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Kleine AnfrageWahlperiode 19Beantwortet
Bearbeitungsdauer von Rentenanträgen bei der Deutschen Rentenversicherung
Fraktion
FDP
Ressort
Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Datum
22.10.2019
Aktualisiert
18.10.2023
BT19/1331719.09.2019
Bearbeitungsdauer von Rentenanträgen bei der Deutschen Rentenversicherung
Kleine Anfrage
Volltext (unformatiert)
[Kleine Anfrage
der Abgeordneten Pascal Kober, Michael Theurer, Jens Beeck,
Carl-Julius Cronenberg, Till Mansmann, Johannes Vogel, , Grigorios Aggelidis,
Renata Alt, Dr. Jens Brandenburg (Rhein-Neckar), Dr. Marcus Faber,
Daniel Föst, Otto Fricke, Peter Heidt, Katrin Helling-Plahr, Katja Hessel,
Reinhard Houben, Ulla Ihnen, Dr. Marcel Klinge, Michael Georg Link,
Oliver Luksic, Dr. Martin Neumann, Dr. Stefan Ruppert, Frank Schäffler,
Dr. Wieland Schinnenburg, Dr. Hermann Otto Solms, Manfred Todtenhausen,
Dr. Andrew Ullmann, Gerald Ullrich, Nicole Westig und der Fraktion der FDP
Bearbeitungsdauer von Rentenanträgen bei der Deutschen Rentenversicherung
Die Beantragung der Rente bei den Trägern der Deutschen Rentenversicherung
ist für die betroffenen Personen ein wichtiger Schritt auf dem Weg in einen
neuen Lebensabschnitt, der mit einer Fülle zu erledigender Aufgaben
verbunden ist. Während die Höhe der Rente meist im Voraus bereits bekannt ist,
besteht Ungewissheit, was die Dauer des Antrags betrifft. Diese Dauer ist nicht
unerheblich für die finanzielle Situation am Übergang zwischen Beruf und dem
Bezug einer Altersrente. Eine lange Bearbeitungsdauer kann eine Verzögerung
bei der Auszahlung der ersten Rentenzahlung bedeuten. Dies muss von den
Betroffenen anderweitig finanziell ausgeglichen werden.
Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass die Deutsche
Rentenversicherung personell optimal aufgestellt ist und alle Vakanzen möglichst schnell
besetzt werden, um kurze Bearbeitungszeiten der Rentenanträge zu gewährleisten.
Bereits die Antwort auf die Schriftliche Frage 61 auf Bundestagsdrucksache
19/10535 deutet aus Sicht der Fragesteller jedoch darauf hin, dass die
Bearbeitungszeiten in bestimmten Regionen im Schnitt mehr als 70 Tage betragen.
Derart lange Bearbeitungszeiten führen zu großer Unsicherheit bei den
betroffenen Antragstellerinnen und Antragstellern.
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind nach Kenntnis der
Bundesregierung derzeit bei den einzelnen Trägern der Deutschen
Rentenversicherung beschäftigt (bitte Zahlen für die letzten zehn Jahre aufführen
und nach einzelnen Fachbereichen aufschlüsselnund bitte bei allen 16
eigenständigen Trägern entsprechend abfragen)?
2. Wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der einzelnen Träger der
Deutschen Rentenversicherung befassen sich nach Kenntnis der
Bundesregierung direkt mit dem operativen Bereich (Beratung, Sachbearbeitung), und
wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übernehmen Aufgaben abseits
des operativen Bereichs?
Deutscher Bundestag Drucksache 19/13317
19. Wahlperiode 19.09.2019
3. Wie teilen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Frage 1 nach
Kenntnis der Bundesregierung auf die einzelnen Besoldungsgruppen oder
Tarifgruppen auf (bitte Zahlen für die letzten zehn Jahre aufführen und
nach den einzelnen Trägern auflisten)?
4. Wie viele Stellen sind nach Kenntnis der Bundesregierung bei den
einzelnen Trägern der Deutschen Rentenversicherung aktuell unbesetzt (bitte bei
allen 16 eigenständigen Trägern abfragen)?
5. Was unternehmen nach Kenntnis der Bundesregierung die einzelnen
Träger, um qualifiziertes Personal für die unbesetzten Stellen zu gewinnen
(bitte bei allen 16 eigenständigen Trägern abfragen)?
6. Auf welche Bereiche verteilen sich nach Kenntnis der Bundesregierung die
in Frage 4 genannten unbesetzten Stellen?
Wie viele der unbesetzten Stellen befinden sich im Bereich der
Antragsbearbeitung?
7. Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung die durchschnittliche
Vakanzzeit der offenen Stellen bei den einzelnen Trägern der Deutschen
Rentenversicherung?
Wie hat sich die Vakanzzeit in den letzten zehn Jahren entwickelt (bitte bei
allen 16 eigenständigen Trägern abfragen)?
8. Wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der einzelnen Träger der
Deutschen Rentenversicherung sind nach Kenntnis der Bundesregierung in den
letzten zehn Jahren in Rente gegangen?
Mit wie vielen altersbedingten Abgängen ihrer Beschäftigten rechnen die
einzelnen Träger der Deutschen Rentenversicherung in den nächsten zehn
Jahren (bitte bei allen 16 eigenständigen Trägern abfragen)?
9. Mit welchen Maßnahmen sichern nach Kenntnis der Bundesregierung die
einzelnen Träger der Deutschen Rentenversicherung ab, dass die durch
Rentenabgänge frei gewordenen Stellen möglichst schnell besetzt werden
(bitte bei allen 16 eigenständigen Trägern abfragen)?
10. Wie viele Personen schlossen nach Kenntnis der Bundesregierung in den
letzten zehn Jahren jeweils ein (berufsbegleitendes) Studium oder eine
Ausbildung bei den einzelnen Trägern der Deutschen Rentenversicherung
ab?
Mit wie vielen Ausbildungs- und Studienabsolventinnen und Ausbildungs-
und Studienabsolventen rechnen die einzelnen Träger der Deutschen
Rentenversicherung in den nächsten zehn Jahren (bitte bei allen 16
eigenständigen Trägern abfragen)?
11. Wie viele Quereinsteiger wurden nach Kenntnis der Bundesregierung
durch die einzelnen Träger der Deutschen Rentenversicherung in den
letzten zehn Jahren eingestellt, und welche Qualifikation und Berufserfahrung
hatten diese Personen (bitte bei allen 16 eigenständigen Trägern abfragen)?
12. Wie lange dauert nach Kenntnis der Bundesregierung durchschnittlich die
Einarbeitung von Quereinsteigern?
13. Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung im Jahresdurchschnitt der
Krankenstand bei den einzelnen Trägern der Deutschen
Rentenversicherung (bitte bei allen 16 eigenständigen Trägern abfragen und die
Entwicklung in den letzten zehn Jahren darstellen)?
14. Wie viele Tage im Jahr fehlten nach Kenntnis der Bundesregierung
durchschnittlich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der einzelnen Träger der
Deutschen Rentenversicherung (bitte bei allen 16 eigenständigen Trägern
abfragen und die Entwicklung in den letzten zehn Jahren darstellen sowie
nach gesetzlich, betrieblich und persönlich bedingten Fehlzeiten
differenzieren)?
15. Wie wirkt sich nach Kenntnis der Bundesregierung der Krankenstand auf
die Bearbeitung der Rentenanträge aus?
Welche Maßnahmen unternehmen die einzelnen Träger, damit durch den
Krankenstand kein Anstieg der Bearbeitungszeiten entsteht?
16. Welche Maßnahmen unternehmen nach Kenntnis der Bundesregierung die
einzelnen Träger der Deutschen Rentenversicherung, um den Krankenstand
zu verringern?
17. Wie viele Überstunden haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der
einzelnen Träger der Deutschen Rentenversicherung nach Kenntnis der
Bundesregierung in den letzten zehn Jahren geleistet (bitte sowohl in
absoluten Zahlen als auch als Durchschnitt pro Mitarbeiterin bzw. Mitarbeiter
angeben sowiebei allen 16 eigenständigen Trägern abfragen)?
18. Wie lange beträgt nach Kenntnis der Bundesregierung die durchschnittliche
Bearbeitungszeit bzw. Trägerlaufzeit für Reha- und Rentenbescheide bei
der Deutschen Rentenversicherung, und in welcher Spannbreite bewegt
sich die Bearbeitungsdauer (bitte jeweils nach den 16 eigenständigen
Trägern aufschlüsseln und die Entwicklung der letzten zehn Jahre auflisten
sowie auch eine Spannbreite der erfassten Dauern darstellen)?
19. Was sind nach Kenntnis der Bundesregierung die Gründe für eine
Bearbeitungszeit von mehr als einem Monat?
20. Wie viele Fälle sind der Bundesregierung bekannt, in welchen die
Auszahlung der ersten Rentenzahlung erst nach dem Renteneintritt erfolgte (bitte
bei allen 16 eigenständigen Trägern abfragen)?
21. Wie erfolgt nach Kenntnis der Bundesregierung in den in Frage 19
aufgeführten Fällen die Existenzsicherung der betroffenen Personen?
22. Welche Schlüsse haben die Träger der Deutschen Rentenversicherung aus
den Bemerkungen des Bundesrechnungshofs vom 16. November 2010 zu
Leistungsvergleichen gezogen (www.bundesrechnungshof.de/de/veroeffent
lichungen/produkte/bemerkungen-jahresberichte/jahresberichte/1-archiv/
2010/2010-bemerkungen-gesamtbericht-pdf (S. 146 ff.)?
In welcher Höhe konnten seitdem Verwaltungskosten eingespart werden?
Berlin, den 28. August 2019
Christian Lindner und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]
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