Insektenschutzpolitik der Bundesregierung
der Abgeordneten Dr. Gero Clemens Hocker, Frank Sitta, Carina Konrad, Karlheinz Busen, Nicole Bauer, Dr. Christoph Hoffmann, Renata Alt, Jens Beeck, Dr. Jens Brandenburg (Rhein-Neckar), Mario Brandenburg (Südpfalz), Dr. Marco Buschmann, Britta Katharina Dassler, Dr. Marcus Faber, Otto Fricke, Reginald Hanke, Katrin Helling-Plahr, Markus Herbrand, Reinhard Houben, Ulla Ihnen, Dr. Christian Jung, Karsten Klein, Dr. Marcel Klinge, Pascal Kober, Till Mansmann, Bernd Reuther, Judith Skudelny, Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Benjamin Strasser, Katja Suding, Michael Theurer, Gerald Ullrich und der Fraktion der FDP
Vorbemerkung
Zum Insektenschutz heißt es im aktuellen Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD: „Wir werden das Insektensterben umfassend bekämpfen. Mit einem „Aktionsprogramm Insektenschutz“ wollen wir die Lebensbedingungen für Insekten verbessern. Wir wollen ein wissenschaftliches Monitoringzentrum zur Biodiversität unter Einbeziehung des Bundesumwelt- sowie des Bundeslandwirtschaftsministeriums aufbauen.“ (S. 139)
Das „Aktionsprogramm Insektenschutz“ hat die Bundesregierung im vergangenen Jahr verabschiedet (https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/aktionsprogramm-insektenschutz-1581358). Es sieht etwa eine Reduzierung der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln vor.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen6
Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse aus welchen wissenschaftlichen Studien sind die Basis für die Insektenschutzpolitik der Bundesregierung?
Welche Insektenarten sind diesen Erkenntnissen zufolge in welchem Umfang von einem Rückgang der Individuenanzahl bzw. Biomasse betroffen (bitte unterteilt in die verschiedenen Lebensraumkulissen angeben)?
Was sieht die Bundesregierung bei den in der Antwort zu Frage 2 genannten Insektenarten jeweils als Ursachen für den Rückgang an (bitte unterteilt in die verschiedenen Entwicklungsstadien der Insekten und Lebensraumkulissen angeben)?
Durch welche konkreten Maßnahmen der Landbewirtschaftung und/oder Tierhaltung in welchen Lebensraumkulissen hat die Landwirtschaft nach Kenntnis der Bundesregierung bei den in der Antwort zu Frage 2 genannten Insektenarten jeweils welchen Anteil an einem Rückgang (bitte unterteilt in die verschiedenen Entwicklungsstadien der Insekten angeben)?
Durch welche konkreten Maßnahmen kann die Landwirtschaft, sowohl durch Unterlassen bisherigen Handelns als auch durch zusätzliche Aktivitäten, nach Auffassung der Bundesregierung dazu beitragen, die in der Antwort zu Frage 4 genannten Ursachen für den Rückgang der jeweiligen Insektenarten zu beheben, und welche Maßnahmen plant die Bundesregierung, dazu im Einzelnen umzusetzen (bitte unterteilt in die verschiedenen Entwicklungsstadien der Insekten und Lebensraumkulissen angeben)?
Durch welche Kommunikationsstrategie beabsichtigt die Bundesregierung, die Landwirtschaft auf den Kenntnisstand der Bundesregierung zu bringen und somit in die Lage zu versetzen, gegebenenfalls die als insektenschädigend identifizierten Maßnahmen und Einzelhandlungen zu unterlassen, zu ersetzen, zeitlich zu verschieben, auf eine andere Art minder belastend auszuführen oder zusätzliche Aktivitäten durchzuführen?