Unterstützung der internationalen Sportler-Friedensstafette 1989
der Abgeordneten Büchner (Speyer), Dr. Penner, Schmidt (Salzgitter), Amling, Becker-Inglau, Brück, Dr. Emmerlich, Graf, Hämmerle, Klein (Dieburg), Lambinus, Lohmann (Witten), Dr. Nöbel, Dr. Penner, Renger, Steinhauer, Dr. Struck, Wimmer (Neuötting), Kuhlwein, Bernrath, Tietjen, Dr. Vogel und der Fraktion der SPD
Vorbemerkung
Die seit rund zehn Jahren bestehende Initiative „Sportler und Sportlerinnen für den Frieden — gegen Atomraketen" ist an der diesjährigen internationalen Sportler-Friedensstafette beteiligt.
Im Gegensatz zu nationalen Veranstaltungen in den zurückliegenden Jahren erhält die Aktion 1989 durch die Beteiligung von Sportlerinnen und Sportlern aus zehn europäischen Ländern internationale Bedeutung.
Auf dem Weg vom Start am 9. Juli in Paris bis zum Ziel am 6. August 1989 in Moskau wollen die Teilnehmer für Zusammenarbeit, Frieden und Abrüstung werben.
Die Sportler-Friedensstafette 1989 führt durch Frankreich, Luxemburg, die Bundesrepublik Deutschland, die DDR, Polen und die UdSSR.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen5
Hält die Bundesregierung — wie inzwischen der Deutsche Sportbund — die Aktion der Sportler-Friedensinitiative und die Organisation einer internationalen Sportler-Friedensstafette für begrüßens- und unterstützenswert?
Können die Initiatoren, unter denen sich eine große Anzahl von Olympiateilnehmern aus der Bundesrepublik Deutschland befinden, mit einer Förderung der Friedensstafette durch die Bundesregierung rechnen?
Ist die Bundesregierung bereit, die Bundesländer und die betroffenen Gebietskörperschaften zu bitten, die Organisatoren wirkungsvoll zu unterstützen, um einen erfolgreichen Ablauf im Bereich der Bundesrepublik Deutschland in der Zeit vom 12. bis 19. Juli 1989 zu gewähren?
In welcher Weise beabsichtigt die Bundesregierung, bei den Veranstaltungen vertreten zu sein, und ist die Bundesregierung bereit, die diplomatischen Vertretungen der Bundesrepublik Deutschland in den beteiligten Ländern anzuweisen, die Teilnehmer aus der Bundesrepublik Deutschland zu unterstützen und diplomatisch zu betreuen?
Wird die Bundesregierung in Zukunft darauf verzichten, die Sportler-Friedensinitiative im Verfassungsschutz-Bericht aufzuführen, wie dies zuletzt im Jahre 1987 geschehen ist?