Zurück zur Übersicht
Kleine AnfrageWahlperiode 19Beantwortet
Staufstufen auf dem Rhein
(insgesamt 15 Einzelfragen)
Fraktion
FDP
Ressort
Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Datum
20.08.2019
Antwortdauer
15 Tage
Aktualisiert
26.07.2022
Offizielle Quellen und Volltext
Die verlinkten PDFs stammen direkt vom Dokumentenserver des Deutschen Bundestages.
BT19/1213905.08.2019
Staufstufen auf dem Rhein
Kleine Anfrage
Volltext (unformatiert)
[Deutscher Bundestag Drucksache 19/12139
19. Wahlperiode 05.08.2019
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Bernd Reuther, Frank Sitta, Grigorios Aggelidis, Renata Alt,
Jens Beeck, Dr. Jens Brandenburg (Rhein-Neckar), Karlheinz Busen,
Christian Dürr, Dr. Marcus Faber, Otto Fricke, Katrin Helling-Plahr, Katja Hessel,
Manuel Höferlin, Dr. Christoph Hoffmann, Reinhard Houben, Ulla Ihnen,
Dr. Christian Jung, Thomas L. Kemmerich, Konstantin Kuhle, Oliver Luksic,
Alexander Müller, Roman Müller-Böhm, Frank Schäffler,
Matthias Seestern-Pauly, Bettina Stark-Watzinger, Michael Theurer,
Gerald Ullrich, Nicole Westig und der Fraktion der FDP
Staustufen auf dem Rhein
Der Rhein ist die verkehrsreichste und damit wichtigste Binnenwasserstraße in
Europa. Rund 80 Prozent des Güterverkehrs in der Binnenschifffahrt finden
auf dieser internationalen Wasserstraße statt (www.binnenschiff.de/
systemwasserstrasse/wasserstrasse/). Jeden Tag befahren ca. 50 000 Güterschiffe
beispielsweise den Bereich zwischen Mainz/Wiesbaden und St. Goar. Sie
transportieren dabei ca. 60 Millionen Tonnen Ladung. Prognosen gehen davon aus, dass
die Gütermengen auf mehr als 75 Millionen Tonnen jährlich steigen werden
(www.wsaduisburg-rhein.wsv.de/images/Doku/PWAM.pdf).
Planbarkeit und Verlässlichkeit des Güterverkehrs sind die wichtigsten
Voraussetzungen für die verladende Wirtschaft und Industrie. Besonders bei
anhaltendem Niedrigwasser, wie es im Jahr 2018 der Fall war, ist der Faktor Planbarkeit
gefährdet. Für die Produktion eingeplante Chemikalien und Rohstoffe müssen bei
Niedrigwasser entweder mithilfe anderer Verkehrsträger zu den
Industriestandorten gelangen oder fallen aus, weil der Transport nicht mehr möglich ist. Der
volkswirtschaftliche Verlust während der Niedrigwasserperiode war im Jahr 2018
daher besonders hoch.
Im Gebiet des Oberrheins zwischen Basel und Lauterburg/Neuburgweier regeln
zehn Staustufen die Rheinschifffahrt. Die angeschlossenen zehn
Wasserkraftwerke erzeugen jährlich rund 8,6 Milliarden Kilowattstunden regenerativen
Strom. Jedes Jahr passieren Tausende Binnenschiffe die Schleusen und versorgen
die anliegenden Industriestandorte mit Rohstoffen (www.iffezheim.de/pb/,Lde/
Home/Wirtschaft_Tourismus/Staustufe+_+Kraftwerk.html). Die Industrie
nimmt das zum Anlass und fordert weitere Staustufen im Gebiet des Mittelrheins,
damit der Rhein auch bei Niedrigwasser schiffbar bleibt. Umweltverbände
warnen hingegen vor den ökologischen Folgen (www.swr.de/swraktuell/
rheinlandpfalz/ludwigshafen/Niedrigwasser-behindert-Schiffahrt-Experten-gegen-BASF-
Vorschlag-zu-Staustufen-im-Rhein,basf-niedrigwasser-100.html).
