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Kleine AnfrageWahlperiode 19Beantwortet
Einflussnahme von Interessenvertreterinnen und Interessenvertretern auf die Umsetzung der KI-Strategie im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
Diese Kleine Anfrage von DIE LINKE an Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat gehört zur 19. Wahlperiode und hat den Stand „Beantwortet“.
Fraktion
DIE LINKE
Ressort
Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
Datum
10.10.2019
Antwortdauer
24 Tage
Aktualisiert
26.07.2022
Offizielle Quellen und Volltext
Die verlinkten PDFs stammen direkt vom Dokumentenserver des Deutschen Bundestages.
BT19/1321916.09.2019
Einflussnahme von Interessenvertreterinnen und Interessenvertretern auf die Umsetzung der KI-Strategie im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
Kleine Anfrage
Volltext (unformatiert)
[Kleine Anfrage
der Abgeordneten Dr. Petra Sitte, Simone Barrientos, Dr. Birke Bull-Bischoff,
Fabio De Masi, Anke Domscheit-Berg, Sylvia Gabelmann, Nicole Gohlke,
Ulla Jelpke, Jan Korte, Niema Movassat, Petra Pau, Sören Pellmann,
Jessica Tatti, Harald Weinberg, Katrin Werner, Pia Zimmermann und der
Fraktion DIE LINKE.
Einflussnahme von Interessenvertreterinnen und Interessenvertretern auf die
Umsetzung der KI-Strategie im Bundesministerium des Innern, für Bau und
Heimat
Die Bundesregierung hat im November 2018 ihre Strategie Künstliche
Intelligenz (KI) vorgestellt (Bundestagsdrucksache 19/5880). Erste Maßnahmen der
Umsetzung sind bereits angelaufen. Auch für den Zuständigkeitsbereich des
Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) sind in der
Strategie Potenziale von KI benannt, z. B. für die Strafverfolgung, Gefahrenabwehr
und das sogenannte Predictive Policing.
Wie aus der Antwort zu Frage 16 der Kleinen Anfrage der Fraktion DIE LIN-
KE. auf Bundestagsdrucksache 19/5678 mit Verweis auf Bundestagsdrucksache
19/4734 hervorging, beteiligte die Bundesregierung bereits bei der Entwicklung
der KI-Strategie die Roland Berger GmbH als externes Beratungsunternehmen.
Es ist daher fraglich, ob bei der Umsetzungsplanung und -durchführung der KI-
Strategie ebenfalls externe Berater oder andere Dritte beteiligt werden.
Grundsätzlich sind der Austausch der Bundesregierung mit externen Dritten
und die Kenntnis, Abwägung und ggf. Berücksichtigung der im Laufe der
Erstellung von Strategien und Umsetzungsplänen geäußerten Stellungnahmen
nicht falsch, sondern ganz im Gegenteil: Das ist sogar wichtig. Die
Bundesregierung kann und soll sich mit den in der Gesellschaft vorhandenen
Auffassungen, Positionen und Interessen auseinandersetzen und diese im Rahmen der
Erstellung von Strategien und Umsetzungsplänen ggf. berücksichtigen.
Unterschiedliche gesellschaftliche Positionen sollten nach Auffassung der
Fragestellerinnen und Fragesteller grundsätzlich gleiches Gehör bei der Bundesregierung
finden.
Der Deutsche Bundestag kann nach Auffassung der Fragestellerinnen und
Fragesteller erwarten, dass die Bundesregierung von sich aus offenlegt, auf
welcher Stellungnahme oder Forderung welches externen Dritten die
Umsetzungspläne der KI-Strategie der Bundesregierung ggf. beruhen und ob ggf. eine
Formulierung oder Maßnahme entgegen der ursprünglich vorgesehenen Fassung
des Umsetzungsplans nach der Beteiligung externer Dritter oder aufgrund
anderweitig eingegangener Stellungnahme geändert worden ist.
Deutscher Bundestag Drucksache 19/13219
19. Wahlperiode 16.09.2019
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Wurden durch das BMI, dem BMI nachgelagerte Behörden oder bei
Gremien und Projekten, die unter der Federführung des BMI stehen, bereits
Maßnahmen zur Umsetzung der KI-Strategie angestoßen, und wenn ja,
welche?
2. Wurden zur Umsetzung der KI-Strategie im oder durch das BMI externe
Dritte aus Forschung, Wirtschaft oder der Zivilgesellschaft für die
Entwicklung eines Umsetzungsplans oder zur Durchführung, Begleitung,
Evaluation und/oder Zuarbeit von Maßnahmen beauftragt, und falls ja,
a) wer wurde mit Aufgaben beauftragt, mit welchem Budget, und mit
welcher Anzahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurde der Auftrag
seitens des Auftragnehmers angenommen (bitte die Namen der
Auftragnehmer je mit Höhe des Budgets und die Anzahl der Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter nennen),
b) welche der in Frage 1a vergebenen Aufträge wurden gemäß den
vergaberechtlichen Vorschriften ausgeschrieben (bitte pro Auftrag
beantworten),
c) wie oft, und in welchen Fällen wurde von einer öffentlichen
Ausschreibung der in Frage 1a genannten Aufträge mit welcher Begründung
abgesehen?
