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Kleine AnfrageWahlperiode 13Beantwortet

Entwicklungspolitische Bildungsarbeit durch Fernsehserien (G-SIG: 13012369)

Sponsoring der ZDF-Serie "Klinik unter Palmen" durch das BMZ, Effektivität des Mitteleinsatzes, finanzielle Beteiligung des BMZ an weiteren TV-Produktionen

Fraktion

SPD

Ressort

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Datum

01.04.1997

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 13/721912. 03. 97

Entwicklungspolitische Bildungsarbeit durch Fernsehserien

der Abgeordneten Gabriele Fograscher, Brigitte Adler, Klaus Barthel, Ingrid Becker-Inglau, Rudolf Bindig, Petra Ernstberger, Achim Großmann, Dr. Ingomar Hauchler, Reinhold Hemker, Eckart Kuhlwein, Konrad Kunick, Christoph Matschie, Ulrike Mehl, Reinhold Robbe, Dieter Schanz, Günter Schluckebier, Dagmar Schmidt (Meschede), Dr. Emil Schnell, Dr. Mathias Schubert, Dr. R. Werner Schuster, Wieland Sorge, Dr. Peter Struck, Adelheid Tröscher, Hans Wallow, Matthias Weisheit, Verena Wohlleben, Hanna Wolf (München), Rudolf Scharping und der Fraktion der SPD

Vorbemerkung

Im November 1996 wurde vom Zweiten Deutschen Fernsehen die dreiteilige Serie „Klinik unter Palmen" ausgestrahlt.

Diese ZDF-Serie wurde unter anderem durch staatliche Mittel, die aus dem Etat für Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung bereitgestellt wurden, finanziert. Die offizielle Begründung von Minister Carl-Dieter Spranger für diese Unterstützung lautete, daß so das Verständnis der Bevölkerung für die Situation in den Entwicklungsländern gefördert werde. Doch bleibt offen, wie dieses geschehen soll, wenn die Serie hauptsächlich in einer modernen ausgestatteten Klinik spielt, die das Elend in den Ländern gar nicht darstellen kann. Der Sponsor wird weder im Vorspann noch im Abspann genannt, und ein Schauspieler, der den Bonner Vertreter dieses Ministeriums spielt, taucht nur sehr selten in dieser Serie auf.

Deshalb fragen wir die Bundesregierung:

Fragen13

1

Wie viele Menschen in Deutschland und auch in den angrenzenden Staaten, in denen das ZDF zu empfangen ist, haben die Serie „Klinik unter Palmen" gesehen?

2

Wie viele Zuschauer haben nur eine oder zwei der Folgen gesehen?

3

Welche Altersgruppen von Zuschauern haben diese Serie hauptsächlich verfolgt?

4

Welche Zuschauer haben, aufgeschlüsselt nach Bildungsstand, diese Serie verfolgt?

5

Wie beurteilt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung die Effektivität des Einsatzes der Mittel aus dem Etat für Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit im Verhältnis zu der Anzahl der Zuschauer?

6

Welchen Einfluß hatte das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung auf das Drehbuch?

7

Welchen Einfluß hatte das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung auf die Produktion und auf die Besetzung der Rollen?

8

Welche konkreten Ziele hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung mit der Finanzierung dieser Fernsehserie verfolgt?

9

Welche dieser Ziele sind nach Meinung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung wie durch die Ausstrahlung dieser Serie erreicht worden?

10

Wie beurteilt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung den Anspruch dieser Serie im entwicklungspolitischen Kontext?

11

Ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung der Ansicht, daß diese Serie die Akzeptanz der Entwicklungspolitik in der Bevölkerung erhöht, und wenn ja, woran läßt sich diese Meinung festmachen?

12

Plant das Bundesministerium für wi rtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, sich bei weiteren Produktionen, denen man im entferntesten einen entwicklungspolitischen Hintergrund unterstellen könnte, zu beteiligen?

13

Welches sind die Bedingungen, wenn sich das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung an weiteren TV-Produktionen finanziell beteiligt, und welchen Einfluß auf Plot, Drehbuch und Besetzung wird sich das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sichern?

Bonn, den 12. März 1997

Gabriele Fograscher Brigitte Adler Klaus Barthel Ingrid Becker-Inglau Rudolf Bindig Petra Ernstberger Achim Großmann Dr. Ingomar Hauchler Reinhold Hemker Eckart Kuhlwein Konrad Kunick Christoph Matschie Ulrike Mehl Reinhold Robbe Dieter Schanz Günter Schluckebier Dagmar Schmidt (Meschede) Dr. Emil Schnell Dr. Mathias Schubert Dr. R. Werner Schuster Wieland Sorge Dr. Peter Struck Adelheid Tröscher Hans Wallow Matthias Weisheit Verena Wohlleben Hanna Wolf (München) Rudolf Scharping und Fraktion

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