Am 4. Juli 2019 stellte der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur
Andreas Scheuer seinen Aktionsplan „Niedrigwasser Rhein“ vor (www.bmvi.de/
SharedDocs/DE/Artikel/WS/gemeinsame-erklaerung-acht-punkte-plan-niedrigwasser-
rhein.html). Darin wird u. a. gefordert, wasserbau- und wasserwirtschaftliche
Optionen zur Sicherstellung zuverlässig kalkulierbarer Transportbedingungen am
Rhein, wie z. B. Stau- und Speicherlösungen, ergebnisoffen zu untersuchen.
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Was versteht die Bundesregierung unter Stau- und Speicherlösungen, wie in
dem Aktionsplan „Niedrigwasser Rhein“ dargelegt?
2. Warum ist der Bau von Stau- und Speicherlösungen auf dem Rhein nach
Einschätzung der Bundesregierung eine adäquate Methode, um
Niedrigwasser zu begegnen?
3. Wie viele Stau- und Speicherlösungen wären nach Einschätzung der
Bundesregierung nötig, um effektiv gegen Niedrigwasser auf dem Rhein
vorzugehen?
4. Wo würden mögliche Stau- und Speicherlösungen im Rhein gebaut werden
müssen, um effektiv gegen Niedrigwasser zu sein?
5. Wie viele Megawattstunden könnten in die Stau- und Speicherlösungen
integrierte Wasserkraftwerke im Mittelrhein nach Kenntnis der
Bundesregierung produzieren?
6. Wie teuer wäre der Bau von Stau- und Speicherlösungen im Rhein, um bei
Niedrigwasser Frachtschifffahrt zu gewährleisten?
7. Wie lange würde die Umsetzung des Baus von Stau- und Speicherlösungen
im Rhein nach Kenntnis der Bundesregierung dauern?
8. Welche Anpassungen müssten nach Kenntnis der Bundesregierung im Zuge
des Baus von Stau- und Speicherlösungen im Rhein gemacht werden?
9. Welche ökologischen Aspekte sprechen aus Sicht der Bundesregierung
gegen den Bau von Stau- und Speicherlösungen auf dem Rhein?
10. Welche Folgen hätte der Bau von Stau- und Speicherlösungen im Rhein für
die Binnenschifffahrt (bspw. Wartezeit)?
11. Wie verändert sich die Fließgeschwindigkeit, wenn Stau- und
Speicherlösungen in den Rhein gebaut werden, und welche Folgen hat dies für die Umwelt?
12. Welche Auswirkungen hat eine langsamere Fließgeschwindigkeit auf den
Treibstoffverbrauch und die Emissionen der Binnenschifffahrt?
13. Inwieweit geht die Bundesregierung davon aus, dass sich die Kapazität der
Binnenschiffe ändert, wenn Stau- und Speicherlösungen in den Mittelrhein
gebaut werden?
14. Welche Auswirkungen haben nach Kenntnis der Bundesregierung Stau- und
Speicherlösungen auf den Wasserstand oberhalb und unterhalb des
Mittelrheins?
15. Bis wann will die Bundesregierung ein Konzept vorlegen, welches die
Machbarkeit von Stau- und Speicherlösungen auf dem Rhein detailliert
beleuchtet?
