Phosphor in Klärschlämmen
der Abgeordneten Judith Skudelny, Frank Sitta, Renata Alt, Nicola Beer, Dr. Jens Brandenburg (Rhein-Neckar), Mario Brandenburg (Südpfalz), Benjamin Strasser, Britta Katharina Dassler, Hartmut Ebbing, Dr. Marcus Faber, Daniel Föst, Otto Fricke, Katrin Helling-Plahr, Katja Hessel, Reinhard Houben, Ulla Ihnen, Olaf in der Beek, Thomas L. Kemmerich, Pascal Kober, Dr. Lukas Köhler, Oliver Luksic, Alexander Müller, Bettina Stark-Watzinger, Katja Suding, Gerald Ullrich und der Fraktion der FDP
Vorbemerkung
Eine Behandlung von Klärschlamm ist dringend notwendig, um Schadstoffe, wie Arzneimittelreste, Krankheitserreger und Mikroplastik, aus dem Klärschlamm zu entfernen. Bei einer solchen Behandlung kann auch Phosphor als einer der drei wichtigsten Pflanzennährstoffe rückgewonnen werden und so von der Landwirtschaft gezielt als Dünger eingesetzt werden. Rohphosphat ist eine endliche Quelle. Es kommt nur in wenigen Regionen der Welt vor, weshalb ein Versorgungsrisiko besteht. Mit der neuen Klärschlammverordnung (AbfKlärV) ist ein erster Weg für die Phosphorrückgewinnung geschaffen worden.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen5
Wie viel Phosphor ist nach Kenntnis der Bundesregierung durchschnittlich im Klärschlamm enthalten?
Wie viele Schadstoffe (Arzneimittelreste, Krankheitserreger und Mikroplastik) sind durchschnittlich in Klärschlamm enthalten?
Hat die Bundesregierung Erkenntnisse zu regionalen Unterschieden der Gehalte an Nährstoffen, und Schadstoffen einzelner Kläranlagen (bitte nach Phosphor, Arzneimittelresten, Krankheitserregern und Mikroplastik aufschlüsseln)?
Sollten die Fragen 1 bis 3 sich der Kenntnis der Bundesregierung entziehen, gibt es aktuelle Forschungsaufträge zu diesen Themen, und wann ist dabei mit Ergebnissen zu rechnen?
Ist eine Evaluierung der AbfKlärV beabsichtigt, und wenn ja, wann findet diese statt?