BundestagKleine Anfragen
Zurück zur Übersicht
Kleine AnfrageWahlperiode 14Beantwortet

Berufsausbildung innerhalb der Europäischen Union (G-SIG: 14011469)

Einführung des EUROPASS-Berufsausbildung als Bescheinigung für Auslandsqualifikationen, Inanspruchnahme, deutsch-französisches Austauschprogramm für die berufliche Bildung, Einrichtung eines entsprechenden Programms mit Polen

Fraktion

FDP

Ressort

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Datum

30.10.2000

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 14/431711. 10. 2000

Berufsausbildung innerhalb der Europäischen Union

der Abgeordneten Ulrike Flach, Cornelia Pieper, Birgit Homburger, Horst Friedrich (Bayreuth), Rainer Brüderle, Ernst Burgbacher, Jörg van Essen, Joachim Günther (Plauen), Dr. Karlheinz Guttmacher, Klaus Haupt, Ulrich Heinrich, Dr. Werner Hoyer, Ulrich Irmer, Gudrun Kopp, Jürgen Koppelin, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Dirk Niebel, Dr. Edzard Schmidt-Jortzig, Gerhard Schüßler, Carl-Ludwig Thiele, Dr. Wolfgang Gerhardt und der Fraktion der F.D.P.

Vorbemerkung

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union führten auf Grund einer deutschen Initiative zum 1. Januar 2000 den EUROPASS-Berufsausbildung ein.

Mit diesem europaweit einheitlichen Dokument werden alle im europäischen Ausland absolvierten Berufsbildungsabschnitte wärend des Auslandsaufenthalts bescheinigt.

Der EUROPASS-Berufsausbildung ermöglicht erstmals europaweit eine einheitliche Bescheinigung für Auslandsqualifikationen aller Formen der dualen und betriebsnahen Berufsausbildung. Er ist ein wichtiger Zwischenschritt zur Schaffung eines europäischen Raums der Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung.

Der EUROPASS-Berufsbildung wird von den Trägern der Ausbildung im Heimatland der Auszubildenden dann ausgestellt, wenn mit dem ausländischen Partner (Gastpartner) über die Inhalte, Ziele, Dauer und Betreuung des europäischen Berufsbildungsabschnitts Einigkeit erzielt wurde.

Der EUROPASS-Berufsausbildung ist Grundlage und Chance für die Zukunft der Menschen und und die Innovationsfähigkeit der Wirtschaft in Europa.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen7

1

Wie viele EUROPÄSSE-Berufausbildung wurden in Deutschland seit ihrer Einführung durch die elf benannten Ausgabestellen ausgegeben?

2

Wie viele Auszubildende machten von der Möglichkeit, einen oder mehrere Ausbildungsabschnitte in der EU zu absolvieren, Gebrauch?

3

Welchen Einfluss übt der EUROPASS-Berufsausbildung auf die Förderung der beruflichen Mobilität der in der beruflichen Ausbildung befindlichen Personen aus?

4

Wie lange halten sich Auszubildende aus EU-Mitgliedstaaten im Durchschnitt in Deutschland auf?

5

Gibt es Hemmnisse bei der Sicherung der Qualität länderübergreifender Ausbildungsabschnitte?

6

Welche Ausbildungsberufe sind Gegenstand des, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten, deutsch-französischen Austauschprogramms für die berufliche Bildung und Gegenstand der Arbeit des deutsch-französischen Sekretariats (DFS) in Saarbrücken und wie viele Auszubildende haben in den letzten vier Jahren von diesem Programm Gebrauch gemacht?

7

Ist die Bundesregierung bereit, auf Grund der guten Erfahrungen mit dieser deutsch-französischen Einrichtung, mit der polnischen Regierung – im Hinblick auf den Beitritt Polens zur Europäischen Union – ein entsprechendes Programm zu vereinbaren und die Einrichtung eines gemeinsamen Sekretariats vorzuschlagen?

Berlin, den 10. Oktober 2000

Ulrike Flach Cornelia Pieper Birgit Homburger Horst Friedrich (Bayreuth) Rainer Brüderle Ernst Burgbacher Jörg van Essen Joachim Günther (Plauen) Dr. Karlheinz Guttmacher Klaus Haupt Ulrich Heinrich Dr. Werner Hoyer Ulrich Irmer Gudrun Kopp Jürgen Koppelin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger Dirk Niebel Dr. Edzard Schmidt-Jortzig Gerhard Schüßler Carl-Ludwig Thiele Dr. Wolfgang Gerhardt und Fraktion

Ähnliche Kleine Anfragen