Muttermilch als Bioindikator
des Abgeordneten Schulte (Menden) und der Fraktion DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen9
Liegt der Bundesregierung die vom Umweltbundesamt geförderte Studie „Muttermilch als Bioindikator" vor?
Beabsichtigt die Bundesregierung, diese Studie zu veröffentlichen, und wenn nein, warum nicht?
Welche Empfehlungen gibt die Bundesregierung stillenden Müttern im Hinblick auf die Dauer des Stillens?
Stimmt die Bundesregierung damit überein, daß die Untersuchung von Muttermilch und die daraus resultierenden Ergebnisse eine wichtige Entscheidungshilfe für Mütter ist in der Frage, ob, und wenn ja, wie lange gestillt werden soll?
Hält die Bundesregierung die Möglichkeiten für kostenlose Untersuchungen von Muttermilch, derzeit sind kostenlose Untersuchungen nur in Bremen und in Hessen uneingeschränkt möglich, für ausreichend?
Liegen der Bundesregierung seit der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl Erkenntnisse über die Belastung von Muttermilch mit radioaktiven Isotopen vor, und wenn ja, welche?
Beabsichtigt die Bundesregierung, kurz-, mittel- und langfristige Untersuchungsprogramme in Auftrag zu geben, die Auskunft geben über die Belastung von Muttermilch mit radioaktiven Isotopen und deren zeitliche Entwicklung?
Welche Möglichkeiten sieht die Bundesregierung, die Aufklärungsarbeit von Selbsthilfegruppen wie „Muttermilch — ein Menschenrecht" finanziell zu unterstützen?
Welche Maßnahmen ergreift die Bundesregierung, um den Gehalt an Schadstoffen in der Muttermilch zu senken?