[Deutscher Bundestag Drucksache 19/11917
19. Wahlperiode 25.07.2019
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Uwe Witt, Jürgen Pohl, Ulrike Schielke-Ziesing,
René Springer, Norbert Kleinwächter und der Fraktion der AfD
Einstiegsqualifizierungsjahr
Mit dem Ausbildungspakt im Jahr 2004 wurde das sogenannte
Einstiegsqualifizierungsjahr, kurz EQJ, eingesetzt (
www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/
PDF-Publikationen/Forschungsberichte/eqj-abschlussbericht.pdf?__blob=
publicationFile, Seite 3).
Im Gegensatz zum regulären Einstellungsverfahren und zu einer regulären
Ausbildung erhalten bei dem Einstiegsqualifizierungsjahr Jugendliche eine Chance,
die mit Defiziten zu kämpfen haben. Ihnen wird durch das
Einstiegsqualifizierungsjahr die Möglichkeit gegeben, Unsicherheiten abzubauen und an den
übertragenen Aufgaben zu wachsen. Gleichzeitig erwerben sie Grundkenntnisse im
angestrebten Beruf. Innerhalb der normalen Ausbildungszeiträume ist ein
Übergang in eine reguläre Ausbildung möglich. Eine Einstiegsqualifizierung dauert
zwischen einem halben Jahr und einem ganzen Jahr. Dies wird, neben anderen
Kriterien, im Vertrag geregelt. Die Vergütung ist nach Ansicht der Fragesteller
keine hohe, doch der Jugendliche kann die Maßnahme als Chance sehen, seine
Kenntnisse und Fertigkeiten zu verbessern, um sie beim zukünftigen Arbeitgeber
anzuwenden.
Die Zahl der Jugendlichen, die zum jetzigen Zeitpunkt keinen Berufsabschluss
besitzen, liegt bei ca. 2,1 Millionen (
https://deutsches-schulportal.de/bildungswesen/
mehr-als-zwei-millionen-junge-menschen-ohne-ausbildung/).
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Zahlen der
Einstiegsqualifizierungen in den Jahren von 2008 bis 2018 entwickelt?
2. Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung die Zahl derer, die in den
Jahren von 2008 bis 2018 ein EQJ abgeschlossen haben und in eine
außerbetriebliche oder betriebliche Ausbildung vermittelt wurden?
3. Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung die Quote derer, die eine
EQJ-Maßnahme abbrechen?
4. Wie hoch ist das Budget, das für diesen Bereich zur Verfügung steht?
Berlin, den 15. Juli 2019
Dr. Alice Weidel, Dr. Alexander Gauland und Fraktion
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