Trockenheit der Böden – Versickerungsfähige Straßen, Wege und Plätze des Bundes
der Abgeordneten Karlheinz Busen, Frank Sitta, Dr. Gero Clemens Hocker, Carina Konrad, Nicole Bauer, Grigorios Aggelidis, Renata Alt, Jens Beeck, Dr. Jens Brandenburg (Rhein-Neckar), Dr. Marco Buschmann, Carl-Julius Cronenberg, Britta Katharina Dassler, Hartmut Ebbing, Dr. Marcus Faber, Otto Fricke, Thomas Hacker, Peter Heidt, Katrin Helling-Plahr, Katja Hessel, Dr. Christoph Hoffmann, Reinhard Houben, Ulla Ihnen , Olaf in der Beek, Gyde Jensen, Dr. Christian Jung, Dr. Marcel Klinge, Daniela Kluckert, Pascal Kober, Konstantin Kuhle, Michael Georg Link, Christoph Meyer, Alexander Müller, Roman Müller-Böhm, Bernd Reuther, Christian Sauter, Matthias Seestern-Pauly, Dr. Hermann Otto Solms, Bettina Stark-Watzinger, Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Katja Suding, Michael Theurer, Stephan Thomae, Dr. Florian Toncar, Sandra Weeser, Nicole Westig und der Fraktion der FDP
Vorbemerkung
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen10
Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung über die Trockenheit der Böden in Deutschland?
Welche asphaltierten Straßen, Wege und Plätze des Bundes sind mit wasserdurchlässigem Asphalt versehen, wie lang sind die Straßen- und Wegeabschnitte, bzw. wie groß sind die Plätze jeweils (bitte nach Straßen- und Wegekilometer bzw. Quadratmetern je Bundesland aufschlüsseln)?
a. Welche Kosten sind für die Herstellung der wasserdurchlässig asphaltierten Straßen, Wege und Plätze jeweils entstanden, und wie hoch wäre jeweils die Herstellung gewöhnlicher wasserundurchlässiger Asphaltstraßen gewesen?
b. Bei welchen Straßen, Wegen und Plätzen mit wasserdurchlässigem Asphalt fließt das Niederschlagswasser über ein Drainage-System unmittelbar ins Grundwasser?
Wie häufig kommt es auf Straßen des Bundes mit wasserdurchlässigem Asphalt zu schweren Verkehrsunfällen im Vergleich zu gewöhnlichen wasserundurchlässigen Asphaltstraßen?
Wie bewertet die Bundesregierung die Umweltwirkungen von wasserdurchlässigem Asphalt? Führt dieser dazu, dass Böden mehr und großflächiger Wasser zugeführt wird?
a. Plant die Bundesregierung eine finanzielle Förderung von Kommunen für den Bau wasserdurchlässiger Ortsstraßen, um Niederschlagswasser vermehrt versickern zu lassen?
b. Plant die Bundesregierung eine Unterstützung von Kommunen beim Bau wasserdurchlässiger Ortsstraßen in Form einer besseren Anerkennung im Rahmen der Erstellung von Umweltberichten?
Können versickerungsfähige Straßen einen Beitrag zum natürlichen Wasserkreislauf leisten, und welche Regenmengen können je Quadratmeter aufgenommen werden?
Welche anderen Maßnahmen können mit versickerungsfähigen Belägen im Straßen- und Wegebau kombiniert werden, um die Anreicherung von Bodenwasser fördern?
Plant die Bundesregierung eine Ausweitung des Einsatzes von wasserdurchlässigem Asphalt?
Welche Praxisbeispiele zur Anwendung von versickerungsfähigen Belägen im Straßen- und Wegebau existieren nach Kenntnis der Bundesregierung mit dem primären Ziel, den Wasserspeicher des Bodens anzureichern?
Welche Unterschiede in der Zusammensetzung bestehen zwischen herkömmlichen und versickerungsfähigen Oberflächenmaterialen, die im Straßen- und Wegebau eingesetzt werden?
Können die Auswirkungen der Flächenversiegelung nach Kenntnis der Bundesregierung durch versickerungsfähige Straßen und Wege vermindert werden?