Stand der Auswärtigen Kulturbeziehungen mit den europäischen RGW-Staaten
der Abgeordneten Dr. Hornhues, Frau Geiger, Frau Hoffmann (Soltau), Lowack, Schwarz, Dr. Stercken, Dr. Wulff und der Fraktion der CDU/CSU sowie der Abgeordneten Frau Dr. Hamm-Brücher, Schäfer (Mainz), Dr. Feldmann, Dr. Rumpf, Frau Seiler-Albring, Dr. Weng (Gerlingen) und der Fraktion der FDP
Vorbemerkung
Kleine Anfrage
Stand der Auswärtigen Kulturbeziehungen mit den europäischen RGW-Staaten
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen11
Wie beurteilt die Bundesregierung die generelle Entwicklung der Kulturbeziehungen zur Sowjetunion und den übrigen europäischen RGW-Staaten seit Abschluß der jeweiligen Kulturabkommen?
Wieviel Kulturverhandlungen fanden in diesem Zeitraum statt, und wieviel konkrete Zwei-Jahres-Programme konnten abgeschlossen werden?
Welche Projekte (z. B. Kulturwochen — Buchmessen — Städtepartnerschaften — Jugendaustausch — Zusammenarbeit im akademischen Bereich) konnten von welchen Trägern seit 1980 in den europäischen RGW-Staaten durchgeführt werden? Wie wurde Berlin dabei berücksichtigt? War die uneingeschränkte Vermittlung deutscher kultureller Produktionen (z. B. Publikationen etc.) gewährleistet? Welche Kulturbeziehungen werden von den Ländern und Gemeinden unterhalten? Wie und auf welche Weise findet eine Abstimmung bzw. Koordinierung mit dem Bund statt?
Welche finanziellen Mittel wurden seit 1980 zur Pflege der Kulturbeziehungen bezogen auf die europäischen RGW-Staaten zur Verfügung gestellt?
In welchen europäischen RGW-Staaten sind wir an der Förderung der deutschen Sprache beteiligt, wenn ja, in welcher Form und mit welchen Ergebnissen?
Sind alle in den europäischen RGW-Staaten lebenden Bevölkerungsgruppen, also auch die dort ansässigen Deutschen, am Kulturaustausch beteiligt? Welchen Beitrag können hierzu unsere Auslandsvertretungen leisten?
In welchen europäischen RGW-Staaten besteht Aussicht zur Errichtung eines Kulturinstitutes?
Gibt es konkrete Überlegungen der Bundesregierung über die Weiterentwicklung, Intensivierung und Schwerpunktbildung in den Kulturbeziehungen zur Sowjetunion und den europäischen RGW-Staaten? Welche besonderen Schwierigkeiten standen dem bisher entgegen?
Welche Ergebnisse hat die Arbeit des Georg-Eckert-Instituts mit Blick auf die Schulbücher in der Bundesrepublik Deutschland und der Volksrepublik Polen gehabt? Ist die Bundesregierung bereit, vergleichbare Projekte des Instituts mit anderen europäischen RGW-Ländern zu fördern?
In welchem Umfang pflegen im einzelnen die europäischen RGW-Länder ihre kulturelle Selbstdarstellung in der Bundesrepublik Deutschland? Gibt es hierfür besondere Trägerorganisationen in den europäischen RGW-Staaten oder besondere Partner in der Bundesrepublik Deutschland?
Welche Impulse hat der KSZE-Prozeß der kulturellen Zusammenarbeit mit den europäischen Staaten gegeben? Wie beurteilt die Bundesregierung insbesondere das vom 15. Oktober bis 25. November 1985 in Budapest stattfindende KSZE-Kulturforum?