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Kleine AnfrageWahlperiode 9Beantwortet

Herausgabe einer deutschen Kulturzeitschrift ("Ergo") (G-SIG: 09000313)

Aufmachung und Inhalt der Nullnummern von "Ergo", Auswahl der verantwortlichen Redakteure, jährliche Gesamtkosten, Zusammenarbeit mit dem Hanser-Verlag, Haushaltsansätze für das Projekt "Ergo" und andere derartige Publikationen, ersatzweise Herausgabe einer weniger teuren Informationsschrift

Fraktion

CDU/CSU

Ressort

Auswärtiges Amt

Datum

13.03.1981

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 9/20225.02.81

Herausgabe einer deutschen Kulturzeitschrift („Ergo")

der Abgeordneten Pfeifer, Rühe, Klein (München), Picard, Dr. Stercken, Werner, Dr. Hornhues, Dr. Köhler (Wolfsburg), Daweke, Dr. Sprung und der Fraktion der CDU/CSU

Vorbemerkung

Nachdem 1980 drei „Null-Nummern" einer neuen, für das Ausland bestimmten Kulturzeitschrift („Ergo") erschienen sind, hat die Bundesregierung jetzt von einer vollen Subventionierung dieses Projektes Abstand genommen. Nachdem die erste Null-Nummer eine sehr kritische und teilweise scharf ablehnende Aufnahme gefunden hatte, wurde eine weitere Null-Nummer in Auftrag gegeben. Der bis dahin der Information über deutsches Kulturgeschehen dienende Kulturbrief, herausgegeben von „Inter Nationes", erschienen im Hinblick auf die zu erwartende neue Kulturzeitschrift ab Anfang 1980 nicht mehr.

Damit sind von seiten des Bundes schon jetzt die Mittel in erheblichem Umfang bereitgestellt worden, ohne daß das Ziel einer verbesserten Information über das kulturelle Geschehen in der Bundesrepublik Deutschland im Ausland erreicht wurde. Durch die Einstellung des Erscheinens des „Kulturbriefes" ist in diesem Bereich im Gegenteil eine Lücke entstanden. In Anbetracht der zu erwartenden Gesamtkosten und der begrenzten Marktchancen einer derartigen Zeitschrift muß bezweifelt werden, daß ein derartiges Projekt im Wege einer begrenzten Abnahmegarantie finanziert werden kann.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen8

1

Wurde die dritte Null-Nummer von „Ergo" von der Bundesregierung in Auftrag gegeben?

2

Wie beurteilt die Bundesregierung Aufmachung und Inhalt der zweiten bzw. der dritten Null-Nummer von „Ergo"?

3

Wen hat die Bundesregierung dem Verlag als Chefredakteur der Zeitschrift vorgeschlagen, und nach welchen Kriterien (beispielsweise Erfahrung in der Gestaltung von Zeitschriften) hat sie den oder die betreffenden Journalisten ausgewählt?

4

Wie hoch sind nach Erkenntnissen der Bundesregierung die jährlichen Gesamtkosten für die Herausgabe einer Zeitschrift in der Aufmachung von „Ergo"; hat der Hanser-Verlag hierzu ein Finanzierungsmodell vorgelegt?

5

Trifft es zu, daß die Bundesregierung trotz fast einhelliger Kritik der Fachwelt an „Ergo" dem Hanser-Verlag eine Abnahmegarantie angeboten hat, damit er die Zeitschrift in eigener Verantwortung herausgeben kann; wenn ja, in welcher Höhe?

6

Ist der entsprechende Haushaltsansatz so zu verstehen, daß die Bundesregierung für das Projekt „Ergo" in diesem Haushaltsjahr eine weitere Million DM aufwenden will, für die Förderung aller anderen derartigen Publikationen aber nur 60 000 DM bereitstellt?

7

Erwägt die Bundesregierung, ersatzweise eine weniger teuere Informationsschrift, wie beispielsweise den früher von Inter Nationes herausgegebenen „Kulturbrief", erscheinen zu lassen?

8

In welcher Höhe hat der Bund in den Haushaltsjahren 1978 bzw. 1979 Mittel für die Herausgabe des „Kulturbriefes" bereitgestellt?

Bonn, den 25. Februar 1981

Pfeifer Rühe Klein (München) Picard Dr. Stercken Werner Dr. Hornhues Dr. Köhler (Wolfsburg) Daweke Dr. Sprung Dr. Kohl, Dr. Zimmermann und Fraktion

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