3. Fanden beim BMI, bei nachgelagerten Behörden des BMI oder bei
Gremien und Projekten, die unter der Federführung des BMI stehen, Workshops
oder Arbeitskreise zur Umsetzung der KI-Strategie statt, und wenn ja,
wann, wo, und mit welcher Beteiligung (bitte tabellarisch auflisten)?
4. Sind im BMI weitere Gremien und Projekte geplant, in denen Maßnahmen
der KI-Strategie umgesetzt werden sollen?
Wenn ja, welche, und wann?
5. Welche Stellungnahmen, Gutachten, Studien, Expertisen, Untersuchungen,
Prüfberichte, Empfehlungen, Vorschläge, Positionspapiere oder Ähnliches
mit Bezug zur Umsetzung der KI-Strategie sind beim BMI, bei
nachgelagerten Behörden des BMI oder bei Gremien und Projekten, die unter der
Federführung des BMI stehen, eingegangen (bitte alle Stellungnahmen etc.
mit Angabe der bzw. des Einreichenden, des Eingangsdatums, des
Empfängers und dem Stand des Umsetzungsplans dieser Stellungnahme etc.
auflisten)?
a) Wurden diese jeweils von der Bundesregierung veröffentlicht, wenn ja,
wo, und wenn nein, warum nicht (bitte jeweils einzeln ausführen und
bei Nichtveröffentlichung bitte begründen)?
b) Welche Formulierung oder Maßnahmenplanung wurde (teil-)identisch,
also (teilweise) wortgleich oder inhaltsgleich übernommen (bitte ggf.
jeweils im Einzelnen darlegen, wessen Vorschlag wann zu welcher
Einfügung im bzw. Änderung des Umsetzungsplans der KI-Strategie geführt
hat, und warum)?
6. Welche vereinbarten dienstlichen Kontakte (alle nicht bloß zufälligen oder
privaten Gespräche und Treffen bei Veranstaltungen, Sitzungen,
Beratungen, Dienstreisen etc.) von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Mitgliedern
und/oder Vertreterinnen und Vertretern des BMI, nachgelagerter Behörden
des BMI oder von Gremien und Projekten, die unter der Federführung des
BMI stehen, mit externen Dritten haben im Zusammenhang mit der
Umsetzung der KI-Strategie (beispielsweise Initiierung, Erstellung, Änderung,
Ablehnung, Vorbereitung, Ausarbeitung, Befassung, Beratung, Bewertung,
Empfehlung oder Formulierung von Maßnahmen) mit welchem Ergebnis
bezogen auf den Umsetzungsplan der KI-Strategie stattgefunden (bitte
tabellarisch mit Datum, Ort, teilnehmenden Personen und Thema bzw.
genauen Umsetzungsvorschlag und unter Beantwortung der nachfolgenden
Fragen aufführen)?
a) Wann fand der Kontakt statt?
b) Welcher externe Dritte nahm bzw. welche externen Dritten nahmen teil?
c) Wer nahm aufseiten des BMI, der nachgelagerten Behörden des BMI
oder von Gremien und Projekten, die unter der Federführung des BMI
stehen, teil?
d) Welchen Formulierungsvorschlag, sonstigen Vorschlag, welche
Stellungnahme o. Ä. im Zusammenhang mit dem Kontakt hat welcher
externe Dritte bzw. haben welche externen Dritten ggf. wann zu welchem
Teil des Umsetzungsplans der KI-Strategie abgegeben?
e) Wurde ggf. der in Frage 6d genannte (alternative)
Formulierungsvorschlag o. Ä. im Umsetzungsplan der KI-Strategie positiv berücksichtigt,
und falls ja, inwieweit, und ist dieser Umstand ggf. im Umsetzungsplan
der KI-Strategie dokumentiert worden (bitte ggf. jeweils für jede
Stellungnahme und jede alternative Formulierung einzeln ausführen)?
f) Wurden Aufzeichnungen im Zusammenhang mit den jeweiligen Treffen
angefertigt, und wenn ja, welche (z. B. Vorlagen zur Vorbereitung,
Vermerke, Protokolle o. Ä.)?
g) Auf wessen Initiative fand jeweils der Kontakt statt (Initiative der
externen Dritten oder Stelle im BMI, in nachgelagerten Behörden des BMI
oder in Gremien und Projekten, die unter der Federführung des BMI
stehen)?
h) Hatte ggf. die beteiligte Stelle im BMI, in der nachgelagerten Behörde
des BMI oder im Gremium oder Projekt, das unter der Federführung des
BMI steht, zum Zeitpunkt des jeweiligen Kontaktes nähere Kenntnisse
über das Geschäftsfeld bzw. den Tätigkeitsbereich und die jeweiligen
finanziellen und/oder wirtschaftlichen Interessen der Kontaktperson an
dem Umsetzungsplan der KI-Strategie, und falls ja, welche genau (bitte
einzeln ausführen)?
