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Kleine AnfrageWahlperiode 11Beantwortet

Atemwegserkrankungen in Ostbayern (G-SIG: 11000688)

Betroffene Landkreise und kreisfreie Städte, Zusammenhang mit den Waldschäden, betroffene Alters- und Berufsgruppen, Überprüfung der in der Süddeutschen Zeitung vom 11.6.1987 referierten Studie, Überwachung der am meisten belasteten Gebiete durch ein Biomonitoringsystem

Fraktion

SPD

Ressort

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Datum

30.09.1987

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 11/73024.08.87

Atemwegserkrankungen in Ostbayern

der Abgeordneten Stiegler, Müller (Schweinfurt), Wimmer (Neuötting), Sieler (Amberg), Amling, Bamberg, Büchler (Hof), Dr. Glotz, Dr. Haack, Kißlinger, Kolbow, Lambinus, Leidinger, Lutz, Frau Dr. Martiny, Porzner, Schmidt (München), Frau Schmidt (Nürnberg), Dr. Schöfberger, Frau Dr. Skarpelis-Sperk, Vahlberg, Verheugen; Dr. Wernitz, Dr. de With, Peter (Kassel), Hiller (Lübeck), Heyenn, Frau Blunck, Frau Dr. Hartenstein, Müller (Düsseldorf), Duve, Büchner (Speyer), Reimann, Leonhart, Schäfer (Offenburg), Dr. Vogel und der Fraktion der SPD

Vorbemerkung

In Ostbayern sterben doppelt so viele Menschen an Atemwegserkrankungen wie im Norden der Bundesrepublik Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt eine in der Süddeutschen Zeitung (SZ vom 11. Juni 1987) referierte Untersuchung, in der die Todesursachen in den 328 deutschen Landkreisen analysiert worden sein sollen.

Wir fragen deshalb die Bundesregierung:

Fragen10

1

Ist der Bundesregierung die Studie bekannt, und wie beurteilt sie diese Studie vom methodischen Ansatz her?

2

Welche Landkreise und kreisfreien Städte sind am meisten betroffen?

3

Welche Luftschadstoffe wurden festgestellt, und was ist über deren Verursacher bisher bekannt?

4

Welche Formen von Atemwegserkrankungen wurden festgestellt, und welche dominieren in der Häufigkeit?

5

Welche Alters- und Berufsgruppen sind von den Atemwegserkrankungen besonders betroffen?

6

Trifft die Feststellung zu, daß die Regionen mit der höchsten Atemwegssterblichkeit voll mit den Regionen korrelieren, in denen die Waldschäden am schlimmsten sind?

7

Ist die Bundesregierung bereit, die Studie durch von ihr zu beauftragende Forschungsarbeiten überprüfen zu lassen?

8

Wird die Bundesregierung ein Forschungsprogramm auflegen, um in den Gebieten mit der höchsten Atemwegssterblichkeit eine umfassende Bestandsaufnahme der gesundheitsschädlichen Luftbestandteile durchführen zu lassen?

9

Wird die Bundesregierung ein Luftreinhalteaktionsprogramm für die am schlimmsten betroffenen Landkreise und kreisfreien Städte zusammen mit der Landesregierung anstreben?

10

Welche Möglichkeiten sieht die Bundesregierung, die am meisten belasteten Landkreise/kreisfreien Städte zusammen mit der Landesregierung mit Hilfe eines Biomonitoringsystems ständig zu überwachen?

Bonn, den 24. August 1987

Stiegler Müller (Schweinfurt) Wimmer (Neuötting) Sieler (Amberg) Amling Bamberg Büchler (Hof) Dr. Glotz Dr. Haack Kißlinger Kolbow Lambinus Leidinger Lutz Frau Dr. Martiny Porzner Schmidt (München) Frau Schmidt (Nürnberg) Dr. Schöfberger Frau Dr. Skarpelis-Sperk Vahlberg Verheugen Dr. Wernitz Dr. de With Peter (Kassel) Hiller (Lübeck) Heyenn Frau Blunck Frau Dr. Hartenstein Müller (Düsseldorf) Duve Büchner (Speyer) Reimann Leonhart Schäfer (Offenburg) Dr. Vogel und Fraktion

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