Gleichstellung bei der Ausbildung von Lehrlingen im alternativen Land- und Gartenbau zum konventionellen Land- und Gartenbau
der Abgeordneten Frau Dr. Vollmer und der Fraktion DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen5
Sieht die Bundesregierung den ökologischen Landbau als eine Bewirtschaftungsform an, welche im Vergleich zur konventionellen Bewirtschaftung zur Zeit die geringsten Umweltschäden verursacht?
Tritt die Bundesregierung, wenn schon nicht für eine gezielte Förderung, so doch für eine Gleichstellung bei allen Förder- und Ausbildungsmaßnahmen im ökologischen Land- und Gartenbau ein?
Sieht auch die Bundesregierung Nachteile für die im ökologischen Land- und Gartenbau Auszubildenden, wenn
in den Berufs- und Fachschulen zwar alle speziellen Richtungen des konventionellen Landbaus, wie z. B. chemischen Pflanzenschutz, behandelt werden, jedoch praktisch keine Einzelheiten des ökologischen Landbaus vermittelt werden,
die Auszubildenden teilweise, um eine Lehre abschließen zu können, ein Jahr ihrer Lehrzeit in einem konventionellen Betrieb arbeiten müssen?
Hält es die Bundesregierung für sinnvoll, falls eine gleiche Ausbildungschance für im ökologischen Land- und Gartenbau Auszubildende in nächster Zukunft nicht zu gewährleisten ist, den „ökologischen Landwirt" als ein neues Berufsbild darzustellen?
Sieht die Bundesregierung eine Möglichkeit zur Verbesserung des Lehrstellenangebotes, wenn das erste Lehrjahr in der Landwirtschaft auf einem Betrieb durchgeführt werden kann (parallel zum ersten Lehrjahr auf dem elterlichen Betrieb), welcher nicht als Lehrbetrieb anerkannt ist?