i) Handelten nach Kenntnis des BMI, der nachgelagerten Behörden des
BMI oder der Gremien und Projekte, die unter der Federführung des
BMI stehen, ggf. die externen Dritten bzw. der externe Dritte in
fremdem Auftrag, und falls ja, haben sie bzw. hat er diesen Umstand
selbstständig offengelegt, oder wann, und wie haben das BMI, nachgelagerte
Behörden des BMI oder Gremien und Projekte, die unter der
Federführung des BMI stehen, das jeweils eigenständig festgestellt (bitte
ausführen)?
j) In wessen Auftrag handelten nach Kenntnis des BMI, der
nachgelagerten Behörden des BMI oder der Gremien und Projekte, die unter der
Federführung des BMI stehen, ggf. die externen Dritten bzw. der externe
Dritte (bitte jeweils ausführen)?
7. An welchen Veranstaltungen, Terminen etc. zum Thema KI von
Unternehmen, Unternehmensverbänden oder anderen externen Dritten nahmen
welche Mitglieder und/oder Vertreterinnen und Vertreter der Leitungsebene
des BMI, der nachgelagerten Behörden des BMI oder der Gremien und
Projekte, die unter der Federführung des BMI stehen, in dieser
Legislaturperiode wann, und wo genau teil (bitte unter Nennung des Titels, Datums
und Ortes der Veranstaltung bzw. des Termins sowie unter Nennung der
Namen der Mitglieder bzw. geschickten Vertreter bzw. Vertreterinnen)?
8. An welchen Veranstaltungen und Sitzungen des BMI, der nachgelagerten
Behörden des BMI oder der Gremien und Projekte, die unter der
Federführung des BMI stehen, zum Thema KI-Strategie und Umsetzung von
Maßnahmen nahm in dieser Legislaturperiode (mindestens) eine Vertreterin
bzw. ein Vertreter von Unternehmen, Verbänden oder Vereinen teil (bitte
jeweils detailliert ausführen)?
a) Wann, und wo fand diese Sitzung statt?
b) Wer waren die Vertreterinnen und Vertreter aus welchen Unternehmen,
Verbänden oder Vereinen?
c) Welchem Zweck diente nach Auffassung des BMI die Teilnahme dieser
Vertreterinnen und Vertreter?
9. Wurden bestimmten Verbänden oder externen Dritten die Formulierungen
und Maßnahmen der Umsetzungsplanung der KI-Strategie (Vorentwürfe,
Eckpunkte oder ähnliche Vorarbeiten) durch das BMI, nachgelagerte
Behörden des BMI oder Gremien und Projekte, die unter der Federführung
des BMI stehen, zugeleitet, und wenn ja, welche Papiere und
Formulierungen, welchen externen Dritten, und jeweils wann (bitte detailliert
ausführen)?
10. Ist im Rahmen der Umsetzung und Evaluierung der KI-Strategie durch das
BMI, nachgelagerte Behörden des BMI oder Gremien und Projekte, die
unter der Federführung des BMI stehen, geplant, die Roland Berger GmbH,
die KMPG AG, SAP oder andere private Auftragnehmer (weiter)
einzubinden, und wenn ja, welche, mit welchen Aufgaben, und in welchem
zeitlichen Umfang, und mit welchen finanziellen Mitteln?
11. Waren Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeiter von Unternehmen, Verbänden
oder Vereinen in dieser Legislaturperiode im BMI, in nachgelagerten
Behörden des BMI oder in Gremien und Projekten, die unter der
Federführung des BMI zur Umsetzung der KI-Strategie stehen, zu Zwecken der
Umsetzung von Maßnahmen aus der KI-Strategie beschäftigt (z. B. nach
„Allgemeine Verwaltungsvorschrift [AVV] Externe“)?
Wenn ja, wie viele, in welchen Tarifgruppen, und von wem wurden sie
bezahlt?
12. Wurden Nichtregierungsorganisationen (NGOs) in die Umsetzungsplanung
und/oder -durchführung von Maßnahmen der KI-Strategie durch das BMI,
nachgelagerte Behörden des BMI oder Gremien und Projekte, die unter der
Federführung des BMI stehen, eingebunden oder werden sie zukünftig
eingebunden, z. B. der Chaos Computer Club, AI NOW, AlgorithmWatch?
Wenn ja, welche, mit welchen Aufgaben, und in welchem Umfang, und mit
welchen Mitteln?
Wenn nein, warum nicht?
Berlin, den 23. August 2019
Dr. Sahra Wagenknecht, Dr. Dietmar Bartsch und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]
BT19/1386610.10.2019
auf die Kleine Anfrage - Drucksache 19/13219 - Einflussnahme von Interessenvertreterinnen und Interessenvertretern auf die Umsetzung der KI-Strategie im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
AntwortAntwort
Volltext (unformatiert)
[Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Petra Sitte, Simone Barrientos,
Dr. Birke Bull-Bischoff, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 19/13219 –
Einflussnahme von Interessenvertreterinnen und Interessenvertretern auf die
Umsetzung der KI-Strategie im Bundesministerium des Innern, für Bau und
Heimat
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die Bundesregierung hat im November 2018 ihre Strategie Künstliche
Intelligenz (KI) vorgestellt (Bundestagsdrucksache 19/5880). Erste Maßnahmen der
Umsetzung sind bereits angelaufen. Auch für den Zuständigkeitsbereich des
Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) sind in der
Strategie Potenziale von KI benannt, z. B. für die Strafverfolgung, Gefahrenabwehr
und das sogenannte Predictive Policing.
