Haltung der Bundesregierung zu den Südafrika-Kontakten des Deutschen Rugby-Verbandes
der Abgeordneten Frau Eid und der Fraktion DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen5
Wie lauten die Stellungnahmen des Deutschen Sportbundes und des Deutschen Rugby-Verbandes bezüglich der Beteiligung eines südafrikanischen Trainers am Training der bundesdeutschen Rugby-Nationalmannschaft für das Europameisterschaftsspiel gegen Polen, um die die Bundesregierung vor kurzem gebeten hat (vgl. die Antwort der Bundesregierung auf die Frage der Abgeordneten Frau Eid — Drucksache 11/257), und wie bewertet die Bundesregierung diese Aussagen?
Hält die Bundesregierung an ihrer Aussage fest, der südafrikanische Trainer habe sich zu einem privaten Besuch in der Bundesrepublik Deutschland aufgehalten und eine Einladung des DRV liege nicht vor, angesichts der Tatsache, daß der bundesdeutsche Trainer feststellt, daß die Tätigkeit des südafrikanischen Trainers auf den ausdrücklichen Wunsch der bundesdeutschen Athleten erfolgt sei (vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 9. Mai 1987)?
Liegen der Bundesregierung Erkenntnisse darüber vor, wer die beiden Sponsoren sind, die die Reise eines südafrikanischen Trainers in die Bundesrepublik Deutschland finanziert haben (vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 9. Mai 1987)?
Ist der Bundesregierung bekannt, daß der Vorsitzende des South African Non-Racial Olympic Committee in dieser Angelegenheit ein Protesttelegramm an das Polnische Olympische Komitee gerichtet hat, und welche Konsequenzen hatte diese Intervention für die Sportbeziehungen der Bundesrepublik Deutschland mit Polen?
Welche Gefahren sieht die Bundesregierung für die internationalen Sportbeziehungen der Bundesrepublik Deutschland, vor allem mit der Dritten Welt, als Folge der intensiven Südafrika-Kontakte des Deutschen Rugby-Verbandes?