Wohnungspolitik als Eigentumspolitik
der Abgeordneten Krockert, Conradi, Frau Dr. Czempiel, Henke, Ibrügger, Immer (Altenkirchen), Meininghaus, Menzel, Müntefering, Paterna, Polkehn, Waltemathe, Wuwer, Gattermann, Wurbs, Spitzmüller und der Fraktionen der SPD und FDP
Vorbemerkung
Der Anteil des Haus- und Grundvermögens nimmt unter den verschiedenen Vermögensarten eine herausragende Stellung ein. Ziel der Bundesregierung ist es, auf Vermögensbildung einer großen Zahl von Bürgern hinzuwirken. Auf dem Gebiet der Wohnungspolitik werden hierfür verschiedene Instrumente der direkten und indirekten Förderung eingesetzt. Dennoch ist die Wohnungseigentumsquote in der Bundesrepublik Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern noch relativ gering.
Deshalb fragen wir die Bundesregierung:
Fragen7
Welche Bedeutung hat der Haus- und Grundbesitz für die Vermögensposition der privaten Haushalte?
Liegen der Bundesregierung Zahlen über die personelle Verteilung des Haus- und Grundvermögens vor? Wenn ja, wie sieht diese aus?
Welche familienpolitischen Komponenten haben die staatlichen Instrumente zur Förderung des Haus- und Grundvermögens?
In welchem Umfang sind Familien mit Kindern mit Wohneigentum versorgt?
Welche Wirkungen haben die Instrumente zur Förderung des Wohneigentums in den letzten Jahren gehabt?
Welche Wirkungen zeigt die Eigentumsförderung im Wohnungsbau unter regionalen und stadtentwicklungspolitischen Gesichtspunkten?
In welchem Verhältnis stehen staatlicher finanzieller und Verwaltungsaufwand und tatsächlich entstandenes Wohnungsvermögen — im steuerbegünstigten Wohnungsbau, — im „Eigentumsprogramm", — im ersten Förderweg?