Wie aus der Antwort zu Frage 16 der Kleinen Anfrage der Fraktion DIE LIN-
KE. auf Bundestagsdrucksache 19/5678 mit Verweis auf
Bundestagsdrucksache 19/4734 hervorging, beteiligte die Bundesregierung bereits bei der
Entwicklung der KI-Strategie die Roland Berger GmbH als externes
Beratungsunternehmen. Es ist daher fraglich, ob bei der Umsetzungsplanung und
-durchführung der KI-Strategie ebenfalls externe Berater oder andere Dritte
beteiligt werden.
Grundsätzlich sind der Austausch der Bundesregierung mit externen Dritten
und die Kenntnis, Abwägung und ggf. Berücksichtigung der im Laufe der
Erstellung von Strategien und Umsetzungsplänen geäußerten Stellungnahmen
nicht falsch, sondern ganz im Gegenteil: Das ist sogar wichtig. Die
Bundesregierung kann und soll sich mit den in der Gesellschaft vorhandenen
Auffassungen, Positionen und Interessen auseinandersetzen und diese im Rahmen
der Erstellung von Strategien und Umsetzungsplänen ggf. berücksichtigen.
Unterschiedliche gesellschaftliche Positionen sollten nach Auffassung der
Fragestellerinnen und Fragesteller grundsätzlich gleiches Gehör bei der
Bundesregierung finden.
Der Deutsche Bundestag kann nach Auffassung der Fragestellerinnen und
Fragesteller erwarten, dass die Bundesregierung von sich aus offenlegt, auf
welcher Stellungnahme oder Forderung welches externen Dritten die
Umsetzungspläne der KI-Strategie der Bundesregierung ggf. beruhen und ob ggf.
eine Formulierung oder Maßnahme entgegen der ursprünglich vorgesehenen
Fassung des Umsetzungsplans nach der Beteiligung externer Dritter oder
aufgrund anderweitig eingegangener Stellungnahme geändert worden ist.
Deutscher Bundestag Drucksache 19/13866
19. Wahlperiode 10.10.2019
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat
vom 8. Oktober 2019 übermittelt.
Die Drucksache enthält – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
1. Wurden durch das BMI, dem BMI nachgelagerte Behörden oder bei
Gremien und Projekten, die unter der Federführung des BMI stehen, bereits
Maßnahmen zur Umsetzung der KI-Strategie angestoßen, und wenn ja,
welche?
Zur Konkretisierung der KI-Strategie der Bundesregierung im Hinblick auf die
innere Sicherheit (Kapitel 3.7) wurde mit der Entwicklung einer polizeilichen
KI-Strategie begonnen.
Im Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist mit der
Gründung des Referates „Künstliche Intelligenz“ im April 2019 ein eigener
Kompetenzbereich aufgebaut worden. Das BSI hat Maßnahmen im Rahmen der
gesetzlichen Aufgaben und Befugnisse des BSI wie der Seitenkanalanalyse und
Anomalieerkennung angestoßen. Derzeit werden Ausschreibungen für Projekte
zum Thema Sicherheit von KI-Systemen und Evaluierung von KI-Systemen
vorbereitet.
Im Forschungsbereich des Leitungsstabs des Technischen Hilfswerks (THW)
wird aktuell das „Reallabor Künstliche Intelligenz im Bevölkerungsschutz“
eingerichtet. Das Bundesamt für Kartografie und Geodäsie (BKG) hat das
Projekt „KI-basierte Klassifizierung der Landbedeckung“ angestoßen. In diesem
Projekt befinden sich zwei Anforderungen auf dem Beschaffungsweg unter
Beachtung der vergaberechtlichen Vorschriften: Erstens die Beschaffung von
Daten der Fernerkundung als Grundlage für die KI-basierte Analyse und zweitens
die Adaption von Methoden der Fernerkundung zum Einsatz in einem KI-
System. Beide Ausschreibungen sind derzeit noch nicht veröffentlicht.
