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Kleine AnfrageWahlperiode 11Beantwortet

Massenfischsterben im Rhein-Main-Donau-Kanal (G-SIG: 11000430)

Fischsterben bei Sicherheitsüberprüfungen des Rhein-Main-Donau-Kanals bei Erlangen, Regelungen zur Verhinderung einer Vernichtung von Wasserlebewesen beim Bau und Betrieb des Kanals, Auswirkungen auf die Regnitz, Verstoß gegen das Tierschutzgesetz

Fraktion

Die Grünen

Ressort

Bundesministerium des Innern

Datum

09.06.1987

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 11/366 (neu)25.05.87

Massenfischsterben im Rhein-Main-Donau-Kanal

der Abgeordneten Brauer, Frau Rust und der Fraktion DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Auf der Bundeswasserstraße Rhein-Main-Donau-Kanal bei Erlangen wurde begonnen, den Kanal abschnittweise vollständig leerzupumpen, um die Kanalwände auf Sicherheit überprüfen zu können.

Dabei wurden die sogenannten Nutzfische herausgefangen.

Tausende von Jung- und Weißfischen wurden in einem über drei Tage dauernden Siechtum im Schlamm langsam zum Ersticken gebracht, so daß mehrere Zentner toter Fische auf einem 600 m langen Kanalbett lagen.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen5

1

Ist der Bundesregierung das Massensterben bekannt?

2

Welche Regelungen wurden beim Bau und Betrieb des Rhein-Main-Donau-Kanals getroffen, um beim Ablassen eine Massenvernichtung von Wasserlebewesen, insbesondere von Fischen, zu verhindern?

3

Kann die Bundesregierung sicherstellen, daß sich bei den anstehenden weiteren Überprüfungen des Rhein-Main-Donau-Kanals Massensterben nicht wiederholen?

4

Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung über die Auswirkungen auf die Regnitz vor, die durch das nährstoffreiche Wasser-Schlammgemisch aus dem Kanal hervorgerufen wurden?

5

Sieht die Bundesregierung in dem Erstickenlassen von Tausenden von Fischen einen Verstoß nach dem Tierschutzgesetz, zumal durch verlangsamtes Abpumpen ausreichend Zeit für das Umsetzen der Fische vorhanden gewesen wäre?

Bonn, den 25. Mai 1987

Brauer Ebermann, Frau Rust, Frau Schoppe und Fraktion

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