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Kleine AnfrageWahlperiode 10Beantwortet

Illegale Adoptionsvermittlung (G-SIG: 10001202)

Verschärfung der gesetzlichen Regelungen über den Schwangerschaftsabbruch und Sterbefälle von Frauen, Rolle von Frau Hedi Lebert bei Adoptionen, staatliche Förderung von Vereinen wie dem der "Aktion Lebenschance", Umfang des illegalen Babyhandels in der Bundesrepublik Deutschland

Fraktion

Die Grünen

Ressort

Bundesministerium für Jugend, Familie und Gesundheit

Datum

26.04.1984

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 10/129311.04.84

Illegale Adoptionsvermittlung

der Abgeordneten Frau Potthast und der Fraktion DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen6

1

Liegen der Bundesregierung wissenschaftliche Studien oder Informationen vor, die zu dem Ergebnis kommen, daß in Ländern, in denen die gesetzlichen Regelungen über Schwangerschaftsabbruch verschärft wurden, die Sterbefälle von Frauen, die gleichwohl einen Schwangerschaftsabbruch vornahmen, extrem anstiegen?

2

War dem Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit bei Einladung von Frau Hedi Lebert als Sachverständige in die „interministerielle Arbeitsgruppe zum Programm Schutz des werdenden Lebens" bekannt, daß Frau Lebert laut „stern" Nr. 7 S. 14 vom 9. Februar 1984 im Verdacht steht, Adoptionen unter Umgehung der gesetzlichen Vorschriften zu „makeln"?

3

Wie hoch wurde die Sachverständigentätigkeit von Frau Hedi Lebert vergütet?

4

Erhalten Vereine, wie die „Aktion Lebenschance" und andere Vereine der sog. „Lebensrechtler" auf Bundesebene staatliche Förderung in der Form von Personal- und/oder Sachmittelzuwendungen oder Spenden?

5

Liegen Zahlung und Methoden über illegale Adoptionsvermittlungen vor? Wie hoch wird der illegale Babyhandel in der Bundesrepublik Deutschland geschätzt?

6

Was gedenkt die Bundesregierung gegen solchen illegalen Babyhandel zu unternehmen?

Bonn, den 11. April 1984

Potthast Schoppe, Dr. Vollmer und Fraktion

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