2. Wurden zur Umsetzung der KI-Strategie im oder durch das BMI externe
Dritte aus Forschung, Wirtschaft oder der Zivilgesellschaft für die
Entwicklung eines Umsetzungsplans oder zur Durchführung, Begleitung,
Evaluation und/oder Zuarbeit von Maßnahmen beauftragt, und falls ja,
Für die Entwicklung einer polizeilichen KI-Strategie wird auf die Angaben in
der Antwort zu Frage 2 a verwiesen. Das BSI und BKG haben zur Umsetzung
der KI-Strategie bisher keine externen Dritte beauftragt.
a) wer wurde mit Aufgaben beauftragt, mit welchem Budget, und mit
welcher Anzahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurde der
Auftrag seitens des Auftragnehmers angenommen (bitte die Namen der
Auftragnehmer je mit Höhe des Budgets und die Anzahl der
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nennen),
Unternehmen Budget in
Euro
Anzahl
Mitarbeiter/
Berater
Annahme
Auftrag
Ausschreibung
msg systems ag 598.885 6 ja Abruf aus RV des
KdB
b) welche der in Frage 1a vergebenen Aufträge wurden gemäß den
vergaberechtlichen Vorschriften ausgeschrieben (bitte pro Auftrag
beantworten),
Bezüglich der Entwicklung einer polizeilichen KI-Strategie wird auf die
Antwort zu Frage 2a verwiesen. Hinsichtlich der Einrichtung des „Reallabors
Künstliche Intelligenz im Bevölkerungsschutz“ im Forschungsbereich des
Leitungsstabs des THW wurde die Firma szenaris GmbH mit der Entwicklung
eines Trainingssystems zur Deichverteidigung beauftragt. Das Budget beträgt ca.
135.000 Euro. Der Auftrag erfolgte als Verhandlungsvergabe.
c) wie oft, und in welchen Fällen wurde von einer öffentlichen
Ausschreibung der in Frage 1a genannten Aufträge mit welcher
Begründung abgesehen?
Es wird auf die Antwort zu Frage 2b verwiesen.
3. Fanden beim BMI, bei nachgelagerten Behörden des BMI oder bei
Gremien und Projekten, die unter der Federführung des BMI stehen,
Workshops oder Arbeitskreise zur Umsetzung der KI-Strategie statt, und wenn
ja, wann, wo, und mit welcher Beteiligung (bitte tabellarisch auflisten)?
Eine Verpflichtung zur Erfassung sämtlicher geführter Kontakte –
einschließlich Telefonate – besteht nicht, und eine solche umfassende Dokumentation
wurde auch nicht durchgeführt (siehe auch die Antwort zu Frage 6).
4. Sind im BMI weitere Gremien und Projekte geplant, in denen
Maßnahmen der KI-Strategie umgesetzt werden sollen?
Wenn ja, welche, und wann?
Es wird darauf hingewiesen, dass sich die Kontrollkompetenz des Parlaments
grundsätzlich nur auf bereits abgeschlossene Vorgänge erstreckt und nicht die
Befugnis umfasst, in laufende Verhandlungen und
Entscheidungsvorbereitungen einzugreifen (BVerfGE 124, 78, 121).
5. Welche Stellungnahmen, Gutachten, Studien, Expertisen,
Untersuchungen, Prüfberichte, Empfehlungen, Vorschläge, Positionspapiere oder
Ähnliches mit Bezug zur Umsetzung der KI-Strategie sind beim BMI, bei
nachgelagerten Behörden des BMI oder bei Gremien und Projekten, die
unter der Federführung des BMI stehen, eingegangen (bitte alle
Stellungnahmen etc. mit Angabe der bzw. des Einreichenden, des
Eingangsdatums, des Empfängers und dem Stand des Umsetzungsplans dieser
Stellungnahme etc. auflisten)?
a) Wurden diese jeweils von der Bundesregierung veröffentlicht, wenn
ja, wo, und wenn nein, warum nicht (bitte jeweils einzeln ausführen
und bei Nichtveröffentlichung bitte begründen)?
b) Welche Formulierung oder Maßnahmenplanung wurde
(teil-)identisch, also (teilweise) wortgleich oder inhaltsgleich
übernommen (bitte ggf. jeweils im Einzelnen darlegen, wessen Vorschlag
wann zu welcher Einfügung im bzw. Änderung des Umsetzungsplans
der KI-Strategie geführt hat, und warum)?
Die Fragen 5 bis 5b werden gemeinsam beantwortet.
Das BMI informiert sich im Rahmen seiner Aufgabenwahrnehmung aus
unterschiedlichsten Quellen; dazu zählen Positionspapiere, Studien, Berichte,
Stellungnahmen, Vorschläge und Empfehlungen von Akteuren aller
gesellschaftlichen Gruppen. Eine Verpflichtung zur Erfassung sämtlicher dieser Dokumente,
die zum Ausbau des Wissens der Bundesregierung über ein Fachthema dienen,
besteht nicht. Es ist weder rechtlich geboten noch im Sinne einer effizienten
und ressourcenschonenden öffentlichen Verwaltung leistbar, entsprechende
Informationen und Daten vollständig und zentral zu erfassen und entsprechende
Dokumentationen darüber zu erstellen und zu pflegen. Eine solche umfassende
Dokumentation wurde auch nicht durchgeführt. Es ist daher nicht möglich,
nachträglich zu erheben, welche Stellungnahmen, Gutachten, Studien,
Expertisen, Untersuchungen, Prüfberichte, Empfehlungen, Vorschläge,
Positionspapiere oder ähnliches zur Umsetzung der KI-Strategie beim BMI eingegangen sind.
