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Kleine AnfrageWahlperiode 8Beantwortet

Sport für Bürger im höheren Lebensalter (G-SIG: 00002469)

Intensivierung der Sportförderung für ältere Mitbürger, Ergebnisse von Modellversuchen, Zuständigkeiten für die Sportförderung in diesem Bereich, Unterstützung der Kurorte bei der Verbesserung des Sportangebots für ältere Mitbürger, Ausbildung von Sportpädagogen und Übungsleitern für den Altensport, Anbindung von Sportstätten an Altenheime, Altenwohnheime und Altentagesstätten

Fraktion

FDP, SPD

Ressort

Bundesministerium des Innern

Datum

05.11.1979

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 8/320226.09.79

Sport für Bürger im höheren Lebensalter

der Abgeordneten Amling, Batz, Büchner (Speyer), Klein (Dieburg), Dr. Müller - Emmert, Müller (Bayreuth), Scheffler, Schirmer, Dr. Nöbel, Walther, Dr. Penner, Frau Eilers (Bielefeld), Frau Renger, Frau Steinhauer, Hauck, Fiebig, Mischnick, Dr. Maihofer, Hoffie, Spitzmüller, Eimer (Fürth) und der Fraktionen der SPD und FDP

Vorbemerkung

Fast dreißig Prozent der Bürger der Bundesrepublik Deutschland sind über 60 Jahre alt.

Als Beitrag zu einer aktiven und freudvollen Lebensgestaltung müssen Sport und Spiel auch für die Bürger im höheren Lebensalter verstärkt ermöglicht werden. Gemeinden, Länder und Bund haben auch die Aufgabe, die freien Organisationen des Sports, des Sozial- und Gesundheitswesens bei den Bemühungen zu unterstützen, diesen Bevölkerungskreis durch entsprechende Programme und Angebote stärker als bisher für Sport und Spiel zu gewinnen.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen6

1

Welche Bedeutung mißt die Bundesregierung in ihrer Sport-, Gesundheits- und Sozialpolitik den Spiel- und Sportmöglichkeiten für die Bürger im höheren Lebensalter zu?

2

Welche verwertbaren Erkenntnisse haben die bisher von der Bundesregierung — z. B. durch das Bundesinstitut für Sportwissenschaft — und den Bundesländern veranlaßten oder geförderten wissenschaftlichen Untersuchungen und Modellversuche (z. B. im Land Nordrhein-Westfalen) für die Intensivierung von Sport und Spiel für die Bürger im höheren Lebensalter gebracht, welche praktischen Konsequenzen haben sich daraus ergeben oder sollen gezogen werden?

3

Wer ist für die Förderung der Organisationen und Vereine zuständig (Bund, Länder, Gemeinden), die spezielle Spiel- und Sportprogramme für ältere Mitbürger durchführen, und in welcher Form und mit welchen Mitteln geschieht das?

4

Teilt die Bundesregierung die Auffassung, daß die Kurorte und auch die Veranstalter von Urlaubs-, Ferien- und Naherholungsprogrammen ermuntert und unterstützt werden sollten, mehr als bisher fachlich betreute Spiel- und Sportangebote für die älteren Mitbürger zu entwickeln, und wie könnte das geschehen?

5

Welche Möglichkeiten hat die Bundesregierung, im Zusammenwirken mit den Bundesländern sowie den entsprechenden Organisationen und Institutionen darauf Einfluß zu nehmen, daß bei der Ausbildung von Sportpädagogen, Übungsleitern, sozialpädagogischem und medizinischem Fachpersonal intensiver als bisher die Bedürfnisse der älteren Mitbürger nach angemessenen und vielseitigen Spiel- und Sportmöglichkeiten berücksichtigt werden? In welchem Maße werden diese Möglichkeiten jetzt genutzt, und ist deren Ausweitung vorgesehen?

6

Sieht die Bundesregierung die Chance, erfolgreich darauf einzuwirken, daß für die aktive sportlich-spielerische Freizeitgestaltung älterer Mitbürger in öffentlichen und besonders gemeinnützigen Anlagen und Einrichtungen auch Möglichkeiten für das Zusammenleben der verschiedenen Altersgruppen der Bevölkerung geschaffen und ausgestaltet werden, wie das z. B. in Altenheimen, Altenwohnheimen, Tagesstätten, Sport- und Freizeitanlagen erreichbar ist?

Bonn, den 26. September 1979

Amling Batz Büchner (Speyer) Klein (Dieburg) Dr. Müller-Emmert Müller (Bayreuth) Scheffler Schirmer Dr. Nöbel Walther Dr. Penner Frau Eilers (Bielefeld) Frau Renger Frau Steinhauer Hauck Fiebig Wehner und Fraktion Mischnick Dr. Maihofer Hoffie Spitzmüller Eimer (Fürth) Mischnick und Fraktion

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