Berlin, den 18. Juli 2019
Christian Lindner und Fraktion
Satz: Satzweiss.com Print, Web, Software GmbH, Mainzer Straße 116, 66121 Saarbrücken, www.satzweiss.com
Druck: Printsystem GmbH, Schafwäsche 1-3, 71296 Heimsheim, www.printsystem.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]
BT19/1252120.08.2019
auf die Kleine Anfrage - Drucksache 19/12139 - Staufstufen auf dem Rhein
AntwortAntwort
Volltext (unformatiert)
[Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Verkehr und digitale
Infrastruktur vom 19. August 2019 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Deutscher Bundestag Drucksache 19/12521
19. Wahlperiode 20.08.2019
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Bernd Reuther, Frank Sitta,
Grigorios Aggelidis, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP
– Drucksache 19/12139 –
Staustufen auf dem Rhein
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Der Rhein ist die verkehrsreichste und damit wichtigste Binnenwasserstraße in
Europa. Rund 80 Prozent des Güterverkehrs in der Binnenschifffahrt finden auf
dieser internationalen Wasserstraße statt (www.binnenschif f .de/s ys
temwasserstrasse/wasserstrasse/). Jeden Tag befahren ca. 50 000 Güterschiffe
beispielsweise den Bereich zwischen Mainz/Wiesbaden und St. Goar. Sie
transportieren dabei ca. 60 Millionen Tonnen Ladung. Prognosen gehen davon aus, dass
die Gütermengen auf mehr als 75 Millionen Tonnen jährlich steigen werden
(www.wsaduisburg-rhein.wsv.de/images/Doku/PWAM.pdf).
Planbarkeit und Verlässlichkeit des Güterverkehrs sind die wichtigsten
Voraussetzungen für die verladende Wirtschaft und Industrie. Besonders bei
anhaltendem Niedrigwasser, wie es im Jahr 2018 der Fall war, ist der Faktor Planbarkeit
gefährdet. Für die Produktion eingeplante Chemikalien und Rohstoffe müssen
bei Niedrigwasser entweder mithilfe anderer Verkehrsträger zu den
Industriestandorten gelangen oder fallen aus, weil der Transport nicht mehr möglich ist.
Der volkswirtschaftliche Verlust während der Niedrigwasserperiode war im
Jahr 2018 daher besonders hoch.
Im Gebiet des Oberrheins zwischen Basel und Lauterburg/Neuburgweier regeln
zehn Staustufen die Rheinschifffahrt. Die angeschlossenen zehn
Wasserkraftwerke erzeugen jährlich rund 8,6 Milliarden Kilowattstunden regenerativen
Strom. Jedes Jahr passieren Tausende Binnenschiffe die Schleusen und
versorgen die anliegenden Industriestandorte mit Rohstoffen (www.iffezheim.de/pb/,
Lde/Home/Wirtschaft_Tourismus/Staustufe+_+Kraftwerk.html). Die
Industrie nimmt das zum Anlass und fordert weitere Staustufen im Gebiet des
Mittelrheins, damit der Rhein auch bei Niedrigwasser schiffbar bleibt.
Umweltverbände warnen hingegen vor den ökologischen Folgen (www.swr.de/swraktuell/
rheinland-pfalz/ludwigshafen/Niedrigwasser-behindert-Schiffahrt-
Expertengegen-BASF-Vorschlag-zu-Staustufen-im-Rhein,basf-niedrigwasser-100.html).
Am 4. Juli 2019 stellte der Bundesminister für Verkehr und digitale
Infrastruktur Andreas Scheuer seinen Aktionsplan „Niedrigwasser Rhein“ vor (www.
bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/WS/gemeinsame-erklaerung-acht-punkte-plan-
niedrigwasser-rhein.html). Darin wird u. a. gefordert, wasserbau- und
wasserwirtschaftliche Optionen zur Sicherstellung zuverlässig kalkulierbarer
Transportbedingungen am Rhein, wie z. B. Stau- und Speicherlösungen,
ergebnisoffen zu untersuchen.
1. Was versteht die Bundesregierung unter Stau- und Speicherlösungen, wie in
dem Aktionsplan „Niedrigwasser Rhein“ dargelegt?
Die Bezeichnung Stau- und Speicherlösungen beschreibt wasserbau- und
wasserwirtschaftliche Optionen, die u. a. als langfristige Lösungsansätze zur Begegnung
häufigerer Niedrigwasserereignisse untersucht werden (vgl. Punkt 7
„Untersuchung wasserbaulicher und wasserwirtschaftlicher Optionen zur Sicherstellung
zuverlässig kalkulierbarer Transportbedingungen am Rhein“ der „Gemeinsamen
Erklärung des Bundesministers für Verkehr und digitale Infra-struktur und
Vertretern der Stahl-, Chemie- und Mineralölindustrie, der Produzenten
mineralischer Massenrohstoffe und des Binnenschifffahrtsgewerbes zur Sicherstellung
zuverlässig kalkulierbarer Transportbedingungen am Rhein (‚8-Punkte-Plan‘)“).
