Eine Substitution von FCKW durch umweltfreundlichere Stoffe wirft je nach Verwendungszweck unterschiedliche Probleme auf.
Für den Einsatz als Treibmittel haben sich bisher als Ersatzstoffe besonders Propan und Butan durchgesetzt. Diese Treibmittel sind für die Umwelt unbedenklich; sie sind in den Aerosolpackungen stabil und im übrigen wirtschaftlich. Probleme ergeben sich noch wegen der Brennbarkeit, die insbesondere bei der Abfüllung und beim Transport besondere Sicherheitsmaßnahmen erforderlich macht. Die Sicherheitsprobleme beim Verbrauch sind durch eine besondere Ventilkonstruktion als gelöst zu betrachten.
Besonders umweltfreundlich sind die treibgasfreien Pumpensysteme, die insbesondere im Körperpflegebereich eingesetzt werden, sowie die ebenfalls treibgasfreien Zweikammersysteme, die jedoch wegen technischer Probleme bisher nur in sehr eingeschränktem Umfang eingesetzt werden. Kohlendioxid ist als Ersatzprodukt für FCKW aus Umweltgesichtspunkten sehr gut geeignet, hat sich jedoch technisch nicht bewährt.
Eine Substitution der FCKW als Treibmittel erscheint grundsätzlich bis auf einzelne Ausnahmen, insbesondere im medizinischen Bereich, technisch möglich.
Polyurethan-Weichschäume werden z. T. nach Rezepturen ohne den Einsatz von FCKW hergestellt.
Für die Herstellung von Kunststoffschäumen aus Polyolefinen, Polystyrol und Phenolharzen werden teilweise auch andere Treibmittel als FCKW eingesetzt, so daß auch hier ein Ersatz möglich erscheint. Bei der Herstellung geschlossenzelliger Polyurethan-Hartschäume, insbesondere zur Wärmeisolierung, kann nach Aussagen der Industrie nicht auf FCKW verzichtet werden.
Im Bereich Kältemittel wurden die FCKW zu Beginn der 30er Jahre wegen ihrer günstigen physiologischen und chemischen Eigenschaften, vor allem aber aus Gründen der Sicherheit und des Arbeitsschutzes, eingeführt. Sie ersetzten die bis dahin verwendeten Kältemittel Schwefeldioxid, Kohlendioxid und das auch heute noch gebrauchte Ammoniak.
Schwefeldioxid fällt als Ersatzstoff wegen seiner starken Korrosivität, Kohlenstoff wegen seiner schlechten thermodynamischen Eigenschaften aus.
Eine vollständige Substitution der FCKW durch Ammoniak ist bei Großkälteanlagen denkbar, dürfte jedoch in Anbetracht der dort eingesetzten Kältemittelmengen nicht von großer Bedeutung sein. Eine Umstellung der Kälteanlagen für den Haushaltsbereich, zur Klimatisierung, Grubenbewetterung und Schiffskühlung ist nach Auskunft der Industrie mit unvertretbar großem Aufwand verbunden.
Bei der technischen und chemischen Reinigung werden zur Entfettung von Kunststoffteilen und zum Reinigen von Leder, Pelzen, Kunstleder und einiger Textilien mit Pflegesymbol F FCKW eingesetzt; sie sind dort z. Z. nicht ersetzbar. Hier ist eine Verminderung des Verbrauchs durch Ersatz alter Reinigungsmaschinen durch Geräte mit neuer Technologie möglich.
Bei der Reinigung von Textilien mit Pflegesymbol P erscheint ein Ersatz durch Perchloräthylen möglich.
Die mit den aufgezeigten Substitutionsmöglichkeiten verbundenen Aufwendungen werden sich voraussichtlich bei ausreichend bemessenen Übergangsfristen im Rahmen des wirtschaftlich Vertretbaren halten.