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Kleine AnfrageWahlperiode 19Beantwortet
Digitalisierung der Straßeninfrastruktur - Dynamische Steuerung des Verkehrs für sm@rtTraffic
(insgesamt 15 Einzelfragen)
Fraktion
FDP
Ressort
Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Datum
13.08.2019
Aktualisiert
26.07.2022
BT19/1204830.07.2019
Digitalisierung der Straßeninfrastruktur - Dynamische Steuerung des Verkehrs für sm@rtTraffic
Kleine Anfrage
Volltext (unformatiert)
[Deutscher Bundestag Drucksache 19/12048
19. Wahlperiode 30.07.2019
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Oliver Luksic, Frank Sitta, Grigorios Aggelidis, Renata Alt,
Jens Beeck, Dr. Jens Brandenburg (Rhein-Neckar),
Mario Brandenburg (Südpfalz), Karlheinz Busen, Britta Katharina Dassler,
Christian Dürr, Dr. Marcus Faber, Daniel Föst, Otto Fricke, Katrin Helling-Plahr,
Markus Herbrand, Katja Hessel, Manuel Höferlin, Reinhard Houben, Ulla Ihnen,
Olaf in der Beek, Gyde Jensen, Dr. Christian Jung, Thomas L. Kemmerich,
Konstantin Kuhle, Alexander Müller, Roman Müller-Böhm, Bernd Reuther,
Dr. Stefan Ruppert, Frank Schäffler, Matthias Seestern-Pauly,
Bettina Stark-Watzinger, Michael Theurer, Dr. Andrew Ullmann, Gerald Ullrich,
Nicole Westig und der Fraktion der FDP
Digitalisierung der Straßeninfrastruktur – Dynamische Steuerung des Verkehrs für
sm@rtTraffic
Die Straßeninfrastruktur in Deutschland ist nach Ansicht der Fragesteller heute in
großen Teilen noch auf demselben Stand wie zur Zeit der ersten elektrisch
gesteuerten, dreifarbigen Ampel in Berlin im Jahr 1924. Seitdem hat sich allerdings
einiges getan, was die technischen Möglichkeiten innovativer und vernetzter
Verkehrssteuerung anbelangt. Der technologische Wandel durch die digitale
Revolution, die Digitalisierung, hat neue Wege eröffnet und ist bereits in vielen
Bereichen des Lebens fest verankert. Auch im Verkehrssektor nehmen digitale
Entwicklungen einen immer größeren Raum ein, etwa bei Überlegungen zum
autonomen Fahren oder zur intelligenten Verkehrsführung. Diese Prozesse
versprechen konkrete Fortschritte bei Verkehrssicherheit, Verkehrsfluss sowie
Fahrzeugeffizienz, und dadurch eine geringere Belastung für Straßen und Umwelt. Neben
dafür geeigneten Fahrzeugen benötigt es allerdings eine flächendeckende,
leistungsfähige und kompatible Straßeninfrastruktur, um das volle Potenzial der
Digitalisierung im Straßenverkehr zu nutzen. Deutschland als Land der Ingenieure
und Entwickler kann hier vorangehen und dabei auch den Wirtschafts- und
Forschungsstandort Deutschland stärken.
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Welche Maßnahmen werden von der Bundesregierung ergriffen, die
bisherige Regelung des Verkehrs mithilfe statischer und inaktiver Blechschilder,
Ampeln und statischer Straßenmarkierungen in das Digitalzeitalter zu
überführen?
2. Inwieweit stehen nach Kenntnis der Bundesregierung Rahmenverträge mit
Ampel- und Verkehrsschilderherstellern sowie Markierungsunternehmen
dieser Entwicklung im Wege?
3. Welche Anpassungen der StVO (= Straßenverkehrsordnung) sind nach
Ansicht der Bundesregierung notwendig, um digitale Verkehrsschilder, Ampeln
und Straßenmarkierungen zu ermöglichen?
4. Welche Potenziale sieht die Bundesregierung im Hinblick auf die durch die
Digitalisierung erhebbaren Daten der Verkehrsinfrastruktur?
5. Wie lassen sich die Potenziale der durch Digitalisierung der
Verkehrsinfrastruktur erhebbaren Daten auch für innovative Ansätze als Open Data zur
Verfügung stellen?
6. Fördert die Bundesregierung Projekte zu innovativen Verkehrsschildern,
Ampeln und Straßenmarkierungen (bitte nach Projekten und Fördermitteln
auflisten)?
7. Wie bewertet die Bundesregierung das jeweilige Potenzial innovativer
Verkehrsschilder, Ampeln und Straßenmarkierungen für die Verkehrssicherheit,
den Verkehrsfluss sowie die Umwelt?
8. Will die Bundesregierung Car2Infrastructure-Kommunikation der deutschen
Straßeninfrastruktur, beispielsweise von Verkehrsschildern, Ampeln oder
Fahrbahnbegrenzungen mit Fahrzeugen, ermöglichen?
9. Wenn ja, hat die Bundesregierung eine fertige Strategie, was die Realisierung
einer solchen Maßnahme betrifft?
10. Sind nach Kenntnis der Bundesregierung die Fahrbahnmarkierungen auf
Bundesstraßen und Bundesautobahnen grundsätzlich in der Lage, autonomen
Fahrzeugen und mit Fahrzeugassistenzsystemen agierenden Fahrzeugen den
durchgehenden Fahrbetrieb zu ermöglichen?
11. Sind Teile der Fahrbahnmarkierungen auf Bundesstraßen und
Bundesautobahnen von den Sensoren autonomer Fahrzeuge oder
Fahrzeugsassistenzsysteme nicht zu erkennen oder unvollständig?
12. Wenn ja, wie hoch ist der Anteil an Fahrbahnmarkierungen, die nicht für die
Sensoren autonomer Fahrzeuge oder Fahrzeugsassistenzsysteme erkennbar
sind (bitte in Prozent und absolute Kilometerzahl für Bundesstraßen,
Bundesautobahnen und insgesamt aufschlüsseln)?
13. Mit welchen Kosten rechnet die Bundesregierung für die
flächendeckende Ausstattung mit digitalen Verkehrsschildern, Ampeln und
Straßenmarkierungen (bitte nach einzelnen Infrastrukturmaßnahmen wie Schildern und
Ampelanlagen aufschlüsseln)?
14. Mit welchen Kosteneinsparungen rechnet die Bundesregierung für die
Bundesrepublik Deutschland durch Zugewinne bei der Verkehrssicherheit, dem
Verkehrsfluss sowie durch eine geringere Belastung für Straßen und Umwelt
dank der Nutzung digitaler Straßeninfrastruktur?
15. Mit welchen Kosteneinsparungen rechnet die Bundesregierung durch die
gesteigerte Verwendung von künstlicher Intelligenz bei der Verkehrssteuerung
von Ampelanlagen (beispielhaft bezogen auf die Städte Köln und Leipzig)?
Berlin, den 17. Juli 2019
Christian Lindner und Fraktion
Satz: Satzweiss.com Print, Web, Software GmbH, Mainzer Straße 116, 66121 Saarbrücken, www.satzweiss.com
Druck: Printsystem GmbH, Schafwäsche 1-3, 71296 Heimsheim, www.printsystem.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]
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