Schutz der Kinder
der Abgeordneten Vogelsang, Neumann (Bramsche), Hauck, Fiebig, Kuhlwein, Jaunich, Eimer (Fürth), Spitzmüller und Genossen und der Fraktionen der SPD und FDP
Vorbemerkung
Kinder sind in jeder Nation der Welt vor allem schutz- und hilfsbedürftig. Sie sind zugleich unsere Zukunft. Das „Internationale Jahr des Kindes" war auch für die Bundesrepublik Deutschland Anlaß, ihre Politik in Bund, Ländern und Gemeinden unter dem Gesichtspunkt der Kinderfreundlichkeit zu überprüfen und zu verbessern. Ziel dieser Bemühungen war vor allem, im öffentlichen Bewußtsein mehr Verständnis für die Belange der Kinder zu wecken.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen11
Welche Veranstaltungen zum Jahr des Kindes hat die Bundesregierung gefördert, und wo lagen die Schwerpunkte?
Welche Initiativen im Bereich der Gesundheitsvorsorge sind mit Unterstützung der Bundesregierung ergriffen worden, um a) die Säuglingssterblichkeit zu mindern, die nach Ansicht von Fachleuten teilweise darauf zurückzuführen ist, daß Vorsorgeuntersuchungen nicht genügend wahrgenommen werden, b) dem Konsum von Suchtmitteln (Alkohol, Tabak, Drogen) bei Kindern und Jugendlichen vorzubeugen?
Welchen Stand haben die Bemühungen erreicht, Eltern und Erziehern Informationsmaterial zur Gesundheitsvorsorge an die Hand zu geben, welche Medien kamen dabei zum Einsatz?
In welcher Weise hat die Bundesregierung sich den Kindern ausländischer Arbeitnehmer gewidmet, in welcher Weise wird sie die Integration der zweiten und dritten Generation künftig fördern?
Sieht die Bundesregierung eine Möglichkeit, die zahlreichen Arbeitskreise, die sich uneigennützig mit der Bewertung von Kinder- und Jugendbüchern befassen, in ihrer Arbeit zu unterstützen?
Welche Planungshilfen und Förderungsmaßnahmen scheinen der Bundesregierung geeignet, Wohnungen, vor allem des sozialen Wohnungsbaues, kindgerechter zu gestalten?
Welchen Stand haben die Bemühungen erreicht, verkehrsberuhigte Zonen zu schaffen, in denen Kinder auch auf öffentlichen Straßen spielen können?
Wann rechnet die Bundesregierung mit ersten Ergebnissen zu dem Forschungsauftrag über Maßnahmen zur Reduzierung von Kinderunfällen im Straßenverkehr, den sie am 1. Oktober 1979 an die Bundesanstalt für Straßenwesen vergeben hat?
Ist die Bundesregierung bereit, Führerscheinbewerbern und Kraftfahrern verstärkt die Einsicht zu vermitteln, daß sich Kinder häufig impulsiv im Straßenverkehr verhalten und somit nicht immer die bestehenden Regeln beachten, und welche Möglichkeit sieht sie, die Autofahrer für ein entsprechendes Verhalten zu gewinnen?
Wie kann nach Ansicht der Bundesregierung sichergestellt werden, daß die Belange der Kinder auch über das Jahr des Kindes hinaus in der Öffentlichkeit wirksam vertreten werden?
Wo sieht die Bundesregierung Schwerpunkte ihrer Arbeit zum Schutz und Wohl der Kinder in den kommenden Jahren?