Autonomes Fahren als Chance für Menschen mit Behinderungen
der Abgeordneten Jens Beeck, Michael Theurer, Johannes Vogel (Olpe), Carl-Julius Cronenberg, Pascal Kober, Till Mansmann, Grigorios Aggelidis, Renata Alt, Christine Aschenberg-Dugnus, Nicole Bauer, Dr. Jens Brandenburg (Rhein-Neckar), Mario Brandenburg (Südpfalz), Dr. Marco Buschmann, Britta Katharina Dassler, Hartmut Ebbing, Dr. Marcus Faber, Daniel Föst, Otto Fricke, Thomas Hacker, Katrin Helling-Plahr, Markus Herbrand, Torsten Herbst, Katja Hessel, Manuel Höferlin, Dr. Christoph Hoffmann, Reinhard Houben, Ulla Ihnen, Olaf in der Beek, Gyde Jensen, Dr. Christian Jung, Dr. Marcel Klinge, Dr. Lukas Köhler, Carina Konrad, Konstantin Kuhle, Alexander Graf Lambsdorff, Michael Georg Link, Dr. Martin Neumann, Hagen Reinhold, Bernd Reuther, Christian Sauter, Dr. Wieland Schinnenburg, Matthias Seestern-Pauly, Frank Sitta, Bettina Stark-Watzinger, Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Benjamin Strasser, Katja Suding, Stephan Thomae, Manfred Todtenhausen, Dr. Andrew Ullmann, Gerald Ullrich, Sandra Weeser, Nicole Westig und der Fraktion der FDP
Vorbemerkung
Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen sind ebenso auf Mobilität angewiesen wie andere Menschen. Wegen ihrer körperlichen Einschränkungen ist es vielen jedoch nicht möglich, eigenständig und selbständig ein Auto zu führen. Zahlreiche Gründe sind hierfür zu nennen: Menschen können auf den Rollstuhl angewiesen sein, es fehlen Gliedmaßen oder es fehlt schlichtweg die Kraft in den Armen oder Händen. Komplizierte technische Umbaumaßnahmen sind zwar in vielen Fällen möglich, aber die unterschiedlichen Bedürfnisse machen sehr individuelle unterschiedliche Lösungen nötig, die zudem sehr kostenintensiv sind (www.faz.net/aktuell/rhein-main/autofahren-mit-behinderung-per-handgas-ins-normale-leben-13352098.html).
Das autonome Fahren war noch vor wenigen Jahren unvorstellbar. Die rasante technische Forschung und Entwicklung beschränkt sich nicht nur auf das autonome Fahren von Personenkraftwagen, sondern auch im Güterverkehr und bei Bussen gibt es vielversprechende Modellprojekte mit diversen Automatisierungsstufen. Aber gerade die denkbaren Automatisierungsfunktionen im PKW-Bereich sind von großem Interesse (www.adac.de/-/media/pdf/motorwelt/prognos_automatisierungsfunktionen.pdf?redirectId=quer.mwe.prognos-studie).
Vor dem Hintergrund dieser technischen Entwicklung sind großes Potenzial und neue Perspektiven auch für Menschen mit Behinderungen denkbar, die nach Ansicht der Fragesteller Fragen aufwerfen.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen8
Welches Potenzial sieht die Bundesregierung im autonomen Fahren für Menschen mit Behinderungen?
Wurden bei der Bundesregierung Förderanträge gestellt, die autonomes Fahren für Menschen mit Behinderungen betreffen (bitte nach Projekten aufschlüsseln)?
Welche Forschungsprojekte im Bereich autonomes Fahren werden von der Bundesregierung unterstützt, die eine Nutzung des autonomen Fahrens auch für Menschen mit Behinderungen thematisieren?
Sind der Bundesregierung sonstige Forschungsprojekte zur Nutzung des autonomen Fahrens durch Menschen mit Behinderungen bekannt, und wenn ja, welche?
Ist die Bundesregierung mit der Automobilindustrie über die Möglichkeiten des autonomen Fahrens für Menschen mit Behinderungen im Gespräch?
Ist die Bundesregierung mit Betroffenen und Verbänden im Gespräch über die Möglichkeiten des autonomen Fahrens für Menschen mit Behinderungen?
Welche sonstigen Akteure sollten nach Ansicht der Bundesregierung in die Gespräche eingebunden werden?
In welchem Zeitraum kann nach Ansicht der Bundesregierung autonomes Fahren für Menschen mit Behinderungen verwirklicht werden?