Ergebnisse des XI. Olympischen Kongresses in Baden-Baden und Auswirkungen auf die Sportförderung des Bundes
der Abgeordneten Schwarz, Spranger, Clemens, Fischer (Hamburg), Frau Hürland, Dr. Jentsch (Wiesbaden), Müller (Wesseling), Sauer (Stuttgart), Dr. Schäuble, Spilker, Tillmann, Gerster (Mainz), Dr. Waffenschmidt, Broil, Fellner, Volmer, Dr. Miltner, Dr. von Geldern, Dr. Laufs, Regenspurger, Neile, Dr. Friedmann, Niegel, Dr. Müller, Kroll-Schlüter, Dr. Kunz (Weiden), Dr. Jenninger und der Fraktion der CDU/CSU
Vorbemerkung
Der XI. Olympische Kongreß und die nachfolgende Session des Internationalen Olympischen Komitees haben in ihren Empfehlungen und Beschlüssen Tendenzen deutlich werden lassen, die Auswirkungen auf die Sportförderung in der Bundesrepublik Deutschland nach sich ziehen können.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen11
Wie beurteilt die Bundesregierung Verlauf und Ergebnisse des Kongresses, und hält sie die vorher auch aus ihren und Koalitionskreisen geäußerte Kritik an Planung, Organisation und Kosten im Nachhinein noch für gerechtfertigt?
Welchen Empfehlungen mißt die Bundesregierung die größte Bedeutung zu, und wie beurteilt sie die Realisationschancen?
Ist nach Auffassung der Bundesregierung die Chancengerechtigkeit durch die Richtlinien zur Regel 26 (Zulassungsbestimmung-Amateurparagraph) jetzt besser gewährleistet als bisher?
Ergeben sich aus dieser Neufassung Konsequenzen hinsichtlich der Förderschwerpunkte im Bereich der zentralen Maßnahmen auf dem Gebiet des Sports?
Welche Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang der Stiftung Deutsche Sporthilfe zu? Sieht die Bundesregierung deren soziale Betreuungsfunktion durch Verlagerung auf die Verbände unmittelbar berührt?
Welche Möglichkeiten bietet das bisherige Sportförderkonzept aktiven Spitzensportlern, an der Erstellung und Umsetzung der für sie relevanten Fördermaßnahmen mitzuwirken? Hält die Bundesregierung diese Mitwirkungsmöglichkeiten für ausreichend oder wird sie z. B. den Beirat der Aktiven unmittelbar in die Planungsgespräche einbinden?
Welche nationalen und internationalen Sportfachverbände haben eindeutige Anti-Doping-Bestimmungen in ihren Satzungen bzw. Wettkampfordnungen aufgeführt, und welche Konsequenzen sind dort im einzelnen vorgesehen?
Wieviel Dopingfälle sind in den Jahren 1979, 1980 und in den ersten neun Monaten 1981 in welchen Disziplinen bekanntgeworden? Um welche Art von Doping handelte es sich dabei?
Teilt die Bundesregierung die Auffassung, wonach Dopingmißbrauch nicht allein Sache des Aktiven ist, sondern Betreuer und Mediziner mittelbar oder unmittelbar eingebunden sind und daß diese somit ebenso möglichen Strafen unterliegen sollten?
Sieht sich die Bundesregierung durch den Beschluß des IOC ermutigt, Verbände von der Förderung auszuschließen, in denen in Zukunft noch Spitzensportler des Dopings überführt werden?
In welcher Weise wird die Bundesregierung die Bemühungen des IOC zur totalen Ächtung des Dopings national und international unterstützen?