BundestagKleine Anfragen
Zurück zur Übersicht
Kleine AnfrageWahlperiode 12Beantwortet

Umweltbelastungen durch Chemie-Toiletten (G-SIG: 12010189)

Ergebnisse von Untersuchungen zur Verwendung von Chemie-Toiletten, Regelungen für biozide Substanzen neben Pflanzenschutzmitteln, Menge und Art der eingesetzten Substanzen, Entsorgung von Chemie-Toiletten

Ressort

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Datum

11.07.1991

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 12/83119.06.91

Umweltbelastungen durch Chemie-Toiletten

der Abgeordneten Klaus Lennartz, Brigitte Adler, Hermann Bachmaier, Dr. Andreas von Bülow, Lieselott Blunck, Ursula Burchardt, Marion-Caspers-Merk, Peter Conradi, Dr. Marliese Dobberthien, Ludwig Eich, Lothar Fischer (Homburg), Arne Fuhrmann, Monika Ganseforth, Dr. Liesel Hartenstein, Renate Jäger, Susanne Kastner, Siegrun Klemmer, Horst Kubatschka, Dr. Klaus Kübler, Ulrike Mehl, Michael Müller (Düsseldorf), Jutta Müller (Völklingen), Manfred Opel, Manfred Reimann, Bernd Reuter, Harald B. Schäfer (Offenburg), Otto Schily, Dr. Rudolf Schöfberger, Karl-Heinz Schröter, Dietmar Schütz, Ernst Schwanhold, Hans Georg Wagner, Ernst Waltemathe, Wolfgang Weiermann, Reinhard Weis (Stendal), Dr. Axel Wernitz

Vorbemerkung

Aus der zunehmenden Verwendung von Chemie-Toiletten ergeben sich Probleme für die Umwelt und Gesundheit. Insbesondere die Entsorgung von mobilen WC-Einrichtungen in Reisemobilen, Caravans und Reisebussen entsprechen keinesfalls den Erfordernissen unseres heutigen Umweltverständnisses.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen5

1

Welche Ergebnisse haben die Untersuchungen und Modellversuche zur Verwendung von Chemie-Toiletten erbracht, die die Bundesregierung in der Antwort auf die Kleine Anfrage „Umweltbelastungen durch Chemie-Toiletten" (Drucksache 11/7641) anführte und die bis spätestens Mitte 1991 vorliegen sollen?

2

Wie ist der Entwicklungsstand der Regelungen für biozide Substanzen, die nicht dem Pflanzenschutzgesetz unterliegen (zum Beispiel Zulassungsverfahren für diese Chemikalien), die die Bundesregierung in der Drucksache 11/7641 angekündigt hat?

3

Hat die Bundesregierung seit der Antwort auf die Kleine Anfrage vom August 1990 herausgefunden, welche chemischen Substanzen in welchen Mengen in Chemie-Toiletten in der Bundesrepublik Deutschland eingesetzt werden?

4

Teilt die Bundesregierung die Auffassung, daß das Wissen von Mengen und Art der eingesetzten chemischen Substanzen wesentliche Voraussetzung für die Beurteilung möglicher Umwelt- und Gesundheitsgefährdungen ist?

5

Entsorgung von Chemie-Toiletten

Was hält die Bundesregierung von Überlegungen, bereits beim Kauf von Chemikalien für mobile WC-Einrichtungen einen angemessenen Entsorgungsbeitrag mit zu entrichten, der abzuführen ist und der Entsorgung dient?

Wie beurteilt die Bundesregierung den Vorschlag, im Zusammenhang mit diesem Entsorgungsbeitrag ein „Chipsystem" einzuführen, das in entsprechenden Automaten eine Entsorgung rund um die Uhr gewährleistet?

Welche Vorstellungen für eine Entsorgung von Chemie-Toiletten rund um die Uhr hat die Bundesregierung?

Liegen der Bundesregierung Erkenntnisse vor, wie die Entsorgung von Chemie-Toiletten im EG-Bereich insbesondere in Ländern mit viel Fremdenverkehr gesehen wird?

Bonn, den 19. Juni 1991

Klaus Lennartz Brigitte Adler Hermann Bachmaier Dr. Andreas von Bülow Lieselott Blunck Ursula Burchardt Marion Caspers-Merk Peter Conradi Dr. Marliese Dobberthien Ludwig Eich Lothar Fischer (Homburg) Arne Fuhrmann Monika Ganseforth Dr. Liesel Hartenstein Renate Jäger Susanne Kastner Siegrun Klemmer Horst Kubatschka Dr. Klaus Kübler Ulrike Mehl Michael Müller (Düsseldorf) Jutta Müller (Völklingen) Manfred Opel Manfred Reimann Bernd Reuter Harald B. Schäfer (Offenburg) Otto Schily Dr. Rudolf Schöfberger Karl-Heinz Schröter Dietmar Schütz Ernst Schwanhold Hans Georg Wagner Ernst Waltemathe Wolfgang Weiermann Reinhard Weis (Stendal) Dr. Axel Wernitz

Ähnliche Kleine Anfragen