Darunter wird der temporäre oder dauerhafte Aufstau frei fließender
Flussabschnitte z. B. durch die Errichtung von Staustufen bzw. die temporäre Erhöhung
des Abflusses durch die Zuführung gespeicherten Wassers aus natürlichen oder
künstlichen Speicherbecken verstanden, jeweils mit dem Ziel, eine größere
Abladetiefe für die Güterschifffahrt auch in Zeiten niedriger natürlicher Abflüsse zu
erreichen.
2. Warum ist der Bau von Stau- und Speicherlösungen auf dem Rhein nach
Einschätzung der Bundesregierung eine adäquate Methode, um
Niedrigwasser zu begegnen?
Stau- und Speicherlösungen sind geeignet, einen Beitrag zur Sicherstellung
zuverlässig kalkulierbarer Transportbedingungen am Rhein zu leisten, da dadurch
in bestimmten Rheinabschnitten in einem definierten Umfang der Abfluss
gesteuert und die Wasserstände geregelt werden könnten. Die daraus resultierende
verbesserte Abladetiefe würde dazu beitragen, in Niedrigwasserperioden auftretende
Einschränkungen für die Binnenschifffahrt zu verringern. Weiterhin könnten
Speicherlösungen dazu beitragen, ökologisch angestrebte Mindestwasserabflüsse
zu unterstützen.
3. Wie viele Stau- und Speicherlösungen wären nach Einschätzung der
Bundesregierung nötig, um effektiv gegen Niedrigwasser auf dem Rhein
vorzugehen?
4. Wo würden mögliche Stau- und Speicherlösungen im Rhein gebaut werden
müssen, um effektiv gegen Niedrigwasser zu sein?
6. Wie teuer wäre der Bau von Stau- und Speicherlösungen im Rhein, um bei
Niedrigwasser Frachtschifffahrt zu gewährleisten?
5. Wie lange würde die Umsetzung des Baus von Stau- und Speicherlösungen
im Rhein nach Kenntnis der Bundesregierung dauern?
6. Welche Anpassungen müssten nach Kenntnis der Bundesregierung im Zuge
des Baus von Stau- und Speicherlösungen im Rhein gemacht werden?
15. Bis wann will die Bundesregierung ein Konzept vorlegen, welches die
Machbarkeit von Stau- und Speicherlösungen auf dem Rhein detailliert
beleuchtet?
Die Fragen 3, 4, 6 bis 8 und 15 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs
gemeinsam beantwortet.
Anpassungsmaßnahmen an Klimaänderungen am Rhein erfordern neben
unmittelbar wirkenden Ansätzen auch eine langfristige Perspektive. Im „8-Punkte-
Plan“ zählt die Untersuchung wasserbaulicher und wasserwirtschaftlicher
Optionen zur Sicherstellung zuverlässig kalkulierbarer Transportbedingungen am
Rhein, wie z. B. Stau- und Speicherlösungen, zu den langfristigen
Lösungsansätzen. Weitergehende Angaben zur Ausgestaltung einzelner Lösungsansätze sowie
deren Auswirkungen, Kosten- und Zeitrahmen sind gegenwärtig nicht möglich.
Hierzu sollen die Grundlagen und Voraussetzungen ermittelt und verschiedene
Lösungsansätze einander gegenübergestellt werden. Es liegt noch kein Zeitplan
vor.
5. Wie viele Megawattstunden könnten in die Stau- und Speicherlösungen
integrierte Wasserkraftwerke im Mittelrhein nach Kenntnis der
Bundesregierung produzieren?
Zu den staugeregelten Bundeswasserstraßen mit Wasserkraftnutzung zählen
Weser, Oberrhein, Neckar, Main, Mosel, Saar und Donau mit einer installierten
Leistung von derzeit ca. 750 Megawatt. Damit wird mit den Laufwasserkraftwerken
etwa so viel Energie erzeugt, wie alle Schiffstransporte auf dem Wasser
verbrauchen (vgl. Verkehrsinvestitionsbericht für das Berichtsjahr 2016).