Eine grundsätzliche Veröffentlichung von Stellungnahmen Dritter, die nicht im
Zusammenhang mit einem Rechtsetzungsvorhaben der Bundesregierung (§ 47
Absatz 3 der Gemeinsamen Geschäftsordnung der Bundesregierung) eingehen,
hält die Bundesregierung aus den oben genannten Gründen für weder geboten
noch zweckmäßig.
6. Welche vereinbarten dienstlichen Kontakte (alle nicht bloß zufälligen
oder privaten Gespräche und Treffen bei Veranstaltungen, Sitzungen,
Beratungen, Dienstreisen etc.) von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern,
Mitgliedern und/oder Vertreterinnen und Vertretern des BMI, nachgelagerter
Behörden des BMI oder von Gremien und Projekten, die unter der
Federführung des BMI stehen, mit externen Dritten haben im Zusammenhang
mit der Umsetzung der KI-Strategie (beispielsweise Initiierung,
Erstellung, Änderung, Ablehnung, Vorbereitung, Ausarbeitung, Befassung,
Beratung, Bewertung, Empfehlung oder Formulierung von Maßnahmen) mit
welchem Ergebnis bezogen auf den Umsetzungsplan der KI-Strategie
stattgefunden (bitte tabellarisch mit Datum, Ort, teilnehmenden Personen
und Thema bzw. genauen Umsetzungsvorschlag und unter Beantwortung
der nachfolgenden Fragen aufführen)?
a) Wann fand der Kontakt statt?
b) Welcher externe Dritte nahm bzw. welche externen Dritten nahmen
teil?
c) Wer nahm aufseiten des BMI, der nachgelagerten Behörden des BMI
oder von Gremien und Projekten, die unter der Federführung des BMI
stehen, teil?
d) Welchen Formulierungsvorschlag, sonstigen Vorschlag, welche
Stellungnahme o. Ä. im Zusammenhang mit dem Kontakt hat welcher
externe Dritte bzw. haben welche externen Dritten ggf. wann zu
welchem Teil des Umsetzungsplans der KI-Strategie abgegeben?
e) Wurde ggf. der in Frage 6d genannte (alternative)
Formulierungsvorschlag o. Ä. im Umsetzungsplan der KI-Strategie positiv
berücksichtigt, und falls ja, inwieweit, und ist dieser Umstand ggf. im
Umsetzungsplan der KI-Strategie dokumentiert worden (bitte ggf. jeweils für
jede Stellungnahme und jede alternative Formulierung einzeln
ausführen)?
f) Wurden Aufzeichnungen im Zusammenhang mit den jeweiligen
Treffen angefertigt, und wenn ja, welche (z. B. Vorlagen zur Vorbereitung,
Vermerke, Protokolle o. Ä.)?
g) Auf wessen Initiative fand jeweils der Kontakt statt (Initiative der
externen Dritten oder Stelle im BMI, in nachgelagerten Behörden des
BMI oder in Gremien und Projekten, die unter der Federführung des
BMI stehen)?
h) Hatte ggf. die beteiligte Stelle im BMI, in der nachgelagerten Behörde
des BMI oder im Gremium oder Projekt, das unter der Federführung
des BMI steht, zum Zeitpunkt des jeweiligen Kontaktes nähere
Kenntnisse über das Geschäftsfeld bzw. den Tätigkeitsbereich und die
jeweiligen finanziellen und/oder wirtschaftlichen Interessen der
Kontaktperson an dem Umsetzungsplan der KI-Strategie, und falls ja, welche
genau (bitte einzeln ausführen)?
i) Handelten nach Kenntnis des BMI, der nachgelagerten Behörden des
BMI oder der Gremien und Projekte, die unter der Federführung des
BMI stehen, ggf. die externen Dritten bzw. der externe Dritte in
fremdem Auftrag, und falls ja, haben sie bzw. hat er diesen Umstand
selbstständig offengelegt, oder wann, und wie haben das BMI,
nachgelagerte Behörden des BMI oder Gremien und Projekte, die unter der
Federführung des BMI stehen, das jeweils eigenständig festgestellt
(bitte ausführen)?
j) In wessen Auftrag handelten nach Kenntnis des BMI, der
nachgelagerten Behörden des BMI oder der Gremien und Projekte, die unter
der Federführung des BMI stehen, ggf. die externen Dritten bzw. der
externe Dritte (bitte jeweils ausführen)?
Die Fragen 6 bis 6j werden gemeinsam beantwortet.
Eine Verpflichtung zur Erfassung sämtlicher geführter Kontakte –
einschließlich Telefonate – besteht nicht, und eine solche umfassende Dokumentation
wurde auch nicht durchgeführt (siehe dazu die Vorbemerkung der
Bundesregierung in den Antworten auf die Kleinen Anfragen der Fraktion DIE LINKE. auf
Bundestagsdrucksachen 18/1174 und 19/8877).
