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Kleine AnfrageWahlperiode 8Beantwortet

Forschung und Entwicklung zur Humanisierung des Arbeitslebens im deutschen Steinkohlenbergbau und in der metallverarbeitenden Industrie (G-SIG: 00001657)

Forschungs- und Entwicklungsprogramm der Bundesregierung zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Kohlebergbau und in der Metallindustrie

Fraktion

FDP, SPD

Ressort

Bundesministerium für Forschung und Technologie

Datum

11.09.1978

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 8/205418.08.78

Forschung und Entwicklung zur Humanisierung des Arbeitslebens im deutschen Steinkohlebergbau und in der metallverarbeitenden Industrie

der Abgeordneten Grunenberg, Daubertshäuser, Frau Erler, Scheffler, Dr. Steger, Stockleben, Ueberhorst, Wendt, Wolfram (Recklinghausen), Dr. Jens, Dr.-Ing. Laermann, Frau Schuchardt, Schäfer (Mainz), Zywietz, Dr. Haussmann, Angermeyer und der Fraktionen der SPD, FDP

Vorbemerkung

Wir fragen die Bundesregierung:

Begründung

Für die Fortführung des Programms zur Humanisierung des Arbeitslebens haben sich aus objektiven Entwicklungen eine Reihe besonderer Probleme ergeben. Die Zahl der Todesfälle und die Häufigkeit von berufsbedingten Krankheiten im deutschen Steinkohlebergbau sind höher als in anderen Bereichen der Wirtschaft. Das F+E-Programm zur Humanisierung des Arbeitslebens muß dazu beitragen, die Arbeitsbedingungen jetzt und unter künftigen, schwierigeren Umständen zu verbessern.

In den Tarifverhandlungen im Metallbereich Nord-Württemberg/Nord-Baden haben Vereinbarungen zum Schutz der Arbeitnehmer vor Kündigungen bei Rationalisierungsmaßnahmen eine wichtige Rolle gespielt. Im Programm „Humanisierung des Arbeitslebens" werden mit einer Reihe von Gewerkschaften und Verbänden Projekte in verschiedenen Firmen der gleichen Branche zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der internationalen Wettbewerbsfähigkeit geplant und durchgeführt, z. R. im Bereich der Bekleidungsindustrie und im Bereich des holzverarbeitenden Handwerks. Damit leistet das Programm „Humanisierung des Arbeitslebens" einen Beitrag zur Verbesserung des Sozialklimas.

Fragen4

1

Wie beurteilt die Bundesregierung die künftige Entwicklung der Arbeitsbedingungen im deutschen Steinkohlebergbau?

2

Welche Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen hat die Bundesregierung zusammen mit den Bergbauländern und dem Bergbau selbst ergriffen, um die Arbeitsbedingungen im deutschen Steinkohlebergbau zu verbessern?

3

Wie beurteilt die Bundesregierung Möglichkeit und Notwendigkeit einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der metallverarbeitenden Industrie durch das Forschungs- und Entwicklungsprogramm zur Humanisierung des Arbeitslebens?

4

Welche Folgerungen zieht die Bundesregierung aus der Lage am Arbeitsmarkt, der geänderten wirtschaftlichen Situation und der Interessenlage der Tarifvertragsparteien für das Forschungs- und Entwicklungsprogramm zur Humanisierung des Arbeitslebens?

Bonn, den 18. August 1978

Grunenberg Daubertshäuser Frau Erler Scheffler Dr. Steger Stockleben Ueberhorst Wendt Wolfram (Recklinghausen) Dr. Jens Wehner und Fraktion Dr.-Ing. Laermann Frau Schuchardt Schäfer (Mainz) Zywietz Dr. Haussmann Angermeyer Mischnick und Fraktion

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