Bundesregierung am 16. Oktober 2007 griff die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Annette Schavan, eine Anregung des ersten interdisziplinären Nobelpreisträgersymposiums („1st Interdisciplinary Symposium: Global Sustainability – A Nobel Cause“; 9./10. Oktober 2007, Potsdam) mit Nobelpreisträgern aus aller Welt auf, ein „Internationales Institut für Nachhaltigkeitsforschung“ („International Institute Of Advanced Sustainability Studies“) zu gründen. Dieses soll die besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Welt für Forschungsprojekte zu Fragestellungen der Nachhaltigkeit in der Bundesrepublik Deutschland versammeln und ein „Leuchtturmprojekt“ weltweiter Forschungsanstrengungen zum Umgang mit dem Klimawandel sein.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen14
In welchem Zeitrahmen plant die Bundesregierung die Schaffung eines solchen Instituts?
Welche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sollen mit der inhaltlichen und organisatorischen Grundkonzeption eines solchen Instituts betraut werden?
Wird die Hauptaufgabe des Instituts in der Erreichung des höchsten wissenschaftlichen Niveaus der Klima- und Nachhaltigkeitsforschung bestehen?
Welche Forschungsschwerpunkte wird das Institut voraussichtlich haben?
Wie soll sich nach Auffassung der Bundesregierung das neue Institut im Verhältnis zu etablierten Einrichtungen der Klima- und Nachhaltigkeitsforschung wie dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), besonders nach der Gründung des bundesweiten Klimakonsortiums positionieren?
Welche Maßnahmen sieht die Bundesregierung vor, um den selbst gesetzten Anspruch eines weltweiten „Leuchtturmprojektes“ zu erfüllen und die besten Forscher der Welt an diesem Institut zu versammeln?
Soll das neue Institut seine Forschungsergebnisse gegenüber der Öffentlichkeit kommunizieren, Debatten initiieren und eine kompetente Beratung für Politik und Gesellschaft anbieten, und wenn ja, wie soll dies gewährleistet werden?
Wer sollen die institutionellen Träger des Instituts sein?
Welcher Austausch mit Forschungseinrichtungen und Kooperationspartnern aus anderen Ländern, insbesondere aus Schwellen- und Drittweltstaaten, ist geplant?
Wie soll die Wirtschaft in die Tätigkeit des Instituts einbezogen werden?
Welches Ressort soll die Federführung für dieses Institut übernehmen?
Wie hoch wird der gesamte Finanzbedarf veranschlagt, und welchen Beitrag will die Bundesregierung leisten?
Werden für den Beitrag der Bundesregierung zur Finanzierung des Instituts zusätzliche Finanzmittel bereit gestellt oder werden Umschichtungen im Forschungsbudget vorgenommen?
Wo ist der Sitz des neuen Instituts geplant?