Atemwegserkrankungen in Ostbayern
der Abgeordneten Stiegler, Müller (Schweinfurt), Wimmer (Neuötting), Sieler (Amberg), Amling, Bamberg, Büchler (Hof), Dr. Glotz, Dr. Haack, Kißlinger, Kolbow, Lambinus, Leidinger, Lutz, Frau Dr. Martiny, Porzner, Schmidt (München), Frau Schmidt (Nürnberg), Dr. Schöfberger, Frau Dr. Skarpelis-Sperk, Vahlberg, Verheugen; Dr. Wernitz, Dr. de With, Peter (Kassel), Hiller (Lübeck), Heyenn, Frau Blunck, Frau Dr. Hartenstein, Müller (Düsseldorf), Duve, Büchner (Speyer), Reimann, Leonhart, Schäfer (Offenburg), Dr. Vogel und der Fraktion der SPD
Vorbemerkung
In Ostbayern sterben doppelt so viele Menschen an Atemwegserkrankungen wie im Norden der Bundesrepublik Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt eine in der Süddeutschen Zeitung (SZ vom 11. Juni 1987) referierte Untersuchung, in der die Todesursachen in den 328 deutschen Landkreisen analysiert worden sein sollen.
Wir fragen deshalb die Bundesregierung:
Fragen10
Ist der Bundesregierung die Studie bekannt, und wie beurteilt sie diese Studie vom methodischen Ansatz her?
Welche Landkreise und kreisfreien Städte sind am meisten betroffen?
Welche Luftschadstoffe wurden festgestellt, und was ist über deren Verursacher bisher bekannt?
Welche Formen von Atemwegserkrankungen wurden festgestellt, und welche dominieren in der Häufigkeit?
Welche Alters- und Berufsgruppen sind von den Atemwegserkrankungen besonders betroffen?
Trifft die Feststellung zu, daß die Regionen mit der höchsten Atemwegssterblichkeit voll mit den Regionen korrelieren, in denen die Waldschäden am schlimmsten sind?
Ist die Bundesregierung bereit, die Studie durch von ihr zu beauftragende Forschungsarbeiten überprüfen zu lassen?
Wird die Bundesregierung ein Forschungsprogramm auflegen, um in den Gebieten mit der höchsten Atemwegssterblichkeit eine umfassende Bestandsaufnahme der gesundheitsschädlichen Luftbestandteile durchführen zu lassen?
Wird die Bundesregierung ein Luftreinhalteaktionsprogramm für die am schlimmsten betroffenen Landkreise und kreisfreien Städte zusammen mit der Landesregierung anstreben?
Welche Möglichkeiten sieht die Bundesregierung, die am meisten belasteten Landkreise/kreisfreien Städte zusammen mit der Landesregierung mit Hilfe eines Biomonitoringsystems ständig zu überwachen?