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Kleine AnfrageWahlperiode 12Beantwortet

Zunehmende Vernetzung rechtsextremer Organisationen (G-SIG: 12011648)

Aktionsbündnisse rechtsextremistischer Organisationen seit dem Aufmarsch zum Gedenken an den Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß in Fulda am 14.8.1993

Fraktion

PDS/LL

Ressort

Bundesministerium des Innern

Datum

29.09.1993

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 12/564708.09.93

Zunehmende Vernetzung rechtsextremer Organisationen

der Abgeordneten Ulla Jelpke und der Gruppe der PDS/Linke Liste

Vorbemerkung

Nach dem neofaschistischen Aufmarsch zum Gedenken an den Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß am 14. August 1993 in Fulda — unter der Obhut der hessischen Polizei — wies der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Dr. Eckart Werthebach, darauf hin, „daß die Rechtsextremisten in Deutschland durch eine Vernetzung ihrer Organisationen versuchten, eine ,Einheitsfront' zu bilden". Dr. Werthebach stellte fest, daß bei dem Aufmarsch der Neofaschisten in Fulda festgestellt worden sei, „daß es Aktionsbündnisse innerhalb der neonazistischen Organisation gebe, die Ansätze für solche Verflechtungen" seien (FAZ, 30. August 1993).

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen3

1

Welche neuen Erkenntnisse hat die Bundesregierung seit dem Aufmarsch der Rechtsextremisten am 14. August 1993 in Fulda über eine neue Vernetzung und Aktionsbündnisse rechtsextremer Organisationen?

2

Wodurch unterscheidet sich der diesjährige Aufmarsch zum Gedenken an den Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß in Fulda qualitativ von dem im letzten Jahr in Rudolstadt?

3

Wie oft und zu welchem Anlaß hat die Bundesregierung in den letzten Jahren darauf hingewiesen, daß bei rechtsextremen und/oder ausländerfeindlichen Aktionen keine „zentrale Steuerung und Organisierung" zu erkennen sei?

Bonn, den 6. September 1993

Ulla Jelpke Dr. Gregor Gysi und Gruppe

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