Die nachfolgenden Ausführungen bzw. aufgeführten Angaben erfolgen auf der
Grundlage der vorliegenden Erkenntnisse sowie vorhandener Unterlagen und
Aufzeichnungen. Diesbezügliche Daten sind somit möglicherweise nicht
vollständig.
Im Rahmen der Erstellung der polizeilichen KI-Strategie fand ein
Auftaktgespräch von Vertretern ZITiS mit einem externen Dienstleister auf Initiative der
PG Polizei2020 im September 2019 in München statt. Im Rahmen der
Unterstützungsleistungen zur Erstellung der polizeilichen KI-Strategie finden mit
dem externen Dienstleister regelmäßige Kernteammeetings unter Beteiligung
von Mitarbeitern des BMI und des BKA statt.
7. An welchen Veranstaltungen, Terminen etc. zum Thema KI von
Unternehmen, Unternehmensverbänden oder anderen externen Dritten nahmen
welche Mitglieder und/oder Vertreterinnen und Vertreter der
Leitungsebene des BMI, der nachgelagerten Behörden des BMI oder der Gremien
und Projekte, die unter der Federführung des BMI stehen, in dieser
Legislaturperiode wann, und wo genau teil (bitte unter Nennung des Titels,
Datums und Ortes der Veranstaltung bzw. des Termins sowie unter Nennung
der Namen der Mitglieder bzw. geschickten Vertreter bzw.
Vertreterinnen)?
Künstliche Intelligenz ist als Querschnittsthema aktuell Gegenstand
unterschiedlichster Veranstaltungen. Eine Erfassung sämtlicher Termine der Leitung
des BMI mit Bezügen zum Thema KI ist daher nicht möglich und wurde auch
nicht durchgeführt; auf die entsprechenden Ausführungen zu Frage 5 wird
verwiesen. Nachstehende Auflistung von Veranstaltungen von Unternehmen,
Unternehmensverbänden oder anderen externen Dritten unter Beteiligung der
betreffenden Leitungsebene mit explizitem Bezug zum Thema KI ist daher
möglicherweise unvollständig.
Die Abfrage hat folgende Gespräche der THW-Leitung mit externen Dritten
bezogen auf die Umsetzung der KI-Strategie ergeben:
Termin/Teilnehmer
Extern
Datum Ort Thema Teilnehmer
THW-Leitung
Fraunhofer Institut für
Optronik, Systemtechnik und
Bildauswertung
13.06.2019 Karlsruhe Bildauswertesystem ABDUL
in der Praxis und
Möglichkeiten der Anwendung im
Bevölkerungsschutz
Ein Vertreter der
THW-Leitung
Deutsches
Forschungszentrum für Künstliche
Intelligenz
27.06.2019 Bremen Möglichkeiten des Einsatzes
von KI im Bereich der
Robotik im Bevölkerungsschutz
Zwei Vertreter
der THW-
Leitung
Termin/Teilnehmer
Extern
Datum Ort Thema Teilnehmer
THW-Leitung
Szenaris GmbH 28.06.2019 Bremen Möglichkeiten des Einsatzes
von AR/VR als Mensch-
Maschine-Schnittstelle zur
Nutzbarmachung von KI-
generierten Daten im
Bevölkerungsschutz
Zwei Vertreter
der THW-
Leitung
XVR Simulation B.V. 04.07.2019 Bonn Austausch zum bisherigen
Einsatz der Software-
Systeme der Fa. XVR an den
Ausbildungszentren des
THW und Möglichkeiten
einer strategischen
Erweiterung des Einsatzes des
Systems im Bereich der
Ausbildung im Bevölkerungsschutz
Zwei Vertreter
der THW-
Leitung
Realware 14.08.2019 Bonn Möglichkeiten eines Headup-
Displays zur Darstellung KI-
generierter Daten im
Bevölkerungsschutz.
Zwei Vertreter
der THW-
Leitung
Eröffnung des regionalen
Digital-Hubs in St.
Georgen
24.09.2019 St. Georgen - Ein Vertreter der
THW-Leitung
Termine der Leitungsebene des BMI mit konkreten Bezügen zur Umsetzung
der polizeilichen KI-Strategie als Maßnahme der KI-Strategie der
Bundesregierung fanden nicht statt. Die Amtsleitung des BSI, der ZITiS und des BKG
haben nicht an konkreten Veranstaltungen im Sinne der Frage teilgenommen.
Allerdings ist kann nicht ausgeschlossen werden, dass das Thema KI im Rahmen
anderweitiger Termine und Veranstaltungen als Tagesordnungspunkt
thematisiert wurde.
8. An welchen Veranstaltungen und Sitzungen des BMI, der nachgelagerten
Behörden des BMI oder der Gremien und Projekte, die unter der
Federführung des BMI stehen, zum Thema KI-Strategie und Umsetzung von
Maßnahmen nahm in dieser Legislaturperiode (mindestens) eine
Vertreterin bzw. ein Vertreter von Unternehmen, Verbänden oder Vereinen teil
(bitte jeweils detailliert ausführen)?
a) Wann, und wo fand diese Sitzung statt?
b) Wer waren die Vertreterinnen und Vertreter aus welchen
Unternehmen, Verbänden oder Vereinen?
c) Welchem Zweck diente nach Auffassung des BMI die Teilnahme
dieser Vertreterinnen und Vertreter?
