Abwerbung von Krankenpflegekräften aus armen Ländern
der Abgeordneten Inge Höger-Neuling, Frank Spieth, Klaus Ernst und der Fraktion DIE LINKE.
Vorbemerkung
Ausbildungskapazitäten in der Krankenpflege gehen seit Jahren zurück. Von einem Rückgang des Bedarfs an ausgebildeten Kräften kann aber nicht gesprochen werden. Nach einer Mitteilung der Vereinten Nationen vom 6. April 2006 werben die Industrienationen ausgebildete Krankenpflegekräfte vor allem in Asien und Afrika ab.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen7
Beteiligt sich die Bundesrepublik Deutschland an der Abwerbung ausgebildeter oder angelernter Krankenpflegekräfte im Ausland?
Wenn ja, auf welche Weise und mit welchen Ergebnissen?
Was weiß die Bundesregierung über die Abwerbung von Krankenpflegekräften durch deutsche Einrichtungen des Gesundheitswesens?
Wie bewertet die Bundesregierung die Tatsache, dass in 57 Ländern ein akuter Mangel an Krankenpflegekräften herrscht und gleichzeitig von den Industrienationen Pflegekräfte abgeworben werden?
Wie hat sich die Zahl der Ausbildungsplätze in der Krankenpflege in Deutschland seit 1990 entwickelt?
Welchen Bedarf an Krankenpflegekräften erkennt die Bundesregierung derzeit pro Kopf der Bevölkerung? Welche Bedarfsentwicklung erkennt sie für die nächsten zehn Jahre?
Wie will die Bundesregierung dazu beitragen, dass dieser Bedarf gedeckt wird?