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Kleine AnfrageWahlperiode 19Beantwortet

Einsatz von Smart Parking zur CO2-Reduzierung

(insgesamt 8 Einzelfragen)

Fraktion

FDP

Ressort

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Datum

15.01.2020

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 19/1617919.12.2019

Einsatz von Smart Parking zur CO2-Reduzierung

der Abgeordneten Daniela Kluckert, Frank Sitta, Torsten Herbst, Dr. Christian Jung, Oliver Luksic, Bernd Reuther, Grigorios Aggelidis, Renata Alt, Nicole Bauer, Jens Beeck, Dr. Jens Brandenburg (Rhein-Neckar), Mario Brandenburg (Südpfalz), Dr. Marco Buschmann, Carl-Julius Cronenberg, Britta Katharina Dassler, Hartmut Ebbing, Dr. Marcus Faber, Otto Fricke, Thomas Hacker, Peter Heidt, Katrin Helling-Plahr, Markus Herbrand, Katja Hessel, Manuel Höferlin, Dr. Christoph Hoffmann, Reinhard Houben, Ulla Ihnen, Olaf in der Beek, Gyde Jensen, Dr. Marcel Klinge, Pascal Kober, Carina Konrad, Konstantin Kuhle, Alexander Graf Lambsdorff, Ulrich Lechte, Michael Georg Link, Christoph Meyer, Alexander Müller, Roman Müller-Böhm, Frank Müller-Rosentritt, Dr. Martin Neumann, Dr. Stefan Ruppert, Christian Sauter, Frank Schäffler, Dr. Wieland Schinnenburg, Matthias Seestern-Pauly, Bettina Stark-Watzinger, Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Benjamin Strasser, Katja Suding, Michael Theurer, Stephan Thomae, Dr. Florian Toncar, Dr. Andrew Ullmann, Gerald Ullrich, Nicole Westig und der Fraktion der FDP

Vorbemerkung

Um die nationalen, europäischen und internationalen Klimaschutzziele erreichen zu können, muss nach Ansicht der Fragesteller auch der Mobilitätssektor seinen Beitrag leisten. Hierbei spielen nach Ansicht der Fragesteller nicht nur neue, innovative Antriebs- und Speichertechnologien eine wichtige Rolle, sondern auch Parkvorgänge. Studien zeigen, dass Parksuchverkehre für etwa 30 Prozent des Verkehrs in deutschen Städten verantwortlich sind (http://inrix.com/press-releases/parking-pain-de/). Ein Autofahrer benötigt im Durchschnitt etwa acht Minuten, um einen Parkplatz zu finden, legt in dieser Zeit durchschnittlich 4,5 Kilometer zurück und stößt circa 1,3 kg CO2 aus (https://subs.emis.de/LNI/Proceedings/Proceedings261/175.pdf). Die Parkplatzsuche erhöht das Verkehrsaufkommen, führt zu einem Verlust an Lebenszeit, verursacht Stress und ist eine Belastung für Umwelt, Klima und Luftqualität. Durch den Zeitverlust, die Abgasbelastung und den Kraftstoffverbrauch entstehen jedes Jahr Gesamtkosten in Höhe von nahezu 45 Mrd. Euro (http://inrix.com/press-releases/parking-pain-de/). Das Ökonomisierungs- und Optimierungspotenzial im Bereich des Parkens – sowohl innerhalb von Städten als auch an deutschen Autobahnen – ist also enorm. Um die Parkplatzsuche effizienter und intelligenter gestalten zu können, stehen bereits heute neueste, technische Innovationen zur Verfügung. Verschiedene Untersuchungen zeigen, dass sogenannte Smart-Parking-Technologien die laufenden Kosten senken können, zu einer signifikanten Reduzierung des Parkplatzsuchverkehrs beitragen können, die Effizienz steigern und die Suche vereinfachen können. Durch eine Verminderung des Suchverkehrs können zudem Stickoxid- und Kohlenstoffdioxid-Emissionen reduziert werden (www.ey.com/Publication/vwLUAssets/ey-smart-city-beispiel-smart-parking/$File/ey-smart-city-beispiel-smart-parking.pdf). Diese innovativen Lösungen stellen beispielsweise durch modernste Sensoren fest, ob ein Parkplatz frei zur Verfügung steht. Diese Information wird dann an das Smartphone des Benutzers weitergeleitet, welcher mittels Navigationssoftware zum freien Parkplatz geführt wird und diesen per App bezahlen kann. Der Einsatz digitaler und smarter Lösungen im Bereich des Parkens bietet also großes Potenzial bei der Emissionsreduzierung und bei der Erreichung der Klimaschutzvereinbarungen, welches sich derzeit noch nicht flächendeckend entfalten kann.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen8

1

Hat die Bundesregierung zu der Frage, ob mit Smart-Parking-Technologien und Applikationen Schadstoffemissionen, insbesondere CO2-Emissionen, eingespart werden können?

Wenn ja, wie hoch schätzt die Bundesregierung das prozentuale und absolute Einsparpotenzial ein?

2

Welche Maßnahmen plant die Bundesregierung derzeit, um den Einsatz von Smart-Parking-Technologien und Applikationen zu fördern?

3

Welche Maßnahmen führt die Bundesregierung derzeit aus, um den Einsatz von Smart-Parking-Technologien und Applikationen zu fördern?

4

Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung der prozentuale Anteil an Parkflächen in Deutschland, welche bereits mit Smart-Parking-Technologien und Applikationen verbunden sind?

5

Wie schätzt die Bundesregierung die Sicherheit und die Gewährleistung des Schutzes persönlicher Daten im Zusammenhang mit Smart-Parking-Technologien und Applikationen ein?

6

Werden Smart-Parking-Technologien und Applikationen im Rahmen des Sofortprogramms Saubere Luft 2017 – 2020 gefördert?

Wenn ja, welche Projekte haben sich bisher beworben, welche sind bewilligt und welche realisiert worden (bitte namentlich inklusive Ort und Projekttitel nennen)?

7

Welche Maßnahmen plant die Bundesregierung derzeit, um das Parkplatzmanagement an deutschen Autobahnen zu verbessern?

8

Welche Smart-Parking-Technologien werden derzeit an oder auf deutschen Autobahnen bereits eingesetzt (bitte mit Einsatzort nennen)?

Berlin, den 11. Dezember 2019

Christian Lindner und Fraktion

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