9. Welche ökologischen Aspekte sprechen aus Sicht der Bundesregierung
gegen den Bau von Stau- und Speicherlösungen auf dem Rhein?
11. Wie verändert sich die Fließgeschwindigkeit, wenn Stau- und
Speicherlösungen in den Rhein gebaut werden, und welche Folgen hat dies für die
Umwelt?
Die Fragen 9 und 11 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Durch den Bau von Stau- und Speicherlösungen sind Auswirkungen auf
Fließdynamik, Durchgängigkeit für Fische und Sedimente, Hydrologie,
Hydromorphologie, Stoffhaushalt, Sauerstoffhaushalt und die von diesen Aspekten abhängigen
Lebensraumtypen und Lebens-gemeinschaften im und am Fließgewässer
möglich. Die Konzipierung von Lösungsvarianten erfolgt unter Berücksichtigung
wasserwirtschaftlicher und ökologischer Belange.
Im Übrigen wird auf die Antwort zu Frage 3 verwiesen.
10. Welche Folgen hätte der Bau von Stau- und Speicherlösungen im Rhein für
die Binnenschifffahrt (bspw. Wartezeit)?
Einschränkungen, die sich für die Schifffahrt beispielsweise durch Wartezeiten
ergeben würden, werden weitaus geringer eingeschätzt, als die Einschränkungen
durch eine verminderte Abladetiefe.
12. Welche Auswirkungen hat eine langsamere Fließgeschwindigkeit auf den
Treibstoffverbrauch und die Emissionen der Binnenschifffahrt?
Eine langsamere Fließgeschwindigkeit wirkt sich für die Schiffe, die sich in der
Talfahrt (d. h. in Fließrichtung) befinden, negativ und für die Schiffe in Bergfahrt
positiv aus. Dies wird überlagert durch die prinzipiell positive Wirkung größerer
Fahrrinnentiefen auf den Leistungsbedarf.
13. Inwieweit geht die Bundesregierung davon aus, dass sich die Kapazität der
Binnenschiffe ändert, wenn Stau- und Speicherlösungen in den Mittelrhein
gebaut werden?
Eine Verbesserung der Abladetiefe im Niedrigwasserbereich würde sich positiv
auf das Abladevermögen der Schifffahrt während Niedrigwasserperioden
auswirken, so dass die Transportkapazität der vorhandenen Flotte
klimawandelresistenter wäre und besser genutzt werden könnte.
14. Welche Auswirkungen haben nach Kenntnis der Bundesregierung Stau- und
Speicherlösungen auf den Wasserstand oberhalb und unterhalb des
Mittelrheins?
Stau- und Speicherlösungen haben eine wasserstandsregulierende Wirkung. Eine
Speicherbefüllung wirkt bei einer Speicherlösung unterhalb des Speichers
wasserstandsabsenkend und eine Speicherentnahme wasserstandserhöhend. Eine
Staulösung dient im aufgestauten Bereich der Wasserstandserhöhung bei
Niedrigwasser. Das Ausmaß der Wasserstandsänderung hängt vom Gesamtvolumen
des Speichers bzw. der Staustrecke ab.
Satz: Satzweiss.com Print, Web, Software GmbH, Mainzer Straße 116, 66121 Saarbrücken, www.satzweiss.com
Druck: Printsystem GmbH, Schafwäsche 1-3, 71296 Heimsheim, www.printsystem.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]
Ähnliche Kleine Anfragen
Ökonomische und ökologische Landwirtschaft durch moderne Technologien
FDP03.06.2021
Verschärfung der Wegzugsbesteuerung
FDP07.06.2021
Archivierung digitaler Kommunikation von Bundesministerinnen und Bundesministern
FDP17.02.2020
Beauftragte, Sonderbeauftragte und Koordinatoren der Bundesregierung
FDP23.05.2018