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Kleine AnfrageWahlperiode 11Beantwortet

Öl aus Kunststoffabfall (G-SIG: 11000619)

Öffentliche Förderung, Entwicklungsstand und Umweltverträglichkeit des Verfahrens zur Herstellung von Öl aus Kunststoffabfällen; Vergleich zur bisherigen Verwertung in Müllverbrennungsanlagen; Stellungnahme des Patentamts

Fraktion

Die Grünen

Ressort

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Datum

03.08.1987

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 11/62621.07.87

Öl aus Kunststoffabfall

der Abgeordneten Frau Saibold und der Fraktion DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

In der vom Bundesumweltministerium herausgegebenen Publikation „Wir und unsere Umwelt" (Ausgabe 6/87) wird unter der Überschrift „Aus Müll wird Öl" die technische Möglichkeit aufgezeigt, in absehbarer Zeit mit Hilfe eines von der „Union Rheinische Kraftstoff AG" entwickelten Verfahrens aus Kunststoffabfällen aller Art Öl zu erzeugen.

Dazu fragen wir die Bundesregierung:

Fragen6

1

Wurde die Entwicklung dieses Verfahrens mit öffentlichen Geldern gefördert, und falls ja, in welcher Höhe?

2

Ist der Bundesregierung bekannt, warum dieses Verfahren vom Patentamt als „eine der wichtigsten Erfindungen des Jahres" bezeichnet wurde und in welchem Zusammenhang dies geschehen ist?

3

Wie ist der derzeitige Entwicklungsstand dieses Verfahrens, und wann (in welchem Jahr) ist voraussichtlich mit der praktischen Anwendung dieses Verfahrens zu rechnen?

4

Ist der Bundesregierung bekannt, welche Energiemenge dieses Verfahren z. B. zur Erzeugung der im Bericht angegebenen 800 Kilogramm „Rohöl" aus einer Tonne Kunststoffabfall benötigt?

5

Welchen Vorteil sieht die Bundesregierung im Vergleich dieses Verfahrens mit der bisher üblichen „thermischen Verwertung" von Kunststoffabfällen in Müllverbrennungsanlagen?

6

Liegen der Bundesregierung Erkenntnisse über die Umweltverträglichkeit dieses Verfahrens vor?

Bonn, den 21. Juli 1987

Frau Saibold Ebermann, Frau Rust, Frau Schoppe und Fraktion

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