Die Fragen 8 bis 8 c werden gemeinsm beantwortet.
Die Kernteamsitzungen der PG Polizei 2020 zur Entwicklung einer
polizeilichen KI-Strategie finden derzeit mit wenigen Ausnahmen wöchentlich im BMI
in Berlin oder als Telefonkonferenz unter Teilnahme des externen Dienstleisters
statt. Zweck der Sitzung ist eine Besprechung des Projektsettings und -
vorgehens.
An Sitzungen des BSI zum Thema KI-Strategie und Umsetzung der
Maßnahmen nahmen keine externen Dritte teil. Im Übrigen wird auf die Antwort zu
Frage 6 verwiesen.
9. Wurden bestimmten Verbänden oder externen Dritten die Formulierungen
und Maßnahmen der Umsetzungsplanung der KI-Strategie (Vorentwürfe,
Eckpunkte oder ähnliche Vorarbeiten) durch das BMI, nachgelagerte
Behörden des BMI oder Gremien und Projekte, die unter der Federführung
des BMI stehen, zugeleitet, und wenn ja, welche Papiere und
Formulierungen, welchen externen Dritten, und jeweils wann (bitte detailliert
ausführen)?
Zur Erstellung einer polizeilichen KI-Strategie werden mit dem externen
Dienstleister des BMI die notwendigen Dokumente geteilt. Der Austausch
findet innerhalb eines Datenraumes statt, der zeitlich nicht dokumentiert wird.
Seitens des BSI wurden keine Formulierungen und Maßnahmen der
Umsetzungsplanung der KI-Strategie an externe Dritte kommuniziert.
10. Ist im Rahmen der Umsetzung und Evaluierung der KI-Strategie durch
das BMI, nachgelagerte Behörden des BMI oder Gremien und Projekte,
die unter der Federführung des BMI stehen, geplant, die Roland Berger
GmbH, die KMPG AG, SAP oder andere private Auftragnehmer (weiter)
einzubinden, und wenn ja, welche, mit welchen Aufgaben, und in
welchem zeitlichen Umfang, und mit welchen finanziellen Mitteln?
Im Rahmen der Entwicklung einer polizeilichen KI-Strategie ist neben der
Unterstützung des unter Frage 2 aufgeführten externen Dienstleisters vorgesehen,
weiteren externen Sachverstand einzubinden, um einen kontinuierlichen
interdisziplinären Austausch neben der fachlichen Betrachtung zu generieren. Nach
derzeitigem Stand ist eine Einbindung der genannten Unternehmen nicht
vorgesehen. Eine konkrete Benennung weiterer Auftragnehmer kann derzeit nicht
erfolgen, da sich die Entwicklung der polizeilichen KI-Strategie in einer sehr
frühen Phase befindet. Im Übrigen wird auf die Antwort zu Frage 2 verwiesen.
11. Waren Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeiter von Unternehmen, Verbänden
oder Vereinen in dieser Legislaturperiode im BMI, in nachgelagerten
Behörden des BMI oder in Gremien und Projekten, die unter der
Federführung des BMI zur Umsetzung der KI-Strategie stehen, zu Zwecken der
Umsetzung von Maßnahmen aus der KI-Strategie beschäftigt (z. B. nach
„Allgemeine Verwaltungsvorschrift [AVV] Externe“)?
Wenn ja, wie viele, in welchen Tarifgruppen, und von wem wurden sie
bezahlt?
Auf die Antwort zu Frage 8 wird verwiesen.
12. Wurden Nichtregierungsorganisationen (NGOs) in die
Umsetzungsplanung und/oder -durchführung von Maßnahmen der KI-Strategie durch
das BMI, nachgelagerte Behörden des BMI oder Gremien und Projekte,
die unter der Federführung des BMI stehen, eingebunden oder werden sie
zukünftig eingebunden, z. B. der Chaos Computer Club, AI NOW,
AlgorithmWatch?
Wenn ja, welche, mit welchen Aufgaben, und in welchem Umfang, und
mit welchen Mitteln?
Wenn nein, warum nicht?
Seitens des BSI wurden zum jetzigen Zeitpunkt keine NGOs eingebunden.
Darüber hinaus existieren im BSI derzeit keine Pläne zur Einbindung von NGOs.
Bezüglich der Entwicklung einer polizeilichen KI-Strategie liegen keine
anderweitigen Erkenntnisse vor.
Das THW geht davon aus, dass die notwendige Fachexpertise bei den oben
genannten Partnern des THW hinreichend eingeholt und im Bereich der IT-
Sicherheit durch das BSI sichergestellt werden kann. Eine Einbindung von
NGOs ist daher derzeitig nicht geplant.
Die Ausschreibung des BKG ist offen. NGO werden sich voraussichtlich
wegen des fehlenden Fachwissens zur Fernerkundung nicht beteiligen.
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]
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