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Kleine AnfrageWahlperiode 16Beantwortet

Verluste der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft bei Investments in China

<span>Umfang und Grund der finanziellen Beteiligung der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) an der chinesischen Lufthansa-Frachttochter Jade Cargo, Höhe zugesagter Finanzmittel, Art der Investitionen, Risiken, Mitwirkung der DEG am Bau chinesischer Frachtterminals, Vereinbarkeit mit den DEG-Statuten, Anteile der DEG, der KfW und weiterer mittelbar oder unmittelbar staatlicher deutscher Unternehmen an Firmen in China</span>

Fraktion

FDP

Datum

10.10.2008

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 16/1036924. 09. 2008

Verluste der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft bei Investments in China

der Abgeordneten Patrick Döring, Jan Mücke, Frank Schäffler, Horst Friedrich (Bayreuth), Joachim Günther (Plauen), Jens Ackermann, Dr. Karl Addicks, Christian Ahrendt, Uwe Barth, Rainer Brüderle, Ernst Burgbacher, Jörg van Essen, Ulrike Flach, Paul K. Friedhoff, Dr. Edmund Peter Geisen, Miriam Gruß, Dr. Christel Happach-Kasan, Heinz-Peter Haustein, Elke Hoff, Birgit Homburger, Dr. Werner Hoyer, Hellmut Königshaus, Dr. Heinrich L. Kolb, Gudrun Kopp, Jürgen Koppelin, Heinz Lanfermann, Sibylle Laurischk, Harald Leibrecht, Patrick Meinhardt, Burkhardt Müller-Sönksen, Dirk Niebel, Hans-Joachim Otto (Frankfurt), Detlef Parr, Cornelia Pieper, Gisela Piltz, Jörg Rohde, Marina Schuster, Dr. Hermann Otto Solms, Dr. Max Stadler, Dr. Rainer Stinner, Carl-Ludwig Thiele, Christoph Waitz, Dr. Claudia Winterstein, Dr. Volker Wissing, Dr. Guido Westerwelle und der Fraktion der FDP

Vorbemerkung

Nach Medienberichten (unter anderem Süddeutsche Zeitung, 5. August 2008) hat die chinesische Frachttochter der Lufthansa Cargo, Jade Cargo, seit ihrer Gründung bereits einen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag gekostet. Neben Lufthansa Cargo und der chinesischen Fluglinie Shenzhen Airlines ist an der Jade Cargo die Tochter der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH (DEG) mit 24 Prozent beteiligt. Es stellt sich die Frage, inwieweit dieses Investment den politischen Zielstellungen der DEG und der Bundesregierung entspricht und wie groß das finanzielle Risiko ist, das auf die Staatsbank DEG hier – zumal in Anbetracht hoher Kerosinpreise, befürchteter Überkapazitäten in der Luftfahrt und einem geringeren Wachstum der Weltwirtschaft – zukommt.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen9

1

In welcher Höhe und mit welchem Kapital hat sich die DEG an der Jade Cargo beteiligt?

2

In welcher Höhe wurden von der DEG seither finanzielle Mittel für die Jade Cargo aufgewendet oder zugesagt?

3

Welcher Art waren die Investitionen, für die diese Mittel eingesetzt wurden?

4

Hat sich die DEG auch beim Bau oder Ausbau von Frachtterminals in China beteiligt, und wenn ja, wie hat sich die Auslastung dieser Terminals seither entwickelt?

5

Was ist der Grund für die Beteiligung der DEG an der Luftfrachttochter von Lufthansa Cargo und Shenzhen Airlines, und aus welchen Gründen ist eine solche Beteiligung mit den Statuten der DEG vereinbar?

6

Sieht die Bundesregierung weitere finanzielle Risiken, die der DEG aus der Beteiligung an der Jade Cargo erwachsen können?

7

Wenn ja, mit welchen Risiken rechnet die Bundesregierung?

8

Wenn nein, warum nicht?

9

An welchen weiteren Unternehmen, die mehrheitlich im Besitz chinesischer Unternehmen oder überwiegend in China aktiv sind, hält die DEG, die KfW, ein Tochterunternehmen der KfW oder ein anderes mehrheitlich im mittelbaren oder unmittelbaren Besitz der Bundesrepublik Deutschland befindliches Unternehmen Anteile, und in welcher Höhe und mit welchem Kapital haben diese sich an jenen Unternehmen beteiligt?

Berlin, den 23. September 2008

Dr. Guido Westerwelle und Fraktion

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