Mittelverwendung in der Gesundheitsforschung
der Abgeordneten Christoph Meyer, Christian Dürr, Grigorios Aggelidis, Renata Alt, Jens Beeck, Dr. Jens Brandenburg (Rhein-Neckar), Mario Brandenburg (Südpfalz), Sandra Bubendorfer-Licht, Dr. Marco Buschmann, Britta Katharina Dassler, Dr. Marcus Faber, Otto Fricke, Thomas Hacker, Peter Heidt, Markus Herbrand, Torsten Herbst, Katja Hessel, Ulla Ihnen, Olaf in der Beek, Dr. Marcel Klinge, Daniela Kluckert, Pascal Kober, Ulrich Lechte, Dr. Martin Neumann, Hagen Reinhold, Christian Sauter, Frank Schäffler, Dr. Wieland Schinnenburg, Matthias Seestern-Pauly, Frank Sitta, Judith Skudelny, Dr. Hermann Otto Solms, Bettina Stark-Watzinger, Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Michael Theurer, Stephan Thomae, Dr. Florian Toncar, Nicole Westig, Katharina Willkomm der Fraktion der FDP
Vorbemerkung
Aktuell zeigt das Aufkommen des Coronavirus bzw. der Coronavirus-Krankheit (COVID-19), wie essentiell wichtig die Gesundheitsforschung ist. Um in Zukunft auch weiterhin bestmöglich vorbereitet und handlungsfähig zu sein, ist eine effektive Mittelverwendung in der Gesundheitsforschung unabdingbar. Eine mangelhafte Kommunikation bzw. Koordination und Kompetenzzuweisung kann dramatische Konsequenzen haben.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen8
Was ist bzw. war das Gesamtvolumen der im Rahmen des Einzelplans 30 finanzierten und über die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) durchgeführten Forschung im Gesundheitsbereich in den Haushaltsjahren 2015 bis 2020? Welche waren hierbei die fünf größten Empfänger (bitte mit Nennung der bewilligten Mittel)?
Was ist bzw. war das Gesamtvolumen der im Rahmen des Einzelplans 30 finanzierten und über die Einrichtungen der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) durchgeführten Forschung im Gesundheitsbereich in den Haushaltsjahren 2015 bis 2020? Welche waren hierbei die fünf größten Empfänger (bitte mit Nennung der bewilligten Mittel)?
Was ist bzw. war das Gesamtvolumen der im Rahmen des Einzelplans 30 finanzierten und über die Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft durchgeführten Forschung im Gesundheitsbereich in den Haushaltsjahren 2015 bis 2020? Welche waren hierbei die fünf größten Empfänger (bitte mit Nennung der bewilligten Mittel)?
Was ist bzw. war das Gesamtvolumen der im Rahmen des Einzelplans 15 finanzierten und über das Robert Koch-Institut durchgeführten Forschung im Gesundheitsbereich in den Haushaltsjahren 2015 bis 2020? Welche waren hierbei die fünf größten Empfänger (bitte mit Nennung der bewilligten Mittel)?
Über welche internationalen Formate – außerhalb der EU – stimmt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seine Schwerpunktsetzung bei der Finanzierung von Forschung im Gesundheitsbereich ab?
Inwiefern bildet die Schwerpunktsetzung der im Rahmen der Einzelpläne 15 und 30 in den Haushaltsjahren 2019 und 2020 finanzierten Forschung im Gesundheitsbereich global abgestimmte Prioritäten ab, z. B. im Rahmen des Global Research Collaboration for Infectious Disease Preparedness (GLOPID-R)?
In welchem prozentualen Verhältnis steht die über nationale Mechanismen (z. B. DFG, MPG, Leibniz-Gesellschaft) in den Haushaltsjahren 2015 bis 2020 finanzierte Forschung im Gesundheitsbereich zu Bemühungen über multilaterale Finanzierungsmechanismen (z. B. CEPI)?
Womit begründet die Bundesregierung die inhaltliche und organisatorische Trennung der im Rahmen der Einzelpläne 15 und 30 finanzierten Forschung im Gesundheitsbereich? Inwiefern sind Formate wie der Runde Tisch der Bundesregierung „Internationalisierung von Bildung, Wissenschaft und Forschung“ (RTI) – AG Gesundheit“ hierbei ein wirksames Instrument, das die Koordinierung der aus dem Bundeshaushalt finanzierten Maßnahmen innerhalb der Bundesregierung verbessern kann?