Beihilfecharakter staatlicher Beteiligungen im Bankensektor
der Abgeordneten Carl-Ludwig Thiele, Jens Ackermann, Dr. Karl Addicks, Christian Ahrendt, Rainer Brüderle, Ernst Burgbacher, Patrick Döring, Jörg van Essen, Ulrike Flach, Otto Fricke, Horst Friedrich (Bayreuth), Hans-Michael Goldmann, Miriam Gruß, Dr. Christel Happach-Kasan, Elke Hoff, Birgit Homburger, Dr. Werner Hoyer, Hellmut Königshaus, Dr. Heinrich L. Kolb, Gudrun Kopp, Jürgen Koppelin, Heinz Lanfermann, Sibylle Laurischk, Harald Leibrecht, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Michael Link (Heilbronn), Markus Löning, Horst Meierhofer, Patrick Meinhardt, Jan Mücke, Burkhardt Müller-Sönksen, Dirk Niebel, Hans-Joachim Otto (Frankfurt), Detlef Parr, Cornelia Pieper, Gisela Piltz, Frank Schäffler, Dr. Konrad Schily, Marina Schuster, Dr. Rainer Stinner, Florian Toncar, Dr. Daniel Volk, Christoph Waitz, Dr. Claudia Winterstein, Dr. Volker Wissing, Hartfrid Wolff (Rems-Murr), Dr. Guido Westerwelle und der Fraktion der FDP
Vorbemerkung
Im Rahmen der Finanzmarktkrise wurden in der Bundesrepublik Deutschland und in der EU verschiedene staatliche Interventionen zur Unterstützung einzelner Unternehmen durchgeführt bzw. beschlossen. In der Öffentlichkeit wurde bisher nicht diskutiert, ob, und wenn ja, in welchem Umfang diese Maßnahmen Beihilfecharakter im Sinne des EU-Rechts haben.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen10
Welche Mitgliedstaaten der EU haben seit Anfang August Finanzinstitute oder Teile von Finanzinstituten erworben?
Um welche Institute bzw. Mitgliedstaaten handelt es sich?
Welche Summen wurden investiert?
Welche Mitgliedstaaten der EU haben in welchem Umfang Bürgschaften oder Staatsgarantien für Finanzinstitute abgegeben?
Um welche Mitgliedstaaten und Finanzinstitute handelt es sich?
Um welche Summen handelt es sich?
Sind in diesen Fällen Gegenleistungen der betroffenen Institute vereinbart worden?
Welche Mitgliedstaaten der EU haben in welchem Umfang die Einlagensicherungssysteme verbessert?
Wie beurteilt die Bundesregierung den (Teil)erwerb, Bürgschaften oder sonstige Garantieleistungen unter dem Gesichtspunkt der Beihilfe?
Wie beurteilt die Bundesregierung diese Leistungen unter Wettbewerbsgesichtspunkten gegenüber anderen Instituten, die keine Leistungen erhalten?