Methylalkohol In Wein
der Abgeordneten Frau Hönes und der Fraktion DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
In Italien sind die ersten Todesopfer und Erblindungen durch mit Methylalkohol vergifteten Wein zu beklagen. Auch in der Bundesrepublik Deutschland ist inzwischen solcherart gepanschter Wein aufgetaucht.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen7
Ist der Bundesregierung bekannt, in welchem Umfang mit Methylalkohol verpanschter Wein a) in Flaschen, b) in Tankwagen, zur Abfüllung in der Bundesrepublik Deutschland vorgesehen, importiert wurde?
Welche Maßnahmen zur Sicherstellung bereits auf dem Markt befindlichen Weins hat die Bundesregierung getroffen?
Um welche Weinmarken bzw. Weinproduzenten oder -abfüller handelt es sich in diesem Zusammenhang, und hat die Bundesregierung Maßnahmen getroffen, die Bundesbürger lückenlos und breitenwirksam darüber aufzuklären?
Hat die Bundesregierung Maßnahmen getroffen, um zu gewährleisten, daß kein mit Methylalkohol versetzter Wein mehr auf den bundesdeutschen Markt gelangt, und wenn ja, welche?
Wie hoch ist das jährliche Importvolumen an Wein?
Wie hoch war in den Jahren 1975, 1983, 1984 und 1985 die Anzahl der von den zuständigen Stellen der Lebensmittelkontrolle gezogenen und untersuchten Proben, und wie hoch lag die Zahl der Beanstandungen?
Ist die Bundesregierung bereit, die Importkontrollen so zu verschärfen, daß gepantschter Wein in Zukunft nicht mehr auf den bundesdeutschen Markt gelangt?