Sprachliche und fachliche Kenntnisse geflüchteter Mediziner
des Abgeordneten Dr. Christian Wirth und der Fraktion der AfD
Vorbemerkung
Der Präsident der Bundesärztekammer hat kürzlich im „Deutschen Ärzteblatt“ erklärt, dass die aktuelle Situation bezüglich der Anerkennung von Ärzten aus dem nichteuropäischen Ausland „überhaupt nicht mehr tragbar“ ist (www.aerzteblatt.de/archiv/196095/Auslaendische-Aerzte-Bundesaerztekammer-fuerschnelle-Verschaerfung-der-Zulassung). Die Akzeptanz von Formularen, ohne weitere (fachliche) Prüfung, sei ungeeignet, um einen Vergleich zu deutschen Qualifikationen herzustellen oder sogar gefälschte oder gekaufte Zertifikate zu erkennen. Entsprechende Warnungen hatte es bereits zuvor aus Niedersachsen gegeben (www.aerzteblatt.de/nachrichten/74602/Kenntnispruefungen-fuerauslaendische-Aerzte-gefordert).
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen6
Wie viele Approbationen wurden nach Kenntnis der Bundesregierung Ärzten, die ihre Qualifikation außerhalb Europas erhalten haben, in Deutschland erteilt (bitte Zahlen nach Herkunftsländern aufschlüsseln)?
Wie viele dieser Approbationen gingen nach Kenntnis der Bundesregierung an Personen, die im Zuge der Flüchtlingskrise seit 2015 nach Deutschland immigriert sind (bitte Zahlen nach Herkunftsländern aufschlüsseln)?
Welche Sprachkenntnisse werden nach Kenntnis der Bundesregierung als ausreichend für eine Approbation in Deutschland angesehen?
Wie viele Todesfälle oder Fälle von gesundheitlicher Beeinträchtigung aufgrund einer mangelnden Fach- und Sprachkenntnis der Ärzte aus Ländern der Fragen 1 und 2 sind der Bundesregierung bekannt (bitte Zahlen nach Herkunftsländern aufschlüsseln)?
Gibt es nach Kenntnis der Bundesregierung Staaten, aus denen ein entsprechendes Zertifikat grundsätzlich nicht anerkannt wird?
Beabsichtigt die Bundesregierung, die durch den Präsidenten der Bundesärztekammer offengelegten Probleme unverzüglich zu beheben?
Wenn ja, mit welchen Maßnahmen oder Initiativen?